Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon Tantris » Fr 27. Feb 2015, 11:14

holymoly » Fr 27. Feb 2015, 11:51 hat geschrieben:Dann sind die Sorgen der jüdischen Mitbürger in Bezug auf den muslimischen Antisemitismus also unbegründet?


Wie kommst du darauf?
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon hafenwirt » Fr 27. Feb 2015, 11:59

freigeist » Freitag 27. Februar 2015, 08:31 hat geschrieben:
Alles richtig, was du sagst. Es ist aber trotzdem so, dass es in der Öffentlichkeit ungern gehört wird, den ''importierten'' Antisemitismus, zb. muslimischer Art, anzureißen, da man sich nicht dem Verdacht der ''Islamophobie'' aussetzen möchte.


Es gab vor etwa einem Jahr einen guten Report in der ARD zum Thema Antisemitismus. Darin enthalten u.a. auch der "importierte Antisemitismus". Ich kann mich aber nicht erinnern, dass sich die ARD bzw. Die Autoren dem Vorwurf der Islamophobie ausgesetzt sahen.
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon freigeist » Fr 27. Feb 2015, 12:14

hafenwirt » Fr 27. Feb 2015, 11:59 hat geschrieben:
Es gab vor etwa einem Jahr einen guten Report in der ARD zum Thema Antisemitismus. Darin enthalten u.a. auch der "importierte Antisemitismus". Ich kann mich aber nicht erinnern, dass sich die ARD bzw. Die Autoren dem Vorwurf der Islamophobie ausgesetzt sahen.


Das mag wohl daran gelegen haben, dass sie sehr vorsichtig damit umgegangen sind. Übt man berechtige und schonungslose Kritik am Verhalten von Muslimen, erhält man tendenziell eine hysterische Reaktion bzw muss mit dem Verweis auf andere Gruppen rechnen, um das eigene Probleme zu relativieren. In UK ist das schlimmer als hier, weil dort die Behörden der Etablierung islamistischer Strukturen aus falscher Toleranz zugesehen haben(zb. Abu Hamza).
Zuletzt geändert von freigeist am Fr 27. Feb 2015, 12:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon Tantris » Fr 27. Feb 2015, 12:18

freigeist » Fr 27. Feb 2015, 13:14 hat geschrieben:
Das mag wohl daran gelegen haben, dass sie sehr vorsichtig damit umgegangen sind. Übt man berechtige und schonungslose Kritik am Verhalten von Muslimen, erhält man tendenziell eine hysterische Reaktion bzw muss mit dem Verweis auf andere Gruppen rechnen, um das eigene Probleme zu relativieren. In UK ist das schlimmer als hier, weil dort die Behörden der Etablierung islamistischer Strukturen aus falscher Toleranz zugesehen haben(zb. Abu Hamza).


Es liegt wohl daran, dass der vorwurf nicht gestimmt hätte. Und... wie du hier im forum siehst... nicht absolut jeder "israel-kritiker" ist antisemit. Aber, jeder antisemit ist mindestens nebenbei auch noch israel hasser.
Daher... woher kommt denn der vorwurf, die juden oder werauchimmer würden islamischen antisemitismus unterschätzen?
eben.
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon hafenwirt » Fr 27. Feb 2015, 12:34

freigeist » Freitag 27. Februar 2015, 13:14 hat geschrieben:
Das mag wohl daran gelegen haben, dass sie sehr vorsichtig damit umgegangen sind. Übt man berechtige und schonungslose Kritik am Verhalten von Muslimen, erhält man tendenziell eine hysterische Reaktion bzw muss mit dem Verweis auf andere Gruppen rechnen, um das eigene Probleme zu relativieren. In UK ist das schlimmer als hier, weil dort die Behörden der Etablierung islamistischer Strukturen aus falscher Toleranz zugesehen haben(zb. Abu Hamza).


https://www.youtube.com/watch?v=cnKXVUaQLSA

Keine Ahnung, ob du es schon kennst. Für mich jedenfalls schonungslos genug. Interessanterweise auch der Antisemitismus aus der Mitte, was ja ganz gerne von Christsozialen verschwiegen wird, die dieses Problem auf linke/islamische Radikale schieben.

Ansonsten sehe ich das einfach nicht mit der hysterischen Reaktion.
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon freigeist » Fr 27. Feb 2015, 12:39

Tantris » Fr 27. Feb 2015, 12:18 hat geschrieben:
Es liegt wohl daran, dass der vorwurf nicht gestimmt hätte. Und... wie du hier im forum siehst... nicht absolut jeder "israel-kritiker" ist antisemit. Aber, jeder antisemit ist mindestens nebenbei auch noch israel hasser.
Daher... woher kommt denn der vorwurf, die juden oder werauchimmer würden islamischen antisemitismus unterschätzen?
eben.
Er kommt von den schelmen.


Natürlich hätte das nicht gestimmt. Allerdings ist der Eindruck schon gegeben, dass ein Gros der sachlich korrekten Islamkritik(keine Kritik an den Menschen) mit Islamophobie-Vorwürfen begegnet wird. In der einen Gesellschaft mehr, in der anderen weniger. Ich habe von GB gesprochen, wo die Debatten besonders hysterisch geführt werden. Glücklicherweise ist die Situation anders gelagert als hier, zb. wegen der Terroranschläge in London oder der Tatsache, dass hochrangige ElQaida-Mitgieder in GB residierten und offen ihre Theologie des Verachtens gepredigt haben.
BTW, der Hinweis auf das 35er Forum ist für deinen Punkt eher ungeeignet. ;)
Leider ist der Vorwurf der Verharmlosung des Antisemitismus bzw das Unterschätzen des Antisemitismus nicht aus der Luft gegriffen. Das Wupperthal-Urteil dürfe manch einen in seinem Hass sogar bestärken.

Die Warnungen wurden ignoriert
In meiner Zeit als Stadtverordneter hat die SPD-Fraktion über Jahre hinweg immer wieder vor den Gefahren einer subtilen islamistischen Radikalisierung gewarnt, für die der Antisemitismus eine zentrale Indoktrinationsquelle darstellt. Diese Warnungen wurden wissentlich ignoriert oder aus falsch verstandener Toleranz heraus hingenommen. Mitnichten haben wir es also mit einem neuartigen Phänomen zu tun. Dass es nun jedoch erstmals für alle sichtbar zutage tritt, zeigt nur wie verankert antisemitischer Islamismus bereits in unserer Gesellschaft ist.

Diese Äußerungen sind jedoch weder für Migrantinnen und Migranten noch für Angehörige des Islam repräsentativ, wenngleich eine nicht unerhebliche Anzahl von Muslimen Juden gegenüber mit Vorurteilen behaftet ist. Insgesamt sind höchstens 20 Prozent der Muslime in Gemeinschaften organsiert und nur eine kleine Gruppe denkt fundamentalistisch oder ist bereits radikalisiert.


http://www.journal-frankfurt.de/journal ... 22477.html

Ich habe es bereits im Antisemitismus-Strang geschrieben. Die politische und intellektuelle Elite hat über Jahre hinweg versagt, diese Probleme zu identifizieren und klar beim Namen zu nennen. Dass mit der zunehmenden Gefahr des politischen Islams und innerhalb des Mainstream-Islams wachsender Antisemitismus trotzdem ignoriert wird.

http://www.newstatesman.com/politics/20 ... -community
http://www.matthiaskuentzel.de/contents ... itismus-ab
http://spme.org/boycotts-divestments-sa ... smus/6447/
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon freigeist » Fr 27. Feb 2015, 12:44

hafenwirt » Fr 27. Feb 2015, 12:34 hat geschrieben:
https://www.youtube.com/watch?v=cnKXVUaQLSA

Keine Ahnung, ob du es schon kennst. Für mich jedenfalls schonungslos genug. Interessanterweise auch der Antisemitismus aus der Mitte, was ja ganz gerne von Christsozialen verschwiegen wird, die dieses Problem auf linke/islamische Radikale schieben.

Ansonsten sehe ich das einfach nicht mit der hysterischen Reaktion.


Dass du es nicht wahrnimmst, ändert trotzdem nichts an den von mir beschriebene Tatsachen. Das Ausweichen bei Konfrontation und der Vorwurf angeblicher Islamfeindlichkeit bei Kritik.
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon hafenwirt » Fr 27. Feb 2015, 12:56

freigeist » Freitag 27. Februar 2015, 13:44 hat geschrieben:
Dass du es nicht wahrnimmst, ändert trotzdem nichts an den von mir beschriebene Tatsachen. Das Ausweichen bei Konfrontation und der Vorwurf angeblicher Islamfeindlichkeit bei Kritik.


Das lässt sich bei allen Themen sagen. Irgendwer wird irgendwie immer dir etwas vorwerfen bei einer Meinung. Gut, können wir uns jetzt gerne dran aufhängen.
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon freigeist » Fr 27. Feb 2015, 12:58

hafenwirt » Fr 27. Feb 2015, 12:56 hat geschrieben:
Das lässt sich bei allen Themen sagen. Irgendwer wird irgendwie immer dir etwas vorwerfen bei einer Meinung. Gut, können wir uns jetzt gerne dran aufhängen.


Entschuldige, aber das entspricht nicht der Realität.
http://www.theeuropean.de/heiko-heinisc ... -der-islam
Ich denke, ich habe genug Quellen geliefert, die meine Aussagen als Fakten stützen.
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon schelm » Fr 27. Feb 2015, 13:01

Tantris » Fr 27. Feb 2015, 11:10 hat geschrieben:
Natürlich muss man sich gegen rechts wehren. Egal, wer es ist.

Zwischen "guten" und "bösen" antisemiten zu unterscheiden, kannste bei den nazis machen. Hier biste damit fehl am platz.

Sie scheinen die Aussage des Zitates zu ignorieren ? Ich helfe Ihnen mit der Kernaussage auf die Sprünge :

In der gesellschaftlichen Reaktion, Wahrnehmung, Bewertung und dem Engagement dagegen ist nämlich vor allem eines wichtig : wer gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit äußert / tätigt.

Wäre dem anders, gäbe es keinen Automatismus in der Gesellschaft bei Antisemitismus zuvorderst ethnisch Deutsche zu meinen. Und ja, was den Aspekt Bewertung betrifft, so finden wir hier weit verbreitet den tätschelnden, verständnisvollen Euphemismus, der muslimisch geprägte Antisemitismus sei ja in Wirklichkeit keiner, sondern nur Ausdruck der Probleme des Nahen Ostens ... :rolleyes:
Denk ich an D in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, Heinrich Heine.
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon hafenwirt » Fr 27. Feb 2015, 13:06

freigeist » Freitag 27. Februar 2015, 13:58 hat geschrieben:
Entschuldige, aber das entspricht nicht der Realität.
http://www.theeuropean.de/heiko-heinisc ... -der-islam
Ich denke, ich habe genug Quellen geliefert, die meine Aussagen als Fakten stützen.


Ich hätte ja gerne mal eine Quelle gehabt, in der ein paar Autoren etwas richtig deftiges über den Islam geschrieben haben und dann in der Öffentlichkeit gepeinigt wurden. Weil ja jeder, der einen kritischen Artikel über den Islam schreibt als Islamhasser gilt, so hieß es weiter oben.

Aber ist mir auch egal, du hast absolut recht.
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon Blasphemist » Fr 27. Feb 2015, 13:14

Ich verstehe die ganze Aufregung sowieso nicht.
Der rechtsradikale Antisemitismus oder ein Antisemitismus aus der Mitte der deutschen Gesllschaft muss zuallererst von uns Nachfahren der Hitlerdiktatur bekämpft werden. Hierzu haben wir die Mittel und Wege. Vor allem vor dem Hintergrund unserer Geschichte sollte allen Nachfahren des deutschen Faschismus klar sein, dass so etwas auf deutschem Boden nie wieder passieren darf.

Der islamische Antisemitismus ist nicht das Problem von uns Deutschen und wir haben auch nicht die Mittel und Wege diesem Antisemitismus etwas wirksames entgegenzusetzen. Wir können nur die jüdischen Einrichtungen schützen und das war es auch. Es ist ganz alleine das Problem der islamischen Community.
Wenn nun aber im allgemeinen von Antisemitismus gesprochen wird und nicht klar definiert wird woher dieser Antisemitismus kommt, dann geschieht das was der Zentralratsvorsitzende der Moslems macht. Er macht die Tätercommunity im gleichen Atemzug zu Opfern und das ist widerlich.
Zitat aus der Zeit:http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-02/zentralrat-muslime-verstaendnis-angst-juden
Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek, hat Verständnis für die Sorgen von Juden geäußert. Die Ängste seien "berechtigt", sagte Mazyek der Berliner Zeitung. Angriffe auf Juden seien "ein Angriff auf unsere Gesellschaft". In einer Zeit, in der auch die Islamfeindlichkeit zunehme, müsse man den antisemitischen und antimuslimischen Strömungen gemeinsam entgegentreten.
Damit reagierte Mazyek auf Äußerungen des Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. Dieser hatte angesichts des wachsenden Antisemitismus davon abgeraten, in Vierteln mit einem hohen muslimischen Anteil die Kippa zu tragen. Die Warnung bekräftigte er am Freitag. Dabei denke er nicht nur an Stadtteile mit einem hohen Anteil muslimischer Zuwanderer, sagte Schuster. Eine Bedrohung gebe es auch dort, wo überdurchschnittlich viele Anhänger rechtsradikaler Gesinnung lebten.


Sofort kommt die Relativierung und man wird selbst zum Opfer, widerlich dieser Typ.
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon relativ » Fr 27. Feb 2015, 13:21

Blasphemist » Fr 27. Feb 2015, 13:14 hat geschrieben:Ich verstehe die ganze Aufregung sowieso nicht.
Der rechtsradikale Antisemitismus oder ein Antisemitismus aus der Mitte der deutschen Gesllschaft muss zuallererst von uns Nachfahren der Hitlerdiktatur bekämpft werden. Hierzu haben wir die Mittel und Wege. Vor allem vor dem Hintergrund unserer Geschichte sollte allen Nachfahren des deutschen Faschismus klar sein, dass so etwas auf deutschem Boden nie wieder passieren darf.

Der islamische Antisemitismus ist nicht das Problem von uns Deutschen und wir haben auch nicht die Mittel und Wege diesem Antisemitismus etwas wirksames entgegenzusetzen. Wir können nur die jüdischen Einrichtungen schützen und das war es auch. Es ist ganz alleine das Problem der islamischen Community.
Wenn nun aber im allgemeinen von Antisemitismus gesprochen wird und nicht klar definiert wird woher dieser Antisemitismus kommt, dann geschieht das was der Zentralratsvorsitzende der Moslems macht. Er macht die Tätercommunity im gleichen Atemzug zu Opfern und das ist widerlich.
Zitat aus der Zeit:http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-02/zentralrat-muslime-verstaendnis-angst-juden


Sofort kommt die Relativierung und man wird selbst zum Opfer, widerlich dieser Typ.

Was hat der gute Mann denn relativiert? Was ist daran Relativierung, wenn er auf die Strömungen hinweisst, die aus den selben Fundus stammt wie der aufflammende islamische Antisemitismus. Die Angst vor dem Islam (durch Terrorismus) fördert die Islamfeindlichkeit, genauso wie der ungelöste Nahostkonflikt, den Antisemitismus bei den Moslems steigert.
Ein nicht geringer Teil der Menschheit steht eben noch auf Sippenhaft, wenn ihnen nix bessers einfällt.
Zuletzt geändert von relativ am Fr 27. Feb 2015, 13:51, insgesamt 1-mal geändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon freigeist » Fr 27. Feb 2015, 13:29

hafenwirt » Fr 27. Feb 2015, 13:06 hat geschrieben:
Ich hätte ja gerne mal eine Quelle gehabt, in der ein paar Autoren etwas richtig deftiges über den Islam geschrieben haben und dann in der Öffentlichkeit gepeinigt wurden. Weil ja jeder, der einen kritischen Artikel über den Islam schreibt als Islamhasser gilt, so hieß es weiter oben.

Aber ist mir auch egal, du hast absolut recht.


http://derstandard.at/2000004159686/Sin ... lbstkritik

Dazu die obrigen Artikel. Schau mal in die obere Passage des Artikel vom NewStatesmen. Du musst allerdings auch die Quellen lesen und dich mit dem Thema befassen, anstatt Fakten zu verdrängen.
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon relativ » Fr 27. Feb 2015, 13:37

freigeist » Fr 27. Feb 2015, 13:29 hat geschrieben:
http://derstandard.at/2000004159686/Sin ... lbstkritik

Dazu die obrigen Artikel. Schau mal in die obere Passage des Artikel vom NewStatesmen. Du musst allerdings auch die Quellen lesen und dich mit dem Thema befassen, anstatt Fakten zu verdrängen.

Alles was darin steht ist doch nix neues.
Da kommt nicht ein neues menschliches Momentum zum Vorschein, welches man explizit nur auf den Menschenschlag Moslem reduzieren kann.
Zuletzt geändert von relativ am Fr 27. Feb 2015, 13:37, insgesamt 1-mal geändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon freigeist » Fr 27. Feb 2015, 13:41

relativ » Fr 27. Feb 2015, 13:37 hat geschrieben: Alles was darin steht ist doch nix neues.
Da kommt nicht ein neues menschliches Momentum zum Vorschein, welches man explizit nur auf den Menschenschlag Moslem reduzieren kann.


Natürlich ist das nichts Neues. Deshalb habe ich das auch als Faktum deklariert. Mein Bitte wäre bloß gewesen, dass Hafenwirt mit diesen Themen seinem Alter entsprechend umgeht.
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon bakunicus » Fr 27. Feb 2015, 14:10

Blasphemist » Fr 27. Feb 2015, 14:14 hat geschrieben:Ich verstehe die ganze Aufregung sowieso nicht.
Der rechtsradikale Antisemitismus oder ein Antisemitismus aus der Mitte der deutschen Gesllschaft muss zuallererst von uns Nachfahren der Hitlerdiktatur bekämpft werden. Hierzu haben wir die Mittel und Wege. Vor allem vor dem Hintergrund unserer Geschichte sollte allen Nachfahren des deutschen Faschismus klar sein, dass so etwas auf deutschem Boden nie wieder passieren darf.

Der islamische Antisemitismus ist nicht das Problem von uns Deutschen und wir haben auch nicht die Mittel und Wege diesem Antisemitismus etwas wirksames entgegenzusetzen. Wir können nur die jüdischen Einrichtungen schützen und das war es auch. Es ist ganz alleine das Problem der islamischen Community.
Wenn nun aber im allgemeinen von Antisemitismus gesprochen wird und nicht klar definiert wird woher dieser Antisemitismus kommt, dann geschieht das was der Zentralratsvorsitzende der Moslems macht. Er macht die Tätercommunity im gleichen Atemzug zu Opfern und das ist widerlich.
Zitat aus der Zeit:http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-02/zentralrat-muslime-verstaendnis-angst-juden


Sofort kommt die Relativierung und man wird selbst zum Opfer, widerlich dieser Typ.


das ist nicht widerlich, sondern konsequent.
denn zumindest in der form eines antisemitischen wie auch islamfeindlichen rechtsradikalismus teilen juden und muslime die gleichen sorgen und ängste ...
wie im übrigen auch deutsche linke oder obdachlose und künstler ...

wir müßen uns als zivilgesellschaft eben einig sein, dass es nirgendwo "no-go-areas" geben darf.
egal ob für muslime, juden, linke, bänker oder punker.
immer dort wo eine ideologie zur selbstjustiz greift, da versagt der staat.

und als kleine spitze in richtung freigeist:
nicht zuletzt die rufe nach dem schlanken staat sorgen dafür dass die polizei und justiz dieser gesamtgesellschaftlichen aufgabe nicht mehr gewachsen sind.
wer mehr sicherheit will, der muß eben befriedigende stellen im öffentlichen dienst mit steuergeldern bezahlen wollen.
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon freigeist » Fr 27. Feb 2015, 14:53

bakunicus » Fr 27. Feb 2015, 14:10 hat geschrieben:

und als kleine spitze in richtung freigeist:
nicht zuletzt die rufe nach dem schlanken staat sorgen dafür dass die polizei und justiz dieser gesamtgesellschaftlichen aufgabe nicht mehr gewachsen sind.
wer mehr sicherheit will, der muß eben befriedigende stellen im öffentlichen dienst mit steuergeldern bezahlen wollen.


Für den Blödsinn gibt es keinerlei Beweise, im Gegenteil. Schlanke Staaten, die sich auf Kernbereiche wie Sicherheit beschränken, sind viel effektiver, solche Problemströmungen zu bekämpfen.
Aber dass du dieses Thema instrumentalisierst, um deine juvenile Propaganda in die Tasten zu klopfen, ist wenig verwunderlich.
Zuletzt geändert von freigeist am Fr 27. Feb 2015, 14:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon bakunicus » Fr 27. Feb 2015, 15:03

freigeist » Fr 27. Feb 2015, 15:53 hat geschrieben:
Für den Blödsinn gibt es keinerlei Beweise, im Gegenteil. Schlanke Staaten, die sich auf Kernbereiche wie Sicherheit beschränken, sind viel effektiver, solche Problemströmungen zu bekämpfen.
Aber dass du dieses Thema instrumentalisierst, um deine juvenile Propaganda in die Tasten zu klopfen, ist wenig verwunderlich.


es gibt also keine beweise dafür dass die rufe der CDU/CSU und der FDP nach weniger steuern in deutschland dazu geführt haben massiv stellen im öffentlichen dienst abzubauen ?
bei polizei, richtern und staatsanwälten ?

he he he ... guter witz.

aber ich weiß schon wie du das meinst.
wenn man endlich hartz 4 abschafft hat man auch mehr geld für polizeistaat und militär.
den wird man dann nämlich auch dringend brauchen ...
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Re: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab

Beitragvon Blasphemist » Fr 27. Feb 2015, 15:07

freigeist » Fr 27. Feb 2015, 14:53 hat geschrieben:
Für den Blödsinn gibt es keinerlei Beweise, im Gegenteil. Schlanke Staaten, die sich auf Kernbereiche wie Sicherheit beschränken, sind viel effektiver, solche Problemströmungen zu bekämpfen.
Aber dass du dieses Thema instrumentalisierst, um deine juvenile Propaganda in die Tasten zu klopfen, ist wenig verwunderlich.

OT: So blödsinnig ist das nicht. Ein mehr oder weniger an Anitsemitismis hat zwar nichts mit dem schlanken Staat zu tun aber die Verfolgung von Straftaten und der Schutz von jüdischen Einrichtungen muss von Beamten erledigt werden. Wenn es davon infolge des schlanken Staates immer weniger gibt leídet natürlich auch dieses Anliegen darunter. Ein schlanker Staat ist nur für die Reichen gut, für solche die sich security privat leisten können, für die anderen bedeutet das halt weniger öffentliche Sicherheit.

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