Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

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Dark Angel
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon Dark Angel » Di 26. Mär 2019, 16:47

think twice hat geschrieben:(26 Mar 2019, 16:28)

Prof. Dr. phil. Heinz-Juergen Voss ist Diplom-Biologe und Professor für Sexualwissenschaft.
Seinen Lebenslauf findest du hier:
https://www.hs-merseburg.de/hochschule/ ... ergen-596/

Es ist geradezu lächerlich, dass du ihm berufliche Qualifikationen absprechen willst. Du machst dich wieder mal komplett zum Horst.

Ich weiß welche Abschlüsse er hat und als was er sich bezeichnet, ändert aber nichts daran, dass er Gender"forscher" ist und den gleichen Nonsens wie alle anderen Gender"forscher" von sich gibt und sich der gleichen unlauteren Argumentationsmethoden und verdeckten Themenwechsels wie anderen Gender"forscher".
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
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Skeptiker
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon Skeptiker » Di 26. Mär 2019, 21:11

Sören74 hat geschrieben:(25 Mar 2019, 23:58)
Mal anders herum gefragt, warum muss das soziale Geschlecht identisch mit dem biologischen Geschlecht sein? Es gibt doch Menschen, die sich im falschen Körper/Geschlecht geboren fühlen. Biologisch können sie ein Mann sein, aber sich als Frau fühlen. Ich würde umgekehrt sogar sagen, dass es ein Dogma wäre zu behaupten, dass es nur ein biologisches aber kein soziales Geschlecht gibt. Oder nur die Biologie alleine bestimmt, was wir sind.

Die Wissenschaftlichkeit einer Methode ergibt sich doch nicht daraus, dass alle anderen Fachbereiche zustimmen müssen. Schließlich muss auch die Psychologie nicht darüber entscheiden, ob sie die Relativitätstheorie anerkennt. Wissenschaftlichkeit ergibt durch fakultätsübergreifende, universelle Kriterien, die herangezogen werden.

Ich bin auf dem Gebiet der Gender Studies kein Fachmann (vermutlich genauso wenig Du einer bist). Von daher kann ich dazu nichts konkretes sagen. Sehe aber bis auf die Behauptungen Einzelner keine Gründe, die dagegen sprechen.

Sorry, aber Deine Antwort auf meine ganz einfachen Fragen lässt darauf schließen, dass da nicht viel Substanz ist. Deine Grundthese ist ja, dass Gender Studies eine seriöse Wissenschaft sind. Gender Studies gibt es auch nicht erst seit gestern und es ist schon famos, dass man auf Nachfrage zu Belegen ihrer Fundamentalaussagen nur eine Gegenfrage erhält.

Also nochmal: Da gibt es eine Wissenschaft, die auf einer recht kontroversen Grundannahme aufbaut. Wo sind die Genderologen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben diese Grundannahme kritisch zu hinterfragen? In den seriösen Wissenschaften gibt es die zu Hauf - es ist das was Wissenschaft erst ausmacht. Es müsste also sehr einfach sein diese Leute und deren Veröffentlichungen zu nennen.

Gibt es die allerdings nicht, was unterscheidet die Genderologen dann von den Theologen? Auch die bauen auf einem Dogma auf, welches naturwissenschaftlich fragwürdig ist und auch die stehen in heftiger Kritik ggf. nicht zu den Wissenschaften zu gehören. Wo wären denn dann noch Unterschiede zu sehen?
Sören74 hat geschrieben:(25 Mar 2019, 23:58)

Du vermischt hier einiges. Es geht doch um eine Geisteswissenschaft. Warum willst Du darauf naturwissenschaftliche Methoden anwenden? Es käme auch niemand auf die Idee, an der exakten Wissenschaft der Mathematik, naturwissenschaftliche Methoden anzuwenden. Die Naturwissenschaften haben doch keinen Universalanspruch auf alle Wissenschaften. Man kann an eine Geistes- oder Sozialwissenschaft entweder deren Methoden als Maßstab ansetzen, oder allgemeiner wissenschaftliche Maßstäbe.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftstheorie

:) Du musst jetzt keine Beweisumkehr bei mir einfordern. Ausgangspunkt war doch die Behauptung, Gender Studies wären nicht wissenschaftlich. Also dann weise es auch nach. Wenn Du glaubst, Du hättest das mit vielen Beiträgen und Links ausreichend belegt, dann ist doch okay. Mich hast Du bisher nicht überzeugt. Aber vielleicht denke ich beruflich bedingt aus zu sehr interdisziplinär. ;)

Wir können uns sehr schnell darauf einigen, dass Gender Studies als Geisteswissenschaft keine wissenschaftliche Lehrmeinung formulieren dürfen, die als wissenschaftlich erwiesen angesehen werden darf. Kein Problem, dann sollen die propagieren was sie wollen. Wer aber modellhafte Aussagen über die Wirklichkeit macht und von diesen Aussagen den Anspruch auf wissenschaftliche Lehrmeinung erwartet, der muss sich nunmal wissenschaftlichen Methoden unterordnen. Dein rumgeeiere bei dem Thema "Nachweis der Wissenschaftlichkeit der Fundamentalaussage der Gender Studies" zeigt aber, dass man da sehr sehr weit von entfernt zu sein scheint.

Nun die Mathematik ins Feld zu führen ist schon etwas kurios. Dir ist als Naturwissenschaftler doch offensichtlich klar, dass es bei der Mathematik nur darum geht sich nicht selber zu widersprechen, während sich Gender Studies als Forschungsdisziplin am lebenden Objekt verstehen. Was bitteschön sollte daran vergleichbar sein?

Du stehst auf dem Standpunkt, dass Gender Studies wissenschaftlich sind. Dann gebe mir einfach Nachweise oder einfach nur Beispiele für wissenschaftliche Arbeit in den Gender Studies. Solange ich zu Gender Studies aber immer nur Artikel von feministischen Kämpfern entdecken kann, habe ich keinerlei vertrauen darin, dass es sich auch nur annäherungsweise und eine seriöse Forschungsdisziplin handelt.
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Sören74
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon Sören74 » Di 26. Mär 2019, 22:28

Dark Angel hat geschrieben:(26 Mar 2019, 09:19)

Nur im Zusammenhang mit Biologie ist es überhaupt sinnvoll Aussagen über Geschlecht zu machen, in jedem anderen Zusammenhang ist das Geschlecht eines Individuums irrelevant.


Ja eben wohl nicht. Nur mal als Beispiel, ist es Dir egal, ob Du mit Frauen oder Männer zusammenarbeitest?

Dark Angel hat geschrieben:Geschlecht/Geschlechtlichkeit bedeutet nicht mehr und nicht weniger als das Vorhandensein von zwei verschiedenen Fortpflanzungstypen von Lebewesen der gleichen Art, die mit jeweil einem Angehörigen des anderen Typus zur zygotischen Fortpflanzung fähig sind. ==> sexuelle Selektion, ständige Neukombination der Gene zur Aufrechterhaltung genetischer Variabilität und damit Senkung der Mutationsrate.


Ich würde mal die kecke Behauptung aufstellen, dass das Geschlecht mehr ist, als nur die Fähigkeit Kinder zu gebären bzw. Kinder zu zeugen.

Dark Angel hat geschrieben:Die Biologie kann im Bezug auf Geschlecht sehr wohl alles abdecken, weil Mensch evolutionär keine Sonderstellung einnimmt.
Und genau DAS wird durch Erkenntnisse aus der Primatenforschung belegt. Der Mensch IST ein Primat.


Die Biologie kann vieles nicht erklären, zum Beispiel, warum Frauen bis zum Ende des 19.Jahrhundert nicht wählen durften, heute aber schon.

Dark Angel hat geschrieben:Wenn die Behauptung aufgestellt wird, dass Forschungsarbeiten aus der Humanbiologie und Medizin "nahelegen", dass "die Geschlechtsdualität" nicht aufrecht erhalten werden könne, ist es in höchstem Maße unwissenschaftlich, als Beleg dafür die Arbeiten eines Religionssoziologen heran zu ziehen.


Ja, war es. Das muss ich auch nicht verteidigen. Aber eigentlich weiß auch jeder aus der Biologie, dass eindeutige geschlechtliche Zuordnungen des biologischen Geschlechts nicht immer möglich sind.

Dark Angel hat geschrieben:Unwissenschaftlich - weil durch Überprüfung in der Realität eindeutig widerlegt - ist es, zu behaupten Geschlecht sei nicht "naturgegeben" und unwissenschaftlich ist es Geschlecht = Fortpflanzungstyp als Klasse bzw "Zwei-Klassen-Gesellschaft" darzustellen. Das ist nicht nur unwissenschaftlich, das ist Nonsens!


Das wiederum ist ebenso unwissenschaftlich zu behaupten "durch Überprüfung in der Realität eindeutig widerlegt". Das ist nur eine Phrase, um Deinen Standpunkt Nachdruck zu geben. Aber da Du keine Belege anführst, ist es eine unbewiesene Behauptung. Du machst genau das, was Du der Autorin vorgeworfen hast. So funktioniert nicht Wissenschaft, in dem Du nur eine Gegenthese aufstellst. Am Ende landet man in nervigen "Du bist unwissenschaftlich", "Nein Du bist unwissenschaftlich", "Nein Du"-Diskussionen. Hast Du selbst schon mal den Nachweis geliefert, wissenschaftlich gearbeitet zu haben. Weil ich muss sagen, wenn Du bei mir eine Bachelor- oder Master-Arbeit geschrieben hättest, wo so ein Satz wie oben stehen würden, hätte ich den rot angestrichen und darunter geschrieben, dass Du für diese Behauptung entsprechende Quellen anführen musst, oder so einen Satz einfach streichst.

Dark Angel hat geschrieben:Es gibt keine (gesellschaftliche) Klasse der Männer und Klasse der Frauen, weil (gesellschaftliche) Klassen stehen sich antagonistisch gegenüber (Marx) und das ist bei Mann und Frau NICHT der Fall!


Es hat hier niemand behauptet, dass Geschlechter Klassen sind.

Dark Angel hat geschrieben:Abweichungen von der statistischen Normalverteilung gibt es immer, diese können jedoch NICHT als Beleg dafür dienen, dass "Geschlechterdualität" nicht natürlich/naturgegeben sei und deshalb nicht aufrecht erhalten werden könne.


Wir haben aber bei den Geschlechtern keine statistischen Normalverteilung. Es gibt je nach Kriterien entweder keine eindeutige Zuordnung oder mehr als zwei Geschlechter.

Dark Angel hat geschrieben:Nein, das ist nicht unlogisch, sondern Tatsache und das betrifft nicht nur einen Eintrag im Literaturverzeichnis von Gender"forschern", sondern ALLE!


Dann belege Deine Behauptung. Das gehört zur Wissenschaft dazu.
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Sören74
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon Sören74 » Di 26. Mär 2019, 22:33

imp hat geschrieben:(26 Mar 2019, 09:29)

Genau das ist das Problem. Der ganze Witz am Menschen ist ja, dass er zwar das Fleisch als Grundlage braucht, aber sich nicht darüber definiert.


Gut auf den Punkt gebracht. :)
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon Sören74 » Di 26. Mär 2019, 22:48

Dark Angel hat geschrieben:(26 Mar 2019, 10:07)

Tja dumm nur, dass Transsexualität eben nichts mit "sozialem Geschelcht" zu tun hat hat, sondern mit Biologie und zwar mit der pränatalen Entwicklung des Gehirns.


Nur wird zur Bestimmung des biologischen Geschlechts nicht die Entwicklung des Gehirns herangezogen, sondern die Chromosomen, die primären Geschlechtsmerkmale und die Hormonproduktion.

Dark Angel hat geschrieben:Nix Dogma, sondern naturwissenschaftliche Erkenntnis ==> Transsexuelle haben das jeweils "gegengeschlechtliche" Gehirn.

[…]

Die Forschungen bezüglich Ursachen und Entstehung von Transsexuelität sind noch lange nicht abgeschlossen!


Genau aus dem Grund wäre ich mit Deiner obigen Behauptung vorsichtig.
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Fliege
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon Fliege » Di 26. Mär 2019, 22:49

Dark Angel hat geschrieben:(26 Mar 2019, 09:19)
Nur im Zusammenhang mit Biologie ist es überhaupt sinnvoll Aussagen über Geschlecht zu machen, in jedem anderen Zusammenhang ist das Geschlecht eines Individuums irrelevant.
Sören74 hat geschrieben:(26 Mar 2019, 22:28)
Ja eben wohl nicht. Nur mal als Beispiel, ist es Dir egal, ob Du mit Frauen oder Männer zusammenarbeitest?

Du missinterpretierst Dark Angels Darlegung. Dark Angel weist in der Passage, von der du den ersten Satz zitiert hast, darauf hin, dass der Begriff "Geschlecht" nur Sinn macht, sofern man den Begriff "Geschlecht" im Sinne der Biologie verwendet. Der Sache nach ist nämlich Soziologie in Bezug auf Biologie eine Sekundärwissenschaft, die entweder den Begriff "Geschlecht" im Sinne der Biologie übernimmt oder ihren Wissenschaftsstatus einbüßt. Entsprechend sagt Dark Angel im weiteren Verlauf ihrer Darlegung: "Da gibt es keine anderen Aspekte, aus denen heraus Geschlecht zu betrachten wäre".
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon Sören74 » Di 26. Mär 2019, 23:35

Dark Angel hat geschrieben:(26 Mar 2019, 10:45)

Das "typisch männlich" oder "typisch weiblich" hat mit Kultur bzw unserer Kultur herzlich wenig zu tun.


Wieso galt es beispielsweise in früheren Kulturen und heute noch in Amerika als besonders männlich, Pferde zu reiten und wieso gilt es bei uns in Deutschland als besonders weiblich sich mit Pferden zu beschäftigen? Nur mal ein Beispiel. :)
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon Sören74 » Di 26. Mär 2019, 23:49

Skeptiker hat geschrieben:(26 Mar 2019, 21:11)

Also nochmal: Da gibt es eine Wissenschaft, die auf einer recht kontroversen Grundannahme aufbaut.


Was verstehst Du genau unter "recht kontrovers"? Das es Wissenschaftler gibt, die der Grundannahme widersprechen? Das hast Du auch in anderen Bereichen, siehe Evolutionstheorie, Klimawissenschaften, Relativitätstheorie usw.

Skeptiker hat geschrieben:Wo sind die Genderologen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben diese Grundannahme kritisch zu hinterfragen? In den seriösen Wissenschaften gibt es die zu Hauf - es ist das was Wissenschaft erst ausmacht. Es müsste also sehr einfach sein diese Leute und deren Veröffentlichungen zu nennen.


Wieso glaubst Du, dass sie ihre Grundannahmen nicht kritisch hinterfragen? Und vor allem, woran erkennst Du jemanden, der seine Grundannahmen kritisch hinterfragt?

Skeptiker hat geschrieben:Wir können uns sehr schnell darauf einigen, dass Gender Studies als Geisteswissenschaft keine wissenschaftliche Lehrmeinung formulieren dürfen, die als wissenschaftlich erwiesen angesehen werden darf.


Wenn Du mit "wir" Du und ich meinst, dann ist Deine Aussage falsch. :)

Skeptiker hat geschrieben:Nun die Mathematik ins Feld zu führen ist schon etwas kurios. Dir ist als Naturwissenschaftler doch offensichtlich klar, dass es bei der Mathematik nur darum geht sich nicht selber zu widersprechen


Oh Gott, Skeptiker, jetzt blamier Dich nicht mehr als nötig. :D Schon mal was vom Gödelschen Unvollständigkeitssatz gehört?

Skeptiker hat geschrieben:Du stehst auf dem Standpunkt, dass Gender Studies wissenschaftlich sind.


Ich stehe auf dem Standpunkt, dass die hier vorgebrachten Begründungen, die ich bisher gelesen habe, warum Gender Studies nicht wissenschaftlich sind, entweder haltlos sind oder logische Fehler enthalten. Als wissenschaftlich denkender Mensch wirst Du sicher den Unterschied kennen. :)

Skeptiker hat geschrieben:Solange ich zu Gender Studies aber immer nur Artikel von feministischen Kämpfern entdecken kann, habe ich keinerlei vertrauen darin, dass es sich auch nur annäherungsweise und eine seriöse Forschungsdisziplin handelt.


Das ist doch Dein gutes Recht, dieser Ansicht zu sein.
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Sören74
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon Sören74 » Di 26. Mär 2019, 23:52

Fliege hat geschrieben:(26 Mar 2019, 22:49)

Du missinterpretierst Dark Angels Darlegung. Dark Angel weist in der Passage, von der du den ersten Satz zitiert hast, darauf hin, dass der Begriff "Geschlecht" nur Sinn macht, sofern man den Begriff "Geschlecht" im Sinne der Biologie verwendet.


Das steht eben nicht in dem Satz drin. Es geht nicht um eine Begriffsdefinition, sondern um Aussagen über das Geschlecht.
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon Fliege » Mi 27. Mär 2019, 00:15

Sören74 hat geschrieben:(26 Mar 2019, 23:52)
Das steht eben nicht in dem Satz drin. Es geht nicht um eine Begriffsdefinition, sondern um Aussagen über das Geschlecht.

Deshalb habe ich gesagt, dass du Dark Angels Darlegung missinterpretierst. Denn Dark Angel sagt nach dem von dir zitierten Satz:
Dark Angel hat geschrieben:(26 Mar 2019, 09:19)
Geschlecht/Geschlechtlichkeit bedeutet nicht mehr und nicht weniger als das Vorhandensein von zwei verschiedenen Fortpflanzungstypen von Lebewesen der gleichen Art, die mit jeweil einem Angehörigen des anderen Typus zur zygotischen Fortpflanzung fähig sind.

Probiere es so, wie ich es vorgeschlagen habe, und du hast es.
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon Sören74 » Mi 27. Mär 2019, 01:00

Fliege hat geschrieben:(27 Mar 2019, 00:15)

Deshalb habe ich gesagt, dass du Dark Angels Darlegung missinterpretierst.


Ich würde eher sagen, dass Du in den Worten mehr hineininterpretierst, als faktisch drin steht. :) Es ist zudem eine ziemliche geistige Verarmung, das Geschlecht allein auf die Fortpflanzung zu reduzieren.
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon space » Mi 27. Mär 2019, 08:05

Das meiste in den Gender-Studies ist übrigens ganz normale, stinklangweilige, qualitative und quantitative Sozialforschung und unterliegt den dort üblichen wissenschaftlichen Standards.
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon Selina » Mi 27. Mär 2019, 08:07

Sören74 hat geschrieben:(27 Mar 2019, 01:00)

Ich würde eher sagen, dass Du in den Worten mehr hineininterpretierst, als faktisch drin steht. :) Es ist zudem eine ziemliche geistige Verarmung, das Geschlecht allein auf die Fortpflanzung zu reduzieren.


Genau. Ich frag mich, wo diese Forums-Biologisten den Sex einordnen. Den Sex, den man nur zum Spaß hat. Sicher irgendwelche tierischen Instinkte... oder Triebe :D
Zuletzt geändert von Selina am Mi 27. Mär 2019, 08:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon Fliege » Mi 27. Mär 2019, 08:13

Sören74 hat geschrieben:(27 Mar 2019, 01:00)
Es ist zudem eine ziemliche geistige Verarmung, das Geschlecht allein auf die Fortpflanzung zu reduzieren.

Was hat es mit Reduzierung zu tun, Geschlechtlichkeit als das zu erkennen, was sie ist?
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon Selina » Mi 27. Mär 2019, 08:23

Fliege hat geschrieben:(27 Mar 2019, 08:13)

Was hat es mit Reduzierung zu tun, Geschlechtlichkeit als das zu erkennen, was sie ist?


Geschlechtlichkeit hat eben nicht nur den Aspekt der Fortpflanzung, sondern eben auch den sozialen und kulturellen Aspekt, sich gegenseitig mit Sex zu beglücken, sich als Mann und Frau oder Frau und Frau oder Mann und Mann zu lieben, vollkommen, seelisch und körperlich, quasi von oben bis unten. Und das weit über irgendein biologisches Trieb-Verhalten und auch weit über die Fortpflanzung hinaus. Mit Genuss. Es gibt übrigens auch eine Geschichte des menschlichen Sexualverhaltens, das sich über die Jahrhunderte immer verändert hat... wie es sich heute noch verändert. Wie sich alles ständig verändert, was mit Frauen und Männern zu tun hat: Familienverhältnisse, Arbeitsverhältnisse, Liebesverhältnisse. Keiner lebt im luftleeren Raum. Es gibt immer bei allem, was Männer und Frauen tun, Umweltbezüge, Bezüge zum Nebenmann, zum Nachbarn, zum Kollegen, zum Liebsten... Wir sind eben zutiefst soziale Wesen. Nicht nur biologische. Das lassen Biologisten tunlichst außen vor.
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon Keoma » Mi 27. Mär 2019, 08:34

Selina hat geschrieben:(27 Mar 2019, 08:23)

Geschlechtlichkeit hat eben nicht nur den Aspekt der Fortpflanzung, sondern eben auch den sozialen und kulturellen Aspekt, sich gegenseitig mit Sex zu beglücken, sich als Mann und Frau oder Frau und Frau oder Mann und Mann zu lieben, vollkommen, seelisch und körperlich, quasi von oben bis unten. Und das weit über irgendein biologisches Trieb-Verhalten und auch weit über die Fortpflanzung hinaus. Mit Genuss. Es gibt übrigens auch eine Geschichte des menschlichen Sexualverhaltens, das sich über die Jahrhunderte immer verändert hat... wie es sich heute noch verändert. Wie sich alles ständig verändert, was mit Frauen und Männern zu tun hat: Familienverhältnisse, Arbeitsverhältnisse, Liebesverhältnisse. Keiner lebt im luftleeren Raum. Es gibt immer bei allem, was Männer und Frauen tun, Umweltbezüge, Bezüge zum Nebenmann, zum Nachbarn, zum Kollegen, zum Liebsten... Wir sind eben zutiefst soziale Wesen. Nicht nur biologische. Das lassen Biologisten tunlichst außen vor.


Aber dass man zum Fortpflanzen den Penis in die Vagina schiebt, wird sich doch hoffentlich nicht ändern?
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon Selina » Mi 27. Mär 2019, 08:43

Keoma hat geschrieben:(27 Mar 2019, 08:34)

Aber dass man zum Fortpflanzen den Penis in die Vagina schiebt, wird sich doch hoffentlich nicht ändern?


In meiner Version wird er da viel öfter hineingeschoben. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil :D
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon space » Mi 27. Mär 2019, 08:44

Keoma hat geschrieben:(27 Mar 2019, 08:34)

Aber dass man zum Fortpflanzen den Penis in die Vagina schiebt, wird sich doch hoffentlich nicht ändern?


Die letzten 40 Jahre technologischen Fortschritt verpasst? Zwingend notwendig ist dies zur Fortpflanzung nicht mehr.
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon Fliege » Mi 27. Mär 2019, 08:48

Selina hat geschrieben:(27 Mar 2019, 08:23)
Wir sind eben zutiefst soziale Wesen. Nicht nur biologische.

Was glaubst du denn, was beispielsweise Menschenaffen ausmacht? Darauf hat doch Dark Angel in aller Deutlichkeit hingewiesen:
Dark Angel hat geschrieben:(26 Mar 2019, 09:19)
Die Biologie kann im Bezug auf Geschlecht sehr wohl alles abdecken, weil Mensch evolutionär keine Sonderstellung einnimmt. Und genau DAS wird durch Erkenntnisse aus der Primatenforschung belegt. Der Mensch IST ein Primat.
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Sammelstrang Gleichberechtigung von Mann und Frau

Beitragvon harry52 » Mi 27. Mär 2019, 08:48

Selina hat geschrieben:(27 Mar 2019, 08:23)
Wir sind eben zutiefst soziale Wesen. Nicht nur biologische. Das lassen Biologisten tunlichst außen vor.

Ja, wir sind zutiefst soziale Wesen,
aber das soziale Verhalten ist nicht irgendwie außerhalb der Biologie. Betrachte dazu nur mal einer der zutiefst sozialen Eigenschaft, nämlich die Mutterliebe. Nimm Seeschildkröten, die ihre Eier am Strand ablegen und dann wieder zum Meer zurückkehren. Wenn die Babys nach einigen Wochen schlüpfen, versuchen sie ebenfalls das Meer zu erreichen und es kommt dann meist zu einem Massaker, weil sich hunderte Seevögel auf die kleinen Schildkröten stürzen.

Aber die Mütter sind schon längst weg und verteidigen ihre Kinder nicht,
(u.a. weil sie aufgrund ihres Körperaufbaus es auch gar nicht können). Es gibt also Null Mutterliebe bei den Seeeschildkröten und dafür gibt es viele gute Gründe. Bei Menschen und vielen anderen Tierarten ist das ganz anders und auch das kann man mit "Biologie" erklären. Womit denn sonst???

Es gibt sicherlich auch einige sehr ungebildete Hobby-"Biologisten",
die falsche Theorien aufstellen, aber den Großteil der Biologen kann man diesen Vorwurf nicht machen. Biologen und Zoologen beschäftigen sich sehr wohl auch mit dem "sozialen Verhalten".
"Gut gemeint" ist nicht das Gleiche wie "gut gemacht".

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