Rücktritt wegen NPD

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relativ
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon relativ » Fr 13. Mär 2015, 10:48

Zvi Back » Fr 13. Mär 2015, 10:37 hat geschrieben:
Keiner wird wohl abstreiten, dass es durch und durch fremdenfeindlich eingestellte im Osten gibt,
wahrscheinlich auch etwas mehr als im Westen, nur wie hoch ist der Anteil derer.
Selbst der Bürgermeister von Tröglitz (tiefste Provinz) verordet diese Zahl
im unteren 1stelligen Prozentbereich.
Der Artikel der TAZ ist mit dümmlich noch ziemlich wohlwollend beschrieben.


Was ich mit der korrekten Grundaussage meine ist, daß die rechten Strömungen dort schalten und walten können, ohne das sich erkennbarer Wiederstand in diesen Gebieten regt.
Die gleichen Dinge werden ja auch immer wieder den moderaten Moslems vorgeworfen und zum Teil stimmt dies ja auch. Wenn es jemand nicht egal ist, daß mit seinem Namen Schindluder getrieben wird, sollte man seine Stimme ect. hörbar machen, oder Stellung beziehen. Dies gilt ersteinmal für alle Menschen, da wir gerade beim Thema Ostdeutschland sind, fällt es mir dort eben besonders auf und dies Regelmäßig seit ca. 25 Jahren
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon ToughDaddy » Fr 13. Mär 2015, 10:50

relativ » Fr 13. Mär 2015, 10:43 hat geschrieben:Also du erkennst eine Relativierung, aber siehst sie nicht. Tja dies ist eben dein Problem, bei vielen Interpretationenversuchen von Meinungen, nebst beleidigte Leberwurst.

Ich erkenne sie nicht nur, ich sehe sie sogar. Und der Kommentar in der Zeitung läßt keine Interpretationsversuche und die Gesamtheit Deiner Beiträge zu diesem Thema auch nicht mehr.


@ZviBack
http://www.politik-forum.eu/viewtopic.p ... 4#p3013034
Darum ist es auch übel, was einige hier und auch in den Medien abziehen.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon relativ » Fr 13. Mär 2015, 10:53

ToughDaddy » Fr 13. Mär 2015, 10:50 hat geschrieben:Ich erkenne sie nicht nur, ich sehe sie sogar. Und der Kommentar in der Zeitung läßt keine Interpretationsversuche und die Gesamtheit Deiner Beiträge zu diesem Thema auch nicht mehr.


@ZviBack
viewtopic.php?p=3013034#p3013034
Darum ist es auch übel, was einige hier und auch in den Medien abziehen.

Also ausser deinen Bauchgefühl kommt da nix. Damit kann ich gut leben.
Liess dir den Artikel doch mal genau durch, es wird sogar Begründet, warum diese Haltung vieler Ostdeutschen so schlimm ist und was es bewirkt, bzw. bewirken kann.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Quatschki » Fr 13. Mär 2015, 10:58

Zvi Back » 13. Mär 2015, 11:37 hat geschrieben:
... Tröglitz (tiefste Provinz) ...

Tröglitz ist nicht das Kuhdorf, als das es zuweilen dargestellt wird,
sondern ein Vorort von Zeitz.
Vor dem Zweiten Weltkrieg hat dort die Brabag ein großes Treibstoffwerk zur Benzinherstelllung aus Braunkohle errichtet, jede Menge Arbeitsplätze geschaffen und die zugehörige, damals neu errichtete Werkssiedlung ist eigentlich das, was den Ort ausmacht. Das Werk wurde von den Amerikanern schwer bombardiert. Es gab da auch ein KZ-Außenlager mit mehreren tausend Häftlingen.
Das Hydrierwerk Zeitz gab es bis zur Wende. Heute ist da der Industriepark Zeitz.
Das nur mal so nebenbei...
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Tantris » Fr 13. Mär 2015, 10:59

Quatschki » Fr 13. Mär 2015, 11:08 hat geschrieben:Für mich ist es eine interpretatorische Wertung der taz, der das ideologisch eingeschränkte Weltbild der taz zugrunde liegt.
Schon der Schritt, aus der Ablehnung von Asylmigration eine allgemeine Fremdenfeindlichkeit abzuleiten, negiert ja die Tatsache, dass ausländische Touristen, Studenten, Austauschschüler, Au-pair oder erholungsuchende Tschernobyl-Kinder in sämtlichen Gebieten Ostdeutschlands eine breite Unterstützung finden, so wie die Ostdeutschen auch selbst gern und viel ins Ausland fahren, um Menschen, Länder und Kulturen kennenzulernen und sich mit ihnen auf Augenhöhe auszutauschen.


Also... man hat nichts gegen ausländer, nur gegen bestimmte "rassen"?

Und die dauernde zusammenarbeit mit nazis... also... ist das nicht deutsche tradition?
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon becksham » Fr 13. Mär 2015, 11:01

relativ » Fr 13. Mär 2015, 10:48 hat geschrieben:
Was ich mit der korrekten Grundaussage meine ist, daß die rechten Strömungen dort schalten und walten können, ohne das sich erkennbarer Wiederstand in diesen Gebieten regt.
Die gleichen Dinge werden ja auch immer wieder den moderaten Moslems vorgeworfen und zum Teil stimmt dies ja auch. Wenn es jemand nicht egal ist, daß mit seinem Namen Schindluder getrieben wird, sollte man seine Stimme ect. hörbar machen, oder Stellung beziehen. Dies gilt ersteinmal für alle Menschen, da wir gerade beim Thema Ostdeutschland sind, fällt es mir dort eben besonders auf und dies Regelmäßig seit ca. 25 Jahren

Na das ist doch aber mal eine sehr selektive Sicht der Dinge. Es gehen im Osten Tausende von Menschen auf die Straßen, um den Pegida-Leuten zu zeigen, dass sie eben nicht die Meinungshoheit haben. Das blendest du komplett aus?
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon pikant » Fr 13. Mär 2015, 11:08

becksham » Fr 13. Mär 2015, 11:01 hat geschrieben:Na das ist doch aber mal eine sehr selektive Sicht der Dinge. Es gehen im Osten Tausende von Menschen auf die Straßen, um den Pegida-Leuten zu zeigen, dass sie eben nicht die Meinungshoheit haben. Das blendest du komplett aus?


das blendet User Relativ nicht aus, aber er sieht auch dass Tausende fuer Pegida im Osten im Gegensatz zum Westen auf die Strasse gehen und die rechtsextremen Partein im Osten bei Wahlen viel bessere Ergebnisse bekommen als im westen und die NPD ja auch nur in Landtage des Ostens gewaehlt wurde in der letzten Zeit.
der Parteivorsitzende der Linken Rixienger sagt zudem, dass seit Jahren die Justiz in Sachsen-Anhalt auf dem rechten Auge blind sei.
so eine Aussage kommt ja nicht von den Konservativen, sondern von links.
es ist einfach fakt, dass die Fremdenfeindlichkeit im Osten unseres Landes in allen Umfragen hoeher ist als im Westen.
das muss ich auch zur Kenntnis nehmen.
Zuletzt geändert von pikant am Fr 13. Mär 2015, 11:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon relativ » Fr 13. Mär 2015, 11:08

becksham » Fr 13. Mär 2015, 11:01 hat geschrieben:Na das ist doch aber mal eine sehr selektive Sicht der Dinge. Es gehen im Osten Tausende von Menschen auf die Straßen, um den Pegida-Leuten zu zeigen, dass sie eben nicht die Meinungshoheit haben. Das blendest du komplett aus?

...und ich hoffe der Trend (wenn es denn ein ostdeutscher Trend ist) geht weiter, meiner Hoffnung liegt da ja bei der nächsten Generationen, die evt. einen "normaleren" Umgang mit Ausländern pflegen können.
Dies ist aber in ländlicheren Gebieten nicht zu sehen, denn dort herrscht zu häufig die Meinungshoheit des rechten Mobs.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon ToughDaddy » Fr 13. Mär 2015, 11:09

pikant » Fr 13. Mär 2015, 11:08 hat geschrieben:
das blendet User Relativ nicht aus, aber er sieht auch dass Tausende fuer Pegida im Osten im Gegensatz zum Westen auf die Strasse gehen und die rechtsextremen Partein im Osten bei Wahlen viel bessere Ergebnisse bekommen als im westen und die NPD ja auch nur in Landtage des Ostens gewaehlt wurde in der letzten Zeit.
der Parteivorsitzende der Linken Rixienger sagt zudem, dass seit Jahre die Justiz in Sachsen-Anhalt auf dem rechten Auge blind sei.
so eine Aussage kommt ja nicht von den Konservativen, sondern von links.


Aha und das reicht für pauschale Verurteilungen? Das reicht, um von viele zu schwadronieren? Also echt. :rolleyes:
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Zvi Back » Fr 13. Mär 2015, 11:12

relativ » Fr 13. Mär 2015, 10:48 hat geschrieben:
Was ich mit der korrekten Grundaussage meine ist, daß die rechten Strömungen dort schalten und walten können, ohne das sich erkennbarer Wiederstand in diesen Gebieten regt.
Die gleichen Dinge werden ja auch immer wieder den moderaten Moslems vorgeworfen und zum Teil stimmt dies ja auch. Wenn es jemand nicht egal ist, daß mit seinem Namen Schindluder getrieben wird, sollte man seine Stimme ect. hörbar machen, oder Stellung beziehen. Dies gilt ersteinmal für alle Menschen, da wir gerade beim Thema Ostdeutschland sind, fällt es mir dort eben besonders auf und dies Regelmäßig seit ca. 25 Jahren


Wie gesagt ich halte Kritik für berechtigt, aber dass nun die NPD im Osten
"schalten und walten" kann ist- mit Verlaub Blödsinn.
Die haben bei der letzten Landtagswahl 4,6 bekommen.
Das ist viel, ja sicher zuviel, aber daraus nun aus jedem Ossi einen
kleinen Fremdenfeind zu machen, wie der TAZ-Artikel suggeriert bleibt
in meinen Augen dümmlich und zeigt mir nur eines, dass die Autorin
die Ossis nicht sonderlich mag.
Gibts ja auch hier im Forum.
Was macht einen pauschalisierenden Ossifeind eigentlich besser als einen
pauschalisierenden Fremdenfeind. Ich sag es dir- nichts.

Lustig in diesem Zusammenhang finde ich z.B. dies.
In jeder Talkshow über Zuwanderung/Integration ist nahezu immer ein super Integrierter
Migrant da. Als positives Berispiel. Ist OK als gutes Beispiel.
In Bezug auf Ostdeutschland werden aber die Negativbeispiele hochgejazzt und als
Beispielgebend dargestellt.
Diese Art Berichterstattung ist erbärmlich, weil es die Realität nicht wiederspiegelt.

Die Erregung möchte ich erleben, wenn jetzt demnächst bei Illner, Will, Jauch usw.
nur noch der Intensivtäter aus dem Libanon sitzt.
Zuletzt geändert von Zvi Back am Fr 13. Mär 2015, 11:15, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Quatschki » Fr 13. Mär 2015, 11:18

Tantris » 13. Mär 2015, 11:59 hat geschrieben:
Also... man hat nichts gegen ausländer, nur gegen bestimmte "rassen"?

Und die dauernde zusammenarbeit mit nazis... also... ist das nicht deutsche tradition?

Es ist halt ein anderes Konzept.
Völkerfreundschaft statt Völkervermischung
Das ist nichts spezifisch deutsches
Oder sind für dich alle Japaner Rassisten?

Als krankhaft und unnormal wird aber in der Tat in großen Teilen Ostdeutschlands das unverhohlen antideutsche Konzept mancher westdeutscher Meinungseliten empfunden. Die Menschen können es aus ihrer Lebenswirklichkeit heraus nicht nachvollziehen.
Zuletzt geändert von Quatschki am Fr 13. Mär 2015, 11:40, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Zvi Back » Fr 13. Mär 2015, 11:18

Quatschki » Fr 13. Mär 2015, 10:58 hat geschrieben:Tröglitz ist nicht das Kuhdorf, als das es zuweilen dargestellt wird,
sondern ein Vorort von Zeitz.
Vor dem Zweiten Weltkrieg hat dort die Brabag ein großes Treibstoffwerk zur Benzinherstelllung aus Braunkohle errichtet, jede Menge Arbeitsplätze geschaffen und die zugehörige, damals neu errichtete Werkssiedlung ist eigentlich das, was den Ort ausmacht. Das Werk wurde von den Amerikanern schwer bombardiert. Es gab da auch ein KZ-Außenlager mit mehreren tausend Häftlingen.
Das Hydrierwerk Zeitz gab es bis zur Wende. Heute ist da der Industriepark Zeitz.
Das nur mal so nebenbei...


Auch Zeitz ist für mich tiefste Provinz und ein besseres Kuhdorf
Sorry- das ist meine Großstadtarroganz. ;)
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon ToughDaddy » Fr 13. Mär 2015, 11:30

Zvi Back » Fr 13. Mär 2015, 11:12 hat geschrieben:
Wie gesagt ich halte Kritik für berechtigt, aber dass nun die NPD im Osten
"schalten und walten" kann ist- mit Verlaub Blödsinn.
Die haben bei der letzten Landtagswahl 4,6 bekommen.
Das ist viel, ja sicher zuviel, aber daraus nun aus jedem Ossi einen
kleinen Fremdenfeind zu machen, wie der TAZ-Artikel suggeriert bleibt
in meinen Augen dümmlich und zeigt mir nur eines, dass die Autorin
die Ossis nicht sonderlich mag.
Gibts ja auch hier im Forum.
Was macht einen pauschalisierenden Ossifeind eigentlich besser als einen
pauschalisierenden Fremdenfeind. Ich sag es dir- nichts.

Lustig in diesem Zusammenhang finde ich z.B. dies.
In jeder Talkshow über Zuwanderung/Integration ist nahezu immer ein super Integrierter
Migrant da. Als positives Berispiel. Ist OK als gutes Beispiel.
In Bezug auf Ostdeutschland werden aber die Negativbeispiele hochgejazzt und als
Beispielgebend dargestellt.
Diese Art Berichterstattung ist erbärmlich, weil es die Realität nicht wiederspiegelt.

Die Erregung möchte ich erleben, wenn jetzt demnächst bei Illner, Will, Jauch usw.
nur noch der Intensivtäter aus dem Libanon sitzt.


Sehr gut noch einmal zusammengefasst. :thumbup:
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Zvi Back » Fr 13. Mär 2015, 11:34

pikant » Fr 13. Mär 2015, 11:08 hat geschrieben:
das blendet User Relativ nicht aus, aber er sieht auch dass Tausende fuer Pegida im Osten im Gegensatz zum Westen auf die Strasse gehen und die rechtsextremen Partein im Osten bei Wahlen viel bessere Ergebnisse bekommen als im westen und die NPD ja auch nur in Landtage des Ostens gewaehlt wurde in der letzten Zeit.
der Parteivorsitzende der Linken Rixienger sagt zudem, dass seit Jahren die Justiz in Sachsen-Anhalt auf dem rechten Auge blind sei.
so eine Aussage kommt ja nicht von den Konservativen, sondern von links.
es ist einfach fakt, dass die Fremdenfeindlichkeit im Osten unseres Landes in allen Umfragen hoeher ist als im Westen.
das muss ich auch zur Kenntnis nehmen.


Dafür gibt es mehrere Gründe.
1. ist die Parteienbindung im Osten wesentlich geringer
2. ist bei der Zustimmung zur NPD oft eine reine Protestwahl.
gerade der Rixienger sollte seine Klappe halten, denn das
Wahlhopping zwischen Linke und NPD ist bemerkenswert.
Die bedienen oft genug haargenau die gleiche Klientel.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon pikant » Fr 13. Mär 2015, 11:40

Zvi Back » Fr 13. Mär 2015, 11:34 hat geschrieben:
Dafür gibt es mehrere Gründe.
1. ist die Parteienbindung im Osten wesentlich geringer
2. ist bei der Zustimmung zur NPD oft eine reine Protestwahl.
gerade der Rixienger sollte seine Klappe halten, denn das
Wahlhopping zwischen Linke und NPD ist bemerkenswert.
Die bedienen oft genug haargenau die gleiche Klientel.


das ist in ganz Deutschland so!
bei einer Landtagswahl im Saarland gingen mal 1/3 der NPD Waehler ( damals 4.6%) direkt bei der naechsten Landtagswahl zur Linkspartei mit Oskar als Spitzenkandidaten (Fremdarbeiter das zog bei NPD-Waehler gut)
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Zvi Back » Fr 13. Mär 2015, 11:46

pikant » Fr 13. Mär 2015, 11:40 hat geschrieben:
das ist in ganz Deutschland so!
bei einer Landtagswahl im Saarland gingen mal 1/3 der NPD Waehler ( damals 4.6%) direkt bei der naechsten Landtagswahl zur Linkspartei mit Oskar als Spitzenkandidaten (Fremdarbeiter das zog bei NPD-Waehler gut)


Ich glaube im Osten ist das noch mehr vorzufinden.
Ich kenne solche Leute. Mit denen kann man auch selten
vernünftig über Politik diskutieren, weil die bekloppt sind.
Nur es ist doch lächerlich zu sagen, wenn die Linke wählen sind
es "die Guten" und bei der nächsten Wahl sind sie der Bodensatz der Gesellschaft.
Ich halte diese herangehensweise für bekloppt.
Für mich gibt es auch ein Grundrecht auf Dummheit.
Ich ziehe die Grenze sobald Gewalt ins Spiel kommt.
Da ziehe ich sie aber knallhart und wie man in anderen Threads
nachlesen kann bin ich dafür weitaus härter zu strafen.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon relativ » Fr 13. Mär 2015, 11:49

Zvi Back » Fr 13. Mär 2015, 11:12 hat geschrieben:Wie gesagt ich halte Kritik für berechtigt, aber dass nun die NPD im Osten
"schalten und walten" kann ist- mit Verlaub Blödsinn.
Die haben bei der letzten Landtagswahl 4,6 bekommen.
Ich habe gar nicht von der NPD geschrieben, sondern von rechten Strömungen (kannste auch Banden nennen)
Das ist viel, ja sicher zuviel, aber daraus nun aus jedem Ossi einen
kleinen Fremdenfeind zu machen, wie der TAZ-Artikel suggeriert bleibt
in meinen Augen dümmlich und zeigt mir nur eines, dass die Autorin
die Ossis nicht sonderlich mag.
Gibts ja auch hier im Forum.

Es ist mir nicht bekannt was die Autorin mag oder nicht, ist aber auch völlig unerheblich, wenn die Grundaussage sich mit meiner Sichtweise deckt. Ich hab nix pauschal gegen "Ossis" Ich habe sogar Verwandtschaft dort. Btw. Die ältere Verwandtschaft hatte auch mal ein schräges Bild gegenüber Asylanten ihre Tochter ganz und gar nicht.
Was macht einen pauschalisierenden Ossifeind eigentlich besser als einen
pauschalisierenden Fremdenfeind. Ich sag es dir- nichts.
Ich pauschalisiere nicht, sondern gebe meine Erfahrung und Sicht auf die Dinge wieder ganz nüchtern und nachweisbar, wenn man sich nur die letzten 25 Jahre ansieht. Damit meine ich nicht nur Anschläge ect., denn die gibt und gab es auch im Westen, sondern die latente Gleichgültigkeit, oder sogar Akzeptanz des rechten Sektors in ihrer Nähe.
Lustig in diesem Zusammenhang finde ich z.B. dies.
In jeder Talkshow über Zuwanderung/Integration ist nahezu immer ein super Integrierter
Migrant da. Als positives Berispiel. Ist OK als gutes Beispiel.
In Bezug auf Ostdeutschland werden aber die Negativbeispiele hochgejazzt und als
Beispielgebend dargestellt.
Diese Art Berichterstattung ist erbärmlich, weil es die Realität nicht wiederspiegelt.

Diese Berichterstattung hast du auch bei anderen Themenbereichen, sie ist natürlich erbärmlich, aber es findet sich meist ein Sender bzw. Zeitungsblatt, der dies in einer andere Richtung wieder ausgleicht.
Wer kann den überhaupt die wahre, ganze, wahrhaftige Realität wiedergeben?

Die Erregung möchte ich erleben, wenn jetzt demnächst bei Illner, Will, Jauch usw.
nur noch der Intensivtäter aus dem Libanon sitzt.

Die findest du meist dann in den Nachmittagssendungen. Die schauen sich dann die Leute an, die ihre Vorurteile bestätigt sehen wollen. :cool:
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon Zvi Back » Fr 13. Mär 2015, 12:14

relativ » Fr 13. Mär 2015, 11:49 hat geschrieben:Ich habe gar nicht von der NPD geschrieben, sondern von rechten Strömungen (kannste auch Banden nennen)
Trotzdem sind auch die eher Außnahme als Regel.

Es ist mir nicht bekannt was die Autorin mag oder nicht, ist aber auch völlig unerheblich, wenn die Grundaussage sich mit meiner Sichtweise deckt. Ich hab nix pauschal gegen "Ossis" Ich habe sogar Verwandtschaft dort. Btw. Die ältere Verwandtschaft hatte auch mal ein schräges Bild gegenüber Asylanten ihre Tochter ganz und gar nicht.
ich hab mir mal 2-3 Artikel von ihr durchgelesen. Da sieht man es recht gut

Ich pauschalisiere nicht, sondern gebe meine Erfahrung und Sicht auf die Dinge wieder ganz nüchtern und nachweisbar, wenn man sich nur die letzten 25 Jahre ansieht.
ich meinte eigentlich auch dich weniger. Aber ich kann dir jederzeit hier 2-3 benennen,
die in ihren platten Vorurteilen und Schubladendenken nicht viel anders unterwegs als so mancher Rechtsextreme.
Das haben die Mods aber nicht so gerne.


Damit meine ich nicht nur Anschläge ect., denn die gibt und gab es auch im Westen, sondern die latente Gleichgültigkeit, oder sogar Akzeptanz des rechten Sektors in ihrer Nähe.
Ich weiss nicht ob Gleichgültigkeit das richtige Wort ist. Genauso gut
könnte ich den Berlinern z.B. vorwerfen, sie sind so manchen Problemen in ihrer Stadt gleichgültig
gegenüber, die sicher viele, viele Einzelfälle sind, aber die eben in meinen Augen extrem
problematisch, weil sie eben oft mit massiver Gewalt einher geht


Diese Berichterstattung hast du auch bei anderen Themenbereichen, sie ist natürlich erbärmlich, aber es findet sich meist ein Sender bzw. Zeitungsblatt, der dies in einer andere Richtung wieder ausgleicht.
Wer kann den überhaupt die wahre, ganze, wahrhaftige Realität wiedergeben?
man kann zumindest versuchen es halbwegs realistisch darzustellen und da finde ich
wurde in der letzten Zeit eben sehr, sehr ich sag mal tendenziös berichtet



Die findest du meist dann in den Nachmittagssendungen. Die schauen sich dann die Leute an, die ihre Vorurteile bestätigt sehen wollen. :cool:
keine Ahnung-guck ich nicht.
Zuletzt geändert von Zvi Back am Fr 13. Mär 2015, 12:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon relativ » Fr 13. Mär 2015, 12:54

Zvi Back » Fr 13. Mär 2015, 12:14 hat geschrieben:Trotzdem sind auch die eher Außnahme als Regel.

Die vermehrte Gleichgültigkeit, Akzeptanz, Hinnahme solcher Gruppen und deren Aktivitäten in den meist ländlichen Gebieten auch?

ich hab mir mal 2-3 Artikel von ihr durchgelesen. Da sieht man es recht gut

Ich beurteile nur den Artikel und der war m.M. nach grundsätzlich Zutreffend auch in seiner Analyse.


ich meinte eigentlich auch dich weniger. Aber ich kann dir jederzeit hier 2-3 benennen,
die in ihren platten Vorurteilen und Schubladendenken nicht viel anders unterwegs als so mancher Rechtsextreme.
Das haben die Mods aber nicht so gerne.

Es sollte versucht werden, die Bevölkerungsmehrheit für solche Sachen/Strömungen zu sensibilisieren und da hat m.M. der Osten noch Nachholbedarf.

Ich weiss nicht ob Gleichgültigkeit das richtige Wort ist. Genauso gut
könnte ich den Berlinern z.B. vorwerfen, sie sind so manchen Problemen in ihrer Stadt gleichgültig
gegenüber, die sicher viele, viele Einzelfälle sind, aber die eben in meinen Augen extrem
problematisch, weil sie eben oft mit massiver Gewalt einher geht

Doch Gleichgültikeit im Sinne, geht mich nix an, auch wenns vor meiner Haustür passiert, oder sogar Akzeptanz im Sinne, gehen mit einigen Forderungen und Aktionen dieser Gruppen konform. Diese Dinge sind Teil dieses Problems und der "Erfolgsstory" der rechten Szene in Ostdeutschland


man kann zumindest versuchen es halbwegs realistisch darzustellen und da finde ich
wurde in der letzten Zeit eben sehr, sehr ich sag mal tendenziös berichtet
Jeder sollte in der Lage sein sich so zu informieren, daß er beide Seiten hört um sich so sein Bild zu machen. Tut man dies nicht, kommt es häufiger zu nicht objektiven Aussagen.


keine Ahnung-guck ich nicht.

Ich auch nicht, aber gesehen, oder von gehört haben die Meisten wohl trotzdem schon mal.
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Re: Rücktritt wegen NPD

Beitragvon think twice » Fr 13. Mär 2015, 17:22

Quatschki » Fr 13. Mär 2015, 11:18 hat geschrieben:Völkerfreundschaft statt Völkervermischung


Ohne Worte.... :eek:
Duldsamkeit heißt nicht, dass ich auch billige, was ich dulde.
(Mahatma Gandhi)

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