Rechtsextremismus

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Sören74
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Sören74 » So 20. Sep 2020, 14:49

naddy hat geschrieben:(20 Sep 2020, 14:32)

Selbst da ist eine differenzierte Betrachtungsweise zu empfehlen. Es ist ein Unterschied, ob der Täter die Taten aus "Mordlust" begeht, oder ob er unter der Wahnvorstellung leidet, seinen Opfern damit "was Gutes" zu tun. Von diesen "Leiderlösern" sind etliche Fälle dokumentiert.


Ehrlich gesagt, für mich macht es für die Kategorisierung "abscheulich" keinen Unterschied, ob eines dieser genannten Motive vorlag. Jemanden ohne Rücksprache mit dem Patienten "vom Leid erlösen" ist und bleibt für mich Mord und damit auch abscheulich.

naddy hat geschrieben:"Diese Taten" ist mir zu undifferenziert. Ist ein "Hakenkreuz" zu liken das Gleiche, wie eine fiktive Hinrichtung oder eine Gaskammer? In den letzteren Fällen dürfte Dir kaum jemand widersprechen.


Zum einen, "diese Taten" bezog sich auf die Mordserie in den beiden Krankenhäusern. Zum anderen, auch in Abscheulichkeit gibt es noch verschiedene Abstufungen für mich, so traurig das auch insgesamt ist.

naddy hat geschrieben:Dazu brauchst Du keine Erlaubnis, schon gar nicht meine. ;)


:thumbup:
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naddy
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon naddy » So 20. Sep 2020, 15:09

Sören74 hat geschrieben:(20 Sep 2020, 14:49)

Ehrlich gesagt, für mich macht es für die Kategorisierung "abscheulich" keinen Unterschied, ob eines dieser genannten Motive vorlag. Jemanden ohne Rücksprache mit dem Patienten "vom Leid erlösen" ist und bleibt für mich Mord und damit auch abscheulich.


Da genießt Du den Benefit, daß Du Dich niemals beruflich mit solchen Unterschieden auseinandersetzen mußtest. Beispielsweise, daß § 211 StGB als Mordmerkmale:

- aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,

- heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder

- um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken...

aufführt. Der Vorwurf "heimtückisch" kann beispielsweise bereits durch Nachweis des EInverständnisses der getöteten Person ausgeräumt werden. Aber lassen wir das, anderes Thema.

Zum anderen, auch in Abscheulichkeit gibt es noch verschiedene Abstufungen für mich, so traurig das auch insgesamt ist.


Gut so. Moralische Implikationen können einem leicht den Blick auf die Fakten verstellen. Aber einem Minister ist es selbstverständlich gestattet, seiner Entrüstung mit Begrifflichkeiten wie "Schande" Ausdruck zu verleihen. Schließlich muß er auch an sein Wahlvolk denken. Möglicherweise hat er sich das bei der AfD abgeguckt, die operieren auch gerne mit solchen Worthülsen. ;)
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Sören74 » So 20. Sep 2020, 15:21

naddy hat geschrieben:(20 Sep 2020, 15:09)

Da genießt Du den Benefit, daß Du Dich niemals beruflich mit solchen Unterschieden auseinandersetzen mußtest.


Ich bin auch sehr froh drum. :|

naddy hat geschrieben:Gut so. Moralische Implikationen können einem leicht den Blick auf die Fakten verstellen. Aber einem Minister ist es selbstverständlich gestattet, seiner Entrüstung mit Begrifflichkeiten wie "Schande" Ausdruck zu verleihen. Schließlich muß er auch an sein Wahlvolk denken. Möglicherweise hat er sich das bei der AfD abgeguckt, die operieren auch gerne mit solchen Worthülsen. ;)


Ich bin wirklich kein Freund einer Law-and-Order-CDU und Herr Reul kann man vieles vorwerfen. Aber wenn auch der Verfassungsschutz von "Hardcore" spricht und ich nehme auch an, dass es Herr Reul gesehen hat, dann nehme ich ihm das erstmal so ab.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Lenny » So 20. Sep 2020, 17:52

Sören74 hat geschrieben:ich nehme auch an, dass es Herr Reul gesehen hat, dann nehme ich ihm das erstmal so ab.


Es gibt keinen Grund an den Worten Reuls zu zweifeln, sollten die Ermittlungen ein anderes Bild ergeben, verliert Reul sein Gesicht.

Da die ganze Aktion ein gewisses Volumen hat und auch Aufwand beinhaltet, kann davon ausgegangen werden, das die Vorwürfe mindestens zum Teil berechtigt sind.
Man wird sehen was die Ermittlungen zutage fördern.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon tarkomed » So 20. Sep 2020, 19:24

naddy hat geschrieben:(20 Sep 2020, 13:10)

Welche haben "wir" denn "hier"?

Es wurde vieles darüber berichtet in den letzten Tagen und manches wurde auch hier verlinkt.
Ich weiß nicht, ob das hier auch dabei war:
https://www.tagesschau.de/regional/nord ... 36469.html
Es ging nicht nur um Bilder, soviel ich mitbekommen habe, sondern auch um Texte, die wir nicht kennen und somit kann jeder seine Schlüsse daraus ziehen und du ziehst deine daraus. Auch gut.
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
Wenn sie es trotzdem tun, dann bist du es...
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Brainiac » Mi 23. Sep 2020, 10:23

[MOD] Wegen Aufräumarbeiten geschlossen.

Edit: wieder auf.
Zuletzt geändert von Brainiac am Sa 26. Sep 2020, 08:22, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: [MOD] Edit
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Alexyessin » Sa 26. Sep 2020, 12:00

Heute jährt sich zum 40. Mal der Terroranschlag auf dem Oktoberfest. Lange hat es gedauert - genauer gesagt 39 Jahre - bis die These vom verirrten Einzeltäter nicht mehr haltbar war sondern der Terroranschlag als solches auch als Rechtsextremistischer Terroranschlag gewertet wurde.
Tragisch ist eben nicht nur der Tag für die Opfer und deren Angehörigen ( ich kann mich zu den Glücklichen zählen, das meine beiden großen Schwestern an diesem Abend schon früher zu Hausen sein mussten ) sondern auch die Erkenntnis wie lange der bayrische Staat, bzw. die bayrische Staatsregierung versucht hat dieses Eisen nicht anzufassen. Auch nach dem Tod von FJS, der ja, bewusst oder nicht, den Zusammenhang zwischen Köhler und der WSG aufs minimalste reduzieren wollte, sondern auch die Regierungen danach wollten sich nicht näher damit befassen. Und bei solchen Verstrickungen ist wegschauen und nicht beachten noch schlimmer als offenes Leugnen.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Eine Spekulation zum Oktoberfest-Attentat

Beitragvon JosefG » Sa 26. Sep 2020, 20:21

Das Attentat war ja heute wieder Thema in den Nachrichten wegen des 40.Jahrestags.
Schon oft wurde berichtet über Ungereimtheiten, wie vernichtete Beweismittel.

Ich denke, so könnte es gewesen sein:

Die Geheimdienste haben den späteren Attentäter mittels V-Leuten angestiftet und mit den erforderlichen Hilfsmitteln versorgt. Es war
vorgesehen, den geplanten Anschlag kurz vor der Ausführung publikumswirksam auffliegen zu lassen und den Attentäter festzunehmen.
Doch dabei ist etwas schiefgegangen, vielleicht hat der Attentäter die V-Leute ausgetrickst, und es kam tatsächlich zu dem Anschlag.

Für mich ist das die plausibelste Erklärung für das Attentat und die anschließenden Vertuschungen,
für die es ja laut Medien offenbar viele Anzeichen gibt. Eine andere Erklärung fällt mir nicht ein.

Habe mir jetzt nicht die Mühe gemacht, Links herauszusuchen, ich denke die Sache ist bekannt.
Der Straftatbestand der Beleidigung sollte abgeschafft werden
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Re: Eine Spekulation zum Oktoberfest-Attentat

Beitragvon Keinen_Faschismus! » So 27. Sep 2020, 07:52

JosefG hat geschrieben:(26 Sep 2020, 20:21)
Es war vorgesehen, den geplanten Anschlag kurz vor der Ausführung publikumswirksam auffliegen zu lassen und den Attentäter festzunehmen.

Hast du dafür Hinweise?
Was wenn im Geheimdienst Altnazis einfach ihre „Kameraden“ mit Hilfe von „V-Männern“ unterstützen wollten?

Viel plausibler auch was eine mögliche nachfolgende Vertuschung angeht.

Im Februar 2015 stellte die Fraktion Die Linke im Bundestag eine Kleine Anfrage, ob die Bundesregierung ausschließen könne, dass Mitglieder der Wehrsportgruppe Hoffmann vor oder nach dem Attentat als V-Leute für deutsche Geheimdienste tätig gewesen seien. Die Bundesregierung verweigerte zwar die Antwort darauf, doch andere ihrer Antworten zeigten, dass beide Behörden Berichte von V-Personen (Quellenmeldungen) mit Bezug zum Oktoberfestattentat besaßen, die meisten das BfV.


Im April 2016 erklärte die Bundesregierung auf Anfrage der Bundestagsabgeordneten Martina Renner (Die Linke), bislang habe nur der BND, nicht aber das BfV dem Generalbundesanwalt seine Akten zum Oktoberfestattentat übergeben.


Auch sehr bezeichnend dass hier wohl nur die Linke an echter Aufklärung interessiert zu sein scheint!

Wäre es nach 40 Jahren nicht langsam Zeit mit der Wahrheit rauszurücken?
Ist man das den Opfern und den Angehörigen der Opfer nicht schuldig?
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Der Neandertaler
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Re: Eine Spekulation zum Oktoberfest-Attentat

Beitragvon Der Neandertaler » So 27. Sep 2020, 13:04

Hallo JosefG.
Ich weiß nicht, wie Du Deine Erkenntnisse untermauern willst? Ich vermute, Deine Einlassungen fußen auf Äußerungen des Münchner Journalist Ulrich Chaussy?!?
Seine Bücher, Hörbücher und TV-Produktionen bringen seit jeher wenig substanziell Neues zutage.
Schon der Untertitel eines seiner Bücher: "Wie Rechtsterrorismus und Antisemitismus seit 1980 verdrängt werden" ist meiner Meinung nach falsch.

Richtig ist, daß Bayerns Polizei recht schnell die Anhänger der rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann im Blick hatte. Trotz des Schocks über diesen bis dahin "schlimmsten Anschlag der bundesdeutschen Geschichte" wollte Bayerns Polizei bereits 16 Stunden nach der Detonation zuschlagen und koordiniert anderthalb Dutzend Wohnungen durchsuchen.
    (der als Bomberleger identifizierte 21-Jährige selbst war ein bekannter Anhänger der Neonazi-Vereinigung.)
Allerdings übernahm kurz vor dem geplanten Beginn Generalbundesanwalt Kurt Rebmann offiziell die Ermittlungen.
    (in Fällen politisch motivierter Gewalt ist er von Amts wegen zuständig)
Richtig ist ebenso, daß sich bei den bayerischen Ermittlern die Tendenz durchsetzte, den Attentäter als Einzeltäter darzustellen, der "seine Tat aus Liebeskummer und Frustration" begangen habe. Insofern liefen die Ermittlungen in eine ganz andere Richtung. Letztlich nahm der bayerische Verfassungsschutz Einfluß auf die Ermittlungen. Spuren in die Neonaziszene wurden nicht verfolgt, Gutachten und wichtige Beweismittel verschwanden spurlos. Allerdings stand nie zur Debatte, daß die Tat aus dem rechtsextremen Spektrum kam und es sich um einen Terrorakt gehandelt hatte. Dennoch sind bis heute zentrale Fragen ungeklärt.

Wenn der langjährige BR-Journalist Ulrich Chaussy Fragen aufwirft, wie etwa die, daß man nicht wisse, ob Köhler wirklich "die Bombe gezündet hat?" oder "ob er die Bombe gebaut hat?", sind diese zwar berechtigt. Allerdings darf man bei Chaussys nächster Frage: "wir wissen nicht, wer bei Köhler am Tatabend dabei gewesen ist?" wohl davon ausgehen, daß Chaussy selber von Köhlers Täterschaft ausgeht. Da allerdings Köhler selber unter den Opfern war, darf man von ihm wohl keine eindeutigen Antworten darauf erwarten.

Wenn Ungereimtheiten bestehen, wenn also die Fakten der Theorie (des Geschehenen) widersprechen, kann man die Theorie anpassen oder verwerfen. Die Schlußfolgerungen der Ungereimtheiten können zwar einzelne korrekte Fakten enthalten, die Verbindungen zwischen ihnen und daraus sind aber erfunden, entsprechen aber eher einer These. In diesem Moment kann man von "Verschwörungserzählungen" reden.
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)
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Re: Eine Spekulation zum Oktoberfest-Attentat

Beitragvon JosefG » So 27. Sep 2020, 15:26

Der Neandertaler hat geschrieben:(27 Sep 2020, 13:04)

...

In der Tat war der BR meine wichtigste Informationsquelle in dieser Sache. Aber meine Spekulation widerspricht ja gerade dem von dir genannten Journalisten. Deshalb verstehe ich deinen Beitrag nicht ganz.
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Re: Eine Spekulation zum Oktoberfest-Attentat

Beitragvon Der Neandertaler » Mo 28. Sep 2020, 10:24

JosefG hat geschrieben:Deshalb verstehe ich deinen Beitrag nicht ganz.
Genau das ist das Problem. Jemand zimmert sich etwas zurecht - sobald Gegenargumente kommen, die diesem widersprechen und das Gesagte ... oder besser: das Zusammengesponnene mit anderen Theorien, die in die gleiche Kerbe hauen (Hauptsache gegen die da oben), verbindet, wird behauptet, man verstehe den Beitrag und den Zusammenhang nicht so wirklich.

Anstatt seine eigenen Thesen zu untermauern ... unstrittig zu untermauern, werden kurzerhand die Gegenargumente ad absurdum abgetan und somit der Verfasser diskreditiert.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Haegar » Do 1. Okt 2020, 10:42

Jetzt wird doch genauer nachgeschaut, auch bei unseren Verfassungsschützern.

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/rechtsextremismus-in-nrw-behoerden-mehrere-verdaechtige-beim-verfassungsschutz-taetig-a-e578f57b-9c25-4450-b1d6-4769e7bd29d5

Irgend wie pervers. Verfassungsfeinde beim Verfassungsschutz.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon nachtmasse » Do 1. Okt 2020, 17:15

Haegar hat geschrieben:(01 Oct 2020, 10:42)

Jetzt wird doch genauer nachgeschaut, auch bei unseren Verfassungsschützern.

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/rechtsextremismus-in-nrw-behoerden-mehrere-verdaechtige-beim-verfassungsschutz-taetig-a-e578f57b-9c25-4450-b1d6-4769e7bd29d5

Irgend wie pervers. Verfassungsfeinde beim Verfassungsschutz.

Kreisen den jetzt wenigstens unentwegt Polizeihubschrauber über den Laden? Der scheint mir ja von einer ganz üblen Sorte besetzt zu sein.

Aufklärung bedeutet ja auch Vertrauen. Wo soll man das jetzt noch hernehmen? Viele Politiker haben jetzt ja schon wieder den Duden mit der Seite Einzefall, der aufgeschlagen.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » Sa 3. Okt 2020, 09:26

Wenn immer mehr Fälle ans Licht kommen sollten, wird auch die Gefahr näherrücken, dass es sich doch um strukturellen Rechtsextremismus handelt. Solange aber vom Innenminister Rechtsextremismus-Studien (speziell auch die für die Polizei) nicht für nötig gehalten werden, wird das nie genau analysiert werden können. Das wäre aber dringend nötig. Da reicht auch keine allgemeine "Rechtsextremismus-Gesellschafts-Studie", wie das Seehofer ja will. Nein, da muss direkt erforscht und hinterfragt werden, was in den Behörden los ist. Sonst wird das Sicherheitsgefühl großer Teile der Bevölkerung, die selbst nicht rechtsextrem denken, den Bach runtergehen.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Koesteriz » Sa 3. Okt 2020, 09:36

Selina hat geschrieben:(03 Oct 2020, 09:26)

Wenn immer mehr Fälle ans Licht kommen sollten, wird auch die Gefahr näherrücken, dass es sich doch um strukturellen Rechtsextremismus handelt. Solange aber vom Innenminister Rechtsextremismus-Studien (speziell auch die für die Polizei) nicht für nötig gehalten werden, wird das nie genau analysiert werden können. Das wäre aber dringend nötig. Da reicht auch keine allgemeine "Rechtsextremismus-Gesellschafts-Studie", wie das Seehofer ja will. Nein, da muss direkt erforscht und hinterfragt werden, was in den Behörden los ist. Sonst wird das Sicherheitsgefühl großer Teile der Bevölkerung, die selbst nicht rechtsextrem denken, den Bach runtergehen.


Wenn der angeblich größte nicht rassistisch denkende Teil der Behörden und Polizei sich nicht getraut rassistische Kollegen zu melden, stimmt natürlich etwas nicht.
Nicht das am Ende die nicht Rassisten die Einzelfälle sind. Natürlich ist der Rechtsextremismus in den Behörden strukturell, denn alle sind bestens Vernetzt und betreiben gemeinsame Sache.
Gibt man halt nicht zu, da man den Bürger nicht verunsichern will.
Wir brauchen nicht auf die 6. große Katastrophe warten, wir sind es!
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon McKnee » Sa 3. Okt 2020, 09:51

Koesteriz hat geschrieben:(03 Oct 2020, 09:36)

Wenn der angeblich größte nicht rassistisch denkende Teil der Behörden und Polizei sich nicht getraut rassistische Kollegen zu melden, stimmt natürlich etwas nicht.
Nicht das am Ende die nicht Rassisten die Einzelfälle sind. Natürlich ist der Rechtsextremismus in den Behörden strukturell, denn alle sind bestens Vernetzt und betreiben gemeinsame Sache.
Gibt man halt nicht zu, da man den Bürger nicht verunsichern will.


Ne, weil es eine unbelegte Hetze und Diffamierung ist, das zu behaupten.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

.....er wusste es :D
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Koesteriz » Sa 3. Okt 2020, 09:58

McKnee hat geschrieben:(03 Oct 2020, 09:51)

Ne, weil es eine unbelegte Hetze und Diffamierung ist, das zu behaupten.

Dann mal her mit den Belegen, so ist es nur Verharmlosung. Man sieht ja, wie es immer weitere Kreise zieht.
Hessen ist nur der Anfang. NRW und Berlin zeigen wohin die Reise führt und vielleicht ist das der Grund warum ein Seehofer eine genauere Beleuchtung wohl verhindern will.

Das positive Licht könnte schnell erlöschen.
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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon McKnee » Sa 3. Okt 2020, 10:01

Koesteriz hat geschrieben:(03 Oct 2020, 09:58)

Dann mal her mit den Belegen, so ist es nur Verharmlosung. Man sieht ja, wie es immer weitere Kreise zieht.
Hessen ist nur der Anfang. NRW und Berlin zeigen wohin die Reise führt und vielleicht ist das der Grund warum ein Seehofer eine genauere Beleuchtung wohl verhindern will.

Das positive Licht könnte schnell erlöschen.


Falsche Reihenfolge. Die Beweispflicht liegt hier klar beim Kläger.

Was man sieht ist, dass die Polizei gegen deratige Fälle und Tendenzen vorgeht.

Also nichts strukturelles, außer einer strukturellen Bekämpfung.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

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Re: Rechtsextremismus

Beitragvon Koesteriz » Sa 3. Okt 2020, 10:15

McKnee hat geschrieben:(03 Oct 2020, 10:01)

Falsche Reihenfolge. Die Beweispflicht liegt hier klar beim Kläger.

Was man sieht ist, dass die Polizei gegen deratige Fälle und Tendenzen vorgeht.

Also nichts strukturelles, außer einer strukturellen Bekämpfung.

Also keine Belege. Dann ist alles gesagt.
Wir brauchen nicht auf die 6. große Katastrophe warten, wir sind es!

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