Rechtsextremismus

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Selina
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » So 21. Feb 2021, 18:21

Dark Angel hat geschrieben:(21 Feb 2021, 18:09)

Da ist was dran, allerdings fallen Extremisten (egal ob links oder rechts) bei solchen Berufen durch's Raster, weil dort die Anforderungen an die Zuverlässigkeit und die damit verbundene Prüfung noch härter sind, als bei Sportschützen und Jägern.
Ihnen bleiben i.d.R. nur Schützenvereine und bei denen haben sie i.d.R eine recht kurze Halbwertszeit - zumindest in Vereinen, die ihre Aufgaben ernst nehmen.
Hatten wir im Verein auch - eine "unserer" Mädel fiel zunächst dadurch auf, dass sie Flyer von "Pi-News" im Verein verteilen wollte, dass sie versuchte Stimmung zu machen etc. Zuerst haben "wir" Mädels uns gefragt, was bei ihr abgeht, haben dann allerdings sehr schnell ihre zunehmende extreme Rechtslastigkeit erkannt und entsprechende Schritte unternommen - heißt den Vorstand informiert.
Und von da an dauerte es dann nicht mehr lange bis zum Ausschluss aus dem Verein, wegen vereinsschädigenden Verhaltens und einer Meldung an die Behörden, ihre waffenrechtliche Erlaubnis zurückzuziehen und ihre Waffen einzuziehen.


Ok. Interessant. Und glaubhaft. Allerdings hab ich noch nie von Linksextremen gehört, die in die Bundeswehr wollen, um sich da im Umgang mit Waffen ausbilden zu lassen. Das nur zu deiner Klammer-Bemerkung. Und bekannt ist ebenso, dass Bundeswehr und Polizei ein Rechtsextremismus-Problem und kein Linksextremismus-Problem haben. Also ist die Waffen-Affinität (die man in solchen Berufen dann ausleben kann) bei Rechtsaußen schon typischer als bei Linksaußen.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Dark Angel » So 21. Feb 2021, 18:27

PeterK hat geschrieben:(21 Feb 2021, 18:13)

Nur eine Frage: Kann man auch mit nicht-tödlichen Waffen/Munition "sportlich schießen"?

Nee!
Selbst Pfeil und Bogen - die offizielle nicht zu den Waffen zählen, sondern zu den Sportgeräten, sind u.U. tödlich.
Für Paintball gibt es keine Wettkämpfe.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon tarkomed » So 21. Feb 2021, 18:30

Dark Angel hat geschrieben:(21 Feb 2021, 18:13)

Es geht eben nicht um Hunderte von Toten, sondern um einzelne - ganz konkrete Menschen und deren Angehörige und es waren eben nicht direkt Betroffene, sondern Außenstehende, die das Leid der Angehörigen für ihre Zwecke und in ihrem Sinn intrumentalisieren.

Von welcher Instrumentalisierung ist die Rede und zu welchem Zweck? Menschen werden von Sportschützen getötet, das ist Fakt. Kennst du die Mitglieder dieser Initiative persönlich?
Dark Angel hat geschrieben:(21 Feb 2021, 18:13)
Achja - erkläre mal, welchem "Treiben" soll ein Ende gesetzt werden?

Dass Sportschützen nicht regelmäßig überprüft werden, sondern nur bei der Aussellung des Waffenscheins.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon roli » So 21. Feb 2021, 18:36

Selina hat geschrieben:(21 Feb 2021, 18:21)

Ok. Interessant. Und glaubhaft. Allerdings hab ich noch nie von Linksextremen gehört, die in die Bundeswehr wollen, um sich da im Umgang mit Waffen ausbilden zu lassen. Das nur zu deiner Klammer-Bemerkung. Und bekannt ist ebenso, dass Bundeswehr und Polizei ein Rechtsextremismus-Problem und kein Linksextremismus-Problem haben. Also ist die Waffen-Affinität (die man in solchen Berufen dann ausleben kann) bei Rechtsaußen schon typischer als bei Linksaußen.


Du weisst aber schon, bei wem die Linksextremen bis zur Wende ihre Waffenausbildung genossen haben? ;)
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Dark Angel » So 21. Feb 2021, 18:42

Selina hat geschrieben:(21 Feb 2021, 18:21)

Ok. Interessant. Und glaubhaft. Allerdings hab ich noch nie von Linksextremen gehört, die in die Bundeswehr wollen, um sich da im Umgang mit Waffen ausbilden zu lassen. Das nur zu deiner Klammer-Bemerkung. Und bekannt ist ebenso, dass Bundeswehr und Polizei ein Rechtsextremismus-Problem und kein Linksextremismus-Problem haben. Also ist die Waffen-Affinität (die man in solchen Berufen dann ausleben kann) bei Rechtsaußen schon typischer als bei Linksaußen.

Das Extremismus-Problem bei Polizei und Bundeswehr wird herbei geredet, existiert aber in der behaupteten Art und Weise nicht.
Tatsache ist, Polizisten, Justizvollzugsbeamte und Soldaten sind i.d.R eher konservativ, rechtsliberal, für sie sind Disziplin, Gesetzestreue und Rechtstaatlichkeit sehr wichtig, was man von Linken nicht behaupten kann. Die haben ein Problem mit dem Rechtsstaat und mit dessen Organen. Das ist allerdings nix Neues"
Und dass Polizisten, Soldaten und Justizvollzugsbeamte besonders waffenaffin wären, ist ein Mythos.
Die Waffe gehört zu ihrer Ausrüstung, sie lernen den Umgang mit ihr und müssen, wie jeder andere Besitzer legaler Waffen auch, das Bedürfnis gem. Waffengesetz nachweisen, heißt sie müssen eine vorgeschriebene Anzahl von Trainigseinheiten absolvieren.
Und was den Umgang mit der Waffe angeht, ist jeder Sportschütze sicherer als viele Polizisten, vor allem Polizistinnen.
Gerade bei den Polizistinnen sind viele eine Gefahr für sich selbst und andere. Da kann man nur noch volle Deckung nehmen - das ist kein Witz!
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Ammianus » So 21. Feb 2021, 19:00

Selina hat geschrieben:(21 Feb 2021, 18:21)

...

Allerdings hab ich noch nie von Linksextremen gehört, die in die Bundeswehr wollen, um sich da im Umgang mit Waffen ausbilden zu lassen.

...



Doch, hab ich schon von gelesen, dass Linksextreme bewusst zur Bundeswehr sind um dort an Waffen ausgebildet zu werden. Sind allerdings im Vergleich zu Rechtsextremen, Reichsbürgern, Islamisten und Nationalisten eine Minderheit.
"Ich möchte an einem Ort sein, an dem es keine Politik gibt, keine Waffen, keine Religion."
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon roli » So 21. Feb 2021, 19:03

Dark Angel hat geschrieben:(21 Feb 2021, 18:42)

Das Extremismus-Problem bei Polizei und Bundeswehr wird herbei geredet, existiert aber in der behaupteten Art und Weise nicht.
Tatsache ist, Polizisten, Justizvollzugsbeamte und Soldaten sind i.d.R eher konservativ, rechtsliberal, für sie sind Disziplin, Gesetzestreue und Rechtstaatlichkeit sehr wichtig, was man von Linken nicht behaupten kann. Die haben ein Problem mit dem Rechtsstaat und mit dessen Organen. Das ist allerdings nix Neues"
Und dass Polizisten, Soldaten und Justizvollzugsbeamte besonders waffenaffin wären, ist ein Mythos.
Die Waffe gehört zu ihrer Ausrüstung, sie lernen den Umgang mit ihr und müssen, wie jeder andere Besitzer legaler Waffen auch, das Bedürfnis gem. Waffengesetz nachweisen, heißt sie müssen eine vorgeschriebene Anzahl von Trainigseinheiten absolvieren.
Und was den Umgang mit der Waffe angeht, ist jeder Sportschütze sicherer als viele Polizisten, vor allem Polizistinnen.
Gerade bei den Polizistinnen sind viele eine Gefahr für sich selbst und andere. Da kann man nur noch volle Deckung nehmen - das ist kein Witz!


was aber auch daran liegt, daß die Mädchen ihre vorgeschriebenen Schießübungen bisweilen vergessen, wenn man es so ausdrücken möchte.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » So 21. Feb 2021, 19:05

Dark Angel hat geschrieben:(21 Feb 2021, 18:42)

Das Extremismus-Problem bei Polizei und Bundeswehr wird herbei geredet, existiert aber in der behaupteten Art und Weise nicht.
Tatsache ist, Polizisten, Justizvollzugsbeamte und Soldaten sind i.d.R eher konservativ, rechtsliberal, für sie sind Disziplin, Gesetzestreue und Rechtstaatlichkeit sehr wichtig, was man von Linken nicht behaupten kann. Die haben ein Problem mit dem Rechtsstaat und mit dessen Organen. Das ist allerdings nix Neues"
Und dass Polizisten, Soldaten und Justizvollzugsbeamte besonders waffenaffin wären, ist ein Mythos.
Die Waffe gehört zu ihrer Ausrüstung, sie lernen den Umgang mit ihr und müssen, wie jeder andere Besitzer legaler Waffen auch, das Bedürfnis gem. Waffengesetz nachweisen, heißt sie müssen eine vorgeschriebene Anzahl von Trainigseinheiten absolvieren.
Und was den Umgang mit der Waffe angeht, ist jeder Sportschütze sicherer als viele Polizisten, vor allem Polizistinnen.
Gerade bei den Polizistinnen sind viele eine Gefahr für sich selbst und andere. Da kann man nur noch volle Deckung nehmen - das ist kein Witz!


Nein, das Rechtsextremismus-Problem wird nicht "herbeigeredet", es existiert.

Zitat:

Rechtsextreme in der Bundeswehr
Keine Schattenarmee, aber Netzwerke

Stand: 11.12.2020 15:24 Uhr

Das Parlamentarische Kontrollgremium hat nach rechtsextremen Strukturen in der Bundeswehr gesucht. Dabei stieß es auf besorgniserregende Netzwerke und Verbindungen.

Von Michael Götschenberg, ARD-Hauptstadtstudio

Das Parlamentarische Kontrollgremium tagt geheim. Und was die Nachrichtendienste den neun Abgeordneten berichten, darüber dürfen diese nicht sprechen. Umso außergewöhnlicher ist es, wenn das Gremium zu einer Pressekonferenz lädt - das erste Mal überhaupt. Anlass dafür war die Präsentation eines Untersuchungsberichts zu rechtsextremen Netzwerken mit Bezug zur Bundeswehr.

Zwei Jahre lang hat das Gremium akribisch Hunderte Akten untersucht, Befragungen durchgeführt und einen geheimen Bericht verfasst, der im Umfang mit dem Abschlussbericht eines Untersuchungsausschusses vergleichbar ist. Im Kern ging es um die Frage, ob es eine Art Schattenarmee gibt, ein Netzwerk aus Rechtsextremisten, bewaffnet und gewaltbereit, das womöglich Umsturzpläne verfolgt.

Der Befund: Beweise für die Existenz einer derartigen Schattenarmee hätten das Bundesamt für Verfassungsschutz und der Militärische Abschirmdienst der Bundeswehr zurzeit nicht, sagte Roderich Kiesewetter (CDU), der Vorsitzende des Kontrollgremiums. Eine Einschätzung, die das Gremium für "plausibel" halte.

Das heißt allerdings nicht, dass man gar nichts entdeckt hätte. Ganz im Gegenteil: sehr viel sogar, und darunter sehr Besorgniserregendes. "Sie sehen gleichwohl rechtsextreme, organisierte Strukturen, wir nennen sie Netzwerke, mit Bezügen zur Bundeswehr und anderen Sicherheitsbehörden", erklärte Kiesewetter.


https://www.tagesschau.de/inland/innenp ... m-101.html
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Dark Angel » So 21. Feb 2021, 19:12

tarkomed hat geschrieben:(21 Feb 2021, 18:30)

Von welcher Instrumentalisierung ist die Rede und zu welchem Zweck? Menschen werden von Sportschützen getötet, das ist Fakt. Kennst du die Mitglieder dieser Initiative persönlich?

1. wurde von User Zunder verlinkt, da sind auch die Namen des Gründers der Initiative und die Mitglieder aufgelistet (Journalisten, Fernsehmoderatoren, Künstler etc) und ein wenig Recherche bringt da Licht ins Dunkel.

2. Instrumentalisiert mit dem Ziel legalen Waffenbesitz grundsätzlich zu verbieten.

3. Fakt ist Menschen werden von anderen Menschen, aus den unterschiedlichsten Gründen mit den unterschiedlichsten Waffen getötet. Fakt ist ebenso die wenigsten Menschen, die andere Menschen töten, sind Sportschützen

tarkomed hat geschrieben:(21 Feb 2021, 18:30)Dass Sportschützen nicht regelmäßig überprüft werden, sondern nur bei der Aussellung des Waffenscheins.

Das ist schlicht und ergreifend falsch und zwar in mehrfacher Hinsicht:
1. Sportschützen haben keinen Waffenschein, sondern eine Waffenbesitzkarte (oder zwei - grün und gelb)

2. müssen Sportschützen sehr wohl ihr Bedürfnis nachweisen und sie werden auch öffter überprüft und zwar auf Veranlassung der Behörde

tarkomed hat geschrieben:(21 Feb 2021, 18:30)Davon abgesehen, ich lebe ja nicht auf dem Mond, ich kenne einige Sportschützen und weiß dementsprechend, was alles in den Schützenvereinen mitschwimmt.

Ach du meinst, weil du jemanden kennst, der jemanden kennt, der von jemanden gehört hat, der jemanden kennt, weißt du Bescheid.
Nein, weißt du nicht, du weißt gar nichts! Hören-sagen ist nicht wissen!
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Dark Angel » So 21. Feb 2021, 19:15

roli hat geschrieben:(21 Feb 2021, 19:03)

was aber auch daran liegt, daß die Mädchen ihre vorgeschriebenen Schießübungen bisweilen vergessen, wenn man es so ausdrücken möchte.

Die können das nicht vergessen, weil es Bestandteil des Dienstes ist und während der Dienstzeit stattfindet.
Und sie können ihre Schießübungen nicht vergessen, weil sie die nachweisen müssen.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Dark Angel » So 21. Feb 2021, 19:20

Selina hat geschrieben:(21 Feb 2021, 19:05)

Nein, das Rechtsextremismus-Problem wird nicht "herbeigeredet", es existiert.

Zitat:

Rechtsextreme in der Bundeswehr
Keine Schattenarmee, aber Netzwerke

Stand: 11.12.2020 15:24 Uhr

Das Parlamentarische Kontrollgremium hat nach rechtsextremen Strukturen in der Bundeswehr gesucht. Dabei stieß es auf besorgniserregende Netzwerke und Verbindungen.

Von Michael Götschenberg, ARD-Hauptstadtstudio

Das Parlamentarische Kontrollgremium tagt geheim. Und was die Nachrichtendienste den neun Abgeordneten berichten, darüber dürfen diese nicht sprechen. Umso außergewöhnlicher ist es, wenn das Gremium zu einer Pressekonferenz lädt - das erste Mal überhaupt. Anlass dafür war die Präsentation eines Untersuchungsberichts zu rechtsextremen Netzwerken mit Bezug zur Bundeswehr.

Zwei Jahre lang hat das Gremium akribisch Hunderte Akten untersucht, Befragungen durchgeführt und einen geheimen Bericht verfasst, der im Umfang mit dem Abschlussbericht eines Untersuchungsausschusses vergleichbar ist. Im Kern ging es um die Frage, ob es eine Art Schattenarmee gibt, ein Netzwerk aus Rechtsextremisten, bewaffnet und gewaltbereit, das womöglich Umsturzpläne verfolgt.

Der Befund: Beweise für die Existenz einer derartigen Schattenarmee hätten das Bundesamt für Verfassungsschutz und der Militärische Abschirmdienst der Bundeswehr zurzeit nicht, sagte Roderich Kiesewetter (CDU), der Vorsitzende des Kontrollgremiums. Eine Einschätzung, die das Gremium für "plausibel" halte.

Das heißt allerdings nicht, dass man gar nichts entdeckt hätte. Ganz im Gegenteil: sehr viel sogar, und darunter sehr Besorgniserregendes. "Sie sehen gleichwohl rechtsextreme, organisierte Strukturen, wir nennen sie Netzwerke, mit Bezügen zur Bundeswehr und anderen Sicherheitsbehörden", erklärte Kiesewetter.


https://www.tagesschau.de/inland/innenp ... m-101.html

Genau das meine ich:
"Nichts genaues weiß man nicht" - wir haben zwar keine Beweise, aber wir spekulieren trotzdem über die Existenz, wir vermuten ...
Der Bericht ist zwar geheim und gesagt werden darf nichts, aber wir sehen dass ...

Genau das meine ich mit "in der herbeiphatasierten/herbei geredeten Art und Weise existiert kein Rechtsextremismus ..."
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon McKnee » So 21. Feb 2021, 19:48

Zunder hat geschrieben:(21 Feb 2021, 13:09)

Der ideologisch bedingte Unfug, die Quelle zu diskreditieren, wenn der Inhalt nicht paßt, findet sich rechts, links und in der Mitte gleichermaßen. Auf der Seite dieser Initiative findet sich ein Link, unter dem du dir ein ausführliches PDF-Dokument herunterladen kannst.

Wenn du diese Darstellung sachlich widerlegen kannst, statt sie nur ressentimentgeladen zu diskreditieren, darfst du es nochmal versuchen.

Deine Behauptung, von Besitzern legal erworbener Waffen gehe keine Bedrohung aus, ist definitiv Unsinn.
https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 2#p4934752


Was für ein Vergleich und er wird auch gleich ideologisch aufgenommen.

Es sind ca. 300 Todesfälle in 30 Jahren. Die Kampagne richtet sich gegen den Besitz legaler Waffen. WAs hat das im Rechtsextremismustrang zu suchen?

Die RAF tötete in 21 Jahren 34 Menschen.

Müssen wir jetzt gegenrechnen, wie viel dieser Sportschützen rechtsextremistisch motiviert waren und den Jahresschnitt gegenrechnen?
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » So 21. Feb 2021, 19:50

Dark Angel hat geschrieben:(21 Feb 2021, 19:20)

Genau das meine ich:
"Nichts genaues weiß man nicht" - wir haben zwar keine Beweise, aber wir spekulieren trotzdem über die Existenz, wir vermuten ...
Der Bericht ist zwar geheim und gesagt werden darf nichts, aber wir sehen dass ...

Genau das meine ich mit "in der herbeiphatasierten/herbei geredeten Art und Weise existiert kein Rechtsextremismus ..."


Dass es solche rechtsextremen Netzwerke gibt, auch solche, die bis in den Bundeswehr und in die Polizei reichen, ist bekannt. Bestätigt zuweilen ja sogar der Herr Bundesinnenminister. Außerdem brauchst du den von mir verlinkten Tagesschautext nur weiter runterzuscrollen. Da beginnen dann die konkreten Einzelheiten: Franco A. und seine Verbindungen, Uniter, Nordkreuz, "Waffenbörse" etcpp. Nix "herbeifantasiert".
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon McKnee » So 21. Feb 2021, 19:51

Selina hat geschrieben:(21 Feb 2021, 19:05)

Nein, das Rechtsextremismus-Problem wird nicht "herbeigeredet", es existiert.



Hab die Fälle der BW nicht genauer angesehen, aber wenn es wie bei der Polizei ist, dann sind wir gut unter 1% der Belegschaft und einem Hype, der zur Verfolgung Unschuldiger führt, wie in Mülheim. Aber das ist egal, am Ende trifft es immer die Richtigen. Und wenn nicht, drehen wir es uns so oder verschweigen es.

Was für eine Heuchelei.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon McKnee » So 21. Feb 2021, 19:53

Selina hat geschrieben:(21 Feb 2021, 19:50)

Dass es solche rechtsextremen Netzwerke gibt, auch solche, die bis in den Bundeswehr und in die Polizei reichen, ist bekannt. Bestätigt zuweilen ja sogar der Herr Bundesinnenminister. Außerdem brauchst du den von mir verlinkten Tagesschautext nur weiter runterzuscrollen. Da beginnen dann die konkreten Einzelheiten: Franco A. und seine Verbindungen, Uniter, Nordkreuz, "Waffenbörse" etcpp. Nix "herbeifantasiert".


Dann benenn diese Netzwerke doch, wenn sie so etabliert sind, dass man einen ganzen Berufszweig und deren Tätigkeit damit in Verbindung bringt.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » So 21. Feb 2021, 19:55

McKnee hat geschrieben:(21 Feb 2021, 19:51)

Hab die Fälle der BW nicht genauer angesehen, aber wenn es wie bei der Polizei ist, dann sind wir gut unter 1% der Belegschaft und einem Hype, der zur Verfolgung Unschuldiger führt, wie in Mülheim. Aber das ist egal, am Ende trifft es immer die Richtigen. Und wenn nicht, drehen wir es uns so oder verschweigen es.

Was für eine Heuchelei.


Wie meinst du das? Ein Prozent der Polizei-Belegschaft ist rechtsextrem? Dort darf es selbstverständlich gar keinen einzigen Rechtsextremen geben. Wo leben wir denn?
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » So 21. Feb 2021, 19:59

McKnee hat geschrieben:(21 Feb 2021, 19:53)

Dann benenn diese Netzwerke doch, wenn sie so etabliert sind, dass man einen ganzen Berufszweig und deren Tätigkeit damit in Verbindung bringt.


Die werden in den entsprechenden Gremien und vor allem im Bundesinnenministerium schon benannt. Keine Sorge. Und im Übrigen: Wenn das alles deiner Meinung nach kein größeres Problem sein sollte, dann wäre es etwas, was mich freuen würde. Echt. Würde es doch das Vertrauen in die Behörden und Dienste wieder verstärken. Daher wäre hier Transparenz das A und O.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Zunder » So 21. Feb 2021, 20:09

McKnee hat geschrieben:(21 Feb 2021, 19:48)
WAs hat das im Rechtsextremismustrang zu suchen?

Warum fragst du mich?
Frag Dark Angel. Sie hat diesen Unfug gepostet:

"Besitzer legaler Waffen sind die zuverlässigsten und gesetzestreuesten Bürger dieses Landes, die fest auf dem Boden der FDGO stehen."
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon jack000 » So 21. Feb 2021, 21:13

Billie Holiday hat geschrieben:(21 Feb 2021, 11:27)

Die gefährliche weiße Frau im Park. Soso :D :D

Die weißen alten Männer sind doch sonst das Übel, endlich wird auch hier für Gleichberechtigung gesorgt. :thumbup:

Wer denn sonst? Alles andere passt doch nicht in die Links-Ideologie. Das die Täterbeschreibungen in jedem lokalen Käseblatt anders lauten, ist ein anderes Paar Schuhe ...
DU30:
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Zunder » So 21. Feb 2021, 21:44

Dark Angel hat geschrieben:(21 Feb 2021, 17:39)

Ja kann ich: die Behauptung, das deutsche Waffengesetz/Waffenrecht sei zu lax und müsse dringend verschärft werden, ist eine Falschbehauptung, weil das deutsche Waffengesetz eines der restriktivsten in der EU ist.

Die Waffengesetze für zu lax zu halten und ihre Verschärfung zu fordern, ist keine Falschbehauptung, sondern eine legitime Meinung.
Dark Angel hat geschrieben:(21 Feb 2021, 17:39)
Die Aneinanderreihung einer Anzahl von Tötungsdelikten, ohne jede Bezugsgröße und ohne jede Korrelation ist nicht aussagekräftig. Es handelt sich dabei um eine reine Suggestivaussage/Suggestivgröße.
Erst wenn Korrelationen hergestellt werden, ergibt sich eine Aussage und die ist halt nicht im Sinne der Bürgerinitiative und aus diesem Grunde unterlassen sie es auch.

Die Auflistung von Fakten ist nicht suggestiv, sondern überprüfbar.
Dark Angel hat geschrieben:(21 Feb 2021, 17:39)
Setzt man die 240 Tötungsdelikte, die in den letzten 30 Jahren durch Sportschützen verübt wurden bzw an denen sie beteiligt waren, zur Anzahl der 1.5 Mio Sportschützen ins Verhältnis, erhält man das Ergebnis 0,00016 (Sportschützen/Jäger haben ein Verbrechen verübt bzw waren daran beteiligt)
Die 34 Terroropfer der schätzungsweise 5000 RAF-Mitglieder, Sympatisanten und Helfer ergeben ein Verhältnis von 0,0068.

Der Unterschied ist doch wohl eindeutig und die Falschbehauptung, die sich daraus ergibt, ebenso

Es sind mehr als 270 Tötungsdelikte, die nachgewiesenermaßen seit 1990 mit legal erworbenen Waffen verübt wurden.
Deine Angabe von 240 Tötungsdelikten ist falsch.

Der Deutsche Schützenbund hatte im Jahr 2020 1.329.736 Mitglieder.
Deine Angabe ist falsch. Abgesehen davon sind auch Bogenschützen in diesem Verein organisiert.

Um mal klarzumachen, wer tatsächlich mit falschen Zahlen argumentiert:

Die Bundesregierung hat in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der GRÜNEN vom Juni 2014 („Schußwaffen in Deutschland“) grob falsche Angaben zur Zahl der Sportschützen-Opfer gemacht: Auf die Frage, wie viele Menschen seit dem Jahr 2000 mit Waffen getötet worden sind, die zuvor legal für den Schießsport erworben wurden, behauptet das Bundes-Innenministerium: Seit 2000 seien achtzehn Personen getötet worden in Fällen, in denen „der Tatverdächtige/Täter ein Sportschütze“ gewesen sei. Wobei nicht bekannt sei, ob die Tatwaffen legal als Sportwaffen erworben wurden, so das BMI in der Antwort an den Bundestag. (BT-Drucksache 18/2213 vom 28. Juli 2014)
Die Zahl von nur achtzehn Sportschützen-Opfern seit dem Jahr 2000 weicht derart grotesk von der Wirklichkeit ab, daß man annehmen muß, das Bundes-Innenministerium versucht gezielt, die Gefahren der tödlichen Sportwaffen zu verharmlosen. Tatsächlich sind in dem genannten Zeitraum mindestens hundertfünfzig Menschen von Sportschützen bzw. mit legal erworbenen Sportwaffen erschossen worden.
Nur achtzehn Sportschützen-Opfer?
Allein beim Schulmassaker in Erfurt (2002) hat der Sportschütze Robert S. sechzehn Menschen erschossen. Beim Winnender Amoklauf (2009) tötete der Sportschütze Tim K. fünfzehn Menschen. Der Täter hatte in einem Verein des Deutschen Schützenbundes mit der Tatwaffe (Beretta, Kaliber 9 mm) so genau Schießen gelernt, daß er selbst zwei vorbeifahrende Polizisten schwer verletzte.
Es gebe keine bundesweite Statistik, wie viele Menschen mit legalen Sportwaffen getötet oder verletzt werden, so die Auskunft des BMI. – Dabei müßte doch die Frage, wie oft jährlich Sportschützen mit legalen Waffen töten, Teil der fortwährenden Überprüfung des Waffenrechts sein. Wie soll die Wirksamkeit des Waffenrechts überprüft werden, wenn die Frage, ob jemand mit einer Sportwaffe/als Sportschütze geschossen hat, oft nicht einmal Teil der polizeilichen Ermittlungen ist?
Die Sportmordwaffen-Initiative klärt seit dem Winnender Schulmassaker 2009 als einzige Institution in Deutschland über die Zahl der Sportwaffen-Opfer auf. Die Innenministerien von Bund und Ländern veröffentlichen die entsprechenden Zahlen bis heute nicht, obwohl sie – anders als die Initiative – mit Steuergeldern dafür bezahlt werden, über Kriminalität so aufzuklären, daß sinnvolle Prävention überhaupt erst möglich ist.
Anfrage der GRÜNEN Schußwaffen in Deutschland (vom 25. Juni 2014):
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/019/1801927.pdf
Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der GRÜNEN (vom 28. Juli 2014):
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/022/1802213.pdf


Mit einem albernen Quotienten die Harmlosigkeit von Sportschützen nachweisen zu wollen, geht meilenweit am eigentlichen Problem vorbei. Zum einen sind die Opfer nicht relativ tot, sondern absolut, zum anderen sind Sportschützen im Unterschied zu Terroristen gesellschaftlich anerkannt.

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