Landtagswahl in Bayern 2018

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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Fliege » Mo 5. Nov 2018, 10:06

Ich finde, die Freien Wähler können zufrieden sein. Ihre Präsenz in der neuen bayerischen Regierung hängt nun stark von der Performance ihrer Minister und Parlamentarier ab.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon streicher » Mi 7. Nov 2018, 08:26

Damit bleibt es in Bayern konservativ. Die CSU koaliert mit der einstigen Abspaltung, die wohl keine einzige Frau in die Ministerien schickt.
Die Zukunft ist Geschichte.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Alexyessin » Mi 7. Nov 2018, 08:34

streicher hat geschrieben:(07 Nov 2018, 08:26)

Damit bleibt es in Bayern konservativ. Die CSU koaliert mit der einstigen Abspaltung, die wohl keine einzige Frau in die Ministerien schickt.


Die Freien Wähler sind keine Abspaltung.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon streicher » Mi 7. Nov 2018, 08:43

Wo habe ich das aufgefangen - I stand corrected.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Alexyessin » Mi 7. Nov 2018, 08:56

streicher hat geschrieben:(07 Nov 2018, 08:43)

Wo habe ich das aufgefangen - I stand corrected.


Das Wählermillieu ist natürlich fast deckungsgleich, aber die FWler als Abspaltung zu nennen trifft die Sache nicht wirklich.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Mi 7. Nov 2018, 09:00

Alexyessin hat geschrieben:(07 Nov 2018, 08:34)

Die Freien Wähler sind keine Abspaltung.


Richtig, sie passen sich quasi nahtlos an die CSU an.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon aleph » Mi 7. Nov 2018, 10:32

Ich denke, das ist Haarspalterei :D
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Fliege » Mi 7. Nov 2018, 10:34

streicher hat geschrieben:(07 Nov 2018, 08:26)
Die CSU koaliert mit der einstigen Abspaltung

Ich bestätige: Die Freien Wähler sind keine Abspaltung von der CSU!

"Kommunale Wählergemeinschaften gehören seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges zur politischen Landschaft der Bundesrepublik. Starke Verbreitung fanden sie traditionell im Süden Deutschlands und auch heute noch verzeichnen sie bei Kommunalwahlen in Bayern und Baden-Württemberg große Erfolge. [...] Die Teilnahme an überregionalen Wahlen gilt innerhalb der verschiedenen kommunalen Wählergemeinschaften seit Anbeginn als umstritten, weil viele Mitglieder die Beschränkung auf die Kommunalpolitik als konstitutiv ansehen. [...] Den größten Erfolg verzeichnet bisher die Wählergruppe "FW Freie Wähler Bayern e.V." (FW Bayern), die in dieser Form seit 1998 an Landtagswahlen teilnimmt."

Und nein, das ist keine Haarspalterei.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Alexyessin » Mi 7. Nov 2018, 10:49

aleph hat geschrieben:(07 Nov 2018, 10:32)

Ich denke, das ist Haarspalterei :D


Nein, mit Sicherheit nicht.
Viele aktive FWler sind ja deswegen FWler weil sie keine CSUler sein wollen.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Mi 7. Nov 2018, 12:37

Falls es Jemanden interessiert, hier ist der schwarz-orange Koalitionsvertrag zu finden.

https://www.bayern.de/staatsregierung/k ... -bis-2023/
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Alexyessin » Mi 7. Nov 2018, 12:40

JJazzGold hat geschrieben:(07 Nov 2018, 12:37)

Falls es Jemanden interessiert, hier ist der schwarz-orange Koalitionsvertrag zu finden.

https://www.bayern.de/staatsregierung/k ... -bis-2023/


Hätt schlimmer ausfallen können - hab den schon mal überflogen.
Interessant ist diese 100 KiTa Zuschlag. Werden die angerechnet?
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Tomaner » Mi 7. Nov 2018, 12:47

Alexyessin hat geschrieben:(07 Nov 2018, 08:34)

Die Freien Wähler sind keine Abspaltung.


Schwierig zu sagen, aber im Prinzip doch. Es hängt weitgehend damit zusammen, es wurden mehrer Dörfer zusammengelegt und von Großgemeinde aus verwaltet. Daurch vielen viele bisherige Gemeinderäte der CSU weg und wurden teilweise nicht mehr aufgestellt. Aus Protest heraus entstanden dabei Freie Wähler, eigentlich meist CSU Politiker, die innerhalb der CSU keine Zukunft mehr hatten und schlicht wegrationalisiert wurden. Dazu gesellten sich sicher noch einige Konservative oder auch welche, die mit anderen Parteien keine Chancen gegen CSU Dominantz hatten.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon JJazzGold » Mi 7. Nov 2018, 12:48

Alexyessin hat geschrieben:(07 Nov 2018, 12:40)

Hätt schlimmer ausfallen können - hab den schon mal überflogen.
Interessant ist diese 100 KiTa Zuschlag. Werden die angerechnet?


Die sind der Kompromiss zwischen kostenfrei und voll bezahlt. Eigentlich müssten sie angerechnet werden.

Dass ich kein Freund dieses Koalitionsvertrags bin, kannst du dir denken. ;)
Zum Glück neige ich nicht zum Hyperventilieren, sonst würde ich bei den Punkten Bildung und Digitales immer noch nach Luft schnappen.
Zumindest hat er mir ein Schmunzeln beschert - “tausche hundert Gäule gegen hundert Schäferhunde“.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Alexyessin » Mi 7. Nov 2018, 13:14

Tomaner hat geschrieben:(07 Nov 2018, 12:47)

Schwierig zu sagen, aber im Prinzip doch. Es hängt weitgehend damit zusammen, es wurden mehrer Dörfer zusammengelegt und von Großgemeinde aus verwaltet. Daurch vielen viele bisherige Gemeinderäte der CSU weg und wurden teilweise nicht mehr aufgestellt. Aus Protest heraus entstanden dabei Freie Wähler, eigentlich meist CSU Politiker, die innerhalb der CSU keine Zukunft mehr hatten und schlicht wegrationalisiert wurden. Dazu gesellten sich sicher noch einige Konservative oder auch welche, die mit anderen Parteien keine Chancen gegen CSU Dominantz hatten.


Da scheinst du aber falsch informiert zu sein.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Fuerst_48 » Mi 7. Nov 2018, 21:35

JJazzGold hat geschrieben:(07 Nov 2018, 09:00)

Richtig, sie passen sich quasi nahtlos an die CSU an.

Nennt sich Schmeichelkurs, ähnlich wie die Faserschmeichler aus der Werbung. Nur dass die sch ab 3000 Umdrehungen anschei.... :cool:
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Sybilla » Do 14. Feb 2019, 10:59

Es gibt viele Gründe warum die CSU bei der Landtagswahl 2018 mit sehr mageren 37,2 Prozent viele ihrer Wähler*innen verloren hat – es ist das zweitschlechteste Ergebnis ihrer Geschichte.

Einer der Gründe ist mit großer Sicherheit ihr Verhältnis zum Sozialstaat – Herr MP Söder meinte zuletzt - Hartz IV ist ein Erfolgsmodell ja Herr Söder für 37,2 Prozent CSU- Stimmen der Wähler mag diese Aussage zutreffend sein, für sehr viel andere nicht. Im Jahr 2017 waren in Deutschland 19,7 Prozent der Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Für diese Menschen ist Hartz IV kein Erfolgsmodell, auch nicht für Menschen die im Niedriglohnsektor beschäftigt sind. Darin allerdings das Erfolgsmodell von Hartz IV manifestiert ist. Freilich der Niedriglohnsektor ist für die exorbitant hoch ansteigende Kinderarmut und Altersarmut verantwortlich. Politiker die derartiges wie MP Söder (Hartz IV- Erfolgsmodell) verkünden werden bei Wahlen kaum mehr als 37,2 Prozent der Wähler (immerhin profitieren auch einige von den Hartz IV Erfolgsmodell – Niedriglohnsektor bzw die 0 € Arbeitskraft die durch den § 16i SGB II „Teilhabe am Arbeitsmarkt“) ermöglicht wird, für seine Partei gewinnen können. (Wer dendie „kleinen MannFrau vergisst) wird bei der Europawahl und bei der Kommunalwahl 2020 noch viel längere Gesichter ziehen als bei der Landtagswahl 2018. Eines ist gewiss mit MP Söder hat die CSU noch sehr viel Luft nach unten. Wobei die CSU in Bayern einmal ein Erfolgsmodell war, vor der Zeit von MP Söder.

Die SPD hat zumindest einmal eine Wende ihrer Politik bezüglich des Sozialstaats angedacht, ein Anfang, immerhin.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Wolverine » Do 14. Feb 2019, 12:10

Sybilla hat geschrieben:(14 Feb 2019, 10:59)

Es gibt viele Gründe warum die CSU bei der Landtagswahl 2018 mit sehr mageren 37,2 Prozent viele ihrer Wähler*innen verloren hat – es ist das zweitschlechteste Ergebnis ihrer Geschichte.

Einer der Gründe ist mit großer Sicherheit ihr Verhältnis zum Sozialstaat – Herr MP Söder meinte zuletzt - Hartz IV ist ein Erfolgsmodell ja Herr Söder für 37,2 Prozent CSU- Stimmen der Wähler mag diese Aussage zutreffend sein, für sehr viel andere nicht. Im Jahr 2017 waren in Deutschland 19,7 Prozent der Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Für diese Menschen ist Hartz IV kein Erfolgsmodell, auch nicht für Menschen die im Niedriglohnsektor beschäftigt sind. Darin allerdings das Erfolgsmodell von Hartz IV manifestiert ist. Freilich der Niedriglohnsektor ist für die exorbitant hoch ansteigende Kinderarmut und Altersarmut verantwortlich. Politiker die derartiges wie MP Söder (Hartz IV- Erfolgsmodell) verkünden werden bei Wahlen kaum mehr als 37,2 Prozent der Wähler (immerhin profitieren auch einige von den Hartz IV Erfolgsmodell – Niedriglohnsektor bzw die 0 € Arbeitskraft die durch den § 16i SGB II „Teilhabe am Arbeitsmarkt“) ermöglicht wird, für seine Partei gewinnen können. (Wer dendie „kleinen MannFrau vergisst) wird bei der Europawahl und bei der Kommunalwahl 2020 noch viel längere Gesichter ziehen als bei der Landtagswahl 2018. Eines ist gewiss mit MP Söder hat die CSU noch sehr viel Luft nach unten. Wobei die CSU in Bayern einmal ein Erfolgsmodell war, vor der Zeit von MP Söder.

Die SPD hat zumindest einmal eine Wende ihrer Politik bezüglich des Sozialstaats angedacht, ein Anfang, immerhin.


Die CSU ist meiner Ansicht nach auch für die desaströse Bundespolitik abgestraft worden. Immerhin ist sie Teil der Regierung.
If Israel were to put down its arms there would be no more Israel.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Jo33 » Do 14. Feb 2019, 23:07

Sybilla hat geschrieben:(14 Feb 2019, 10:59)
Es gibt viele Gründe warum die CSU bei der Landtagswahl 2018 mit sehr mageren 37,2 Prozent viele ihrer Wähler*innen verloren hat – es ist das zweitschlechteste Ergebnis ihrer Geschichte.
...

Dieser Satz stimmt soweit, allerdings der Rest überhaupt nicht, das Thema Hartz4 oder Geringverdiener hat mit Bayern soviel zu tun wie der Bananenanbau in Deutschland.
Hartz4 Empfänger gibt es in Deutschland ca. 1,6 Mio, allerdings wohnen im Süden in den Bundesländern Bayern und BadenWürttermberg, lediglich jeweils nur ca. 4 % dort, also in etwa ca. 64.000 Menschen, ein sehr sehr geringer Anteil zur Rest Bevölkerung in diesen Ländern unter 1 %. Klar gibt es auch dort Armut, allerdings eben nicht so verbreitet wie in anderen Bundesländern. Daher ist die SPD ja auch im Süden so gefallen, bzw. konnte im Süden noch nie wirklich so richtig durchstarten, weil es die klassischen Arbeiter- und Sozialprobleme wie bspw. im Ruhrpott dort eben nicht gab und gibt oder wenn dann nur in wesentlich geringerem Maße.
Die SPD kommt doch nach neuesten Umfragen in Bayern nur noch auf 6 %, deshalb Sozialpolitik ist der falsche Weg für den Süden. Dort geht es eher um Verkehrspolitik, Verkehrswende, Infrastrukturausbauten (durch Aufbau Ost wurden Projekte um 30-50 Jahre verschoben), Nahrungsmittelherstellung, Bildung, Sicherheit, ganz am Ende kommt dann das Thema Soziales, zuvor müssen aber noch die Bienen gerettet und geschaut werden, dass es noch genügend Naherholungsgebiete gibt. Und in BaWü ist die SPD auch schon seit Jahren, kommunal teils sogar seit Jahrzehnten meist eher nur noch Dritt oder vierstärkste Kraft, gerade weil die Politik der SPD nicht unbedingt viel für den Süden bietet, dieser hat andere Probleme, als Bsp. viel zu wenige Arbeiter oder und für diese fehlenden Arbeiter auch noch passende Wohnungen.
Dem Süden in Deutschland geht es zu gut, um SPD oder auch die Linke zu wählen, da fehlt es der SPD an Konzepten welche auch den Süden anspricht und das ist nun mal weniger die Sozialpolitik, da man dort im Regelfall gut versorgt ist.
Alpha Centauri
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 15. Feb 2019, 11:16

Jo33 hat geschrieben:(14 Feb 2019, 23:07)

Dieser Satz stimmt soweit, allerdings der Rest überhaupt nicht, das Thema Hartz4 oder Geringverdiener hat mit Bayern soviel zu tun wie der Bananenanbau in Deutschland.
Hartz4 Empfänger gibt es in Deutschland ca. 1,6 Mio, allerdings wohnen im Süden in den Bundesländern Bayern und BadenWürttermberg, lediglich jeweils nur ca. 4 % dort, also in etwa ca. 64.000 Menschen, ein sehr sehr geringer Anteil zur Rest Bevölkerung in diesen Ländern unter 1 %. Klar gibt es auch dort Armut, allerdings eben nicht so verbreitet wie in anderen Bundesländern. Daher ist die SPD ja auch im Süden so gefallen, bzw. konnte im Süden noch nie wirklich so richtig durchstarten, weil es die klassischen Arbeiter- und Sozialprobleme wie bspw. im Ruhrpott dort eben nicht gab und gibt oder wenn dann nur in wesentlich geringerem Maße.
Die SPD kommt doch nach neuesten Umfragen in Bayern nur noch auf 6 %, deshalb Sozialpolitik ist der falsche Weg für den Süden. Dort geht es eher um Verkehrspolitik, Verkehrswende, Infrastrukturausbauten (durch Aufbau Ost wurden Projekte um 30-50 Jahre verschoben), Nahrungsmittelherstellung, Bildung, Sicherheit, ganz am Ende kommt dann das Thema Soziales, zuvor müssen aber noch die Bienen gerettet und geschaut werden, dass es noch genügend Naherholungsgebiete gibt. Und in BaWü ist die SPD auch schon seit Jahren, kommunal teils sogar seit Jahrzehnten meist eher nur noch Dritt oder vierstärkste Kraft, gerade weil die Politik der SPD nicht unbedingt viel für den Süden bietet, dieser hat andere Probleme, als Bsp. viel zu wenige Arbeiter oder und für diese fehlenden Arbeiter auch noch passende Wohnungen.
Dem Süden in Deutschland geht es zu gut, um SPD oder auch die Linke zu wählen, da fehlt es der SPD an Konzepten welche auch den Süden anspricht und das ist nun mal weniger die Sozialpolitik, da man dort im Regelfall gut versorgt ist.


Ich teile deine Analyse weitgehend, der Süden Bayern Baden Württemberg hat andere wichtige Themen da sieht die SPD (6% und 9% wenig bis kein Land ) ganz zu schweigen für die Linkspartei, anders sieht es beiden Grünen derzeit aus die scheinen da einen Nerv getroffen zu haben ( vor allen in den Städten) dass bayerische Volksbegehren gegen das Insektensterben und eine nachhaltigere Landwirtschaft von Naturschützern im.Verbund mit ÖDP und den Grünen hatte durchschlagenden Erfolg womit selbst die Initiatoren nicht gerechnet haben.
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Re: Landtagswahl in Bayern 2018

Beitragvon watisdatdenn? » Fr 15. Feb 2019, 12:27

Alpha Centauri hat geschrieben:(15 Feb 2019, 11:16)
Ich teile deine Analyse weitgehend, der Süden Bayern Baden Württemberg hat andere wichtige Themen da sieht die SPD (6% und 9% wenig bis kein Land ) ganz zu schweigen für die Linkspartei, anders sieht es beiden Grünen derzeit aus die scheinen da einen Nerv getroffen zu haben ( vor allen in den Städten) dass bayerische Volksbegehren gegen das Insektensterben und eine nachhaltigere Landwirtschaft von Naturschützern im.Verbund mit ÖDP und den Grünen hatte durchschlagenden Erfolg womit selbst die Initiatoren nicht gerechnet haben.

Sie haben auch richtig gute Werbung gemacht!
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