Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

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jack000
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Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon jack000 » So 24. Mär 2019, 22:59

An diesem Freitag stellt Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) den Sicherheitsbericht des Landes vor. Schon jetzt ist klar: die Aggressionsdelikte im öffentlichen Raum haben im vergangenen Jahr weiter zugenommen.

Stuttgart - Körperliche Angriffe auf Menschen haben auf den baden-württembergischen Straßen und Plätzen im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Nach Informationen unserer Zeitung kletterte die Zahl der sogenannten Aggressionsdelikte im öffentlichen Raum landesweit auf mehr als 27 400 Fälle. Dies stellt eine neue Fünf-Jahres-Höchstmarke dar und entspricht einem Plus von fünf Prozent im Vergleich zu 2017.

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Stuttgart bestätigte unserer Zeitung, dass es in der Landeshauptstadt zuletzt einen ähnlichen Anstieg bei den Aggressionsdelikten im öffentlichen Raum gegeben habe.

Die einfachen Körperverletzungen machen über die Hälfte der Aggressionsdelikte aus, die auf offener Straße, auf Plätzen, in Parks oder in öffentlichen Verkehrsmitteln begangen wurden. Unter dem Begriff Aggressionsdelikte fasst die Polizei neben den einfachen Körperverletzungen auch Gewaltkriminalität zusammen – wie zum Beispiel gefährliche und schwere Körperverletzungen, Raubdelikte, Beteiligungen an einer Schlägerei, Mord und Totschlag.

39 Prozent der Tatverdächtigen haben keinen deutschen Pass
Rund 39 Prozent der Tatverdächtigen bei diesen Straftaten im Jahr 2018 im Südwesten besitzen keinen deutschen Pass. Zwölf Prozent der von der Polizei ermittelten, mutmaßlichen Täter waren zuletzt Asylsuchende und Flüchtlinge – ohne die anerkannten Asylberechtigten. Im Jahr 2017 hatte ihr Anteil noch zehn Prozent betragen. Asylbewerber und Flüchtlinge bilden rund zwei Prozent der Bevölkerung in Baden-Württemberg. Sie sind bei den Aggressionsdelikten also überrepräsentiert.

Die politisch motivierten Straftaten gegen Flüchtlinge und deren Unterkünfte nahmen derweil ebenfalls zu. Laut Innenministerium gab es 286 Fälle, 17 Menschen wurden verletzt. 2017 waren es 193 solcher Straftaten mit insgesamt vier Verletzten gewesen.

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... onkBIj16lw
Das Gesülze von gesunkener Kriminalität sollte natürlich beruhigen aber ich habe schon damals darauf hingewiesen das die relevante Kriminalität gestiegen ist und das ist u.a. natürlich die Chance im öffentlichen Raum Opfer von Gewaltkriminalität zu werden.
=> Was sind die Möglichkeiten sich selbst vor solchen Angriffen/Übergriffen zu schützen?
=> Was kann die Strafverfolgung präventiv tun?
=> Kann überhaupt irgendwas dagegen gemacht werden oder müssen wir das halt so hinnehmen?
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Bielefeld09
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon Bielefeld09 » Mo 25. Mär 2019, 01:40

jack000 hat geschrieben:(24 Mar 2019, 22:59)

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... onkBIj16lw
Das Gesülze von gesunkener Kriminalität sollte natürlich beruhigen aber ich habe schon damals darauf hingewiesen das die relevante Kriminalität gestiegen ist und das ist u.a. natürlich die Chance im öffentlichen Raum Opfer von Gewaltkriminalität zu werden.
=> Was sind die Möglichkeiten sich selbst vor solchen Angriffen/Übergriffen zu schützen?
=> Was kann die Strafverfolgung präventiv tun?
=> Kann überhaupt irgendwas dagegen gemacht werden oder müssen wir das halt so hinnehmen?

Lieber Jack000,
dir ist doch sicherlich auch bekannt,
das die meisten Straftaten im Mileu stattfinden.
Und das du eben kein Opfer wirst.
Welchen Popanz möchtest du hier wieder mal generieren?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Satori
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon Satori » Mo 25. Mär 2019, 03:45

Bielefeld09 hat geschrieben:(25 Mar 2019, 01:40)

dir ist doch sicherlich auch bekannt,
das die meisten Straftaten im Mileu stattfinden.
Und das du eben kein Opfer wirst.


Das Mileu ist eben die Straße, auf der man geht.
Es stimmt, als unbeteiligter Passant wir man seltener ein Opfer.
Aber auch wenn man sich nur Konflikt-schlichtend einmischt, kann man unter die Messer geraten.


Nur ein Tag, nur eine Auswahl:
24.03.19
Drei Messer-Attacken in einer Nacht Nach Streit in Köln-Mülheim: Mann stirbt in Klinik
https://www.express.de/koeln/drei-messe ... k-32269092

Mann nachts in Bochumer City mit Messer bedroht und beraubt
https://www.waz.de/staedte/bochum/mann- ... 36817.html

NEUMÜNSTER: Mann geht mit Messer auf Polizisten los
https://www.shz.de/23103302

Streit eskaliert Frau mit Messer schwer im Kopf verletzt
https://www.mz-web.de/sachsen-anhalt/st ... t-32267748

Nach Messerstecherei Angehörige von 42-Jährigem blockieren Spandauer Klinik
https://www.berliner-zeitung.de/berlin/ ... k-32268644

Aus dem letzten Artikel:
Der schnelle Griff zum Messer sei laut Polizisten ein Trend, der sich mittlerweile auch in den Zahlen der Berliner Kriminalstatistik niederschlägt. In der Hauptstadt kommt es demnach siebenmal am Tag zu einer Messerattacke. 2017 wurden bei mehr als 2.737 Straftaten ein Messer benutzt, also 200 Mal öfter als im Jahr zuvor.

Da frag ich mich auch: Was ist da los und was wollen die ganzen Messerstecher hier?
:?:
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Kael
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon Kael » Mo 25. Mär 2019, 05:01

Gibt es auch Daten zu den kulturellen Hintergründen der Täter?
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McKnee
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon McKnee » Mo 25. Mär 2019, 18:41

Bielefeld09 hat geschrieben:(25 Mar 2019, 01:40)

dir ist doch sicherlich auch bekannt,
das die meisten Straftaten im Mileu stattfinden.


Gibt es dazu auch seriöse Quellen?

Milieu ist keine Insel, es liegt inmitten Unbeteiligter. Wenn du sagst, dass die meisten Straftaten im Mileu stattfinden, dann bedeutet das nicht unter Ausschluss Unbeteiligter.

Deine Feststellung scheitert allerdings an einer weiteren Tatsache. Die meisten Milieutaten werden gar nicht angezeigt, also bekannt, tauchen also gar nicht in den Statistiken auf. Wir wissen sehr wohl, dass das Klima dort rauer geworden ist, aber das ist nicht in Zahlen zu fassen.

Die präsentierten Zahlen beziehen sich also durchaus auch mit Schwerpunkt auf die allgemeine Kriminalität.

Trotzdem lieber Jack, Baden Württemberg ist nicht die Republik. Wenn die so eine allgemeine Aussage triffst, bezieh dich auch auf die relevanten Zahlen. Das sind dann die des BKA. Nur ist die noch gar nicht veröffentlicht.

In NRW verzeichnet man 2018 einen Rückgang der Straftaten insgesamt, jedoch einen Anstieg bei Mord/Totschlag, ebenfalls einen Rückgang bei der Straßenkriminalität unter den ein Vielzahl der Aggressionsdelikte fallen.

https://www.im.nrw/polizeiliche-krimina ... ekonferenz

Eine Auswertung in HInblick auf Aggressionsdelikte ist mir dort nicht bekannt. Allerdings spricht man hier von Gewaltdelikten, was nicht deckungsgleich sein muss.
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon McKnee » Mo 25. Mär 2019, 18:42

Kael hat geschrieben:(25 Mar 2019, 05:01)

Gibt es auch Daten zu den kulturellen Hintergründen der Täter?


steht zu befürchten, dass das Verhalten immanent ist?
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon imp » Di 26. Mär 2019, 09:19

Es ist ja so, dass Drogentäter oft aus den Kreisen kommen, aus denen auch Drogenopfer kommen. Dasselbe bei vielen Spielarten häuslicher Gewalt. Wer als Kind volkstümliche Schlager hören musste, hat eine vielfach erhöhte Chance, als Erwachsener selbst im Schlagermilieu Täter zu werden. Es ist kein Automatismus, aber es gibt da wohl Tendenzen
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon Wolverine » Di 26. Mär 2019, 10:18

McKnee hat geschrieben:(25 Mar 2019, 18:42)

steht zu befürchten, dass das Verhalten immanent ist?


Mir ist nur bekannt, dass die Gewaltbereitschaft insgesamt angestiegen ist. Sei es gegen Polizei, Sanitäter oder Feuerwehr und Polizisten oder aber auch unter Privatleuten. Es sind nicht nur Flüchtlinge oder hier lebende Migranten. Dazu gehören auch Deutsche. Insgesamt gibt es mehr Gewalt im öffentlichen Raum.
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon McKnee » Di 26. Mär 2019, 10:19

Wolverine hat geschrieben:(26 Mar 2019, 10:18)

Mir ist nur bekannt, dass die Gewaltbereitschaft insgesamt angestiegen ist. Sei es gegen Polizei, Sanitäter oder Feuerwehr und Polizisten oder aber auch unter Privatleuten. Es sind nicht nur Flüchtlinge oder hier lebende Migranten. Dazu gehören auch Deutsche. Insgesamt gibt es mehr Gewalt im öffentlichen Raum.


Dem widerspreche ich nicht
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon Bielefeld09 » Do 28. Mär 2019, 00:59

Vielleicht sollte man erst mal damit beginnen,
jegliche Form von Gewalt innerhalb unserer Gesellschaft zu verurteilen.
Vielleicht sollte man allen Beteiligten erklären,
das Gewalt keine Lösung, sondern die Ursache für weitere Probleme ist.
Und ganz bestimmt darf der Angriff auf einen Mandatsträger nicht anders geahndet werden,
als der Angriff auf einen Bürger.
Wie einfach ist es für einen Staat klare Grenzen zu ziehen?!
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon DarkLightbringer » Do 28. Mär 2019, 02:52

Man kann eine Prozentzahl X mit dem Merkmal "Asylbewerber" nicht mit den 100 % der Gesamtbevölkerung gleichsetzen, um daraus dann eine Überrepräsentanz abzuleiten.
Die Bezugsgröße muss ja stimmen, also etwa Vergleich Bevölkerung A mit Bevölkerung B oder Insassen von Gefängnis A mit Insassen von Gefängnis B.
Ansonsten kommt es zu klassischen Fehlschlüssen.
Beispiel: In den Gefängnissen sind fast alle kriminell, in der Gesamtbevölkerung aber nur 2 %. Die Gefängnisinsassen sind also im Bereich Kriminalität gegenüber der Gesamtbevölkerung deutlich überrepräsentiert. Das ist zwar richtig, gleichzeitig aber auch erwartbar und letztlich nichtssagend.
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon Bielefeld09 » Do 28. Mär 2019, 03:20

DarkLightbringer hat geschrieben:(28 Mar 2019, 02:52)

Man kann eine Prozentzahl X mit dem Merkmal "Asylbewerber" nicht mit den 100 % der Gesamtbevölkerung gleichsetzen, um daraus dann eine Überrepräsentanz abzuleiten.
Die Bezugsgröße muss ja stimmen, also etwa Vergleich Bevölkerung A mit Bevölkerung B oder Insassen von Gefängnis A mit Insassen von Gefängnis B.
Ansonsten kommt es zu klassischen Fehlschlüssen.
Beispiel: In den Gefängnissen sind fast alle kriminell, in der Gesamtbevölkerung aber nur 2 %. Die Gefängnisinsassen sind also im Bereich Kriminalität gegenüber der Gesamtbevölkerung deutlich überrepräsentiert. Das ist zwar richtig, gleichzeitig aber auch erwartbar und letztlich nichtssagend.

Und sie wollten noch ernst genommen werden?
Es geht hier um Attacken im öffentlichen Raum gegenüber Menschen von Menschen.
Was anderes ist es ja nicht.
Warum klappt ein gewaltfreies miteinander nicht mehr?
Haben wir was vergessen?
Oder sind Schulen heute Orte,
die gewaltfreie Entwicklung lehren?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon DarkLightbringer » Do 28. Mär 2019, 03:53

Sicher, Gewalt sollte nicht sein, weder öffentlich noch privat und Weltfrieden wäre auch hübsch.

Hat aber nichts mit methodischen Fehlern zu tun, bei dem die Datenlage falsch interpretiert wird. Kann man machen, wenn man will, muss es aber nicht.
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon Bielefeld09 » Do 28. Mär 2019, 04:32

DarkLightbringer hat geschrieben:(28 Mar 2019, 03:53)

Sicher, Gewalt sollte nicht sein, weder öffentlich noch privat und Weltfrieden wäre auch hübsch.

Hat aber nichts mit methodischen Fehlern zu tun, bei dem die Datenlage falsch interpretiert wird. Kann man machen, wenn man will, muss es aber nicht.

Ich widerspreche dir mal nicht, na und?
Dann sitzt du in deinem Sofa und alles ist schrecklich,
Und was haben Sie geändert?
Die Sitzposition in ihrem Sofa.
Alles gut!
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon McKnee » Do 28. Mär 2019, 07:40

Bielefeld09 hat geschrieben:(28 Mar 2019, 00:59)

Vielleicht sollte man erst mal damit beginnen,
jegliche Form von Gewalt innerhalb unserer Gesellschaft zu verurteilen.
Vielleicht sollte man allen Beteiligten erklären,
das Gewalt keine Lösung, sondern die Ursache für weitere Probleme ist.
Und ganz bestimmt darf der Angriff auf einen Mandatsträger nicht anders geahndet werden,
als der Angriff auf einen Bürger.
Wie einfach ist es für einen Staat klare Grenzen zu ziehen?!


DarkLightbringer hat geschrieben:(28 Mar 2019, 02:52)

Man kann eine Prozentzahl X mit dem Merkmal "Asylbewerber" nicht mit den 100 % der Gesamtbevölkerung gleichsetzen, um daraus dann eine Überrepräsentanz abzuleiten.
……


Wie sich beide Aussagen doch ergänzen und sich gar nicht so widersprechen.

Der ganzheitliche Ansatz von Bielefeld09 ist nicht nur ein Guter, er ist der Einzige. Das gilt bei Prävention, wie bei der Repression.

Aber dafür benötigt man eine möglichst realistische Grundlage und die Statistik ist eine von vielen. Genau dazu aber muss sie die von DaylightBringer benannten Voraussetzungen erfüllen.
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon Wutbürger » Fr 29. Mär 2019, 15:25

Lese gerade auf web.de, dass die Anfrage von AfD Mann Curio - bezüglich Messereien - nach hinten losgegangen sei, weil 842 der 1490 registrierten Messereien von Deutschen begangen wurden.
https://web.de/magazine/panorama/afd-fr ... n-33633052

Hier ein Hinweis:
Wenn wir unterstellen, dass von den (ca.) 80.000.000 in Deutschland lebenden Personen 1.000.000 Zuwanderer aus genannten Staaten wären,- und wir weiterhin die oben stehenden Zahlen der Delikte auf die Zahlen anwenden, bedeutet dies:
(EU Ausländer und nicht zu ermittelnde Täter aus untenstehendem web.de Artikel nicht berücksichtigt)
- auf (ca.) 79.000.000 Personen in Deutschland entfallen 842 Messereien
- auf 1.000.000 Syrer/Afghanen entfallen 158 Messereien
Das bedeutet (für jeden Laien - außer den Medien - ersichtlich) mehr als 10% der Delikte gehen auf das Konto von nur einem Achtzigstel der Personen in Deutschland. (Fast 15 Mal so häufig sticht also ein Syrer/Afghane zu,- im Vergleich zu einem Deutschen!) Zudem sind es nicht 1.000.000 Syrer und Afghanen, sondern weniger- was den Faktor noch in die Höhe treibt!
Das ist massiv überrepräsentiert! Und ganz im Gegensatz zu dem Artikel auf web.de eindeutig der Beweis, dass Personen aus diesen beiden Ländern (plus anderen arabischen/islamischen Staaten) die Statistik extrem anführen.
Dabei sind die 289 Fälle, in denen kein Täter ermittelt werden konnte noch gar nicht berücksichtigt. Man darf getrost davon ausgehen, dass sich unter diesen ein nicht unwesentlicher Teil an Ausländern befindet.

Die Anfrage ging nach hinten los? Wohl eher das genaue Gegenteil!
Tomaner
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon Tomaner » Mo 1. Apr 2019, 11:53

Wutbürger hat geschrieben:(29 Mar 2019, 15:25)

Lese gerade auf web.de, dass die Anfrage von AfD Mann Curio - bezüglich Messereien - nach hinten losgegangen sei, weil 842 der 1490 registrierten Messereien von Deutschen begangen wurden.
https://web.de/magazine/panorama/afd-fr ... n-33633052

Hier ein Hinweis:
Wenn wir unterstellen, dass von den (ca.) 80.000.000 in Deutschland lebenden Personen 1.000.000 Zuwanderer aus genannten Staaten wären,- und wir weiterhin die oben stehenden Zahlen der Delikte auf die Zahlen anwenden, bedeutet dies:
(EU Ausländer und nicht zu ermittelnde Täter aus untenstehendem web.de Artikel nicht berücksichtigt)
- auf (ca.) 79.000.000 Personen in Deutschland entfallen 842 Messereien
- auf 1.000.000 Syrer/Afghanen entfallen 158 Messereien
Das bedeutet (für jeden Laien - außer den Medien - ersichtlich) mehr als 10% der Delikte gehen auf das Konto von nur einem Achtzigstel der Personen in Deutschland. (Fast 15 Mal so häufig sticht also ein Syrer/Afghane zu,- im Vergleich zu einem Deutschen!) Zudem sind es nicht 1.000.000 Syrer und Afghanen, sondern weniger- was den Faktor noch in die Höhe treibt!
Das ist massiv überrepräsentiert! Und ganz im Gegensatz zu dem Artikel auf web.de eindeutig der Beweis, dass Personen aus diesen beiden Ländern (plus anderen arabischen/islamischen Staaten) die Statistik extrem anführen.
Dabei sind die 289 Fälle, in denen kein Täter ermittelt werden konnte noch gar nicht berücksichtigt. Man darf getrost davon ausgehen, dass sich unter diesen ein nicht unwesentlicher Teil an Ausländern befindet.

Die Anfrage ging nach hinten los? Wohl eher das genaue Gegenteil!

Nun dies heißt erst mal, 999 842 Syrer/Afghanen sind nicht an Messerdelikte beteiligt. Die Rechnung der Rechten ist wieder mal sofort da, ohne aber zu sagen, mal genauer hinschauen. Messerdelikte sind nicht gleich Einsatz von Messer, sondern schon das Mitführen ohne das es zum Einsatz kam. In einer Polizeistatistik taucht auch nur das auf was angezeigt wurde. So wäre also, wenn ein Deutscher vor Disko jemanden auf die Nase haut und ein Messer in der Hosentasche hat, rein statistisch auch ein Messerdelikt. Es stellt sich aber die Frage, was wird häufiger überhaupt angezeigt? Die Wahrscheinlichkeit das der Deutsche vor Disko gar nicht zur Anzeige kommt, dürfte erheblich höher sein, als wenn auf offener Straße dies ein Ausländer macht. Schlicht gesagt, Auseinandersetzungen von Deutschen oder Schlägereien, wo jemand Messer in Hosetasche hat, kommen nicht immer zur Anzeige, was dann aber nicht in Statistik auftaucht. Während aber, wenn ein Syrer oder Afghane beteiligt ist, fast immer zur Anzeige kommen dürfte. Dann stellt sich auch die Frage, wer hat wieviel Angst? Hat ein Deutscher der hier unterwegs ist, nicht weniger Angst vor einen Übergriff, als ein Syrer? Ist ein Deutscher sicherer vor einen Übergriff, als einer der ausländisch ausschaut? Selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, könnte aber ein Syrer mehr Angst haben und schon deshalb zur Verdeitigung häufiger ein Messer mitführen. Oder mal anders betrachtet, würde man in Deutschland Hausdurchsuchungen machen, sagen wir mal bei hundert normalen deutschen Bürgern und bei hundert aus dem rechtsradikalen Kreisen, wo würde man häufiger Waffen finden? Dies muß nicht heißen, dass Waffen grundsätzlich auch eingesetzt werden, wo aber gar keine waffen sind, können sie schon gar nicht eingesetzt werden.
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon Wolverine » Mo 1. Apr 2019, 13:36

DarkLightbringer hat geschrieben:(28 Mar 2019, 03:53)

Sicher, Gewalt sollte nicht sein, weder öffentlich noch privat und Weltfrieden wäre auch hübsch.

Hat aber nichts mit methodischen Fehlern zu tun, bei dem die Datenlage falsch interpretiert wird. Kann man machen, wenn man will, muss es aber nicht.


Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, dass es Gewalt gegen Sanitäter oder Feuerwehrleute gibt. Das erschließt sich mir einfach nicht. (Polizisten nicht zu vergessen).
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon relativ » Mo 1. Apr 2019, 14:25

Wolverine hat geschrieben:(01 Apr 2019, 13:36)

Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, dass es Gewalt gegen Sanitäter oder Feuerwehrleute gibt. Das erschließt sich mir einfach nicht. (Polizisten nicht zu vergessen).


Tja das ist eben ein gutes Indiz dafür, daß unsere Gesellschaft in einem steten Wandel ist. Die Konsumgesellschaft und der Hang hin zum Individuellen, haben diese Gesellschaft schon jetzt arg beeinträchtigt in ihrer sozialen Kompetenz. Da braucht man sich auch nur die fehlende Emphatie hier im Forum anzuschauen und weiss sofort, woran das Problem liegen mag, daß auch Feuerwehrleute ect. solchen Angriffen ausgesetzt sind.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Mehr Attacken auf Menschen im öffentlichen Raum - Was tun?

Beitragvon jack000 » Mo 1. Apr 2019, 23:32

relativ hat geschrieben:(01 Apr 2019, 14:25)

Tja das ist eben ein gutes Indiz dafür, daß unsere Gesellschaft in einem steten Wandel ist. Die Konsumgesellschaft und der Hang hin zum Individuellen, haben diese Gesellschaft schon jetzt arg beeinträchtigt in ihrer sozialen Kompetenz.

Ach daran liegt das also ...
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