Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Skull » Mi 5. Feb 2014, 08:08

prime-pippo » Di 4. Feb 2014, 22:41 hat geschrieben:Du machst das gleiche, was deinesgleichen immer macht, du berücksichtigst bei der Betrachtung der Lohnniveaus nicht das Produktivitätsniveau.
Direkte Gegenüberstellung der Löhne ist natürlich blödsinnig.
Entscheidend ist die Lohnstückkostenentwicklung, und hier nicht, wie es deinesgleichen gerne macht, die isolierte Betrachtung der Lohnstückkosten im Exportsektor.
Schreibst Du wieder Deinen üblichen Schwachsinn ? Die Entwicklung ist erst einmal uninteressant.
Bei späteren oder anderen Betrachtungen dann gerne.

Und WENN betrachte nicht Deinen kleinen gewünschten Zeitraum, sondern längere Zeiträume.
Gerade eben auch die, wo es in Deutschlannd fett anstieg (mit den entsprechenden Konsequenzen)

Wir können uns aber auch gerne die Länder anschauen, wo es in den letzten 10 Jahren einen schönen Anstieg gab.
Nur....wie geht es diesen Ländern heute ? ==> G ? F ? SP ? *lach*
Ist es das was Du Dir für Deutschland wünscht ?

Erst geht es mal ums Niveau (gerne auch unter Berücksichtigung der Produktivität).

Ist der Stundenlohn einer Putzfrau in Deutschland nun (zu) niedrig ?
Oder eines Facharbeiters ?
Oder, oder, oder ?

Und weiterhin:

Wieviele und welche europäischen Länder haben eigentlich ein höheres Lohnniveau ? 1, 3 , 5 ? Nenne FAKTEN !

mlg
Zuletzt geändert von Skull am Mi 5. Feb 2014, 08:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Blickwinkel » Mi 5. Feb 2014, 08:30

jack000 » Di 4. Feb 2014, 23:39 hat geschrieben:
zollagent » Di 4. Feb 2014, 21:17 hat geschrieben:Der Staat darf nicht schrankenlos Steuern einführen und er darf schon gar nicht Sonderrecht für einzelne Branchen verordnen. Den Paragraphen dazu findest du im Grundgesetz, Stichwort Gleichbehandlungsgrundsatz. Auch ein Mindestlohn unterliegt Grenzen. Und er darf schlichtweg nicht nur für eine bestimmte Gruppe gelten, sondern er dürfte nur für alle gelten. Die Regulation des Staates ist es, die strengen Grenzen unterliegt. Auch, wenn dir das nicht gefällt. Was die Tarifautonomie angeht, da wird der Staat den Teufel tun und dort Hand anlegen. Es würde zu viele Grundrechte tangieren und hätte keine Chance. Und was den Organisationsgrad angeht, es gibt auch keine Zwangsmitgliedschaft. Auch das wäre unzulässig. Für die "benachteiligte Klientel" heißt das konkret: Mehr lernen, mehr arbeiten, mehr bieten, um die soziale Stellung zu verbessern und nicht nach dem großen Bruder rufen, der per Ordre de Mufti alles festlegen soll. Der kann das nämlich nicht. Zumindest bei dir scheint mir, daß dein Kalender mindestens 25 Jahre nachgeht.

Ich habe da kein Problem mit dem Staat, sondern mit der Tarifautonomie die mir nun 40h/Woche aufdrückt und mir verbietet Sonntags zu arbeiten.

=> Ich will 30-35h/Woche und selbst entscheiden wann ich arbeite und wann nicht !!


Keine Ahnung, warum du es nicht hinkriegst bei deinem Arbeitgeber eine Reduzierung der Arbeitszeit zu beantragen bzw. einzufordern. Im übrigen ist z.B. bei Daimler eine 35h Woche üblich.

Wenn du völlig unabhängig sein willst, dann wirst du dich selbstständig machen müssen, wobei man selbst da sich nach den Arbeitszeiten des Kunden richten muss.
Nichts ist in der Regel unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken läßt. (Ludwig Erhard)
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Blickwinkel » Mi 5. Feb 2014, 08:32

pudding » Mi 5. Feb 2014, 07:29 hat geschrieben:
Blickwinkel » Di 4. Feb 2014, 22:11 hat geschrieben:
Der Mindestlohn wirkt sich kaum auf den Export aus, weil viele Exportfirmen bereits über Mindestlohn zahlen.
Es trifft vorwiegend die binnenwirtschaftliche Dienstleistungsgesellschaft und das auch nur in gewissen Regionen Deutschlands.

So, so, tun sie das?
http://www.bavc.de/bavc/web/web.nsf/id/ ... emgep.html
http://www.derwesten.de/wirtschaft/tari ... 59807.html
Bislang anscheinend nicht und die Abermillionen bei tariflich nicht gebundenen Zulieferern Beschäftigten dürfen auch nur bislang davon träumen.


Wie gesagt, die meisten zahlen schon über Mindestlohn und nein, die Fleischindustrie ist keine der Hauptindustrien Deutschlands. Probiers mal mit Automotive, Maschinenbau und Chemie.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Blickwinkel » Mi 5. Feb 2014, 08:32

pudding » Mi 5. Feb 2014, 07:31 hat geschrieben:
jack000 » Di 4. Feb 2014, 23:39 hat geschrieben:Ich habe da kein Problem mit dem Staat, sondern mit der Tarifautonomie die mir nun 40h/Woche aufdrückt und mir verbietet Sonntags zu arbeiten.

=> Ich will 30-35h/Woche und selbst entscheiden wann ich arbeite und wann nicht !!

Das entscheidet dein Arbeitgeber für dich, der weiss es besser und vor allem was besser für dich ist! ;)


Klar, hat der Arbeitgeber auch für dich den Arbeitsvertrag unterschrieben? :)
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Skull » Mi 5. Feb 2014, 08:38

prime-pippo » Di 4. Feb 2014, 22:41 hat geschrieben:Und die Entwicklung der Lohnstückkosten wurde ja schon oft gezeigt:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... 625090330&
mhmm... Interessant für DEINE Argumentation. *lach*

GB =>
I =>
SP =>
F =>


Alles Länder, die in dem betrachteten Zeitraum eine hohe und höhere Lohnentwicklung hatten, als Deutschland.
Also vorbildliche Länder in Deinem Sinne. Die es richtig machten...

Wie ist aber deren Situation seit 2007 ? und gerade heute ? Merkst Du noch was ?

mlg
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon pudding » Mi 5. Feb 2014, 09:30

Blickwinkel » Mi 5. Feb 2014, 09:32 hat geschrieben:
pudding » Mi 5. Feb 2014, 07:29 hat geschrieben:So, so, tun sie das?
http://www.bavc.de/bavc/web/web.nsf/id/ ... emgep.html
http://www.derwesten.de/wirtschaft/tari ... 59807.html
Bislang anscheinend nicht und die Abermillionen bei tariflich nicht gebundenen Zulieferern Beschäftigten dürfen auch nur bislang davon träumen.


Wie gesagt, die meisten zahlen schon über Mindestlohn und nein, die Fleischindustrie ist keine der Hauptindustrien Deutschlands. Probiers mal mit Automotive, Maschinenbau und Chemie.

Hat niemand beahuptet...übrigens Chemie .... :p
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon happySchland » Mi 5. Feb 2014, 10:08

Skull » Mi 5. Feb 2014, 08:38 hat geschrieben:
prime-pippo » Di 4. Feb 2014, 22:41 hat geschrieben:Und die Entwicklung der Lohnstückkosten wurde ja schon oft gezeigt:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... 625090330&
mhmm... Interessant für DEINE Argumentation. *lach*

GB =>
I =>
SP =>
F =>


Alles Länder, die in dem betrachteten Zeitraum eine hohe und höhere Lohnentwicklung hatten, als Deutschland.
Also vorbildliche Länder in Deinem Sinne. Die es richtig machten...

Wie ist aber deren Situation seit 2007 ? und gerade heute ? Merkst Du noch was ?

mlg

Das ist weder eine theoriegestützte Erklärung noch überhaupt irgendeine Erklärung.
Sie stellen Makrophäönomene gegenüber ohne eine kausale Beziehung dazwischen herzustellen.
Das ist schlichtweg laienhaft und führt nahezu immer zu falschen Ergebnissen.

höhere Lohnentwicklung als Deutschland ------------> Wirtschaftliche Situation heute in diesen Ländern
Erklärung? Zusammenhang?
Drittvariablen wie Finanzkrise, Konkurrenz durch Deutschland?

Auf A folgt B. Wenn es doch so schön einfach wäre.
So lässt sich nur auf Theorieebene argumentieren indem logisch abgeleitet wird.
Bitte keine Wörter in den Mund legen und beim Thema bleiben.
Vielen Dank!
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Skull » Mi 5. Feb 2014, 10:36

happySchland » Mi 5. Feb 2014, 10:08 hat geschrieben:Das ist weder eine theoriegestützte Erklärung noch überhaupt irgendeine Erklärung.
Schreibe das @prime-pippo.
happySchland » Mi 5. Feb 2014, 10:08 hat geschrieben:Das ist schlichtweg laienhaft und führt nahezu immer zu falschen Ergebnissen.
Eure Betrachtungen.
happySchland » Mi 5. Feb 2014, 10:08 hat geschrieben:Auf A folgt B. Wenn es doch so schön einfach wäre.
So lässt sich nur auf Theorieebene argumentieren indem logisch abgeleitet wird.
Genau das was EUCH hier regelmäßig vorgeworfen wird.

EURE theoretischen "Makro"-Sandkasten-Spiele.

mfg
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 10:41

happySchland » Mi 5. Feb 2014, 10:08 hat geschrieben:Das ist weder eine theoriegestützte Erklärung noch überhaupt irgendeine Erklärung.
Sie stellen Makrophäönomene gegenüber ohne eine kausale Beziehung dazwischen herzustellen.
Das ist schlichtweg laienhaft und führt nahezu immer zu falschen Ergebnissen.

höhere Lohnentwicklung als Deutschland ------------> Wirtschaftliche Situation heute in diesen Ländern
Erklärung? Zusammenhang?
Drittvariablen wie Finanzkrise, Konkurrenz durch Deutschland?

Auf A folgt B. Wenn es doch so schön einfach wäre.
So lässt sich nur auf Theorieebene argumentieren indem logisch abgeleitet wird.


Ich bin wirklich baff, dass Skull nicht zu verstehen scheint, dass Deutschlands Gewinn an Wettbewerbsfähigkeit und der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit weiter Teile des restlichen Europas Hand in Hand gehen.

@Skull: Selbstverständlich verliert ein Land an Wettbewerbsfähigkeit, wenn es durch andere (Deutschland) preislich unterboten wird (damit sind relative Preise gemeint, stell jetzt bitte nicht wieder absolute Preise irgendwelcher Autohersteller gegenüber).
Du siehst, Deutschland hat massiv Wettkampf der Nationen betrieben, ich habe dir die Grafik gezeigt.

Jetzt sagen Spezialisten wie Zollagent, dass das eben alles Wettkampf sei, die anderen Länder müssten dann eben auch ihre Preise (Löhne) drücken um Wettbewerbsfähigkeit zu gewinnen.
Nur ist dies ein Rattenrennen um niedrige Löhne (bedenke weiterhin, dass die Löhne im Verhältnis zur Produktivität gesehen werden müssen...), was soll das?
Wenn das alle Länder machen würden, wäre eine deflationäre Entwicklung die Folge.
"Banks do not, as too many textbooks still suggest, take deposits of existing money from savers and lend it out to borrowers: they create credit and money ex nihilo – extending a loan to the borrower and simultaneously crediting the borrower’s money account."
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Skull » Mi 5. Feb 2014, 11:08

prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 10:41 hat geschrieben:Ich bin wirklich baff, dass Skull nicht zu verstehen scheint, dass Deutschlands Gewinn an Wettbewerbsfähigkeit und der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit weiter Teile des restlichen Europas Hand in Hand gehen.
Ich bin dagegen nicht baff,
das Du weder KONKRET auf Dinge eingehst,
noch Deine üblichen Postings verpasst,
noch das Du wieder anderen Dinge unterstellst, die sie gar nicht schreiben.

Du brauchst solche Dinge nicht konstruieren. Noch ausweichen.

Wenn irgendjemand wettbewerbsfähiger wird, geht das zwangsläufig zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit anderer.
================> kraft LOGIK.
prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 10:41 hat geschrieben:stell jetzt bitte nicht wieder absolute Preise irgendwelcher Autohersteller gegenüber).
Du nervst. Bitte um KONKRETE Quelle, wann ich das JEMALS gemacht habe.

Deine permanenten Phantasien und Unterstellungen sind einfach nur albern.
Das ist unterste Schublade irgendwelchen Usern irgendwelche Dinge unterzuschieben. => wiederholend.

prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 10:41 hat geschrieben:Wenn das alle Länder machen würden
Passt ja (auch wenn Du wieder Antworten verweigerst) :

mhmm... Interessant für DEINE Argumentation. *lach*

GB =>
I =>
SP =>
F =>


Alles Länder, die in dem betrachteten Zeitraum eine hohe und höhere Lohnentwicklung hatten, als Deutschland.
Also vorbildliche Länder in Deinem Sinne. Die es richtig machten...

Wie ist aber deren Situation seit 2007 ? und gerade heute ? Merkst Du noch was ?


mlg
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon jmjarre » Mi 5. Feb 2014, 11:16

happySchland » Mi 5. Feb 2014, 10:08 hat geschrieben:
Skull » Mi 5. Feb 2014, 08:38 hat geschrieben:mhmm... Interessant für DEINE Argumentation. *lach*

GB =>
I =>
SP =>
F =>


Alles Länder, die in dem betrachteten Zeitraum eine hohe und höhere Lohnentwicklung hatten, als Deutschland.
Also vorbildliche Länder in Deinem Sinne. Die es richtig machten...

Wie ist aber deren Situation seit 2007 ? und gerade heute ? Merkst Du noch was ?

mlg

Das ist weder eine theoriegestützte Erklärung noch überhaupt irgendeine Erklärung.
Sie stellen Makrophäönomene gegenüber ohne eine kausale Beziehung dazwischen herzustellen.
Das ist schlichtweg laienhaft und führt nahezu immer zu falschen Ergebnissen.

höhere Lohnentwicklung als Deutschland ------------> Wirtschaftliche Situation heute in diesen Ländern
Erklärung? Zusammenhang?
Drittvariablen wie Finanzkrise, Konkurrenz durch Deutschland?

Auf A folgt B. Wenn es doch so schön einfach wäre.
So lässt sich nur auf Theorieebene argumentieren indem logisch abgeleitet wird.


Meinst Du, dass man mit teuren Waren, die auch qualitätsmässig unter der Benchmark sind, weltweit überleben kann?

Was ist aus Renault geworden?

Was ist mit Frankreichs Wirtschaft? Italiens Wirtschaft.?

Mir kommt es so vor, als würdest Du für das eintreten, was Griechenland zu Fall brachte: Löhne zahlen, die nichts mit der Produktivität zu tun haben, einen aufgeblähten Staat, der nicht bezahlbar ist usw...
Strang über die SED und deren Stasi Aktivitäten -neueste Enthüllungen...Hier:
viewtopic.php?f=20&t=39858
http://www.youtube.com/watch?v=uDvsezvR7LA
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon jmjarre » Mi 5. Feb 2014, 11:17

jack000 » Di 4. Feb 2014, 22:39 hat geschrieben:
zollagent » Di 4. Feb 2014, 21:17 hat geschrieben:Der Staat darf nicht schrankenlos Steuern einführen und er darf schon gar nicht Sonderrecht für einzelne Branchen verordnen. Den Paragraphen dazu findest du im Grundgesetz, Stichwort Gleichbehandlungsgrundsatz. Auch ein Mindestlohn unterliegt Grenzen. Und er darf schlichtweg nicht nur für eine bestimmte Gruppe gelten, sondern er dürfte nur für alle gelten. Die Regulation des Staates ist es, die strengen Grenzen unterliegt. Auch, wenn dir das nicht gefällt. Was die Tarifautonomie angeht, da wird der Staat den Teufel tun und dort Hand anlegen. Es würde zu viele Grundrechte tangieren und hätte keine Chance. Und was den Organisationsgrad angeht, es gibt auch keine Zwangsmitgliedschaft. Auch das wäre unzulässig. Für die "benachteiligte Klientel" heißt das konkret: Mehr lernen, mehr arbeiten, mehr bieten, um die soziale Stellung zu verbessern und nicht nach dem großen Bruder rufen, der per Ordre de Mufti alles festlegen soll. Der kann das nämlich nicht. Zumindest bei dir scheint mir, daß dein Kalender mindestens 25 Jahre nachgeht.

Ich habe da kein Problem mit dem Staat, sondern mit der Tarifautonomie die mir nun 40h/Woche aufdrückt und mir verbietet Sonntags zu arbeiten.

=> Ich will 30-35h/Woche und selbst entscheiden wann ich arbeite und wann nicht !!



ich würde auch gerne selber entscheiden, wann ich morgens zur Arbeit gehe. Am besten dann, wenn kein Kunde anruft...
Strang über die SED und deren Stasi Aktivitäten -neueste Enthüllungen...Hier:
viewtopic.php?f=20&t=39858
http://www.youtube.com/watch?v=uDvsezvR7LA
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon pudding » Mi 5. Feb 2014, 11:25

Blickwinkel » Mi 5. Feb 2014, 09:32 hat geschrieben:
pudding » Mi 5. Feb 2014, 07:31 hat geschrieben:Das entscheidet dein Arbeitgeber für dich, der weiss es besser und vor allem was besser für dich ist! ;)


Klar, hat der Arbeitgeber auch für dich den Arbeitsvertrag unterschrieben? :)

Nein, den kriegt der Arbeitnehmr so wie sich der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag gestaltet hat vorgelegt und darf ihn dann unterschreiben.
Aber vielleicht bist ja du schon mal bei einem Arbeitgeber aufgekreuzt und hast ihm deinen eigenen Arbeitsvertrag vorgelegt?
Zuletzt geändert von pudding am Mi 5. Feb 2014, 11:30, insgesamt 1-mal geändert.
pudding

Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon pudding » Mi 5. Feb 2014, 11:29

jmjarre » Mi 5. Feb 2014, 12:17 hat geschrieben:
jack000 » Di 4. Feb 2014, 22:39 hat geschrieben:Ich habe da kein Problem mit dem Staat, sondern mit der Tarifautonomie die mir nun 40h/Woche aufdrückt und mir verbietet Sonntags zu arbeiten.

=> Ich will 30-35h/Woche und selbst entscheiden wann ich arbeite und wann nicht !!



ich würde auch gerne selber entscheiden, wann ich morgens zur Arbeit gehe. Am besten dann, wenn kein Kunde anruft...

Nach der Darstellung einiger Fosristen hier soll das durchaus üblich sein. :thumbup:
Wahrscheinlich haben wir beide und viele andere auch die falschen Arbeitsverträge.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon pikant » Mi 5. Feb 2014, 11:34

pudding » Mi 5. Feb 2014, 11:25 hat geschrieben:
Blickwinkel » Mi 5. Feb 2014, 09:32 hat geschrieben:
Klar, hat der Arbeitgeber auch für dich den Arbeitsvertrag unterschrieben? :)

Nein, den kriegt der Arbeitnehmr so wie sich der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag gestaltet hat vorgelegt und darf ihn dann unterschreiben.
Aber vielleicht bist ja du schon mal bei einem Arbeitgeber aufgekreuzt und hast ihm deinen eigenen Arbeitsvertrag vorgelegt?


kein AN wird gewzungen einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben, wenn er es nicht will.
jeder AN kann darauf hinweisen, dass er seinen Arbeitsvertrag in bestimmten Punkten aendern moechte und die Unterschrift bis zur Aenderung verweigern

auch kann ein AN den AG darauf hinweisen, dass er unter diesen Bedingungen nicht unterzeichnet ...
Zuletzt geändert von pikant am Mi 5. Feb 2014, 11:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Blasphemist » Mi 5. Feb 2014, 11:44

pudding » Mi 5. Feb 2014, 11:25 hat geschrieben:
Blickwinkel » Mi 5. Feb 2014, 09:32 hat geschrieben:
Klar, hat der Arbeitgeber auch für dich den Arbeitsvertrag unterschrieben? :)

Nein, den kriegt der Arbeitnehmr so wie sich der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag gestaltet hat vorgelegt und darf ihn dann unterschreiben.
Aber vielleicht bist ja du schon mal bei einem Arbeitgeber aufgekreuzt und hast ihm deinen eigenen Arbeitsvertrag vorgelegt?

So gerne ich dir Recht gebe aber hier muss ich widersprechen.
Den äußeren Rahmen legt der AG fest, der Inhalt wird verhandelt.
Arbeitszeit, Gehalt( variable fixe Anteile), Zusätzliche Altersvorsorge, Einsatzort, Urlaub, Karenztage, Fortbildung etc.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Robben1986 » Mi 5. Feb 2014, 12:36

Blasphemist » Mi 5. Feb 2014, 11:44 hat geschrieben:
pudding » Mi 5. Feb 2014, 11:25 hat geschrieben:Nein, den kriegt der Arbeitnehmr so wie sich der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag gestaltet hat vorgelegt und darf ihn dann unterschreiben.
Aber vielleicht bist ja du schon mal bei einem Arbeitgeber aufgekreuzt und hast ihm deinen eigenen Arbeitsvertrag vorgelegt?

So gerne ich dir Recht gebe aber hier muss ich widersprechen.
Den äußeren Rahmen legt der AG fest, der Inhalt wird verhandelt.
Arbeitszeit, Gehalt( variable fixe Anteile), Zusätzliche Altersvorsorge, Einsatzort, Urlaub, Karenztage, Fortbildung etc.


Der entscheidende Faktor ist die Grenzproduktivität des Mitarbeiters (den zusätzlichen Profit den ich dadurch mache, dass ich ihn einstelle).

Wenn die Summe aus Bezahlung und sonstigen Leistungen die ich dem Arbeitnehmer anbiete weit unter seiner Grenzproduktivität liegt wird ihn mir die Konkurrenz abwerben.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 15:14

Skull » Mi 5. Feb 2014, 11:08 hat geschrieben:Wenn irgendjemand wettbewerbsfähiger wird, geht das zwangsläufig zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit anderer.
================> kraft LOGIK.


Ich hätte es nicht zu hoffen gewagt, wir finden scheinbar immerhin in Teilaspekten doch einen Nenner.
Richtig, Skull, das ist Logik.

Logik ist also auch, dass ein Zugewinn von Wettbewerbsfähigkeit der Krisenländer zwingend mit einem Verlust von Wettbewerbsfähigkeit bei anderen (vorzugsweise zunächst Deutschland) einhergehen muss.

mhmm... Interessant für DEINE Argumentation. *lach*

GB =>
I =>
SP =>
F =>


Alles Länder, die in dem betrachteten Zeitraum eine hohe und höhere Lohnentwicklung hatten, als Deutschland.
Also vorbildliche Länder in Deinem Sinne. Die es richtig machten...

Wie ist aber deren Situation seit 2007 ? und gerade heute ? Merkst Du noch was ?


mlg



Eine "vorbildliche" Preisentwicklung hat lediglich Frankreich gezeigt, die Südperipherie war zu teuer. Deutschland aber eben auch zu günstig.

Es ist klar, dass man mit Lohndumping an Wettbewerbsfähigkeit gewinnt, wenn das aber alle machen, kann man das Erreichen des Inflationsziels vergessen, man schlittert in die Deflation.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Skull » Mi 5. Feb 2014, 15:19

prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 15:14 hat geschrieben:Eine "vorbildliche" Preisentwicklung hat lediglich Frankreich gezeigt, die Südperipherie war zu teuer.
???

Die Südländer haben doch lediglich eine "Wirtschaftspolitik" von hohen Löhnen und schlechtere Wettbewerbsfähigkeit betrieben.

==> Das was DU nun für Deutschland forderst.

Was denn nu ? Die Südländer haben die Binnennachfrage gestärkt.
So richtig nach Deinem Vwl Ansatz. Nach Deinem Geschmack. Über fast ein Jahrzehnt.

War doch toll
. Und hat funktioniert. Oder etwa nicht ?
prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 15:14 hat geschrieben:Eine "vorbildliche" Preisentwicklung hat lediglich Frankreich gezeigt.
Was ist denn an der aktuellen wirtschaftlichen Situation Frankreichs VORBILDLICH ? Habe ich da was verpasst ?

mlg
Zuletzt geändert von Skull am Mi 5. Feb 2014, 15:30, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 15:31

Skull » Mi 5. Feb 2014, 15:19 hat geschrieben:
prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 15:14 hat geschrieben:Eine "vorbildliche" Preisentwicklung hat lediglich Frankreich gezeigt, die Südperipherie war zu teuer.
???

Die Südländer haben doch lediglich eine "Wirtschaftspolitik" von hohen Löhnen und schlechtere Wettbewerbsfähigkeit betrieben.

==> Das was DU nun für Deutschland forderst.

Was denn nu ? Die Südländer haben die Binnennachfrage gestärkt.
So richtig nach Deinem Vwl Ansatz. Nach Deinem Geschmack. Über fast ein Jahrzehnt.

War doch toll
. Und hat funktioniert. Oder etwa nicht ?

mlg


Die Südländer waren zu teuer, ihre Preisentwicklung wich aber weniger stark vom Inflationsziel aber als die deutsche Preisentwicklung (eben ins andere Extrem).

Klar haben diese Länder ihre Binnennachfrage gestärkt, das zweifellos, aber sie verloren Wettbewerbsfähigkeit (nicht nur aufgrund der eigenen zu starken Lohnentwicklung, sondern auch aufgrund der sehr schwachen Lohnentwicklung einiger Nordländer, insbesondere D), weshalb diese extremen Salden der Leistungsbilanzen zustande kamen.
Der Süden baute immer stärkere Verbindlichkeiten auf, D immer größere Forderungen.

Um diese Entwicklung umzukehren, muss der Süden an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen, Deutschland verlieren. Was nicht heißt, dass die deutsche Produktivität abnehmen soll, die Produkte schlechter werden sollen oder ähnlicher Quark. Es heißt einfach nur, dass Deutschland im stärkeren Maße teurer werden muss als die anderen (Löhne hoch).

Ich hatte dir dazu auch eine Kolumne von Paul Krugman verlinkt. Du kannst dich auch durch Flassbeck.economics klicken, da wird auch in aller Breite auf das Thema eingegangen.

Aber ich weiß, du wirst es nicht tun, dich interessiert diese Argumentation nämlich eigentlich gar nicht.
Schade...
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