Die rechte Terrorwelle

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PeterK
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Die rechte Terrorwelle

Beitragvon PeterK » So 23. Jun 2019, 10:14

Nach den NSU-Morden, den Messerattentaten auf Reker und Hollstein und nun der Ermordung Walter Lübckes wird immer deutlicher: Der rechte Terror hat eine zahlreiche Unterstützer- und Sympathisantenszene. Und die Gewaltbereitschaft steigt.

Kommunalpolitiker, Ehrenamtliche und viele Bürger werden regelmäßig vom rechten Mob bedroht oder gar angegriffen. Das Innenministerium nennt die erschreckende Zahl von mehr als 12.000 gewaltbereiten Rechtsextremisten.

Was können und was sollten der Staat und die zu Recht beunruhigten Bürger tun, um diesen Angriff auf ein freiheitliches, demokratisches Deutschland abzuwehren?
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Skeptiker
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Skeptiker » So 23. Jun 2019, 11:02

PeterK hat geschrieben:(23 Jun 2019, 10:14)

[…]

Was können und was sollten der Staat und die zu Recht beunruhigten Bürger tun, um diesen Angriff auf ein freiheitliches, demokratisches Deutschland abzuwehren?

Die Ursachen von Extremismus bekämpfen und alle gesetzlichen Möglichkeiten ausnutzen entsprechende Gewalttäter zur Verantwortung zu ziehen.
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McKnee
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon McKnee » So 23. Jun 2019, 11:02

Der rechte Terrorismus ist derzeit unberechenbar. Er besteht - so ist meine Wahrnehmung, auch aus dem NSU heraus - aus einem riesigen Netzwerk, in dem "kleine" Teile den Schritt in die Aktion wagen.

Das macht ihn schwer identifizier- und ermittelbar.

Derzeit ist er von einem Erstarken des Rechtspopulismus in Deutschland und Europa getragen. Meine Befürchtung und Erfahrung aus anderen Phänomenbereich ist, dass man diese Netzwerke schnell zu einer Hierarchie zusammenführen und ausbauen kann.

Was diesen Netzwerken aktuell in die Karten spielt, ist die Zerstrittenheit des Widerstands und das Bedürfnis, allein das goldene Schwert des Widerstands in den Händen zu halten.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat oder ein Fake ist, er könnte es gesagt und wird es gedacht haben...das reicht :D
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Agesilaos Megas
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Agesilaos Megas » So 23. Jun 2019, 11:08

Deutschland hat sich jahrzehntelang nicht um seine Opfer rechter Gewalt gekümmert. Nun ist eines der Opfer ein weißer Bürgerlicher und auf einmal ist er da, der Terror, der schon längst da war. Keine böse Bezeichnung wie "Döner-Morde", kein Leugnen der Täterschaft, keine Relativierung ("Das war ja nur ein psychisch Gestörter, der Täter")... auf einmal sieht man es, auf einmal...

Der Mölln-Überlebende Arslan fasst es gut zusammen:

Ibrahim Arslan: Ich schaue bei solchen Taten immer, wie mit den Betroffenen umgegangen wird. Es war ein rechtsextremer Anschlag, deshalb fühle ich mich betroffen. Oft werden sie vergessen, wie beim Anschlag vom Breitscheidplatz, oder sogar selbst beschuldigt, wie beim NSU. Der Mord an Walter Lübcke war natürlich anders, weil es eine bekannte Persönlichkeit getroffen hat. Als bürgerlicher weißer Deutscher ist man eigentlich nicht so sehr im Fokus von Rassisten. Aber offensichtlich war es eine rechtsextreme Tat, da würde ich mir wünschen, dass mehr über das Opfer als den Täter geredet wird und die Motive klar benannt werden.


https://www.bento.de/politik/nach-walter-luebcke-moelln-ueberlebender-ibrahim-arslan-ueber-rechtsterrorismus-nsu-und-rassismus-a-813f2f46-ea36-41c7-9907-4d54ad5041e3

Wie wollen die Deutschen glaubhaft den rechten Terror verhindern, wenn sie nicht einmal den Opfern das Gefühl geben, dass es sie interessiert, was mit ihnen gescheht? Die Blindheit beginnt bei den Opfern, die Ohnmacht, das Versagen...
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Ebiker » So 23. Jun 2019, 11:56

Agesilaos Megas hat geschrieben:(23 Jun 2019, 11:08)
Wie wollen die Deutschen glaubhaft den rechten Terror verhindern, wenn sie nicht einmal den Opfern das Gefühl geben, dass es sie interessiert, was mit ihnen gescheht? Die Blindheit beginnt bei den Opfern, die Ohnmacht, das Versagen...


Wen interessieren die Opfer der migrantischen Terrorwelle die seit 2015 durch Deutschland rollt ? Deren Opfer zumeist weiße Deutsche sind ? Die mehr Todesopfer forderte als das DDR- Grenzregime ? Und wo die Täter mit äußerst geringen Strafen davonkommen ? Im jüngsten Fall eines 15jährigen Messerattentäters sehr wahrscheinlich sogar straffrei ?

Das der Zitierte die Toten vom Breitscheidplatz auch noch dem sogenannten rechten Terror zuordnet ist einfach nur noch ekelerregend.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Agesilaos Megas
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Agesilaos Megas » So 23. Jun 2019, 12:04

Ebiker hat geschrieben:(23 Jun 2019, 11:56)

Das der Zitierte die Toten vom Breitscheidplatz auch noch dem sogenannten rechten Terror zuordnet ist einfach nur noch ekelerregend.


"Dass", nicht "das". Gerade Du solltest doch keine Probleme mit "ss" haben.

Und dass der Zitierte, der viel mehr vom Leben weiß als so manch weißer Deutscher, eben die Größe hat, auch den Breitscheidplatz anzuführen, zeigt, wie weit er Dir voraus ist. Nimm Dir mal an ihm ein Bsp. und sei keine frustrierte Wutkartoffel...
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon DarkLightbringer » So 23. Jun 2019, 12:37

450 militante Extremisten sollen untergetaucht sein - mindestens 10.000 Bürger sind jetzt gefährdet. So viele Namen umfasst eine schwarze Liste.

"Deutschland hat ein Terrorproblem": Was Merkel, Seehofer und Maas jetzt fordern
https://www.svz.de/deutschland-welt/pol ... 91792.html

Das Bundesinnenministerium will immerhin "alle Register" ziehen, was auch immer das heißen soll.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon PeterK » So 23. Jun 2019, 12:38

McKnee hat geschrieben:(23 Jun 2019, 11:02)
Der rechte Terrorismus ist derzeit unberechenbar. Er besteht - so ist meine Wahrnehmung, auch aus dem NSU heraus - aus einem riesigen Netzwerk, in dem "kleine" Teile den Schritt in die Aktion wagen.

Das macht ihn schwer identifizier- und ermittelbar.

Das sehe ich ähnlich. Neu ist der alltägliche Terror aus diesem Netzwerk und der Sympathisantenszene heraus: Ständige Bedrohungen und "kleine Aktionen" wirken eben auch.

Mehr und mehr Bürger fühlen sich bedroht und scheuen sich, ihre Meinung zu äußern oder sich ganz normal politisch/gesellschaftlich zu engagieren.

Die rechte Terrorwelle rollt.

Was diesen Netzwerken aktuell in die Karten spielt, ist die Zerstrittenheit des Widerstands und das Bedürfnis, allein das goldene Schwert des Widerstands in den Händen zu halten.

Jep. Die Sicherheitsbehörden sollten IMO die Möglichkeit bekommen, viel enger und effektiver zusammenzuarbeiten.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon PeterK » So 23. Jun 2019, 12:42

Ebiker hat geschrieben:(23 Jun 2019, 11:56)
Wen interessieren die Opfer der migrantischen Terrorwelle die seit 2015 durch Deutschland rollt ? Deren Opfer zumeist weiße Deutsche sind ? Die mehr Todesopfer forderte als das DDR- Grenzregime ? Und wo die Täter mit äußerst geringen Strafen davonkommen ? Im jüngsten Fall eines 15jährigen Messerattentäters sehr wahrscheinlich sogar straffrei ?

Whataboutism. Das Thema hier lautet "rechte Terrorwelle".
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Quatschki » So 23. Jun 2019, 13:41

PeterK hat geschrieben:(23 Jun 2019, 12:42)

Whataboutism. Das Thema hier lautet "rechte Terrorwelle".

Und als Beleg für deine "rechte Terrorwelle" bringst du die NSU-Mordserie, die vor 12 Jahren endete, ein Attentat eines Einzeltäters mit "narzisstisch-paranoider Persönlichkeitsstörung" von vor 4 Jahren und den Mord an Lübke, wo der Verdächtige bislang nur mit "mutmaßlich" umschrieben wird und noch nicht einmal Anklage erhoben wurde?

Da hatte ja Stalin für seine "trotzkistische Verschwörung" bessere Beweise!
Immerhin kam auch ihm der Mord an Kirow damals sehr gelegen, um die Institutionen, Polizei und Armee von "antisowjetischen" Elementen zu "säubern"...
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Julian » So 23. Jun 2019, 13:52

PeterK hat geschrieben:(23 Jun 2019, 10:14)

Nach den NSU-Morden, den Messerattentaten auf Reker und Hollstein und nun der Ermordung Walter Lübckes wird immer deutlicher: Der rechte Terror hat eine zahlreiche Unterstützer- und Sympathisantenszene. Und die Gewaltbereitschaft steigt.

Kommunalpolitiker, Ehrenamtliche und viele Bürger werden regelmäßig vom rechten Mob bedroht oder gar angegriffen. Das Innenministerium nennt die erschreckende Zahl von mehr als 12.000 gewaltbereiten Rechtsextremisten.

Was können und was sollten der Staat und die zu Recht beunruhigten Bürger tun, um diesen Angriff auf ein freiheitliches, demokratisches Deutschland abzuwehren?


Der Angriff auf Hollstein wurde von den Gerichten nicht als rechter Terror eingeordnet. Es sei eher um persönliche Motive - wie Verbitterung und Verzweiflung - eines psychisch angeschlagenen Mannes gegangen. Eine Tötungsabsicht sei nicht vorgelegen.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Tat ursprünglich als Mordversuch gewertet, eine Tötungsabsicht konnte das Hagener Schwurgericht aber nicht feststellen. Das Urteil erging deshalb nur wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung. Ausdrücklich bewertete das Gericht die Tat nicht als politisches Attentat.

https://www.wp.de/region/sauer-und-sieg ... 32053.html
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Julian » So 23. Jun 2019, 14:04

Auffällig ist, dass die Täter bzw. Tatverdächtigen in solchen Fällen meist schon zuvor strafrechtlich oder psychiatrisch aufgefallen sind. Es scheint sich also um Kriminelle zu handeln, bei denen dann ab einem bestimmten Zeitpunkt noch ein politisches Motiv hinzukommt.

Bei einigen darf man fragen, inwiefern sie ihr eigenes Motiv überhaupt verstanden haben. Von der intellektuellen Begründung der RAF-Mörder sind diese Täter weit entfernt.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Julian » So 23. Jun 2019, 14:08

Wichtig wäre meiner Meinung nach, dass sich die Gesellschaft nicht spalten lässt. Menschen, die sich auf der rechten Seite des politischen Spektrums verorten, sollten nicht ausgegrenzt oder vorverurteilt werden, denn die meisten von ihnen sind ganz normale Menschen ohne Hang zum Extremismus oder zur Gewaltbereitschaft.

Ziel des Terrors ist es, Hass zu säen und die Gesellschaft zu spalten. Das darf nicht gelingen.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon PeterK » So 23. Jun 2019, 16:55

Julian hat geschrieben:(23 Jun 2019, 13:52)
[...]

Du hast offenbar den Eingangspost nicht vollständig und aufmerksam gelesen.

Die rechte Terrorwelle rollt weiter: Man macht Jugendliche wenig subtil drohend auf das Schicksal Anne Franks aufmerksam:
Rechte Drohungen an Fridays for Future-Gruppe

https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgeb ... pe100.html
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Julian » So 23. Jun 2019, 17:01

PeterK hat geschrieben:(23 Jun 2019, 16:55)

Du hast offenbar den Eingangspost nicht vollständig und aufmerksam gelesen.

Die rechte Terrorwelle rollt weiter: Man macht Jugendliche wenig subtil auf das Schicksal Anne Franks aufmerksam:

https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgeb ... pe100.html


Wie meinen? Ich habe den Eingangsbeitrag sehr aufmerksam gelesen.

Das Gericht hat festgestellt, dass das Attentat auf Hollstein nicht unter rechtem Terror zu subsumieren sei; die Motivlage lag im persönlichen Bereich und es lag keine Tötungsabsicht vor. Das wollte ich richtigstellen.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Ebiker » So 23. Jun 2019, 17:06

PeterK hat geschrieben:(23 Jun 2019, 16:55)

Du hast offenbar den Eingangspost nicht vollständig und aufmerksam gelesen.

Die rechte Terrorwelle rollt weiter: Man macht Jugendliche wenig subtil drohend auf das Schicksal Anne Franks aufmerksam:

https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgeb ... pe100.html


ganz schlimm dieser Terror. Nicht mal auf Whatts Up ist man sicher.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Selina » So 23. Jun 2019, 17:14

Agesilaos Megas hat geschrieben:(23 Jun 2019, 11:08)

Deutschland hat sich jahrzehntelang nicht um seine Opfer rechter Gewalt gekümmert. Nun ist eines der Opfer ein weißer Bürgerlicher und auf einmal ist er da, der Terror, der schon längst da war. Keine böse Bezeichnung wie "Döner-Morde", kein Leugnen der Täterschaft, keine Relativierung ("Das war ja nur ein psychisch Gestörter, der Täter")... auf einmal sieht man es, auf einmal...

Der Mölln-Überlebende Arslan fasst es gut zusammen:



https://www.bento.de/politik/nach-walter-luebcke-moelln-ueberlebender-ibrahim-arslan-ueber-rechtsterrorismus-nsu-und-rassismus-a-813f2f46-ea36-41c7-9907-4d54ad5041e3

Wie wollen die Deutschen glaubhaft den rechten Terror verhindern, wenn sie nicht einmal den Opfern das Gefühl geben, dass es sie interessiert, was mit ihnen gescheht? Die Blindheit beginnt bei den Opfern, die Ohnmacht, das Versagen...


Kann man nicht besser sagen. Zu denken gab mir deshalb auch die Äußerung von Seehofer neulich in der Pressekonferenz, dass er jetzt nach dem Mord an dem CDU-Politiker "motiviert" sei, gegen Rechtsextremismus vorzugehen. Wieso erst jetzt? Was ist mit all den anderen rechtsextremistischen Morden zuvor? All das "motivierte" ihn und Seinesgleichen offenbar nicht, mal genauer hinzuschauen? Oder wie oder was? So eine Verlogenheit.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Schnitter » So 23. Jun 2019, 17:16

Julian hat geschrieben:(23 Jun 2019, 14:08)

Wichtig wäre meiner Meinung nach, dass sich die Gesellschaft nicht spalten lässt. Menschen, die sich auf der rechten Seite des politischen Spektrums verorten, sollten nicht ausgegrenzt oder vorverurteilt werden, ....


Das ist genau FALSCH.

Der Graben muss MAXIMAL werden. Keine Akzeptanz für rechtsextreme Positionen. Wie in den 90ern, da war der Spuk nach 2-3 Jahren vorbei.

Diese Denke scheint sich jetzt Gott sei Dank durchzusetzen. Kuschelpsychologie bringt NICHTS.
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Skeptiker » So 23. Jun 2019, 17:22

Schnitter hat geschrieben:(23 Jun 2019, 17:16)

Das ist genau FALSCH.

Der Graben muss MAXIMAL werden. Keine Akzeptanz für rechtsextreme Positionen. Wie in den 90ern, da war der Spuk nach 2-3 Jahren vorbei.

Diese Denke scheint sich jetzt Gott sei Dank durchzusetzen. Kuschelpsychologie bringt NICHTS.

Wenn Julian von der Vermeidung einer gesellschaftlichen Spaltung schreibt, dann meint er damit nicht, dass man sich nicht von Rechtsterroristen distanzieren soll. Sorry, aber das ist wieder das typische Bild das "rechts" mit "rechtsextrem" oder in diesem Fall sogar "Rechtsterrorismus" in einen Topf wirft. Haarsträubend!

Eine gesellschaftliche Spaltung führt in letzter Konsequenz zu Mord und Totschlag, nicht etwa umgekehrt. Dass man sich von Rechtsterrorismus und ihn hervorbringenden Rechtsextremismus distanzieren muss ist trivial.
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Selina
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Re: Die rechte Terrorwelle

Beitragvon Selina » So 23. Jun 2019, 17:23

Wenn mit "rechts" noch "stark konservativ" oder "erzkonservativ" gemeint ist, dann ja, dann gehören die Menschen ins demokratische Spektrum mit hinein. Selbstverständlich. Dort, wo es aber rechtsextremistisch wird - und das wird es zurzeit massiv -, verläuft die rote Linie. Da gibts kein Miteinander, wenn wir keinen neuen Faschismus haben wollen.
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