Linke Gewalt in Connewitz

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Alexyessin
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Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Alexyessin » Mi 6. Nov 2019, 01:08

https://www.mdr.de/nachrichten/panorama ... n-100.html

Hier bin ich wirklich fassungslos. Gentrifizierung pro oder contra ist doch hier nicht mehr die Frage sondern was tun gegen diese Art von Terror.
Ja, ich wähle bewusst den Terminus Terror. Menschen, die einer Arbeit nachgehen die mir nicht gefallen mag körperlich zu verletzen IST Terror und nicht auszudenken, was passiert, wenn sich die Menschen weigern dieses Projekt abzusagen. Was kommt dann? Der Mord? Die Bombe? Ist ja nicht so, das wir - zumindest der Westen - das lange Zeit erlebt haben.

Und ich schäme mich, ich schäme mich für diese Vollidioten. Schließlich habe ich selbst in Leipzig gewohnt, war auch öfter mal in Connewitz unterwegs, ich kenne die Diskussion über die Gentrifizierung in der Stadt. Also anstatt den Dialog zu suchen oder sämtliche Mittel des demokratischen Widerstands anzuwenden kommt die Gewalt. Erst gegen Sachen - es brennen mittlerweile regelmäßig Baustellen in Connewitz - und jetzt schon gegen Personen.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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unity in diversity
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon unity in diversity » Mi 6. Nov 2019, 01:44

Schlimm und unentschuldbar sowas.
Gab es denn keine Möglichkeit die Gentrifizierung demokratisch abzuwählen?
Hier die nächste Gelegenheit:
https://www.leipzig.de/news/news/oberbu ... ruar-2020/
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon watisdatdenn? » Mi 6. Nov 2019, 07:13

Alexyessin hat geschrieben:(06 Nov 2019, 01:08)

https://www.mdr.de/nachrichten/panorama ... n-100.html

Hier bin ich wirklich fassungslos. Gentrifizierung pro oder contra ist doch hier nicht mehr die Frage sondern was tun gegen diese Art von Terror.
Ja, ich wähle bewusst den Terminus Terror. Menschen, die einer Arbeit nachgehen die mir nicht gefallen mag körperlich zu verletzen IST Terror und nicht auszudenken, was passiert, wenn sich die Menschen weigern dieses Projekt abzusagen. Was kommt dann? Der Mord? Die Bombe? Ist ja nicht so, das wir - zumindest der Westen - das lange Zeit erlebt haben.

Da gibt es sogar einen eigenen Thread zum „Kampf gegen links“.
Da kamen schon einige Ideen.
Wichtig wäre sicher erst mal wenn linksradikale Projekte nicht mehr vom Staat auch noch finanziell unterstützt werden würden!

Alexyessin hat geschrieben:(06 Nov 2019, 01:08)
Und ich schäme mich, ich schäme mich für diese Vollidioten. Schließlich habe ich selbst in Leipzig gewohnt, war auch öfter mal in Connewitz unterwegs, ich kenne die Diskussion über die Gentrifizierung in der Stadt. Also anstatt den Dialog zu suchen oder sämtliche Mittel des demokratischen Widerstands anzuwenden kommt die Gewalt. Erst gegen Sachen - es brennen mittlerweile regelmäßig Baustellen in Connewitz - und jetzt schon gegen Personen.

Du musst dich nicht für diesen linken Terror schämen.
Das sollte Aufgabe der Politiker sein, die es durch Polarisierung der Bevölkerung und Finanzierung linksradikaler Projekte soweit kommen lassen!
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Bolero » Mi 6. Nov 2019, 07:53

In den Medien wird nur sehr begrenzt(oder gar nicht) berichtet.

Warum nur??? :rolleyes:
„Je weiter sich eine Gesellschaft von der Wahrheit entfernt, desto mehr wird sie jene hassen, die sie aussprechen.“

„Wo der Liberalismus seine äußersten Grenzen erreicht, schließt er den Mördern die Tür auf“
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon McKnee » Mi 6. Nov 2019, 08:09

Bolero hat geschrieben:(06 Nov 2019, 07:53)

In den Medien wird nur sehr begrenzt(oder gar nicht) berichtet.

Warum nur??? :rolleyes:


Spiegel, MDR, Focus u.a.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Skeptiker » Mi 6. Nov 2019, 09:17

Alexyessin hat geschrieben:(06 Nov 2019, 01:08)
https://www.mdr.de/nachrichten/panorama ... n-100.html

Hier bin ich wirklich fassungslos. Gentrifizierung pro oder contra ist doch hier nicht mehr die Frage sondern was tun gegen diese Art von Terror.
Ja, ich wähle bewusst den Terminus Terror. Menschen, die einer Arbeit nachgehen die mir nicht gefallen mag körperlich zu verletzen IST Terror und nicht auszudenken, was passiert, wenn sich die Menschen weigern dieses Projekt abzusagen. Was kommt dann? Der Mord? Die Bombe? Ist ja nicht so, das wir - zumindest der Westen - das lange Zeit erlebt haben.

Ja, auch der Verfassungsschutz in Sachsen benutzt mittlerweile den Terminus "Terror" indem man sagt, man habe die "Stufe zum Terror erreicht".

Man kann es eigentlich nur noch mit Zynismus aufnehmen, weil bei jeder Gelegenheit wenn man die Themen angesprochen hat, ein Heer von Relativierern darüber "aufklärt", dass doch linke Gewalt sich nur gegen Sachen richtet. Nein, tut sie am Ende nicht - sie war auch nie darauf beschränkt. Es kommt halt immer auf den Grad der Radikalisierung an, und der scheint nun ausgeprägt genug zu sein.
Und ich schäme mich, ich schäme mich für diese Vollidioten. Schließlich habe ich selbst in Leipzig gewohnt, war auch öfter mal in Connewitz unterwegs, ich kenne die Diskussion über die Gentrifizierung in der Stadt. Also anstatt den Dialog zu suchen oder sämtliche Mittel des demokratischen Widerstands anzuwenden kommt die Gewalt. Erst gegen Sachen - es brennen mittlerweile regelmäßig Baustellen in Connewitz - und jetzt schon gegen Personen.

Und es wird nicht bei Schlägen bleiben, das ist absehbar. Wenn sich erst einmal eine Subkultur gebildet hat, die glaubt legitim das Recht in die eigenen Hände nehmen zu dürfen, dann nimmt das seinen Lauf.

Es gilt nun konsequent Gewalttätern die Stirn zu bieten. Sie dürfen keinerlei stillschweigende Duldung erfahren - die sie als Legitimation durch die "schweigende Mehrheit" empfinden. Diese Leute gehören mit allen Mitteln des Rechtsstaats, aber auch mit gesellschaftlicher Ächtung, bekämpft.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon firlefanz11 » Mi 6. Nov 2019, 10:43

Die Gesellschaft in D entwickelt sich derzeit rasant rückwärts... Enthemmte(r) Hass u. Gewalt werden immer mehr zur Alltäglichkeit.
Solch ein Terrorakt muss mit allen gebotenen Mitteln verurteilt, verfolgt u. bestraft werden.
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon firlefanz11 » Mi 6. Nov 2019, 10:44

watisdatdenn? hat geschrieben:(06 Nov 2019, 07:13)
Du musst dich nicht für diesen linken Terror schämen.
Das sollte Aufgabe der Politiker sein, die es durch Polarisierung der Bevölkerung und Finanzierung linksradikaler Projekte soweit kommen lassen!


Die Grünen äußern sich nach rechtsradikalen Terrorakten stets bestürzt etc. und schreien (auch aktuell grad wieder nach angeblichen Morddrohungen gg Özdemir u. Roth) nach dem Staat u. einem Kampf gegen Rechts (der anundfürsich richtig ist) aber ich kann mich nicht erinnern bis dato Bestürzung oder Aufrufe zu einem Kampf gegen LINKS von ihnen gehört zu haben (von der Linken erwarte ich sowas erst gar nicht :mad: )... :rolleyes:
Wenn man liest was in B so abgeht wenn die Linksradikalen ihr Unwesen treiben wird dort ja mittlerweile als alltäglich abgetan...
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon McKnee » Mi 6. Nov 2019, 10:45

Extremismus muss als solcher betrachtet und darf nicht durch eine eingetrübte Beurteilung relativiert werden.

Den Opfern ist es sch***egal und für die Gesellschaft sollte jede Form inakzeptabel sein
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon firlefanz11 » Mi 6. Nov 2019, 10:47

Skeptiker hat geschrieben:(06 Nov 2019, 09:17)
Es gilt nun konsequent Gewalttätern die Stirn zu bieten. Sie dürfen keinerlei stillschweigende Duldung erfahren - die sie als Legitimation durch die "schweigende Mehrheit" empfinden. Diese Leute gehören mit allen Mitteln des Rechtsstaats, aber auch mit gesellschaftlicher Ächtung, bekämpft.

Derweil kündigen die Penner auch für die Zukunft "kaputte Scheiben, brennende Autos und kaputte Nasen" an.
Das kommt halt davon wen der Staat den linken Terror jahrzehntelang duldet... :rolleyes:
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 6. Nov 2019, 10:51

Skeptiker hat geschrieben:(06 Nov 2019, 09:17)

Diese Leute gehören mit allen Mitteln des Rechtsstaats, aber auch mit gesellschaftlicher Ächtung, bekämpft.

Nein, nicht mit "Ächtung", so etwas wurde vollkommen zurecht im Rechtsstaat abgeschafft, gerade Deutschland hat damit sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Weder Rechts- noch Linksradikale/-extremisten sollten geächtet werden, auch wenn der Spiegel bzw. dessen Journalisten*) seit Tagen dafür trommeln. Daran sieht man, wie dünn die rechtsstaatliche Decke schon geworden ist.

Ich schreibe schon seit Jahren: wir steuern immer mehr auf Weimarer Verhältnisse zu, auch damals ging das ja nicht von heute auf morgen, sondern war ein schleichender Prozess. Beide Seiten gießen immer mehr Öl ins Feuer, die Worte werden immer radikaler, die körperlichen Angriffe nehmen zu. Jetzt fehlt "nur noch" eine böse Wirtschaftskrise...

*)
https://www.spiegel.de/kultur/gesellsch ... 90934.html
https://twitter.com/HasnainKazim/status ... 2975106048
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Bolero » Mi 6. Nov 2019, 12:49

Komisch!!
Wäre dies eine rechtslastige Tat gewesen, würden hier einige, gewisse User hier wieder mal im Dreieck hüpfen und
laut rumkreischen!
Aber da ja "linke Gewalt" die "gute Gewalt" ist, ist aus dieser Ecke nichts zu hören.
Zuletzt geändert von Bolero am Mi 6. Nov 2019, 14:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Skeptiker » Mi 6. Nov 2019, 12:51

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Nov 2019, 10:51)

Nein, nicht mit "Ächtung", so etwas wurde vollkommen zurecht im Rechtsstaat abgeschafft, gerade Deutschland hat damit sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Weder Rechts- noch Linksradikale/-extremisten sollten geächtet werden, auch wenn der Spiegel bzw. dessen Journalisten*) seit Tagen dafür trommeln. Daran sieht man, wie dünn die rechtsstaatliche Decke schon geworden ist.

Ich schreibe schon seit Jahren: wir steuern immer mehr auf Weimarer Verhältnisse zu, auch damals ging das ja nicht von heute auf morgen, sondern war ein schleichender Prozess. Beide Seiten gießen immer mehr Öl ins Feuer, die Worte werden immer radikaler, die körperlichen Angriffe nehmen zu. Jetzt fehlt "nur noch" eine böse Wirtschaftskrise...

*)
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Dann drücke ich mich mal besser aus: Militanter Extremismus sollte geächtet sein. Mit Personen muss man natürlich immer versuchen das Gespräch zu führen.

Ich trete hier ja schon seit eh und je für einen Dialog des kompletten Meinungsspektrums ein. Will aber nicht fruchten. Man braucht offenbar alle paar Jahrzehnte die neue Erfahrung was Arroganz anrichten kann. Scheint ein Zyklus zu sein.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Skeptiker » Mi 6. Nov 2019, 12:59

Bolero hat geschrieben:(06 Nov 2019, 12:49)
Komisch!!
Wäre dies eine rechtslastige Tat gewesen, würden hier einige, gewisse User hier im wieder mal Dreieck hüpfen und
laut rumkreischen!
Aber da ja "linke Gewalt" die "gute Gewalt" ist, ist aus dieser Ecke nichts zu hören.

Ja, aber da waren nach Halle doch auch manche wohl "enttäuscht". Terraner hat sich beklagt, dass nach zwei Tagen der Thread schon trocken lief.

Ich denke, dass viele die neue Dimension der Gewalt wohl noch nicht verstanden haben. Tätliche Angriffe gegen Personen sind eine Grenzüberschreitung und ein deutlicher Fingerzeig wo es hingeht. Es konnte auch nie ein Zweifel daran bestehen, dass diejenigen, die den "Feind" schon seit langer Zeit propagandistisch abwerten, irgendwann jede Beißscheu verloren haben und Gedanken in Taten umsetzen.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Vongole » Mi 6. Nov 2019, 13:22

Skeptiker hat geschrieben:(06 Nov 2019, 12:59)

Ja, aber da waren nach Halle doch auch manche wohl "enttäuscht". Terraner hat sich beklagt, dass nach zwei Tagen der Thread schon trocken lief.


Nun ja, zwei Tage für einen versuchten Massen- und einen erfolgten Doppelmord aus rechtsextremistischem/antisemetischem Motiv sind auch nicht allzu viel, oder?

Ich denke, dass viele die neue Dimension der Gewalt wohl noch nicht verstanden haben. Tätliche Angriffe gegen Personen sind eine Grenzüberschreitung und ein deutlicher Fingerzeig wo es hingeht. Es konnte auch nie ein Zweifel daran bestehen, dass diejenigen, die den "Feind" schon seit langer Zeit propagandistisch abwerten, irgendwann jede Beißscheu verloren haben und Gedanken in Taten umsetzen.

Die Dimension linksextremistischer Gewalt wird sicherlich verstanden und auch verurteilt, in RL und auch hier. Wurde schließlich in mehreren Threads thematisiert.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Alexyessin » Mi 6. Nov 2019, 14:27

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Nov 2019, 10:51)

Ich schreibe schon seit Jahren: wir steuern immer mehr auf Weimarer Verhältnisse zu, auch damals ging das ja nicht von heute auf morgen, sondern war ein schleichender Prozess. Beide Seiten gießen immer mehr Öl ins Feuer, die Worte werden immer radikaler, die körperlichen Angriffe nehmen zu. Jetzt fehlt "nur noch" eine böse Wirtschaftskrise...

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https://www.spiegel.de/kultur/gesellsch ... 90934.html
https://twitter.com/HasnainKazim/status ... 2975106048


Das glaub ich ehrlich gesagt weniger. Die Zeiten Weimar hatten ganz andere Verhältnisse was die außenpolitische Beeinflussung angeht. Die UdSSR gibt es nicht mehr und auch faschistischen Staaten sind mehr in der Anzahl vorhanden wie in den ausgehenden 20er Jahren.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Ammianus » Mi 6. Nov 2019, 16:20

Alexyessin hat geschrieben:(06 Nov 2019, 14:27)

Das glaub ich ehrlich gesagt weniger. Die Zeiten Weimar hatten ganz andere Verhältnisse was die außenpolitische Beeinflussung angeht. Die UdSSR gibt es nicht mehr und auch faschistischen Staaten sind mehr in der Anzahl vorhanden wie in den ausgehenden 20er Jahren.


Dazu kommt, das sie soziale Lage des absoluten Großteils der Bevölkerung eine ganz andere ist. Deutschland ist auch nicht mehr das verarschte, ausgenommene und gedemütigte Etwas, dass es nach dem Versailler Vertrag war. Zustimmung und Stehen hinter der Demokratie dürfte auch bei einer Mehrheit vorhanden sein. Es ist z.B. interessant zu sehen, was für einen breiten und festen Stand die Nazis damals unter der - meist männlichen - Studentenschaft hatte.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon jack000 » Mi 6. Nov 2019, 17:04

Alexyessin hat geschrieben:(06 Nov 2019, 01:08)

https://www.mdr.de/nachrichten/panorama ... n-100.html
Und ich schäme mich, ich schäme mich für diese Vollidioten. Schließlich habe ich selbst in Leipzig gewohnt, war auch öfter mal in Connewitz unterwegs, ich kenne die Diskussion über die Gentrifizierung in der Stadt. Also anstatt den Dialog zu suchen oder sämtliche Mittel des demokratischen Widerstands anzuwenden kommt die Gewalt. Erst gegen Sachen - es brennen mittlerweile regelmäßig Baustellen in Connewitz - und jetzt schon gegen Personen.

Vor allem schneiden die sich damit selbst ins Fleisch. Die gesellschaftliche Akzeptanz für das eigentliche Anliegen sinkt mit solchen Aktionen.
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Vongole » Mi 6. Nov 2019, 17:11

Sachsen bildet eine Soko "Linksextremismus":

„Auf diese Entwicklung werden wir hart und konsequent reagieren.“
Man lasse nicht zu, dass eine linksextremistische Szene den Rechtsstaat und seine Bürger terrorisiere. Die Sonderkommission soll ab 1. Dezember aus einer bestehenden Ermittlungsgruppe entstehen und mit 20 Leuten doppelt so viele Mitarbeiter haben wie bisher.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... ismus.html
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Re: Linke Gewalt in Connewitz

Beitragvon Quatschki » Mi 6. Nov 2019, 18:31

Ist überhaupt schon einmal so eine Gruppierung vor Gericht gebracht und dann auch tatsächlich verurteilt worden?

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