Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

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Betrachter
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Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon Betrachter » Do 13. Sep 2018, 18:56

Feminismus, Genderforschung- die Suche nach der Anerkennung

Frauen wollen anerkannt sein. Nicht diskriminiert, ausgegrenzt, als reines Objekt betrachtet, finanziell benachteiligt im Job, belächelt als „Weibchen“ und nicht dazu verurteilt, neben dem Job auch noch hauptverantwortlich zu sein für die Kinder.
Was Frauen da beanspruchen- oder von Feministinnen beanspruchen lassen- ist ein moralischer Anspruch. Mit einem solchen treten sie bei einer so existenziell wichtigen Sache wie einer Bewerbung um einen Arbeitsplatz oder um eine Wohnung nicht auf. Sie können auch davon ausgehen, dass kaum ein Chef oder Vermieter sie „als Frau“ diskriminiert, etwa sagt: „Du bist eine Frau, also kriegt ja wohl eher ein Mann den Job oder die Wohnung“. Damit würde er auch mit dem Gesetz in Konflikt stehen.
Wenn dagegen ein solcher Entscheidungsträger sagt: „Liebe BürgerIn, ich kann Ihnen den Job/ die Wohnung nicht geben, weil durch die vielen BewerberInnen eine andere BewerberIn für meine Interessen eher in Betracht kommt“- dann kann auch eine FeministIn kaum protestieren. Anerkannt als Frau- oder VertreterIn irgendeines Geschlechts- wurde sie/er/ es usw. Und darum geht es.

Was hat dieses... sagen wir schlicht „Wesen“ (eines von unzähligen Geschlechtern...)jetzt davon? Materiell benachteiligt ist es so oder so. Weil es von den Geschäftskalkulationen anderer abhängig ist. Weil es einfach nur arm ist und nichts besitzt, was ihm eine Unabhängigkeit von Unternehmerinteressen bescheren kann. Oder von den Interessen des Partners, weil man / es usw.
ja auch im Falle eines heftigen Streits nicht einfach aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen kann. Ein kleines überdurchschnittliches Vermögen vorausgesetzt, kann dieses Wesen auch die Hausarbeit anderen überlassen- oder die Kinderbetreuung.

Was bedeutet nun Feminismus- der Kampf um Frauenrechte und um Anerkennung von Frauen für die, welche Feministinnen meinen, zu vertreten? Viel haben wir erreicht, sagen jetzt viele: Frauen dürfen wählen, abtreiben, sich an der Konkurrenz um Arbeitsplätze und Wohnungen beteiligen, sie dürfen Vergewaltigung in der Ehe anklagen und so weiter.

Dem Staat gefällt all das, er unterstützt Frauenrechte, richtet gar über 200 Gender- Forschungs- Lehrstühle in Deutschland ein, von denen viel Gerechtigkeit für alle Geschlechter gefordert wird.
Er zieht sich daneben immer weiter zurück aus der Verregelung von Privatinteressen. Man darf alles Mögliche mit seinem Geschlechtsorgan und dem der anderen treiben, was vor nicht langer Zeit verboten war: etwa Homosexualität. Damit wurde die Gesellschaft friedlicher, sie funktionierte besser. Respekt, Anerkennung der individuellen Würde, Toleranz und ein sanfterer Umgangston allgemein gelten als Zeichen der Durchsetzung moralischer Werte, die doch jedem etwas wert sein müssen.

Was an den hauptsächlichen materiellen Schäden bleibt- Arme werden ärmer, damit Reiche reicher werden können- hat damit nichts zu tun.
So fördert der Staat den Feminismus als moralischen Aufschrei einer Konkurrenzgesellschaft, in die sich jeder viel besser integrieren kann, wenn er nur anerkannt wird. Ja, auch Frauen.
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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon JJazzGold » Do 13. Sep 2018, 19:10

Gut, dass Sie ein “kaum“ vor Chef und Vermieter gesetzt haben.

Von “solange ich auch nur einen halbwegs fähigen Mann zur Verfügung habe, kommt mir keine Frau auf diesen Job“, über “das müssen Sie verstehen, dieser Mann hat immerhin eine Zusatzausbildung angefangen, auch wenn er sie bereits nach zwei Monaten abgebrochen hat, den muss ich Ihnen vorziehen“, oder “meinen Bereich steuer ich wie meinen Flieger, mit dem Arsch, das kann keine Frau“, oder “eine Frau ist aufgrund ihres Geschlechts nicht geeignet den Nahen Osten zu verwalten“, etc. ist mir nahezu jeder männliche Überheblichkeitswahn schon live begegnet. Dabei hätte ein vergleichender Blick auf Qualifikationsunterlagen schon reichen müssen, diese auf Null einzudampfen. Und nichts Anderes verlangen Frauen, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon Umetarek » Di 18. Aug 2020, 15:34

https://www.spiegel.de/kultur/literatur ... fb9dbde8c#

Bola: Patriarchat ist ein menschliches Konstrukt, Männlichkeit ist etwas Veränderbares. Es gibt ein Schlüsselerlebnis, das ich als Jugendlicher hatte. In London lief ich mit meinem Onkel durch den Stadtteil Tottenham. Wir hielten Händchen, unter Kongolesen ist das eine Geste des Respekts und der Zuneigung. Im Vereinigten Königreich aber gilt man damit schnell als schwul. Was dort soviel bedeutet wie: unmännlich. Als wir so durch die Straßen gingen, wurden wir von Passanten ausgelacht. Das war mir peinlich. Aber mir wurde auch bewusst, dass Männlichkeit nicht für alle Kulturen das Gleiche bedeutet - auch wenn bestimmte Erwartungen dann doch wieder alle Vorstellungen von Männlichkeit über die Kulturen und Jahrhunderte verbinden.


Lesenswerter Artikel, wußte jetzt nicht, wo ich ihn genau unterbringen soll.
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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon Billie Holiday » So 30. Aug 2020, 21:44

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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon Ebiker » So 30. Aug 2020, 21:50

JJazzGold hat geschrieben:(13 Sep 2018, 19:10)

Gut, dass Sie ein “kaum“ vor Chef und Vermieter gesetzt haben.

Von “solange ich auch nur einen halbwegs fähigen Mann zur Verfügung habe, kommt mir keine Frau auf diesen Job“, über “das müssen Sie verstehen, dieser Mann hat immerhin eine Zusatzausbildung angefangen, auch wenn er sie bereits nach zwei Monaten abgebrochen hat, den muss ich Ihnen vorziehen“, oder “meinen Bereich steuer ich wie meinen Flieger, mit dem Arsch, das kann keine Frau“, oder “eine Frau ist aufgrund ihres Geschlechts nicht geeignet den Nahen Osten zu verwalten“, etc. ist mir nahezu jeder männliche Überheblichkeitswahn schon live begegnet. Dabei hätte ein vergleichender Blick auf Qualifikationsunterlagen schon reichen müssen, diese auf Null einzudampfen. Und nichts Anderes verlangen Frauen, nicht mehr, aber auch nicht weniger.


Das ist falsch, sonst gäbe es keine Quote.
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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon Billie Holiday » So 30. Aug 2020, 21:59

Ebiker hat geschrieben:(30 Aug 2020, 21:50)

Das ist falsch, sonst gäbe es keine Quote.


Quote bedeutet nicht, dass eine weibliche Nullnummer einem kompetenten Mann den Job wegnehmen kann. Es geht um eine gerechte Verteilung an kompetente Männer UND Frauen. Und wenn Quoten von z.B. 25 oder 30% verlangt werden, sind Männer immer noch in der Überzahl, also hat eine männliche Nullnummer deutlich bessere Chancen. Alles gut. :)

Ich bin kein Freund von Quoten, will nur mal dieses Vorurteil aus der Welt schaffen, dass JEDE Frau bevorzugt würde. Nö, wird sie nicht. ;)
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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon Ebiker » So 30. Aug 2020, 22:09

Billie Holiday hat geschrieben:(30 Aug 2020, 21:59)

Quote bedeutet nicht, dass eine weibliche Nullnummer einem kompetenten Mann den Job wegnehmen kann. Es geht um eine gerechte Verteilung an kompetente Männer UND Frauen. Und wenn Quoten von z.B. 25 oder 30% verlangt werden, sind Männer immer noch in der Überzahl, also hat eine männliche Nullnummer deutlich bessere Chancen. Alles gut. :)

Ich bin kein Freund von Quoten, will nur mal dieses Vorurteil aus der Welt schaffen, dass JEDE Frau bevorzugt würde. Nö, wird sie nicht. ;)


Nur liegt diese Quote vielerorts bei 50%. In Berlin z.B. Trotzdem sind es in techn. Ausbildungsberufen nur 15% Frauen

https://www.morgenpost.de/berlin/article215670613/Berlin-verfehlt-die-Quote-fuer-weibliche-Auszubildende.html


Oder hab ich da was verwechselt und Frauenquote gilt nur für Führungspositionen und Kerle dürfen weiterhin die Drecksarbeit machen ?

https://www.verwaltung-der-zukunft.org/transformation/wie-politik-und-verwaltung-fuer-frauen-attraktiver-werden
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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon Billie Holiday » Mo 31. Aug 2020, 07:46

Ebiker hat geschrieben:(30 Aug 2020, 22:09)

Nur liegt diese Quote vielerorts bei 50%. In Berlin z.B. Trotzdem sind es in techn. Ausbildungsberufen nur 15% Frauen

https://www.morgenpost.de/berlin/article215670613/Berlin-verfehlt-die-Quote-fuer-weibliche-Auszubildende.html


Oder hab ich da was verwechselt und Frauenquote gilt nur für Führungspositionen und Kerle dürfen weiterhin die Drecksarbeit machen ?

https://www.verwaltung-der-zukunft.org/transformation/wie-politik-und-verwaltung-fuer-frauen-attraktiver-werden


Quoten für Drecksarbeit wären mir neu. Dort herrscht Bescheidenheit und ein großzügiges Überlassen den Männern.

Mir ging es nur darum, das „bei gleicher Qualifikation“ hervorzuheben und nicht „Qualifikation egal, Hauptsache Muschi“, was gern behauptet wird von Männern, die auch ohne Quote keinen Zuschlag bekämen. :x
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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon JJazzGold » Mo 31. Aug 2020, 07:58

Ebiker hat geschrieben:(30 Aug 2020, 21:50)

Das ist falsch, sonst gäbe es keine Quote.


Quote ist wie Zuckerwatte, sieht nach viel aus, aber fällt konfrontiert mit der Realität der qualitativen Anforderungen auf ein paar unbedeutende Zuckerkrümel zusammen. Allein das voluminöse Aussehen lässt sie geeignet zur (Wahl-) Werbung erscheinen - temporär, bis den Quotenvertretern bewusst wird in welche ausweglose Ecke auch sie sich selbst damit manövriert haben.

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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon Laertes » Mo 31. Aug 2020, 09:14

Ebiker hat geschrieben:(30 Aug 2020, 22:09)
Nur liegt diese Quote vielerorts bei 50%. In Berlin z.B. Trotzdem sind es in techn. Ausbildungsberufen nur 15% Frauen


Man könnte die Quoten ja auch an die Voraussetzungen koppeln. Der Frauenanteil im Studium der MINT-Fächer ist seit den 70ern von 15% auf 30% gestiegen. Da könnte man die Firmen durchaus verpflichten, bei Berufsanfängerinnen einen Quote i. H. d. erfolgreichen Studienabschlüsse von Frauen einzuhalten.

Ähnlich bei Führungspositionen im Unternehmen. Es ist wenig überzeugend, dass auf der höchsten Führungsebene prozentual weniger Frauen als auf der niedrigsten vertreten sind oder, dass auf der untersten Führungsebene prozentual weniger Frauen vertreten sind, als ihr Anteil an dafür qualifizierten (Ausbildung, Berufserfahrung, Projekterfolge) Mitarbeiterinnen beträgt

Wäre für die Unternehmen und Verwaltungen natürlich erheblicher Bürrokratieaufwand. Aber wenn man das EU weit vereinbaren könnte, wäre das zumindest im Binnenmarkt kein Wettbewerbsnachteil und für qualifizierte Zuwanderinnen sogar ein Attraktor in die EU, statt in die USA zu gehen.
"Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann."
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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon denkmal » Mo 31. Aug 2020, 10:30

Billie Holiday hat geschrieben:(31 Aug 2020, 07:46)

Quoten für Drecksarbeit wären mir neu. Dort herrscht Bescheidenheit und ein großzügiges Überlassen den Männern.

Mir ging es nur darum, das „bei gleicher Qualifikation“ hervorzuheben und nicht „Qualifikation egal, Hauptsache Muschi“, was gern behauptet wird von Männern, die auch ohne Quote keinen Zuschlag bekämen. :x


Wenn aber nun eine Quote zu erfüllen ist und es keine Bewerberin mit gleicher Qualifikation wie der männliche Mitbewerber gibt, muss man dann notgedrungen - qua Muschi sozusagen - eine minderqualifizierte Besetzung vornehmen?

Aufsichtsratposten kann man ja zur Not unbesetzt lassen, aber im oberen "Doing" Management macht sich eine nicht besetzte Führungsposition vielleicht eher bemerkbar. Eine schlecht besetzte wahrscheinlich auch ;)

Persönlich habe ich sowohl mit Frauen als auch Männern auf höheren Leitungsebenen gearbeitet. Ich habe dabei kaum einen geschlechtsspezifischen Unterschied feststellen können. Mann kann es oder nicht (Frau ebenso).
Im Laufe ihres steinernen Daseins nehmen sogar manche Denkmäler menschliche Züge an.
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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon Billie Holiday » Mo 31. Aug 2020, 10:48

denkmal hat geschrieben:(31 Aug 2020, 10:30)

Wenn aber nun eine Quote zu erfüllen ist und es keine Bewerberin mit gleicher Qualifikation wie der männliche Mitbewerber gibt, muss man dann notgedrungen - qua Muschi sozusagen - eine minderqualifizierte Besetzung vornehmen?

Aufsichtsratposten kann man ja zur Not unbesetzt lassen, aber im oberen "Doing" Management macht sich eine nicht besetzte Führungsposition vielleicht eher bemerkbar. Eine schlecht besetzte wahrscheinlich auch ;)

Persönlich habe ich sowohl mit Frauen als auch Männern auf höheren Leitungsebenen gearbeitet. Ich habe dabei kaum einen geschlechtsspezifischen Unterschied feststellen können. Mann kann es oder nicht (Frau ebenso).


Keine Ahnung, ich hab mir das mit den Quoten nicht ausgedacht.
Bei einer 50% Quote in einem Bereich, der von Frauen eher gemieden wird, dürfte die Qualifikation kaum noch eine Rolle spielen, sondern das Geschlechtsteil. Stellt sich die Frage, wie man Diversen gerecht wird.
Zum Wohlfühlen setzt sich vielleicht bald eine bunte Gruppe aus Mann, Frau, Divers, Trans, Schwul und verschiedene Hautfarben zusammen, da ist dann die Qualifikation nur noch Nebensache.

Aber bis dahin lauten die Stellenbeschreibungen, dass bei gleicher Quali Frauen bevorzugt werden, bzw. diese über die gleiche verfügen müssen wie Männer.
Wie gesagt, das war nicht meine Idee und ich halte nicht viel von Quoten, aber dass weibliche Geringqualifizierte hochkompetenten Männern den Job wegnehmen, gibt es vielleicht in Berlin, aber nicht in Firmen und Konzernen, wo es um etwas geht. Also zur Zeit noch. Vielleicht müssen ja bald 52 Geschlechter und hunderte Migrantenherkünfte gerecht untergebracht werden.....
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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon firlefanz11 » Di 15. Sep 2020, 11:57

Billie Holiday hat geschrieben:(30 Aug 2020, 21:59)

Quote bedeutet nicht, dass eine weibliche Nullnummer einem kompetenten Mann den Job wegnehmen kann. Es geht um eine gerechte Verteilung an kompetente Männer UND Frauen. Und wenn Quoten von z.B. 25 oder 30% verlangt werden, sind Männer immer noch in der Überzahl, also hat eine männliche Nullnummer deutlich bessere Chancen. Alles gut. :)

Ich bin kein Freund von Quoten, will nur mal dieses Vorurteil aus der Welt schaffen, dass JEDE Frau bevorzugt würde. Nö, wird sie nicht. ;)

Ich hab letztens ein Interview gelesen, in dem eine Frau meinte:"Wenn Frauen fordern, dass das Geschlecht bei Job, Bezahlung, Wohnung keine Rolle spielen darf, dann ist es gelinde gesagt inkonsequent eine Frauenquote zu fordern..."
Und was sagen Sie als Unbeteiligter zum Thema Intelligenz?
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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon Maskulist » Di 15. Sep 2020, 12:55

Zu diesen "Fordern" fällt mir immer wieder dieser Comic ein:
https://freethoughtblogs.com/butterfliesandwheels/2015/06/not-quite/
Maskulismus die radikale Ansicht, dass Männer keine Schweine sind, sondern Menschen.
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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon ThorsHamar » Di 15. Sep 2020, 13:15

Maskulist hat geschrieben:(15 Sep 2020, 12:55)

Zu diesen "Fordern" fällt mir immer wieder dieser Comic ein:
https://freethoughtblogs.com/butterfliesandwheels/2015/06/not-quite/


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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon Dark Angel » Di 15. Sep 2020, 15:43

Billie Holiday hat geschrieben:(30 Aug 2020, 21:44)

Interessanter Artikel

https://m.tagesspiegel.de/kultur/deutsc ... 40402.html

Sorry, aber was ist an dem Artikel interessant?
Die Dame gibt jede Menge Unsinn bezüglich des generischen (grammatischen) Geschlechts von sich. Davon, wie dieses generische Geschlecht in der indoeuropäischen Sprachfamilie und besonders im germanischen überhaupt entstanden ist und was es bedeutet, davon hat sie keine Ahnung.
Hinzu kommt, dass ihr Vergleich des Englischen mit dem Deutschen hinkt, weil Englisch nur einen einzigen Artikel kennt, Deutsch hingegen drei.
Ihre Begründung für die Notwendigkeit des Genderns ist derart an den Haaren herbeigezogen, dass es schon weh tut, ihre Erklärungen ebenso.
Da lobe ich mir die Franzosen - die haben per Ministerbeschluss, auf Anraten der Academie Francaise jegliche Verhunzung der Sprache durch gendern verboten. Richtig so!
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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon Billie Holiday » Di 15. Sep 2020, 16:41

Dark Angel hat geschrieben:(15 Sep 2020, 15:43)

Sorry, aber was ist an dem Artikel interessant?
Die Dame gibt jede Menge Unsinn bezüglich des generischen (grammatischen) Geschlechts von sich. Davon, wie dieses generische Geschlecht in der indoeuropäischen Sprachfamilie und besonders im germanischen überhaupt entstanden ist und was es bedeutet, davon hat sie keine Ahnung.
Hinzu kommt, dass ihr Vergleich des Englischen mit dem Deutschen hinkt, weil Englisch nur einen einzigen Artikel kennt, Deutsch hingegen drei.
Ihre Begründung für die Notwendigkeit des Genderns ist derart an den Haaren herbeigezogen, dass es schon weh tut, ihre Erklärungen ebenso.
Da lobe ich mir die Franzosen - die haben per Ministerbeschluss, auf Anraten der Academie Francaise jegliche Verhunzung der Sprache durch gendern verboten. Richtig so!


Man kann auch anderslautende Ansichten interessant finden, ohne sie gutzuheißen. Ich lese ganz gern mal Argumente, die gegenteilig zu meinen lauten. Hinterher kann ich entweder sagen, jupp, auch eine Sichtweise, oder ich sage -meistens beim Thema Gender- wat für ein Stuss.
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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon Dark Angel » Di 15. Sep 2020, 17:33

Billie Holiday hat geschrieben:(15 Sep 2020, 16:41)

Man kann auch anderslautende Ansichten interessant finden, ohne sie gutzuheißen. Ich lese ganz gern mal Argumente, die gegenteilig zu meinen lauten. Hinterher kann ich entweder sagen, jupp, auch eine Sichtweise, oder ich sage -meistens beim Thema Gender- wat für ein Stuss.

Ich habe dir ganz und gar nicht unterstellt, dass du das "interessant" in irgendeinem Zusammenhang mit "gutheißen" gebraucht hättest, aber mir kraulen sich bei solchen "Argumenten" (die eigentlich keine sind) immer die Fußnägel hoch.
Ich setze mich durchaus mit anderslautenden Ansichten auseinander - so lange die nachvollziehbar sind und ich überprüfe die. Hängt wahrscheinlich mit meinem Beruf zusammen.
.
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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon Selina » Di 15. Sep 2020, 17:46

Ich bin weit entfernt davon, mit der rechten "Genderwahn"-Fraktion auf einer Wellenlänge zu sein, aber was die Verhohnepipelung der deutschen Sprache durch irgendwelche Sternchen und Pünktchen und -innen-Endungen anbelangt, das finde ich auch absolut überflüssig. Das ist Formalismus reinsten Wassers, der auch noch schlecht klingt, sich schlecht schreibt und schlecht liest und kein einziges der noch vorhandenen Probleme fehlender Chancengleichheit löst.
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Re: Anerkennung und Anpassung der Geschlechter

Beitragvon naddy » Di 15. Sep 2020, 19:01

Selina hat geschrieben:(15 Sep 2020, 17:46)

Ich bin weit entfernt davon, mit der rechten "Genderwahn"-Fraktion auf einer Wellenlänge zu sein, aber was die Verhohnepipelung der deutschen Sprache durch irgendwelche Sternchen und Pünktchen und -innen-Endungen anbelangt, das finde ich auch absolut überflüssig. Das ist Formalismus reinsten Wassers, der auch noch schlecht klingt, sich schlecht schreibt und schlecht liest und kein einziges der noch vorhandenen Probleme fehlender Chancengleichheit löst.


Die pflichtgemäß vorangestellte Präambel zur deutlichen Abgrenzung von allem "Rechten" ist zwar geblieben, ansonsten aber ein erfrischender Beitrag von Dir. :p

Die Leute, die sich offenbar professionell mit sowas beschäftigen, leben in einem Universum, das man noch nicht einmal zu Recht als "Parallel-" bezeichnen kann. Das liegt in einer völlig anderen Wirklichkeit. Ich hab' mich mal durch einen Link auf eine entsprechende Facebookseite locken lassen und dort leichtsinnigerweise ganz naiv gefragt, was man denn mit solchem Tun bezwecke. Wäre ich live vor Ort gewesen, hätte mich diese Frage wohl das Leben gekostet, so blieb's bei Tonnen von Gift und Galle, die über mich ausgekübelt wurden.

Willkommen zurück übrigens, hab' nach meinem Wiederaufschlagen hier schon nach Dir gefragt. Denn es gilt ja bekanntlich: "Besser ein echter Feind als zehn falsche Freunde." (Heraklit). ;)
"Das gefährliche an der Dummheit ist, daß sie die dumm macht, die ihr begegnen." (Sokrates).

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