Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

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naddy
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon naddy » Mi 11. Dez 2019, 23:03

H2O hat geschrieben:(11 Dec 2019, 22:29)

Ich kann mir nicht vorstellen, daß das Strafrecht im Geltungsbereich des Grundgesetzes seit 1949 / 1990 nicht grundsätzlich gleich angelegt ist. Eine Karteileiche kann natürlich ewig leben.


Das ist wohl auch eher als Kuriosum zu verstehen, ich habe jedenfalls gelacht, als ich das zum ersten Mal gelesen habe. Hat allerdings ziemlich lange gedauert, bis sie es selbst gemerkt haben. :)
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Tom Bombadil
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 11. Dez 2019, 23:49

Vongole hat geschrieben:(11 Dec 2019, 21:51)

Nach amerikanischem Recht sind sie das...

Nein, das sind sie auch ganz objektiv.
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon Findulin » Fr 13. Dez 2019, 17:03

Teeernte hat geschrieben:(08 Dec 2019, 10:48)

Der "Kick"Adrenalin vom Sprayen, Wände beschmieren und Plakate/Aufkleber kleben... (in anderen politischen Richtungen noch Autos anbrennen).

...hat für mich NULL mit Politik zu tun.

Eine Entwicklungsstufe - der Jugend - die ihr Leben nicht durch "Arbeit" finanzieren muss, keine Verantwortung hat und wenig Zukunft sieht.


Ein neues Berufsfeld muss her: Aktivistin. Damit ist das Problem der bürgerlichen Existenzsicherung berufsloser DauerdemonstrantInnen gelöst. Öffentlich finanziert werden ist dabei eh schon Ehrensache. Obwohl - genügend "Engagement" vorausgesetzt, ist eine zukünftige Stelle in irgendeinem durchgeheizten Genderbüro oder Kolumnenschreiberin bei den Qualitätsmedien ohnehin schon gesichert.

Diese Art von Frauen finden im Thema "Frau/Mann" in Form der Lagerdenke und dem Mann als ewiges Feindbild darin ihren Lebenssinn. Da können sie dann fortan demonstrieren, sich "empören", irgendwas auf Twitter "bewegen", sich wahlweise "getriggert", "empowered" oder gleich vergewaltigt fühlen und haste nicht gesehen. Der Rest interessiert nicht.
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon BenJohn » Sa 14. Dez 2019, 06:39

Schnitter hat geschrieben:(11 Dec 2019, 00:09)

Die Behauptung von Tichy ist ja, dass 99,5 % der Ausländerinnen in Frauenhäusern (das wären dann ungefähr die "2/3") Muslime seien.

Dazu bemüht er eine absurde "Hochrechnung".

Das ist kein Journalismus sondern ein purer Hetzblog.


Auch die ursprünglichen Zahlen, die ja als gesichert anzusehen sind, sind ja durchaus besorgniserregend. Da braucht man gar nichts hochzurechnen.
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon Schnitter » Sa 14. Dez 2019, 14:41

BenJohn hat geschrieben:(14 Dec 2019, 06:39)

Auch die ursprünglichen Zahlen, die ja als gesichert anzusehen sind, sind ja durchaus besorgniserregend. Da braucht man gar nichts hochzurechnen.


Warum tut er es dann ?

Richtig, um in der braunen Fake News Pampe mitzurühren.
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon Unité 1 » Sa 14. Dez 2019, 14:48

Schnitter hat geschrieben:(14 Dec 2019, 14:41)

Warum tut er es dann ?

Richtig, um in der braunen Fake News Pampe mitzurühren.

Mit anderen Worten: Es steckt ein Geschäftsinteresse dahinter. Da brauchste die heftigsten Schlagzeilen, die unglaublichsten Zahlen, die krassesten Interpretationen. Die Leser werden vorsätzlich verarscht, um sie zu ködern. Und die jubeln noch dafür.
Unten stand ein Gummibaum.
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon Schnitter » Sa 14. Dez 2019, 14:52

Unité 1 hat geschrieben:(14 Dec 2019, 14:48)

Mit anderen Worten: Es steckt ein Geschäftsinteresse dahinter. Da brauchste die heftigsten Schlagzeilen, die unglaublichsten Zahlen, die krassesten Interpretationen. Die Leser werden vorsätzlich verarscht, um sie zu ködern. Und die jubeln noch dafür.


Der hat ja mit Journalismus auch nix am Hut.

Letztendlich verlinkt der Artikel und baut daraus eine braune Fake Geschichte.
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon Amun Ra » Mi 18. Dez 2019, 13:45

Das hier:
...
Ich war um zwei zu Hause und konnte nicht schlafen, weil ich voller Adrenalin war. Ich habe direkt meinen Freundinnen in Berlin geschrieben: Wir müssen das auch machen, ihr würdet es lieben."
...


Finde ich sehr bezeichnend für den modernen "Feminismus". Sieht man auch bei anderen Themen. Man sieht etwas im Ausland, findet das "cool" und "hipp" und macht den gleichen Blödsinn unhinterfragt hier nach, ohne vorher den geringsten Aufwand zu betreiben, ob das hierzulande überhaupt ein Problem ist. Stichwort "Gender-pay-gap". Stichwort "#MeToo". Und das treibt so absurde Blüten, dass teilweise unhinterfragt exakt die selben Zahlen übernommen werden (Gender-pay-gap zum Beispiel. Die erste Iteration dieses Nonsense hatte 1 zu 1 die Zahlen aus den USA übernommen. Es hat fast ein Jahr gebraucht, bis die Feministinnen endlich mal destatis entdeckt hatten).

So macht man die Glaubwürdigkeit des Feminismus kaputt. Aber sowas interessiert gestandene Feministinnen interessanter Weise kein Stück. Da ziehen diese sich dann lieber auf ihre Nibelungentreue zurück und keifen, kreischen und heulen, nur weil man es wagt was gegen feministische "Aktivisten" zu sagen (noch nichtmal gegen Feminismus direkt). Sieht man auch immer wieder hier im Forum, haben hier ja auch solche Exemplare.
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon Vongole » Mi 18. Dez 2019, 14:08

Amun Ra hat geschrieben:(18 Dec 2019, 13:45)

(..)

So macht man die Glaubwürdigkeit des Feminismus kaputt. Aber sowas interessiert gestandene Feministinnen interessanter Weise kein Stück. Da ziehen diese sich dann lieber auf ihre Nibelungentreue zurück und keifen, kreischen und heulen, nur weil man es wagt was gegen feministische "Aktivisten" zu sagen (noch nichtmal gegen Feminismus direkt). Sieht man auch immer wieder hier im Forum, haben hier ja auch solche Exemplare.

Tut mir ausgesprochen leid, an Deinem feministischen Weltbild kratzen zu müssen, aber "gestandene Feministinnen" keifen, kreischen und heulen im Allgemeinen nicht, dann sind es nämlich keine Feministinnen.
Hysterischer "Feminismus", etwa vergleichbar mit dem Maskulismus unserer Tage, hätte Frau im Lauf der Jahrhunderte nämlich kein Stück weiter gebracht.
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon Amun Ra » Mi 18. Dez 2019, 14:26

Vongole hat geschrieben:(18 Dec 2019, 14:08)

Tut mir ausgesprochen leid, an Deinem feministischen Weltbild kratzen zu müssen, aber "gestandene Feministinnen" keifen, kreischen und heulen im Allgemeinen nicht, dann sind es nämlich keine Feministinnen.
Hysterischer "Feminismus", etwa vergleichbar mit dem Maskulismus unserer Tage, hätte Frau im Lauf der Jahrhunderte nämlich kein Stück weiter gebracht.

Ich bin nicht so sicher, ob es heutzutage noch einen Feminismus gibt der mit der Frauenrechtsbewegung der 50er/60er/70er vergleichbar wäre. Der Feminismus von heute ist entweder hysterischer Feminismus (wie hier im Eingangsbeitrag beschrieben), oder komplett naturwissenschaftsfeindlicher Elfenbein-Akademismus ("intersektionaler Feminismus". Erkennt man leicht an solchen Blüten wie "Weißseinsstudien", dreimal darfst du raten, warum man nicht den in den USA üblichen Begriff der "critical race theory" übernommen hat, scheint so als wäre "kritische Rassentheorien" selbst für unsere hiesigen Feministinnen eine Hausnummer zu derb. ;) )

Von daher, doch. Heutige "gestandene Feministinnen" fallen durchaus durch keifen, kreischen und heulen auf. Ausnahmen gibt es sicherlich. Es gibt ganz bestimmt noch Feministinnen, denen die Anliegen der Frauen mehr bedeuten als blinder Aktionismus und die auch wirklich was bewegen wollen. Aber die hört man unter der Kakophonie der modernen Feministinnen leider nicht mehr.
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon naddy » Mi 18. Dez 2019, 14:48

Selbstverständlich ist es ein berechtigtes Anliegen, für die gesellschaftliche Gleichstellung der Frau - etwa in der Arbeitswelt - zu kämpfen. Darüber hinaus ist das ganze Thema "Feminismus" nur die Auseinandersetzung intelektueller Hammerwerfer, und zwar auf beiden Seiten. Denn für wahrhaft emanzipierte Frauen von geistigem Format spielte die Geschlechtszugehörigkeit selbstverständlich nie eine Rolle, siehe beispielsweise in jüngerer Vergangenheit die Auseinandersetzung Simone de Beauvoirs mit Jean-Paul Sartre. Das ist Augenhöhe.

Warum sonst auf allen Ebenen gegen "Diskriminierung" antretenden Frauen nichts Besseres einfällt, als ausgerechnet "Geschlechtszugehörigkeit" zum pauschalen Stigma zu erheben, muß ihr Geheimnis bleiben.
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon BenJohn » Mi 18. Dez 2019, 15:20

Frauen sind immer noch das schwächere Geschlecht. Bezogen ist das natürlich auf Muskelmasse und Kraft. Außerdem sind Männer tendenziell aggressiver als Frauen.

Allein aus diesen Gründen versteht sich ein besonderer Schutz für Frauen gegen Gewalt eigentlich von selbst.
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon Umetarek » Mi 18. Dez 2019, 15:23

BenJohn hat geschrieben:(18 Dec 2019, 15:20)

Frauen sind immer noch das schwächere Geschlecht. Bezogen ist das natürlich auf Muskelmasse und Kraft. Außerdem sind Männer tendenziell aggressiver als Frauen.

Allein aus diesen Gründen versteht sich ein besonderer Schutz für Frauen gegen Gewalt eigentlich von selbst.

Das kommt auf die jeweilige Frau/den jeweiligen Mann an. Geschützt gehört grundsätzlich jeder.
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon Diestel » Mi 18. Dez 2019, 15:29

BenJohn hat geschrieben:(18 Dec 2019, 15:20)

Frauen sind immer noch das schwächere Geschlecht. Bezogen ist das natürlich auf Muskelmasse und Kraft. Außerdem sind Männer tendenziell aggressiver als Frauen.

Allein aus diesen Gründen versteht sich ein besonderer Schutz für Frauen gegen Gewalt eigentlich von selbst.

Das hast du mal gut gebrüllt, Löwe. :thumbup:
Dazu kommt, dass es noch immer Frauen gibt, die der Kinder wegen finanziell abhängig sind oder eine Trennung der Kinder wegen nicht wollen und genug Männer, die die echte oder gefühlte abhängigkeit ihrer Partnerinnen schamlos ausnutzen.
Nicht umsonst sind 94% der Opfer von Gewalt in Partnerschaften Frauen.
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon Vongole » Mi 18. Dez 2019, 17:19

Amun Ra hat geschrieben:(18 Dec 2019, 14:26)

Ich bin nicht so sicher, ob es heutzutage noch einen Feminismus gibt der mit der Frauenrechtsbewegung der 50er/60er/70er vergleichbar wäre. Der Feminismus von heute ist entweder hysterischer Feminismus (wie hier im Eingangsbeitrag beschrieben), oder komplett naturwissenschaftsfeindlicher Elfenbein-Akademismus ("intersektionaler Feminismus". Erkennt man leicht an solchen Blüten wie "Weißseinsstudien", dreimal darfst du raten, warum man nicht den in den USA üblichen Begriff der "critical race theory" übernommen hat, scheint so als wäre "kritische Rassentheorien" selbst für unsere hiesigen Feministinnen eine Hausnummer zu derb. ;) )

Von daher, doch. Heutige "gestandene Feministinnen" fallen durchaus durch keifen, kreischen und heulen auf. Ausnahmen gibt es sicherlich. Es gibt ganz bestimmt noch Feministinnen, denen die Anliegen der Frauen mehr bedeuten als blinder Aktionismus und die auch wirklich was bewegen wollen. Aber die hört man unter der Kakophonie der modernen Feministinnen leider nicht mehr.

Doch, man hört sie, wenn auch begrenzt in social media oder Foren, und wenn, dann sachbezogen. Moderner Feminismus besteht zu 90% in politischer und sozialer Hintergrundarbeit, die zwar nicht spektakulär, aber dafür effektiv daher kommt.
Gerade jetzt setzen sich Frauen z.B. für mehr Frauenhäuser und dazugehörige Fachkräfte, für eine verbesserte Rechtslage und Therapieplätze für Frauen und zur Gewalt neigende Männer ein, passend zum hier diskutierten Thema.
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon BenJohn » Mi 18. Dez 2019, 17:24

Vongole hat geschrieben:(18 Dec 2019, 17:19)

Doch, man hört sie, wenn auch begrenzt in social media oder Foren, und wenn, dann sachbezogen. Moderner Feminismus besteht zu 90% in politischer und sozialer Hintergrundarbeit, die zwar nicht spektakulär, aber dafür effektiv daher kommt.
Gerade jetzt setzen sich Frauen z.B. für mehr Frauenhäuser und dazugehörige Fachkräfte, für eine verbesserte Rechtslage und Therapieplätze für Frauen und zur Gewalt neigende Männer ein, passend zum hier diskutierten Thema.


Es gibt halt den echten Feminismus. Den sinnvollen und begrüßenswerten. Und es gibt die radikalen Trittbrettfahrer.
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon Amun Ra » Mi 18. Dez 2019, 17:32

Vongole hat geschrieben:(18 Dec 2019, 17:19)

Doch, man hört sie, wenn auch begrenzt in social media oder Foren, und wenn, dann sachbezogen.

Ergo hört man sie eben nicht, es sei denn man sucht aktiv nach ihnen. Genau das meine ich doch. Die gehen in der Kakophonie unter. Frag doch mal den Durchschnittsdeutschen was ihm als erstes in den Sinn kommt, wenn er an modernen Feminismus denkt. Ich würde fast schon Geld drauf wetten, dass er (aber auch sie!) keine positiven Assoziationen damit verbindet. Im Gegenteil werden es eher die abgedrehten, blind aktivistischen Feministinnen sein mit ihren absurden Forderungen. Es hat einen Grund, warum sich nur eine Minderheit (in allen Alterskohorten!) als "Feministen" bezeichnet. Und dieser Grund liegt unter anderem eben an der lauten Kakophonie der abgedrehten, modernen Feministen.
Moderner Feminismus besteht zu 90% in politischer und sozialer Hintergrundarbeit, die zwar nicht spektakulär, aber dafür effektiv daher kommt.
Gerade jetzt setzen sich Frauen z.B. für mehr Frauenhäuser und dazugehörige Fachkräfte, für eine verbesserte Rechtslage und Therapieplätze für Frauen und zur Gewalt neigende Männer ein, passend zum hier diskutierten Thema.

Und man setzt sich auf politischer Ebene auch für allerlei Unfug unter dem Deckmäntelchen der Gleichberechtigung ein. Man betrachte nur einmal all den Humbug, mit dem man dem Gender-pay-gap begegnen will. Das ist nämlich das Problem: Feminismus im Hintergrund ist eben nicht nur der effektive, der wirklich was bewegen will. Auch die Politik richtet sich nach den krakelenden Feministen. Und das raubt Ressourcen gerade da, wo noch Missstände offen sind und wirklich was getan werden müsste. Und das ist es ja, was ich meine, wenn ich sage, dass moderner Feminismus dem Feminismus im Weg steht.
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon Vongole » Mi 18. Dez 2019, 17:55

Amun Ra hat geschrieben:(18 Dec 2019, 17:32)

Ergo hört man sie eben nicht, es sei denn man sucht aktiv nach ihnen. Genau das meine ich doch. Die gehen in der Kakophonie unter. Frag doch mal den Durchschnittsdeutschen was ihm als erstes in den Sinn kommt, wenn er an modernen Feminismus denkt. Ich würde fast schon Geld drauf wetten, dass er (aber auch sie!) keine positiven Assoziationen damit verbindet. Im Gegenteil werden es eher die abgedrehten, blind aktivistischen Feministinnen sein mit ihren absurden Forderungen. Es hat einen Grund, warum sich nur eine Minderheit (in allen Alterskohorten!) als "Feministen" bezeichnet. Und dieser Grund liegt unter anderem eben an der lauten Kakophonie der abgedrehten, modernen Feministen.


Auch in der Kakophonie finden sich wahre Statements, die nicht untergehen. Du hast vorhin die #meToo-Bewegung angesprochen, da war sicherlich viel blinder Aktionismus unnd viel Übertreibung dabei, und trotzdem hat sie auf einen
Missstand hingewiesen, der gerade von Männern gerne ignoriert oder amüsiert klein geredet wurde.
Und man setzt sich auf politischer Ebene auch für allerlei Unfug unter dem Deckmäntelchen der Gleichberechtigung ein. Man betrachte nur einmal all den Humbug, mit dem man dem Gender-pay-gap begegnen will. Das ist nämlich das Problem: Feminismus im Hintergrund ist eben nicht nur der effektive, der wirklich was bewegen will. Auch die Politik richtet sich nach den krakelenden Feministen. Und das raubt Ressourcen gerade da, wo noch Missstände offen sind und wirklich was getan werden müsste. Und das ist es ja, was ich meine, wenn ich sage, dass moderner Feminismus dem Feminismus im Weg steht.

Stimmt, da ist sog. moderner Feminismus eher ein Hindernis, weil dieser Feminismus nicht ernst genommen wird, in den meisten Fällen zurecht. Es ist in einer immer noch von Männern dominierten Politik und Wirtschaft immer
noch schwer, mit leiserer Stimme effektiv etwas zu erreichen, aber auch hier höhlt steter Tropfen den Stein. Wobei deutscher Stein da besonders hart ist. ;)
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon naddy » Mi 18. Dez 2019, 19:40

Vongole hat geschrieben:(18 Dec 2019, 17:55)
Du hast vorhin die #meToo-Bewegung angesprochen, da war sicherlich viel blinder Aktionismus unnd viel Übertreibung dabei, und trotzdem hat sie auf einen Missstand hingewiesen, der gerade von Männern gerne ignoriert oder amüsiert klein geredet wurde.


Diese Bewegung - an der meine älteste Tochter sich übrigens aktiv beteiligt hat - wurde durch den Umstand korrumpiert, dass zu Recht vergessene C-Promis darin eine willkommene Chance sahen ins Rampenlicht zurückzukehren. Indem sie auf Vorfälle rekurrierten, die sich angeblich vor 30 Jahren zugetragen haben. Das mag in einigen Fällen sogar zutreffen, in vielen anderen war die Absicht offensichtlich.

Und vor allem: Was soll das? Der rechtsrelevante Nachweis von Übergriffigkeit ist selbst in aktuellen Fällen kaum zu erbringen, wie soll das bei Jahrzehnte zurückliegenden gelingen? Und zu wessen Nachteil hat sich das ganze Palaver ausgewirkt? Selbstverständlich zu dem der Frauen, die tatsächlich betroffen waren. Die wurden dann nämlich auch nicht mehr ernst genommen. So geht's halt, wenn Fakten für eine Ideologie instrumentalisiert werden.
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Re: Femizid in Deutschland: Echtes Problem oder feministischer Strohmann?

Beitragvon Diestel » Mi 18. Dez 2019, 19:52

naddy hat geschrieben:(18 Dec 2019, 19:40)

Diese Bewegung - an der meine älteste Tochter sich übrigens aktiv beteiligt hat - wurde durch den Umstand korrumpiert, dass zu Recht vergessene C-Promis darin eine willkommene Chance sahen ins Rampenlicht zurückzukehren. Indem sie auf Vorfälle rekurrierten, die sich angeblich vor 30 Jahren zugetragen haben. Das mag in einigen Fällen sogar zutreffen, in vielen anderen war die Absicht offensichtlich.

Und vor allem: Was soll das? Der rechtsrelevante Nachweis von Übergriffigkeit ist selbst in aktuellen Fällen kaum zu erbringen, wie soll das bei Jahrzehnte zurückliegenden gelingen? Und zu wessen Nachteil hat sich das ganze Palaver ausgewirkt? Selbstverständlich zu dem der Frauen, die tatsächlich betroffen waren. Die wurden dann nämlich auch nicht mehr ernst genommen. So geht's halt, wenn Fakten für eine Ideologie instrumentalisiert werden.

Woran hast du denn erkannt, dass bei vielen Frauen die „Absicht“ offensichtlich war? Weil sie C-Promis waren?

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