Lughnasadh

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Antonius
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Re: Lughnasadh

Beitragvon Antonius » Di 20. Aug 2019, 09:38

watisdatdenn? hat geschrieben:(20 Aug 2019, 01:18)
Ich finde es immer schön, wenn in der Weihnachtsmesse (meine Frau ist Christin darum bin ich da dabei) davon gesprochen wird, dass "das Licht der Welt (wieder-)geboren" ist..

Da kann ich als Heide uneingeschränkt zustimmen.

Es wird ja auch in der Messe immer wieder darauf hingewiesen, dass Jesus "das Licht der Welt" ist.

Der Geburtstag Jesus (=Licht der Welt) ist so eine wirklich schöne Umschreibung der Wintersonnenwende :).

Ja, eine schöne Metapher, sie umschreibt die Wirklichkeit.
Natürlich wissen wir alle, daß die physikalischen Erhaltungssätze gelten. :)
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
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watisdatdenn?
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Re: Lughnasadh

Beitragvon watisdatdenn? » Di 20. Aug 2019, 10:20

Misterfritz hat geschrieben:(20 Aug 2019, 06:26)
Ist denn das Licht irgendwann gestorben? Habe ich gar nicht mitbekommen .... :D

Logischerweise müsste die Kreuzigung Jesu (Licht der Welt) im Herbst sein, wenn es dunkel wird..

Dummerweise widerspricht sich das mit der Auferstehung "in drei Tagen" an Ostern.

Vielleicht könnte man mit "göttlichen Tagen" argumentieren? Die sind Monatelang :D.

So hätte ich das zumindest gemacht.. Wäre aber wohl selbst für gläubige zu Schizophren..
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watisdatdenn?
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Re: Lughnasadh

Beitragvon watisdatdenn? » Di 20. Aug 2019, 10:22

Antonius hat geschrieben:(20 Aug 2019, 09:38)
Ja, eine schöne Metapher, sie umschreibt die Wirklichkeit.
Natürlich wissen wir alle, daß die physikalischen Erhaltungssätze gelten. :)

So sehe ich das auch!

Es gibt viele Dinge insbesondere im katholischen Christentum die ich durchaus zu schätzen weiß.
Dort sind Jahrtausende alte Traditionen am Leben, die es schon weit vor Jesus gab..

Ist aber kein Grund wieder einzutreten...
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Re: Lughnasadh

Beitragvon Misterfritz » Di 20. Aug 2019, 19:59

watisdatdenn? hat geschrieben:(20 Aug 2019, 10:20)

Logischerweise müsste die Kreuzigung Jesu (Licht der Welt) im Herbst sein, wenn es dunkel wird..

Dummerweise widerspricht sich das mit der Auferstehung "in drei Tagen" an Ostern.

Vielleicht könnte man mit "göttlichen Tagen" argumentieren? Die sind Monatelang :D.

So hätte ich das zumindest gemacht.. Wäre aber wohl selbst für gläubige zu Schizophren..
Ich weiss ja nicht ...
Unser Licht, also die Sonne, ist nicht gestorben - sonst wären wir nicht mehr hier ;)
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Re: Lughnasadh

Beitragvon Elser » Di 3. Sep 2019, 18:51

Progressiver hat geschrieben:(18 Aug 2019, 20:14)

Richtig. Das Fest der Wintersonnenwende ist zum Beispiel älter als das Christentum. Ich finde es im Übrigen erstaunlich, was die Leute früher alles herausgefunden hatten. Aber da es sich hauptsächlich um Agrargesellschaften gehandelt hat, war es ja überlebensnotwendig, die Daten des Kalenders zu kennen. Nach ihnen hat man dann auch die Festtage gerichtet. Das Fest der Wintersonnenwende kannte man aber nicht nur in Nordeuropa, sondern die Anhänger des Kultes um "Sol Invictus", also wohl dem Sonnengott, legten ihren Festtag auf die Wintersonnenwende. Da das Christentum aber sehr gut darin war, alle möglichen Feiertage zu klauen und sie in seinem Sinne umzudeuten, wurde daraus Weihnachten. Denn seien wir mal ehrlich: Kein Mensch weiß, an welchem Tag ein gewisser Jesus/Jeshua/Joshua geboren wurde. Aber die Christen legten halt einfach den "Geburtstag" ihres sogenannten Erlösers strategisch geschickt auf die Zeit der Wintersonnenwende. Und ob dieser Mensch wirklich an "Ostern" gekreuzigt wurde? Das wäre ja ein seltsamer Zufall. Gerade da feierten und feiern viele Menschen sowieso den Beginn des neuen Frühlings in einem Jahr. Also mehr oder weniger zu der Zeit. Zudem wechselt das Osterfest -welches im Übrigen dem Namen nach von der altgermanischen Fruchtbarkeitsgöttin Ostara ihren Namen hat- ständig das Datum. Und auch die Ostereier und der Osterhase sind vor allem Fruchtbarkeitssymbole. Wie das Ganze mit dem Kreuzigungstod eines Juden zusammenhängen soll, das wissen wohl nicht einmal die Christen.


An einigen christlichen Geflogenheiten wird es dann doch allzu deutlich, dass auch diese Religion nur eine menschliche Erfindung ist. Ich meine - wer hat schon einen flexiblen Todestag? Ansonsten - vielen Dank für Deine Erleuterungen. Sehr interessant.

Elser
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Re: Lughnasadh

Beitragvon watisdatdenn? » Di 3. Sep 2019, 21:20

Elser hat geschrieben:(03 Sep 2019, 18:51)
An einigen christlichen Geflogenheiten wird es dann doch allzu deutlich, dass auch diese Religion nur eine menschliche Erfindung ist.

Das war mir schon ziemlich bald klar, nachdem ich feststellen musste, dass es den Osterhasen gar nicht gibt und der Sankt Nikolaus meist unser Nachbar war.

Ist aber ja nichts an sich schlechtes.

Die Mythen und Bräuche sind Gedankenwelten die auch unsere Ahnen vor tausenden Jahren schon hatten..
Ich finde das schön :).


@Meisterfritz
Mit dem Tod der Sonne ist natürlich das in unseren Breitengraden typische Abnehmen der Sonnenstrahlungsintensität gemeint.

Mit dem Tod der Sonne schlafen auch die gezähmten Kraftriesen ein (Fotovoltaikanlagen).
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Re: Lughnasadh

Beitragvon Lomond » So 8. Sep 2019, 17:47

watisdatdenn? hat geschrieben:(03 Sep 2019, 21:20)



Die Mythen und Bräuche sind Gedankenwelten die auch unsere Ahnen vor tausenden Jahren schon hatten..
Ich finde das schön :).



Ich auch!

Und ich mag auch diese alten irisch-gälischen Feste!
Non enim propter gloriam, divicias aut honores pugnamus set propter libertatem solummodo quam Nemo bonus nisi simul cum vita amittit.

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