Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

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Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon H2O » Di 7. Mai 2019, 20:53

Tja, das ist nicht ganz einfach; deshalb fragen Sie ja. Vermutlich muß man sich da an seinen Winzer des Vertrauens wenden. Aus gesundheitlichen Gründen muß ich mich da sehr zurück nehmen, aber die Verbindung habe ich noch. Wenn Sie wollen, gebe ich Ihnen dessen mobile Telefonnummer mit PN. Der Pfälzer Dialekt des Winzers ist aus meiner Sicht gut zu verstehen.
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon H2O » Di 7. Mai 2019, 21:07

Brainiac hat geschrieben:(07 May 2019, 20:43)

Mit irgendeinem Chianti Classico kann man eigentlich nicht allzu viel falsch machen. Auf den schwarzen Hahn achten.

Mit einem Brunello erst recht nicht, der liegt aber drüber.


Den Chianti Classico Gallo Nero halte ich für einen guten Tischwein; für eine frohe abendliche Runde mit Freunden ist das nicht mein Fall. Gottlob ist das alles reine Geschmacksache! Gute italienische Weine haben auch ihren Preis und leider oft einen hohen Alkoholgehalt.
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon Umetarek » Di 7. Mai 2019, 21:42

H2O hat geschrieben:(07 May 2019, 20:53)

Tja, das ist nicht ganz einfach; deshalb fragen Sie ja. Vermutlich muß man sich da an seinen Winzer des Vertrauens wenden. Aus gesundheitlichen Gründen muß ich mich da sehr zurück nehmen, aber die Verbindung habe ich noch. Wenn Sie wollen, gebe ich Ihnen dessen mobile Telefonnummer mit PN. Der Pfälzer Dialekt des Winzers ist aus meiner Sicht gut zu verstehen.

Hmm, ich bin ja Pfälzer und die Weißweine kriegen sie wirklich gut hin, aber die Rotweine, da haben sie meist so einen der lecker ist, da müssen sie noch etwas üben, ich greife da meist zum Spanier/Italiener/Franzosen...

Wobei die Frage bleibt: trocken, halbtrocken, oder lieblich. Ich kann nur für trocken sprechen.
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon H2O » Di 7. Mai 2019, 22:44

Umetarek hat geschrieben:(07 May 2019, 21:42)

Hmm, ich bin ja Pfälzer und die Weißweine kriegen sie wirklich gut hin, aber die Rotweine, da haben sie meist so einen der lecker ist, da müssen sie noch etwas üben, ich greife da meist zum Spanier/Italiener/Franzosen...

Wobei die Frage bleibt: trocken, halbtrocken, oder lieblich. Ich kann nur für trocken sprechen.


Stimmt schon! Früher waren die deutschen Rotweine tatsächlich ziemlich flach; einen Primitivo di Manduria Reserva No 14 bekommt da niemand nachgebaut. Aber der Alkoholgehalt... Manchmal glaube ich, daß die 14% alk noch nach unten geschönt sind. Auch nicht so lustig, wenn man nach 3-mal Nachschenken schon nicht mehr ganz klar ist. Andererseits ist das ja auch der Zweck der Übung! ;)
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon Tom Bombadil » Di 7. Mai 2019, 23:48

Danke schonmal für die Anregungen, der Wein wollte trocken sein, aber nicht sauer, eine gewisse Restsüße darf ruhig vorhanden sein, an den furztrockenen Tanninmonstern hab ich mich satt getrunken. Den Primitivo di Manduria Reserva No 14 kann ich ja mal probieren. Am liebsten mag ich italienische Rotweine
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon Umetarek » Di 7. Mai 2019, 23:53

Nero d'Avola von Stemmari holen wir immer, wenn uns nichts besseres einfällt, ist immer wieder lecker. Gibts bei Globus oder Rewe.
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 8. Mai 2019, 02:56

Ich trinke mehr Rot als Weisswein.

Fast ausschliesslich australische Rotweine, die in der Qualitaet den besten franzoesischen Rotweinen nicht nachstehen. Vorzugsweise mag ich Merlot und Cabernet Sauvignon. Beim Weisswein mag ich was unsere nachbarn die Kiwis anbieten. Deren Sauvignon Blanc sind absolut fantastisch. Trocken, frisch und doch fruchtig.
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon H2O » Mi 8. Mai 2019, 08:29

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 May 2019, 23:48)

Danke schonmal für die Anregungen, der Wein wollte trocken sein, aber nicht sauer, eine gewisse Restsüße darf ruhig vorhanden sein, an den furztrockenen Tanninmonstern hab ich mich satt getrunken. Den Primitivo di Manduria Reserva No 14 kann ich ja mal probieren. Am liebsten mag ich italienische Rotweine


Da machen Sie nichts falsch; nur der Alkoholgehalt... der macht mir schon zu schaffen. Aber der Geschmack ist ganz in Ordnung. Der Preis bei REWE liegt sehr deutlich unter 12 €. Ich meine, daß italienische Weine schon einmal teurer waren.

Umetarek macht mit dem Nero d'Avola auch nichts falsch. Wenn ich mich richtig erinnere, dann liegt dort der Alkoholanteil bei den üblichen 13,5 %.

Bei Lidl in Pommern entwickelt sich das Weinangebot erstaunlich gut. Da habe ich schon den Cannonau di Sardegna in der gewohnten Qualität kaufen können. Preis um 28 zł = 6,50 €. Dabei muß man die polnische Kaufkraft bedenken. Weine um 10 € sind dort nicht zu verkaufen.

Eine Überraschung: Polen erzeugt auch selbst Wein unter der Markenbezeichnung POLKA um Krakau herum: Weinfelder mit Blick auf die Weichsel... so wirbt das Weinbauunternehmen Winnica Srebrna Góra sp. zoo [www.winnicasrebnagora.pl] . Was ich bei Lidl erwischen konnte, Weißwein und Rotwein, das war ganz ordentlich, aber nichts Besonderes; immerhin aber ein trinkbarer leichter fruchtiger Wein.

Ach so... Lidl. Da mache ich keine Werbung; in meiner kleinen Einkaufsstadt gibt es nicht so viel Auswahl: 3-mal Biedronka, 3-mal Netto, 1-mal Lidl. Intermarché hat aufgegeben.
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 8. Mai 2019, 08:40

H2O hat geschrieben:(08 May 2019, 08:29)
Ach so... Lidl. Da mache ich keine Werbung; in meiner kleinen Einkaufsstadt gibt es nicht so viel Auswahl: 3-mal Biedronka, 3-mal Netto, 1-mal Lidl. Intermarché hat aufgegeben.

Kein Zabka?
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon H2O » Mi 8. Mai 2019, 08:47

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 May 2019, 08:40)

Kein Zabka?


Ja, doch, 1-mal Żabka; aber eher ein sehr kleiner Supermarkt. Nicht zu vergleichen, ohne Parkplatz für Kunden- und Lieferfahrzeuge.
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 8. Mai 2019, 09:34

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 May 2019, 23:48)

Danke schonmal für die Anregungen, der Wein wollte trocken sein, aber nicht sauer, eine gewisse Restsüße darf ruhig vorhanden sein, an den furztrockenen Tanninmonstern hab ich mich satt getrunken. Den Primitivo di Manduria Reserva No 14 kann ich ja mal probieren. Am liebsten mag ich italienische Rotweine


Den nachfolgenden Absatz können Sie überspringen und ab der blauen Zeile weiterlesen: ;)
Ich vermute, Sie sind von der Geschmacksempfindung ähnlich gestrickt wie meine Ex-Frau. Die mochte die - für mich überaus excellenten und einzigartigen Rotweine z.B. aus Bordeaux oder dem spanischen Priorato wenig bis gar nicht. Sie fand diese barrique-gereiften Rotweine zwar nicht unbedingt "lakritzig", sondern eher "modrig" oder "zu erdig". Egal. Sie stand deshalb mehr auf toskanesische Rotweine wie Brunello di Montalcino oder auch himmlische Barolos. Ich mag oder mochte sie alle, mit ihrem individuellen Charme. Was die Beurteilungen von Parker angeht, kann ich Ihre Erfahrungen nicht ganz teilen. Das große Bodeaux-Buch von Robert Parker über die Weine des Bordelais,
in dem er explizit die Jahrgänge der dortigen - sehr unterschiedlichen Weingebiete (Medoc, Puillac, Graves, St. Emilion, Pomerol, St. Estephe usw.) beschrieb, durch mehrmonatige Vorortrecherchen und Eigenverkostungen, ist grandios und ich kann nach eigenen Geschmackserfahrungen nur sagen, in den allermeisten Fällen sehr zutreffend gewesen. Hier speziell, was die damaligen Jahrgänge ab 1982 bis 1990 anging. Parker wurde ja als US-Amerikanischer Weinkritiker berühmt und letztlich auch anerkannt, weil er das mittlerweile als "Jahrhundertjahrgang" bekannte Weinjahr 1982 (für Bordeaux) entgegen vieler damaliger Einschätzungen von Anfang an als denkwürdig und aussergewöhnlich gut vorhersagte. Egal, ist alles Schnee von gestern. Und die für mich nachwievor besten Rotweine der Welt, jene aus Bordeaux sind leider schon aufgrund zunehmender Spekulations- und Geldanlagestrategien ab 1995 so teuer geworden, dass man schon fast Millionär sein muss, um sich sowas wie einen 2.-ieme crus Pichon Comtesse de Lalande (Jahrg. '82, 1993 noch für ca. 130,-- DM zu haben) oder einen Pomerol, den einzigartigen 1990-er La Conseillante (für 82,50 DM in einer Münchner Vinothek) leisten und ins Glas für besondere Anlässe rinnen zu lassen. Einer der berühmtesten Rotweine der Welt, der Chateau Petrus, generell schon beim Einstandspreis des jeweiligen Jahrgangs krachteuer (damals schon mind. 550,-- DM je 0,7l Flache), war übrigens einer der wenigen Bordeaux-Spitzenweine, der gerade beim Jahrhundertjahrgang 1982 eher durchschnittlich ausfiel. Bei einer Weinprobe (1996) eines qualitätsverrückten Weinhändlers, bei der man seltene und wirklich sauteure Spitzenrotweine probieren konnte (u.a. Vega Sicilia '82, Haut Brion '89, Petrus '82, und einen südafrikanischen Spitzenrotwein, der dort in einem Hotel ausgeschenkt wird, das diesem benachbarten Weingut schon immer die Treue hielt und der jederzeit mit anderen Spitenweine mithalten kann, sowie dem 1990-er La Conseillante, von dem ich dem Weinhändler damals zwei Flaschen zur Verfügung stellte, weil dieser ausserordentlich gute Wein schlicht ausverkauft war, mit enormen Preisanstiegen innerhalb kürzester Zeit, nachdem er 1993 (nach üblicherweise 3-jähriger Faß- bzw. Flaschenlagerung zum Kauf auf den Markt kam. Dieser 1990-er La Conseillante war insofern - meiner Erfahrung nach - eine ganz besondere Ausnahme, weil er sich, gegen alle Regeln, bereits in jungen Jahren wundervoll trinkreif zeigte und man die üblicherweise durchaus geduldige Reifezeit in der Flasche bis zur Trinkreife und vollen Geschmacksentwicklung von mind. 6-8 Jahren nicht abwarten musste. Der Wein war dann allerdings auch nach 8 bzw. 10 Jahren kaum besser als im Alter von drei oder fünf Jahren. Einfach immer gleichbleibend "himmlisch" gut. Ein Phänomen.

So nun zu etwas, was Ihnen vielleicht weiterhelfen könnte:
Ein Rotwein aus Süditalien/Apulien. Für mich ein Geheimtipp, den ich selbst schon öfter probiert und getrunken habe:
Rotwein aus dem Weingut der qualitätsverrückten "Weinbrüder" Marcello und Massimiliano Apollonio:

Ich habe - auf die schnelle - einen Link recherchiert, den ich aber selbst noch nicht probiert oder von diesem Anbieter bezog, also nur als Beispiel dient:
https://weinshop.vinothek-wangenrot.de/Apollonia-Casa-Vinicola-Italien-Apulien

Diverse Weine dieses Weinguts gibt es auch in GLOBUS-Märkten, wo ich sie meistens kaufe. Ich kann sagen, dass die jeweiligen Weine und Rebsorten dieses Weinguts allesamt
sehr gut zu trinken sind, im Preisniveau selbst bei einer älteren Riserva (innerhalb von 8-14 Euro liegen, viele davon deutlich unter zehn EUR).

Die Weine sind insofern auch interessant, weil dieses Weingut aus einer Traubensorte wie Negroamaro, die ja eher als Massenwein-bzw. reine Ertragsmengen-Traubensorte für
Billigweine "verrufen" und "verkommen" ist, durch konsequentes Zurückschneiden der Weinstöcke und damit verbundenen Ertragseinbußen von 35 - 50% einen Wein zaubert, der auch von dieser Rebsorte
dadurch zugunsten der Qualität und des Geschmacks einfach wundervoll ist.

Die Weine zeichnen sich durch einen durchweg sehr kräftigen, fruchtigen Geschmack aus, und lakritze-Geschmack konnte ich dabei wenig bis nie - schon gar nicht als dominierend -
feststellen. Eher Beeren- und Kirscharomen usw. - Die Weine sind mehr so richtig volle, runde Fruchtbomben, die dir höchst erotisch die süditaliensiche Sonne auf die Zunge zaubern. Oft auch unter Zuhilfenahme von
14 bis 14,5% Alkoholgehalt. Den man aber beim Trinken nicht merkt oder gar - alkoholdominant - schmeckt. Klar ist natürlich, dass man nach einem netten Essen und einem Fläschchen dieser Weine
schon etwas fester im bequemen Sessel sitzt und beim Aufstehen dann meint, irgendeine unerfreuliche physikalische Macht verschärfte gerade das Gesetz der Schwerkraft. :D

Aber - im Gegensatz zu reichlichem Bierkonsum - bleibt die Birne, auch bei diesem (kräftigen) Rotwein und einem Glas mehr (oder zuviel), ziemlich klar und entspannt.

Ob Ihnen Wein dieses Weinguts schmecken könnte, weiss ich nicht. Sie sind zwar im barrique ausgebaut, aber sie schmecken, wie schon gesagt, eher fruchtig als eichenholzwürzig.
Für mich - als mittlerweile arme Kirchenmaus - sind die Apollonia-Weine allerdings senstionell. Im Preis-/Leistungsverhältnis. Weil sie für vergleichsweise wenig Geld
sehr viel Trinkgenuß bieten. Noch nicht in den breiteren Genußfocus geraten sind wie beispielsweise diverse Chiantis, Brunellos oder gar Barolo-Rotweine. Und die Preise dann
uferlos steigen...Und sie sind so ausgebaut, dass man nicht ewig warten muss, bis sie voll entwickelt und trinkreif sind. Ebenso muss man sie nicht unbedingt dekantieren.
Ein passendes Rotweinglas genügt und etwas Zeit für den Wein, damit er im Glas noch ein wenig "atmen" kann, bevor man sich das Götterzeuch hinter die Krawatte bindet.
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 8. Mai 2019, 09:45

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(08 May 2019, 02:56)
Ich trinke mehr Rot als Weisswein.


Brav iss'er! ;) :D

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(08 May 2019, 02:56)
Vorzugsweise mag ich Merlot und Cabernet Sauvignon.

:thumbup: - Sehr gut auch, wenn der Wein aus beiden Sorten verschnitten ist.
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 8. Mai 2019, 10:57

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(08 May 2019, 09:45)

Brav iss'er! ;) :D


:thumbup: - Sehr gut auch, wenn der Wein aus beiden Sorten verschnitten ist.


Cabernet Merlot :thumbup: Excellent!
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 8. Mai 2019, 17:59

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(08 May 2019, 09:34)

Den nachfolgenden Absatz...

:thumbup: Vielen Dank für den langen Beitrag und die vielen Anregungen. Mit französischen Weinen bin ich nie richtig warm geworden, mit Ausnahme der Landweine, die man abseits der Tourihochburgen genießen kann.
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon H2O » Mi 8. Mai 2019, 21:16

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 May 2019, 17:59)

:thumbup: Vielen Dank für den langen Beitrag und die vielen Anregungen. Mit französischen Weinen bin ich nie richtig warm geworden, mit Ausnahme der Landweine, die man abseits der Tourihochburgen genießen kann.


Vermutlich gleich aus der (kleinen) Genossenschaft im Kellerverkauf abgeholt? Ja, da kann man Glück haben. Aber wehe, man läßt sich verführen, in einer Großkellerei nach der Besichtigung (so viel Kultur muß sein!) deren Produkte gleich vor Ort zu kaufen. Da bin ich mehrfach jäh ernüchtert worden. :p
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 8. Mai 2019, 23:32

Nee, nicht direkt im Keller abgeholt, mehr so in der Auberge genossen, zu Baguette und frz. Salami. Und egal, was man zu Hause versucht es schmeckt nie so.
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 9. Mai 2019, 07:40

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 May 2019, 17:59)

:thumbup: Vielen Dank für den langen Beitrag und die vielen Anregungen. Mit französischen Weinen bin ich nie richtig warm geworden, mit Ausnahme der Landweine, die man abseits der Tourihochburgen genießen kann.


Ich habe kein Problem damit, wenn jemand franz. Weine zumeist ablehnt, weil sie ihm nicht schmecken. Weine, besonders auch Rotweine sind global gesehen, ein sehr weites Feld verschiedenster Geschmacksempfindungen und individueller Vorlieben.
Zum Beispiel auch jene Gruppe von Weinliebhabern, die mit einem Bordeaux oder einem ähnlich ausgebauten Wein nicht viel am Hut haben, und die sehr weiche Burgunderweine bevorzugen. Und es gibt eine Menge Menschen, die Wein überhaupt nicht mögen, oder nur wenig damit anfangen können. Obwohl Wein zu den ältesten Kulturgütern der Menschheit gehört. Und - für mich zumindest - auch zu den schönsten.

Und da Sie ja eher in Richtung ital. Weine tendierten, hatte ich Ihnen auch einen ital. Wein vorgestellt und keinen französischen. Der ebenso in das von Ihnen gewünschte Preisgefüge (8-12 Euro) passt. In diesem Preissegment gibt es meiner Meinung nach sehr gute und sehr viele Weine. Allerdings zähle ich gerade franz. Rotwein hier nicht dazu. Hier sind andere Länder und Kontinente bei weitem besser und bieten eindeutig mehr für's gute Geld. Setzt man die Preisgrenze noch tiefer, gilt das noch mehr.

Allerdings beschleicht mich bei Ihnen der leise Verdacht, der bitte nicht als Kritik misszuversehen ist, dass Sie womöglich mit Rotwein, der im barrique ausgebaut ist, generell eher nichts anfangen können.
Einfache Landweine, sind das meist nicht. Weder franz. noch italienische oder andere.

Was mich betrifft, habe ich mich schweren Herzens von guten oder sehr guten franz. Rotweinen (des Bordelais) abgewandt, weil sie mittlerweile einfach unanständig teuer geworden sind. Schon seit längerem. Für jemanden, der gerne Wein trinkt, aber nicht sammelt oder als Objekt der Geldanlage und Wertzuwachsspekulation betrachtet oder verwendet. Oder als Prestige- und Angeberobjekt.

Es gibt aber sogar, neben Weinen, wie Sie "The man from down under" angesprochen hat, selbst aus Australien oder Chile, Südafrika usw. - neben europäischen Ländern gerade bei Rotweinen in den Preisklassen ab 3,-- bis 15,-- Euro
viele gute Alternativen. Wie schon erwähnt, sind hier die franz. Rotweine unter aller Kanone. Für mich mit das Schlechteste am Markt. Da bevorzuge ich eindeutig ital. und vor allem spanische Rotweine. Oder Chilenische. Oder Australischen Rotwein. Übrigens gibt es auch sehr guten Rotwein aus dem Trumpland. Was man der Vollständigkeit halber erwähnen sollte.

Ich habe gestern abend zum Rindergulasch mit Breznknödl sowohl zum Kochen als auch zum Trinken eine spanische Reserva von Aldi für rund 3,-- Euro verwendet. Es war kein Rioja, oder Ribero del Duero. Aber er war -testweise gekauft und ursprünglich mehr zum Kochen gedacht - überraschend gut trinkbar. Man muss halt zunächst immer probieren, am besten selbst (und eine Probierflasche riskieren). Ich bin mit Aldi-Reservas für 10,-- Euro andererseits auch schon derb reingefallen. Spülwasser at its best...

So, jetzt geh ich arbeiten. Von nix kommt nix. Schon gar nicht ein guter Rotwein... ;) :D
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon Tom Bombadil » Do 9. Mai 2019, 11:50

Ja, für den Tipp hatte ich mich bedankt ;) Ich habe früher Weine mit Holznote geliebt, angefangen hat es mit den "Supertuscans", kann sie momentan aber nicht mehr riechen, trinken, schmecken und möchte deswegen andere Weine ausprobieren, das bedeutet aber nicht, dass ich das Barrique komplett ablehne, es darf nur nicht dominant sein. Spanische und chil. Rotweine mag ich auch, ein Geheimtipp sind für mich immer noch die Weine aus dem Dao-Gebiet in Portugal, leider grassiert der "Holzwein"-Trend weltweit, da halte ich nach wie vor Parker für einen der Verursacher, und macht auch vor den Dao-Weinen nicht halt, ich finde solche "Monokulturen" immer schade. Die Aldi-Weine aus dem regulären Sortiment habe ich so gut wie alle durch, nachhaltig begeistern konnte mich bisher nur der Amarone.
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 9. Mai 2019, 13:01

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(09 May 2019, 07:40)



Es gibt aber sogar, neben Weinen, wie Sie "The man from down under" angesprochen hat, selbst aus Australien oder Chile, Südafrika usw. - neben europäischen Ländern gerade bei Rotweinen in den Preisklassen ab 3,-- bis 15,-- Euro
viele gute Alternativen. Wie schon erwähnt, sind hier die franz. Rotweine unter aller Kanone. Für mich mit das Schlechteste am Markt. Da bevorzuge ich eindeutig ital. und vor allem spanische Rotweine. Oder Chilenische. Oder Australischen Rotwein. Übrigens gibt es auch sehr guten Rotwein aus dem Trumpland. Was man der Vollständigkeit halber erwähnen sollte.



:D


Also einen 3 Euro Australischen Wein in Europa klingt verdaechtig. Hier bei uns im Erzeugerland findest du tatsaechlich trinkbare Weine fuer Euro 5 und fuer ein paar Euro mehr absolute Spitzenweine. Italienische und spanische Weine hier sind schrecklich. Vielleicht reisen diese Weine nicht gut. Trump Land hat tatsaechlich sehr gute Rot und Weiss Weine aber die sind auch nicht zum Export geeignet.

Chilenische Rotweine sind finde ich sehr gut aber hier in Australien bleibe ich bei einheimischen Produkten.

Wer viel Geld hat kann einen Penfolds Grange fuer $ 500 und mehrdie Flasche kaufen aber ich sehe darin keinen Sinn es sei den Geldanlage aber ich kaufe Wein zum Trinken nicht als Geldanlage.

https://www.langtons.com.au/product/103 ... -IEALw_wcB
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Re: Wenn der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!

Beitragvon Misterfritz » Do 9. Mai 2019, 22:13

Ich vertrage ja leider keinen Wein,
aber - wie auch bei Bier und so - würde ich immer erstmal nach regionalen Produkten schauen. Deutschland hat ja mittlerweile nicht nur mittelmässige Weine. Und ich halte den Transport um den halben Globus nicht für wirklich gut.

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