Rechtsextremismus

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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon McKnee » Mo 22. Feb 2021, 06:10

Selina hat geschrieben:(21 Feb 2021, 19:55)

Wie meinst du das? Ein Prozent der Polizei-Belegschaft ist rechtsextrem? Dort darf es selbstverständlich gar keinen einzigen Rechtsextremen geben. Wo leben wir denn?


Nein, ich habe dieses 1% nicht akzeptiert. Ich Stelle es in Relation zu dem was ihr daraus konstruiert.

Wo wir leben? In einem freien Land. Das sind die Gefahren eines freien Landes. Wichtig ist nur, dass man dies erkennt und dagegen vorgeht. Und das geschieht. Du kannst also wieder beruhigt durchatmen.

Ich hoffe, dass eurer Hetze nicht weitere Menschen zum Opfer fallen, wie iMülheim und wer weiß wo sonst noch.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon McKnee » Mo 22. Feb 2021, 06:12

Selina hat geschrieben:(21 Feb 2021, 19:59)

Die werden in den entsprechenden Gremien und vor allem im Bundesinnenministerium schon benannt. Keine Sorge. Und im Übrigen: Wenn das alles deiner Meinung nach kein größeres Problem sein sollte, dann wäre es etwas, was mich freuen würde. Echt. Würde es doch das Vertrauen in die Behörden und Dienste wieder verstärken. Daher wäre hier Transparenz das A und O.


Ich diskutiere hier mit dir, die hier Fakten präsentiert. Oder sind es etwa doch keine? Du präsentierst sie, du solltest sie benennen können. Wo leben wir denn?
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon McKnee » Mo 22. Feb 2021, 06:15

Zunder hat geschrieben:(21 Feb 2021, 20:09)

Warum fragst du mich?
Frag Dark Angel. Sie hat diesen Unfug gepostet:

"Besitzer legaler Waffen sind die zuverlässigsten und gesetzestreuesten Bürger dieses Landes, die fest auf dem Boden der FDGO stehen."


Also hat die Liste nichts mit Rechtsextremismus zu tun!

Gut! :thumbup:
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon tarkomed » Mo 22. Feb 2021, 09:14

Dark Angel hat geschrieben:(21 Feb 2021, 19:12)
Ach du meinst, weil du jemanden kennst, der jemanden kennt, der von jemanden gehört hat, der jemanden kennt, weißt du Bescheid.
Nein, weißt du nicht, du weißt gar nichts! Hören-sagen ist nicht wissen!

Nein, ich bin in keinem Schützenverein, falls du das meinst und ich fühle mich gerade bestätigt, dass es gut so ist. :D
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon tarkomed » Mo 22. Feb 2021, 10:37

McKnee hat geschrieben:(22 Feb 2021, 06:10)

Nein, ich habe dieses 1% nicht akzeptiert. Ich Stelle es in Relation zu dem was ihr daraus konstruiert.

Wo wir leben? In einem freien Land. Das sind die Gefahren eines freien Landes. Wichtig ist nur, dass man dies erkennt und dagegen vorgeht. Und das geschieht. Du kannst also wieder beruhigt durchatmen.

Ich hoffe, dass eurer Hetze nicht weitere Menschen zum Opfer fallen, wie iMülheim und wer weiß wo sonst noch.

Welche Hetze meinst du jetzt? Etwa die gegen Rechtsextremismus? Und von welchem Mühlheim ist die Rede? Von Köln-Mühlheim?
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Dark Angel » Mo 22. Feb 2021, 10:44

Zunder hat geschrieben:(21 Feb 2021, 21:44)

Die Waffengesetze für zu lax zu halten und ihre Verschärfung zu fordern, ist keine Falschbehauptung, sondern eine legitime Meinung.

Die Auflistung von Fakten ist nicht suggestiv, sondern überprüfbar.

Es sind mehr als 270 Tötungsdelikte, die nachgewiesenermaßen seit 1990 mit legal erworbenen Waffen verübt wurden.
Deine Angabe von 240 Tötungsdelikten ist falsch.

Ich habe nicht nachgezählt, sondern die Zahl übernommen, die in einem weiterführenden Link, einer Quelle angegeben wird.
Ändert nichts an der Tatsachen, dass es sich bei den Zahlen nicht um offizielle Zahlen handelt.

Zunder hat geschrieben:(21 Feb 2021, 21:44)Der Deutsche Schützenbund hatte im Jahr 2020 1.329.736 Mitglieder.
Deine Angabe ist falsch. Abgesehen davon sind auch Bogenschützen in diesem Verein organisiert.

Ich habe gar keine konkrete Zahlenangabe gemacht - ich schrieb nämlich "zwischen ... und ..."
Desweiteren gibt es neben dem DSB noch andere Verbände, in denen Sportschützen organisiert sind.

Zunder hat geschrieben:(21 Feb 2021, 21:44)Um mal klarzumachen, wer tatsächlich mit falschen Zahlen argumentiert:

Die Bundesregierung hat in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der GRÜNEN vom Juni 2014 („Schußwaffen in Deutschland“) grob falsche Angaben zur Zahl der Sportschützen-Opfer gemacht: Auf die Frage, wie viele Menschen seit dem Jahr 2000 mit Waffen getötet worden sind, die zuvor legal für den Schießsport erworben wurden, behauptet das Bundes-Innenministerium: Seit 2000 seien achtzehn Personen getötet worden in Fällen, in denen „der Tatverdächtige/Täter ein Sportschütze“ gewesen sei. Wobei nicht bekannt sei, ob die Tatwaffen legal als Sportwaffen erworben wurden, so das BMI in der Antwort an den Bundestag. (BT-Drucksache 18/2213 vom 28. Juli 2014)
Die Zahl von nur achtzehn Sportschützen-Opfern seit dem Jahr 2000 weicht derart grotesk von der Wirklichkeit ab, daß man annehmen muß, das Bundes-Innenministerium versucht gezielt, die Gefahren der tödlichen Sportwaffen zu verharmlosen. Tatsächlich sind in dem genannten Zeitraum mindestens hundertfünfzig Menschen von Sportschützen bzw. mit legal erworbenen Sportwaffen erschossen worden.
Nur achtzehn Sportschützen-Opfer?
Allein beim Schulmassaker in Erfurt (2002) hat der Sportschütze Robert S. sechzehn Menschen erschossen. Beim Winnender Amoklauf (2009) tötete der Sportschütze Tim K. fünfzehn Menschen. Der Täter hatte in einem Verein des Deutschen Schützenbundes mit der Tatwaffe (Beretta, Kaliber 9 mm) so genau Schießen gelernt, daß er selbst zwei vorbeifahrende Polizisten schwer verletzte.
Es gebe keine bundesweite Statistik, wie viele Menschen mit legalen Sportwaffen getötet oder verletzt werden, so die Auskunft des BMI. – Dabei müßte doch die Frage, wie oft jährlich Sportschützen mit legalen Waffen töten, Teil der fortwährenden Überprüfung des Waffenrechts sein. Wie soll die Wirksamkeit des Waffenrechts überprüft werden, wenn die Frage, ob jemand mit einer Sportwaffe/als Sportschütze geschossen hat, oft nicht einmal Teil der polizeilichen Ermittlungen ist?
Die Sportmordwaffen-Initiative klärt seit dem Winnender Schulmassaker 2009 als einzige Institution in Deutschland über die Zahl der Sportwaffen-Opfer auf. Die Innenministerien von Bund und Ländern veröffentlichen die entsprechenden Zahlen bis heute nicht, obwohl sie – anders als die Initiative – mit Steuergeldern dafür bezahlt werden, über Kriminalität so aufzuklären, daß sinnvolle Prävention überhaupt erst möglich ist.
Anfrage der GRÜNEN Schußwaffen in Deutschland (vom 25. Juni 2014):
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/019/1801927.pdf
Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der GRÜNEN (vom 28. Juli 2014):
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/022/1802213.pdf


Mit einem albernen Quotienten die Harmlosigkeit von Sportschützen nachweisen zu wollen, geht meilenweit am eigentlichen Problem vorbei. Zum einen sind die Opfer nicht relativ tot, sondern absolut, zum anderen sind Sportschützen im Unterschied zu Terroristen gesellschaftlich anerkannt.

Ach, ich argumentiere mit falschen Zahlen?
Woher willst du eigentlich wissen, welche Zahlen richtig und welche falsch sind, wenn in der offiziellen Statistik des BKA bei Straftaten mit Schusswaffen, gar nicht zwischen legal und illegal unterschieden wird.

Und was die Amokläufe von Erfurt und Winnenden betrifft, sind die nicht von Sportschützen durchgeführt worden!.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Senexx » Mo 22. Feb 2021, 10:44

Dieser Streit ist unergiebig.

Ich hatte vor einiger Zeit schon einmal einen Strang eröffnet, in dem ich das Verbot des Sportschützentums gefordert habe. Und gewisse Linke haben mich dafür stark attackiert.

Ich bin nach wie vor dafür. Weniger Waffen ist gut. Und ob Sportschützen zuverlässig sind oder nicht, ist uninteressant. Waffen gehören nicht in private Hände.

Fertig.

Wer mit Waffen hantieren will, soll in die USA auswandern. Da kann er sogar mit Waffen durch manche Städte paradieren.

Er kann auch zur Bundeswehr gehen und in Afghanistan sein Leben aushauchen.

Es gibt genug Spielwiesen für Waffennarren.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon sünnerklaas » Mo 22. Feb 2021, 10:58

Dark Angel hat geschrieben:(21 Feb 2021, 19:12)

Das ist schlicht und ergreifend falsch und zwar in mehrfacher Hinsicht:
1. Sportschützen haben keinen Waffenschein, sondern eine Waffenbesitzkarte (oder zwei - grün und gelb)

2. müssen Sportschützen sehr wohl ihr Bedürfnis nachweisen und sie werden auch öffter überprüft und zwar auf Veranlassung der Behörde


Ach du meinst, weil du jemanden kennst, der jemanden kennt, der von jemanden gehört hat, der jemanden kennt, weißt du Bescheid.
Nein, weißt du nicht, du weißt gar nichts! Hören-sagen ist nicht wissen!



Wobei bei die Schützenvereine - ganz besonders auf dem Lande, aber nicht nur da - massive Nachwuchsprobleme haben. Das erkennt man allein schon daran, dass Schützenfeste, die noch vor 30, 40 Jahren ganz große Ereignisse waren, heute nur noch ein Schatten ihrer selbst darstellen. Und dass das so ist liegt nicht nur, daran, dass das Vogelschießen beim Schützenfest alles andere, als ein sportlicher Wettbewerb ist. Den Schützenkönig muss man sich in der Regel kaufen, er ist richtig teuer, das ist eine richtig große Investition.

Die Vereine gelten, auch mit Hinblick auf ihre seltsam anmutenden Uniformen bei vielen als aus der Zeit gefallen. Hinzu kommt, dass Sportschützen in der lokalen Presse nicht als Sportler gelten - die Berichterstattung auch von normalen sportlichen Wettbewerben erfolgt nicht im Sportteil, sondern in der Regel im Lokalteil der lokalen Gazette.

Nachwuchsmangel führt mit Hinblick darauf, welchen Stellenwert Schützenvereine einmal hatten, zu einer großen Wehmut. Viele Vereine wissen, dass sie sich mittelfristig nur noch auflösen können. Man ist also für jeden Neuen dankbar, der kommt und Interesse zeigt. Und da kann es passieren, dass man in naiver Euphorie über interessierte Neulinge unbemerkt unterwandert wird. Vor allem, wenn da Leute kommen, die Heimatduseln und die große Vergangenheit beschwören. Das ganze ist ein ganz großes und auch bei vielen Sportschützen und dem Schützenbund nicht unbekanntes Problem. Die Aufklärung über die Gefahren und darüber, wie man Problembären rechtzeitig erkennt, ist sowohl Aufgabe der Dachverbände aller Sportarten sowie von Staat und Gesellschaft.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon jack000 » Mo 22. Feb 2021, 11:20

Selina hat geschrieben:(21 Feb 2021, 19:55)

Wie meinst du das? Ein Prozent der Polizei-Belegschaft ist rechtsextrem? Dort darf es selbstverständlich gar keinen einzigen Rechtsextremen geben. Wo leben wir denn?

Das sehe ich genau so. Allerdings hat eine Studie ergeben, dass diejenigen die nach rechts neigen, erst seit dem sie bei der Polizei sind so geworden sind. Woran könnte das liegen?
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Dark Angel » Mo 22. Feb 2021, 12:34

sünnerklaas hat geschrieben:(22 Feb 2021, 10:58)

Wobei bei die Schützenvereine - ganz besonders auf dem Lande, aber nicht nur da - massive Nachwuchsprobleme haben. Das erkennt man allein schon daran, dass Schützenfeste, die noch vor 30, 40 Jahren ganz große Ereignisse waren, heute nur noch ein Schatten ihrer selbst darstellen. Und dass das so ist liegt nicht nur, daran, dass das Vogelschießen beim Schützenfest alles andere, als ein sportlicher Wettbewerb ist. Den Schützenkönig muss man sich in der Regel kaufen, er ist richtig teuer, das ist eine richtig große Investition.

Nachwuchsprobleme treffen nicht nur Schützenvereine, sondern Sportvereine allgemein, wenn es sich nicht grade um Fußballvereine handelt, das betrifft auch Chöre, die DOG hat Nachwuchsprobleme.

Und Sorry, ein Schützenfest ist wirklich kein sportlicher Wettkampf, Landesmeisterschaften, Deutsche Meisterschaften oder Weltmeisterschaften hingegen schon. Das ist sogar Leistungssport!
Leider hält sich die Vorstellung, dass in Schützenvereinen kein (richtiger) Sport betrieben wird, hartnäckig, dass sich der Sport beim Schießsport, im Vogelschießen und Biermaßstemmen erschöpfen würde. Dem ist NICHT so.
Es mag durchaus in den Altländern "Trachtenvereine" geben, in denen der Schützenkönig gekauft wird.
In den neuen Bundesländern ist das nicht der Fall, da wird der- bzw diejenige Schützenkönig oder Schützenkönigin, die/der die meisten Ringe geschossen hat.

sünnerklaas hat geschrieben:(22 Feb 2021, 10:58)Die Vereine gelten, auch mit Hinblick auf ihre seltsam anmutenden Uniformen bei vielen als aus der Zeit gefallen. Hinzu kommt, dass Sportschützen in der lokalen Presse nicht als Sportler gelten - die Berichterstattung auch von normalen sportlichen Wettbewerben erfolgt nicht im Sportteil, sondern in der Regel im Lokalteil der lokalen Gazette.

Das liegt halt daran, dass die betreffenden Schreiberlinge keine Ahnung haben und auch nicht haben wollen.
Sie sehen nur die Traditionspflege, die sich in den Trachten/Uniformen äußert und übersehen den Leistungsgedanken, den Leistungssport. Biatlethen sind Sportschützen und Biathlon ist sogar Hochleistungssport.
Die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft Vorderlader liegt bei 145 Ringen von 150 möglichen, bei Ordonanzgewehr bei 370 von 400 möglichen. Die Auswertung erfolgt elektronisch und da entscheiden 0,2 Ringe über Sieg oder Niederlage.
Deutschland hat eine Nationalmannschaft, die bei Olmpischen Spielen antritt.
Wenn das keine "normalen" sportlichen Wettkämpfe sind, was dann?


sünnerklaas hat geschrieben:(22 Feb 2021, 10:58)Nachwuchsmangel führt mit Hinblick darauf, welchen Stellenwert Schützenvereine einmal hatten, zu einer großen Wehmut. Viele Vereine wissen, dass sie sich mittelfristig nur noch auflösen können. Man ist also für jeden Neuen dankbar, der kommt und Interesse zeigt. Und da kann es passieren, dass man in naiver Euphorie über interessierte Neulinge unbemerkt unterwandert wird. Vor allem, wenn da Leute kommen, die Heimatduseln und die große Vergangenheit beschwören. Das ganze ist ein ganz großes und auch bei vielen Sportschützen und dem Schützenbund nicht unbekanntes Problem. Die Aufklärung über die Gefahren und darüber, wie man Problembären rechtzeitig erkennt, ist sowohl Aufgabe der Dachverbände aller Sportarten sowie von Staat und Gesellschaft.

Wie bereits geschrieben, Nachwuchsmangel ist kein Alleinstellungsmerkmal von Schützenvereinen. Damit haben viele Vereine zu kämpfen.
Ein Grund dafür ist eine zunehmende Individalisierung und auch eine gewisse Portion Egoismus.
Vereine existieren durch Teamwork, durch Zusammengehörigkeitsgefühl, gegenseitige Unterstützung etc pp
Die Wahrung von Traditionen spielt eine Rolle u.v.m.
Für viele ist allerdings schon der Verweis auf Tradition(en) und Zusammengehörigkeitsgefühl zumindest anrüchig, stinkt nach rechts und weckt Assoziationen mit "völkisch", auch wenn das nicht der Fall ist.
Hinzu kommt der Umgang mit Waffen, der Gebrauch von Waffen für sportliche Zwecke. Das kann nach allgemeinem Verständnis nicht gut sein, dass muss was mit rechtsextrem zu tun haben - geht gar nicht anders

Was allerdings den wenigsten bekannt ist und worüber die auch nicht ansatzweise nachdenken, drückt dieser Ausspruch der Historikerin, Philosophin und Antifaschistin Ricarda Huch aus:
Tradition ist gesiebte Vernunft des gesamten Volkes aus einem Jahrhundert in das andere.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Senexx » Mo 22. Feb 2021, 12:51

Dark Angel hat geschrieben:(22 Feb 2021, 12:34)

Sie sehen nur die Traditionspflege, die sich in den Trachten/Uniformen äußert und übersehen den Leistungsgedanken, den Leistungssport. Biatlethen sind Sportschützen und Biathlon ist sogar Hochleistungssport.
Die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft Vorderlader liegt bei 145 Ringen von 150 möglichen, bei Ordonanzgewehr bei 370 von 400 möglichen. Die Auswertung erfolgt elektronisch und da entscheiden 0,2 Ringe über Sieg oder Niederlage.
Deutschland hat eine Nationalmannschaft, die bei Olmpischen Spielen antritt.
Wenn das keine "normalen" sportlichen Wettkämpfe sind, was dann?



Das ist ja toll. Braucht aber niemand. Verbieten
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Dark Angel » Mo 22. Feb 2021, 13:39

Senexx hat geschrieben:(22 Feb 2021, 12:51)

Das ist ja toll. Braucht aber niemand. Verbieten

Ok - wenn Du der niemand bist, der das nicht braucht, ist ja gut.
Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Du darüber zu bestimmen hast, ob andere das brauche und noch weniger hast Du darüber zu bestimmen, ob etwas verboten wird und was verboten wird.

Wir leben in einem demokratischen Rechtsstaat und in diesem hat jeder das Recht - unter bestimmten Voraussetzungen und Regeln - legal Waffen zu besitzen.
Gewöhn dich dran!
Demokratie hat nämlich nix mit Rosinenpickerei zu tun, auch daran solltest du dich gewöhnen.
Mit Deiner Forderung nach Verbot, weil Dir irgendwas nicht passt, bewegst Du Dich gerade weg von demokratischer Rechtsstaatlichkeit, hin zur Diktatur und damit in Richtung Extremismus.

Ich stelle mich auch nicht hin und fordere Fußball zu verbieten, weil ich kein Fan bin und ich stelle mich auch nicht hin und behaupte, Fußball braucht niemand.

Und bitte - erzähle mir jetzt keiner, dass es unter Fußballfans keine Rechtsextremisten gäbe, dass es da nicht zu Ausschreitungen (auch) mit Todesopfern käme!
Der einzige Unterschied besteht darin - das lässt sich medial und politisch nicht so gut ausschlachten und intrumentalisieren.

Mit illegalen und/oder verbotenen Waffen und deren Anwendung lässt sich weniger Stimmung machen ==> siehe rechtsextremes Attentat von Halle. Da gibt es kein Gedenken, daüber spricht niemand mehr ...
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Senexx » Mo 22. Feb 2021, 14:04

Dark Angel hat geschrieben:(22 Feb 2021, 13:39)

Ok - wenn Du der niemand bist, der das nicht braucht, ist ja gut.
Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Du darüber zu bestimmen hast, ob andere das brauche und noch weniger hast Du darüber zu bestimmen, ob etwas verboten wird und was verboten wird.

Wir leben in einem demokratischen Rechtsstaat und in diesem hat jeder das Recht - unter bestimmten Voraussetzungen und Regeln - legal Waffen zu besitzen.

Wir haben kein 1 Amendment.

Das Recht, "legal" Waffen zu besitzen, können wir weiter einschränken.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon McKnee » Mo 22. Feb 2021, 16:54

tarkomed hat geschrieben:(22 Feb 2021, 10:37)

Welche Hetze meinst du jetzt? Etwa die gegen Rechtsextremismus? Und von welchem Mühlheim ist die Rede? Von Köln-Mühlheim?


Wie soll ich dir da helfen, wenn du Mülheim mit "H" schreibst und dem offensichtlich nicht folgst, worüber du diskutierst. Und spar dir eine Interpretationen, meine Worte sind so deutlich, dass diese Verzerrungen ins Leere laufen.

Vielleicht arbeitest du mehr mit Argumenten, als mit rhetorischen Mitteln, die so offen durchschaubar sind. Oder willst du wieder die Moderation der Beiträge provozieren?
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » Di 23. Feb 2021, 14:00

McKnee hat geschrieben:(22 Feb 2021, 06:10)

Nein, ich habe dieses 1% nicht akzeptiert. Ich Stelle es in Relation zu dem was ihr daraus konstruiert.

Wo wir leben? In einem freien Land. Das sind die Gefahren eines freien Landes. Wichtig ist nur, dass man dies erkennt und dagegen vorgeht. Und das geschieht. Du kannst also wieder beruhigt durchatmen.

Ich hoffe, dass eurer Hetze nicht weitere Menschen zum Opfer fallen, wie iMülheim und wer weiß wo sonst noch.


Wieso Hetze? Demnach gibt es wohl keinen Rechtsextremismus in der Polizei? Oder nur ein ganz kleines bisschen? Oder wie oder was? Ein kleines bisschen Rechtsextremismus ist wie ein bisschen schwanger.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Praia61 » Di 23. Feb 2021, 14:24

Selina hat geschrieben:(23 Feb 2021, 14:00)

Wieso Hetze? Demnach gibt es wohl keinen Rechtsextremismus in der Polizei? Oder nur ein ganz kleines bisschen? Oder wie oder was? Ein kleines bisschen Rechtsextremismus ist wie ein bisschen schwanger.

Es ist unmöglich Extremisten aller Coleur auszurotten .
Man kann sie anprangern, verurteilen oder bekehren aber auf Null zu bringen ein Ding der Unmöglichkeit.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » Di 23. Feb 2021, 14:34

Praia61 hat geschrieben:(23 Feb 2021, 14:24)

Es ist unmöglich Extremisten aller Coleur auszurotten .
Man kann sie anprangern, verurteilen oder bekehren aber auf Null zu bringen ein Ding der Unmöglichkeit.


Insgesamt in der Gesellschaft klappt das nicht, das stimmt, ist auch nicht nötig. Aber in der Polizei schon. Stell dir vor, jemand will Anzeige erstatten, weil er von einem Rechtsextremen in irgendeiner Form angegriffen worden ist aus politischen Gründen, und hinterm Polizei-Tresen sitzt möglicherweise ebenfalls ein Rechtsextremer. Geht gar nicht.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon sünnerklaas » Di 23. Feb 2021, 14:46

Dark Angel hat geschrieben:(22 Feb 2021, 12:34)


Das liegt halt daran, dass die betreffenden Schreiberlinge keine Ahnung haben und auch nicht haben wollen.
Sie sehen nur die Traditionspflege, die sich in den Trachten/Uniformen äußert und übersehen den Leistungsgedanken, den Leistungssport. Biatlethen sind Sportschützen und Biathlon ist sogar Hochleistungssport.
Die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft Vorderlader liegt bei 145 Ringen von 150 möglichen, bei Ordonanzgewehr bei 370 von 400 möglichen. Die Auswertung erfolgt elektronisch und da entscheiden 0,2 Ringe über Sieg oder Niederlage.
Deutschland hat eine Nationalmannschaft, die bei Olmpischen Spielen antritt.
Wenn das keine "normalen" sportlichen Wettkämpfe sind, was dann?

Es ist primäre Aufgabe von Kreis-, Bezirks-, vor allem aber Landesverbänden und dem Bundesverband, diese Außenwahrnehmung und die Darstellung in der Presse zu ändern, so dass sich eine ganz neue Außenwahrnehmung ergibt. Landes- und Bundesverbände arbeiten oft mit Professionellen. Ohne eigenes Zutun kommt man nicht aus der Schmuddelecke, in die man irgendwann hineingestellt wurde, wieder hinaus.
Wie bereits geschrieben, Nachwuchsmangel ist kein Alleinstellungsmerkmal von Schützenvereinen. Damit haben viele Vereine zu kämpfen.
Ein Grund dafür ist eine zunehmende Individalisierung und auch eine gewisse Portion Egoismus.
Vereine existieren durch Teamwork, durch Zusammengehörigkeitsgefühl, gegenseitige Unterstützung etc pp


Das Hauptproblem liegt v.a. auf Vorstandsebene und hat sehr viel mit der Verdichtung von Arbeit und gleichzeitig den immer anspruchsvoller werdenden bürokratischen Aufgaben zu tun, die Vorstandsarbeit mit sich bringt. Ich kenne es aus eigener Anschauung, dass Vorstandsarbeit selbst bei nur etwas größeren Vereinen und Verbänden so viel Zeit und Aufwand erfordert, dass man da ganz schnell in die Nähe einer Teilzeit- oder sogar Vollzeittätigkeit kommen kann - und das natürlich im Ehrenamt. Ich nenne nur das Stichwort DSGVO. Das heisst, man findet am Ende nur noch Rentner, die für Vorstandsämter in Frage kommen, alle Erwerbstätigen winken dankend ab.

Die Wahrung von Traditionen spielt eine Rolle u.v.m.
Für viele ist allerdings schon der Verweis auf Tradition(en) und Zusammengehörigkeitsgefühl zumindest anrüchig, stinkt nach rechts und weckt Assoziationen mit "völkisch", auch wenn das nicht der Fall ist.
Hinzu kommt der Umgang mit Waffen, der Gebrauch von Waffen für sportliche Zwecke. Das kann nach allgemeinem Verständnis nicht gut sein, dass muss was mit rechtsextrem zu tun haben - geht gar nicht anders


Ich glaube, das Problem liegt woanders: man hat es vielerorts nicht geschafft, die Tradition ins Hier und Jetzt zu befördern. Tradition ist nichts Statisches. Sie ist immer im Fluss, sie passt sich immer an die Gegebenheiten und Anforderungen des Alltags an. Wenn die Tradition nur noch aus einem wehmütigen Blick in die Vergangenheit besteht, dann lebt da nichts, dann ist da etwas am Absterben. Mit der heutigen Realität, dem heutigen Alltag hat diese so verstandene Tradition dann nichts mehr zu tun.
Was allerdings den wenigsten bekannt ist und worüber die auch nicht ansatzweise nachdenken, drückt dieser Ausspruch der Historikerin, Philosophin und Antifaschistin Ricarda Huch aus:
Tradition ist gesiebte Vernunft des gesamten Volkes aus einem Jahrhundert in das andere.


Tradition ist nur dann lebendig, wenn sie authentisch ist, im Alltag der Menschen, in der technischen und sozialien Realität des Hier und Jetzt verwurzelt ist. Gesunde Tradition ist hoch anpassungsfähig. Ist so meine Meinung.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Praia61 » Di 23. Feb 2021, 16:06

Selina hat geschrieben:(23 Feb 2021, 14:34)

Insgesamt in der Gesellschaft klappt das nicht, das stimmt, ist auch nicht nötig. Aber in der Polizei schon. Stell dir vor, jemand will Anzeige erstatten, weil er von einem Rechtsextremen in irgendeiner Form angegriffen worden ist aus politischen Gründen, und hinterm Polizei-Tresen sitzt möglicherweise ebenfalls ein Rechtsextremer. Geht gar nicht.

Man kann nicht in jeden Kopf reingucken.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon tarkomed » Mi 24. Feb 2021, 10:41

McKnee hat geschrieben:(22 Feb 2021, 16:54)

Wie soll ich dir da helfen, wenn du Mülheim mit "H" schreibst und dem offensichtlich nicht folgst, worüber du diskutierst. Und spar dir eine Interpretationen, meine Worte sind so deutlich, dass diese Verzerrungen ins Leere laufen.

Vielleicht arbeitest du mehr mit Argumenten, als mit rhetorischen Mitteln, die so offen durchschaubar sind. Oder willst du wieder die Moderation der Beiträge provozieren?

Was ist das jetzt für ein Ablenkungsmanöver? Dann habe ich eben Köln-Mülheim falsch geschrieben, was ändert das an meiner Frage? Sie bleibt weiterhin unbeantwortet.
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
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