Kampagne gegen Genderwahn!

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Dampflok
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Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon Dampflok » Mo 1. Jun 2015, 10:34

Was haltet Ihr von solchen Kampagnen gegen den grassierenden Genderwahn?

Wie ihr sicher wißt, habe ich dazu seit einiger Zeit eine Tendenz, den Genderwahn doch eher kritisch zu sehen.

Leider hat man das Volk in KEINEM europäischen Land gefragt, diese Ideologie enzuführen, die Sprache zu versauen, Menschen per Quote das Berufsleben zu verhindern et cetera. Aber vielleicht finden das ja Einige hier gut?


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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon Provokateur » Mo 1. Jun 2015, 10:48

Du hast keine Tendenz, du bist genderkritisch. Und das ist nicht mal eine Schande, immerhin wird damit viel Schindluder getrieben und von tatsächlichen Problemen abgelenkt.

Allerdings nehmen sich viele Gendervertreterinnen (es sind ja in der Regel Frauen) viel zu wichtig. Das Volk sagt nicht "Proffesx", es sagt "Frau Professor", da kann sich eine Frau Lann Hornscheidt (ja, ich hab's gesagt :D) noch so sehr dagegen wehren.

Es braucht keine Kampagnen. Die Dinge nehmen ihren Lauf. Das wird das selbe Ende nehmen wie der Sprachpurismus.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon NMA » Mo 1. Jun 2015, 11:00

Gendermainstreaming ist eines der bizarrsten und deprimierensten Entwicklungen unserer Gesellschaft. Ich gehe aber davon aus, dass irgendwann ein "Massenvernunftslevel" erreicht ist, an dem es nicht mehr weitergeht. Solche kleinen Kampagnen nutzen da wenig. Das Thema muss auf die Agenda einer etablierten Partei.
Zuletzt geändert von NMA am Mo 1. Jun 2015, 11:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon garfield336 » Mo 1. Jun 2015, 11:03

Der Genderwahn gibt es nicht nur in Deutschland.


Aber dass die Genderwahnsinnigen auch die Sprache verändern wollen, das geht zu weit. Das wird nicht gelingen.

Es gab mal vor ein paar Monaten sogar in der französischen Nationalversammlung eine blöde Streiterei.
Ein Abgeordneter hielt eine Rede und sagte "Madame le ministre" .... (Frau, der Minister).... Die Frau wiedersprach durch zwischenruf und sagte "la ministre".
Das Spiel wiederholte sich wie in einem Kindergarten ne halbe Stunde lang.

:s

Der Abgeordnete hatte Recht, le ministre ist die richtige Schreibform, der weibliche Artikel gibt es nicht. Bei Minister geht es ja um eine Funktion und nicht um ein Geschlecht.
Und in Schriftform wird man auch nie la minister verwenden, genauso wäre es Quatsch, einen Brief an "Die Bundeskanzlerin" zu schreiben.


Warum mus man immer betonen dass jemand weiblich oder männlich ist?
Zuletzt geändert von garfield336 am Mo 1. Jun 2015, 11:07, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon Dampflok » Mo 1. Jun 2015, 11:38

garfield336 » Mo 1. Jun 2015, 10:03 hat geschrieben:Der Genderwahn gibt es nicht nur in Deutschland.


Aber dass die Genderwahnsinnigen auch die Sprache verändern wollen, das geht zu weit. Das wird nicht gelingen.

Es gab mal vor ein paar Monaten sogar in der französischen Nationalversammlung eine blöde Streiterei.
Ein Abgeordneter hielt eine Rede und sagte "Madame le ministre" .... (Frau, der Minister).... Die Frau wiedersprach durch zwischenruf und sagte "la ministre".
Das Spiel wiederholte sich wie in einem Kindergarten ne halbe Stunde lang.

:s

Der Abgeordnete hatte Recht, le ministre ist die richtige Schreibform, der weibliche Artikel gibt es nicht. Bei Minister geht es ja um eine Funktion und nicht um ein Geschlecht.
Und in Schriftform wird man auch nie la minister verwenden, genauso wäre es Quatsch, einen Brief an "Die Bundeskanzlerin" zu schreiben.


Warum mus man immer betonen dass jemand weiblich oder männlich ist?
Was Du anmerkst sind eigentlich nur leicht bizarre lächerliche Auswüchse; die Ideologie dahinter ist weit gravierender und wird vom Volk noch gar nicht richtig wahrgenommen.

GM wurde 1995 auf der sog "Weltfrauenkonferenz" beschlossen. Auf dieser Konferenz (die keine Legitimation durch irgendein Volk hat) wurden bei den Abstimmungen z.B. die vertreterinnen der Länder weggemobbt die ein klassisches Familienbild bevorzugen. mehr später.


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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon epona » Mo 1. Jun 2015, 12:53

Dampflok » Mo 1. Jun 2015, 10:34 hat geschrieben:Was haltet Ihr von solchen Kampagnen gegen den grassierenden Genderwahn?

Wie ihr sicher wißt, habe ich dazu seit einiger Zeit eine Tendenz, den Genderwahn doch eher kritisch zu sehen.

Leider hat man das Volk in KEINEM europäischen Land gefragt, diese Ideologie enzuführen, die Sprache zu versauen, Menschen per Quote das Berufsleben zu verhindern et cetera. Aber vielleicht finden das ja Einige hier gut?




*Lach* "eine Tendenz" ist gut :D

Zum Thema:

Die Genderforschung ist durchaus gerechtfertigt, wenn sie auch ab und an die Ziellinie überschreitet.
Niemand kann bestreiten, dass Erziehung, Gesellschaft und soziales Umfeld von hoher Bedeutung für die Entwicklung von Kindern ist.
Die Aufgabe der Genderforschung besteht darin, diese sozial bedingten Unterschiede aufzuzeigen.
Mädchen müssen nicht immer brav und Buben nicht immer sportlich sein.
Mädchen müssen nicht ausschließlich auf die Rolle der Ehefrau und Mutter und Jungen nicht auf die Rolle des harten Kerls fixiert werden.
Diese Fixierung findet aber durchaus noch heute statt. Teilweise läßt sich das am Sprachgebrauch sehr gut erkennen.
Hierin besteht ein Ansatzpunkt der Genderforschung. Indem diese Rollen zuweisende Sprache deutlich gemacht wird kann jeder erkennen wie stark diese falschen Rollenmuster noch verankert sind.
Wer allerdings Gesetzgeber und Machovereinigungen braucht um Frauen auf die IHN allein glücklich machende Rolle der untergebenen Hausfrau und Mama zu zwingen, der hat m.E. einfach nicht kapiert wie sehr die Welt sich nicht nur geändert sondern durchaus im Interesse beider Geschlechter verbessert hat.
Die meisten Männer sind heute intelligent genug in einer Partnerschaft die beruflichen Interessen von Frauen zu würdigen und bei Kinderwunsch gemeinsam und gleichberechtigt Lösungen zu suchen.
Die meisten Männer leiden heute nicht mehr darunter, dass ihr Vorgesetzer ggf. weiblich ist.
Die meisten Männer sehen in Kindern NICHT ein Unterdrückungsinstrument um Frau selbst nach einer Trennung an sich zu binden.
Nö, Männer sind in der Regel heute so emanzipiert, dass sie solche Dinge als Selbstbestätigung nicht mehr brauchen.
Die Genderforschung hat zu diesem gesellschaftlichen Umschwung beigetragen.
Sie ist also durchaus gerechtfertigt, auch wenn sie ab und an über das Ziel hinaus schiesst. ;)
Zuletzt geändert von epona am Mo 1. Jun 2015, 12:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon Dampflok » Mo 1. Jun 2015, 13:49

garfield336 » Mo 1. Jun 2015, 10:03 hat geschrieben:Der Genderwahn gibt es nicht nur in Deutschland.


Aber dass die Genderwahnsinnigen auch die Sprache verändern wollen, das geht zu weit. Das wird nicht gelingen.

Es gab mal vor ein paar Monaten sogar in der französischen Nationalversammlung eine blöde Streiterei.
Ein Abgeordneter hielt eine Rede und sagte "Madame le ministre" .... (Frau, der Minister).... Die Frau wiedersprach durch zwischenruf und sagte "la ministre".
Das Spiel wiederholte sich wie in einem Kindergarten ne halbe Stunde lang.
Es geht um mehr als nur die Sprache. HIER ein Artikel über die franz. Bildungsministerin:

"Ein ähnliches Debakel erlebte sie mit ihrem Vorhaben, die Gendertheorie an den Grundschulen einzuführen. Ihr Projekt kam unter der harmlosen Überschrift „Das ABC der Gleichberechtigung“ daher. Aber dahinter verbarg sich eine klare Anleitung, biologische Geschlechterunterschiede in Frage zu stellen. Der Protest von Lehrern und Eltern war so massiv, dass das „ABC-Programm“ nach einer Versuchsphase zurückgezogen wurde.


Vallaud-Belkacem hat das bedauert und ist seither nicht müde geworden, die traditionelle Familienform – Vater, Mutter, Kinder – zu attackieren. Mal schlug sie vor, die Familienförderung für Paare mit Kindern im Steuersystem drastisch zu reduzieren. Dann wieder wollte sie die abweichende sexuelle Orientierung berühmter Schriftsteller und Künstler in Schulbüchern eigens positiv erwähnt wissen. „Die Schulbücher verschweigen bei historischen Persönlichkeiten, ob sie lesbisch, schwul, bi oder trans waren. Das muss sich ändern“, sagte sie.


Ihre Kritiker haben gemein, dass sie die Franko-Marokkanerin einer „versteckten Agenda“ verdächtigen. Die Ministerin trachte danach, die Lebensform der französischen Mehrheitsgesellschaft zu zerstören: das humanistische Bildungsideal ebenso wie die gewachsenen Familienstrukturen, außerdem das Geschichtsbewusstsein und die Geschlechterunterschiede.

Das klingt ein bisschen, als werde ihr Einfluss überschätzt. Aber tatsächlich bildet die Ministerin zusammen mit ihrem Mann Boris Vallaud ein Power-Paar, das an den Schalthebeln der Republik sitzt. Vallaud ist stellvertretender Generalsekretär im Elysée-Palast. Über seinen Schreibtisch gehen alle wichtigen Dossiers des Staatspräsidenten. Und er ist eng befreundet mit Wirtschaftsminister Emmanuel Macron und Hollandes Kommunikationschef Gaspard Gantzer.

Kennengelernt haben sich Vallaud und Belkacem, als sie die Aufnahmeprüfung für die staatliche Kaderschmiede Ena vorbereiteten. Er bestand, sie fiel durch. 2005 heirateten sie, 2008 kamen Zwillinge zur Welt, das Mädchen heißt Nour-Chloé, der Sohn Louis-Adel. Die Kinder lernen an ihrer Grundschule keine „soziale Durchmischung“ kennen, wie sie ihre Mutter für alle französischen Lehranstalten fordert. Denn die Familie lebt im 7. Arrondissement, jenem Bezirk der Hauptstadt, in dem die Immobilienpreise am höchsten sind und Ausländer nur am Diplomatenkennzeichen ihrer Limousine zu erkennen sind."


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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon epona » Mo 1. Jun 2015, 14:10

Stichwort: Schulbücher

Mama kocht, spült Geschirr, hütet Babys und Papa bringt das Geld heim.

Dieses überholte Rollenklischee ist aus unseren Schulbüchern zum Glück verschwunden.
Kein Paar wird daran gehindert freiwillig dieses traditionelle Familienleben zu leben, es wird ledigich niemanden mehr aufs Auge gedrückt. ;)
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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon garfield336 » Mo 1. Jun 2015, 14:20

Wir haben auch eine Antifamilienministerin in der Regierung. :)
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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon garfield336 » Mo 1. Jun 2015, 14:22

epona » Mo 1. Jun 2015, 14:10 hat geschrieben:Stichwort: Schulbücher

Mama kocht, spült Geschirr, hütet Babys und Papa bringt das Geld heim.

Dieses überholte Rollenklischee ist aus unseren Schulbüchern zum Glück verschwunden.
Kein Paar wird daran gehindert freiwillig dieses traditionelle Familienleben zu leben, es wird ledigich niemanden mehr aufs Auge gedrückt. ;)


Och ich sehe das gelassener, ich verstehe nicht warum man ständig darüber reden mus.

Jeder lebt wie er will.
Von staatlicher Seite allerdings fordere ich, dass sie weiderhin Familien die Kinder haben unterstützen und auch alle fair behandeln, unabhängig davon welches Modell sie leben.
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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon epona » Mo 1. Jun 2015, 14:26

garfield336 » Mo 1. Jun 2015, 14:22 hat geschrieben:
Och ich sehe das gelassener, ich verstehe nicht warum man ständig darüber reden mus.

Jeder lebt wie er will.
Von staatlicher Seite allerdings fordere ich, dass sie weiderhin Familien die Kinder haben unterstützen und auch alle fair behandeln, unabhängig davon welches Modell sie leben.


Ich sehe das sehr gelassen und sehr zufrieden. :D

Natürlich muss darüber geredet und gehandelt werden um derartige Rollenklischees zu beseitigen.
Die staatliche Unterstützung von Eltern mit Kindern wird dadurch nicht negativ berührt.

Ergänzung:
Gerade weil alle Lebensmodelle fair behandelt werden müssen, war es wichtig das einseitige Mama-bleibt-daheim-Papa-geht-zur-Arbeit Modell aus den Schulbüchern zu entfernen.
Zuletzt geändert von epona am Mo 1. Jun 2015, 14:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon Dampflok » Mo 1. Jun 2015, 14:31

Wer wirklich wissen will, was sich hnter "gender mainstreaming" verbirgt und mit welchen Methoden es zustandekam (Joseph Blatter ist Nichts dagegen), lese einfach mal Hier; "The Gender Agenda" auf deutsch.

Nur ein paar Auszüge, wie selbst Frauenrechtlerinnen von der UN auf den Konferenzen unterdrückt werden, wenn sie sich für familiäre Werte und das Zusammenleben Mann-Frau einsetzen:

"Was geschah im Vorfeld der Weltfrauenkonferenz? Dale O’Leary belegt, wie die Gender-Perspektive den UN-Delegierten der ärmeren Länder aufgezwungen wurde und wie eine fertige Strategie einer Ideologie den Sieg bescherte – letztlich ein Sieg über Besonnenheit, Respekt vor Kulturen und einer an der Realität orientierten Vernunft."

"Spätestens seit der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking 1995 hat Gender weltweit eine neue Bedeutung erhalten. Gender meint „sozial konstruierte und veränderbare (Geschlechter)-Rollen“ – und zwar frei von biologischen Anbindungen. Gender ist Teil einer neuen radikalfeministischen Ideologie, ihr Name ist Gender-Perspektive.

Eines der Ziele der Gender Agenda ist es, fünfzig Prozent aller Arbeitsplätze in allen Berufs­sparten weltweit mit Frauen zu besetzen, notfalls zwangsweise. "

"Die Befürworter der Gender-Perspektive wollen Gender zum Leitprinzip machen, nach dem die Welt regiert wird. Hinter der Gender-Perspektive steht aber keine Grassroot-Bewegung, die Idee geht vielmehr von einer kleinen Minderheit von Frauen und Männern aus, die bereits in Machtzentren sitzen und ihre Position nutzen, um die Gender Agenda anderen aufzuzwingen. Man sollte besser von einem Gender Establishment sprechen. Die UN ist fest in den Händen des Gender Establishments. "

"Einigen Delegierten war der ideologische Inhalt bestimmter englischer Begriffe nicht bekannt und auch nicht immer in den Wörterbüchern zu finden. So meinte eine Exil-Tibetanerin, bei dem Begriff „reproduktive Rechte“ (reproductive rights) ginge es um das Recht auf Kinder; sie wusste nicht, dass damit das Recht auf „medizinisch sichere“, d.h. legale Abtreibung gemeint ist.
Verwirrung um Gender

Anfangs konzentrierten sich die Vertreter der Familienkoalition auf die Textpassagen zu den „sexuellen Rechten“ (u.a. das Recht auf Prostitution) und den „reproduktiven Rechten“ (u.a. das Recht auf Abtreibung). Diese „Rechte“ sollen laut Resolutionstext jedem Einzelnen zustehen.

Selbst die international renommierte medizinische Zeitschrift „The Lancet“ kritisierte den Resolutionstext in diesem Punkt scharf. Sie schrieb, die Agenda der UN sei fast identisch mit der Agenda der IPPF (International Planned Parenthood Federation), deren einziges Ziel es sei, das Recht der Frau auf Kontrolle der Reproduktion, insbesondere das Recht auf Abtreibung, festzuschreiben. Die „Pekinger Aktionsplattform“, so Lancet, sähe alles nur durch die außerordentlich kurzsichtige Brille der „Fertilitätskontrolle“: „Der neue Kolonialismus… ist eine gefährliche Strategie. Er stellt westliche Utopien vor lokalen Pragmatismus.“6

Doch bald wurde klar: Das zentrale Wort des Resolutionstexts war Gender. In fast jedem Abschnitt kam der Begriff vor: Gender-Perspektive, Gender Analyse, Gender Sensitivitätstraining, Gender Aspekte, Gender Fragen usw. In einem Text für eine Weltfrauenkonferenz kam Gender mehr als 200 Mal, das Wort Mutter seltener als zehn Mal vor.

Hier wurde die Sprachverwirrung perfekt, denn kaum jemand wusste anfangs genau, was mit Gender gemeint war.

Delegierte aus der Dritten Welt schlugen wieder in den Wörterbüchern nach. Dort fanden sie unter „gender“ nur die beiden klassischen Definitionen: 1. grammatikalisches Geschlecht, männlich, weiblich, sächlich; 2. ein anderes Wort für „zwei Geschlechter [sex]“, gleichbedeutend mit „Mann und Frau“.

Die Familienbefürworter waren der Auffassung, dass Gender zwar „soziales Geschlecht“ bedeute, dass dieser Begriff jedoch eine klare und feste Anbindung an den Begriff „biologisches Geschlecht („sex“) haben müsse. Gender als „soziales Geschlecht“ sei zwar nicht identisch mit dem „biologischen Geschlecht“ („sex“), denn Gender sei das Ergebnis von Biologie und Kultur, jedoch gäbe es eine große Überlappung zwischen beiden Begriffen, sie seien nicht voneinander abzukoppeln.

Genau diese Abkopplung ist aber der theoretische Ansatz der Gender-Perspektive.

In den 1970er und 80er Jahren hatten radikalfeministische Theoretiker (Frauen und Männer) dem Gender-Begriff eine neue Bedeutung gegeben. Danach hat Gender keine Anbindung mehr an das biologische Geschlecht („sex“), sondern ist frei von biologischen Vorgaben, nur „sozial konstruiert“. Gender ist deshalb jederzeit frei wählbar und veränderbar. Jede „Zuordnung“ zu einem „Geschlecht“ ist sinnlos, denn das Wort „Geschlecht“ selbst ist bedeutungslos geworden. Es zählen nicht mehr Mann und Frau in ihrer biologischen und sozialen Gestalt als die beiden aufeinanderzugeordneten Geschlechter; es zählen nur noch zahlreiche, frei wählbare Gender.

Die Delegierten der Dritten Welt wollten sich allerdings nicht damit abfinden, dass im Resolutionstext das Wort Gender schon so ideologisch besetzt, so eindeutig nur in der neuen Bedeutung festgelegt war. Sie kämpften darum, dass die Tagungsleitung eine klare Definition von Gender vorlegen würde, der alle Delegierten zustimmen könnten.

Sie alle setzten sich für mehr Autonomie für die Frau und für die Gleichberechtigung von Mann und Frau ein. Den Gedanken allerdings, Männer und Frauen seien „gleich“ und müssten deshalb in statistisch gleicher Weise in allen Berufs- und Lebensbereichen vorkommen und die offensichtlichen Unterschiede zwischen Männern und Frauen seien nur gesellschaftlich „konstruiert“, fanden sie absurd. Sie waren auch nicht zur Tagung gekommen, um Belehrungen in feministischer Erkenntnistheorie zu erhalten. Sie wollten konkrete Hilfe für konkrete Probleme von Frauen.

Die Familienbefürworter bestanden darauf, dass die Definition von Gender die Begriffe „zwei Geschlechter [two sexes], Mann und Frau“ umfassen müsse.

Die EU und Kanada, die UN-Angestellten und die einflussreichen NGOs wie WEDO wollten eine Definition, die Gender als „sozial konstruierte Rollen“ definierte, wie es z.B. auch in einer (noch 1995 herausgegebenen) UN-Broschüre heißt: „Das biologische Geschlecht ist von Natur aus gegeben. Gender ist konstruiert.“7

Ein Reporter schrieb treffend: Die Debatte über das Wort Gender ist „ein Beispiel aus dem Lehrbuch zum Thema globaler Feminismus und feministische Epistemologie“. Sie „wirft zentrale Fragen über das Verhältnis von Sprache, Wissen und Macht auf …“8

Marta Casco, Leiterin der honduranischen Delegation und eine der engagiertesten Familienbefürworterinnen, warf dem UN-Apparat vor, eine „versteckte Agenda“ zu haben und „manipulierte Euphemismen“ zu benutzen, „um einen Text zu erstellen, für den nur sie [die UN-Angestellten] das richtige Wörterbuch hätten“.9
Unfaire Taktiken

Einige Delegierte schlugen vor, das Wort Gender im Text solange in eckige Klammern zu setzen, bis man zu einer einvernehmlichen Definition gekommen sei.

Die Reaktion darauf war so unerwartet heftig und aggressiv, dass einige Delegierte jetzt sehr hellhörig wurden. Offensichtlich hatten sie es hier doch mit einer ideologischen Front zu tun, die um keinen Preis eine echte Hinterfragung des Gender-Begriffs zulassen würde.

Die Präsidentin von WEDO, Bella Anzug, erhielt die Spezialerlaubnis zu einer Rede vor den Delegierten. Sie verurteilte scharf jeden Versuch, Gender in eckige Klammern zu setzen: „Wir werden es uns nicht gefallen lassen, dass man uns in die Ecke ’Biologie ist Schicksal’ zurückdrängt und Frauen definieren, einschränken und auf ihre körperlichen Geschlechtsmerkmale reduzieren will.“

Die Delegierten waren verletzt. Niemand wollte Frauen „auf ihre körperlichen Geschlechtsmerkmale reduzieren“. Sie wollten nur eine Definition von Gender, der sie alle zustimmen könnten.

Bella Abzug bestand darauf, dass die „feministische“ Definition von Gender, d.h. die Gender-Perspektive, nicht verhandelbar sei: „Das Konzept von Gender ist in den zeitgenössischen gesellschaftlichen, politischen und gesetzlichen Diskurs eingebettet.( ...) Die Bedeutung des Wortes ’Gender’ hat sich zu einem vom Wort ’Geschlecht’ verschiedenen Begriff entwickelt; es drückt die Realität aus, dass Rolle und Status von Frauen und Männern gesellschaftlich konstruiert sind und der Veränderung unterliegen. (…) Das Einfließen der Gender-Perspektive in alle Tätigkeitsbereiche der UN ist eine wesentliche Verpflichtung, die in früheren Konferenzen genehmigt wurde und auf der Vierten Weltfrauenkonferenz erneut bestätigt und gestärkt werden muss.“

Delegierte, die an früheren UN-Konferenzen teilgenommen hatten, durchkämmten ihre UN-Dokumente. Doch fanden sie keinen Nachweis dafür, dass sie je einmal die Gender-Perspektive genehmigt hätten.

Bella Abzug fuhr fort:

„Der gegenwärtige Versuch einiger Mitgliedsstaaten, das Wort Gender aus der Aktionsplattform zu streichen und durch das Wort ’Geschlecht’ zu ersetzen, ist ein beleidigender und erniedrigender Versuch, die von Frauen gemachten Fortschritte rückgängig zu machen, uns einzuschüchtern und den weiteren Fortschritt zu blockieren. Wir fordern die wenigen männlichen und weiblichen Delegierten, die vom Empowerment der Frauen ablenken und es sabotieren wollen, auf, ihrer Ablenkungstaktik ein Ende zu machen. Es wird ihnen nicht gelingen. Sie vergeuden nur kostbare Zeit. Wir kehren nicht zu untergeordneten, minderwertigen Rollen zurück.“10

Die Delegierten waren schockiert und letztlich sprachlos ob der Vorwürfe.
Die Gender-Theorien

Viele Vertreter der Familienkoalition waren verwirrt. War Gender wirklich schon so ideologisch besetzt? Konnte es nicht auch ein gutes, brauchbares Wort sein?

Zufällig kamen einige von ihnen noch während der Tagung in Berührung mit einem Gender-Kurs, der an einem College angeboten wurde. Das Material des Kurses zeigte ihnen, wie ausgefeilt die Gender-Theorien und wie besetzt der Gender-Begriff schon waren.

Folgende Auszüge und Zitate aus dem Kursmaterial waren – unter anderen – Augenöffner für die Vertreter der Familienkoalition:11

a) Ist Gender eine soziale Konstruktion oder das Ergebnis eines biologischen Geschlechts? Worum geht es bei der Überschreitung der binären Kategorien Frau/Mann, weiblich/männlich, heterosexuell/homosexuell, natürlich/nicht natürlich?

b) „Heterosexualität und Mutterschaft müssen als politische Institution erkannt und erforscht werden. (…) In einer Welt genuiner Gleichheit, in der Männer keine Unterdrücker sind, sondern fürsorglich, ist jeder bisexuell.“12

c) „Jeder Säugling wird anhand seiner Genitalien der einen oder anderen Kategorie zugeordnet. Nach dieser Zuordnung werden wir zu dem, von dem die Kultur annimmt, was wir seien – weiblich oder männlich. Obwohl viele meinen, dass Männer und Frauen der natürliche Ausdruck eines genetischen Plans seien, ist Gender doch ein Produkt des menschlichen Denkens und der Kultur, eine gesellschaftliche Konstruktion, welche die ’wahre Natur’ aller Einzelwesen erst hervorbringt.“13

d) „Gender Fluidität ist die Fähigkeit, frei und bewusst ein Gender oder eine grenzenlose Anzahl von Gendern für sich zu wählen, für einen beliebigen Zeitraum, in jedem Ausmaß der Wandlung. Die Fluidität von Gender erkennt weder Grenzen noch ­Regeln an.“14

e) Ein Aufsatz der bekannten Autorin und lesbisch lebenden Professorin für Biologie und Gender Studies, Anne Fausto-Sterling, lautete: „Die fünf Geschlechter: Warum Mann und Frau nicht genügt.“ Die Tatsache, dass einige Menschen mit Anomalien der Genitalien geboren werden, ist für die Autorin kein Beweis für die Krankheit; vielmehr benutzt sie diese dazu, die normative Existenz von nur zwei Geschlechtern radikal in Frage zu stellen: „Warum sollte es uns kümmern, dass es Menschen gibt, deren biologische Anlagen es ihnen ermöglichen, Geschlechtsverkehr ’natürlicherweise’ mit Männern und Frauen haben zu können? Die Antworten scheinen in dem kulturellen Bedürfnis zu liegen, klare Unterscheidungen zwischen den Geschlechtern aufrechtzuerhalten. (...) Da Hermaphroditen buchstäblich beide Geschlechter verkörpern, stellen sie traditionelle Überzeugungen über geschlechtliche Unterschiede in Frage. Hermaphroditen haben die irritierende Fähigkeit, zuweilen als das eine und zuweilen als das andere Geschlecht leben zu können, sie bringen das Schreckgespenst der Homosexualität ins Spiel.“15


Die Familienkoalition musste sich eingestehen, dass zahlreiche Passagen im Resolutionsentwurf, die sie bisher als harmlos eingeschätzt hatte, in Wirklichkeit ideologischen Sprengstoff bargen. "


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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon epona » Mo 1. Jun 2015, 14:34

Dampflok » Mo 1. Jun 2015, 14:31 hat geschrieben:Wer wirklich wissen will, was sich hnter "gender mainstreaming" verbirgt und mit welchen Methoden es zustandekam (Joseph Blatter ist Nichts dagegen), lese einfach mal Hier; "The Gender Agenda" auf deutsch.



*Gähn* Worin besteht dein Problem? :|
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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon garfield336 » Mo 1. Jun 2015, 14:35

epona » Mo 1. Jun 2015, 14:26 hat geschrieben:Ergänzung:
Gerade weil alle Lebensmodelle fair behandelt werden müssen, war es wichtig das einseitige Mama-bleibt-daheim-Papa-geht-zur-Arbeit Modell aus den Schulbüchern zu entfernen.


Es gibt keinen Grund, den Kindern nicht zu erzählen, dass es Leute gibt die genau so leben.

Aber es sollte natürlich ausgewogen sein. Aber das ist schwierig das weiss ich.
Vorallem weil auch viele Kinderbücher noch genau dieses Rollenbild vermitteln. Lese mal Grimms Märchen ...
Da gibt es immer noch den schönen reichen Prinzen, der eine Frau sucht.
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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon garfield336 » Mo 1. Jun 2015, 14:36

epona » Mo 1. Jun 2015, 14:34 hat geschrieben:
*Gähn* Worin besteht dein Problem? :|


Ich habe den Text nicht gelesen, zu lang. Jemand müsste ihn resumieren für mich gg
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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon epona » Mo 1. Jun 2015, 14:50

garfield336 » Mo 1. Jun 2015, 14:35 hat geschrieben:
Es gibt keinen Grund, den Kindern nicht zu erzählen, dass es Leute gibt die genau so leben.

Aber es sollte natürlich ausgewogen sein. Aber das ist schwierig das weiss ich.
Vorallem weil auch viele Kinderbücher noch genau dieses Rollenbild vermitteln. Lese mal Grimms Märchen ...
Da gibt es immer noch den schönen reichen Prinzen, der eine Frau sucht.


Ich habe auch nie gefordert das traditionelle Familienbild nicht zu erwähnen.

Was die Märchenbücher angeht, liegt es im Ermessen der Eltern diese zu erläutern.
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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon epona » Mo 1. Jun 2015, 15:03

garfield336 » Mo 1. Jun 2015, 14:36 hat geschrieben:
Ich habe den Text nicht gelesen, zu lang. Jemand müsste ihn resumieren für mich gg


Kann ich verstehen :D

An dieser Stelle möchte ich ein "Filmchen" erwähnen, das ich vor einiger Zeit im TV sah.

Eine Genderforscherin der Uni Frankfurt veranlaßte 2 Paare zum Rollentausch. Mittels Perücken, unechten Bärten und Maskenbildnern wurde Männlein auf Frau und Weiblein auf Mann getrimmt.

U.a. musste ein verkleideter Mann einen Aushilfsjob in einer Wäscherei annehmen.
Er (als Frau verkleidet) wurde vom Chef recht streng eingewiesen. Der Wäschereibesitzer achtete sehr auf Fehler und betonte dass unsauber ausgeführte Bügel/Mangelarbeiten zum Kundenverlust führen könnten. Danach reichte er den/die Neuling an eine Mitarbeiterin zwecks weiterem Anlernen weiter. Diese Mitarbeiterin war sehr freundlich. Sie lobte viel und übersah kleine Ungenauigkeiten.
Mal abgesehen davon, dass ich die ganze Aktion recht blöd fand, erstaunte mich die "Analyse" der Genderforscherin.
Sie zog daraus den Schluss Frauen seinen per se die besseren Führungskräfte, dass die einweisende Mitarbeiterin natürlich lascher sein konnte da sie keine Verantwortung trug spielte keine Rolle und gipfelte in der Aussage der Wäschereiinhaber wäre nur so streng gewesen weil er meinte ein Frau vor sich zu haben. Ob der Inhaber einen Mann nicht noch strenger eingewiesen hätte kam der "Forscherin" nicht in den Sinn.
Blöd, unsinnig, schwachsinnig war mein anschließender Kommentar.
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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon garfield336 » Mo 1. Jun 2015, 15:11

epona » Mo 1. Jun 2015, 15:03 hat geschrieben:
Kann ich verstehen :D

An dieser Stelle möchte ich ein "Filmchen" erwähnen, das ich vor einiger Zeit im TV sah.

Eine Genderforscherin der Uni Frankfurt veranlaßte 2 Paare zum Rollentausch. Mittels Perücken, unechten Bärten und Maskenbildnern wurde Männlein auf Frau und Weiblein auf Mann getrimmt.

U.a. musste ein verkleideter Mann einen Aushilfsjob in einer Wäscherei annehmen.
Er (als Frau verkleidet) wurde vom Chef recht streng eingewiesen. Der Wäschereibesitzer achtete sehr auf Fehler und betonte dass unsauber ausgeführte Bügel/Mangelarbeiten zum Kundenverlust führen könnten. Danach reichte er den/die Neuling an eine Mitarbeiterin zwecks weiterem Anlernen weiter. Diese Mitarbeiterin war sehr freundlich. Sie lobte viel und übersah kleine Ungenauigkeiten.
Mal abgesehen davon, dass ich die ganze Aktion recht blöd fand, erstaunte mich die "Analyse" der Genderforscherin.
Sie zog daraus den Schluss Frauen seinen per se die besseren Führungskräfte, dass die einweisende Mitarbeiterin natürlich lascher sein konnte da sie keine Verantwortung trug spielte keine Rolle und gipfelte in der Aussage der Wäschereiinhaber wäre nur so streng gewesen weil er meinte ein Frau vor sich zu haben. Ob der Inhaber einen Mann nicht noch strenger eingewiesen hätte kam der "Forscherin" nicht in den Sinn.
Blöd, unsinnig, schwachsinnig war mein anschließender Kommentar.


Führungspersonen müssen soziale Kompetenz haben, aber auch als Respektperson angesehen werde, denen man gerne folgt.

Mein Chef hat sich durch eine Aussage bei mir völlig deligitimiert. Ich respektiere ihn nicht. :( Warum möchte ich nicht öffentlich schreiben.
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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon Dampflok » Mo 1. Jun 2015, 19:08

garfield336 » Mo 1. Jun 2015, 13:36 hat geschrieben:
Ich habe den Text nicht gelesen, zu lang. Jemand müsste ihn resumieren für mich gg


OK, also hier Dale o'Learys Resumee über die Weltfrauenkonferenz wo "Gender" festgezurrt wurde::

"Immer wieder werde ich gefragt, was ich in Peking sah. Auch auf die Gefahr hin, zu stark zu vereinfachen, ist meine Antwort:

Im UN-Establishment haben folgende Ansichten die Mehrheit:

1. In der Welt braucht es weniger Menschen und mehr sexuelle Vergnügungen. Es braucht die Abschaffung der Unterschiede zwischen Männern und Frauen sowie die Abschaffung der Vollzeit-Mütter.

2. Da mehr sexuelles Vergnügen zu mehr Kindern führen kann, braucht es freien Zugang zu Verhütung und Abtreibung für alle und Förderung homosexuellen Verhaltens, da es dabei nicht zur Empfängnis kommt.

3. In der Welt braucht es einen Sexualkundeunterricht für Kinder und Jugendliche, der zu sexuellem Experimentieren ermutigt; es braucht die Abschaffung der Rechte der Eltern über ihre Kinder.

4. Die Welt braucht eine 50/50 Männer/Frauen Quotenregelung für alle Arbeits- und Lebensbereiche. Alle Frauen müssen zu möglichst allen Zeiten einer Erwerbsarbeit nachgehen.

5. Religionen, die diese Agenda nicht mitmachen, müssen der Lächerlichkeit preisgegeben werden.
"


Zuletzt geändert von Dampflok am Mo 1. Jun 2015, 19:08, insgesamt 1-mal geändert.
""Political correctness" sollte das Unwort des Jahrzehnts werden!"
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Re: Kampagne gegen Genderwahn!

Beitragvon Marty McFly » Mo 1. Jun 2015, 19:44

epona » Mo 1. Jun 2015, 12:53 hat geschrieben:Niemand kann bestreiten, dass Erziehung, Gesellschaft und soziales Umfeld von hoher Bedeutung für die Entwicklung von Kindern ist.
Die Aufgabe der Genderforschung besteht darin, diese sozial bedingten Unterschiede aufzuzeigen.


Erziehung, gesellschaft und Umfeld sind für die Intelligenz und Bildung sicherlich sehr interessant. Das wäre wichtig, darauf sollte man sich konzentrieren. Und mit "aufzeigen" meinst du wohl soziale Experimente an Kindern um diese in ein vermeintlich "besseres" Weltbild zu zwingen.

epona » Mo 1. Jun 2015, 12:53 hat geschrieben:Mädchen müssen nicht immer brav und Buben nicht immer sportlich sein.


Natürlich nicht. Hier braucht es daher Toleranz - nicht aber Social Engineering.

epona » Mo 1. Jun 2015, 12:53 hat geschrieben:Mädchen müssen nicht ausschließlich auf die Rolle der Ehefrau und Mutter und Jungen nicht auf die Rolle des harten Kerls fixiert werden.


Das ist auch längst schon nicht mehr so. Wir leben nicht in den 50er Jahren.

epona » Mo 1. Jun 2015, 12:53 hat geschrieben:Diese Fixierung findet aber durchaus noch heute statt. Teilweise läßt sich das am Sprachgebrauch sehr gut erkennen.


Das ist keine Fixierung, die Sprache wird von den Menschen selbst gestaltet und wandelt sich von ganz alleine. Die Idee, Sprache bewusst nach einer Ideologie umzugestalten... äh, hallo, muss ich das wirklich erklären? Stichwort "Neusprech".

epona » Mo 1. Jun 2015, 12:53 hat geschrieben:Hierin besteht ein Ansatzpunkt der Genderforschung. Indem diese Rollen zuweisende Sprache deutlich gemacht wird kann jeder erkennen wie stark diese falschen Rollenmuster noch verankert sind.


"Falsche" Rollenmuster. Das zeigt wunderbar, dass Leute wie du sich für die Erleuchteten halten, die am besten wüssten wie andere Leute leben sollten. Auch wenn du im weiteren Verlauf natürlich wieder auf Tolerant machst und behauptest es sei okay für dich, wenn Leute eine traditionelle Lebenweise vorziehen.

epona » Mo 1. Jun 2015, 12:53 hat geschrieben:Wer allerdings Gesetzgeber und Machovereinigungen braucht um Frauen auf die IHN allein glücklich machende Rolle der untergebenen Hausfrau und Mama zu zwingen, der hat m.E. einfach nicht kapiert wie sehr die Welt sich nicht nur geändert sondern durchaus im Interesse beider Geschlechter verbessert hat.


Frauen sind heute unglücklicher als je zuvor. Auch meine 90jährige Oma macht sich über die zahlreichen depressiven, geschiedenen Single-Frauen im Bekanntenkreis meiner Mutter lustig, und sagt wie dumm die doch alle wären, sich ihre Ehen versaut zu haben. Feministen maßen sich natürlich trotzdem an, für unser aller Vorfahren zu sprechen... absurd.

epona » Mo 1. Jun 2015, 12:53 hat geschrieben:Die meisten Männer sind heute intelligent genug in einer Partnerschaft die beruflichen Interessen von Frauen zu würdigen und bei Kinderwunsch gemeinsam und gleichberechtigt Lösungen zu suchen.


Die meisten Frauen wollen aber auch heute noch einen Mann, der besser verdient als sie selbst. Immer mehr Frauen finden so einen Prinzen heute aber nicht mehr, und dann jammern sehr viele von ihnen, denn die können es sich nun finanziell nicht mehr leisten, zuhause zu bleiben. Ich kenne da einige in meinem Bekanntenkreis, die sich täglich Vorwürfe machen, nicht bei ihrem Kind / ihren Kindern sein zu können.

epona » Mo 1. Jun 2015, 12:53 hat geschrieben:Die meisten Männer sehen in Kindern NICHT ein Unterdrückungsinstrument um Frau selbst nach einer Trennung an sich zu binden.


Ja, total super für die Kinder dass es heute soviele Scheidungen gibt. :rolleyes:

epona » Mo 1. Jun 2015, 12:53 hat geschrieben:Nö, Männer sind in der Regel heute so emanzipiert, dass sie solche Dinge als Selbstbestätigung nicht mehr brauchen.


Und immer mehr Männer brauchen heute auch gar keine Ehe mehr.

epona » Mo 1. Jun 2015, 12:53 hat geschrieben:Die Genderforschung hat zu diesem gesellschaftlichen Umschwung beigetragen.


Na schönen Dank auch. :s
"It were not best that we should all think alike; it is difference of opinion that makes horse races."
Mark Twain

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