Rücktritt wegen NPD

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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon JJazzGold » Mi 11. Mär 2015, 17:39

Quatschki » Mi 11. Mär 2015, 16:38 hat geschrieben:Wer soll denn die Barbarei in diesen Ländern beenden, wenn nicht die Menschen selbst?
Oder willst du zuschauen, wie die ganze Welt nach und nach in diesem Strudel gezogen wird?

Einfach Flüchtlinge aufnehmen löst dort kein einziges Problem. Es spielt den Vertreibern und ethnischen Säuberern sogar in die Hände.
Und manche der armen Verfolgten sind ja vielleicht sogar zu Recht verfolgt worden?
Oder wie sonst kommen die ganzen islamistischen Haßprediger nach Deutschland? Oder die kurdisch-libanesischen Verbrecherclans? Oder die tschetschenischen Mafiosi?



Wie sollen denn die Rückwanderer die Barbarei beenden, wenn sie bei Betreten des Landes erschossen werden?

Ihr stereotypes Gleichsetzen von Flüchtlinge = Verbrecher und Haßprediger ist bei mir an der falschen Adresse. Ich habe in- und ausländisch Bildung erworben.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Quatschki » Mi 11. Mär 2015, 21:36

JJazzGold » 11. Mär 2015, 18:39 hat geschrieben:
Wie sollen denn die Rückwanderer die Barbarei beenden, wenn sie bei Betreten des Landes erschossen werden?

Was wäre, wenn Nelson Mandela, statt 30 Jahre im Gefängnis zu sitzen, rechtzeitig emigriert wäre, um dann in Köln oder Hamburg als mustergültig integrierter Afrogermane Betreiber einer Autowaschanlage zu werden?

Ich denk bei Emigranten immer noch an Leute wie Willy Brandt, Thomas Mann, Albert Einstein, Heinrich Heine, Bertold Brecht. Karl Marx oder meinetwegen auch Lenin
und ich frage mich, wo sind die adäquaten Persönlichkeiten aus Somalia, Eritrea, Syrien, Libyen oder Tschetschenien?

Wenn es sie gibt, muß man ihren Kampf popularisieren und unterstützen. Dann gäbe es auch mehr Akzeptanz für die Emigranten!
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Kopernikus » Mi 11. Mär 2015, 23:00

Das, was in Tröglitz passierte, hat mittlerweile schon System und es ist erschreckend wieviele sich für die faktische Machtdemonstration rechter, ausländerfeindlicher Banden begeistern können und die Bedrohung all jener, die in deren Visier geraten, bagattelisieren oder entschuldigen.

Ein interessanter Artikel dazu:

Bürgermeister-Rücktritt wegen NPD-Demo: Er ist nicht allein

In Tröglitz ist Bürgermeister Nierth zurückgetreten, weil er sich von Rechtsextremen bedroht sah. Die machen regelmäßig Druck gegen unerwünschte Politiker - mit Drohungen, Schmähungen oder gar Aufmärschen vor der Haustür.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 22734.html
Dort sind mehrere Fälle beschrieben.
http://kartoffeln-im-netz.tumblr.com/
"Das Volk ist immer da, wo das große Maul, die heftigste Phrase ist." Alfred Döblin
http://www.youtube.com/watch?v=xwsOi0ypuSI
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Quatschki » Mi 11. Mär 2015, 23:08

Kopernikus » 12. Mär 2015, 00:00 hat geschrieben:Das, was in Tröglitz passierte, hat mittlerweile schon System und es ist erschreckend wieviele sich für die faktische Machtdemonstration rechter, ausländerfeindlicher Banden begeistern können und die Bedrohung all jener, die in deren Visier geraten, bagattelisieren oder entschuldigen.

Ein interessanter Artikel dazu:


http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 22734.html
Dort sind mehrere Fälle beschrieben.

Es scheint eine allseits beliebte Taktik zu sein, denn gegen die Pegida-Organisatoren Bachmann und Oertel wurde in ganz ähnlicher Art und Weise Druck gemacht!
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Tantris » Mi 11. Mär 2015, 23:12

Quatschki » Do 12. Mär 2015, 00:08 hat geschrieben:Es scheint eine allseits beliebte Taktik zu sein, denn gegen die Pegida-Organisatoren Bachmann und Oertel wurde in ganz ähnlicher Art und Weise Druck gemacht!



Tägliche demos vor seiner haustür?

Tatsächlich?

Bitte, quelle!
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Kopernikus » Mi 11. Mär 2015, 23:18

Quatschki » Mi 11. Mär 2015, 23:08 hat geschrieben:Es scheint eine allseits beliebte Taktik zu sein, denn gegen die Pegida-Organisatoren Bachmann und Oertel wurde in ganz ähnlicher Art und Weise Druck gemacht!

Daran kann man sehen, wie nahe sich Islamisten und Rechtsknaller um Pegida und Co. sind. Beide drohen ihren Gegnern mit Mord und Todschlag.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon IndianRunner » Mi 11. Mär 2015, 23:21

Kopernikus » Mi 11. Mär 2015, 23:18 hat geschrieben:Daran kann man sehen, wie nahe sich Islamisten und Rechtsknaller um Pegida und Co. sind. Beide drohen ihren Gegnern mit Mord und Todschlag.


Macht Antifa auch.

http://www.blu-news.org/2015/01/19/anti ... en-pegida/

Alle in einen Sack und immer feste druff?
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Quatschki » Mi 11. Mär 2015, 23:29

Tantris » 12. Mär 2015, 00:12 hat geschrieben:

Tägliche demos vor seiner haustür?

Tatsächlich?

Bitte, quelle!

Wenn ich mich recht erinnere, hatte sich Frau Oertel im Januar eine "Auszeit genommen wegen massiver Anfeindungen, Drohungen und beruflicher Nachteile". Sie hatte sich auch darüber beklagt, dass nachts Fotografen und komische Gestalten um ihr Privathaus schlichen.
In Verbindung mit der Internet- und Medienhetze gegen Pegida ist das selbstverständlich eine massive Einschüchterung, die geeignet ist, nervlich schwächer gestrickte oder beruflich abhängige Menschen vor politischen Betätigung abzuschrecken.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Tantris » Mi 11. Mär 2015, 23:36

Quatschki » Do 12. Mär 2015, 00:29 hat geschrieben:Wenn ich mich recht erinnere, hatte sich Frau Oertel im Januar eine "Auszeit genommen wegen massiver Anfeindungen, Drohungen und beruflicher Nachteile". Sie hatte sich auch darüber beklagt, dass nachts Fotografen und komische Gestalten um ihr Privathaus schlichen.
In Verbindung mit der Internet- und Medienhetze gegen Pegida ist das selbstverständlich eine massive Einschüchterung, die geeignet ist, nervlich schwächer gestrickte oder beruflich abhängige Menschen vor politischen Betätigung abzuschrecken.



Hast du mal eine quelle? Oben war es noch bachmann... jetzt ortel... was war wirklich?

Und... wäre der bürgermeister auch zurückgetreten, wenn es nicht tägliche demos sondern journalisten gewesen wären?

Übrigens, ortel hat bereits im februar neue demos veranstaltet, die weniger rechtsextrem waren als die von bachman. Also... ihr problem ist nicht, dass sie angst hat und nichts mehr macht, sondern dass sie den pegidisten nicht radikal genug ist und deswegen weniger anhänger hat.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Kopernikus » Do 12. Mär 2015, 00:01

Quatschki » Mi 11. Mär 2015, 23:29 hat geschrieben:Wenn ich mich recht erinnere, hatte sich Frau Oertel im Januar eine "Auszeit genommen wegen massiver Anfeindungen, Drohungen und beruflicher Nachteile". Sie hatte sich auch darüber beklagt, dass nachts Fotografen und komische Gestalten um ihr Privathaus schlichen.
In Verbindung mit der Internet- und Medienhetze gegen Pegida ist das selbstverständlich eine massive Einschüchterung, die geeignet ist, nervlich schwächer gestrickte oder beruflich abhängige Menschen vor politischen Betätigung abzuschrecken.

Es gab keine Internet- und Medienhetze gegen Pegida. Nur weil sich Pegida-Orga und Anhänger nicht als Rassisten sehen, heißt das nicht, das sie keine sind und nicht als solche bezeichnet werden dürfen. Wer das als Hetze abtut, ist selbst schuld.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Gretel » Do 12. Mär 2015, 00:09

Kopernikus » Do 12. Mär 2015, 00:01 hat geschrieben:Es gab keine Internet- und Medienhetze gegen Pegida. Nur weil sich Pegida-Orga und Anhänger nicht als Rassisten sehen, heißt das nicht, das sie keine sind und nicht als solche bezeichnet werden dürfen. Wer das als Hetze abtut, ist selbst schuld.


Möglicherweise
ist dies eine Sache des Standpunktes.

:rolleyes: Himmel hilf.

Boah, ich bin nun sowas von Anti-Pegida, aber sorry, Kopernikus, so eine selbstgerechte Wahrheitspacht geht gar nicht, pfui Deibel, das widerspricht jedweder Dialektik und ziemt
nur Pediganern.
Zuletzt geändert von Gretel am Do 12. Mär 2015, 00:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Kopernikus » Do 12. Mär 2015, 00:13

Gretel » Do 12. Mär 2015, 00:09 hat geschrieben:
Möglicherweise
ist dies eine Sache des Standpunktes.

:rolleyes: Himmel hilf.

Ob ich einen Rassisten als solchen bezeichnen darf ist keine Frage des Standpunktes, sondern eine, über die im Zweifel Gerichte zu entscheiden haben. Im Falle von Pegida wäre ich ziemlich zuversichtlich, dass ich eine solche Gruppierung vollkommen konsequenzlos als rassistische Versammlung titulieren darf.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Gretel » Do 12. Mär 2015, 00:39

Kopernikus » Do 12. Mär 2015, 00:13 hat geschrieben:Ob ich einen Rassisten als solchen bezeichnen darf ist keine Frage des Standpunktes, sondern eine, über die im Zweifel Gerichte zu entscheiden haben. Im Falle von Pegida wäre ich ziemlich zuversichtlich, dass ich eine solche Gruppierung vollkommen konsequenzlos als rassistische Versammlung titulieren darf.


Oh je, muß ich denn etwa noch Pegida verteidigen... :s
Aus lauter Gerechtigkeitssin, Logik, Fakten?

Mir reicht das schon im 35er -
demnächst werde ich nicht nur als Hamas - und Salafistenbraut gehandelt, sondern obskurerweise auch noch als heimliche Pegida - Anhängerin.

Mein letztes Wort zu dieser Sache:
Natürlich ist vom Standpunkt der Pedigisten eine Medienhetze gegen sie unterwegs.
Kannst Du das evtl. nachvollziehen?

Und nein, nicht jeder Pedigist ist Rassist. Guck sie Dir doch wenigstens differenziert im Forum an, wenn Du so Leute schon nicht im RL kennst - nein, besser schaust Du sie Dir im RL an.

Du bist ein AUCH ein Ideologe, junger Mann.
Zuletzt geändert von Gretel am Do 12. Mär 2015, 00:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Kopernikus » Do 12. Mär 2015, 04:48

Gretel » Do 12. Mär 2015, 00:39 hat geschrieben:
Oh je, muß ich denn etwa noch Pegida verteidigen... :s
Aus lauter Gerechtigkeitssin, Logik, Fakten?

Mir reicht das schon im 35er -
demnächst werde ich nicht nur als Hamas - und Salafistenbraut gehandelt, sondern obskurerweise auch noch als heimliche Pegida - Anhängerin.

Mein letztes Wort zu dieser Sache:
Natürlich ist vom Standpunkt der Pedigisten eine Medienhetze gegen sie unterwegs.
Kannst Du das evtl. nachvollziehen?

Na und? Wieso sollte es für die Wahrheit von Belang sein, ob sich ein Pegida-Anhänger durch diese "verhetzt" fühlt? Willst du die ganze Debatte um Pegida in Befindlichkeiten auflösen? Nach dem Motto "Irgendwie haben ja am Ende alle recht". Vergiss es, diesen Kniefall vor rassistischen Ressentiments wirst du von mir nicht bekommen, ganz gleich ob du mit "Logik", "Fakten" oder anderen Schlagwörtern hantierst. Es genügt ein Blick darauf, was aus dem insgesamt diffusen Weltbild der Pegida-Anhänger der einende Kern ist denn dieser stellt sich als nichts anderes dar als eine Mischung aus Furcht vor und Hass auf Personen, die ihrem äußeren Erscheinungbild nach als nicht-weiß klassifiziert werden. Dabei kann es sich um Deutsche, Eritreaer, Iraner, Inder oder sonstwen handeln. Wer nicht mit dem Klammerbeutel gepudert ist, erkennt dieses rassistische Ressentiment ohne Umschweife. Das kannst du als "Standpunkt" abtun und in einem Meer aus "gleichberechtigten Standpunkten" vom Neonazi bis zum Kommunisten aufzulösen versuchen, es ändert aber nichts daran, dass es auch in Sachen Rassismus immernoch objektiv feststellbare Tatsachen gibt und diese sich insbesondere in Sachen Pegida, Legida und Co. nicht wegreden lassen, so dass am Ende der harmlose Haufen verirrter Schafe entsteht, den einige gern herbeireden wollen, weil ihnen nicht in den Sinn kommt, dass Rassismus ein tatsächlich existentes Phänomen ist, das auch abseits von Springerstiefel und Glatze -namentlich in der Mitte der Gesellschaft- auftritt.

Und nein, nicht jeder Pedigist ist Rassist.

Steile These und in etwa so beruhigend wie die Gewissheit, dass nach 1933 nicht jedes NSDAP-Mitglied überzeugter Nationalsozialist war. Man hat halt einfach mal mitgemacht. In Sachen reibungsloser Durchführung von Holocaust, Weltkrieg und Co. hat man sich so ergänzt wie es für das Funktionieren jedes diktatorischen Regimes, das zu gleichen Teilen auf Terror wie auf Belohnung von Gefolgschaft aufbaut, unabdingbar ist. Du kannst den Haufen aber natürlich gern als dialogbereit und aufklärbar imaginieren. Ich wünsche dir jeden Erfolg.

Guck sie Dir doch wenigstens differenziert im Forum an, wenn Du so Leute schon nicht im RL kennst - nein, besser schaust Du sie Dir im RL an.

Jeden User, der mir bislang hier als Pegida-Anhänger augefallen ist, habe ich ohne Umschweife bereits vor dem Aufkommen von Pegida als Rassisten verstanden. Von daher war es für mich auch keine Überraschung wer Sympathien für Pegida und Co. zeigt.

Du bist ein AUCH ein Ideologe, junger Mann.

Je nach Ideologiebegriff stimmt das durchaus. Was wohl daran liegt, dass man Ideologie ganz unterschiedlich auffassen kann. Allein Karl Marx war sich in der Sache so uneinig, dass man bei ihm mindestens 7 unterschiedliche und teils konträre Auffassungen davon finden kann, was eine Ideologie ist. Von daher sagst du mir mit dem Satz nicht viel Neues. Sollte dich der Begriff interessieren, dann geht´s hier weiter:
http://www.lovelybooks.de/autor/Terry-E ... 3751290-w/
Zuletzt geändert von Kopernikus am Do 12. Mär 2015, 05:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Flat » Do 12. Mär 2015, 07:27

Quatschki » Mi 11. Mär 2015, 23:29 hat geschrieben:Wenn ich mich recht erinnere, hatte sich Frau Oertel im Januar eine "Auszeit genommen wegen massiver Anfeindungen, Drohungen und beruflicher Nachteile".


Moin,

wenn ich mich recht erinnere, hatte sie sich eine Auszeit genommen, weil sie sich mit ihrem Mitorganisator heillos überworfen hatte, den rausschmeißen wollte, er aber immer noch weiter mitmischte.

Sie trat dann am 27.01.15 aus dem PEGIDA-Führungskreis aus. Anlass war auch nach ihren eigenen Aussagen der Führungsstreit.

Bitte keine Legendenbildung. ;)

Tschüss

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wer Rechtsradikales sagt und tut, ist rechtsradikal. Das hat nichts mit Nazikeule zu tun.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/inte ... 62231.html
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon holymoly » Do 12. Mär 2015, 08:31

Kopernikus » Do 12. Mär 2015, 04:48 hat geschrieben:Na und? Wieso sollte es für die Wahrheit von Belang sein, ob sich ein Pegida-Anhänger durch diese "verhetzt" fühlt? Willst du die ganze Debatte um Pegida in Befindlichkeiten auflösen? Nach dem Motto "Irgendwie haben ja am Ende alle recht". Vergiss es, diesen Kniefall vor rassistischen Ressentiments wirst du von mir nicht bekommen, ganz gleich ob du mit "Logik", "Fakten" oder anderen Schlagwörtern hantierst. Es genügt ein Blick darauf, was aus dem insgesamt diffusen Weltbild der Pegida-Anhänger der einende Kern ist denn dieser stellt sich als nichts anderes dar als eine Mischung aus Furcht vor und Hass auf Personen, die ihrem äußeren Erscheinungbild nach als nicht-weiß klassifiziert werden. Dabei kann es sich um Deutsche, Eritreaer, Iraner, Inder oder sonstwen handeln. Wer nicht mit dem Klammerbeutel gepudert ist, erkennt dieses rassistische Ressentiment ohne Umschweife. Das kannst du als "Standpunkt" abtun und in einem Meer aus "gleichberechtigten Standpunkten" vom Neonazi bis zum Kommunisten aufzulösen versuchen, es ändert aber nichts daran, dass es auch in Sachen Rassismus immernoch objektiv feststellbare Tatsachen gibt und diese sich insbesondere in Sachen Pegida, Legida und Co. nicht wegreden lassen, so dass am Ende der harmlose Haufen verirrter Schafe entsteht, den einige gern herbeireden wollen, weil ihnen nicht in den Sinn kommt, dass Rassismus ein tatsächlich existentes Phänomen ist, das auch abseits von Springerstiefel und Glatze -namentlich in der Mitte der Gesellschaft- auftritt.


Steile These und in etwa so beruhigend wie die Gewissheit, dass nach 1933 nicht jedes NSDAP-Mitglied überzeugter Nationalsozialist war. Man hat halt einfach mal mitgemacht. In Sachen reibungsloser Durchführung von Holocaust, Weltkrieg und Co. hat man sich so ergänzt wie es für das Funktionieren jedes diktatorischen Regimes, das zu gleichen Teilen auf Terror wie auf Belohnung von Gefolgschaft aufbaut, unabdingbar ist. Du kannst den Haufen aber natürlich gern als dialogbereit und aufklärbar imaginieren. Ich wünsche dir jeden Erfolg.


Jeden User, der mir bislang hier als Pegida-Anhänger augefallen ist, habe ich ohne Umschweife bereits vor dem Aufkommen von Pegida als Rassisten verstanden. Von daher war es für mich auch keine Überraschung wer Sympathien für Pegida und Co. zeigt.


Je nach Ideologiebegriff stimmt das durchaus. Was wohl daran liegt, dass man Ideologie ganz unterschiedlich auffassen kann. Allein Karl Marx war sich in der Sache so uneinig, dass man bei ihm mindestens 7 unterschiedliche und teils konträre Auffassungen davon finden kann, was eine Ideologie ist. Von daher sagst du mir mit dem Satz nicht viel Neues. Sollte dich der Begriff interessieren, dann geht´s hier weiter:
http://www.lovelybooks.de/autor/Terry-E ... 3751290-w/


Du stehst Pegida näher als dir lieb ist. Tausche einfach den Begriff "Pegida-Rassisten" durch "Muslime" und du bist den Rechten ganz ganz nahe.
Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen

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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Kopernikus » Do 12. Mär 2015, 08:50

holymoly » Do 12. Mär 2015, 08:31 hat geschrieben:
Du stehst Pegida näher als dir lieb ist. Tausche einfach den Begriff "Pegida-Rassisten" durch "Muslime" und du bist den Rechten ganz ganz nahe.

Weder verwende ich in meinem Beitrag die Wendung "Pegida-Rassisten" noch ergibt mein Beitrag einen Sinn, wenn ich auch nur ähnliche Bezeichnungen darin durch "Muslime" ersetze. Wenn du mir etwas Konkretes sagen möchtest, bitte ich höflich um eine Konkretisierung. Ansonsten geh ich davon aus, dass du einfach mal diffus irgendwas los werden wolltest und im Kern gar nicht so recht weißt, wie du das sinnvoll begründen sollst.
Zuletzt geändert von Kopernikus am Do 12. Mär 2015, 15:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Keoma » Do 12. Mär 2015, 08:54

Kopernikus » Do 12. Mär 2015, 09:50 hat geschrieben:Weder verwende ich in meinem Beitrag die Wendung "Pegida-Rassisten" noch ergibt mein Beitrag einen Sinn, wenn ich auch nur ähnliche Bezeichnungen darin durch "Muslime" ersetze. Wenn du mir etwas Konkretes sagen möchtest, bitte höflich ich um eine Konkretisierung. Ansonsten geh ich davon aus, dass du einfach mal diffus irgendwas los werden wolltest und im Kern gar nicht so recht weißt, wie du das sinnvoll begründen sollst.


Veilleicht will er einfach ausdrücken, dass du dich deinem Avatar immer mehr näherst? :D
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon JJazzGold » Do 12. Mär 2015, 09:45

Quatschki » Mi 11. Mär 2015, 21:36 hat geschrieben:Was wäre, wenn Nelson Mandela, statt 30 Jahre im Gefängnis zu sitzen, rechtzeitig emigriert wäre, um dann in Köln oder Hamburg als mustergültig integrierter Afrogermane Betreiber einer Autowaschanlage zu werden?

Ich denk bei Emigranten immer noch an Leute wie Willy Brandt, Thomas Mann, Albert Einstein, Heinrich Heine, Bertold Brecht. Karl Marx oder meinetwegen auch Lenin
und ich frage mich, wo sind die adäquaten Persönlichkeiten aus Somalia, Eritrea, Syrien, Libyen oder Tschetschenien?

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Es ist, nun ja, höflich ausgedrückt ein wenig blauäugig bei Emigranten ausschließlich Einsteins und Heines zu erwarten. Auch deutsche Emigranten waren in der Regel keine Brandts und Manns. Sie sollten ergo ein wenig umfassender denken, als sich auf seltene Ausnahmen zu beschränken.

Die meisten der hier Schreibenden dürften in ihrer Vergangenheit den einen oder anderen Familienemigranten aufweisen. Alles Einsteins und Heines, oder was?
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon holymoly » Do 12. Mär 2015, 10:07

Kopernikus » Do 12. Mär 2015, 08:50 hat geschrieben:Weder verwende ich in meinem Beitrag die Wendung "Pegida-Rassisten" noch ergibt mein Beitrag einen Sinn, wenn ich auch nur ähnliche Bezeichnungen darin durch "Muslime" ersetze. Wenn du mir etwas Konkretes sagen möchtest, bitte höflich ich um eine Konkretisierung. Ansonsten geh ich davon aus, dass du einfach mal diffus irgendwas los werden wolltest und im Kern gar nicht so recht weißt, wie du das sinnvoll begründen sollst.


Original:
Jeden User, der mir bislang hier als Pegida-Anhänger augefallen ist, habe ich ohne Umschweife bereits vor dem Aufkommen von Pegida als Rassisten verstanden.


Fälschung:
Jeden User, der mir bislang hier als Koran-Anhänger augefallen ist, habe ich ohne Umschweife bereits vor dem Aufkommen von Salafisten als Islamist verstanden.

Das ganze gipfelt in dem du die Demonstranten mit der NSDAP und dem Holocaust in Verbindung bringst.

Das Vorverurteilen, das Pauschalisieren, das alles in einen Topf schmeißen, das Diffamieren, das ist Rhethorik und Denke, wie ich sie nur von Rechten und Rassisten kenne.

Denk mal drüber nach
Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen

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