Sammelstrang gendergerechte Sprache

Moderator: Moderatoren Forum 8

Wie steht Ihr zu gendergerechte Sprache?

diese Sprachform ist gut und richtig und soll so bleiben
2
3%
diese Sprachform sollte langfristig mal abgeschafft werden
4
6%
diese Sprachform sollte mit sofortiger Wirkung abgeschafft werden
11
16%
wer so spricht, sollte wegen Zeitverschwendung verurteilt werden
10
15%
wer so spricht, sollte wegen seelischer Grausamkeit verurteilt werden
4
6%
wer so spricht, sollte wegen Beschädigung der deutschen Sprache verurteilt werden
20
29%
mir ist das alles egal
17
25%
 
Abstimmungen insgesamt: 68
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Stoner
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Stoner » Sa 17. Apr 2021, 20:35

Bielefeld09 hat geschrieben:(17 Apr 2021, 19:12)

Ich möchte es verstehen.


Manchmal ist, wo ein Wille ist, trotzdem kein Weg.
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit. (Mark Twain)
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Bielefeld09
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 17. Apr 2021, 20:51

Stoner hat geschrieben:(17 Apr 2021, 20:35)

Manchmal ist, wo ein Wille ist, trotzdem kein Weg.

Vielleicht überfordert diese Diskussion auch User.
Was ist denn Deine politische Aussage hier?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Stoner
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Stoner » Sa 17. Apr 2021, 20:56

Bielefeld09 hat geschrieben:(17 Apr 2021, 20:51)

Vielleicht überfordert diese Diskussion auch User.
Was ist denn Deine politische Aussage hier?


Dass Sprache besser nicht Gegenstand politischer Regelungen wird.
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit. (Mark Twain)
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Selina
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Selina » Sa 17. Apr 2021, 21:21

Bielefeld09 hat geschrieben:(17 Apr 2021, 19:12)

Sie schreiben hier in diesem Thread mehrfach von Bluthochdruck, Diabetes oder anderen Krankheiten.
Es geht hier aber um Gendergerechte Sprache.
Und nun erklären Sie doch endlich, warum Sie hier so schreiben.
Wünschen Sie sich eine Diabetikergerechte Sprache oder eine biologische Begründung für Ihre kruden Therorien?
Was ist Ihre Botschaft?
Ich möchte es verstehen.


Gute Frage. Dark Angels Botschaft ist: Alles, was den Menschen ausmacht, soll einzig und alleine Biologie sein. Jeder Wimpernschlag, jeder Gedanke beruhe ausschließlich auf biochemischen Prozessen. Sogar die Berufswahl und bestimmte Vorlieben beruhten lediglich auf Biologie, schrieb sie ein anderes Mal. Ich dagegen sage: Stimmt nicht, der Mensch ist ein biologisches und ein soziales Wesen. Es sind nicht nur biochemische Prozesse, die ihn zu dem machen, was er ist und wird, sondern selbstverständlich sind es auch die Verhältnisse und Umstände, seine Sozialisation, die ihn prägen und beeinflussen. Dazu gehören Elternhaus, Schule, Betrieb, Freunde, Kollegen, der Beruf, die Hobbys, politische Aktivitäten und und und, eben das gesamte Umfeld des Menschen. Biologie spielt eine Rolle, logisch, aber was aus all den "menschlichen Zellen" (bildlich gemeint, nicht wörtlich) einmal wird, das wird sozial entschieden und beeinflusst. Sozial ist hier im Sinne von "Zusammenleben der Menschen in der Gesellschaft" gemeint. Der Mensch ist ein biologisches und ein soziales Wesen. Diese selbstverständliche Tatsache bestreitet DA, in dem sie meint, der Mensch ist ausschließlich Biologie ;)
Zuletzt geändert von Selina am Sa 17. Apr 2021, 21:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 17. Apr 2021, 21:24

Stoner hat geschrieben:(17 Apr 2021, 20:56)

Dass Sprache besser nicht Gegenstand politischer Regelungen wird.

Nöö, in Ihr Brain wird sich einbrennen,
das es Menschen gibt, die so leben,
wie sie wollen.
Und wer will hier noch weiter biologisch diskutieren?
Sie haben verloren.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Skeptiker » Sa 17. Apr 2021, 22:38

Bielefeld09 hat geschrieben:(17 Apr 2021, 16:32)
...
Und nein, ich frage nie nach biologischen Dispositionen,
ich frage mich eher, warum User hier Schwierigkeiten haben,
ihre Petras und Peter, ihre Gerd`s und Geradine und andere als das zu bezeichnen,
was sie sind.
Unsere Mitmenschen, die auch politisch berücksichtigt werden wollen.
Eben so, wie Du und ich.

Wer macht das denn? Bitte zitieren, damit ich darauf eingehen kann. Ich kann jedenfalls nicht erkennen, dass das hier jemand macht.
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 17. Apr 2021, 22:55

Skeptiker hat geschrieben:(17 Apr 2021, 22:38)

Wer macht das denn? Bitte zitieren, damit ich darauf eingehen kann. Ich kann jedenfalls nicht erkennen, dass das hier jemand macht.

Ich brauche gar nichts.
Aber Ihr gendergerechten Arschgeigen,
wollt was erklären?
Ihr seid tolerant?.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Skeptiker » Sa 17. Apr 2021, 23:04

Bielefeld09 hat geschrieben:(17 Apr 2021, 22:55)
Ich brauche gar nichts.
Aber Ihr gendergerechten Arschgeigen,
wollt was erklären?
Ihr seid tolerant?.

Natürlich sind wir "Arschgeigen" tolerant. Wo denn nicht?
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 17. Apr 2021, 23:16

Skeptiker hat geschrieben:(17 Apr 2021, 23:04)

Natürlich sind wir "Arschgeigen" tolerant. Wo denn nicht?

Nein , das sind sie eben nicht.
Hör auf zu meckern.
Wir leben.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Zunder » So 18. Apr 2021, 01:34

Dark Angel hat geschrieben:(17 Apr 2021, 12:06)

Doch es stimmt, denn wenn er seine biochemischen Prozesse selbst steuern und beeinflussen könnte, bräuchte er keine Beta-Blocker, ACE-Hemmer etc pp, wenn er es könnte, bräuchte er keinerlei Hilfsmittel.
Nicht der Mensch beeinflusst seine biochemischen Prozesse, sondern die verwendeten Hilfsmittel beeinflussen diese.
Kleiner, aber entscheidender Unterschied, denn genau darum geht es bei der Aussage "Mensch ist Sklave seiner Biologie"

Wenn der Mensch selbst Häuser bauen könnte, bräuchte er keine Werkzeuge.
Diese Logik ist ja wohl Unsinn.

Medikamente sind menschengemachte Mittel, um dem Menschen einen Eingriff in die biochemischen Prozesse zu ermöglichen.
Eine Frau, die die Pille nimmt, um eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden, ist eben keine Sklavin der naturgegebenen Abläufe in ihrem Körper.

Der Mensch kann sich nicht außerhalb der Biologie stellen, aber kann auf seine eigene Biologie einwirken und die Abläufe verändern.
SillyWalks

Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon SillyWalks » So 18. Apr 2021, 01:44

Stoner hat geschrieben:(17 Apr 2021, 20:56)
Dass Sprache besser nicht Gegenstand politischer Regelungen wird.


Eine gute Idee. Generell sollte nichts Gegenstand politischer Regelungen sein, Sprache aber ganz besonders nicht.
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Selina
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Selina » So 18. Apr 2021, 08:59

Zunder hat geschrieben:(18 Apr 2021, 01:34)

Wenn der Mensch selbst Häuser bauen könnte, bräuchte er keine Werkzeuge.
Diese Logik ist ja wohl Unsinn.

Medikamente sind menschengemachte Mittel, um dem Menschen einen Eingriff in die biochemischen Prozesse zu ermöglichen.
Eine Frau, die die Pille nimmt, um eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden, ist eben keine Sklavin der naturgegebenen Abläufe in ihrem Körper.

Der Mensch kann sich nicht außerhalb der Biologie stellen, aber kann auf seine eigene Biologie einwirken und die Abläufe verändern.


Sorry, dass ich mich einmische. Aber das Ganze ist ja nicht uninteressant und hat als Hintergrund auch mit Genderfragen zu tun, wenn man es zu Ende denkt.

Das wäre die eine Frage, inwieweit wirkt der Mensch auf biochemische Prozesse im Körper ein? Die andere Frage wäre, welche Rolle spielt neben dem Inneren (Körper/biochemische Prozesse) das Äußere (Umfeld, Sozialisation, Lebensbedingungen)? Den Menschen lediglich als biologisches Wesen zu betrachten, halte ich für einseitig und wegen dieser Einseitigkeit auch für falsch. Der Mensch als soziales Wesen, das in der Regel ein Elternhaus, Familie, Freunde, Lehrer und Kollegen hat, in guten oder weniger guten Verhältnissen aufwächst, gehört zur Betrachtung genauso dazu wie der Mensch als biologisches Wesen. Weil sämtliche Entwicklung des Menschen nunmal von inneren und äußeren Faktoren gleichermaßen abhängt. Schleierhaft, wie man solche einfachen Zusammenhänge ignorieren kann. Obwohl hinter Biologismus ja eine ideologische Absicht steckt. Was meinst du dazu, Zunder?
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Stoner » So 18. Apr 2021, 09:28

Bielefeld09 hat geschrieben:(17 Apr 2021, 21:24)

Nöö, in Ihr Brain wird sich einbrennen,
das es Menschen gibt, die so leben,
wie sie wollen.
Und wer will hier noch weiter biologisch diskutieren?
Sie haben verloren.


Um etwas verlieren zu können, muss man es haben. Da wäre ich Ihnen also voraus, denn ich kann Ihrem Schreiben hier keinen klaren Gedanken entnehmen.

Wenn Sie wieder einen gefunden haben, können Sie mir gerne erklären, was Sie hier ausgesprochen aber nicht gesagt haben.
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Billie Holiday » So 18. Apr 2021, 10:24

Bielefeld09 hat geschrieben:(17 Apr 2021, 19:35)

Nein, ich bin ein Küchenkalender.
Ich sage jedem Menschen guten Tag, bin freundlich an der Kasse,und sehe immer den Menschen.
Und dabei breche ich mir keinen Zacken aus der Krone.
Aber ich bin immer da.
Aber jetzt ist auch Verwaltung mit Sternchen und Hicks für meine Mitbürger da.
Und nun beschreiben Sie doch mal,
an welcher Stelle und wie Sie nicht mehr als Normalbürger gesehen werden.
Vielleicht sollten Sie sich einfach mehr beteiligen.
Und nein, dabei geht es nicht um die generische Disposition der Mitdiskutanten,
sondern um die politische Meinung.


Ich glaub, du bist nicht mehr ganz bei dir, falls du es je warst. Im Moment scheint es so, als sei nicht mehr viel übrig geblieben oberhalb der Nase.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Dark Angel » So 18. Apr 2021, 11:10

Bielefeld09 hat geschrieben:(17 Apr 2021, 19:12)

Sie schreiben hier in diesem Thread mehrfach von Bluthochdruck, Diabetes oder anderen Krankheiten.
Es geht hier aber um Gendergerechte Sprache.
Und nun erklären Sie doch endlich, warum Sie hier so schreiben.
Wünschen Sie sich eine Diabetikergerechte Sprache oder eine biologische Begründung für Ihre kruden Therorien?
Was ist Ihre Botschaft?
Ich möchte es verstehen.

Ich empfehle zum Ursprung dieses Nebenkriegsschauplatzes zurückzugehen und noch einmal nachzulesen, wie - in welchem Kontext - es zu dieser Diskussion kam.
Dann würde dir klar werden, dass du diesen Einwurf hättest sparen können.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Dark Angel » So 18. Apr 2021, 11:57

Selina hat geschrieben:(18 Apr 2021, 08:59)

Sorry, dass ich mich einmische. Aber das Ganze ist ja nicht uninteressant und hat als Hintergrund auch mit Genderfragen zu tun, wenn man es zu Ende denkt.

Das wäre die eine Frage, inwieweit wirkt der Mensch auf biochemische Prozesse im Körper ein? Die andere Frage wäre, welche Rolle spielt neben dem Inneren (Körper/biochemische Prozesse) das Äußere (Umfeld, Sozialisation, Lebensbedingungen)? Den Menschen lediglich als biologisches Wesen zu betrachten, halte ich für einseitig und wegen dieser Einseitigkeit auch für falsch. Der Mensch als soziales Wesen, das in der Regel ein Elternhaus, Familie, Freunde, Lehrer und Kollegen hat, in guten oder weniger guten Verhältnissen aufwächst, gehört zur Betrachtung genauso dazu wie der Mensch als biologisches Wesen. Weil sämtliche Entwicklung des Menschen nunmal von inneren und äußeren Faktoren gleichermaßen abhängt. Schleierhaft, wie man solche einfachen Zusammenhänge ignorieren kann. Obwohl hinter Biologismus ja eine ideologische Absicht steckt. Was meinst du dazu, Zunder?

Und genau diese Sichtweise (hervorgehoben) ist die eingeengte, kleinkarierte Sichtweise, die über die eigene Nabelschau nicht hinausgeht, ist denau DEINE Sichtweise, die dich daran hindert, zu erkennen, was mit "Mensch ist biologisches Wesen" eigentlich gemeint ist, die dich daran hindert, den Sinn der Aussage

„Nichts in den Geisteswissenschaften ergibt einen Sinn außer im Lichte der Biologie.“

zu verstehen.
Da geht es nicht um den einzelnen (konkreten) Menschen und welche Faktoren auf seine Persönlichkeitsentwicklung einwirk(t)en sondern um die Abstraktion Mensch als Gesamtheit, als Art/als Population, die sich im Verlaufe von ca 30 Mio Jahren (biologische) Evoution - als die ersten Primaten entstanden - über unzählige evolutionäre Zwischenschritte, Abspaltungen und Sackgassen, zu der Spezies/Art entwickelt hat, die er heute ist.
Es geht dabei um seine Stellung IN der Evolution, als bisher komplexestes Lebenwesen auf diesem Planeten.
Es geht (beim Menschen als biologisches Wesen) darum, dass erst die biologische Evolution, die zur Entwicklung des größten kompexesten Gehirns (das ein Lebenwesen je hatte) führte, den Menschen befähigte über sich selbst nachzudenken, darüber woher er kommt, was er ist und was ihn ausmacht - was zur Entwicklung von religösen Glaubensvorsellungen als Antwort und Erklärungsansatz führte, dass den Menschen zu seiner Kreativität befähigte, welcher er mit Kunstwerken wie den Höhlenmalereien von Altamira oder Lascaux, Cougnac u.v.a., die bis zu 37.000 Jahre alt sind, Ausdruck verlieh, das ihn zur Risikoeinschätzung und -minimierung befähig, zur Lösung komplexer Probleme etc pp.
Es ist auch seine Biologie - sein großes komplexes Gehirn - das ihn befähigt immer komplexere Sozialstrukturen zu entwickeln, die ihn befähigt, immer komplexere gesellschaftliche Strukturen zu orgnisieren und zu verwalten etc pp

Das alles zusammen genommen ist es, was den Menschen (als Spezies/Art) ausmacht und das ist deutlich mehr als dein kleinkariertes Sammelsurium von Faktoren, was der Mensch aufgrund seiner Biologie geschaffen hat, was zu schaffen, ihn seine Biologie überhaupt erst befähigt hat.

Jetzt habe ich DIR mitgeteilt, welches Menschenbild ich habe und nicht ich muss meinen "Blick etwas weiten", sondern DU solltest das tun, dann würdest du auch begreifen, wie deplaziert und falsch dein Geschwurbel von der "biopsychosozialen Einheit Mensch" ist.
Hättest du dich auch nur ansatzweise damit beschäftigt, worum es bei diesem Ansatz überhaupt geht, statt mit irgendwelchen Schlagwörtern (ohne Hintergrundwissen) um dich zu werfen.
DU bist es, die dringend ihren Horizont erweitern sollte, nicht ich!
Vielleicht erkennst du ja dann irgendwann den Unterschied zwischen der Abstraktion der Mensch und die Person/Persönlichkeit.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Gendergerechte Sprache

Beitragvon schokoschendrezki » So 18. Apr 2021, 17:00

Dark Angel hat geschrieben:(14 Apr 2021, 20:05)

Ja. Der Mensch ist, wie alle Primaten, ein Rudeltier ....


Das ist von Anfang an bereits nicht ganz falsch aber so unvollständig, dass es im Grunde genommen eben doch vollkommen falsch ist. Der Mensch ist eben ein Mensch. Als solcher nicht unabhängig von seiner Biologie. Aber er ist doch eben ein Mensch und kein "Rudeltier". Die Evolution hat Millionen von Jahren vor sich hin gewirkt und dann gab es eine scharfe Kurve oder Abbiegung mit der Entstehung des Menschen.

Darf ich noch mal zitieren:

Anthropologie (im 16. Jahrhundert als anthropologia gebildet aus altgriechisch ἄνθρωπος ánthrōpos, deutsch ‚Mensch‘, und -logie: Menschenkunde, Lehre vom Menschen) ist die Wissenschaft vom Menschen. Sie wird im deutschen Sprachraum und in vielen europäischen Ländern vor allem als Naturwissenschaft verstanden. Die naturwissenschaftliche oder Physische Anthropologie betrachtet den Menschen im Anschluss an die Evolutionstheorie von Charles Darwin als biologisches Wesen.

Dieser naturalistischen Betrachtung des Menschen, die sich beispielsweise mit der Konstitution (früher auch mit der Rassenlehre und Humangenetik) und der Abstammung des Menschen befasst, stehen verschiedene andere Ansätze gegenüber, beispielsweise die philosophische Anthropologie. Hier wird der Mensch nicht nur als Objekt, sondern auch als Subjekt wissenschaftlich untersucht. Dabei geht es unter anderem um qualitative Eigenschaften wie die Personalität, die Entscheidungsfreiheit und die Möglichkeit zur Selbstbestimmung.


Was sagt dieses Zitat zuerst einmal: Den einen Auffassungen stehen die anderen gegenüber. Den einen Auffassungen stehen die anderen gegenüber! Das heißt: Es gibt keine kanonische Auffassung. Es gibt keine päpstliche Lehre. Und schon dieser Zwiespalt sagt einem, dass es keine Auseinandersetzung um die Auffindung und Verstehung irgendeiner bestehenden Wahrheit in solchen Diskussionen wie dieser hier gibt, sondern einen Argumentationswettstreit um die logischeren und nachvollziehbareren und verifizierbareren bzw. falsifizierbareren Argumente.

Diese biologistische Auffassung, Menscheineigenschaften aus seiner Zuordnung als "Rudeltier" abzuleiten ... wird die Grundlage eines neu aufkommenden Faschismus des 21. Jahrhunderts sein. Der Mensch ist kein "Rudeltier" sondern ein Selbstentscheider. Zumindest tritt er aus seiner Rolle als "Rudeltier" heraus und besitzt potenziell die Möglichkeit zur Selbstentscheidung.

Alle solche biologistischen Behauptungen - meiner Ansicht nach - sollen letztendlich nur das Paradigma einer Unentrinnbarkeit von Prägungen als Basis politischer Überzeugungen bestätigen. Nur wenn "die" so sind wie die eben sind und "wir" so sind wie wir eben sind und dies sich nicht durch bewusste Entscheidungen ändern lässt ... lassen sich bestimmte politische Überzeugungen begründen. Dabei muss es gar nicht unbedingt um Geschlecht, Gender usw. gehen. Es kann auch um "Nation", "Kultur", "Religion", "Ethnie" gehen.
Ich habe nie in meinem Leben irgendein Volk oder Kollektiv geliebt ... ich liebe in der Tat nur meine Freunde und bin zu aller anderen Liebe völlig unfähig (Hannah Arendt)
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon schokoschendrezki » So 18. Apr 2021, 17:30

Skeptiker hat geschrieben:(15 Apr 2021, 09:22)

Niemand bestreitet vielerlei soziale Faktoren. Da baust du die im Kopf gerade selber einen Strohmann. Allerdings zu glauben, dass der Mensch "über" seiner Biologie steht, ist schlicht Traumtänzerei.

Versuche einen Tag keinen Hunger oder keinen Durst zu haben. Versuche einen Tag deine sexuelle Orientierung zu wechseln. Versuche einen Tag deine Meinung in die entgegengesetzte Richtung zu ändern. Alles das wird dir nicht gelingen, und alles das ist biologisch in dir fixiert. Manches sozial beeinflusst, vieles aber auch schon angeboren.


Du hast das aber verdreht. Keinen Hunger und keinen Durst zu haben ... das wird dem Menschen nicht gelingen. Aber trotz Hunger und Durst einen Tag lang - und zwar bewusst - keine Nahrung zu sich zu nehmen, entgegen seinen biologischen Antrieben und trotz der Tatsache, dass Nahrung zur Verfügung steht ... das ist eben allein dem Menschen vorbehalten. Es ist kein Zufall, dass sämtliche Religionen bis in graueste Vorzeit hinein Rituale des Fastens kennen. "Fasten" ist im Kern das Bewusstwerden des Selbstentscheidenkönnens. Auch wenn es in den Religionen eher als Gottesfürchtigkeit gedeutet wird. Und damit des beginnenden Heraustretens aus allein biologischer Determination. "Umkehr" und "Festhalten" sind die beiden Begriffe, die in alten religiösen Texten mit dem Fasten-Ritual verknüpft sind. Beides läuft auf eine Art nicht mit dem Strom schwimmen zu müssen hinaus. Wenn du Tauben fütterst, dann fressen sie einfach. Im Extremfall fressen sie sich zu Tode.

Und nicht sklavisch dem biologischen Programm der Vermehrung zu folgen. Bewusst. Ist auch nicht etwas wesentlich anderes. Diese grundlegende Menscheneigenschaft - nicht sklavisch einem biologischen Programm zu folgen oder folgen zu müssen .., ist, wie man am Beispiel des Fastens sieht, nicht etwa eine Art neue Mode, sondern ganz wesentlich mit dem Menschsein, mit der Menschwerdung verknüpft.
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Re: Gendergerechte Sprache

Beitragvon Selina » So 18. Apr 2021, 18:25

schokoschendrezki hat geschrieben:(18 Apr 2021, 17:00)

Das ist von Anfang an bereits nicht ganz falsch aber so unvollständig, dass es im Grunde genommen eben doch vollkommen falsch ist. Der Mensch ist eben ein Mensch. Als solcher nicht unabhängig von seiner Biologie. Aber er ist doch eben ein Mensch und kein "Rudeltier". Die Evolution hat Millionen von Jahren vor sich hin gewirkt und dann gab es eine scharfe Kurve oder Abbiegung mit der Entstehung des Menschen.

Darf ich noch mal zitieren:



Was sagt dieses Zitat zuerst einmal: Den einen Auffassungen stehen die anderen gegenüber. Den einen Auffassungen stehen die anderen gegenüber! Das heißt: Es gibt keine kanonische Auffassung. Es gibt keine päpstliche Lehre. Und schon dieser Zwiespalt sagt einem, dass es keine Auseinandersetzung um die Auffindung und Verstehung irgendeiner bestehenden Wahrheit in solchen Diskussionen wie dieser hier gibt, sondern einen Argumentationswettstreit um die logischeren und nachvollziehbareren und verifizierbareren bzw. falsifizierbareren Argumente.

Diese biologistische Auffassung, Menscheineigenschaften aus seiner Zuordnung als "Rudeltier" abzuleiten ... wird die Grundlage eines neu aufkommenden Faschismus des 21. Jahrhunderts sein. Der Mensch ist kein "Rudeltier" sondern ein Selbstentscheider. Zumindest tritt er aus seiner Rolle als "Rudeltier" heraus und besitzt potenziell die Möglichkeit zur Selbstentscheidung.

Alle solche biologistischen Behauptungen - meiner Ansicht nach - sollen letztendlich nur das Paradigma einer Unentrinnbarkeit von Prägungen als Basis politischer Überzeugungen bestätigen. Nur wenn "die" so sind wie die eben sind und "wir" so sind wie wir eben sind und dies sich nicht durch bewusste Entscheidungen ändern lässt ... lassen sich bestimmte politische Überzeugungen begründen. Dabei muss es gar nicht unbedingt um Geschlecht, Gender usw. gehen. Es kann auch um "Nation", "Kultur", "Religion", "Ethnie" gehen.


Genau. Kann man nicht besser sagen. Aus all diesen Gründen halte ich den Rudeltier-Biologismus für problematisch. Weil dahinter auch immer steckt, das angeblich nichts veränderbar (durch den Menschen) ist. Das gipfelt in sowas wie "alles bleibt so, wie es ist/war. Niemand kann sein Schicksal in die eigenen Hände nehmen. Es kommt, wie es kommen muss". Den aktiven, kritischen, handelnden, widersprechenden und in die Verhältnisse eingreifenden Menschen gibt es in dieser Betrachtung nicht. Das ist Fatalismus hoch drei, Stagnation. Politisch zeigt sich hier die Nahtstelle bzw. der fließende Übergang von neokonservativ zu neurechts.
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Maskulist » So 18. Apr 2021, 18:26

Dark Angel hat geschrieben:(18 Apr 2021, 11:57)

Und genau diese Sichtweise (hervorgehoben) ist die eingeengte, kleinkarierte Sichtweise, die über die eigene Nabelschau nicht hinausgeht, ist denau DEINE Sichtweise, die dich daran hindert, zu erkennen, was mit "Mensch ist biologisches Wesen" eigentlich gemeint ist, die dich daran hindert, den Sinn der Aussage

„Nichts in den Geisteswissenschaften ergibt einen Sinn außer im Lichte der Biologie.“

zu verstehen.
Da geht es nicht um den einzelnen (konkreten) Menschen und welche Faktoren auf seine Persönlichkeitsentwicklung einwirk(t)en sondern um die Abstraktion Mensch als Gesamtheit, als Art/als Population, die sich im Verlaufe von ca 30 Mio Jahren (biologische) Evoution - als die ersten Primaten entstanden - über unzählige evolutionäre Zwischenschritte, Abspaltungen und Sackgassen, zu der Spezies/Art entwickelt hat, die er heute ist.
Es geht dabei um seine Stellung IN der Evolution, als bisher komplexestes Lebenwesen auf diesem Planeten.
Es geht (beim Menschen als biologisches Wesen) darum, dass erst die biologische Evolution, die zur Entwicklung des größten kompexesten Gehirns (das ein Lebenwesen je hatte) führte, den Menschen befähigte über sich selbst nachzudenken, darüber woher er kommt, was er ist und was ihn ausmacht - was zur Entwicklung von religösen Glaubensvorsellungen als Antwort und Erklärungsansatz führte, dass den Menschen zu seiner Kreativität befähigte, welcher er mit Kunstwerken wie den Höhlenmalereien von Altamira oder Lascaux, Cougnac u.v.a., die bis zu 37.000 Jahre alt sind, Ausdruck verlieh, das ihn zur Risikoeinschätzung und -minimierung befähig, zur Lösung komplexer Probleme etc pp.
Es ist auch seine Biologie - sein großes komplexes Gehirn - das ihn befähigt immer komplexere Sozialstrukturen zu entwickeln, die ihn befähigt, immer komplexere gesellschaftliche Strukturen zu orgnisieren und zu verwalten etc pp

Das alles zusammen genommen ist es, was den Menschen (als Spezies/Art) ausmacht und das ist deutlich mehr als dein kleinkariertes Sammelsurium von Faktoren, was der Mensch aufgrund seiner Biologie geschaffen hat, was zu schaffen, ihn seine Biologie überhaupt erst befähigt hat.

Jetzt habe ich DIR mitgeteilt, welches Menschenbild ich habe und nicht ich muss meinen "Blick etwas weiten", sondern DU solltest das tun, dann würdest du auch begreifen, wie deplaziert und falsch dein Geschwurbel von der "biopsychosozialen Einheit Mensch" ist.
Hättest du dich auch nur ansatzweise damit beschäftigt, worum es bei diesem Ansatz überhaupt geht, statt mit irgendwelchen Schlagwörtern (ohne Hintergrundwissen) um dich zu werfen.
DU bist es, die dringend ihren Horizont erweitern sollte, nicht ich!
Vielleicht erkennst du ja dann irgendwann den Unterschied zwischen der Abstraktion der Mensch und die Person/Persönlichkeit.


Um es einmal etwas einfach auszudrücken: Ohne die Biologie würde es keine Sozialisation geben. Insofern beeinflusst die Biologie das Soziale und NICHT umgekehrt.
Maskulismus die radikale Ansicht, dass Männer keine Schweine sind, sondern Menschen.
Nur Idioten sind für Quoten!

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