Sammelstrang Kriminalität

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CaptainJack

Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon CaptainJack » So 31. Dez 2017, 17:27

zollagent hat geschrieben:(31 Dec 2017, 17:12)

Allein deine Einzelfallthese bedürfte eines gerichtsfesten Beweises. Und damit wäre die Sache auch schon wieder vom Tisch. Denn anders als die in den sozialen Medien täglich anzutreffenden Behauptungen von "täglichen Vergewaltigungen, Messerstechereien und Überfällen durch Migranten" findet das in erster Linie im Kopf der Behaupter statt. Genau wie "der Skandal", den so Einige hier gerne hätten und der nichts weiter als Stimmungsmache ist.
Leider wird das meiste nur regional thematisiert. Die Links sind alle vorhanden ... dir würde schwarz vor Augen!
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon Sextus Ironicus » So 31. Dez 2017, 17:30

Woppadaq hat geschrieben:(31 Dec 2017, 16:41)

Tja, damit hast du dich nun als Rechter verraten. Wenn du ein Land mit hoher Immigration mit einem Land mit kaum existenter Immigration vergleichst, sagst du recht deutlich, dass du das blosse Vorhandensein von Migranten als das Problem siehst - und nicht etwa ihre Radikalisierung, und inwiefern der Staat darauf reagiert.

Wenn du wenigstens Deutschland als Beispiel genommen hättest, wo derartige Attentate bisher auch nicht stattfanden, trotz WEITAUS höherer Immigration....tja, Pech für dich.


Zwischenfrage, die halt etwas Off topic ist, aber trotzdem hier sinnvoll zu stellen ist:

Findest du eine Floskel wie "jemand verrät sich als x" nicht etwas wie aus "Das Leben der anderen"? Denn im Zusammenhang mit deinem letzten Satz folgt ja daraus, dass ein so Entlarvter nun außerhalb der herrschenden oder gewünschten Ordnung steht. So, wie der eine das private Leben der anderen auf etwas Verräterisches belauscht, so liest der andere nur, um das zu suchen, was jemanden verrät? Irgendwie scheint das Entlarven auch am Vorabend der Fünfzigjahrfeier für 68 nach wie vor en vogue. Man spricht über ein Thema, und wusch fährt die Spanische Inquisition in den Thread, nur nicht ganz so lustig wie seinerzeit bei Monthy Python. Und ist jetzt alles falsch, was der entlarvte User sagt und alle anderen, die nicht seiner Meinung sind, haben Recht?
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon zollagent » So 31. Dez 2017, 17:33

CaptainJack hat geschrieben:(31 Dec 2017, 17:04)

Wie gesagt, solange so harter Tobak nur auf deinem allseits bekannten Geschwätz beruht, bist du für mich nicht mehr tragbar.

Du mußt mich auch nicht tragen, ich bin wahrscheinlich ein paar Pfund zu schwer für dich. :D Und du wohl auch ein bißchen zu sehr ideologisiert, um Dinge, die schon vor der großen Flüchtlingswelle in Deutschland schon fast wieder salonfähig waren (man denke an die vielfältigen Judenwitze) als einfach nicht geschehen hinzustellen. Meinst du vielleicht, diejenigen, die schon davor diese Dinge geäußert haben, hätten heute ihre Meinung geändert? Mein Rat an dich gilt weiter.
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon zollagent » So 31. Dez 2017, 17:37

Keoma hat geschrieben:(31 Dec 2017, 17:24)

Ich nehme allerdings nicht an, dass es ohne AfD keine Antisemiten im Parlament gäbe.
Obwohl, zugegeben, jeder einer zu viel ist.

Selbst wenn es da dann Antisemiten gibt, dürfte das in keiner bisher im Bundestag vertretenen Partei Programm sein, sondern eher die individuelle Einstellung von Abgeordneten.
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon zollagent » So 31. Dez 2017, 17:38

CaptainJack hat geschrieben:(31 Dec 2017, 17:27)

Leider wird das meiste nur regional thematisiert. Die Links sind alle vorhanden ... dir würde schwarz vor Augen!

Tausend Links über eine Tat beschreiben auch nur diese eine Tat, und nicht eine zwangsläufige Regel. Selbst dir wurde doch heute schon ein Link über etwas, was es für dich hier nicht gibt, präsentiert.
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon Keoma » So 31. Dez 2017, 17:40

zollagent hat geschrieben:(31 Dec 2017, 17:37)

Selbst wenn es da dann Antisemiten gibt, dürfte das in keiner bisher im Bundestag vertretenen Partei Programm sein, sondern eher die individuelle Einstellung von Abgeordneten.

Da bin ich uninformiert - Antisemitismus ist bei der AfD Parteiprogramm?
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon zollagent » So 31. Dez 2017, 17:41

Sextus Ironicus hat geschrieben:(31 Dec 2017, 17:30)

Zwischenfrage, die halt etwas Off topic ist, aber trotzdem hier sinnvoll zu stellen ist:

Findest du eine Floskel wie "jemand verrät sich als x" nicht etwas wie aus "Das Leben der anderen"? Denn im Zusammenhang mit deinem letzten Satz folgt ja daraus, dass ein so Entlarvter nun außerhalb der herrschenden oder gewünschten Ordnung steht. So, wie der eine das private Leben der anderen auf etwas Verräterisches belauscht, so liest der andere nur, um das zu suchen, was jemanden verrät? Irgendwie scheint das Entlarven auch am Vorabend der Fünfzigjahrfeier für 68 nach wie vor en vogue. Man spricht über ein Thema, und wusch fährt die Spanische Inquisition in den Thread, nur nicht ganz so lustig wie seinerzeit bei Monthy Python. Und ist jetzt alles falsch, was der entlarvte User sagt und alle anderen, die nicht seiner Meinung sind, haben Recht?

Und nun prüfe die Behauptungen über Muslime/Immigranten nach genau diesem Maßstab und sag mir, zu welchem Ergebnis zu kommst?
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon CaptainJack » So 31. Dez 2017, 17:42

zollagent hat geschrieben:(31 Dec 2017, 17:33)

Du mußt mich auch nicht tragen, ich bin wahrscheinlich ein paar Pfund zu schwer für dich. :D Und du wohl auch ein bißchen zu sehr ideologisiert, um Dinge, die schon vor der großen Flüchtlingswelle in Deutschland schon fast wieder salonfähig waren (man denke an die vielfältigen Judenwitze) als einfach nicht geschehen hinzustellen. Meinst du vielleicht, diejenigen, die schon davor diese Dinge geäußert haben, hätten heute ihre Meinung geändert? Mein Rat an dich gilt weiter.
Realitätsbezogenheit hat nichts mit Ideologie zu tun. Ich bin, im Gegenteil, derjenige, der vor Ideologie warnt, da sie abstumpft und völlig verklärt. Das Wimmern und Klagen kommt erst später!
zollagent hat geschrieben:Tausend Links über eine Tat beschreiben auch nur diese eine Tat, und nicht eine zwangsläufige Regel. Selbst dir wurde doch heute schon ein Link über etwas, was es für dich hier nicht gibt, präsentiert.
Unterschiedliche Taten!
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon zollagent » So 31. Dez 2017, 17:42

Keoma hat geschrieben:(31 Dec 2017, 17:40)

Da bin ich uninformiert - Antisemitismus ist bei der AfD Parteiprogramm?

Ich habe nichts über die AfD geschrieben, sondern etwas über die "Altparteien" ausgesagt. ;)
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon Woppadaq » So 31. Dez 2017, 17:42

Sextus Ironicus hat geschrieben:(31 Dec 2017, 17:30)

Zwischenfrage, die halt etwas Off topic ist, aber trotzdem hier sinnvoll zu stellen ist:

Findest du eine Floskel wie "jemand verrät sich als x" nicht etwas wie aus "Das Leben der anderen"? Denn im Zusammenhang mit deinem letzten Satz folgt ja daraus, dass ein so Entlarvter nun außerhalb der herrschenden oder gewünschten Ordnung steht. So, wie der eine das private Leben der anderen auf etwas Verräterisches belauscht, so liest der andere nur, um das zu suchen, was jemanden verrät? Irgendwie scheint das Entlarven auch am Vorabend der Fünfzigjahrfeier für 68 nach wie vor en vogue. Man spricht über ein Thema, und wusch fährt die Spanische Inquisition in den Thread, nur nicht ganz so lustig wie seinerzeit bei Monthy Python. Und ist jetzt alles falsch, was der entlarvte User sagt und alle anderen, die nicht seiner Meinung sind, haben Recht?


Nein, ich meine das eher in den Zusammenhang, das die meiste Rechten abstreiten, rechts zu sein. Das sogar als Beleidigung auffassen. Ich diskutiere schon gern sachlich über jedes Thema, und lass meistens aus, dem anderen seine Gesinnung vorzuwerfen - es sei denn er trägt sie zur Schau, und sei es nur auf derartig scheinheilige Weise.

Es gibt eine Art von Rechtssein im Sinne von "mehr Egoismus zulassen", die genug Feingefühl besitzt, um die Diskussion interessant zu halten. Bekennende Rechte haben das auch, selbst wenn diese mit bisweilen fragwürdigen Methoden ihre Gesinnung rechtfertigen. Unseren rechten Trollen hier geht das aber komplett ab, sie betteln aus mir unerklärlichen Gründen nur darum, vorgeführt zu werden.
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon zollagent » So 31. Dez 2017, 17:50

CaptainJack hat geschrieben:(31 Dec 2017, 17:42)

Realitätsbezogenheit hat nichts mit Ideologie zu tun. Ich bin, im Gegenteil, derjenige, der vor Ideologie warnt, da sie abstumpft und völlig verklärt. Das Wimmern und Klagen kommt erst später!
Unterschiedliche Taten!

1.2 Mio Immigranten und wie viele Taten? Laß mal deine Beziehungen zur Edlen Dame Mathematik spielen. Nur mal ein kleines Beispiel, wo es - gottseidank - nicht um Mord geht, aber was durchaus was über die übersensibilisierte Wahrnehmung aller Dingen bezüglich Muslimen/Migranten aussagt: In unserer Kreisstadt ist in der alten Bundeswehrkaserne eine Sammelunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet worden. Es waren ca. 650 Flüchtlinge dort untergebracht. Ein naher Verwandter von mir arbeitete dort beim BAMF, weswegen ich schon einen besseren Einblick in die Ereignisse hatte. In knapp 2 Jahren, so sagte er mir, gab es gerade mal drei Polizeieinsätze mit ernsterem Hintergrund, einer, bei der ein Flüchtling nach Alkoholgenuß austickte und sein Zimmer in Brand setzte und 2 Familienstreitigkeiten, die mit robusten Einsatz beendet werden mußten. In der Kreisstadt selber gab es in der fraglichen Zeit - nachlesbar jede Woche im Wochenblatt - fast jeden Monat so eine Familienstreitigkeit in deutschen Familien. Die Fälle, in denen ein Betrunkener randalierte und abgeführt werden mußte, noch praktisch jede Woche. Also nicht so viel anders, diese Rate. Wie wäre hier deine Wahrnehmung?
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon jack000 » So 31. Dez 2017, 17:52

zollagent hat geschrieben:(31 Dec 2017, 16:53)

Ich springe nun mal nicht über alle Stöckchen, die mir gewollt nichtsmehrwissenwollende Leute hinhalten. Für dich gibt es das nicht, weil es das schlichtweg nicht geben darf. Mindestens einen Link hat dir doch der Schnitter hier verlinkt. Mit anderen Worten, es gibt die Dinge, die es für dich nicht gibt. Einen guten Rutsch wünsche ich dir.

Wünsche ich dir ebenso ...
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon Ammianus » So 31. Dez 2017, 18:18

JFK hat geschrieben:(31 Dec 2017, 16:02)

Richtig.
Familie Islamophobe Rassisten werden sich irgendwann daran gewöhnen müssen.


Ja ja, "islamophobe", "Rassisten" - dümmliche Propagandasprache eines Julius Streicher würdig ...
CaptainJack

Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon CaptainJack » So 31. Dez 2017, 18:22

zollagent hat geschrieben:(31 Dec 2017, 17:50)

1.2 Mio Immigranten und wie viele Taten? Laß mal deine Beziehungen zur Edlen Dame Mathematik spielen. Nur mal ein kleines Beispiel, wo es - gottseidank - nicht um Mord geht, aber was durchaus was über die übersensibilisierte Wahrnehmung aller Dingen bezüglich Muslimen/Migranten aussagt: In unserer Kreisstadt ist in der alten Bundeswehrkaserne eine Sammelunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet worden. Es waren ca. 650 Flüchtlinge dort untergebracht. Ein naher Verwandter von mir arbeitete dort beim BAMF, weswegen ich schon einen besseren Einblick in die Ereignisse hatte. In knapp 2 Jahren, so sagte er mir, gab es gerade mal drei Polizeieinsätze mit ernsterem Hintergrund, einer, bei der ein Flüchtling nach Alkoholgenuß austickte und sein Zimmer in Brand setzte und 2 Familienstreitigkeiten, die mit robusten Einsatz beendet werden mußten. In der Kreisstadt selber gab es in der fraglichen Zeit - nachlesbar jede Woche im Wochenblatt - fast jeden Monat so eine Familienstreitigkeit in deutschen Familien. Die Fälle, in denen ein Betrunkener randalierte und abgeführt werden mußte, noch praktisch jede Woche. Also nicht so viel anders, diese Rate. Wie wäre hier deine Wahrnehmung?
Es geht um die Vielzahl aber auch um die brachiale Brutalität dieser Taten. Und falls du das nicht weißt ... die große Anzahl der Belästigungen werden nicht als Taten aufgeführt, ebensowenig die versuchten Taten. Außerdem können wir mit den neuen Techniken (Antanzen, Einkreisen usw.) absolut nichts anfangen.
Bitte nimm einfach zur Kenntnis, dass sich die psychisch empfundene Lebensqualität der meisten Deutschen entweder bewusst oder unbewusst deutlich zum Negativen verändert hat.
Jede neue Tat, Meldung usw. erzeugt inzwischen Frust, den wir ohne diese Leute nicht hätten.
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon Woppadaq » So 31. Dez 2017, 18:27

Ammianus hat geschrieben:(31 Dec 2017, 18:18)

Ja ja, "islamophobe", "Rassisten" - dümmliche Propagandasprache eines Julius Streicher würdig ...


Du meinst, Islamophobe und Rassisten gibt es nicht?
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon Woppadaq » So 31. Dez 2017, 18:28

CaptainJack hat geschrieben:(31 Dec 2017, 18:22)

Jede neue Tat, Meldung usw. erzeugt inzwischen Frust, den wir ohne diese Leute nicht hätten.


Deutsche und kein Frust haben? Das passt eigentlich nicht zusammen.
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon Julian » So 31. Dez 2017, 18:31

Woppadaq hat geschrieben:(31 Dec 2017, 16:02)

Wie kommst du darauf, wir hätten keine Erfahrung damit? Wir haben sie auch seit Jahrzehnten.


Ich habe doch spezifiziert, dass es mir um quantitativ bedeutende, langjährige Erfahrung mit arabischen Einwanderern geht. Diese hat Deutschland im Vergleich zu Frankreich nicht. Die Muslime, die über Jahrzehnte in großer Zahl nach Deutschland eingewandert sind, sind in aller Regel Türken, Kurden, Albaner und Bosnier.

Ja, es kamen auch Araber, aber relativ wenige, und diese gehörten ganz spezifischen Gruppen an. Da waren zum einen sehr gebildete Araber (Bsp.: Bassam Tibi), vergleichbar der iranischen Einwanderung, und zum anderen arabisch sprechende, sogenannte Bürgerkriegsflüchtlinge aus der Türkei, Syrien und dem Libanon, die seit den Achtzigerjahren insbesondere nach Berlin, Bremen und ins Ruhrgebiet eingewandert sind.

Quantitativ war das für Deutschland insgesamt nicht bedeutend. Aber schon mit den wenigen Bürgerkriegsflüchtlingen ist man komplett gescheitert - diese sind heute trotz ihrer geringen Zahl ganz vorn dabei bei organisierter Kriminalität, sind kaum in den deutschen Arbeitsmarkt integriert, und schotten sich von der Mehrheitsgesellschaft ab. Du kannst gerne mal nach Miri/ Bremen oder al-Zein/ Berlin googeln, um nachzuvollziehen, was ich hier schreibe.

Die aktuelle Einwanderung aus arabischen Ländern dagegen ist quantitativ bedeutend, aber wir haben noch keine zeitlich ausgedehnte Erfahrung damit.

Woppadaq hat geschrieben:(31 Dec 2017, 16:02)
Sie geht uns schon was an, aber wenn wir dort hin gucken, sehen wir auch eine ganze Reihe von Fehlern, die dort gemacht wurden - Fehler, die wir nicht gemacht haben, die von euch aber ständig als Fehler, als Bedrohungen, angesehen werden.

Wir haben die Ausländer nicht in Banlieues ghettoisiert - auch wenn das immer wieder mal so proletenhaft behauptet wird. Wir leben mit ihnen zusammen, ohne jegliche Stigmatisierung. Die Gegenden mit den einstmals grössten Ausländerkontingenten in Berlin - Kreuzberg, Neukölln, Wedding - sind die Gegenden mit den mittlerweile am stärksten steigenden Mieten. Viele wolen dorthin - weil es dort lebendiger ist als in den überdeutschten Gebieten.


Ja ja, die dummen Franzosen haben halt alles falsch gemacht mit den guten Muslimen! Genau wegen dieser Besserwisserei ist es wichtig, dass du den Unterschied zwischen Türken/ Kurden/ Bosniern/ Albanern auf der einen und Arabern auf der anderen Seite verstehst.

Frankreich hatte es mit ganz anderen Einwanderern zu tun! Und Frankreich mag einiges falsch gemacht haben, aber das meiste war vorbildlich im liberalen, einwanderungsfreundlichen Sinne: Die Einwanderer wurden in neuen Wohnungen untergebracht, denn auch, wenn du es nicht glaubst, die Banlieues waren auch einmal neu, schön und begehrt; sie sind erst durch das Verhalten der Bewohner zu dem geworden, was sie jetzt sind. Frankreich hat außerdem, in republikanischer Tradition, viel weniger Wert auf Abgrenzung als Deutschland gesetzt und ist, wie auch Belgien, viel großzügiger mit der Verleihung der Staatsbürgerschaft umgegangen.

Ereignisse wie die Silvesternacht und die Attentate in Berlin zeigen nun, dass wir es mit ganz anderen Leuten zu tun haben. Die große Gefahr ist, dass dieses Verhalten auf die restliche, auch nicht so gut integrierte muslimische Gemeinde übergreift.

Woppadaq hat geschrieben:(31 Dec 2017, 16:02)
Und was die angebliche jahrzehntelange Erfahrung mit muslimischen Einwanderen angeht: die hat Grossbritannien mit dem Pakistanis auch. Aber was besagt das schon? als bei uns in Wuppertal sich mal die "Scharia-Polizei" gezeigt hat, war das mal kurz ein Thema für ein paar Tage., und bald haben wieder alle halbwegs zueinander gefunden. In London gabs diese auch, und weitaus gewaltbereiter, und da haben sich dann die Rechten mit denen in einen "turf war" begeben, der nicht zur ruhe kommt.....und komischerwesie gerade den radikalen Muslims in die Hände spielt.

Deswegen ist für mich niemand rechts, wenn er Probleme anspricht. Es sei denn, seine Art, darüber zu reden, suggeriert mir rechte Sichtweisen, mit denen er diese Probleme zu lösen gedenkt. Und diese lehne ich schon aus purem Pragmatismus ab.


Jedes europäische Land hat eben Probleme mit seinen muslimischen Einwanderern. Das unterstreicht ja nur meinen Punkt: Dass dies zusammen mit den Roma die problematischste Einwanderergruppe in Europa ist, und dass dies nicht an den Gastländern, sondern an den Einwanderern selbst liegt. Und selbstverständlich gibt es Unterschiede zwischen den Einwanderergruppen; Deutschland hatte noch relatives Glück mit seinen Muslimen - aber offenbar möchte man nun ganz schnell aufholen und die französischen Vorstädte auch nach Deutschland holen.
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon Keoma » So 31. Dez 2017, 18:32

Woppadaq hat geschrieben:(31 Dec 2017, 18:27)

Du meinst, Islamophobe und Rassisten gibt es nicht?

Sicher, mindestens so viele wie islamophile Deppen.
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon CaptainJack » So 31. Dez 2017, 18:39

Woppadaq hat geschrieben:(31 Dec 2017, 18:28)

Deutsche und kein Frust haben? Das passt eigentlich nicht zusammen.
DIESEN Frust!
Guten Rutsch! .... an alle!
Woppadaq
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Re: Migranten-Kriminalität

Beitragvon Woppadaq » So 31. Dez 2017, 18:43

CaptainJack hat geschrieben:(31 Dec 2017, 18:39)

DIESEN Frust!


Wärs nich dieser Frust, wärs ein anderer.

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