Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

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McKnee
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon McKnee » Mi 12. Dez 2018, 11:33

sünnerklaas hat geschrieben:(12 Dec 2018, 11:05)

Gruppenvergewaltiger als Frauenbeschützer - Kannste Dir nicht ausdenken...
Ich kann mir auch schon vorstellen, welche Strategie die Verteidigung da gefahren ist: die Geschichte vom armen-armen Opfer. Solche Typen sitzen gerne als jämmerliches Häuflein Elend auf der Anklagebank und vergießen bittere Tränen und beteuern, das alles so nicht gewollt zu haben, besoffen gewesen zu sein und nie-nie-nie-wieder sowas machen zu wollen. Darauf "Ehrenwort!".
Was solche Presseberichte oft verschweigen, sind die Bewährungsauflagen.


Auch die arrogante Gleichgültigkeit, die sich aus dem Bericht ergibt, wirft Fragen auf. Der Richter ist überzeugt, dass es keine Strafe gibt, die diesen Typen zum Umdenken veranlassen könnte. Er hat - nach meiner Einschätzung - auch noch den harten Max raushängen lassen.

Der Bericht lässt aber offen, zu welchen Verurteilungen es im Detail gekommen ist und ob er jemals eine Haftstrafe verbüßen musste.

Es wird einen Grund für eine erneute Aussetzung zur Bewährung geben. Dazu müsste man aber ins Urteil schauen. Danach kann man sich dann ein Urteil über das Urteil bilden. Hier am Rechner, mti den spärlichen Infomationen und meiner Wut im Bauch, hätte ich ihn zu 3 Jahren Freiheitsstrafe und Kloputzen in einer jüdischen Gemeinde verurteilt. Aber zum Glück werden in unserem Land auf diese Art keine Urteile gesprochen.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat oder ein Fake ist, er könnte es gesagt und wird es gedacht haben...das reicht :D
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Ammianus » Mi 12. Dez 2018, 16:28

Das wir die Begründung für das Urteil nicht kennen, wird immer gern als Argument angeführt. Natürlich ist jedes Urteil begründet und gefällt wird es im Ergebnis eines Prozesses zwischen 2 Parteien und dem Richter wobei alle drei eine juristische Ausbildung haben.

Aber, Urteile werden angefochten, aufgehoben, es wird neu geurteilt und wieder mit einer Begründung. Jura ist keine Mathematik, Richter, Rechts- und Staatsanwälte sind Menschen deren Denken und Entscheidungen von den verschiedensten Einflüssen geleitet wird. Es gibt Richter Gnadenlos, Anwalt Unfähig und den absolut karriereorientierten Staatsanwalt, der genau abwägt, inwieweit seine Strafforderungen auf seine mögliche Zukunft einwirken. Es gibt Leute, die sind nach 10 Jahren Praxis so desinteressiert an ihrem Beruf, dass sie die Sache nur noch durchziehen weil das Geld ganz o.k. ist und sie einen bis ans Lebensende sicheren Job haben. Es gibt unzählige Konstellationen und Varianten.
Das Ergebnis sind begründete Urteile - alle von Menschen gemacht, denen ein oft weiter Ermessenspielraum zur Verfügung steht.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon McKnee » Mi 12. Dez 2018, 17:07

Ammianus hat geschrieben:(12 Dec 2018, 16:28)

Das wir die Begründung für das Urteil nicht kennen, wird immer gern als Argument angeführt.


Es wird nicht als Argument angeführt. Es ist DIE wesentliche Diskussionsgrundlage.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat oder ein Fake ist, er könnte es gesagt und wird es gedacht haben...das reicht :D
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Ammianus » Mi 12. Dez 2018, 19:07

McKnee hat geschrieben:(12 Dec 2018, 17:07)

Es wird nicht als Argument angeführt. Es ist DIE wesentliche Diskussionsgrundlage.


Komm mir teilweise auch so vor. Allerdings ist dann die "wesentliche Diskussionsgrundlage" nicht die Realität - was auch häufig offen zu tage tritt.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon jack000 » Sa 15. Dez 2018, 12:35

"Mir musste der Schädel geöffnet werden"
Dennis O. lag vier Wochen im Koma und war auf einen Rollstuhl angewiesen. Und das, weil sechs alkoholisierte Jugendliche den 35-Jährigen bewusstlos geschlagen und getreten hatten. Am Mittwoch erhielten die Täter Bewährungsstrafen.

Opfer ist enttäuscht über das Urteil
Es ist anderthalb Jahre her, dass sechs junge Männer zwischen 18 und 23 Jahren Dennis O. im hessischen Langen bewusstlos geschlagen haben. Jetzt hat er mit RTL über die Tat gesprochen - und über das Leben nach dem Koma. Das Interview sehen Sie im Video. Seit dem Angriff verfügt er nur noch über 50 Prozent Körperleistung. Seinen Beruf als Facility Manager kann Dennis nur mit großen Einschränkungen ausüben.

Am Mittwoch hat das Landgericht Darmstadt alle Angeklagten zu Bewährungsstrafen zwischen einem und zwei Jahren verurteilt. Das Urteil enttäuscht Dennis O. Er hätte eine härtere Strafe für angemessen gehalten.

https://www.rtl.de/cms/sechs-jugendlich ... fMiAt91eEY

Unglaublich sowas und hier die Begründung:
"Unbeschriebene Blätter"
Staatsanwalt Oliver Wilbert hatte argumentiert, vor allem die Vergangenheit der Täter spreche für ein mildes Urteil. In strafrechtlicher Hinsicht seien "die Angeklagten fast unbeschriebene Blätter". Außerdem sei der Gewaltausbruch fast wie aus dem Nichts gekommen. Die Lebensumstände der Angeklagten sprechen laut Wilbert dafür, dass keine weieren Straftaten zu erwarten sind.

Und das ist totaler Blödsinn. Wer auch unter Alkoholeinfluss ("Im Wein liegt die Wahrheit") jemanden ins Koma tritt, ist schwerkriminell und es liegen schwere menschliche Defizite vor und so jemand muss sofort ins Gefängnis (Wer hier im Forum würde jemals (egal in welchem Zustand) auf die Idee kommen jemanden ins Koma zu treten??
Wie das mit den guten Sozialprognosen ausgeht ist in anderen Beiträgen in diesem Strang zu lesen.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Alexyessin » Mo 17. Dez 2018, 10:04

jack000 hat geschrieben:(15 Dec 2018, 12:35)

https://www.rtl.de/cms/sechs-jugendlich ... fMiAt91eEY

Unglaublich sowas und hier die Begründung:

Und das ist totaler Blödsinn. Wer auch unter Alkoholeinfluss ("Im Wein liegt die Wahrheit") jemanden ins Koma tritt, ist schwerkriminell und es liegen schwere menschliche Defizite vor und so jemand muss sofort ins Gefängnis (Wer hier im Forum würde jemals (egal in welchem Zustand) auf die Idee kommen jemanden ins Koma zu treten??
Wie das mit den guten Sozialprognosen ausgeht ist in anderen Beiträgen in diesem Strang zu lesen.


Verantwrotung nicht für die Taten, aber die Verantwortung für den übermässigen Genuss von Alkohol. So kenn ich das. Schlimm, das dies immer falsch ausgelegt wird. ( Nicht von dir )
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon firlefanz11 » Mo 17. Dez 2018, 12:07

Ich hoffe das Opfer geht den Weg in die nächsthöhere Instanz. Das kann doch nun echt nicht sein... :mad2:
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Ammianus » Mo 17. Dez 2018, 12:53

Alexyessin hat geschrieben:(17 Dec 2018, 10:04)

Verantwrotung nicht für die Taten, aber die Verantwortung für den übermässigen Genuss von Alkohol. So kenn ich das. Schlimm, das dies immer falsch ausgelegt wird. ( Nicht von dir )


Das ist eher ein Mangel in der deutschen Gesetzgebung. Alkohol und Drogen werden hier strafmildernd bewertet. Das geht dann so weit, dass jemand, der im Vollsuff in sein Auto steigt und jemanden tot fährt Bewährung und nur ein paar Jahre (bin jetzt zu faul die genaue Länge zu recherieren) Führerscheinentzug bekommt.

In der DDR, die ich nun wirklich nicht loben will, wurde gesagt, dass der jenige sich schließlich vorsätzlich besoffen hat und damit auch für die Folgen voll verantwortlich ist. Interessant wäre, mal zu sehen, wie die Sache weltweit geregelt ist - jedenfalls in westlichen Demokratien.

Ansonsten wäre es, bei Bedarf, Aufgabe von Politik und damit letztendlich uns Bürgern das zu ändern oder eben so zu belassen. Ich wäre für Änderung. Vorschlag: Wer im Vollsuff einen Menschen tötet sollte auf alle Fälle 5 Jahre absitzen um wenigstens etwas Leid zu erfahren und vor allem damit gezeigt wird, wie wertvoll ein Leben ist.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Alexyessin » Mo 17. Dez 2018, 13:09

Ammianus hat geschrieben:(17 Dec 2018, 12:53)

Das ist eher ein Mangel in der deutschen Gesetzgebung. Alkohol und Drogen werden hier strafmildernd bewertet. Das geht dann so weit, dass jemand, der im Vollsuff in sein Auto steigt und jemanden tot fährt Bewährung und nur ein paar Jahre (bin jetzt zu faul die genaue Länge zu recherieren) Führerscheinentzug bekommt.


Das ist so nicht korrekt. Kann ich dir aus eigener Beobachtung berichten. Zumindest bei uns ( Bayern ) sind die nach Wiesheu nicht mehr großzügig bei Alkoholfahrten mit Todesfolge.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Ammianus » Mo 17. Dez 2018, 14:19

Alexyessin hat geschrieben:(17 Dec 2018, 13:09)

Das ist so nicht korrekt. Kann ich dir aus eigener Beobachtung berichten. Zumindest bei uns ( Bayern ) sind die nach Wiesheu nicht mehr großzügig bei Alkoholfahrten mit Todesfolge.


Doch ist es - jendfalls von der gesetzlichen Seite. Allerdings haben die Gerichte einen bestimmten Spielraum und es gibt dann eben Kuschelrichter und "Richter Gnadenlos". Bei Toten stehe ich dann mehr auf Seite von "Richter Gnadenlos". Aber ich erinnere mich auch an einen Fall aus den Medien, da gab es dann so um die eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung und der Führerschein war nicht mal für 2 Jahre weg.
Aber da gibt es wie überall in der Justiz ein beträchtliche Spannbreite und viele Faktoren, die zum Urteil beitragen. Wie sehen es die Schöffen, wieweit lässt sich der jeweilige Richter von den jeweiligen Schöffen beurteilen, ist der Staatsanwalt so dominant, dass der Richter kuscht oder provoziert diese Dominanz geradezu beim Richter ein Urteil mit welchem dem Staatsanwalt klargemacht werden soll, wo seine Grenzen sind usw.

Und wenn nach bestimmten Vorfällen, wie du schreibst, wenigstens die bayerische Justiz da härter zugreift, dann ist das nur zu begrüßen. Da hat eben auch ein Vorfall richterliche Weltbilder beeinflusst.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Alexyessin » Mo 17. Dez 2018, 14:30

Ammianus hat geschrieben:(17 Dec 2018, 14:19)

Doch ist es - jendfalls von der gesetzlichen Seite. Allerdings haben die Gerichte einen bestimmten Spielraum und es gibt dann eben Kuschelrichter und "Richter Gnadenlos". Bei Toten stehe ich dann mehr auf Seite von "Richter Gnadenlos". Aber ich erinnere mich auch an einen Fall aus den Medien, da gab es dann so um die eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung und der Führerschein war nicht mal für 2 Jahre weg.
Aber da gibt es wie überall in der Justiz ein beträchtliche Spannbreite und viele Faktoren, die zum Urteil beitragen. Wie sehen es die Schöffen, wieweit lässt sich der jeweilige Richter von den jeweiligen Schöffen beurteilen, ist der Staatsanwalt so dominant, dass der Richter kuscht oder provoziert diese Dominanz geradezu beim Richter ein Urteil mit welchem dem Staatsanwalt klargemacht werden soll, wo seine Grenzen sind usw.

Und wenn nach bestimmten Vorfällen, wie du schreibst, wenigstens die bayerische Justiz da härter zugreift, dann ist das nur zu begrüßen. Da hat eben auch ein Vorfall richterliche Weltbilder beeinflusst.


18 Monate ohne bei 2,93 promille.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 17. Dez 2018, 16:47

Alexyessin hat geschrieben:(17 Dec 2018, 14:30)

18 Monate ohne bei 2,93 promille.

Und wie viel hat er davon abgesessen?
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Alexyessin » Mo 17. Dez 2018, 16:49

Tom Bombadil hat geschrieben:(17 Dec 2018, 16:47)

Und wie viel hat er davon abgesessen?


Halbstrafe auf 9 Mit 3 Jahren auf Bewährung. Und das auch nur wegen guter Führung UND sehr guter Sozialprognose.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 17. Dez 2018, 16:53

Toll. Und das Opfer?
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Alexyessin » Mo 17. Dez 2018, 16:55

Tom Bombadil hat geschrieben:(17 Dec 2018, 16:53)

Toll. Und das Opfer?


Was ist jetzt dein Problem schon wieder?
Todesfahrt, was wird wohl mit dem Opfer sein?
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 17. Dez 2018, 17:04

Na, man sieht an so etwas eben immer sehr schön, wie wenig ein Menschenleben in Deutschland wert ist. 9 Monate, das ist unglaublich.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Alexyessin » Mo 17. Dez 2018, 17:13

Tom Bombadil hat geschrieben:(17 Dec 2018, 17:04)

Na, man sieht an so etwas eben immer sehr schön, wie wenig ein Menschenleben in Deutschland wert ist. 9 Monate, das ist unglaublich.


Was wäre denn deiner Meinung nach angemessen?
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Ammianus » Mo 17. Dez 2018, 20:37

Alexyessin hat geschrieben:(17 Dec 2018, 14:30)

18 Monate ohne bei 2,93 promille.


Ohne ist schon mal gut, da bekommt der wenigstens ein wenig Stress. Vielleicht sind ja die 5 Jahre für ein Menschenleben, wie ich sie vorschlug, doch etwas hoch gepockert. Ich weiss es selber nicht. Das sieht jeder etwas anders und im Endeffekt sind Gesetze auch immer ein Kompromis.

Habe mir gerade mal zum Vergleich die Folgen von Bad Aybling angesehen. 12 Tote und keine 3 Jahre abgesessen.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 17. Dez 2018, 22:03

Alexyessin hat geschrieben:(17 Dec 2018, 17:13)

Was wäre denn deiner Meinung nach angemessen?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, aber 9 Monate sind ein Witz dafür, dass ein Mensch schuldhaft zu Tode gekommen ist. Sowas ist nunmal irreversibel und es gibt kaum noch etwas Schlimmeres, was man einem Menschen, seiner Familie und Freunden antun kann. Eins steht für mich jedenfalls fest: so jemand dürfte nie wieder einen Führerschein bekommen, genau wie diese wahnsinnigen Raser, die bei ihren "Rennen" in den Städten die Menschen umnieten und töten.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Alexyessin » Mo 17. Dez 2018, 23:25

Tom Bombadil hat geschrieben:(17 Dec 2018, 22:03)

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, aber 9 Monate sind ein Witz dafür, dass ein Mensch schuldhaft zu Tode gekommen ist. Sowas ist nunmal irreversibel und es gibt kaum noch etwas Schlimmeres, was man einem Menschen, seiner Familie und Freunden antun kann. Eins steht für mich jedenfalls fest: so jemand dürfte nie wieder einen Führerschein bekommen, genau wie diese wahnsinnigen Raser, die bei ihren "Rennen" in den Städten die Menschen umnieten und töten.


Die neun Monate sind ja nicht einfach gegeben. Normalerweise gilt bei Ersttäter auch sog. 2/3.
Es muss da schon alles passen.
Soweit mir bekannt ist hat er sich das mit dem Führerschein selbst als Strafe aufgelegt - wobei die Hürden selbst nach Ablauf der eigentlichen Strafe sehr hoch sind. Einfach mit Depperltest kommst da nicht hin.
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