Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

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jack000
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon jack000 » Do 22. Sep 2016, 15:59

Alexyessin hat geschrieben:(22 Sep 2016, 15:52)

8-10 Maß auf einmal? Volle? Das sind mal gemütliche 20 Kilo. Nebenbei, die Verschütten nicht Mengen und 0,1 l höchstens ist keine große Menge.
Das gleiche ist mit Zapfen. Klar zapf ich dir eine frische Maß ohne Probleme auf den Strich - aber mach das mal, wenn du innerhalb von 20 Minuten 60 Maß ausschenken musst :) Das hast du dann im Gefühl und je nach dem, wie viel Druck du noch im Fass hast, wieviel Gas im Zulauf, deine Tagesform und auch die Atmosphäre - da kannst mal ganz schnell 50 bis 60 g weniger einschenken :)
Daher eben auch diese 0,1 l Regel.

Genau das meine ich doch, dass es bereits an der Quelle hapert und nicht beim verschütten durch die Bedienungen:
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Flat
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon Flat » Do 22. Sep 2016, 16:01

Moin,

warum stellen die Bayern eigentlich nicht auf diese 100 ml-Kölsch-Gläser um?
Dann hätte es auch die Wiesenbedienung nicht mehr so schwer.
_______
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon Alexyessin » Do 22. Sep 2016, 16:07

jack000 hat geschrieben:(22 Sep 2016, 15:59)

Genau das meine ich doch, dass es bereits an der Quelle hapert und nicht beim verschütten durch die Bedienungen:


Der Schaum setzt sich nach oben ab, das ist kein gutes Bild dafür.
Und es "hapert" ja nicht, das sind normale Vorgänge. Wenn du möchtest, ich besorg dir nächstes Jahr einen Platz beim Ausschank im Dachauer Volksfest. Da kannst du dich auch davon überzeugen.
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon Alexyessin » Do 22. Sep 2016, 16:07

Flat hat geschrieben:(22 Sep 2016, 16:01)

Moin,

warum stellen die Bayern eigentlich nicht auf diese 100 ml-Kölsch-Gläser um?
Dann hätte es auch die Wiesenbedienung nicht mehr so schwer.


100 Kölschglasl sind auch nicht viel leichter, vor allem weil des grad mal für 5 Mann langt.
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon jack000 » Do 22. Sep 2016, 16:26

Alexyessin hat geschrieben:(22 Sep 2016, 16:07)

Der Schaum setzt sich nach oben ab, das ist kein gutes Bild dafür.
Und es "hapert" ja nicht, das sind normale Vorgänge. Wenn du möchtest, ich besorg dir nächstes Jahr einen Platz beim Ausschank im Dachauer Volksfest. Da kannst du dich auch davon überzeugen.

Wieso "normale Vorgänge"? Wenn ich 1/2 Hähnchen bestelle, bekomme ich auch 1/2 Hähnchen und nicht nur 3/8 ...
Mir selbst ist es ja egal, da ich allenfalls 2 Maß trinke und alleine die Kosten für den ÖPNV übersteigen die 2€ Verlust schon erheblich. Es ging darum, dass in Summe da doch erhebliche Beträge auflaufen.
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon Alexyessin » Do 22. Sep 2016, 16:32

jack000 hat geschrieben:(22 Sep 2016, 16:26)

Wieso "normale Vorgänge"? Wenn ich 1/2 Hähnchen bestelle, bekomme ich auch 1/2 Hähnchen und nicht nur 3/8 ...
Mir selbst ist es ja egal, da ich allenfalls 2 Maß trinke und alleine die Kosten für den ÖPNV übersteigen die 2€ Verlust schon erheblich. Es ging darum, dass in Summe da doch erhebliche Beträge auflaufen.


Beim Hendl is ja no wuida. Du bestellst ein halberts und du bekommst auch eins, der Wirt zahlt aber Gewicht.

So, aber mal ehrlich, wen willst du bitte in die Verantwortung nehmen, wenn du statt 1 l Bier nur 0,965 l bekommst? Den Wirt? Den Schank? Die Bedienung? Die Luft?
Es hört sich bei einer Maß natürlich viel an, die 0,1 l aber das ist nicht erlaubter Beschiß sondern Toleranzmarken für den Schank und die Kellnerin.
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon Zunder » Do 22. Sep 2016, 16:47

Ich habe vor Jahren mal in der Süddeutschen gelesen, daß ein Wiesnwirt bei einem "Hirschen" (200 l) 220 l versteuern muß. Wenn dem so ist, wäre es ziemlich bescheuert, die Maß vollzuschenken.
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon epona » Do 22. Sep 2016, 16:54

jack000 hat geschrieben:(18 Sep 2016, 21:34)


Wie kommt es, das sowas toleriert wird und was kann man tun, damit sowas in Zukunft nicht mehr stattfindet?


Ich nehme an, den Besuchern ist der Spaßfaktor wichtiger als ein wenig "Bierbetrug"

[MOD] - geklärt
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon HugoBettauer » Do 22. Sep 2016, 18:00

jack000 hat geschrieben:(22 Sep 2016, 16:26)

Wieso "normale Vorgänge"? Wenn ich 1/2 Hähnchen bestelle, bekomme ich auch 1/2 Hähnchen und nicht nur 3/8 ...
Mir selbst ist es ja egal, da ich allenfalls 2 Maß trinke und alleine die Kosten für den ÖPNV übersteigen die 2€ Verlust schon erheblich. Es ging darum, dass in Summe da doch erhebliche Beträge auflaufen.

Beschissen wird eben überall.
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon Postfach » Fr 23. Sep 2016, 09:12

jack000 hat geschrieben:(22 Sep 2016, 15:37)

Schon klar, es war eine Anspielung auf "Das Maß ist voll" ;)


M.E. wird da gar nix verschüttet. Wenn 750.000 - 1.500.000 Liter Bier fehlen, dann wohl kaum weil die verschüttet worden sind, sonst wären die Zelte ja fast Bierschwimmbäder ...


Da hast du zwar Recht, aber mal ehrlich, wer bereit ist 10,50 Euro und mehr für 1ltr. Bier auszugeben in einem total überfüllten Bierzelt, den sollte dann auch nicht kleine Abweichungen zum Eichstrich aufregen, oder ?
Falls doch, gibt es genügend weniger überlaufene Locations mit mehr Ambiente,
wo man für diesen Preis die doppelte Menge bekommt mit höchstwahrscheinlich weniger Abweichung zum Eichstrich ...
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon Lomond » Di 24. Sep 2019, 19:56

Lena Meyer-Landrut hat auch das O-Fest besucht:

Mit dem Outfit bei ihrer Oktoberfest-Premiere sorgte Lena Meyer-Landrut am Sonntag für viel Gesprächsstoff. Denn auf echten, textilen Stoff verzichtete die Sängerin anfangs komplett unter ihrem Dirndl-Oberteil. Statt einer Bluse war bei der Sängerin nur jede Menge Haut zu sehen. So mancher Trachtenliebhaber dürfte bei diesem Anblick geschockt gewesen sein. Lena Gercke, die ebenfalls im Paulaner Festzelt zu Gast war und offenbar in Sachen Dirndl-Look besser Bescheid weiß, improvisierte und spendierte ihrer Namensvetterin kurzerhand mit einer umfunktionierten Serviette einen Blusenersatz. Doch so sehr Lena Meyer-Landrut ihren Auftritt mit einem Augenzwinkern verkaufen wollte - ganz so wohl fühlte sie sich offenbar dann doch nicht. Denn im Laufe des Abends organisierte sie sich doch noch das obligatorische Kleidungsstück, wie sie in ihrer Instagram-Story verrät. „Und dann auch noch mit richtiger Bluse“, schreibt Lena zu einem entsprechenden Bild.


https://www.tz.de/stars/lena-meyer-land ... 11595.html

Ein Werbe-Gag?
Non enim propter gloriam, divicias aut honores pugnamus set propter libertatem solummodo quam Nemo bonus nisi simul cum vita amittit.
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon streicher » Di 24. Sep 2019, 20:54

Flat hat geschrieben:(22 Sep 2016, 16:01)

Moin,

warum stellen die Bayern eigentlich nicht auf diese 100 ml-Kölsch-Gläser um?
Dann hätte es auch die Wiesenbedienung nicht mehr so schwer.
100 ml - in Sachen Bier ist das im Wiesnzelt eine Lachnummer.
Nein im Ernst: die Maß ist einfach unantastbar.
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon H2O » Di 24. Sep 2019, 20:57

Bestimmt; es war ein wenig still geworden um die junge Dame. Die wird aber davon leben, daß über sie geredet wird, und sie deshalb eingeladen wird: Ziel erreicht und weiter geht's.
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon Quatschki » Di 24. Sep 2019, 21:25

Ha sie auch gesoffen?
Die hat doch bestimmt nur eine halbe Brezn und ein Glas CO2-freies Bio-Wasser zu sich genommen
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon imp » Mi 25. Sep 2019, 05:45

Das wirkt schon sehr bemueht. Hatte sie ihre neue CD im Dirndl stecken?
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 25. Sep 2019, 11:27

Ich habe Oktoberfestbier genossen bin aber 1 Tag vor Anstich aus Muenchen zurueck Richtung OZ geduest!

Bad Timing! Hab ich irgendwas schnuckeliges versauemt? Oder good timing :D Dem Trubel entgangen
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon Quatschki » Mi 25. Sep 2019, 15:05

Ich werde nie begreifen, warum das Oktoberfest im September ist und die Oktoberrevolution im November.
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon Ein Terraner » Mi 25. Sep 2019, 15:11

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(25 Sep 2019, 11:27)

Hab ich irgendwas schnuckeliges versauemt?


Die Impressionen aus 2019 auf muenchenkotzt.de sind noch nicht da.
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon streicher » Mi 25. Sep 2019, 20:30

Quatschki hat geschrieben:(25 Sep 2019, 15:05)

Ich werde nie begreifen, warum das Oktoberfest im September ist und die Oktoberrevolution im November.
Oktoberfest im September - das ist ganz einfach. Aufgrund des kühlen Wetters im Oktober beginnt das Oktoberfest im September (1. Samstag nach dem 15. September bis erste Sonntag im Oktober). Der Name zählt zur Tradition. Viel zu aufwendig, den zu ändern. :)
Die Oktoberrevolution begann im Oktober. Klar, hätte man Herbstrevolution nennen können. ;)
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Re: Oktoberfest: Das Maß ist nicht voll

Beitragvon H2O » Mi 25. Sep 2019, 20:47

Quatschki hat geschrieben:(25 Sep 2019, 15:05)

Ich werde nie begreifen, warum das Oktoberfest im September ist und die Oktoberrevolution im November.


Fast möchte ich wetten, daß hier die katholische Kirche und die russisch-orthodoxe Kirche ganz maßgeblich mitgemischt haben. War da nicht etwas mit dem "Julianischen Kalender" und dem "Gregorianischen Kalender"?

Halt, alles falsch; die Päpste und Popen sind unschuldig! Google führt auf folgende Darstellung:
https://www.oktoberfest.bayern/wiesn-ge ... 37797.html
Das erste Oktoberfest begann an einem 17. Oktober – heute beginnt die Wiesn genau einen Monat früher und endet meist an einem der ersten Oktobertage. Schuld an dieser Terminverschiebung ist das legendäre Münchner Sauwetter, das im Oktober auch schon mal einen Schneesturm daherwehen kann.


Mit Oktoberrevolution ist die Russische Revolution vom 25. Oktober 1917 gemeint. Mit Novemberrevolution die deutsche Revolution vom 9. November 1918. Aber in Rußland galt bis 1918 der Julianische Kalender mit 13 Tagen Nachklapp. Am 25. Oktober 1917 hatten die Gregorianer schon den 7. November 1917. Und so feierte die Sowjetunion ab 1918 die Oktoberrevolution im November.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gregorianischer_Kalender
Die orthodoxen Länder Osteuropas, also auch Russland, behielten den julianischen Kalender noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Da die Jahre 1700, 1800 und 1900 nach dem julianischen Kalender Schaltjahre sind, macht noch bis zum Jahr 2100 die Abweichung vom gregorianischen Kalender mittlerweile 13 Tage aus. Die russische Oktoberrevolution vom 25. Oktober 1917 war nach dem gregorianischen Kalender eigentlich eine „Novemberrevolution“ vom 7. November. An diesem Kalendertag wurde die Revolution auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland am 14. Februar 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte.

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