Materielle Kosten der Unwetter von 2021

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franzmannzini
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon franzmannzini » Mo 19. Jul 2021, 15:51

sünnerklaas hat geschrieben:(18 Jul 2021, 17:26)
Als allererstes muss neu vermessen werden. Das geht selbst im digitalen Zeitaler in erster Linie nur durch persönliche Anwesenheit im Gelände. Die Zahl der Vermessungsingenieure ist endlich. Die, die man hat, werden auch anderswo gebraucht. Da hat man schon mal ein Riesenproblem.


Da sind wir aber schon ein wenig weiter, als Stichwort Lidar mit Drone.

sünnerklaas hat geschrieben:Am Krater in Erftstadt taucht ein weiteres Problem auf: da müssen erst mal die Hänge stabilisiert werden, damit nicht noch mehr abrutscht. Es gibt nicht viele Firmen, die das dazu notwendige Know-How und erforderliche schwere Gerät und gleichzeitig auch noch freie personelle Kapazitäten haben. Und auch da gilt: bevor man dort etwas machen kann, muss das Gebiet erst einmal genau erkundet und erforscht werden. Eine komplette Blackbox.


Da wird es schon an Füllmaterial fehlen, bei den Dimensionen.

sünnerklaas hat geschrieben:Beim Baumaterial sollte schon jetzt klar sein, dass damit sehr sparsam umgegangen werden muss. Das heisst: man wird Material wiederverwenden müssen.
Am leichtesten dürften sich Fachwerkhäuser wieder instandsetzen lassen. Die Bauweise ist sehr rubust, selbst wenn ein Gebäude schwer beschädigt ist, lässt es sich mit relativ einfachen Mitteln zeitnah von Zimmerleuten wieder instandsetzen. Bei der Ausfachung mit Lehm kann man Laien einsetzen. Das ist eine Arbeit, die sogar großen Spaß machen kann.


Momentan gibt es kein Holz, und ein Fachwerkhaus immer wieder aufbauen zu wollen ist keine in die Zukunft gerichtete Methode. Denn für das nächste mal müßte
auch ein Fachwerkhaus geschützt werden, oder gleich ein Gebäude errichtet werden, was kein Problem mit einem hohen Wasserstand ringsherum hat.

sünnerklaas hat geschrieben:Ich wundere mich, dass man Ziegel auf den Müll wirft. Die allermeisten kann man saubermachen und wiederverwenden - gerade, wo Baustoffmangel herrscht.


Verstehe ich auch nicht, ich sammel sie gerne auf. Aber wahrscheinlich hat keiner Zeit sie abzuklopfen wenn er obdachlos ist.

sünnerklaas hat geschrieben:Und dann wundere ich mich schon länger darüber, dass ein Klassiker des Wiederaufbaus anscheinend komplett in Vergessenheit geraten ist: die gute alte Behelfsbrücke. Die ist zwar dann ein Nadelöhr, aber ein Nadelöhr als Flußübergang ist immer noch besser, als gar keinen Übergang zu haben.


Weil man heute ohne BPU wohl keine mehr bauen darf und ein Planfeststellungsverfahren immer 4 Jahre dauern muß.
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon Quatschki » Mo 19. Jul 2021, 16:10

franzmannzini hat geschrieben:(19 Jul 2021, 15:51)

Weil man heute ohne BPU wohl keine mehr bauen darf und ein Planfeststellungsverfahren immer 4 Jahre dauern muß.

Ist doch Unsinn

http://www.homepage.thw-muellheim.de/co ... uecke.html

Solche oder ähnliche Brücken werden mit Sicherheit da, wo es notwendig ist, in den nächsten Tagen und Wochen zum Einsatz kommen.
(Sofern man den Bestand nicht an irgendwelche Entwicklungsländer verschenkt hat. Denn dann müßten erst neue eingekauft werden)
Zuletzt geändert von Quatschki am Mo 19. Jul 2021, 16:14, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon sünnerklaas » Mo 19. Jul 2021, 16:11

franzmannzini hat geschrieben:(19 Jul 2021, 15:51)

Da sind wir aber schon ein wenig weiter, als Stichwort Lidar mit Drone.


Musst Du trotzdem verifizieren. Im Gelände.

Da wird es schon an Füllmaterial fehlen, bei den Dimensionen.


Da ist erst einmal nichts zu füllen. Da heißt es, die Hänge gegen weiteres Abrutschen zu sichern.

Momentan gibt es kein Holz, und ein Fachwerkhaus immer wieder aufbauen zu wollen ist keine in die Zukunft gerichtete Methode. Denn für das nächste mal müßte
auch ein Fachwerkhaus geschützt werden, oder gleich ein Gebäude errichtet werden, was kein Problem mit einem hohen Wasserstand ringsherum hat.

Fachwerkhäuser sind bei bestimmten Belastungen robuster, als Massivbauten.
Man kann beim Fachwerkbau viel mit gebrauchtem Material arbeiten. Wird auch oft gemacht und war in früheren Zeiten, in denen ebenfalls Holz sehr rar war, üblich. Man hat auch Häuser, die man an der einen Stelle nicht mehr brauchte, auf Abbruch verkauft und dann wurden sie an anderer Stelle wieder aufgebaut.


Verstehe ich auch nicht, ich sammel sie gerne auf. Aber wahrscheinlich hat keiner Zeit sie abzuklopfen wenn er obdachlos ist.


Man kann sie auch erst einmal beiseite legen und später aufbereiten. Sie wegzuwerfen ist ein verantwortungsloser Umgang mit Baumaterial. Und das ist zur Zeit sehr knapp.

Weil man heute ohne BPU wohl keine mehr bauen darf und ein Planfeststellungsverfahren immer 4 Jahre dauern muß.

Da geht es um eine Behelsbrücke an der Stelle einer bestehenden. Es findet keine Umnutzung statt, es wird ein temporäres Bauwerk errichtet. Das kann man problemlos mit einem Dreizeiler begründen und das ganze wird auch pronto geregelt.

Ansonsten: Planfeststellungsverfahren dauern - abhängig von der Größe des Vorhabens - heute bis zu 10 Jahre. Grund sind dabei nicht nur die zahlreichen Anhörungsverfahren, sondern auch die mit zur Umweltprüfung gehörenden Gefahren- und Gefährdungsabschätzungen. Letztere sind dazu da, um Katastrophen, wie die aktuelle, zu verhindern bzw. deren Folgen zu minimieren.
In Schuld würde man bei einer Umweltprüfung im Bereich des zerstörten Ortsteils bei der Umweltprüfung zu dem Rückschluss kommen, dass das Gelände für eine Bebauung nicht geeignet ist. Erst recht nicht für eine Wohnbebauung. Es sei denn, es wären bestimmte Auflagen einzuhalten. Ob dann ein Bauen an der Stelle überhaupt nicht bezahlbar ist, steht dann auf einem anderen Blatt Papier.
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon sünnerklaas » Mo 19. Jul 2021, 16:13



Deren Bau kann problemlos per Dreizeiler beantragt werden - und das ganze wird auch genehmigt.
Es geht da um die Beseitigung eines besteheden Notstands. Ein Flußübergang, der ein Nadelöhr ist, ist immer noch besser, als gar kein Flußübergang.
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon franzmannzini » Mo 19. Jul 2021, 16:24

Quatschki hat geschrieben:(19 Jul 2021, 16:10)

Ist doch Unsinn

http://www.homepage.thw-muellheim.de/co ... uecke.html

Solche oder ähnliche Brücken werden mit Sicherheit da, wo es notwendig ist, in den nächsten Tagen und Wochen zum Einsatz kommen.
(Sofern man den Bestand nicht an irgendwelche Entwicklungsländer verschenkt hat. Denn dann müßten erst neue eingekauft werden)


Die kann man natürlich so hinbauen.
So wie ich gehört habe, sind aber nicht all zu viele verfügbar.
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon Quatschki » Mo 19. Jul 2021, 17:06

franzmannzini hat geschrieben:(19 Jul 2021, 16:24)

Die kann man natürlich so hinbauen.
So wie ich gehört habe, sind aber nicht all zu viele verfügbar.

Tja. Dann müssen sie Lego nehmen.
Davon gibt es überall genug.
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon Sören74 » Mo 19. Jul 2021, 20:45

Was auch hinzukommt, der betroffene Streckenabschnitt der A1 wird wohl noch über Wochen gesperrt bleiben.
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon Sören74 » Di 20. Jul 2021, 10:46

Die Schadenssumme wird Tag für Tag immer konkreter.

"Der Bund rechnet wegen der Hochwasser-Katastrophe mit mindestens rund zwei Milliarden Euro Schäden alleine bei der Deutschen Bahn sowie bei Straßen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Regierungskreisen. Alleine bei der Bahn gebe es einen Schaden von mindestens 1,3 Milliarden Euro."

https://www.handelsblatt.com/politik/de ... 24384.html
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon Teeernte » Di 20. Jul 2021, 14:54

Sören74 hat geschrieben:(20 Jul 2021, 10:46)

Die Schadenssumme wird Tag für Tag immer konkreter.

"Der Bund rechnet wegen der Hochwasser-Katastrophe mit mindestens rund zwei Milliarden Euro Schäden alleine bei der Deutschen Bahn sowie bei Straßen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Regierungskreisen. Alleine bei der Bahn gebe es einen Schaden von mindestens 1,3 Milliarden Euro."

https://www.handelsblatt.com/politik/de ... 24384.html


Direkter Kat Schutz geht eben vor CO2.

...oder Lernphase !!
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon sünnerklaas » Di 20. Jul 2021, 17:06

Sören74 hat geschrieben:(20 Jul 2021, 10:46)

Die Schadenssumme wird Tag für Tag immer konkreter.

"Der Bund rechnet wegen der Hochwasser-Katastrophe mit mindestens rund zwei Milliarden Euro Schäden alleine bei der Deutschen Bahn sowie bei Straßen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Regierungskreisen. Alleine bei der Bahn gebe es einen Schaden von mindestens 1,3 Milliarden Euro."

https://www.handelsblatt.com/politik/de ... 24384.html


Dafür bekommen alle vor Ort jetzt ganz andere Probleme: die ersten Spacken tauchen auf. Reichsbürger, Querdenker etc. Der "Volkslehrer" ist auch schon vor Ort. Und es gibt noch andere Meldungen:

Nach Polizei-Informationen sind im Katastrophengebiet in der Region Ahrweiler Fahrzeuge mit Lautsprecher unterwegs, die Ähnlichkeiten mit polizeilichen Einsatzfahrzeugen haben. Über die Lautsprecher werde verbreitet, dass die Polizei, Hilfs- und Rettungskräfte die Anzahl der Einsatzkräfte reduzieren würden. Die Polizei Koblenz stellt klar: "Das ist eine Falschmeldung! Die Polizei reduziert die Anzahl der Einsatzkräfte nicht und befindet sich weiterhin ohne Unterbrechung im Katastrophengebiet."
Quelle



Schiffmann&Co. "sammeln" auch schon wieder "Spenden" und "Schenkungen".
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon Sören74 » Di 20. Jul 2021, 17:49

sünnerklaas hat geschrieben:(20 Jul 2021, 17:06)

Dafür bekommen alle vor Ort jetzt ganz andere Probleme: die ersten Spacken tauchen auf. Reichsbürger, Querdenker etc. Der "Volkslehrer" ist auch schon vor Ort. Und es gibt noch andere Meldungen:

Schiffmann&Co. "sammeln" auch schon wieder "Spenden" und "Schenkungen".


Das ist einfach nur krass. :s
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon franzmannzini » Di 20. Jul 2021, 17:51

Sören74 hat geschrieben:(20 Jul 2021, 17:49)

Das ist einfach nur krass. :s


Aber zu erwarten.
"Ek is 'n Ranger.
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon Sören74 » Di 20. Jul 2021, 17:55

franzmannzini hat geschrieben:(20 Jul 2021, 17:51)

Aber zu erwarten.


Ja, das kann sein. Das gab es vermutlich vor 30 oder 50 Jahren schon in ähnlicher Form. Aber durch die mediale Präsenz erfährt man jetzt eher davon.
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon Teeernte » Di 20. Jul 2021, 17:59

franzmannzini hat geschrieben:(20 Jul 2021, 17:51)

Aber zu erwarten.


Danach kommen Rumänische Spendensammler am EDEKA...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon franzmannzini » Di 20. Jul 2021, 18:02

Sören74 hat geschrieben:(20 Jul 2021, 17:55)

Ja, das kann sein. Das gab es vermutlich vor 30 oder 50 Jahren schon in ähnlicher Form. Aber durch die mediale Präsenz erfährt man jetzt eher davon.


Die Organisation ist nur erheblich einfacher geworden.

Fahrplan #*******hope Hochwasserhelfer-Bus Nr. 1
Anreise am 20.07.2021

09:00 Uhr Berlin Ostbahnhof
09:30 Uhr Berlin ZOB
11:00 Uhr Kaufland Dessau-Roßlau Mildensee
12:00 Uhr Leipzig/Halle Airport
13:00 Uhr Rasthof Hermsdorfer Kreuz
15:30 Uhr Rasthof Urbicher Kreuz
16:30 Uhr Rasthof Eisenach Süd
17:30 Uhr Kirchheimer Dreieck
18:30 Uhr Obi Markt Gießen West
20:00 Uhr Ahrweiler, Einsatzzentrale


Ansonsten denke ich aber, jede Hand hilft.
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon sünnerklaas » Di 20. Jul 2021, 19:12

Sören74 hat geschrieben:(20 Jul 2021, 17:49)

Das ist einfach nur krass. :s


Dazu hier mehr.

Der "Volkslehrer" soll schon eine Grundschule "besetzt" und dort das Hauptquartier "Der Bewegung" eingerichtet haben.
Das wird früher oder später ordentlich Polizeikräft zusätzlich in Anspruch nehmen.
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon Sören74 » Mi 21. Jul 2021, 17:55

Der Bundesverband der Versicherungen GDV geht in einer ersten Schätzung von 5 Milliarden Euro Kosten aus. Wohlgemerkt nur die Schadenssumme der versicherten Sachen.

https://www.finanzen.net/nachricht/akti ... n-10355224
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon sünnerklaas » Mi 21. Jul 2021, 18:09

Sören74 hat geschrieben:(21 Jul 2021, 17:55)

Der Bundesverband der Versicherungen GDV geht in einer ersten Schätzung von 5 Milliarden Euro Kosten aus. Wohlgemerkt nur die Schadenssumme der versicherten Sachen.

https://www.finanzen.net/nachricht/akti ... n-10355224


Und wenn wir wirklich großes Pech haben, droht in Sachen Starkregen und Hochwasser in der ersten Augusthälfte noch ein ähnlicher Nachschlag. Die Wetterlage "Tief Mitteleuropa" ist, trotz zwischenzeitlichem Hochdruckeinfluss, wohl ein Wiedergänger.
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon olli » Do 22. Jul 2021, 16:37

Sören74 hat geschrieben:Der Bundesverband der Versicherungen GDV geht in einer ersten Schätzung von 5 Milliarden Euro Kosten aus. Wohlgemerkt nur die Schadenssumme der versicherten Sachen.


Nimmt man als Vergleich die Kosten von der Flut in Ostdeutschland wird das bei weitem nicht reichen. Allein die 600 km zerstörte bahnstrecke wird zu Buche schlagen. Rechnet man mal niedrig dann muss man etwa 1 Million € pro km Neubau rechnen, das geht dann auch schnell mal hoch auf bis zu 8 Mio. € pro km wenn's aufwendig wird (Brücken, Untergrund).
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Re: Materielle Kosten der Unwetter von 2021

Beitragvon sünnerklaas » Do 22. Jul 2021, 20:54

olli hat geschrieben:(22 Jul 2021, 16:37)

Nimmt man als Vergleich die Kosten von der Flut in Ostdeutschland wird das bei weitem nicht reichen. Allein die 600 km zerstörte bahnstrecke wird zu Buche schlagen. Rechnet man mal niedrig dann muss man etwa 1 Million € pro km Neubau rechnen, das geht dann auch schnell mal hoch auf bis zu 8 Mio. € pro km wenn's aufwendig wird (Brücken, Untergrund).


Ein erster Überblick:
"Sieben Strecken muss die Deutsche Bahn, wie bereits berichtet, zumindest teilweise neu bauen. „Das Wasser hat in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz insbesondere die Eifelstrecke, die Voreifel- und Erfttalbahn, die S-Bahn Rhein-Ruhr Linie 9 (Wuppertal-Essen-Steele) sowie die Strecke Hagen–Brügge und die Ruhr-Sieg-Strecke (Hagen–Plettenberg) stark beschädigt“, teilte die Bahn mit. Auch die Ahrtalbahn sei massiv von der Zerstörung betroffen, in diesem Bereich seien sieben Brücken und 24 Kilometer Strecke nicht mehr oder nur noch rudimentär vorhanden. Auf der Linie S9 zwischen Essen und Wuppertal müssen nach Angaben des Unternehmens auf zehn Kilometern Strecke nicht nur kaputte Gleise ersetzt werden, sondern auch der gesamte Unterbau samt Leitungen und Kabeln."

Quelle: rp-online


Das wird allein bei der Bahn Monate, im Fall der Ahrtalbahn vielleicht sogar Jahre dauern, bis da wieder normal Züge fahren.

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