Wahlbetrug in Deutschland

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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon Katenberg » Sa 20. Feb 2016, 23:21

There was blood upon t risers
there were brains upon t chute
Intestines were a-dangling from his paratroopers suit
He was a mess, they picked him up
and poured him from his boots
And he ain't gonna jump no more
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon Brainiac » So 4. Jun 2017, 07:03

[MOD] Das Gepöbel hättet ihr euch schenken können. Bitte Thema beachten.

Wahlbetrug ist eine gesetzwidrige Verfälschung des Wahlergebnisses, die gegenüber dem Wahlvolk, gegebenenfalls auch den Wahldurchführenden oder der Wahlleitung, verdeckt erfolgt.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wahlf%C3%A4lschung
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon Kritikaster » So 4. Jun 2017, 08:14

Brainiac hat geschrieben:(04 Jun 2017, 07:03)

[MOD] Das Gepöbel hättet ihr euch schenken können. Bitte Thema beachten.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wahlf%C3%A4lschung

Bei der hiesigen Diskussion kann man den Eindruck haben, dass manch eine/r das Thema zur Delegitimierung unserer Demokratie als solche zu benutzen versucht.
Wahlfälschungen treten meist in diktatorischen Systemen auf, die dennoch zur Steigerung ihrer Legitimation Wahlen durchführen, aber durch Wahlfälschung das gewünschte Ergebnis sicherstellen. In demokratischen Systemen können Wahlfälschungen ebenso auftreten, sollen aber durch größtmögliche Transparenz und mehrstufige Sicherheits- und Kontrollsysteme unterbunden werden. Viele Menschen billigen einem Land nur dann den Status einer Demokratie zu, wenn Wahlfälschungen von Häufigkeit und Umfang her die Ausnahme sind

Wie weiter oben bereits ausgeführt wurde, bewegen sich die Ungereimtheiten bei einer Wahl in Deutschland in einer Größenordnung von weniger als 0,05%.

Klar, jede einzelne falsch ausgezählte oder gar vorsätzlich verfälschte Stimme ist eine zuviel und dort, wo es bekannt wird, muss dem nachgegegangen und das Ergebnis selbstverständlich korrigiert werden, und das geschieht ja auch. Aber angesichts dieser Fehlermarge meine ich, wir sollten die Kirche im Dorf lassen - zumal jene Foristen, die die Ergebnisse tatsächlich und offensichtlich organisiert gefälschter Wahlen und Abstimmungen für legitimiert betrachten, wenn sie ihnen in ihr Weltbild passen. ;)
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon That's me » So 4. Jun 2017, 15:56

Ich denke ein Aspekt ist auch, dass vielerorts die Vorlage der Wahlkarte reicht und kein Ausweis verlangt wird.
Dieses Thema eröffnete ich mal 2011 und zitiere mich mal daraus:

Fakt ist, wenn jemand meine Wahlkarte findet und damit um 8 Uhr wählen geht, kann ich, wenn ich um 13 Uhr wählen möchte nicht mehr wählen und wurde meiner Stimme beraubt.

Fakt ist, es ist grundsätzlich möglich, dass jemand meine Wahlkarte in die Hände bekommt und Wahlbetrug begeht. Das Risiko erwischt zu werden ist vermutlich recht gering.

Wenn es eng wird und doch ein Ausweis verlangt wird, kann man ja sagen man hätte ihn vergessen und einfach gehen.

Z. B.:
Partner nimmt Karte an sich und gibt sie einer Freundin/Freund.
Meinen Vornamen z.B. halten viele für einen männlichen Vornamen.
Da könnte also auch ein Mann sein Glück versuchen.
Oder Italiener die inzw. Deutsche sind und wählen dürfen heißen oft Maria oder Andrea. Dann könnte sogar eine Frau für einen Mann wählen ;)

Oder Postbote verliert eine Karte. Jemand findet die.
Ganz böse gesagt, könnte ein eifriger Postbote das sogar "hobbymäßig" betreiben, indem er die Wahlkarten gar nicht zustellt.

Ich bin der Ansicht, dass es nicht darauf ankommt ob und wie oft so etwas vorkommt. Die Wahlsicherheit sollte gewährleistet sein.
Die Tatsache, dass ein Missbrauch theoretisch möglich ist, reicht für mich da völlig aus.
Warum töten wir Menschen die Menschen töten, um den Menschen zu zeigen, dass Töten falsch ist?
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon Kritikaster » So 4. Jun 2017, 16:12

That's me hat geschrieben:(04 Jun 2017, 15:56)

Ich denke ein Aspekt ist auch, dass vielerorts die Vorlage der Wahlkarte reicht und kein Ausweis verlangt wird.
Dieses Thema eröffnete ich mal 2011 und zitiere mich mal daraus:

Fakt ist, wenn jemand meine Wahlkarte findet und damit um 8 Uhr wählen geht, kann ich, wenn ich um 13 Uhr wählen möchte nicht mehr wählen und wurde meiner Stimme beraubt.

Fakt ist, es ist grundsätzlich möglich, dass jemand meine Wahlkarte in die Hände bekommt und Wahlbetrug begeht. Das Risiko erwischt zu werden ist vermutlich recht gering.

Wenn es eng wird und doch ein Ausweis verlangt wird, kann man ja sagen man hätte ihn vergessen und einfach gehen.

Z. B.:
Partner nimmt Karte an sich und gibt sie einer Freundin/Freund.
Meinen Vornamen z.B. halten viele für einen männlichen Vornamen.
Da könnte also auch ein Mann sein Glück versuchen.
Oder Italiener die inzw. Deutsche sind und wählen dürfen heißen oft Maria oder Andrea. Dann könnte sogar eine Frau für einen Mann wählen ;)

Oder Postbote verliert eine Karte. Jemand findet die.
Ganz böse gesagt, könnte ein eifriger Postbote das sogar "hobbymäßig" betreiben, indem er die Wahlkarten gar nicht zustellt.

Ich bin der Ansicht, dass es nicht darauf ankommt ob und wie oft so etwas vorkommt. Die Wahlsicherheit sollte gewährleistet sein.
Die Tatsache, dass ein Missbrauch theoretisch möglich ist, reicht für mich da völlig aus.

Dann nenne jetzt bitte mal die Fälle, wo diese Szenarien nachweislich eingetreten sind, und mache vor allem bitte einen konkreten Vorschlag, wie das in Deinem Sinne geändert werden sollte.
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon That's me » So 4. Jun 2017, 16:16

Kritikaster hat geschrieben:(04 Jun 2017, 16:12)

Dann nenne jetzt bitte mal die Fälle, wo diese Szenarien nachweislich eingetreten sind,


Du kannst lesen?? Ich schrieb, dass die Möglichkeit besteht und mir dies als Unsicherheitsfaktor ausreicht.7

Ich gebe hier nur einen Gedankenanstoß, an den der Normalo nicht denkt. Was daran ist verwerflich?

und mache vor allem bitte einen konkreten Vorschlag, wie das in Deinem Sinne geändert werden sollte.

Na ganz einfach. Es muss immer der Ausweis + Wahlkarte vorgelegt werden.

Wie das gesetzlich geregelt ist, weiß ich leider nicht. Fakt ist, ich musste bisher nicht grundsätzlich den Perso vorzeigen, obwohl ich dem Wahlhelfer nicht persönlich bekannt war. Ich bin mir nicht sicher, weil ich schon sehr lange wählen darf, meine aber, dass ich den noch nie vorlegen musste.
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon Kritikaster » So 4. Jun 2017, 16:34

That's me hat geschrieben:(04 Jun 2017, 16:16)

Du kannst lesen??

Vor allem sogar in Zusammenhängen denken, stell Dir vor. Deshalb die Nachfrage. :cool:
That's me hat geschrieben:Ich schrieb, dass die Möglichkeit besteht und mir dies als Unsicherheitsfaktor ausreicht.
Ich gebe hier nur einen Gedankenanstoß, an den der Normalo nicht denkt. Was daran ist verwerflich?

Grundsätzlich nichts. Das sollte sich nur nicht in geradezu verschwörungstheoretischen Szenarien äußern.
That's me hat geschrieben:Na ganz einfach. Es muss immer der Ausweis + Wahlkarte vorgelegt werden.
Wie das gesetzlich geregelt ist, weiß ich leider nicht. Fakt ist, ich musste bisher nicht grundsätzlich den Perso vorzeigen, obwohl ich dem Wahlhelfer nicht persönlich bekannt war.

Gut. Zunächst einmal war ganz sicher mehr als nur ein Wahlhelfer zugegen.
Nun nehmen wir mal Dein Szenario, in dem Deine Wahlbenachrichtigung Dich nicht erreicht hat. Was wäre für Dich zu tun, um den von Dir befürchteten Missbrauch zu verhindern?
Zuallererst solltest Du dich bei Deiner Gemeinde melden, wenn Du sie 3 Wochen vor dem Wahltermin noch nicht erhalten hast. Die können dafür sorgen, dass bei dem Verdacht des Missbrauchs der Personalausweis vorgelegt werden MUSS.
Andererseits müssen natürlich auch Wähler, die ihren Wahlschein "versust" haben, wählen dürfen. Auch hier hilft der Personalausweis.
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon That's me » So 4. Jun 2017, 16:48

Ist schon alles klar.
Bdenke aber, dass es auch sehr viele Nichtwähler gibt, die gar kein Interesse an ihrer Wahlkarte haben, oder gar vergessen, dass Wahl ist. etc.

Aber um all dies geht es mir nicht. Ich will nur aufzeigen, dass Wahlbetrug nicht NUR durch Manipulation bei der Auszählung möglich ist, sondern es grundsätzlich auch eine weitere Möglichkeit gibt.

So und nun zu einem Beispiel aus meinem eigenen Leben.
Ich ertappte eine Heimleiterin dabei, wie sie für die Pflegeheimbewohner Briefwahlen beantragte.
Ich kann mit Sicherheit sagen, dass davon locker 20-30 % (eher mehr) der Bewohner gar nicht mehr fähig waren zu wählen. Die lagen regungslos im Bett, oder waren gar nicht mehr ansprechbar etc. Ein weiterer hoher Anteil war politisch gar nicht interessiert! Ich befrug nämlich die Bewohner nach diesem Erlebnis.
Ich hätte damals meinen Kopf darauf verwettet, dass die Heimleiterin diese Wahlkarten selbst ausfüllt.

Somit in Bezug auf Briefwahl ein weiteres Betrugspotenzial.

Und bitte höre auf damit, mir irgend etwas unterstellen zu wollen!!

Ich tue nicht mehr, als nur aufzuzeigen, dass es MÖGLICHKEITEN des Missbrauchs gibt.
Nicht mehr und nicht weniger!!
Und die von mir aufgezeigten Möglichkeiten sind wohl kaum von der Hand zu weisen, oder?

Damit wäre mein Beitrag zu diesem Thema auch schon erledigt, denn mehr habe ich nicht zu sagen.

Alles was in die Richtung geht, dass es in DE einen Wahlbetrug gibt oder gab, wäre reine Spekulation.
Das kann man erst behaupten, wenn es erwiesen ist.
Dennoch kann niemand garantieren, dass es zu 100% ausgeschlossen ist.
Von daher ist diese Diskussion eigentlich überflüssig.
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon Kritikaster » So 4. Jun 2017, 16:51

That's me hat geschrieben:(04 Jun 2017, 16:48)

Alles was in die Richtung geht, dass es in DE einen Wahlbetrug gibt oder gab, wäre reine Spekulation.
Das kann man erst behaupten, wenn es erwiesen ist.
Dennoch kann niemand garantieren, dass es zu 100% ausgeschlossen ist.

Ist halt wie sonst auch im Leben: Abgesehen vom "Amen in der Kirche" gibt es sonst kaum 100%ige Sicherheit. ;)
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon ebi80 » So 4. Jun 2017, 16:55

Kritikaster hat geschrieben:(04 Jun 2017, 16:51)

Ist halt wie sonst auch im Leben: Abgesehen vom "Amen in der Kirche" gibt es sonst kaum 100%ige Sicherheit. ;)

Zumal Menschen die Fresszettel auswerten. Und welche andere Spezies dieser Welt ist so Fehlerbehaftet wie der Mensch? Unstimmigkeiten gibt es immer und überall.
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon That's me » So 4. Jun 2017, 16:57

Kritikaster hat geschrieben:(04 Jun 2017, 16:51)

Ist halt wie sonst auch im Leben: Abgesehen vom "Amen in der Kirche" gibt es sonst kaum 100%ige Sicherheit. ;)


Lol.
Zumal - ich hatte den Thread vor meinem Posting gar nicht gelesen - anscheinend auch ein bisschen Wahlbetrug und Fehlerquoten vermischt werden.
Die Kontrollen scheinen ja einigermaßen zu funktionieren.
Und Fehler bei Auszählungen als Betrug nachweisen zu könne, dürfte sich vermutlich sehr schwierig gestalten.

Ansonsten müssten wir die Auszählung der Stimmzettel evtl. Computern überlassen. (Nicht verwechseln mit Wahl per Computer!) Da dürfte die Fehlerquote sinken. Es gibt ja auch zuverlässige Geldscheinzählautomaten. Warum sollte dies also für Wahlzettel technisch nicht möglich sein?
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon ebi80 » So 4. Jun 2017, 17:07

That's me hat geschrieben:(04 Jun 2017, 16:57)

Lol.
Zumal - ich hatte den Thread vor meinem Posting gar nicht gelesen - anscheinend auch ein bisschen Wahlbetrug und Fehlerquoten vermischt werden.
Die Kontrollen scheinen ja einigermaßen zu funktionieren.
Und Fehler bei Auszählungen als Betrug nachweisen zu könne, dürfte sich vermutlich sehr schwierig gestalten.

Ansonsten müssten wir die Auszählung der Stimmzettel evtl. Computern überlassen. (Nicht verwechseln mit Wahl per Computer!) Da dürfte die Fehlerquote sinken. Es gibt ja auch zuverlässige Geldscheinzählautomaten. Warum sollte dies also für Wahlzettel technisch nicht möglich sein?

Dann könnte Mutti nicht an der Urne mit der Machtroute stehen und sagen: "Sehr geehrte Mitbürger und Mitbürgerinen, ich begrüße sie. Aber wer mich nicht wählt bekommt meine Route in aller verschlafenheit zu spüren."
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon Humelix33 » So 4. Jun 2017, 17:17

Jede veruntreute Stimme ist eine zuviel, keine Frage, jedoch sollte man aufhören so zu tun, als ob generell ein riesen Betrug oder eine Verschwörung hinter allem stecken würde.

Die Union wird in den nächsten 10 Jahren deutlich verlieren, und die SPD nahezu in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, wenn sie nicht wieder allgemein attraktiv werden. Aktuell leben beide Parteien immer noch von ihrer alten Stammwählerschaft, und das "alt" kann man wortwörtlich nehmen, wo noch nach dem Motto "Einmal CDU, immer CDU" gewählt wird, oder SPD, auch wenn diese Leute eventuell auch aktuell unzufrieden sein sollten.

Vor 2 Jahren gab es eine Umfrage, was die Jugend wählen würde, da waren auf Platz 1 die Grünen, und auf Platz 2 bereits die AfD, Platz 3 die Linke, 4 die SPD und erst auf 5 die Union. Habe ich damals als aktuelle Stimmungslage interpretiert.

Generell ist davon auszugehen, das in den nächsten 5-10 Jahren die Wahlen von Wechselwählern bestimmt werden, sollten die Parteien nicht wieder zu ihren Kernpunkten wofür sie mal gegründet wurden, zurückkehren, da bei der übernächsten Wahl spätestens ein Großteil der sogenannten Stammwähler, aus Altersgründen, nicht mehr existieren wird. Aus meiner Sicht nur gut, weil sich keine Partei mehr darauf berufen kann, das man für was auch immer welche Versprechen gefühlte 500 Jahre brauchen würde, da muss dann schon was innerhalb der Legislaturperiode erkennbar sein, ansonsten bekommen andere Parteien eine Chance.

Da ich auch immer mal wieder im Wahlvorstand bin kann ich ganz klar sagen, es finden bei uns keine Betrügereien statt, vielleicht fallen hier und da mal Sprüche, wenn man gewisse Stimmen auszählt, aber sie werden trotzdem ordnungsgemäß ausgezählt, und auch korrekt erfasst.
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon jack000 » So 25. Aug 2019, 17:31

„Mein Herz schlägt links“

Wahlhelfer betrügt bei Kommunalwahlen in Brandenburg

Ein junger Wahlhelfer aus Brandenburg hat zugegeben, bei der Kommunalwahl in Brandenburg betrogen zu haben. Ermittlungen zufolge habe er bei der Auszählung mehrere Stimmen für die AfD den Grünen zugeschlagen. Mindestens 50 Stimmen will er gefälscht haben.

Der Betrug habe sich am 26. Mai im Wahllokal des Oder-Spree Landkreises ereignet. Gegenüber dem „Tagesspiegel“ soll der Wahlhelfer zugegeben haben, Stimmen gefälscht zu haben. Er habe aus Impuls gehandelt: „Keiner hat mich kontrolliert Dann habe ich einfach ein paar blaue Stimmen grün gemacht“, habe er erzählt.

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 65859.html

Es scheint ziemlich einfach zu sein Wahlbetrug zu begehen. Dabei müssen sich da nicht mal Gruppen bilden sondern selbst eine Einzelperson kann da unbemerkt betrügen.
=> Wie kann Wahlbetrug eingedämmt/gestoppt werden?
=> Wenn es so einfach ist, wie groß ist dann wohl der Gesamtumfang?
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon Valkorion » So 25. Aug 2019, 19:31

jack000 hat geschrieben:(25 Aug 2019, 17:31)

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 65859.html

Es scheint ziemlich einfach zu sein Wahlbetrug zu begehen. Dabei müssen sich da nicht mal Gruppen bilden sondern selbst eine Einzelperson kann da unbemerkt betrügen.
=> Wie kann Wahlbetrug eingedämmt/gestoppt werden?
=> Wenn es so einfach ist, wie groß ist dann wohl der Gesamtumfang?

echt unglaublich das heutzutage in Deutschland wahlfälschung(en) stattfinden,wetten der Kerl ist nicht der einzige der das abzieht
Freie Wähler isch beschte :thumbup:
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon Vongole » So 25. Aug 2019, 19:43

Valkorion hat geschrieben:(25 Aug 2019, 19:31)

echt unglaublich das heutzutage in Deutschland wahlfälschung(en) stattfinden,wetten der Kerl ist nicht der einzige der das abzieht


Jetzt, wo Sie es sagen, geht mir ein Licht auf. Die Wahlergebnisse der AfD sind alle gefakt! :?
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon Bremer » So 25. Aug 2019, 19:50

Ich kann mir nur vorstellen, dass diese Meldung eine Ente ist. Wer jemals Wahlhelfer war, weiss, dass bei der Auszählung zwingend alle Wahlhelfer plus Schriftführer und Wahlvorstand in einem Raum anwesend sind und die Wahlbriefe gemeinsam geöffnet und nach Parteien sortiert werden.
Wann sollte der Typ denn unbemerkt 50! Stimmzettel manipuliert haben?
Und selbst wenn is so gewesen wäre, dann wäre niemanden aufgefallen, dass 50x! die AfD durchgestrichen und die Grünen angekreuzt wurden?
Da hätten schon alle unter einer Decke stecken müssen.
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon Jo33 » So 25. Aug 2019, 20:49

Naja bei einer Kommunalwahl könnte eine Manipulation durch aus leichter sein.
Dort kann man schlecht die Stimmzettel nach Partei sortieren, da dort meist ja nicht nur eine Partei gewählt wird, sondern Mehrere, da dort in erster Linie Personen gewählt werden und meist erst an zweiter Stelle die Partei dahinter. Bei meiner letzten Kommnunalwahl hatte ich glaube ich auch gute 50 Stimmen insgesammt zu vergeben, aufgeteilt auf 3 Ebenen. Da kann man vielleicht hier und dort schon 1-3 Striche bei einer Person, als Wahlhelfer machen, wobei Stimmen wegnehmen doch eher schwierig ist.
Zumal dies dann doch teils komplizierte Wahlverfahren, dann auch meist dazu führt dass um die 5 % der Stimmzettel sowieso für ungültig erklärt werden muss, weil entweder zuviel Stimmen je Ebene oder je Kandidat, bzw. der Ausfüller sich einfach verzählt hat. Daher vielleicht hat Er auch einfach ein paar manipulierte Wahlzettel untergemogelt, alles ist möglich, doch die Frage sollte eher lauten, ändert dies etwas wirklich am Ergebnis.
Allerdings sollte normalerweise bei der Auszählung stets von einer 2.ten Person kontrolliert werden, nachgezählt werden, ob die Zahlen stimmen, dies scheint hier nicht geschehen zu sein, sondern nach dem Motto agiert worden sein, wird schon stimmen, auf die Kontrolle können wir verzichten.
Wie gesagt jedoch sollte man dann am Ende im Hinterkopf sich mal fragen ob diese 50 Stimmen überhaupt irgendetwas am Ergebnis verändert haben könnten, außer vielleicht an der 2ten Nachkommastelle, den meist ist der Abstand zum nächsten Kandidaten/in dann doch wesentlich höher als bloß 50 Stimmen.
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon Julian » So 25. Aug 2019, 20:53

jack000 hat geschrieben:(25 Aug 2019, 17:31)

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 65859.html

Es scheint ziemlich einfach zu sein Wahlbetrug zu begehen. Dabei müssen sich da nicht mal Gruppen bilden sondern selbst eine Einzelperson kann da unbemerkt betrügen.
=> Wie kann Wahlbetrug eingedämmt/gestoppt werden?
=> Wenn es so einfach ist, wie groß ist dann wohl der Gesamtumfang?


Solche Vorfälle scheinen sich zu häufen (ich erinnere an die Fälle in Bremen und Hamburg, oder an den versuchten Wahlbetrug in Sachsen durch eine von Parteipolitikern dominierte Kommission), und meist geht es dabei gegen die AfD und für die linken Parteien.

Meiner Meinung nach ist das eine Folge der Moralisierung des Politischen und der Hetze, die Politik und Medien gegen die AfD betreiben. Die AfD soll grundsätzlich delegitimiert werden, und dazu gehört eben auch, dass man sich moralisch dazu berufen fühlt, Regeln nicht mehr einhalten zu müssen.

Der Regelbruch erfolgt auf verschiedenen Ebenen, aber immer wird das Ganze moralisch mit einem angeblichen höheren Recht begründet. Die Kartellpolitiker begründen so, warum sie die der AfD zustehenden Posten, etwa den eines stellvertretenden Bundestagspräsidenten, vorenthalten, und die einfach Bürger fühlen sich deswegen zum sogenannten "zivilen Ungehorsam" aufgerufen.

Zu dieser übergesetzlichen Moral gehören Demonstrationen, die der Einschüchterung der AfD dienen, auch unter Anwendung von Gewalt und Drohungen, Sachbeschädigungen etwa gegen Autos oder Häuser von AfD-Mitgliedern, die Einschränkung des Wahlkampfes der AfD durch Drohungen, Störung ihrer Versammlungen und die Zerstörung von Wahlplakaten, aber letztlich auch rohe körperliche Gewalt gegen AfD-Repräsentanten (AfD-Politiker werden beispielsweise zehnmal häufiger Opfer politischer Gewalt als Grün*Innen) - und eben auch Wahlbetrug.

Von daher ist das alles eine logische Entwicklung, die sich eher noch beschleunigen wird. Leider wird sich dem in Deutschland niemand entgegenstellen; die gesellschaftliche Entwicklung läuft in Richtung Moralisierung und Unvernunft. Man will sich nicht fair mit dem politischen Gegner auseinandersetzen; stattdessen sieht man ihn als Feind, den es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt.
Victrix causa deis placuit, sed victa Catoni
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Re: Wahlbetrug in Deutschland

Beitragvon Alpha Centauri » So 25. Aug 2019, 22:10

Valkorion hat geschrieben:(25 Aug 2019, 19:31)

echt unglaublich das heutzutage in Deutschland wahlfälschung(en) stattfinden,wetten der Kerl ist nicht der einzige der das abzieht



In der Tat ist dieser Fall von Wahlbetrug kaum zu fassen, andererseits kann das Gegenteil auch passieren nämlich dass ein paar rote,schwarze oder grüne Wählerstimmen plötzlich blau gemacht werden, potenziell ebenfalls denkbar ändert aber nichts denn Betrug bleibt Betrug egal von wem.

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