Arbeit soll sich lohnen

Moderator: Moderatoren Forum 1

Benutzeravatar
Dieter Winter
Beiträge: 18188
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 22:08

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon Dieter Winter » Di 14. Jan 2014, 23:09

krokodol » Di 14. Jan 2014, 23:07 hat geschrieben: Jungliberale? :D :D


Ich tippe eher auf Ron Hubbards Laden. Der hat ähnlich wirres Zeug im Programm:

"Erklärtes Ziel Scientologys ist es, auf diese Weise das Leben des Einzelnen zu verbessern, insbesondere sein geistiges und körperliches Wohlbefinden zu steigern, und mehr Geld zu verdienen."
Never approach a bull from the front, a horse from the rear, or an idiot from any direction.
Robben1986
Beiträge: 2734
Registriert: Sa 19. Mai 2012, 17:33

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon Robben1986 » Di 14. Jan 2014, 23:10

Dieter Winter » Di 14. Jan 2014, 23:04 hat geschrieben:
Wie heißt'n die Sekte, der du offenbar angehörst?



http://www.youtube.com/watch?v=Xn6TXqgyj_M
krokodol

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon krokodol » Di 14. Jan 2014, 23:11

Robben1986 » Di 14. Jan 2014, 22:58 hat geschrieben:
in Geld gemessen

Es ist ist wichtig, das zu betonen, da in vielen Regionen Werte auch in Eichhörnchen und Kerzenständern gemessen werden.
Käsekuchen
Beiträge: 72
Registriert: Do 12. Sep 2013, 01:00
Wohnort: Oberharz

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon Käsekuchen » Di 14. Jan 2014, 23:12

Dieter Winter » Di 14. Jan 2014, 23:00 hat geschrieben:
Sagt der, der davon schwadroniert "dass der Gewinn, den ein Unternehmen erzielt nicht der alleinige Input seines Nutzens ist."

Mein lieber Scholli - bin ich hier in der Muppet Show, oder wie?


Ein Unternehmen setzt sich Ziele.
Zum Beispiel möchtest du als selbstständiger Fließenleger deine Wochenarbeitszeit reduzieren und dein Gewinn steigern.
Entsprechend stellst du eine Person ein. Je nachdem wie gut diese Person arbeitet, werden deine Unternehmensziele erreicht oder auch nicht, umso höher ist deine Bedürfnisbefriedigung und damit der Nutzen durch den neuen Angestellten.
Robben1986
Beiträge: 2734
Registriert: Sa 19. Mai 2012, 17:33

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon Robben1986 » Di 14. Jan 2014, 23:13

krokodol » Di 14. Jan 2014, 23:11 hat geschrieben:Es ist ist wichtig, das zu betonen, da in vielen Regionen Werte auch in Eichhörnchen und Kerzenständern gemessen werden.


Lecker Eichhörnchen.
Benutzeravatar
Dieter Winter
Beiträge: 18188
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 22:08

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon Dieter Winter » Di 14. Jan 2014, 23:16

Käsekuchen » Di 14. Jan 2014, 23:12 hat geschrieben:
Ein Unternehmen setzt sich Ziele.
Zum Beispiel möchtest du als selbstständiger Fließenleger deine Wochenarbeitszeit reduzieren und dein Gewinn steigern.
Entsprechend stellst du eine Person ein. Je nachdem wie gut diese Person arbeitet, werden deine Unternehmensziele erreicht oder auch nicht, umso höher ist deine Bedürfnisbefriedigung und damit der Nutzen durch den neuen Angestellten.


Papperlapapp.

Sinn und Zweck des Unternehmens ist es Geld zu verdienen. Und auch die einzige Motivation, sich diese Rute über den A... zu ziehen. Dass du als selbstständiger Mittelständler deine Wochenarbeitszeit verringerst, davon träumst du nicht mal Nachts. Jedenfalls nicht in der Praxis. Oder wenn doch, dann nicht sehr lange, weil dir dann nämlich recht bald die Kohle ausgeht.
Never approach a bull from the front, a horse from the rear, or an idiot from any direction.
krokodol

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon krokodol » Di 14. Jan 2014, 23:16

Dieter Winter » Di 14. Jan 2014, 23:09 hat geschrieben:
Ich tippe eher auf Ron Hubbards Laden. Der hat ähnlich wirres Zeug im Programm

Nachdem der gerade "Walter Block" verlinkt hat, liegen wir ja beide fast richtig.
Robben1986
Beiträge: 2734
Registriert: Sa 19. Mai 2012, 17:33

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon Robben1986 » Di 14. Jan 2014, 23:17

Käsekuchen » Di 14. Jan 2014, 23:12 hat geschrieben:
Ein Unternehmen setzt sich Ziele.
Zum Beispiel möchtest du als selbstständiger Fließenleger deine Wochenarbeitszeit reduzieren und dein Gewinn steigern.
Entsprechend stellst du eine Person ein. Je nachdem wie gut diese Person arbeitet, werden deine Unternehmensziele erreicht oder auch nicht, umso höher ist deine Bedürfnisbefriedigung und damit der Nutzen durch den neuen Angestellten.


Richtig, die erste und grundlegendste Wurzel des ökonomischen Nutzens ist stets das individuelle Wohlgefühl. Das Streben nach diesem Wohlgefühl ist die einzig sinnvolle Möglichkeit menschliches Handeln innerhalb einer schlüssigen Theorie zu erklären, um dann komplexere Konzepte auf dieser Grundlage zu entwickeln.
krokodol

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon krokodol » Di 14. Jan 2014, 23:21

Käsekuchen » Di 14. Jan 2014, 23:12 hat geschrieben:
Ein Unternehmen setzt sich Ziele.
... Wochenarbeitszeit reduzieren ...
Wie konnte ich das nur übersehen.
Käsekuchen
Beiträge: 72
Registriert: Do 12. Sep 2013, 01:00
Wohnort: Oberharz

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon Käsekuchen » Di 14. Jan 2014, 23:23

Dieter Winter » Di 14. Jan 2014, 23:16 hat geschrieben:
Papperlapapp.

Sinn und Zweck des Unternehmens ist es Geld zu verdienen. Und auch die einzige Motivation, sich diese Rute über den A... zu ziehen. Dass du als selbstständiger Mittelständler deine Wochenarbeitszeit verringerst, davon träumst du nicht mal Nachts. Jedenfalls nicht in der Praxis. Oder wenn doch, dann nicht sehr lange, weil dir dann nämlich recht bald die Kohle ausgeht.



Ich kenne einige selbständische Handwerker, die mit realativ wenig Arbeitszeit gutes Geld verdienen.
Aber erfolgreiche Unternehmer aus dem echten Leben wie "Dieter Winter" oder Claus Hämmer wissen halt wie es in der Praxis wirklich läuft ;)
Da hast du als Angestellter in der Industrie halt keine Ahnung von ...
Zuletzt geändert von Käsekuchen am Di 14. Jan 2014, 23:24, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Dieter Winter
Beiträge: 18188
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 22:08

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon Dieter Winter » Di 14. Jan 2014, 23:24

krokodol » Di 14. Jan 2014, 23:16 hat geschrieben:Nachdem der gerade "Walter Block" verlinkt hat, liegen wir ja beide fast richtig.

Iss jedenfalls die gleiche Soße.
Never approach a bull from the front, a horse from the rear, or an idiot from any direction.
Benutzeravatar
Dieter Winter
Beiträge: 18188
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 22:08

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon Dieter Winter » Di 14. Jan 2014, 23:29

Käsekuchen » Di 14. Jan 2014, 23:23 hat geschrieben:

Ich kenne einige selbständische Handwerker, die mit realativ wenig Arbeitszeit gutes Geld verdienen.
Aber erfolgreiche Unternehmer aus dem echten Leben wie "Dieter Winter" oder Claus Hämmer wissen halt wie es in der Praxis wirklich läuft ;)
Da hast du als Angestellter in der Industrie halt keine Ahnung von ...


Vermutlich nicht.

So erfolgreich wie Claus Hämmer war, wäre ich gern.

Ein paar Handwerker kenne ich auch - aber keinen, der sich über zu wenig Arbeitszeit beklagt. Irgendwie habe ich allerdings ganz leichte Zweifel, dass die einer der dir bekannten Selbstständigen seine Zahlen offenbart. Dergleichen ist eher unüblich.
Never approach a bull from the front, a horse from the rear, or an idiot from any direction.
krokodol

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon krokodol » Di 14. Jan 2014, 23:31

Robben1986 » Di 14. Jan 2014, 23:17 hat geschrieben:
Richtig, die erste und grundlegendste Wurzel des ökonomischen Nutzens ist stets das individuelle Wohlgefühl. Das Streben nach diesem Wohlgefühl ist die einzig sinnvolle Möglichkeit menschliches Handeln innerhalb einer schlüssigen Theorie zu erklären, um dann komplexere Konzepte auf dieser Grundlage zu entwickeln.

Keiner hat was dagegen, wenn Du Liebe und Harmonie suchst, findest und bewirbst.
Das menschliche Handeln jedoch (Handeln hier im ökonomischen Sinne) unterliegt eigenen Gesetzen und diese sind wegen Eigentums-, Konkurrenz-, Markt-, Produktions-, Krisen- und Klassenbeziehungen ganz und gar nicht auf "Heile Welt" ausgerichtet.
Käsekuchen
Beiträge: 72
Registriert: Do 12. Sep 2013, 01:00
Wohnort: Oberharz

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon Käsekuchen » Di 14. Jan 2014, 23:32

Dieter Winter » Di 14. Jan 2014, 23:29 hat geschrieben:
Vermutlich nicht.

So erfolgreich wie Claus Hämmer war, wäre ich gern.

Ein paar Handwerker kenne ich auch - aber keinen, der sich über zu wenig Arbeitszeit beklagt. Irgendwie habe ich allerdings ganz leichte Zweifel, dass die einer der dir bekannten Selbstständigen seine Zahlen offenbart. Dergleichen ist eher unüblich.


Ich kenne keine konkreten Zahlen. Das ist richtig.
Wenn ich allerdings den Lebensstandard derer mit meinem Vergleiche, komme ich nicht selten ins grübeln, ob 5 Jahre Studium + parallelem Nebenjob damals das Richtige war. Aber gut, das ist ein anderes Faß Bier ;)
Zuletzt geändert von Käsekuchen am Di 14. Jan 2014, 23:33, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Dieter Winter
Beiträge: 18188
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 22:08

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon Dieter Winter » Di 14. Jan 2014, 23:36

Käsekuchen » Di 14. Jan 2014, 23:32 hat geschrieben:
Ich kenne keine konkreten Zahlen. Das ist richtig.
Wenn ich allerdings den Lebensstandard derer mit meinem Vergleiche, komme ich nicht selten ins grübeln, ob 5 Jahre Studium + parallelem Nebenjob damals das Richtige war. Aber gut, das ist ein anderes Faß Bier ;)


So lange du nicht weißt, wie dieser von die beneidete Lebensstil finanziert ist, sagt er nicht sehr viel über den Verdienst aus.

Ich kenne von einigen Unternehmern die Zahlen und kann dir sagen, dass ich sie trotz ihres zur Schau gestellten "Reichtums" nicht beneide.
Zuletzt geändert von Dieter Winter am Di 14. Jan 2014, 23:39, insgesamt 1-mal geändert.
Never approach a bull from the front, a horse from the rear, or an idiot from any direction.
Robben1986
Beiträge: 2734
Registriert: Sa 19. Mai 2012, 17:33

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon Robben1986 » Di 14. Jan 2014, 23:38

krokodol » Di 14. Jan 2014, 23:31 hat geschrieben:Keiner hat was dagegen, wenn Du Liebe und Harmonie suchst, findest und bewirbst.
Das menschliche Handeln jedoch (Handeln hier im ökonomischen Sinne) unterliegt eigenen Gesetzen und diese sind wegen Eigentums-, Konkurrenz-, Markt-, Produktions-, Krisen- und Klassenbeziehungen ganz und gar nicht auf "Heile Welt" ausgerichtet.


Das Streben nach Wohlgefühl muss auch nicht unbedingt in Richtung "Heile Welt" gehen.

Ein nekrophiler Verbrecher der dich ermordet, ausraubt und sich danach an deinem toten Körper vergeht strebt mit diesen Taten auch sein eigenes Wohlgefühl an, auch wenn er in diesem Fall gegen die Gesetze der Moral verstößt.

Und bevor wieder die Sprüche kommen: Dies ist kein Beispiel für eine Interaktion auf dem freien Markt, weil hier von mindestens einer Seite aus keine Freiwilligkeit vorhanden ist.
Zuletzt geändert von Robben1986 am Di 14. Jan 2014, 23:39, insgesamt 2-mal geändert.
krokodol

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon krokodol » Di 14. Jan 2014, 23:42

Käsekuchen » Di 14. Jan 2014, 23:32 hat geschrieben: komme ich nicht selten ins grübeln, ob 5 Jahre Studium + parallelem Nebenjob damals das Richtige war.
Man macht im Leben das, was man aus jeweiliger Sicht für das Richtige der Zukunft hält. Wenn dann die "Zukunft" Gegenwart ist, fallen einem tausend Dinge ein, die man besser machen oder unterlassen hätte können. Im Zweifel des Erfolgs kann man sich damit trösten, dass man Dinge wenigstens versucht hat.
krokodol

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon krokodol » Di 14. Jan 2014, 23:44

Robben1986 » Di 14. Jan 2014, 23:38 hat geschrieben:Ein nekrophiler Verbrecher ...

... ist eine kranke Erscheinung der Gesellschaft und damit untauglich zur Beschreibung derer.
Benutzeravatar
Dieter Winter
Beiträge: 18188
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 22:08

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon Dieter Winter » Di 14. Jan 2014, 23:46

krokodol » Di 14. Jan 2014, 23:44 hat geschrieben:... ist eine kranke Erscheinung der Gesellschaft und damit untauglich zur Beschreibung derer.


Beispiele bringt er schon, dass du nur noch verwundert den Kopf schütteln kannst.
Never approach a bull from the front, a horse from the rear, or an idiot from any direction.
Käsekuchen
Beiträge: 72
Registriert: Do 12. Sep 2013, 01:00
Wohnort: Oberharz

Re: Arbeit soll sich lohnen

Beitragvon Käsekuchen » Di 14. Jan 2014, 23:48

Dieter Winter » Di 14. Jan 2014, 23:36 hat geschrieben:
So lange du nicht weißt, wie dieser von die beneidete Lebensstil finanziert ist, sagt er nicht sehr viel über den Verdienst aus.


Das ist wohl war.

krokodol hat geschrieben:Keiner hat was dagegen, wenn Du Liebe und Harmonie suchst, findest und bewirbst.
Das menschliche Handeln jedoch (Handeln hier im ökonomischen Sinne) unterliegt eigenen Gesetzen und diese sind wegen Eigentums-, Konkurrenz-, Markt-, Produktions-, Krisen- und Klassenbeziehungen ganz und gar nicht auf "Heile Welt" ausgerichtet.


Du machst den Fehler, dass Du Dich bei deiner Argumentation immer an irgendwelchen ökonomischen Modellen festhältst. Modelle haben allerdings die Eigenschaft, dass sie die Realität garnicht abbilden wollen, sondern lediglich ausgewählte Sachverhalte erklären sollen. Die Annahmen, die diesen Modellen zu Grund liegen sind oftmals so realitätsfremd (Transitivität der Präferenzen, methodologischer Individualismus, etc.), dass sie nicht zu einer vernünftigen außeruniversitären Diskussion zu gebrauchen sind.
Man kann diese Modelle gerne selbst versuchen auf den Sachverhalt umzudichten (wird ja gerne von dir belächelt) oder erweiternde Modelle hinzuziehen (Principal-Agent-Theorie, kahneman&tversky).
Die Erfahrung zeigt alleringds, dass ein pragmatischer Ansatz meistens vorzuziehen ist.

Zurück zu „1. Wirtschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste