Linke Gewalt in Connewitz

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odiug
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon odiug » Fr 8. Nov 2019, 13:09

McKnee hat geschrieben:(08 Nov 2019, 12:56)

Welche unrechtmäßige Polizeigewalt gibt es denn indem Zusammenhang?

Wobei es schon diabolisch ist politische Gewalt zu rechtfertigen, während man staatliche Gewalt beklagt.

Immerhin liegt das Gewaltmonopol beim Staat. Wenn dieser im Rahmen der Gesetze Gewalt anwendet, nennt man das Zwang. Wenn Extremisten Gewalt anwenden, nennt man es möglicherweise Terror.

Ich rechtfertige hier gar keine Gewalt.
Ich sagte ja: ich spiele Advocatus Diaboli, was dann auch bedeutet, ich nehme eine Position ein, die ich selbst nicht rechtfertigen kann.
Nur bin ich schon der Meinung, dass wenn der Staat sein Gewaltmonopol dazu gebraucht, die finanziellen Interessen von Immobilieneigentümern gegen die Interessen der ansässigen Bevölkerung durchzusetzen, dann sollte man das schon mal hinterfragen, ob das so wirklich in Ordnung ist, oder ob da nicht politische Entscheidungen getroffen wurden, die einfach falsch sind.
Und ich frage mich auch, ob ökonomische Gewalt in einer Diskussion wie dieser, so einfach negiert werden kann.
Denn die Verdrängung von ökonomisch Schwachen aus ihrer Lebensumwelt ist eine Form ökonomischer Gewalt, die in ihrer Brutalität durchaus mit der von Straßenrandahlen gleichgesetzt werden kann.
Wie gesagt: ich spiele hier Advocatus Diaboli.
Persönlich bin ich der Ansicht, es gibt bessere Formen des Protests gegen die Verdrängung als Straßenrandahle.
Setze ein paar artenbedrohte Eidechsen in einer Brachfläche aus und hol die Presse, dass die Bulldozer hier den Artenschutz bedrohen.
Ist zwar gemein ... aber verletz nur Brieftaschen und keine Menschen :p
Wobei ... und das muss auch mal gesagt werden: die Kreativen, die mit ihrer Arbeit heruntergekommene Viertel aufwerten, sind oft an ihrer Lage selbst schuld, weil sie ihre Arbeit nicht ökonomisch absichern.
Noch vor wenigen Jahren konnte man in Connewitz ganze Fabrikgebäude für ein Appel und ein Ei erwerben.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon jack000 » Fr 8. Nov 2019, 13:47

odiug hat geschrieben:(08 Nov 2019, 12:49)

Um mal den Grund dieser Randale in Leipzig anzusprechen und mal ein bisschen den Advocatus Diaboli zu spielen :
Die Mieten haben sich von 2008 bis 2018 mehr als verdoppelt, ebenso die Immobilienpreise.
Und es ist auch jedes mal das Gleiche: Künstler und Kreative ziehen in ein heruntergekommenes Viertel, bauen eine kulturelle und kreative Szene auf, die Hippster finden das geil und die Immobilienspekulanten kassieren ab und verdrängen genau jene, die diese Wertsteigerung mit ihrer Arbeit anstießen.
Das war in München Schwabing so, das war in Berlin Prenzlauerberg ebenso, dito in Frankfurt, das ist auch in Leipzig Connewitz nun so und selbst in Städten wie Augsburg ist das so.
Das alles firmiert unter dem beschönigenden Begriff:"kulturelle Zwischennutzung".
Die Leistung der Kreativen wird einfach mit Bulldozern beiseite geschoben, um die finanziellen Interessen von Immobilienfirmen mit Polizeigewalt durchzusetzen.

Es wurden keine Gebäude abgerissen, sondern die bestehenden saniert. Denn in dem Zustand in dem die waren, konnten die ja nun nicht bleiben:
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon McKnee » Fr 8. Nov 2019, 13:59

odiug hat geschrieben:(08 Nov 2019, 13:09)

Ich rechtfertige hier gar keine Gewalt.
Ich sagte ja: ich spiele Advocatus Diaboli, was dann auch bedeutet, ich nehme eine Position ein, die ich selbst nicht rechtfertigen kann.
Nur bin ich schon der Meinung, dass wenn der Staat sein Gewaltmonopol dazu gebraucht, die finanziellen Interessen von Immobilieneigentümern gegen die Interessen der ansässigen Bevölkerung durchzusetzen, dann sollte man das schon mal hinterfragen, ob das so wirklich in Ordnung ist, oder ob da nicht politische Entscheidungen getroffen wurden, die einfach falsch sind.
Und ich frage mich auch, ob ökonomische Gewalt in einer Diskussion wie dieser, so einfach negiert werden kann.
Denn die Verdrängung von ökonomisch Schwachen aus ihrer Lebensumwelt ist eine Form ökonomischer Gewalt, die in ihrer Brutalität durchaus mit der von Straßenrandahlen gleichgesetzt werden kann.
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Noch vor wenigen Jahren konnte man in Connewitz ganze Fabrikgebäude für ein Appel und ein Ei erwerben.


Ja, so habe ich es erstanden. Daher auch die provokante Gegenfrage, um auf die tatsächlich wiederholte Rechtfertigung für politisch orientierte Gewalt hinzuweisen.

Die Fragen werden mir im Zuge allgemeiner Empörung zu oft nicht gestellt.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 8. Nov 2019, 15:46

Nun hat man ja eine Soko Linx gegründet bzw. verstärkt.
Wer auf Straßenterror setzt, muss wissen, es gibt da ein Gegenargument, welches ebenfalls uniformiert ist. Will meinen, die Polizei kann da mithalten.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Alexyessin » Fr 8. Nov 2019, 19:33

jack000 hat geschrieben:(08 Nov 2019, 13:47)

Es wurden keine Gebäude abgerissen, sondern die bestehenden saniert. Denn in dem Zustand in dem die waren, konnten die ja nun nicht bleiben:


Das ist so nicht richtig. Es gibt viele Altbauten, die keine Sanierung brauchten und nur aus Gewinnzwecken saniert wurden. Hab ich in Plagwitz selbst gesehen.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon odiug » Fr 8. Nov 2019, 20:01

Alexyessin hat geschrieben:(08 Nov 2019, 19:33)

Das ist so nicht richtig. Es gibt viele Altbauten, die keine Sanierung brauchten und nur aus Gewinnzwecken saniert wurden. Hab ich in Plagwitz selbst gesehen.

Wobei in Leipzig der Markt an luxussanierten Altbauten schon mehr als gesättigt ist.
Leipzig erreicht erst jetzt wieder seine Einwohnerzahl vor dem Ende der DDR und liegt immernoch weit unter der Einwohnerzahl vor dem zweiten Weltkrieg.
Der Baubestand ist eigentlich noch immer zu groß.
Das ist gerade in Leipzig eine reine Spekulationsblase, gefüttert von niedrigen Zinsen und weil die Leute nicht mehr wissen wohin mit ihrem Geld.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon McKnee » Fr 8. Nov 2019, 20:06

odiug hat geschrieben:(08 Nov 2019, 19:54)
Das gesagt, halte ich friedlichen Widerstand gegen Gentrifizierung für legitim.


Hier liegt eines der Probleme. Der notwendige friedliche Widerstand und der gewalttätige gingen nebeneinander im Kampf vereint

Man rechtfertige Gewalt gegen Sachen und Polizisten und fand dafür Sympathie auch in der politischen Mitte.

Nun verselbstständigt sich die Gewalt, was man ohne die politische Naivität, die man lebte, hätte erkennen müssen.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Teeernte » Fr 8. Nov 2019, 20:13

McKnee hat geschrieben:(08 Nov 2019, 20:06)

Hier liegt eines der Probleme. Der notwendige friedliche Widerstand und der gewalttätige gingen nebeneinander im Kampf vereint

Man rechtfertige Gewalt gegen Sachen und Polizisten und fand dafür Sympathie auch in der politischen Mitte.

Nun verselbstständigt sich die Gewalt, was man ohne die politische Naivität, die man lebte, hätte erkennen müssen.


Was für ein Widerstand ?

Den gegen Mietzahlung ?

Oder den GEGEN Fremdes EIGENTUM ?

....der gegen frisch gestrichene Wand ?

...gegen FREMDE (Mit Geld...und Auto)
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon McKnee » Fr 8. Nov 2019, 20:15

Teeernte hat geschrieben:(08 Nov 2019, 20:13)

Was für ein Widerstand ?

Den gegen Mietzahlung ?

Oder den GEGEN Fremdes EIGENTUM ?

....der gegen frisch gestrichene Wand ?

...gegen FREMDE (Mit Geld...und Auto)


Widerstand
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon jack000 » Fr 8. Nov 2019, 20:17

Alexyessin hat geschrieben:(08 Nov 2019, 19:33)

Das ist so nicht richtig. Es gibt viele Altbauten, die keine Sanierung brauchten und nur aus Gewinnzwecken saniert wurden. Hab ich in Plagwitz selbst gesehen.

Nun, es stellt sich die Frage, warum in Leipzig immer gleich die Luxussanierung gewählt wurde:
https://www.google.com/maps/@51.343844, ... 312!8i6656

In Stuttgart selbst, sehen die Altbauten deutlich bescheidener aus:
https://www.google.com/maps/@48.7817212 ... 312!8i6656
Ich wüsste nicht, wo es in Stuttgart auch so top sanierte Altbauen gibt wie sie in Leipzig Strassenweise zu finden sind.

M.E. liegt das aber daran, dass eine Sanierung in Stuttgart nach und nach stattgefunden hat (mal neue Fenster, mal ein neues Bad, etc...) während in Leipzig da halt gleich tabula rasa gemacht wurde.
=> Das löst nachvollziehbar entsprechende Konflikte aus, da Teilsanierungen für Mieter eher noch verkraftbar sind als Komplettsanierungen und somit diese ein letztendliches Vertreiben aus der Wohnung zur Folge hat.

Ich kenne zwar nicht Leipzig, aber Berlin Prenzlauer Berg (Vor 20 Jahren) und da habe ich mal für ein paar Tage in so einer Ruine gewohnt und da konnte nichts mehr so bleiben wie es war. Das ging los bei der Haustür, über den Treppenaufgang bis hin zu den sanitären Einrichtungen.
=> Billige Miete hin oder her, so kann man nicht dauerhaft wohnen ...
=> Eine Lösung habe ich da auch nicht, man kann sich nur fragen ob nicht auch eine behutsamere Sanierung in Leipzig möglich gewesen wäre ... Wobei ich mich da auch immer frage wo die ganzen Mieter für so teure Wohnungen herkommen. Nach meinem marktwirtschaftlichem Verständnis müssten die Preise für Luxuswohnungen wegen eines Überangebotes eigentlich zusammenbrechen.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Alexyessin » Fr 8. Nov 2019, 20:28

jack000 hat geschrieben:(08 Nov 2019, 20:17)

Nun, es stellt sich die Frage, warum in Leipzig immer gleich die Luxussanierung gewählt wurde:


Tja, weil das Waldstrviertel viel Miete bringt?
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Teeernte » Fr 8. Nov 2019, 20:32

Alexyessin hat geschrieben:(08 Nov 2019, 20:28)

Tja, weil das Waldstrviertel viel Miete bringt?


:thumbup:

...oder einen hohen Kaufpreis - inkl hoher Makler//Vermittlungsprovision.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Quatschki » Fr 8. Nov 2019, 21:04

jack000 hat geschrieben:(08 Nov 2019, 20:17)

Nun, es stellt sich die Frage, warum in Leipzig immer gleich die Luxussanierung gewählt wurde:
https://www.google.com/maps/@51.343844, ... 312!8i6656

In Stuttgart selbst, sehen die Altbauten deutlich bescheidener aus:
https://www.google.com/maps/@48.7817212 ... 312!8i6656
Ich wüsste nicht, wo es in Stuttgart auch so top sanierte Altbauen gibt wie sie in Leipzig Strassenweise zu finden sind.

Vielleicht liegt es am Denkmalschutz?
Da kannste nicht einfach so Standardfenster mit breitem weißen Kunststoffrahmen einbauen lassen.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Adam Smith » Fr 8. Nov 2019, 21:07

In Bezug auf Manhattan gab es eine gewaltige Gentrifizierung und eine sehr starke Umsetzung der Broken-Window-Theorie.

https://en.wikipedia.org/wiki/Crime_in_ ... rders2.png

Aus dem Grund ist unklar was jetzt zum Rückgang der Kriminalität geführt hat.

Die Filme "Die Klapperschlange" oder aktuell der "Joker" geben ja noch Aufschluss darauf, wie hoch die Kriminalität in Bezug auf Manhattan mal war.

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Klapperschlange
Zuletzt geändert von Adam Smith am Fr 8. Nov 2019, 21:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon jack000 » Fr 8. Nov 2019, 21:08

Alexyessin hat geschrieben:(08 Nov 2019, 20:28)

Tja, weil das Waldstrviertel viel Miete bringt?

Das bringt Stuttgart-West auch, nur stellt sich dann trotzdem die Frage warum das Sanierungsniveau so unterschiedlich ist, bzw. wie in Leipzig bei dem hohen Altbaubestand für all die sanierten Wohnungen entsprechende Mieter gefunden werden können.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Teeernte » Fr 8. Nov 2019, 21:10

Quatschki hat geschrieben:(08 Nov 2019, 21:04)

Vielleicht liegt es am Denkmalschutz?
Da kannste nicht einfach so Standardfenster mit breitem weißen Kunststoffrahmen einbauen lassen.
Andererseits profitieren die Investoren von der Denkmal-Afa


Hier ist bei manchen nur "Fassade" gefordert. Aber auch hinten "durchgezogen" worden.

Der hohen NACHFRAGE >> MARKT << entsprechend.

Billig will da keiner bauen. Teuer ist ein besseres GESCHÄFT ! (man verdient MEHR !)
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Teeernte » Fr 8. Nov 2019, 21:12

jack000 hat geschrieben:(08 Nov 2019, 21:08)

Das bringt Stuttgart-West auch, nur stellt sich dann trotzdem die Frage warum das Sanierungsniveau so unterschiedlich ist, bzw. wie in Leipzig bei dem hohen Altbaubestand für all die sanierten Wohnungen entsprechende Mieter gefunden werden können.


Es stimmt - viele Leute fahren zum Arbeiten nach Berlin..... DOPPELTES EINKOMMEN - KEINE KINDER. >> KOHLE ohne Ende. >> Kreative.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Alexyessin » Fr 8. Nov 2019, 21:16

jack000 hat geschrieben:(08 Nov 2019, 21:08)

Das bringt Stuttgart-West auch, nur stellt sich dann trotzdem die Frage warum das Sanierungsniveau so unterschiedlich ist, bzw. wie in Leipzig bei dem hohen Altbaubestand für all die sanierten Wohnungen entsprechende Mieter gefunden werden können.


Das ist doch das Problem. Es müsste gar kein luxussaniertes Connewitz geben.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon McKnee » Fr 8. Nov 2019, 21:49

Nette Diskussion. Das Thema ist aber Gewalt und die ist durch nichts gerechtfertigt.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon MoOderSo » Sa 9. Nov 2019, 02:21

Alexyessin hat geschrieben:(08 Nov 2019, 21:16)

Das ist doch das Problem. Es müsste gar kein luxussaniertes Connewitz geben.

Man kann auch wie in der DDR 40 Jahre lang im gleichen Loch leben.
Geht alles.
Aber die Nachfrage nach den sanierten Hütten ist nun mal da.
Und als Stadt sollte man auch ein Interesse daran haben, dass man nicht nur Kostgänger in die Stadt einläd denen die Bundeskloake Berlin zu teuer geworden ist.
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.

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