Welcher Partei sollte ich beitreten?

Moderator: Moderatoren Forum 9

HendrikHL
Beiträge: 2
Registriert: Di 12. Jan 2021, 22:53

Welcher Partei sollte ich beitreten?

Beitragvon HendrikHL » Mi 13. Jan 2021, 20:55

Guten Abend alle zusammen,

wie schon im Titel steht möchte ich mich gerne in einer Partei politisch engagieren, bin mir aber noch nicht ganz sicher, welche da die richtige für mich ist. Aber vielleicht erstmal etwas zu meiner Person: Ich bin 14 Jahre alt, dürfte damit wohl einer der Jüngsten hier sein und besuche die 9. Klasse eines Gymnasiums in Schleswig-Holstein. Für politische Themen habe ich mich eigentlich schon immer interessiert, ich bin auch in meiner Schülervertretung und bald im Landesschülerparlament aktiv, zudem besuche ich des Öfteren auch andere politische Veranstaltungen, nun möchte ich also wirklich etwas bewegen und suche mir deshalb die richtige Partei für mich. Das ist leider leichter gesagt als getan, denn meine Ideologie ist, wie ich es immer ausdrücke "etwas schwammig". Ich bin politisch ziemlich sozial, mich begeistert beispielsweise die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens (ist aber nur ein fernes Ziel und nicht unbedingt ein Beitrittskriterium für mich). Andererseits habe ich eben bezüglich Dingen wie Quoten (Frauenquote etc.), Sterbehilfe, Gendersternchen oder teilweise auch Bildung eindeutig eher konservative Ansichten. Wirtschaftlich würde ich mich als sozialliberal beschreiben. Der Markt ist wichtig, muss aber dem Menschen dienen, nicht umgekehrt. Weitere Punkte die mir sehr wichtig sind, ist transparentes politisches Handeln, was Bürger in Entscheidungsprozesse mit einbezieht, sowie eine reformistische und pragmatische Arbeitsweise. Jetzt stellt sich also die Frage der Parteizugehörigkeit. Folgende Parteien kämen für mich noch in Frage:

1. SPD: Generell eine sehr symphatische Partei, viele Schnittpunkte im sozialen Bereich. Was mich hier eventuell von einem Parteibeitritt abhält ist die innere Spaltung der Partei. Gerade bei den Jusos dürfte ich wahrscheinlich auch vielen
Fundamentalisten begegnen die recht weit links von mir stehen. Halte ich aktuell aber trotzdem für die beste Lösung. Eine starke Kraft der linken Mitte, in der man sich politisch auch immer noch in beide Richtungen entwickeln kann.
2. CDU: Hier könnte ich natürlich erst in 1,5 Jahren, wenn ich also 16 bin eintreten. Auch hier könnte ich soziale mit konservativen Werten verbinden. Wenn ich mir die grundsätzlichen Ziele der CDU durchlese (Politik der Mitte, Solidarität,
Menschlichkeit, Schöpfungsbewahrung usw.) schaut das ja ganz gut aus. Nun ist es aber so dass die CDU und ihr rechter Flügel um Menschen wie Friedrich Merz oft aber genau diese Politik nicht ausführen.
3. Die Sozialliberalen: Auch diese Kleinpartei habe ich mir angesehen. Kleinparteien bin ich allgemein sehr zugeneigt. Hier wirkt die Ziele sehr zukunftsweisend , nur teilweise etwas zu progressiv für mich, und auch das Grundsatzprogramm
passt zu mir. Nun gibt es dort das Problem, dass die Partei keinen Landesverband in SH besitzt.


Was meint ihr? Welche dieser Möglichkeiten passt zu mir? Oder habt ihr vielleicht eine ganz andere Idee, die ich noch gar nicht bedacht habe? Ich freue mich auf eure Antworten!

Viele Grüße
Hendrik
Benutzeravatar
Skeptiker
Beiträge: 7481
Registriert: Do 11. Jan 2018, 22:26

Re: Welcher Partei sollte ich beitreten?

Beitragvon Skeptiker » Mi 13. Jan 2021, 21:24

Hallo Hendrik,

schön dich hier zu haben.

Das klingt alles sehr fundiert, insbesondere für 14 Jahre - Respekt.

In meinen Augen kommt es darauf an, was du mit deinem politischen Engagement bewirken möchtest. Aus deiner Beschreibung würde ich dich eher als linken Christdemokraten, als einen rechten Sozialdemokraten einschätzen. Das geht auch schon aus der Tatsache hervor, dass du die Grünen garnicht nennst. Das lässt auf wenig "gesellschaftslinke" Veranlagung schließen.

Die Jusos stehen in meinen Augen sehr viel weiter links, als du es von dir beschreibst. Damit wären sicherlich interessante Diskussionen garantiert, aber ich habe doch große Zweifel, dass wenn du in den gesellschaftspolitischen Themen - die bei den Jusos sehr wichtig sind - rechts stehst, bei den Jusos wirklich eine politische Heimat finden würdest.

An deiner Stelle würde ich mir mal die Parteiprogramme durchlesen und versuchen herauszufinden, für welche der Richtungen den Herz mehr schlägt.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 33338
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Welcher Partei sollte ich beitreten?

Beitragvon H2O » Mi 13. Jan 2021, 21:30

So, wie Sie die Sache darstellen, kann derzeit doch nur die SPD für Sie infrage kommen, weil die eine Partei in SH keinen Landesverband hat, und die CDU Sie erst in 2 Jahren mitmachen ließe. Mein Vorschlag wäre, Sie suchten eine Mitwirkung/Mitgestaltung in der Schülervertretung Ihrer Schule, um auf Augenhöhe mitmachen zu können.

Sie sind uns aber auch in unserem Forum willkommen. Dazu wäre ein gelegentlicher Blick in unsere Nutzungsbedingungen empfehlenswert... aber wir Moderatoren haben ja auch einen Blick auf das Beitragsgeschehen hier. Nur Mut!
Benutzeravatar
McKnee
Beiträge: 5227
Registriert: Sa 2. Sep 2017, 16:18
Benutzertitel: Immer gerade und nie verbogen
Wohnort: Daheim

Re: Welcher Partei sollte ich beitreten?

Beitragvon McKnee » Mi 13. Jan 2021, 21:40

Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

.....er wusste es :D
Benutzeravatar
Eulenwoelfchen
Beiträge: 2337
Registriert: Do 8. Feb 2018, 23:16

Re: Welcher Partei sollte ich beitreten?

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 14. Jan 2021, 01:44

Vielleicht sollte man diesem frühreifen Jungen, der den Politikersprech schon beherrscht wie Muttis Seibert, erst einmal erklären, wo er hier Rat sucht?

Nämlich in der gelebten Endstufe der politischen Gruft.

Meine Meinung:
Er kann zwar die notwendige Entwicklung vom Kommunisten zum Habeck und dann zum Lindner überspringen, sehe aber dann als Ergebnis bei Zuwiderhandlung das Ende als "Philip Amthor". Ob er so in der SPD, der CDU oder bei den Liberalen endet, ist egal. Das fatale Ergebnis wäre unvermeidlich.

Das will ich ihm aber ersparen und empfehle ihm deshalb dringend:

Lieber Hendrik,
halte dich fern von diesen Opas und Omas hier. Es sei denn, du hast mal Appetit auf Werthers Lutschbonbons. Such dir lieber eine intelligente, grüne Freundin mit viel Hirn und diskutiere zunächst mit ihr die Bewahrung der Schöpfung unter sich unaufhaltsam klimatisch erwärmenden Bedingungen. Den Klimawandel kann man prima gemeinsam mit einer Daunendecke im Winter und einem leichten Seidenlaken zur Sommerszeit simulieren.

Falls du das glücklich und unfallfrei überstanden hast, ist immer noch genug Zeit, dich parteipolitisch zu entscheiden. Frei, selbstbestimmt und wenn's denn sein muss, vorab mit einem sozialen Jahr in der politischen Altenpflege. :D
Du kannst so lange darauf rumreiten, bis dein Arsch wund ist oder blutet. (c) by McKnee
Ebiker
Beiträge: 3926
Registriert: Mo 16. Mai 2016, 11:06
Benutzertitel: Elektrowitsch 1. Ordnung

Re: Welcher Partei sollte ich beitreten?

Beitragvon Ebiker » Do 14. Jan 2021, 04:37

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(14 Jan 2021, 01:44)

Such dir lieber eine intelligente, grüne Freundin mit viel Hirn

:D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D
Folgen sie den Anweisungen
Benutzeravatar
Umetarek
Moderator
Beiträge: 16734
Registriert: Di 3. Jun 2008, 07:24
Benutzertitel: auf dem Weg zur Wüste...
Wohnort: Pfalz

Re: Welcher Partei sollte ich beitreten?

Beitragvon Umetarek » Do 14. Jan 2021, 07:16

Ich würde mir an deiner Stelle mal mehrere Sitzung der zur Auswahl stehenden Kandidaten ansehen und mich dann entscheiden, es kommt ja auch auf die Leute an und die Strukturen, ob sie dir passen.

Viel Spaß und viel Erfolg!
Mutter des Wahnsinns und Harmoniebeauftragte des Forums, sowie geprüfte Völkermörderin!
Benutzeravatar
3x schwarzer Kater
Beiträge: 20786
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 16:25
Benutzertitel: Do legst di nieda
Wohnort: Schwaben

Re: Welcher Partei sollte ich beitreten?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 14. Jan 2021, 08:46

HendrikHL hat geschrieben:(13 Jan 2021, 20:55)

Guten Abend alle zusammen,

wie schon im Titel steht möchte ich mich gerne in einer Partei politisch engagieren, bin mir aber noch nicht ganz sicher, welche da die richtige für mich ist. Aber vielleicht erstmal etwas zu meiner Person: Ich bin 14 Jahre alt, dürfte damit wohl einer der Jüngsten hier sein und besuche die 9. Klasse eines Gymnasiums in Schleswig-Holstein. Für politische Themen habe ich mich eigentlich schon immer interessiert, ich bin auch in meiner Schülervertretung und bald im Landesschülerparlament aktiv, zudem besuche ich des Öfteren auch andere politische Veranstaltungen, nun möchte ich also wirklich etwas bewegen und suche mir deshalb die richtige Partei für mich. Das ist leider leichter gesagt als getan, denn meine Ideologie ist, wie ich es immer ausdrücke "etwas schwammig". Ich bin politisch ziemlich sozial, mich begeistert beispielsweise die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens (ist aber nur ein fernes Ziel und nicht unbedingt ein Beitrittskriterium für mich). Andererseits habe ich eben bezüglich Dingen wie Quoten (Frauenquote etc.), Sterbehilfe, Gendersternchen oder teilweise auch Bildung eindeutig eher konservative Ansichten. Wirtschaftlich würde ich mich als sozialliberal beschreiben. Der Markt ist wichtig, muss aber dem Menschen dienen, nicht umgekehrt. Weitere Punkte die mir sehr wichtig sind, ist transparentes politisches Handeln, was Bürger in Entscheidungsprozesse mit einbezieht, sowie eine reformistische und pragmatische Arbeitsweise. Jetzt stellt sich also die Frage der Parteizugehörigkeit. Folgende Parteien kämen für mich noch in Frage:

1. SPD: Generell eine sehr symphatische Partei, viele Schnittpunkte im sozialen Bereich. Was mich hier eventuell von einem Parteibeitritt abhält ist die innere Spaltung der Partei. Gerade bei den Jusos dürfte ich wahrscheinlich auch vielen
Fundamentalisten begegnen die recht weit links von mir stehen. Halte ich aktuell aber trotzdem für die beste Lösung. Eine starke Kraft der linken Mitte, in der man sich politisch auch immer noch in beide Richtungen entwickeln kann.
2. CDU: Hier könnte ich natürlich erst in 1,5 Jahren, wenn ich also 16 bin eintreten. Auch hier könnte ich soziale mit konservativen Werten verbinden. Wenn ich mir die grundsätzlichen Ziele der CDU durchlese (Politik der Mitte, Solidarität,
Menschlichkeit, Schöpfungsbewahrung usw.) schaut das ja ganz gut aus. Nun ist es aber so dass die CDU und ihr rechter Flügel um Menschen wie Friedrich Merz oft aber genau diese Politik nicht ausführen.
3. Die Sozialliberalen: Auch diese Kleinpartei habe ich mir angesehen. Kleinparteien bin ich allgemein sehr zugeneigt. Hier wirkt die Ziele sehr zukunftsweisend , nur teilweise etwas zu progressiv für mich, und auch das Grundsatzprogramm
passt zu mir. Nun gibt es dort das Problem, dass die Partei keinen Landesverband in SH besitzt.


Was meint ihr? Welche dieser Möglichkeiten passt zu mir? Oder habt ihr vielleicht eine ganz andere Idee, die ich noch gar nicht bedacht habe? Ich freue mich auf eure Antworten!

Viele Grüße
Hendrik



Ich würde dir keinen Parteieintritt empfehlen. Dafür bist du zu jung für die dort vorherrschenden Strukturen. Das wird dich eher frustrieren als tatsächlich befriedigen.
Such dir eine Partei mit einer guten Jugendorganisation und tritt dieser bei.
Das können die Jusos sein aber auch die JU (CDU/CSU) oder die Julis (FDP) oder natürlich jede andere Jugendorganisation einer Partei.
Das Wesentliche an einer guten Jugendorganisation ist, dass zwar die Ideen und Werte der Mutterpartei grundsätzlich teilt, aber als Organisation unabhängig von ihr sein sollte. Und es sind maßgeblich diese Jugendorganisationen in denen die zukünftige Ausrichtung der Parteien entsteht.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
Benutzeravatar
Frank_
Beiträge: 25
Registriert: Mi 6. Jan 2021, 10:14

Re: Welcher Partei sollte ich beitreten?

Beitragvon Frank_ » Do 14. Jan 2021, 10:37

Sobald man sich einer Institution oder Partei anschließt, wird's oft ungemütlich. Dann trifft man dort auf Leute, die sich in den Vordergrund stellen möchten usw. Ist ähnlich wie im Berufsleben.

Wer mitarbeiten möchte, sieht sich bald diversen Sachzwängen und Kompromissen ausgeliefert.

Auf Dauer verliert der eine oder andere seine Ecken und Kanten und wird weichgerieben ;-).

Das sage ich Dir als 14jähriger.

Wenn es Dir wirklich ums Helfen und nicht etwa eine Karriere geht, so würde ich vielleicht eher zu handfesten konkreten Hilfestellungen raten. Hilfsbedürftige Leute gibt es ja genug, wenn man sich umschaut.

Dazu muss man keiner Partei beitreten. Und wenn es doch eine Partei sein soll, so rate ich derzeit zu den Grünen. Aus moralischen und praktischen Gründen.
HendrikHL
Beiträge: 2
Registriert: Di 12. Jan 2021, 22:53

Re: Welcher Partei sollte ich beitreten?

Beitragvon HendrikHL » Do 14. Jan 2021, 11:22

Guten Tag alle zusammen,

herzlichen Dank für die ganzen Einsendungen. Auf einige möchte ich an dieser Stelle nochmal näher eingehen:

Hallo Hendrik,

schön dich hier zu haben.

Das klingt alles sehr fundiert, insbesondere für 14 Jahre - Respekt.

In meinen Augen kommt es darauf an, was du mit deinem politischen Engagement bewirken möchtest. Aus deiner Beschreibung würde ich dich eher als linken Christdemokraten, als einen rechten Sozialdemokraten einschätzen. Das geht auch schon aus der Tatsache hervor, dass du die Grünen garnicht nennst. Das lässt auf wenig "gesellschaftslinke" Veranlagung schließen.

Die Jusos stehen in meinen Augen sehr viel weiter links, als du es von dir beschreibst. Damit wären sicherlich interessante Diskussionen garantiert, aber ich habe doch große Zweifel, dass wenn du in den gesellschaftspolitischen Themen - die bei den Jusos sehr wichtig sind - rechts stehst, bei den Jusos wirklich eine politische Heimat finden würdest.

An deiner Stelle würde ich mir mal die Parteiprogramme durchlesen und versuchen herauszufinden, für welche der Richtungen den Herz mehr schlägt.


Ich bedanke mich für deine Nachricht! Man muss wissen, dass ich aktives Mitglied einer Online-Politiksimulation für Jugendliche bin und bei den Leuten da natürlich auch schonmal nachgefragt habe und die sind zu einer sehr ähnlichen Einschätzung gekommen. Ich selbst muss feststellen, dass es sowohl in CDU als auch SPD Personen gibt mit denen ich weitesgehend übereinstimme, aber eben auch solche, die mir (teilweise viel) zu sehr in eine politische Richtung gehen.

So, wie Sie die Sache darstellen, kann derzeit doch nur die SPD für Sie infrage kommen, weil die eine Partei in SH keinen Landesverband hat, und die CDU Sie erst in 2 Jahren mitmachen ließe. Mein Vorschlag wäre, Sie suchten eine Mitwirkung/Mitgestaltung in der Schülervertretung Ihrer Schule, um auf Augenhöhe mitmachen zu können.


Auch für diese Nachricht bedanke ich mich. Das ist tatsächlich ein wichtiges Argument. Wenn ich jetzt einer Partei beitreten möchte, kommt von den genannten Gruppierungen nur die SPD in Frage. In der Schülervertretung bin ich übrigens bereits aktiv, woran ich zwar Freude habe, trotzdem erfüllt es mich noch nicht.

Vielleicht sollte man diesem frühreifen Jungen, der den Politikersprech schon beherrscht wie Muttis Seibert, erst einmal erklären, wo er hier Rat sucht?

Nämlich in der gelebten Endstufe der politischen Gruft.

Meine Meinung:
Er kann zwar die notwendige Entwicklung vom Kommunisten zum Habeck und dann zum Lindner überspringen, sehe aber dann als Ergebnis bei Zuwiderhandlung das Ende als "Philip Amthor". Ob er so in der SPD, der CDU oder bei den Liberalen endet, ist egal. Das fatale Ergebnis wäre unvermeidlich.

Das will ich ihm aber ersparen und empfehle ihm deshalb dringend:

Lieber Hendrik,
halte dich fern von diesen Opas und Omas hier. Es sei denn, du hast mal Appetit auf Werthers Lutschbonbons. Such dir lieber eine intelligente, grüne Freundin mit viel Hirn und diskutiere zunächst mit ihr die Bewahrung der Schöpfung unter sich unaufhaltsam klimatisch erwärmenden Bedingungen. Den Klimawandel kann man prima gemeinsam mit einer Daunendecke im Winter und einem leichten Seidenlaken zur Sommerszeit simulieren.

Falls du das glücklich und unfallfrei überstanden hast, ist immer noch genug Zeit, dich parteipolitisch zu entscheiden. Frei, selbstbestimmt und wenn's denn sein muss, vorab mit einem sozialen Jahr in der politischen Altenpflege. :D


Dankeschön für diese auf jeden Fall sehr amüsante Nachricht. Der Punkt mit der intelligenten Freundin klingt doch sehr gut, ob es eine Grüne wird muss erst noch ergründet werden ;)

Ich würde mir an deiner Stelle mal mehrere Sitzung der zur Auswahl stehenden Kandidaten ansehen und mich dann entscheiden, es kommt ja auch auf die Leute an und die Strukturen, ob sie dir passen.

Viel Spaß und viel Erfolg!


Das ist definitiv ein guter Punkt, werde ich auch machen!

Ich würde dir keinen Parteieintritt empfehlen. Dafür bist du zu jung für die dort vorherrschenden Strukturen. Das wird dich eher frustrieren als tatsächlich befriedigen.
Such dir eine Partei mit einer guten Jugendorganisation und tritt dieser bei.
Das können die Jusos sein aber auch die JU (CDU/CSU) oder die Julis (FDP) oder natürlich jede andere Jugendorganisation einer Partei.
Das Wesentliche an einer guten Jugendorganisation ist, dass zwar die Ideen und Werte der Mutterpartei grundsätzlich teilt, aber als Organisation unabhängig von ihr sein sollte. Und es sind maßgeblich diese Jugendorganisationen in denen die zukünftige Ausrichtung der Parteien entsteht.


Dass ich in meiner politischen Heimat auch auf andere junge Leute treffe, wäre mir tatsächlich auch nicht allzu unwichtig. Danke für die Antwort!

Sobald man sich einer Institution oder Partei anschließt, wird's oft ungemütlich. Dann trifft man dort auf Leute, die sich in den Vordergrund stellen möchten usw. Ist ähnlich wie im Berufsleben.

Wer mitarbeiten möchte, sieht sich bald diversen Sachzwängen und Kompromissen ausgeliefert.

Auf Dauer verliert der eine oder andere seine Ecken und Kanten und wird weichgerieben ;-).

Das sage ich Dir als 14jähriger.

Wenn es Dir wirklich ums Helfen und nicht etwa eine Karriere geht, so würde ich vielleicht eher zu handfesten konkreten Hilfestellungen raten. Hilfsbedürftige Leute gibt es ja genug, wenn man sich umschaut.

Dazu muss man keiner Partei beitreten. Und wenn es doch eine Partei sein soll, so rate ich derzeit zu den Grünen. Aus moralischen und praktischen Gründen.


Danke für diese Warnung. Du hast natürlich vollkommen recht in der Aussage, dass man Menschen auch außerhalb der Politik helfen kann. Auch ich könnte mir irgendwann eine wohltätige Beschäftigung vorstellen, weiß aber auch, dass ich die politische Debatte sehr gerne mag. Die Grünen kommen für mich leider aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Da wäre zunächst, dass die Jugendorganisation der Grünen politisch noch weiter links ist als die Jusos in der SPD, die ja bereits als möglicherweise zu weit von der Mitte entfernt für meine Bedürfnisse bezeichnet wurden. Dann sehe ich das Problem, dass das was @Skeptiker als "gesellschaftslinks" bezeichnet hat eben bei den Grünen sehr vorrherscht, genauso sind mir einige Forderunegn der Partei etwas zu radikal, beziehungsweise kommen mir ein bisschen suspekt vor. Verstehe mich nicht falsch, ich möchte die Grünen nicht verteufeln, in deren Politik stecken auch teilweise sehr gute Punkte, aber es ist einfach nicht die Partei in der ich mich in der Zukunft sehe.


Und was habe ich jetzt aus dieser Konversation gelernt? Zu welchem Schluss bin ich gekommen? Nun, ich denke ich werde damit beginnen, ein paar Mal bei SPD und Jusos vor Ort vorbeizuschauen. Wenn ich merke, dass ich da einen gemäßigten Verband in der ich als "Sozial-Konservativer" hineinpasse und symphatische Leute antreffe, werde ich mich da weiter engagieren und der Partei beitreten. Und sonst werde ich nach Alternativen zur SPD schauen. Aber das Schöne ist doch, dass ich so oder so meine Entscheidung noch ändern kann um vielleicht irgendwann doch beispielsweise der CDU beizutreten. Für weitere Tipps und Vorschläge bin ich natürlich trotzdem offen.



Viele Grüße, Hendrik
Benutzeravatar
Senexx
Beiträge: 17112
Registriert: Di 25. Apr 2017, 09:21
Benutzertitel: Catalunya nou Estat d'Europa
Kontaktdaten:

Re: Welcher Partei sollte ich beitreten?

Beitragvon Senexx » Do 14. Jan 2021, 12:00

Also SPD?

Warum?
Quod licet uni, non licet alteri. Iovi licet omnia.
Benutzeravatar
Stoner
Beiträge: 3269
Registriert: Mi 8. Aug 2018, 11:21
Benutzertitel: Transzendental-Satiriker

Re: Welcher Partei sollte ich beitreten?

Beitragvon Stoner » Do 14. Jan 2021, 12:35

Besser für die Zukunft eines 14-jährigen wäre, er würde sich umschauen, ob es schon Menschen bzw. Inititativen aus der Bewegung der Bürgerräte in sener Umgebung gibt.

Parteien sind keine Zukunfts- und Problemlöser, sondern Teil des Problems. Die Zukunft, insbesondere im digitalen Zeitalter, liegt nicht im Spektrum der ohnehin hoffnungslos überalterten Parteien und ihrer üblen Strukturen.
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit. (Mark Twain)
Mahmoud
Beiträge: 649
Registriert: Mi 6. Sep 2017, 10:27

Re: Welcher Partei sollte ich beitreten?

Beitragvon Mahmoud » Fr 15. Jan 2021, 08:06

HendrikHL hat geschrieben:Kleinparteien bin ich allgemein sehr zugeneigt.

Viele Grüße
Hendrik


Wenn Du Kleinparteien zugeneigt bist, dann passt die SPD doch wie die Faust aufs Auge.... :cool: :cool:
Political correctness: Nein, Danke. Ich bevorzuge die Wahrheit!
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 47765
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Welcher Partei sollte ich beitreten?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 15. Jan 2021, 08:47

[MOD] edit. H2O Vielleicht sind die Jusos die falsche Organisation für dich: https://www.welt.de/politik/deutschland ... ation.html
Zuletzt geändert von H2O am Fr 15. Jan 2021, 09:15, insgesamt 1-mal geändert.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Diffamierer der Linken.

Zurück zu „9. Offenes Forum - Sonstiges“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste