Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » Mo 29. Jun 2020, 17:39

Meruem hat geschrieben:(29 Jun 2020, 16:26)
" WAS ÖKONOMISCH VERNÜNFTIG ERSCHEINT, MUSS ES IN ETHISCHER HINSICHT NOCH LANGE NICHT SEIN".

Und wie,sieht heutzutage die Wirklichkeit aus hierzulande?

Was ökologisch vernünftig erscheint, muss es aus ethischer Hinsicht sogar noch weniger sein.

Da wäre es nämlich das Beste,
es gäbe ein Virus,
das die Menschheit innerhalb eines Jahrzehnts komplett ausrottet.

Bald darauf ginge es der Natur wieder blendend.
Es steckt ein Sinn in dieser Geschichte,
doch dieser ist dem Chronisten im Augenblick entfallen.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » Mo 29. Jun 2020, 17:40

franzmannzini hat geschrieben:(29 Jun 2020, 16:14)

Ist ein gestorbener Mensch, noch ein Mensch, oder Biomasse?

Ist ein geschlachtetes Schwein noch Schwein, oder Biomasse?
Es steckt ein Sinn in dieser Geschichte,
doch dieser ist dem Chronisten im Augenblick entfallen.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon franzmannzini » Mo 29. Jun 2020, 17:45

Papaloooo hat geschrieben:(29 Jun 2020, 17:40)

Ist ein geschlachtetes Schwein noch Schwein, oder Biomasse?


Der Mensch wurde nicht vom Wurm erlegt, aber das Schwein vom Menschen.
Und ja, ein totes Schwein ist ebenfalls Biomasse.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » Mo 29. Jun 2020, 17:53

franzmannzini hat geschrieben:(29 Jun 2020, 17:45)

Der Mensch wurde nicht vom Wurm erlegt, aber das Schwein vom Menschen.
Und ja, ein totes Schwein ist ebenfalls Biomasse.

Nein stimmt, Würmer schaffen das nicht!

Gut!

P.S. der Fuchsbandwurm aber doch, denn der frisst sich auch mal ins menschliche Hirn rein.

Damit ist also dieser als Spitze der Ernährungspyramide, die Krone der Schöpfung!

Lassen wir gleich die Altäre in den Gotteshäusern umgestalten!
Es steckt ein Sinn in dieser Geschichte,
doch dieser ist dem Chronisten im Augenblick entfallen.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon streicher » Mo 29. Jun 2020, 21:40

Papaloooo hat geschrieben:(29 Jun 2020, 15:12)

So gesehen ja.
Aber wo in der Ernährungspyramide siedelst du die Würmer an,
welche die Körper von gestorbenen Menschen zersetzen?
Eigentlich meinte ich "Nahrungspyramide": Raubtiere sind Konsumenten 2. Ordnung. Du sprichst den Kreislauf an, denn tote Raubtiere werden auch wieder konsumiert. Klassischerweise werden bei der Nahrungspyramide die Trophieebenen unterschieden, da ein Konsument im Laufe seines Lebens das Vielfache seines eigenen Körpergewichts zu sich nehmen muss. Aber darauf wollte ich hinaus. Für Raubtiere, die gehalten werden für Verzehr oder als Nutztiere braucht es wiederum Tiere, die gehalten und verarbeitet werden müssen.
Die Zukunft ist Geschichte.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon franzmannzini » Di 30. Jun 2020, 04:34

Papaloooo hat geschrieben:(29 Jun 2020, 17:53)

Nein stimmt, Würmer schaffen das nicht!

Gut!

P.S. der Fuchsbandwurm aber doch, denn der frisst sich auch mal ins menschliche Hirn rein.

Damit ist also dieser als Spitze der Ernährungspyramide, die Krone der Schöpfung!

Lassen wir gleich die Altäre in den Gotteshäusern umgestalten!


Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit, welcher sich die Fressgewohnheiten der Raubtiere zu Nutzen gemacht hat.
Das prächtigste Exemplar der Raubtiere, der Mensch, gart die Beute, er konnte irgendwann Feuer machen.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » Di 30. Jun 2020, 05:53

franzmannzini hat geschrieben:(30 Jun 2020, 04:34)

Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit, welcher sich die Fressgewohnheiten der Raubtiere zu Nutzen gemacht hat.
Das prächtigste Exemplar der Raubtiere, der Mensch, gart die Beute, er konnte irgendwann Feuer machen.

Zwei Seiten der Medaille:
Der Verdauungstrakt des Menschen ist gegenüber dem nächsten Verwandten, dem Schimpansen degeniert.
Der Mensch hat einen Teil seiner Verdauung durch den Garungsprozess externalisiert.
Nackt und in der Wildnis wäre der Mensch recht hilflos und könnte sicherlich keinem Tiger die Beute streitig machen.
Erst die Gesellschaft und die Technik macht den Menschen stark.
Was aber zugleich wieder seine größte Schwäche darstellt:
Globale Zusammenhänge begreift der Mensch zwar,
was ihn dennoch nicht davon abhält, am eigenen Ast zu sägen.
Es steckt ein Sinn in dieser Geschichte,
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Teeernte » Sa 11. Jul 2020, 10:16

schokoschendrezki hat geschrieben:(29 Jun 2020, 12:18)

Zitate ohne Quellenangaben mag ich ja besonders, wenns um "wisschenschaftliche" Behauptungen geht. Die führende Wissenschaftlerin auf dem Gebiet ist Andrea Büttner, Leiterin eines entsprechenden Frauenhofer-Instituts.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/forschungsprojekt-stillen-im-dienst-der-wissenschaft-1.3854874
Themen wie dieses sind bis zum Hemdkragen voll von volkstümlichen Mythen und urbanen Legenden, die einer wissenschaftlichen Verifizierung in absolut keinster Weise standhalten.



Ich hatte nur auf DEINE Quelle geantwortet.... https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 4#p4776105

Nun NEU >>
Hoooo - ....die Süddeutsche - als Wissenschaftliche Quelle....

DANKE für die BESTÄTIGUNG >>

.... Knoblauch beeinflusst den Milch-Geschmack

...was sich in den Testreihen geschmacklich bisher tatsächlich auf die menschliche Milch ausgewirkt hat, war Knoblauch.

(DEINE)



Weitere....

Autor/in: Dr. oec. troph. Christina Bächle, Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
So vielfältig das Angebot an Speisen und Getränken inzwischen ist, so verschieden sind auch die individuellen Vorlieben und Abneigungen. Was ist die Ursache von geschmacklichen Vorlieben und Abneigungen?

Vor der Geburt
Die Geschmacksprägung fängt bereits im Mutterleib an und setzt sich dann ein Leben lang fort. Mit ca. zwölf Wochen beginnt der Fötus Fruchtwasser zu schlucken. Bereits in diesem frühen Entwicklungsstadium können Geschmacksimpulse wahrgenommen werden. Mit dem Fruchtwasser nimmt der Fötus eine Vielzahl an Geschmacksstoffen auf, z. B. die Einfachzucker Glucose und Fructose, ganze Proteine und deren Bausteine, die Aminosäuren sowie Fettsäuren und Salze. Da im Fruchtwasser auch Aromastoffe der mütterlichen Ernährung enthalten sind, macht bereits das Ungeborene erste Erfahrungen mit bestimmten kulturellen Geschmacksmustern.

Mit 32 Wochen kann der Fötus sein Schluckverhalten an den Geschmack des Fruchtwassers anpassen: schmeckt es süß, schluckt er häufiger, bei bitterem Geschmack seltener. Hier zeigen sich bereits erste Zeichen einer evolutionsbedingt sinnvollen Vorliebe für Süßes. Der süße Geschmack gilt als Hinweis auf energiehaltige und vor allem sichere, d. h. ungiftige Nahrung. Bitterer Geschmack hingegen warnt vor giftigen Nahrungsmitteln, saure Geschmacksrichtungen werden häufig mit verdorbenen Speisen assoziiert.

Im Säuglingsalter
Die weitere Entwicklung des menschlichen Geschmackssinns und der damit einhergehenden Vorlieben und Abneigungen setzen sich nach der Geburt fort. Wie das Fruchtwasser enthält auch die Muttermilch natürliche Aromastoffe (z. B. Knoblauch- oder Vanille-Geschmack) aus der mütterlichen Nahrung und so kann es durchaus vorkommen, dass ein Säugling nach dem Verzehr bestimmter Speisen seine Milchmahlzeit verweigert.

Die im Säuglingsalter erfolgte Geschmacksprägung kann bis ins Erwachsenenalter fortbestehen. So wurde beispielsweise in einer Studie festgestellt, dass Jugendliche und Erwachsene, die früher Flaschennahrung erhalten hatten, eine Ketchup-Probe mit Vanille-Aroma bevorzugten, während früher gestillte Probanden die nicht aromatisierte Variante bevorzugten. Die unterschiedlichen Geschmackspräferenzen lassen sich wahrscheinlich damit erklären, dass Flaschennahrung zur Verbesserung der Akzeptanz früher häufig mit Vanillin angereichert wurden.

Als Kleinkind
Mit ca. sechs Monaten beginnt das Kind neben Muttermilch oder Flaschennahrung andere Lebensmittel zu essen. Neue Lebensmittel werden in diesem Alter meist gut angenommen, wobei Milch als erfahrungsgemäß „sichere“ Energiequelle meist noch eine ganze Weile bevorzugt wird. Später, im Alter von eineinhalb bis zwei Jahren, zeigen jedoch viele Kinder eine ausgeprägte Ablehnung von neuen Geschmacksrichtungen (Neophobie). In diesem Alter erweitert sich ihr Umgebungsradius deutlich. Die Ablehnung unbekannter Geschmacksrichtungen schützt das Kind in dieser Situation vor ungenießbaren oder giftigen Nahrungsmitteln und sollte deshalb nicht als Trotz interpretiert werden.

Ab dem Kindesalter
Mit zunehmendem Alter verbessert sich die Akzeptanz neuer Lebensmittel. Während Kinder im fünften Lebensjahr ca. fünf- bis zehnmal eine unbekannte Speise verzehren, bevor sie endgültig akzeptiert wird, gelingt dies älteren Kindern und Erwachsenen deutlich schneller. Sie haben gelernt, neue Geschmacksrichtungen mit bekannten abzugleichen und in das bestehende Geschmacksfeld einzuordnen („schmeckt wie…“). Die Akzeptanz extremer Geschmacksrichtungen wie herbem Kaffeegeschmack benötigt dennoch meist längere Zeit und geschieht häufig über vorsichtiges Herantasten (Latte macchiato, Milchkaffee, Kaffee mit Zucker, …), bevor der eigentliche Kaffeegeschmack zum Genuss wird.



Quellen GERNE !

Dr. Rainer Wild Stiftung (2008): Geschmäcker sind verschieden. Wie sich Geschmackspräferenzen prägen und entwickeln. In: Fakten, Trends und Meinungen. Gesunde Ernährung interdisziplinär aufbereitet. Dr. Rainer Wild Stiftung, Ausgabe 3, November 2008, S. 1-5.
Manz F, Manz I (2005). Sinnesentwicklung und Sinnesausprägung beim Föten und Säugling. In: v. Engelhardt D, Wild R. (Hg.): Geschmackskulturen. Vom Dialog der Sinne beim Essen und Trinken. Frankfurt/New York, 2005.
Haller R et al. (1999). The influence of early experience with Vanillin on food preferences later in life. Chemical Senses 24: 465-467
Ellrott T (2008): Wie Kinder essen lernen. In: peb: Komm’ in Schwung. Der kluge Alltags-Plan für fitte Kinder. St. Gallen, 2008, S.60-77.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » So 3. Okt 2021, 13:08

Ich ziehe das Folgende mal um den Windkraft-Thread nicht weiter zu schreddern.

Tom Bombadil hat geschrieben:(03 Oct 2021, 11:29)

Wie viele Tote durch Hungersnöte in der 3. Welt seid ihr zwei Beiden denn bereit in Kauf zu nehmen?

Ja, ich weiß, das ist überspitzt, aber auch durch unsere Überproduktion ist der Weltmarktpreis für zB. Mais und Getreide so gering, dass sich auch arme Menschen noch ernähren können. Schränken wir jetzt weltweit die Produktion zu Gunsten natürlicher Lebensräume ein, sinkt das Angebot drastisch und die Preise steigen.

Die allermeisten Probleme der Menschheit basieren auf der Überbevölkerung.

Nein, das ist viel zu kurzsichtig gedacht:

Viel Kraftfutter für das Vieh von Europa wird in Afrika angebaut.
Viel Fleisch in den USA wird in Bolivien und anderen lateinamerikanischen Ländern produziert.
All diese Agrarflächen gehen dort für die Ernährung der dortigen Bevölkerung verloren.
Zudem erzeugt Europa durch Subventionen viel mehr Fleisch, als dort verbraucht wird.
Fleisch von Europa, das hier keinen Absatz mehr findet, wird dann wieder nach Afrika geliefert,
und dort auf die Märkte geworfen zu preisen, zu denen dortige Viehalter nicht mehr schritthalten können.

Die Überbevölkerung wiederum ist ein Problem des Mangels.
Ist die Versorgung dort auf eine Lebenspanne abzusehen stabil,
so sinken auch die Geburtenraten (war bei uns vor einigen Jahrzehnten doch auch so).
Stichwort: Altersvorsorge durch den Nachwuchs.

Es ist also eine doppelte Auswirkung auf arme Länder:
Weniger Agrarflächen dort für die Ernährung (man bedenke wie viel Viehfutter man zu viel weniger Fleisch "veredelt"),
Erwerbsminderung dortiger Viehhändler mittels unserer Fleischsubventionen.

Immer wieder wurde dann versucht,
die durch Subventionen verursachten Überkapazitäten mittels neuen Subventionen zu reduzieren.
Man denke z.B. an die Herodes-Prämie 1996-2000.

Aber all das wäre doch einfacher:
Man lässt es den Markt regeln und fördert nur noch nachhaltige Betriebe mittels Subventionen.
Das wäre besser für unsere Umwelt.
Es würde das Fleisch teurer machen und wäre somit auch noch ein sinnvolles Mittel gegen die Verfettung vieler Menschen hier.
Es steckt ein Sinn in dieser Geschichte,
doch dieser ist dem Chronisten im Augenblick entfallen.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Meruem » So 3. Okt 2021, 13:42

Papaloooo hat geschrieben:(03 Oct 2021, 13:08)

Ich ziehe das Folgende mal um den Windkraft-Thread nicht weiter zu schreddern.


Nein, das ist viel zu kurzsichtig gedacht:

Viel Kraftfutter für das Vieh von Europa wird in Afrika angebaut.
Viel Fleisch in den USA wird in Bolivien und anderen lateinamerikanischen Ländern produziert.
All diese Agrarflächen gehen dort für die Ernährung der dortigen Bevölkerung verloren.
Zudem erzeugt Europa durch Subventionen viel mehr Fleisch, als dort verbraucht wird.
Fleisch von Europa, das hier keinen Absatz mehr findet, wird dann wieder nach Afrika geliefert,
und dort auf die Märkte geworfen zu preisen, zu denen dortige Viehalter nicht mehr schritthalten können.

Die Überbevölkerung wiederum ist ein Problem des Mangels.
Ist die Versorgung dort auf eine Lebenspanne abzusehen stabil,
so sinken auch die Geburtenraten (war bei uns vor einigen Jahrzehnten doch auch so).
Stichwort: Altersvorsorge durch den Nachwuchs.

Es ist also eine doppelte Auswirkung auf arme Länder:
Weniger Agrarflächen dort für die Ernährung (man bedenke wie viel Viehfutter man zu viel weniger Fleisch "veredelt"),
Erwerbsminderung dortiger Viehhändler mittels unserer Fleischsubventionen.

Immer wieder wurde dann versucht,
die durch Subventionen verursachten Überkapazitäten mittels neuen Subventionen zu reduzieren.
Man denke z.B. an die Herodes-Prämie 1996-2000.

Aber all das wäre doch einfacher:
Man lässt es den Markt regeln und fördert nur noch nachhaltige Betriebe mittels Subventionen.
Das wäre besser für unsere Umwelt.
Es würde das Fleisch teurer machen und wäre somit auch noch ein sinnvolles Mittel gegen die Verfettung vieler Menschen hier.


Zustimmung :thumbup: übrigens ist die Verfettung ein zunehmend nicht mehr auf den Westen begrenztes Problem siehe die Entwicklung in China.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Ebiker » So 3. Okt 2021, 15:08

Papaloooo hat geschrieben:(03 Oct 2021, 13:08)
Die Überbevölkerung wiederum ist ein Problem des Mangels.
Ist die Versorgung dort auf eine Lebenspanne abzusehen stabil,
so sinken auch die Geburtenraten (war bei uns vor einigen Jahrzehnten doch auch so).
Stichwort: Altersvorsorge durch den Nachwuchs.



Das ist Unfug. Die Bevölkerung explodiert seit es regelmäßig Lebensmittellieferungen durch Welthungerhilfe etc. gibt. Die Befördern auch die Bürgerkriege in Afrika da sich sog. " Freiheitskämpfer " gerne da bedienen.

Afrika wäre durchaus zur Selbstversorgung fähig. Leider klappt es immer nur wenn ausländische Mächte das in die Hand nehmen. Aber dann ist das Geheule der sogenannten Demokraten auch wieder groß. Bewirkt haben sie seit 40 Jahren nicht viel.

https://www.spiegel.de/politik/die-moerderische-konsequenz-des-mitleids-a-ecbe994a-0002-0001-0000-000013508565
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » So 3. Okt 2021, 19:02

Ebiker hat geschrieben:(03 Oct 2021, 15:08)

Das ist Unfug. Die Bevölkerung explodiert seit es regelmäßig Lebensmittellieferungen durch Welthungerhilfe etc. gibt. Die Befördern auch die Bürgerkriege in Afrika da sich sog. " Freiheitskämpfer " gerne da bedienen.

Afrika wäre durchaus zur Selbstversorgung fähig. Leider klappt es immer nur wenn ausländische Mächte das in die Hand nehmen. Aber dann ist das Geheule der sogenannten Demokraten auch wieder groß. Bewirkt haben sie seit 40 Jahren nicht viel.

https://www.spiegel.de/politik/die-moerderische-konsequenz-des-mitleids-a-ecbe994a-0002-0001-0000-000013508565

Oder noch besser:
Man kaufe Kilotonnen von Reis in den Entwicklungsländern auf,
lagere diese in Riesen Hallen.
Das macht man Jahr um Jahr, bis die Ernährungslage dort so desaströs ist,
dass die Menschen dort Höchstpreise für den Reis zahlen werden.
Oder?

Nein, dieser Spiegelbericht ist im Grunde an Arroganz kaum noch zu überbieten.
Soja wird zu Kraftfutter gemacht und dann an unsere Schweine verfüttert.
Das ergibt dann für uns Billigfleisch.
Aber unser Vieh frisst deren Brot.
Nebenbei schlägt der Klimawandel in tropischen Ländern mehr zu,
als er das hierzulande tut.
Oftmals müssen Reisfelder eben zugunsten von Trinkwasser aufgegeben werden.

Der Artikel stimmt insofern schon,
solange alle Hilfe an die armen Länder dort von unserer Seite aus lediglich als eine moralische Verpflichtung zu Almosen verstanden wird,
während zugleich die ungleiche Marktlage zwischen denen und uns erhalten,
bzw. noch ausgebaut werden.

Nochmals und das ist es, was ich sagte:
Nur eine gesicherte Zukunft lässt Menschen zur Familienplanung bringen.
Solange die Welt aber so ungleich ist, wie sie es ist, solange ist daran dort nicht zu denken.

Nur ist es aus meiner Sicht überaus arrogant, zu behaupten, dass nur ausländische Mächte für eine bessere Lage in vielen armen Ländern sorgen könnten.
Dies liegt in keinerlei Interesse von reicheren, ausländischen Mächten(!).

Wieso z.B. betreiben so oft ausländische Firmen den Rohstoffabbau in diesen Ländern?
Und wieso müssen diese oftmals auch noch durch unsere Soldaten abgesichert werden?

Die Antwort ist stets dieselbe: weil man auf diese Länder und auf die Menschen in diesen Ländern herabschaut!
Es steckt ein Sinn in dieser Geschichte,
doch dieser ist dem Chronisten im Augenblick entfallen.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon franzmannzini » So 3. Okt 2021, 19:06

Das allerschlimmste ist immer noch Preisverfall:
https://www.mallorcazeitung.es/wirtscha ... 72653.html
als Bekämpfung einer kommenden Krise.
Die überschüssige Ernte wurde demnach zum einen direkt auf den Fincas untergepflügt (2.600 Tonnen), zum anderen als Tiernahrung verwertet (218 Tonnen). Weitere Kartoffeln wurden an Sozialverbände gespendet oder direkt vernichtet. "Das ist eine schwierige Entscheidung, aber wären diese 3.000 Tonnen auf den Markt gekommen, wären die Preise in den Keller gerutscht", so Fernández. "Das hätte eine Krise der Branche ausgelöst."
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Di 5. Okt 2021, 11:23

Ebiker hat geschrieben:(03 Oct 2021, 15:08)

Das ist Unfug. Die Bevölkerung explodiert seit es regelmäßig Lebensmittellieferungen durch Welthungerhilfe etc. gibt. Die Befördern auch die Bürgerkriege in Afrika da sich sog. " Freiheitskämpfer " gerne da bedienen.

Afrika wäre durchaus zur Selbstversorgung fähig. Leider klappt es immer nur wenn ausländische Mächte das in die Hand nehmen. Aber dann ist das Geheule der sogenannten Demokraten auch wieder groß. Bewirkt haben sie seit 40 Jahren nicht viel.

https://www.spiegel.de/politik/die-moerderische-konsequenz-des-mitleids-a-ecbe994a-0002-0001-0000-000013508565


Das ist menschenverartliche rassistische Scheisse mit denen du hier argumentierst.

Ohne Welthungerhilfe wuerden Millionen von Menschen mehr verhungern! Ist das was du willst??? Lass sie verecken??? Der weisse Massa weis was gut fuer die Schwarzen ist???

Nein Afrika ist nicht mehr zur Selbstversorgung faehig, da Anbauflaechen Futtermittel fur europaeische/US usw Schweine produzieren weil das Devisen bringt! Die Kleinbauern werden ueber den Arsch fuer Grosskonserne gezogen, die Gen Mais, Gen Soja und Gen die und das fuer Profit, der nicht diesen Laendern dient, angebaut wird. Natuerlich profitiert eine korrupte Elte, in Frankreich, GB usw an Elite Shulen gebildet.

Hinzu kommt Klimawandel! Lange Duerre Perioden, schwere Unwetter usw. All das kann nicht weg geleugnet werden.

Last not least, auslaendische Maechte haben ihre Griffel drin, zur Ausbeutung von Rohmaterialien, Monokulturen in der Agrarwirtschaft und Bezahlung fuer die, die deren Interessen wahrnehmen. PRC, USA, EU alle !!!
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Teeernte » Di 5. Okt 2021, 13:32

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(05 Oct 2021, 11:23)

Das ist ...



2018...
BERLIN taz | Mit modernen Technologien und nachhaltigen Anbaumethoden soll sich Afrika wieder selbst mit Nahrungsmitteln versorgen können. Zu dieser Einschätzung gelangt eine jetzt vorgestellte Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Die Innovationen in der Landwirtschaft könnten zudem auch als Motor für eine breitere Wirtschaftsentwicklung werden, Arbeitsplätze schaffen und damit indirekt auch Fluchtursachen reduzieren.
Für diesen Sprung in eine neue Landwirtschaft, erklärt Autor und Institutsleiter Reiner Klingholz, „müssen die Bauern moderne Verfahren einsetzen, um bessere Erträge zu erzielen, und die dürfen nicht die Fehler wiederholen, die sich bei der Intensivierung der Agrarproduktion anderswo eingeschlichen habe“. Die industrielle Landwirtschaft, wie sie sich in Europa durchgesetzt hat, könne kein Vorbild sein.Eine zentrale Rolle für die afrikanische Agrarwende könnten moderne Technologien spielen. So verfügt in den ländlichen Gebieten südlich der Sahara nur jeder vierte Bewohner über einen Stromanschluss. Dafür nutzen 420 Millionen Menschen, das sind 44 Prozent, den Mobilfunk. Für 2020 werden 535 Millionen Nutzer erwartet. Für Klingholz ist die Mobiltechnologie ein gelungenes Beispiel für das sogenannte Leap­frogging (Bocksprung), bei dem moderne Technologien übernommen werden, aber auf veraltete Zwischenschritte verzichtet wird: „Afrika konnte auf den aufwändigen Aufbau einer Festnetzinfrastruktur verzichten und hat gleich auf moderne Kommunikationsmittel gesetzt.“
So ist das Bezahlen per Handy weiter verbreitet als in Europa; der Aufbau eines flächendeckenden Bankensektors wurde übersprungen. Ähnliche Effekte sollen auch in der Landwirtschaft rea­lisiert werden.
In Nigeria hat der Bauernsohn und Elektroingenieur Ndubuisi Ekekwe eine Firma für datengetriebene landwirtschaftliche Produkte gegründet. Er produziert pilz-ähnliche Sensormodule, die in den Acker gesteckt werden und Feuchtigkeit, Temperatur, Säuregrad und Nährstoffgehalt messen. Die Daten werden an einen Cloud-Server geschickt, von wo sie der Bauer per App abrufen kann und den aktuellen Überblick über den Zustand seiner Felder hat.
Passgenaue Schädlingsbekämpfung
Daran orientiert sich passgenau Schädlingsbekämpfung oder Bewässerung. Die Technik kostet nicht viel, weshalb auch weniger kapitalstarke Bauern sie sich leisten können.
Koautorin Sabine Sütterlin führte bei der Vorstellung der Studie „Nahrung, Jobs und Nachhaltigkeit“ weitere Beispiele an, wie Pioniere an einer neuen Landwirtschaft in Afrika arbeiten. In Senegal etwa baut ein Veterinärmediziner eine Wertschöpfungskette für einheimische Milch auf. In der Elfenbeinküste veredelt eine Frauen-Kooperative Roh-Kakao zu feinster Schokolade. In Sambia setzt ein Projekt auf Fischzucht und Soja-Anbau, um die Landwirtschaft zu diversifizieren und attraktiver für junge Menschen zu machen. In Malawi lernen Maisbauern die Vorteile des Rotationsfeldbaus wieder zu schätzen.
Aber auch eine andere Entwicklungspolitik der reichen Staaten ist gefragt. „In die Landwirtschaft und den Aufbau von Wertschöpfungsketten in Subsahara-Afrika zu investieren, könnte auch eine Aufgabe der EU sein“, merkt Klingholz an. „Besser und langfristiger wirksam, als Milchüberschüsse zu exportieren, ist es allemal.“
https://taz.de/Studie-ueber-Afrikas-Lan ... /!5528671/

Die TATZ ist Links-Grün. und Klimawandel ist auch nicht seit gestern.
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon JosefG » Di 5. Okt 2021, 15:18

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(05 Oct 2021, 11:23)

Der weisse Massa weis was gut fuer die Schwarzen ist???

Diese Kritik spräche allenfalls gegen die Welthungerhilfe, denn dabei handelt es sich um eine Einmischung in die Belange Afrikas.
Gendern mal anders: die Kundin, der Kundon. Neutraler Plural: die Kunden.
Zukunft ist sedezimal. // Avatarbild: Symbol für Atheisten und Agnostiker
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » Di 5. Okt 2021, 15:52

JosefG hat geschrieben:(05 Oct 2021, 15:18)

Diese Kritik spräche allenfalls gegen die Welthungerhilfe, denn dabei handelt es sich um eine Einmischung in die Belange Afrikas.

Ein Kontinent selbst hat ja keine Belange.
Es sind die Belange der Menschen, die auf diesem Kontinent leben.
Und einen Belang hat jeder Mensch, der nicht gerade an einer Ess-Störung leidet,
ausreichend zu essen und sauberes Wasser zu trinken.

Und hier hilft eben wiederum,
dass unsere Tierbestände zumindest so weit reduziert werden,
dass sie alleine durch unsere Böden ernährt werden können.

Das wäre zumindest mal ein Anfang!
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Teeernte » Di 5. Okt 2021, 16:05

Papaloooo hat geschrieben:(05 Oct 2021, 15:52)

Ein Kontinent selbst hat ja keine Belange.


Dem hungernden Somali ist nicht mal eine Sojabohne abzunehmen....

https://www.sojatoaster.com/hintergrund ... enstroeme/

Aber langstielige Rosen haben dort viel Wasser verbraucht - bevor die Anlagen (Pumpen) zerschlagen wurden....

ALSO - Bitte FAKTEN wie https://www.sojatoaster.com/wp-content/ ... 0x900f.jpg
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Papaloooo » Di 5. Okt 2021, 16:21


Okay, ich hab nachgegooglet und eine seriöse Seite gefunden

https://www.transgen.de/lebensmittel/10 ... chnik.html

Es ist vorwiegend Nord- und Südamerika,
die unser Vieh mit Kraftfutter versorgen.

Verlagert die Probleme eben woanders hin.
Schafft aber auch in Südamerika Nöte.
Es steckt ein Sinn in dieser Geschichte,
doch dieser ist dem Chronisten im Augenblick entfallen.
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Teeernte
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Re: Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Beitragvon Teeernte » Di 5. Okt 2021, 16:32

Papaloooo hat geschrieben:(05 Oct 2021, 16:21)

Okay, ich hab nachgegooglet und eine seriöse Seite gefunden

https://www.transgen.de/lebensmittel/10 ... chnik.html

Es ist vorwiegend Nord- und Südamerika,
die unser Vieh mit Kraftfutter versorgen.

Verlagert die Probleme eben woanders hin.
Schafft aber auch in Südamerika Nöte.


Was ist der Unterschied ?

Afrika ist NICHT betroffen.

In den USA, Argentinien, Paraguay und auch in Brasilien, .....sind die Völker HUNGRIG und können sich nicht Selbstversorgen ??

Argentinien, Paraguay und Brasilien decken unser Konsum auch mit Geflügel, Rindfleisch und Sojaschrot ab !

Einfach mal im Aldi auf die Fleischverpackung gucken. :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D

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