Schufa will Wechselkunden speichern - sollte es nicht ein Schufa - Gesetz geben?

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Sollte es ein Schufa - Gesetz geben?

Umfrage endete am Sa 10. Okt 2020, 18:39

Ja
4
50%
Nein
4
50%
 
Abstimmungen insgesamt: 8
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garfield336
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Re: Schufa will Wechselkunden speichern - sollte es nicht ein Schufa - Gesetz geben?

Beitragvon garfield336 » Do 14. Jan 2021, 09:01

Ich habe grosse Probleme die Instituion "Schufa" zu verstehen. Als aussenstehender nicht in Deutschland wohnender ist mit die Institution völlig fremd.

Etwas vergleichbares kenne ich hier auch nicht. Es gibt ja diverse private Geschäftsmänner die ein Schufaaudkunft vor dem Vertragsabschluss verlangen.
Da frage ich mich mit welchem Recht `? Die Schufa ist ja doch ein privates Unternehmen. Wenn man kein Kunde da ist, warum wird man gezwungen die zu kontaktieren?

Alles sehr dubios. Die haben längst zuviel Macht und wohl eine Monopolstellung.

Was macht man eigentlich als Ausländer wenn man nach D kommt? Die Schufa kennt einen ja nicht einmal :)
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Skull
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Re: Schufa will Wechselkunden speichern - sollte es nicht ein Schufa - Gesetz geben?

Beitragvon Skull » Do 14. Jan 2021, 09:16

garfield336 hat geschrieben:(14 Jan 2021, 09:01)

Da frage ich mich mit welchem Recht `? Die Schufa ist ja doch ein privates Unternehmen.

Wenn man kein Kunde da ist, warum wird man gezwungen die zu kontaktieren?

Alles sehr dubios. Die haben längst zuviel Macht und wohl eine Monopolstellung.

Man kann durchaus einiges bei der Schufa kritisch hinterfragen.

Aber...

kein Kunde wird gezwungen, die Schufa zu kontaktieren.

Bei der Schufa melden Unternehmen Bonitäten Ihrer Kunden.
Bei Vertragsabschlüssen erlauben Kunden durch Hinweis im Vertrag und Unterschrift
die Meldung von Daten an die Schufa durch das Unternehmen.

Unternehmen fragen bei der Schufa nach (Auskunft), wie es um die Bonität eines Neukunden bestellt ist.
Um Risiken in Ihrer Geschäftsbeziehung zu erkennen.

Kunden haben das Recht, Ihre eigene Daten bei der Schufa einzusehen und gegebenenfalls korrigieren zu lassen,
falls sie falsch geführt werden.

Da ist nichts dubios.

In der Praxis kommt es natürlich bei Millionen von Daten auch immer mal wieder zu Fehlern und Falschauskünften.

DAS ist das Problem...aus meiner Sicht.

Ich selbst lasse mir alle paar Jahre eine eigene Schufaauskunft zusenden.
Bisher...war sie immer korrekt und völlig unproblematisch.

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Re: Schufa will Wechselkunden speichern - sollte es nicht ein Schufa - Gesetz geben?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 14. Jan 2021, 09:18

Skull hat geschrieben:(14 Jan 2021, 09:16)

Man kann durchaus einiges bei der Schufa kritisch hinterfragen.

Aber...

kein Kunde wird gezwungen, die Schufa zu kontaktieren.

Bei der Schufa melden Unternehmen Bonitäten Ihrer Kunden.
Bei Vertragsabschlüssen erlauben Kunden durch Hinweis im Vertrag und Unterschrift
die Meldung von Daten an die Schufa durch das Unternehmen.

Unternehmen fragen bei der Schufa nach (Auskunft), wie es um die Bonität eines Neukunden bestellt ist.
Um Risiken in Ihrer Geschäftsbeziehung zu erkennen.

Kunden haben das Recht, Ihre eigene Daten bei der Schufa einzusehen und gegebenenfalls korrigieren zu lassen,
falls sie falsch geführt werden.

Da ist nichts dubios.

In der Praxis kommt es natürlich bei Millionen von Daten auch immer mal wieder zu Fehlern und Falschauskünften.

DAS ist das Problem...aus meiner Sicht.

Ich selbst lasse mir alle paar Jahre eine eigene Schufaauskunft zusenden.
Bisher...war sie immer korrekt und völlig unproblematisch.

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So ist es.
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Re: Schufa will Wechselkunden speichern - sollte es nicht ein Schufa - Gesetz geben?

Beitragvon garfield336 » Do 14. Jan 2021, 09:19

Skull hat geschrieben:(14 Jan 2021, 09:16)

kein Kunde wird gezwungen, die Schufa zu kontaktieren.



Wenn Vermieter verlangen bei einer Wohnungsbesichtigung eine "selbstauskunft" mitzubringen dann hat man doch keine Wahl....


Ich sehe das Problem in der defacto Monopolstellung.
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Re: Schufa will Wechselkunden speichern - sollte es nicht ein Schufa - Gesetz geben?

Beitragvon garfield336 » Do 14. Jan 2021, 09:23

Skull hat geschrieben:(14 Jan 2021, 09:16)
Bei der Schufa melden Unternehmen Bonitäten Ihrer Kunden.
Bei Vertragsabschlüssen erlauben Kunden durch Hinweis im Vertrag und Unterschrift
die Meldung von Daten an die Schufa durch das Unternehmen.


Das ist wohl nur in Deutschland gängige Praxis.


Und auch hier. Man wird defacto wohl gezwungen. Da die Schufa eine Monopolstellung hat, wird es wohl sehr schwierig werden einen Vertrag abzuschliessen in dem diese Klausel nicht drinsteht., oder in der ein anderes Unternahmen als die Schufa genannt wird.
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Re: Schufa will Wechselkunden speichern - sollte es nicht ein Schufa - Gesetz geben?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 14. Jan 2021, 09:24

garfield336 hat geschrieben:(14 Jan 2021, 09:19)

Wenn Vermieter verlangen bei einer Wohnungsbesichtigung eine "selbstauskunft" mitzubringen dann hat man doch keine Wahl....


Ich sehe das Problem in der defacto Monopolstellung.


Eine Selbstauskunft ist eine Selbstauskunft, d.h. die füllt man selber aus und hat dafür eventuell Nachweise zu erbringen. Das hat nichts mit der Schufa zu tun.
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Re: Schufa will Wechselkunden speichern - sollte es nicht ein Schufa - Gesetz geben?

Beitragvon garfield336 » Do 14. Jan 2021, 09:25

Skull hat geschrieben:(14 Jan 2021, 09:16)

Ich selbst lasse mir alle paar Jahre eine eigene Schufaauskunft zusenden.
Bisher...war sie immer korrekt und völlig unproblematisch.

mfg


Die Schufa wird bei mir wahrscheinlich sagen "Keine Daten" :D
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Re: Schufa will Wechselkunden speichern - sollte es nicht ein Schufa - Gesetz geben?

Beitragvon garfield336 » Do 14. Jan 2021, 09:26

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(14 Jan 2021, 09:24)

Eine Selbstauskunft ist eine Selbstauskunft, d.h. die füllt man selber aus und hat dafür eventuell Nachweise zu erbringen. Das hat nichts mit der Schufa zu tun.


Ja ok,

die Nachweise bekomme ich vermutlich auch von meiner Hausbank.
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Skull
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Re: Schufa will Wechselkunden speichern - sollte es nicht ein Schufa - Gesetz geben?

Beitragvon Skull » Do 14. Jan 2021, 09:27

garfield336 hat geschrieben:(14 Jan 2021, 09:19)

Wenn Vermieter verlangen bei einer Wohnungsbesichtigung eine "selbstauskunft" mitzubringen
dann hat man doch keine Wahl....

Und ?

Auf den Unterschied zu einer Selbstauskunft hat 3x schwarzer Kater bereits verwiesen. Zum Thema Schufa gilt folgendes:

Was genau steht in der SCHUFA-Auskunft für Mieter?

Es gibt zwei Arten von SCHUFA-Auskünften

Die Selbstauskunft

Einmal die kostenlose Selbstauskunft, die für dich zur privaten Einsicht gedacht ist und neben dem Score auch alle Daten über dich enthält, die Auskunfteien über dich speichern oder Unternehmen über dich gemeldet haben. Wir empfehlen dir, dieses Dokument niemals an Vermieter herausgeben, da es zu sensible Daten enthält. Neben einer Bonitätsauskunft lassen Vermieter sich auch eine Mieterselbstauskunft ausfüllen, die noch einmal persönliche Angaben enthält.

Im Unterschied zu der Bonitätsauskunft für Dritte ist die Selbstauskunft kostenlos und enthält sehr persönliche Daten über dich. Die sensiblen Informationen der Selbstauskunft sind nur für dich bestimmt und gehen deinen Vermieter nichts an.
Der Vermieter hat nicht das Recht nach deiner Selbstauskunft zu verlangen.


Bonitätsauskunft für Dritte

Für den Vermieter wichtig ist aber die SCHUFA-Auskunft für Mieter, die auch als Bonitätsauskunft für Dritte bezeichnet wird. Sie enthält nur die nötigsten Angaben über dich. Etwa deinen Namen, dein Geburtsdatum und ob positive oder auch negative Einträge über dich vorliegen. Diese Informationen sind zwar mager, reichen dem Vermieter aber völlig aus, um das Risiko eines Zahlungsausfalls einzuschätzen.

Die SCHUFA-Auskunft für Mieter ist eine Absicherung für Vermieter, um die Zahlungsmoral von potenziellen Mieter zu beurteilen.
Die SCHUFA für Mieter beinhaltet Namen, Geburtsdatum und Informationen zu positiven und negativen Einträgen. Sie wird auch als Verbraucherauskunft bezeichnet und kostet 29,95 Euro.
Generell ist niemand dazu verpflichtet, eine Schufa-Auskunft für Vermieter abzugeben, durch den hart umkämpften Wohnungsmarkt kommen die meisten aber wohl leider nicht drum rum.

Bei der SCHUFA kostet die Auskunft für Mieter 29,95 Euro. Günstiger geht es mit bonify. Dank der Mieterauskunft kannst du nicht nur deine Bonität gratis nachweisen, sondern auch dein Gehalt, dein Angestelltenverhältnis und deine persönlichen Daten.


https://www.bonify.de/was-steht-in-eine ... uer-mieter

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Re: Schufa will Wechselkunden speichern - sollte es nicht ein Schufa - Gesetz geben?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 14. Jan 2021, 09:30

garfield336 hat geschrieben:(14 Jan 2021, 09:26)

Ja ok,

die Nachweise bekomme ich vermutlich auch von meiner Hausbank.


Hängt davon ab, was der Vermieter im Fragebogen zu Selbstauskunft abfragt. Standards dafür findest du sicherlich im Internet (bei Interesse)
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Re: Schufa will Wechselkunden speichern - sollte es nicht ein Schufa - Gesetz geben?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 14. Jan 2021, 12:52

Man müsste diese Daten aufschlüsseln und dann auch nur noch nach Zweck ausgeben. Nehmen wir mal an, jemand konnte ein Darlehen für sein EFH nicht mehr bedienen, weil er unverschuldet arbeitslos geworden ist. Sollte derjenige deswegen keine Wohnung mehr bekommen?
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Re: Schufa will Wechselkunden speichern - sollte es nicht ein Schufa - Gesetz geben?

Beitragvon Realist2014 » Do 14. Jan 2021, 12:57

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Jan 2021, 12:52)

. Nehmen wir mal an, jemand konnte ein Darlehen für sein EFH nicht mehr bedienen, weil er unverschuldet arbeitslos geworden ist. Sollte derjenige deswegen keine Wohnung mehr bekommen?


Ich würde als "Einzelvermieter" an niemanden mit einer schlechten Schufa-Auskunft vermieten.
Das dieses Risiko würdest du sicher auch nicht eingehen.

Bei "großen Vermietern" oder Genossenschaften mag das anders ausschauen.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Schufa will Wechselkunden speichern - sollte es nicht ein Schufa - Gesetz geben?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 14. Jan 2021, 13:00

Realist2014 hat geschrieben:(14 Jan 2021, 12:57)

Ich würde als "Einzelvermieter" an niemanden mit einer schlechten Schufa-Auskunft vermieten.

Das ist mir klar.
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Re: Schufa will Wechselkunden speichern - sollte es nicht ein Schufa - Gesetz geben?

Beitragvon Skull » Do 14. Jan 2021, 13:15

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Jan 2021, 12:52)

Man müsste diese Daten aufschlüsseln und dann auch nur noch nach Zweck ausgeben.

Nehmen wir mal an, jemand konnte ein Darlehen für sein EFH nicht mehr bedienen,
weil er unverschuldet arbeitslos geworden ist.

Sollte derjenige deswegen keine Wohnung mehr bekommen?

Was ist das für eine merkwürdige Frage ?

Die Schufa nimmt da weder moralische Bewertungen vor, noch kann sie solche Dinge erfassen.

Und wenn jemand sein Darlehen für sein EFH nicht bedienen kann,
braucht er ja noch lange keinen Vermieter. So schnell verliert man sein Haus nicht.

Bevor da richtig negative Eintragungen bei der Schufa existieren,
müssen eine ganze Menge anderer Dinge passiert sein.

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