Das Jahr im Garten

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Lomond
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Lomond » Mi 10. Apr 2019, 10:34

@ Osterglocken anbinden

Vorhin habe ich doch tatsächlich zwei Osterglocken an zwei kleine Stäbe gebunden, weil die Stiele umgeknickt waren.

Haben die Holländer nun nach den Tulpenzwiebeln auch die Osterglockenzwiebeln soweit degenerieren lassen, dass sie kaum noch lebensfähig sind?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon BingoBurner » Mi 10. Apr 2019, 18:24

Misterfritz hat geschrieben:(04 Apr 2019, 13:20)

Rosmarin wächst aber auch auf der Fensterbank.



Schon klar, wollte es aber in den Boden pflanzen und ganzjährig nutzen. Ich fange jetzt erstmal mit Bärlauch an.
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Calvadorius
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Calvadorius » Mi 10. Apr 2019, 23:50

Misterfritz hat geschrieben:(04 Apr 2019, 13:20)

Rosmarin wächst aber auch auf der Fensterbank.


Also wir haben mit Rosmarin schon alles Mögliche probiert.
Fleißiges gießen, wasserentzug, Humus, umtopfen in eher sandigen Boden, pralle Sonne, Halbschatten...
Der treibt erst wie wild, und vertrocknet dann.
Draußen wie drinnen.
Immer.

Was machen wir falsch?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Vongole » Do 11. Apr 2019, 14:34

Calvadorius hat geschrieben:(10 Apr 2019, 23:50)

Also wir haben mit Rosmarin schon alles Mögliche probiert.
Fleißiges gießen, wasserentzug, Humus, umtopfen in eher sandigen Boden, pralle Sonne, Halbschatten...
Der treibt erst wie wild, und vertrocknet dann.
Draußen wie drinnen.
Immer.

Was machen wir falsch?


Rosmarin braucht viel Sonne, humusreiche, aber durchlässige Erde, wenig Wasser, Staunässe killt ihn.
Wenig Dünger (Hornspäne), aber ab und an Kalkbeigaben.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Eulenwoelfchen » Sa 27. Apr 2019, 15:59

JJazzGold hat geschrieben:(30 Mar 2019, 14:00)

Es grünt, es blüht, die Rosen und Sträucher sind geschnitten, die Rosen mit einem 5 Gänge Menue an Düngung verwöhnt, alte Staudenrückstände, die überfrostet hübsch aussahen, sind beseitigt, neue Spaliere aufgestellt. Im Gewächshaus wachsen die ersten Salatpflanzen, Kohlrabi kommt nächste Woche dazu.
Dank Eulenwölfchens großzügig geteilter Leckereien kommt die Küche nicht zu kurz und mit den daraus gezauberten Gerichten weht ein Hauch von mediterran über den Mittagstisch. Merci, Eulenwölfchen. :)


Boah, ist da jemand fleißig. Ich bin der Faulix. Die Ansaat meiner Tomaten, Chilie und Spitzpaprika mit eigenen Samen von den Früchten des letzten Jahres flutscht aber ganz gut. Werde ich demnächst in die Gewächshäuser pflanzen (müssen). Im Hochbeet werde ich nur Kräuterzeug und Salate einsetzen.
Freut mich zu hören, dass da etwas (hoffentlich nicht nur) für deinen ;) ) Geschmack dabei war. Nachschub ist jederzeit möglich. Ich war mit Einwecken / Einmachen / Saftmachen etc. schweinemäßig fleißig Letztes Jahr. Ungefähr Stufe 10.

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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon BingoBurner » Sa 27. Apr 2019, 22:29

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(27 Apr 2019, 15:59)

Boah, ist da jemand fleißig. Ich bin der Faulix. Die Ansaat meiner Tomaten, Chilie und Spitzpaprika mit eigenen Samen von den Früchten des letzten Jahres flutscht aber ganz gut. Werde ich demnächst in die Gewächshäuser pflanzen (müssen). Im Hochbeet werde ich nur Kräuterzeug und Salate einsetzen.
Freut mich zu hören, dass da etwas (hoffentlich nicht nur) für deinen ;) ) Geschmack dabei war. Nachschub ist jederzeit möglich. Ich war mit Einwecken / Einmachen / Saftmachen etc. schweinemäßig fleißig Letztes Jahr. Ungefähr Stufe 10.

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Für mich klingt das nach Quinten .....nicht ot zu kriegen das Zeug :)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon JJazzGold » Mo 29. Apr 2019, 17:49

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(27 Apr 2019, 15:59)

Boah, ist da jemand fleißig. Ich bin der Faulix. Die Ansaat meiner Tomaten, Chilie und Spitzpaprika mit eigenen Samen von den Früchten des letzten Jahres flutscht aber ganz gut. Werde ich demnächst in die Gewächshäuser pflanzen (müssen). Im Hochbeet werde ich nur Kräuterzeug und Salate einsetzen.
Freut mich zu hören, dass da etwas (hoffentlich nicht nur) für deinen ;) ) Geschmack dabei war. Nachschub ist jederzeit möglich. Ich war mit Einwecken / Einmachen / Saftmachen etc. schweinemäßig fleißig Letztes Jahr. Ungefähr Stufe 10.

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Freut mich sehr, dass es dir geschmeckt hat, im Herbst gibt es Nachschub. ;) Die Zwetschge hat es geschafft, ihre Blüten erst nach den letzten Nachtfrösten auszufahren.

Da ist Vieles nicht nur für meinen Geschmack dabei. Sehr lecker auch die Tomatenessenz. Die habe ich mit Tomatenwürfelchen Käseklößchen als Entrée in Capuccinotässchen serviert.

Ich würde ja gerne im Garten weiterarbeiten, aber jetzt ist wieder kalt und es regnet. Wobei wir den Regen sehr gut gebrauchen können. Spontan hatte ich einige Stauden, Sommerblüher, gekauft, deren Heimat ist jetzt erst einmal das Gewächshaus. Die Dahlien und Begonien treiben drinnen auf der Fensterbank vor sich hin. So ein beheizbares, kleines Anzuchthaus ist nicht schlecht, Paprika- und Tomatensämlinge scheinen es zu genießen. Ich finde warme Füße auch klasse. :)
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 3. Mai 2019, 17:37

JJazzGold hat geschrieben:(29 Apr 2019, 17:49)Freut mich sehr, dass es dir geschmeckt hat, im Herbst gibt es Nachschub.

Das Powidl ist aus. Aber vom Johannisbeergelee habe ich noch was. Das wird gegen Angriffe von aussen mit Zähnen und Klauen verteidigt. Ich biete als Alternative dann immer zur gütlichen Einigung entweder Bärlauch-Pesto, Zimt-Kardamon-Walderdbeermarmelade oder Zwetschgenmarmelade "da Eulenwölfchen" an. Meistens funktioniert das, aber Frauen können mitunter auch extrem uneinsichtig sein... :D

JJazzGold hat geschrieben:Die Zwetschge hat es geschafft, ihre Blüten erst nach den letzten Nachtfrösten auszufahren.

Bei mir hat der Zwetschgenbaum enorm geblüht. Wenn das alles Früchte werden, waren die 160 kg Ertrag des letzten Jahres noch nicht das Ende...*dabei hatte sich das "Bäumchen" mit seinen prallvollen Ästen bis zur Grasnabe
gebogen. Die beiden Apfelbäume haben auch sehr stark geblüht**. Gibt hoffentlich wieder viel Saft...Ich liebe Apfel- und Zwetschgensaft.

JJazzGold hat geschrieben:Da ist Vieles nicht nur für meinen Geschmack dabei. Sehr lecker auch die Tomatenessenz. Die habe ich mit Tomatenwürfelchen Käseklößchen als Entrée in Capuccinotässchen serviert.
Bei dem "klaren" Tomatensaft war ich selbst erstaunt, wie intensiv tomatig der Geschmack ist. Dein Rezept hört sich sehr lecker an. Da ist eine sehr fantasiereiche und breit aufgestellte Kochfachfrau am Werk...(Ich verdrücke mich lieber wieder in meine Amateurkombüse/ Eintopfhöhle).

JJazzGold hat geschrieben:So ein beheizbares, kleines Anzuchthaus ist nicht schlecht, Paprika- und Tomatensämlinge scheinen es zu genießen.

Ich ziehe die Samen immer in Quarkschalen, in die ich Löcher bohre und lasse sie dann in einem Zimmer mit ZH bei ca. 20° auf einem breiten Fensterbrett keimen. Das haut ganz gut hin und da ich grottenfaul bin, je Schale nur einen Samen einsetzte, spare ich mir durch die größeren Anzuchtschälchen Umtopfarbeit. Wenn die Pflanzen etwa 15 - 20cm groß sind, kommen Sie ins Gewächshaus, wo ich sie nur noch einbuddlen muss.
Früher hatte ich mir so kleines Anzuchtgraffel besorgt und musste dann Umtopfen wie blöd, weil diese winzigen Anzuchtnäpfchen bald zu klein sind. Aber selbst ein Gartendepp wie ich lernt mit der Zeit dazu... :cool:

JJazzGold hat geschrieben:Ich finde warme Füße auch klasse. :)

Da kann ich dir nur vollumfänglich zustimmen. Als ich mir letzten Monat eine Präzisionssteinsäge in meiner leider unbeheizten Werkstatt baute, hatte ich durchgehend Eisbeine und Hände wia "da Dod vo Oidäding". Dafür rochen sie schön nach Gewindeschneidöl und Bohrmilch. :D

Bist du mit deinem Hochbeet schon weiter gekommen oder ist dein "Lieferant" noch am Konstruieren? (Ich habe noch einen Satz Holzbohlen für ein Hochbeet 1x 2m übrig. Ist zwar nur lang abgelagertes Fichtenholz, aber eingeölt funkitioniert das auch. Da müssten nur noch die Ausklinkungen an den Ecken gesägt werden und die Löcher für die V2A-Gewindestangen gebohrt werden. Das könnte ich dir machen. Das ist nicht so wild. Verschlußplatten zum Öffnen der Türen (zum Entnehmen von Kompost habe ich auch noch...und Folie zum Einhängen, um das Holz gegen den Kompost zu schützen, und Mäusedrahtgitter für den Boden). Wenn du sowas willst, call me. Bezahlen könntest du das mit Powidl und Johannisbeergelee... :D - Das folienbespannte Dach aus Edelstahlrohr könnte ich dir aber erst machen, wenn ich mehr Zeit habe. Momentan nimmt mich mein Edelstahl-Holzkohle-Tischgrill voll in Anspruch. Aber den Sommer über ist für das Hochbeet eh kein Dach notwendig. Wie auch immer, wünsche Dir schöne und hoffentlich auch bald sonnige und warme Frühlings- und Sommertage im Garten. Auch wegen der Füße. ;)

**Nachtrag: Es soll ja dieses WE "verfrühte Eisheillige" geben lt. internetweiter Wetterfrösche. Hoffentlich hat die kalte Sophie wenigstens mit Bayern erbarmen und trollt sich über den Weisswurstäquator Richtung Norden. Die braven Bayern haben so ein "Blütenmassaker" (O-Ton J. Kacheldingsbumms) auch nicht verdient. Aber ein wenig zittere ich schon um meine Goldparmäne, die jetzt gerade voll blüht, als spätreifende, überaus feine, Lagerapfelsorte.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon JJazzGold » Mi 8. Mai 2019, 11:06

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(03 May 2019, 17:37)


Da kann ich dir nur vollumfänglich zustimmen. Als ich mir letzten Monat eine Präzisionssteinsäge in meiner leider unbeheizten Werkstatt baute, hatte ich durchgehend Eisbeine und Hände wia "da Dod vo Oidäding". Dafür rochen sie schön nach Gewindeschneidöl und Bohrmilch. :D

Bist du mit deinem Hochbeet schon weiter gekommen oder ist dein "Lieferant" noch am Konstruieren? (Ich habe noch einen Satz Holzbohlen für ein Hochbeet 1x 2m übrig. Ist zwar nur lang abgelagertes Fichtenholz, aber eingeölt funkitioniert das auch. Da müssten nur noch die Ausklinkungen an den Ecken gesägt werden und die Löcher für die V2A-Gewindestangen gebohrt werden. Das könnte ich dir machen. Das ist nicht so wild. Verschlußplatten zum Öffnen der Türen (zum Entnehmen von Kompost habe ich auch noch...und Folie zum Einhängen, um das Holz gegen den Kompost zu schützen, und Mäusedrahtgitter für den Boden). Wenn du sowas willst, call me. Bezahlen könntest du das mit Powidl und Johannisbeergelee... :D - Das folienbespannte Dach aus Edelstahlrohr könnte ich dir aber erst machen, wenn ich mehr Zeit habe. Momentan nimmt mich mein Edelstahl-Holzkohle-Tischgrill voll in Anspruch. Aber den Sommer über ist für das Hochbeet eh kein Dach notwendig. Wie auch immer, wünsche Dir schöne und hoffentlich auch bald sonnige und warme Frühlings- und Sommertage im Garten. Auch wegen der Füße. ;)

**Nachtrag: Es soll ja dieses WE "verfrühte Eisheillige" geben lt. internetweiter Wetterfrösche. Hoffentlich hat die kalte Sophie wenigstens mit Bayern erbarmen und trollt sich über den Weisswurstäquator Richtung Norden. Die braven Bayern haben so ein "Blütenmassaker" (O-Ton J. Kacheldingsbumms) auch nicht verdient. Aber ein wenig zittere ich schon um meine Goldparmäne, die jetzt gerade voll blüht, als spätreifende, überaus feine, Lagerapfelsorte.


Ich hatte es fast befürchtet, Nein, nicht von dir, sondern von meinem “Handwerker mit den zwei linken Händen.“ Die Idee des Selbstbauens fruchtete nicht wirklich. Der Kompromissvorschlag gipfelte in, “das kann man doch auch fertig kaufen“. :D Mein Vorschlag, das als gemeinsames Projekt anzugehen (in unserer Partnerschaft bin ich diejenige mit Werkbank und Werkzeugkasten ;) ) endete mit dem schmunzelnden Eingständnis, “wie lange kennst du mich schon, du weißt doch, dass handwerken und ich zwei Galaxien sind, die nie aufeinander treffen werden.“ Wo er recht hat, werde ich ihm nicht widersprechen. :)

Also werde ich das Hochbeet erst einmal verschieben, bis der Rosensitz, die Halbschattenlaube, die geplanten Beete, etc. fertig sind.
Deine Pläne habe ich ausgedruckt und in meinem Garten Ordner abgeheftet. Kommt Zeit, kommt Hochbeet.

Nachdem die vorzeitigen Eisheiligen vorbei sind, kann ich endlich alles Vorgezogene und vorzeitig Gekaufte nach draußen und in Gewächshaus, Beete und Töpfe bringen. Darauf vertrauend, dass dies tatsächlich schon die Eisheiligen waren. Die Obstbäume scheinen diese Phase gut überstanden zu haben und den Salat irritiert offensichtlich nichts, dieses Jahr nicht einmal Schnecken. Was auch am Igel liegen könnte, der es seit letztem Herbst vorzieht, bei uns im Garten zu wohnen. Nachdem ich ohnehin Grasnarben abstechen musste, habe ich daraus unter den Koniferen ein Igel-Hügelhaus gebaut, aber ob er dies bezogen hat, konnte ich noch nicht herausfinden. Die Kackspuren weisen aber darauf hin, dass er noch da ist. ;) Hoffentlich bleibt er.

Hast du Erfahrung mit Topinambur? Wir essen ihn gerne, weshalb ich ihne selbst anbauen möchte. Allerdings habe ich gelesen, dass er dazu neigt, sich im ganzen Garten auszubreiten. Jetzt frage ich mich, ob ich ihn auch in einem eingegrabenen, großen Kübel halten kann? Auch hier geht wahrscheinlich probieren wieder über studieren.

So, dann werde ich mich mal wieder in den Garten an den Rosensitz begeben, allmählich nimmt er die Gestalt an, die ich mir vorgestellt habe.

Ach so, noch ein Schmunzeln am Rande. Zu Ostern bekam ich ein gewünschtes Kochbuch. Um etliche Gerichte nachkochen zu können, benötige ich Zatar, ein Gewürz, welches lt. Kochbuch auf Ysop basiert. Gelesen - gekauft. Bei der Suche nach der Gewürzzusammrnstellung stellte sich heraus, dass Zatar auf einer Art wildem Thymian basiert und nicht, wie oft fälschlicherweise angegeben auf Ysop. :) :s :) Nachdem ich keine Pflanze wegwerfe, muss ich mir jetzt für die Verwendung von Ysop etwas dinfallen lassen. Na ja, das Currykraut schaue ich ja auch nur an. ;)

Schönen Tag noch, Wölfchen, und warme Füsse. :)





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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 8. Mai 2019, 13:31

JJazzGold hat geschrieben:(08 May 2019, 11:06)



Hast du Erfahrung mit Topinambur? Wir essen ihn gerne, weshalb ich ihne selbst anbauen möchte. Allerdings habe ich gelesen, dass er dazu neigt, sich im ganzen Garten auszubreiten. Jetzt frage ich mich, ob ich ihn auch in einem eingegrabenen, großen Kübel halten kann? Auch hier geht wahrscheinlich probieren wieder über studieren.

So, dann werde ich mich mal wieder in den Garten an den Rosensitz begeben, allmählich nimmt er die Gestalt an, die ich mir vorgestellt habe.

Ach so, noch ein Schmunzeln am Rande. Zu Ostern bekam ich ein gewünschtes Kochbuch. Um etliche Gerichte nachkochen zu können, benötige ich Zatar, ein Gewürz, welches lt. Kochbuch auf Ysop basiert. Gelesen - gekauft. Bei der Suche nach der Gewürzzusammrnstellung stellte sich heraus, dass Zatar auf einer Art wildem Thymian basiert und nicht, wie oft fälschlicherweise angegeben auf Ysop. :) :s :) Nachdem ich keine Pflanze wegwerfe, muss ich mir jetzt für die Verwendung von Ysop etwas dinfallen lassen. Na ja, das Currykraut schaue ich ja auch nur an. ;)

Schönen Tag noch, Wölfchen, und warme Füsse. :)


Topinambur? - Nein, keine Erfahrung. *mi dispiace - Du schwebst ja in Kochkunst- und Gewürzregionen, wo ein einfaches, bayr. Landkind nicht einmal mit dem Finger auf der Landkarte hinkömmt. Ich jodle ja schon, weil mir der Gärtner meines Vertrauens Sauerampfer, Borretsch und Pimpinelle zum Anpflanzen besorgt. Ich will endlich mal wieder echte "grie Soß'" _ *hessenneidig wie ich da bin. :D

Ansonsten kann ich nur noch mit Cocktail-Minze "protzen". Mein Gärtner sagte mir allerdings, lieber in einem großen Kübel halten als in den Boden pflanzen. Unterwandert und wuchert alles ähnlich zu wie echte marrokanische Pfefferminze. Der Tee aus frischen Minzeblättern schmeckt zwar unglaublich gut, aber ich war höllenfroh, als ich die Minzekolonie aus dem Garten heraushatte.

Wenn Topinambur auch so ein subersives Zeug wie Minze oder gar Bambus ist, werde ich da allenfalls einen Kübelversuch wagen. Es gibt da ja so ein Pflanzkübelsystem, zwei in einem, mit dem man z.B. immer wieder Kartoffel frisch abernten kann und auch durch den inneren Gitterkübel sieht, wie groß die Knollen sind. Kennst du sowas? - Von der Idee her hört sich das gar nicht schlecht an. Angeblich kann man jede beliebige Kartoffelsorte damit anbauen und erhält bereits nach ca. 8 Wochen Kartorpeln zu essen...Hmm, ob das hinhaut *Zaweifel begleiten mir...

Es wird schon wärmer und ich habe jetzt wasserdichte Gummistiefel, eine Nummer größer für dicke Socken und eine Metzgerschürze. Selbst kaltes Wasser beim Herumbritscheln mit der Steinsäge halten den Buben nun warm und trocken. Ausserdem scheint die kalte Sophie Erbarmen zu haben und sich von der wärmeren Seite zu zeigen. Und dann beginnt eh der warme Teil des Frühlings und ich kann mich leichter bekleiden. Sieht ja keine... :D

Ansonsten...chapeau Frau Gartendesignerin und viel Erfolg!
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon JJazzGold » Mi 8. Mai 2019, 14:21

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(08 May 2019, 13:31)

Topinambur? - Nein, keine Erfahrung. *mi dispiace - Du schwebst ja in Kochkunst- und Gewürzregionen, wo ein einfaches, bayr. Landkind nicht einmal mit dem Finger auf der Landkarte hinkömmt. Ich jodle ja schon, weil mir der Gärtner meines Vertrauens Sauerampfer, Borretsch und Pimpinelle zum Anpflanzen besorgt. Ich will endlich mal wieder echte "grie Soß'" _ *hessenneidig wie ich da bin. :D

Ansonsten kann ich nur noch mit Cocktail-Minze "protzen". Mein Gärtner sagte mir allerdings, lieber in einem großen Kübel halten als in den Boden pflanzen. Unterwandert und wuchert alles ähnlich zu wie echte marrokanische Pfefferminze. Der Tee aus frischen Minzeblättern schmeckt zwar unglaublich gut, aber ich war höllenfroh, als ich die Minzekolonie aus dem Garten heraushatte.

Wenn Topinambur auch so ein subersives Zeug wie Minze oder gar Bambus ist, werde ich da allenfalls einen Kübelversuch wagen. Es gibt da ja so ein Pflanzkübelsystem, zwei in einem, mit dem man z.B. immer wieder Kartoffel frisch abernten kann und auch durch den inneren Gitterkübel sieht, wie groß die Knollen sind. Kennst du sowas? - Von der Idee her hört sich das gar nicht schlecht an. Angeblich kann man jede beliebige Kartoffelsorte damit anbauen und erhält bereits nach ca. 8 Wochen Kartorpeln zu essen...Hmm, ob das hinhaut *Zaweifel begleiten mir...

Es wird schon wärmer und ich habe jetzt wasserdichte Gummistiefel, eine Nummer größer für dicke Socken und eine Metzgerschürze. Selbst kaltes Wasser beim Herumbritscheln mit der Steinsäge halten den Buben nun warm und trocken. Ausserdem scheint die kalte Sophie Erbarmen zu haben und sich von der wärmeren Seite zu zeigen. Und dann beginnt eh der warme Teil des Frühlings und ich kann mich leichter bekleiden. Sieht ja keine... :D

Ansonsten...chapeau Frau Gartendesignerin und viel Erfolg!


Jetzt regnet es. :mad:
Ich weiß, ich weiß, wir brauchen dringend Regen, aber muss es gerade heute sein, wo ich so schön Zeit für den Garten habe? Nächste Woche kann es meinetwegen gerne 24/7 regnen.

Ach ja, grie Soß, seufz, was habe ich die vermisst! Bekommt man in Hessen im Frühjahr an jeder Straßenecke, wenn nicht fertig, dann die Kräuterbuschen zum selbst herstellen, und in Bayern - nada, niente, not have, not can do. Weshalb ich dieses Jahr beim Osterbesuch in Hessen um eine große Schüssel grieh Soß gebeten habe, die ich dann zwar nicht, wie traditionell üblich am Gründonnerstag bekam, aber am Karfreitag. :) Normalerweise habe ich sie selbst gemacht, aber dazu fehlen mir noch ein paar Kräuter, weshalb ich fertige mitgebracht und für Freunde ein grieh Soß Essen gemacht habe. Kam sehr gut an. Grübel, ich sollte es dir nachmachen und mein Kräuterbeet um Platz und die dazu benötigten Kräuter erweitern.

Über den Kübel habe ich gelesen, ausprobiert habe ich ich ihn noch nicht. Nachdem ich in Hessen Kübelgärtnerei betreiben musste, bin ich froh, hier viel Erde zur Verfügung zu haben, in die ich alles pflanzen kann. Aber präventives Vertrauen bringe ich dem Topinambur nicht entgegen. Hinterher habe ich den ganzen Garten voll. ;) Ich werd's mal mit dem Kübel probieren.
Allerdings habe ich Erfahrung, ein wenig, mit Kartoffeln im normalen Kübel. In meiner Begeisterung Bamberger Hörnchen zu bekommen, hatte ich etwas üppig zugegriffen und prompt trieben die letzten kräftig aus. Ich kann ja nichts wegwerfen, also habe ich meinen großen schwarzen Kompostkübel geleert und die Hörnchen dort eingesetzt. Das ging wunderbar, im Herbst hatte ich eine ordentliche Ladung Bamberger Hörnchen. :) Probier das ruhig aus, es ist ein schönes Erfolgserlebnis, eigene Kartoffeln zu ernten und zu essen.

Gute Idee, Gummistiefel, die muss ich auch noch irgendwo rumstehen haben. Ich habe sie definitiv mit umgezogen. Zweimal getragen, weil in Venedig das Wasser stieg und wir es machten, wie die Venezianer. Wir kauften und trugen Gummistiefel. War ja ganz witzig und dauerte nur anderthalb Tage, dann war das Wasser wieder weg, aber ich dachte, ich bekomme meine Füße nie mehr warm, obwohl ich schon zwei Paar Socken in den Stiefeln trug. Am liebsten hätte ich mir den heißen Kaffee in die Stiefel gekippt, statt hinter die Maske. Aber zur Gartenarbeit müssten sie bei diesem Wetter optimal zu gebrauchen sein! :thumbup:

Ich geh mal auf die Suche. :)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Nudelholz » Mi 8. Mai 2019, 16:00

JJazzGold hat geschrieben:(08 May 2019, 11:06)
Hast du Erfahrung mit Topinambur? Wir essen ihn gerne, weshalb ich ihne selbst anbauen möchte. Allerdings habe ich gelesen, dass er dazu neigt, sich im ganzen Garten auszubreiten. Jetzt frage ich mich, ob ich ihn auch in einem eingegrabenen, großen Kübel halten kann? Auch hier geht wahrscheinlich probieren wieder über studieren.

Ich hatte Topinambur im Garten. Großmütterchen war auch ganz besorgt wegen unkrautartiger Ausbreitung.
Also bekam ich die Erlaubnis für 5 Pflanzen und ich würde ja schon sehen und sie hackt das dann nicht immer weg.

So schlimm war es dann aber gar nicht. Es breitet sich unterirdisch schon aus aber nicht so stark, dass man es nicht kontrollieren kann. Man sollte halt nicht gleich eine 50m lange Hecke davon pflanzen, wie die Großmutter damals.

Es kamen immer Triebe in der Nähe der alten Pflanzen hoch. Wenn man die 2-3x abgehackt hat, kamen sie nicht mehr und die Knolle verfaulte. Ist jetzt keine Ackerwinde.
Wer ein pflegeleichtes Gemüse sucht, ist mit Topinambur gut bedient. :thumbup:
Ich würde es nur nicht roh und mit Schale essen, das hatte bei mir einen durchschlagenden Erfolg. :|
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 8. Mai 2019, 16:14

JJazzGold hat geschrieben:(08 May 2019, 14:21)

Jetzt regnet es. :mad:
Ich weiß, ich weiß, wir brauchen dringend Regen, aber muss es gerade heute sein, wo ich so schön Zeit für den Garten habe? Nächste Woche kann es meinetwegen gerne 24/7 regnen.

Ach ja, grie Soß, seufz, was habe ich die vermisst! Bekommt man in Hessen im Frühjahr an jeder Straßenecke, wenn nicht fertig, dann die Kräuterbuschen zum selbst herstellen, und in Bayern - nada, niente, not have, not can do. Weshalb ich dieses Jahr beim Osterbesuch in Hessen um eine große Schüssel grieh Soß gebeten habe, die ich dann zwar nicht, wie traditionell üblich am Gründonnerstag bekam, aber am Karfreitag. :) Normalerweise habe ich sie selbst gemacht, aber dazu fehlen mir noch ein paar Kräuter, weshalb ich fertige mitgebracht und für Freunde ein grieh Soß Essen gemacht habe. Kam sehr gut an. Grübel, ich sollte es dir nachmachen und mein Kräuterbeet um Platz und die dazu benötigten Kräuter erweitern.

Über den Kübel habe ich gelesen, ausprobiert habe ich ich ihn noch nicht. Nachdem ich in Hessen Kübelgärtnerei betreiben musste, bin ich froh, hier viel Erde zur Verfügung zu haben, in die ich alles pflanzen kann. Aber präventives Vertrauen bringe ich dem Topinambur nicht entgegen. Hinterher habe ich den ganzen Garten voll. ;) Ich werd's mal mit dem Kübel probieren.
Allerdings habe ich Erfahrung, ein wenig, mit Kartoffeln im normalen Kübel. In meiner Begeisterung Bamberger Hörnchen zu bekommen, hatte ich etwas üppig zugegriffen und prompt trieben die letzten kräftig aus. Ich kann ja nichts wegwerfen, also habe ich meinen großen schwarzen Kompostkübel geleert und die Hörnchen dort eingesetzt. Das ging wunderbar, im Herbst hatte ich eine ordentliche Ladung Bamberger Hörnchen. :) Probier das ruhig aus, es ist ein schönes Erfolgserlebnis, eigene Kartoffeln zu ernten und zu essen.

Gute Idee, Gummistiefel, die muss ich auch noch irgendwo rumstehen haben. Ich habe sie definitiv mit umgezogen. Zweimal getragen, weil in Venedig das Wasser stieg und wir es machten, wie die Venezianer. Wir kauften und trugen Gummistiefel. War ja ganz witzig und dauerte nur anderthalb Tage, dann war das Wasser wieder weg, aber ich dachte, ich bekomme meine Füße nie mehr warm, obwohl ich schon zwei Paar Socken in den Stiefeln trug. Am liebsten hätte ich mir den heißen Kaffee in die Stiefel gekippt, statt hinter die Maske. Aber zur Gartenarbeit müssten sie bei diesem Wetter optimal zu gebrauchen sein! :thumbup:

Ich geh mal auf die Suche. :)


Bin grad am Erstellen der Computer-Etiketten für mein ganzes angesätes und angepflanztes Zeug.

Meine Gummibiefel habbsch im Fleischerei-Fachhandel/Versand gekauft. In weiss... Sind top und waren vergleichsweise günstig. Das Gummi"schürzerl" - (fast knöchellang) ist ein idealer Rundumspritzschutz für Wasser. Brauche ich beim Steinschneiden...

Kartoffeln hatte ich letztes Jahr schon selbst angebaut. Habe mir extra von einem niedersächsischn Bio-Betrieb Saatkartoffeln geleistet. Ich habe ja einige Freiflächen, wo ich Kartoffeln einsetzen kann. In schön angehäufelten Reihen.
Die beiden Sorten Salome und Annabelle gingen auch schnell auf und wuchsen prächtig. Nur der Ertrag war niederschmetternd gering. Obwohl ich mich genau an die Pflanzabstände, Vorkeimung usw. gehalten hatte, wie sie mir der Biohof mitgeteilt hatte. Vermutlich waren die Saatkartoffeln schon kurz vor dem Abnippeln, obwohl frühe Sorten. Egal. Kaufe ich nicht mehr. Sie waren nicht ganz billig und wenn man von 2,5 kg Saatgut nur annähernd die gleihe Menge Erntekartoffeln bekommt, setzt bei mir der Geiz- und Ablehnungsgedanke ein. Geschmeckt haben sie allerdings sehr gut.

Hatte vor Jahren auch mal Bamberger Hörnchen angepflanzt. Sie schmecken excellent. Es ist aber mühselig, die kleinen und wurstigen Dinger zu waschen und nach dem Kochen, zu schälen, finde ich.
Davon lasse ich die Finger.

Ich wollte es heuer mal mit den Sorten "Linda" (Klassiker),einer frühen Sorte "Goldmarie" und "Cilena" (Soll eine ausgezeichnet schmeckende sog. Heidekartoffel sein) probieren.

Welche Sorten verwendest du so oder kannst diese empfehlen. Ich mag am liebsten festkochende Sorten. Selbst für's Püree. Mir ist egal, ob da noch Kartoffelbröckerl drin sind. Im Gegenteil, ich find's sogar
schön.

So, jetzt habe ich dich genug vollgelabert, der Regen ist bei dir vielleicht auch abgedampft. Wünsche es dir jedenfalls! grüner :thumbup:
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 8. Mai 2019, 16:18

Nudelholz hat geschrieben:(08 May 2019, 16:00)
Ich würde es nur nicht roh und mit Schale essen, das hatte bei mir einen durchschlagenden Erfolg. :|

Shit happened, right? :D - Sorry.

Nudelholz hat geschrieben:(08 May 2019, 16:00)

Wer ein pflegeleichtes Gemüse sucht, ist mit Topinambur gut bedient. :thumbup:

Wie bereitet man topinambur zu? Oder wie kocht man die? - Genauso wie normale Kartoffeln?

Was heisst für Sie pflegeleicht? - Können Sie den Geschmack kurz beschreiben? Schmecken die süß(er) als Kartoffeln,
oder ist es eher umgekehrt, in etwa wie zwischen Speise- und Kochbananen ?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Nudelholz » Mi 8. Mai 2019, 16:33

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(08 May 2019, 16:18)

Shit happened, right? :D - Sorry.


Wie bereitet man topinambur zu? Oder wie kocht man die? - Genauso wie normale Kartoffeln?

Was heisst für Sie pflegeleicht? - Können Sie den Geschmack kurz beschreiben? Schmecken die süß(er) als Kartoffeln,
oder ist es eher umgekehrt, in etwa wie zwischen Speise- und Kochbananen ?

Also zuerst, wenn man die Knollen immer erntet, breitet es sich natürlich auch kaum aus. Da man immer mal eine Knolle übersieht, treibt die wieder aus.

Man kann sie roh und geschält essen. Die Süße hängt, meiner Erfahrung nach, davon ab, wann man sie erntet. Je später, desto süßer sind die Knollen. Sie schmecken dann wie eine Mischung aus Kohlrabi und Möhre, ohne Schärfe. Die Knollen, die ich früher geerntet habe, schmeckten nicht so toll, eher leicht muffig und halt gar nicht süß. Leider habe ich auch nur 3 Jahre Erfahrung sammeln können.

Die Knolle ist ja sehr unförmig und daher ist es kein Spaß, sie zu schälen.
Kochdauer ist etwa 10 Minuten, wenn ich mich recht entsinne. Sie hat eher die Konsistenz wie das Fleisch einer Paprika, nur nicht so saftig, eher trocken aber nicht so hart und schwer wie Kohlrabi oder Kartoffel. Man kann sie leicht eindrücken und auch brechen. Daher gart sie recht schnell.
Man kann sie nicht mit Kartoffeln vergleichen, eher mit Rettich oder Möhre.
Ist auf jeden Fall ein interessantes Gemüse, man braucht sich nicht drum kümmern, nur ernten.
Ich habe Rösti daraus gebraten, später dann halb und halb gemischt mit Kartoffeln, das war sehr lecker.
Man konne sie recht gut raspeln und braten, da das Fleisch nicht sooo wässrig war.

Einfach mal ausprobieren, meine Oma hat ihre Hecke aus Topinambur damals auch wieder wegbekommen, wenn auch mit Fluchen und Buddeln. :D
Ist natürlich klar, wenn man gar nicht weiß, dass man die Knollen essen kann und immer in der Erde läßt, dass dann überall Triebe hochkommen. :D
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon JJazzGold » Mi 8. Mai 2019, 18:43

Nudelholz hat geschrieben:(08 May 2019, 16:00)

Ich hatte Topinambur im Garten. Großmütterchen war auch ganz besorgt wegen unkrautartiger Ausbreitung.
Also bekam ich die Erlaubnis für 5 Pflanzen und ich würde ja schon sehen und sie hackt das dann nicht immer weg.

So schlimm war es dann aber gar nicht. Es breitet sich unterirdisch schon aus aber nicht so stark, dass man es nicht kontrollieren kann. Man sollte halt nicht gleich eine 50m lange Hecke davon pflanzen, wie die Großmutter damals.

Es kamen immer Triebe in der Nähe der alten Pflanzen hoch. Wenn man die 2-3x abgehackt hat, kamen sie nicht mehr und die Knolle verfaulte. Ist jetzt keine Ackerwinde.
Wer ein pflegeleichtes Gemüse sucht, ist mit Topinambur gut bedient. :thumbup:
Ich würde es nur nicht roh und mit Schale essen, das hatte bei mir einen durchschlagenden Erfolg. :|


Super, danke!

Dann probiere ich es doch direkt im Boden. Vielleicht erst mal mit zwei bis drei Pflanzen, bis ich weiß, wie ich damit umgehen muss.
Topinambur habe ich das erste Mal auf dem Bauernmarkt in Sarajewo entdeckt. Reichlich Verständigungsprobleme verhinderten, dass ich begriff, wie die Knolle heisst. Nachdem der mich begleitende Freund das auch nicht übersetzen konnte, nur die verschiedenen Zubereitungsmöglichkeiten übersetzen konnte, haben wir einfach eine Tüte gekauft und mit zu seiner Mutter genommen. Die wusste, was es ist und hat sie uns ähnlich wie Bratkartoffeln zubereitet und sie roh, aber geschält ;) , in einen Salat geraspelt. Seitdem bin ich ein Fan von Topinambur und habe inzwischen auch herausgefunden, dass die Knolle in Deutschland auch Diabetikerknolle heisst, weil sie viel Inulin enthält, oder Indianerkartoffel und durch die Kartoffel verdrängt würde. Ich mag den etwas süßlichen Geschmack sehr gerne.
In Hessen bekam ich problemlos Topinambur, sogar beim Discounter. Hier bekomme ich ihn nur im Feinkost Bioladen, mit entsprechend hohem Preis. Jetzt baue ich ihn einfach selber an. :)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon JJazzGold » Mi 8. Mai 2019, 18:54

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(08 May 2019, 16:14)

Bin grad am Erstellen der Computer-Etiketten für mein ganzes angesätes und angepflanztes Zeug.

Meine Gummibiefel habbsch im Fleischerei-Fachhandel/Versand gekauft. In weiss... Sind top und waren vergleichsweise günstig. Das Gummi"schürzerl" - (fast knöchellang) ist ein idealer Rundumspritzschutz für Wasser. Brauche ich beim Steinschneiden...

Kartoffeln hatte ich letztes Jahr schon selbst angebaut. Habe mir extra von einem niedersächsischn Bio-Betrieb Saatkartoffeln geleistet. Ich habe ja einige Freiflächen, wo ich Kartoffeln einsetzen kann. In schön angehäufelten Reihen.
Die beiden Sorten Salome und Annabelle gingen auch schnell auf und wuchsen prächtig. Nur der Ertrag war niederschmetternd gering. Obwohl ich mich genau an die Pflanzabstände, Vorkeimung usw. gehalten hatte, wie sie mir der Biohof mitgeteilt hatte. Vermutlich waren die Saatkartoffeln schon kurz vor dem Abnippeln, obwohl frühe Sorten. Egal. Kaufe ich nicht mehr. Sie waren nicht ganz billig und wenn man von 2,5 kg Saatgut nur annähernd die gleihe Menge Erntekartoffeln bekommt, setzt bei mir der Geiz- und Ablehnungsgedanke ein. Geschmeckt haben sie allerdings sehr gut.

Hatte vor Jahren auch mal Bamberger Hörnchen angepflanzt. Sie schmecken excellent. Es ist aber mühselig, die kleinen und wurstigen Dinger zu waschen und nach dem Kochen, zu schälen, finde ich.
Davon lasse ich die Finger.

Ich wollte es heuer mal mit den Sorten "Linda" (Klassiker),einer frühen Sorte "Goldmarie" und "Cilena" (Soll eine ausgezeichnet schmeckende sog. Heidekartoffel sein) probieren.

Welche Sorten verwendest du so oder kannst diese empfehlen. Ich mag am liebsten festkochende Sorten. Selbst für's Püree. Mir ist egal, ob da noch Kartoffelbröckerl drin sind. Im Gegenteil, ich find's sogar
schön.

So, jetzt habe ich dich genug vollgelabert, der Regen ist bei dir vielleicht auch abgedampft. Wünsche es dir jedenfalls! grüner :thumbup:


Bisher habe ich nur einen Versuch gewagt und das waren die Bamberger Hörnchen. Eher der Not gehorchend, als der Tugend. ;)
Kartoffelanbau werde ich nicht ins Auge fassen, auch wenn ich hier sehr viel mehr Gartenfläche habe, als in Hessen, für einen Kartoffelacker reicht es dann doch nicht.

Die Gummistiefel habe ich gefunden. :thumbup:
Inzwischen habe ich auch eine Ackerrundfahrt unternommen und schöne Feldsteine zur Einfassung meines Kräuterbeets gefunden. Aber verteilt werden sie erst morgen, da es schon wieder regnet. Jetzt lege ich die Füsse hoch. :)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 9. Mai 2019, 08:20

Nudelholz hat geschrieben:(08 May 2019, 16:33)

Also zuerst, wenn man die Knollen immer erntet, breitet es sich natürlich auch kaum aus. Da man immer mal eine Knolle übersieht, treibt die wieder aus.

Man kann sie roh und geschält essen. Die Süße hängt, meiner Erfahrung nach, davon ab, wann man sie erntet. Je später, desto süßer sind die Knollen. Sie schmecken dann wie eine Mischung aus Kohlrabi und Möhre, ohne Schärfe. Die Knollen, die ich früher geerntet habe, schmeckten nicht so toll, eher leicht muffig und halt gar nicht süß. Leider habe ich auch nur 3 Jahre Erfahrung sammeln können.

Die Knolle ist ja sehr unförmig und daher ist es kein Spaß, sie zu schälen.
Kochdauer ist etwa 10 Minuten, wenn ich mich recht entsinne. Sie hat eher die Konsistenz wie das Fleisch einer Paprika, nur nicht so saftig, eher trocken aber nicht so hart und schwer wie Kohlrabi oder Kartoffel. Man kann sie leicht eindrücken und auch brechen. Daher gart sie recht schnell.
Man kann sie nicht mit Kartoffeln vergleichen, eher mit Rettich oder Möhre.
Ist auf jeden Fall ein interessantes Gemüse, man braucht sich nicht drum kümmern, nur ernten.
Ich habe Rösti daraus gebraten, später dann halb und halb gemischt mit Kartoffeln, das war sehr lecker.
Man konne sie recht gut raspeln und braten, da das Fleisch nicht sooo wässrig war.

Einfach mal ausprobieren, meine Oma hat ihre Hecke aus Topinambur damals auch wieder wegbekommen, wenn auch mit Fluchen und Buddeln. :D
Ist natürlich klar, wenn man gar nicht weiß, dass man die Knollen essen kann und immer in der Erde läßt, dass dann überall Triebe hochkommen. :D


Vielen Dank für die Mühe und ihre interessante Antwort aus der Praxis. Einerseits macht es mich neugierig, aber andererseits muss ich mir noch überlegen, ob ich mir
so eine sonnenblumenartige Knollenpflanze in den Garten hole. Und hernach dann wie Ihre Oma fluche, sie wieder rauszubekommen.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Nudelholz » Do 9. Mai 2019, 20:03

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(09 May 2019, 08:20)

Vielen Dank für die Mühe und ihre interessante Antwort aus der Praxis. Einerseits macht es mich neugierig, aber andererseits muss ich mir noch überlegen, ob ich mir
so eine sonnenblumenartige Knollenpflanze in den Garten hole. Und hernach dann wie Ihre Oma fluche, sie wieder rauszubekommen.

:thumbup:

Also meine Oma hatte so ca. 50m in ihren Schrebergarten gepflanzt, als Sichtschutz zum Nachbarn gedacht. Dass das außer Kontrolle gerät, ist ja klar. Sie hatte sich beim Buddeln noch gewundert, dass da plötzlich so viele Knollen in der Erde waren. Tatsächlich wußten auch ihre Gartennachbarn nicht, dass es essbares Gemüse war. In einer Schrebergartenkolonie. :D
Mit fünf Pflanzen passiert schon nichts, man sieht deutlich, wenn ein Trieb hochkommt. Im Kompst dann dasselbe, hab ein paar mal mit dem Spaten die Triebe zerstochen, dann war Ruhe. Es kamen im Folgejahr auch keine Topinambur im Kartoffelfeld hoch, wo ich den Kompost untermischte. Da fliegt ganz anderes Zeug rum und geht überall auf. :dead:
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Misterfritz » Di 14. Mai 2019, 20:24

Ich muss neuerdings den Rasen mähen (früher hat das die verstorbene Vermieterin gemacht, dann der Erbe - aber er macht es nicht mehr und irgendwann hätte ich mit 'nem Mähdrescher oder so durchgemusst :D ).
Jedenfalls habe ich mir das Teil https://www.amazon.de/Einhell-Elektro-R ... op?ie=UTF8 gekauft.
Ich glaube ja nicht immer an diese Rezensionen, wollte aber auch nicht viel Geld ausgeben.
Aber, was soll ich sagen: Der Bewuchs war stellenweise ca. 40 cm hoch, Disteln mit drin und so weiter, der Mäher hat das klaglos und ordentlich gekürzt :cool:
Kabeltrommel werde ich noch brauchen, ich komme so ned überall hin.

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