Grundsatzdiskussion Islam

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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Skeptiker » Fr 2. Nov 2018, 20:47

ThorsHamar hat geschrieben:(02 Nov 2018, 20:08)
Man muss doch nur auf Menschen hören, die in den islamischen Stadtteilen Deutschlands leben. Es gibt hier KEINEN Ansatz von berechtigter Hoffnung, dass sich die Probleme mit den Parallelgesellschaften irgendwie positiv entwickeln könnten ...

Das ist richtig. Und es gibt auch kein mir bekanntes Beispiel dafür, dass die Zuwanderung konservativer Muslime irgendeine vorher liberale Gesellschaft irgendwie besser gemacht hätte. Dennoch hält man an dem Gedanken krampfhaft fest, dass man selber offenbar irgendetwas falsch gemacht hat und es auf keinen Fall am Islam hängen könnte.

Ich habe es schon an anderer Stelle geschrieben: Ich sehe in der Ausbreitung des konservativen Islam als emotionalem spirituellen Gegenmodell zur rationalen westlichen Lebensart in Kombination mit massivem Migrationsdruck durch die gesellschaftlichen (Fehl-)Entwicklungen in Afrika DEN gigantischen sich anbahnenden Konflikt der nächsten Dekaden. Es kann einfach nicht gut gehen, wenn bittere Armut gepaart mit religiösen Vorstellungen des Mittelalters sich Bahn brechen in reiche Gesellschaften im weltentrückten Dornröschenschlaf.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon ThorsHamar » Fr 2. Nov 2018, 21:16

Skeptiker hat geschrieben:(02 Nov 2018, 20:47)

Das ist richtig. Und es gibt auch kein mir bekanntes Beispiel dafür, dass die Zuwanderung konservativer Muslime irgendeine vorher liberale Gesellschaft irgendwie besser gemacht hätte. Dennoch hält man an dem Gedanken krampfhaft fest, dass man selber offenbar irgendetwas falsch gemacht hat und es auf keinen Fall am Islam hängen könnte.

Ich habe es schon an anderer Stelle geschrieben: Ich sehe in der Ausbreitung des konservativen Islam als emotionalem spirituellen Gegenmodell zur rationalen westlichen Lebensart in Kombination mit massivem Migrationsdruck durch die gesellschaftlichen (Fehl-)Entwicklungen in Afrika DEN gigantischen sich anbahnenden Konflikt der nächsten Dekaden. Es kann einfach nicht gut gehen, wenn bittere Armut gepaart mit religiösen Vorstellungen des Mittelalters sich Bahn brechen in reiche Gesellschaften im weltentrückten Dornröschenschlaf.


Sehe ich auch so, bis auf die Passage "die gesellschaftlichen (Fehl-)Entwicklungen in Afrika" ...
Wir schauen in Afrika in die Geschichte der modernen Gesellschaft und blicken praktisch hunderte und tausende Jahre in der gesellschaftlichen Entwicklung zurück!
Wir stehen nicht auf der selben Entwicklungsstufe der Gesellschaft!!! ( für die ganz heissen Typen hier: NICHT gemeint ist die Entwicklung des Homo Sapiens !!!!!!)
Für viele Staaten auf der Welt ist Islam modern und up do date, nämlich adäquat zum Stand der gesellschaftlichen Entwicklung.
Für uns trifft das nicht zu. Für uns ist Islam noch bekloppter als die unglaubliche Jesus-Nummer oder das Warten auf einen Messias mit den angedrohten Folgen.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon ThorsHamar » Fr 2. Nov 2018, 21:25

Ammianus hat geschrieben:(02 Nov 2018, 21:22)

Was mich so wütend macht, das sind diese 8 Jahre, 8 Jahre in der Todeszelle, 8 Jahre vom Leben geraubt für nichts, für gar nichts und nun strömt dieses kranke Getier auf die Straßen und forder weiter die Strangulation und würde am liebsten auch noch die Richter meucheln und hat auch schon Menschen abgeschlachtet, die für diese Frau eintraten.

8 Jahre für nichts und sie wollen sie immer noch töten ...


....und das sind nicht etwa die Islamisten!! Es ist der normale Moslem in einer islamischen Mehrheitsgesellschaft.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Ammianus » Fr 2. Nov 2018, 21:30

Das, was ich als Mainstream-Islam bezeichne, was sich leicht mit Zahlen belegen lässt. Hirsi Ali unterscheidet da noch in Mekka- und Medina-Muslime, wobei wie überall, die Übergänge fließend sind.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon JFK » Sa 3. Nov 2018, 01:03

ThorsHamar hat geschrieben:(02 Nov 2018, 20:08)

Man muss doch nur auf Menschen hören, die in den islamischen Stadtteilen Deutschlands leben. Es gibt hier KEINEN Ansatz von berechtigter Hoffnung, dass sich die Probleme mit den Parallelgesellschaften irgendwie positiv entwickeln könnten ...


"Islamische Stadtteile Deutschlands" :D
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon ThorsHamar » Sa 3. Nov 2018, 13:22

JFK hat geschrieben:(03 Nov 2018, 12:47)

"Nicht die Religion ist der Schlüssel zum Verständnis der Gesellschaft, sondern die Gesellschaft ist der Schlüssel zum Verständnis der Religion"

Versuch es mal damit, mit Magie und Moslemgenen zu Argumentieren wirkt auf die dauer ziemlich unbeholfen.


Der Kalenderspruch von Herrn Abou Taam ( Du hast ja vergessen, die Quelle anzugeben ) ist nur gültig, solange die Religion nicht bestimmt, was die Gesellschaft IST.
Und dort, wo Religion den Staat bestimmt, bestimmt sie auch wieder die Grenzen des "Verständnisses" der Gesellschaft radikal.

http://www.caritas-rheinland-pfalz.de/a ... passt-das-
"Es besteht die Gefahr der Bildung von Parallelgesellschaften, wenn radikale Salafisten die besseren Sozialarbeiter sind", warnte Abou Taam."

Ja, der erste Witz daran ist, dass es überhaupt möglich wurde, dass es in unserem Land mittlerweile eine relevante Zahl radikaler Salafisten gibt. Und der zweite Brüller ist die Annahme, dass es die Gefahr der Bildung von Parallelgesellschaften gäbe: Es GIBT bereits islamische Parallelgesellschaften mit mittlerweile Millionen von Moslems.
"mittlerweile" ist hier ganz wichtig .....
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon JFK » Sa 3. Nov 2018, 13:30

Ammianus hat geschrieben:(03 Nov 2018, 13:03)

Niemand hat nirgendwo mit "Magie" und "Moslemgenen" argumentiert.[...]



"Nicht die Religion ist der Schlüssel zum Verständnis der Gesellschaft, sondern die Gesellschaft ist der Schlüssel zum Verständnis der Religion"

Die Sozialwissenschaft ist nicht dein Feind, sie ist dein Freund, sie hilft dir Phänomene zu verstehen und zu entmystifizieren.

Scharlatanismus hingegen ist mit viel Hokus Pokus verbunden, auf Scharlatanismus steht der Politische Islam, aber auch der Sarrazinismus.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon JFK » Sa 3. Nov 2018, 13:43

ThorsHamar hat geschrieben:(03 Nov 2018, 13:22)

Der Kalenderspruch von Herrn Abou Taam ( Du hast ja vergessen, die Quelle anzugeben ) ist nur gültig, solange die Religion nicht bestimmt, was die Gesellschaft IST.
Und dort, wo Religion den Staat bestimmt, bestimmt sie auch wieder die Grenzen des "Verständnisses" der Gesellschaft radikal.



Kannn ich soweit mitgehen, der Schlüssel den Radikalen einflüssen entgegen zu tretten ist eine starke Verfassung die von der Mehrheitsgesellschaft getragen wird.


http://www.caritas-rheinland-pfalz.de/a ... passt-das-
"Es besteht die Gefahr der Bildung von Parallelgesellschaften, wenn radikale Salafisten die besseren Sozialarbeiter sind", warnte Abou Taam."

Ja, der erste Witz daran ist, dass es überhaupt möglich wurde, dass es in unserem Land mittlerweile eine relevante Zahl radikaler Salafisten gibt. Und der zweite Brüller ist die Annahme, dass es die Gefahr der Bildung von Parallelgesellschaften gäbe: Es GIBT bereits islamische Parallelgesellschaften mit mittlerweile Millionen von Moslems.
"mittlerweile" ist hier ganz wichtig .....


Dem kann ich nicht zustimmen, es gibt selbstverständlich Parallgesellschaften wo Menschen Muslimischer Herkunft überwiegen, jedoch werden da die vereinzelt Religiösen Spinner eher belächelt als ernst genommen.

Soziokulturell seh ich das schon mehr gefahren für unser Land, jedoch waren wir schlau genug, im gegensatz zu unseren Nachbarstaaten, dem früh genug entgegen zu wirken.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon ThorsHamar » Sa 3. Nov 2018, 15:00

JFK hat geschrieben:(03 Nov 2018, 13:43)

Kannn ich soweit mitgehen, der Schlüssel den Radikalen einflüssen entgegen zu tretten ist eine starke Verfassung die von der Mehrheitsgesellschaft getragen wird.


Das sehe ich auch so. Und Du hast auch schon den Casus Cnacktus dabei erwähnt: Mehrheitsgesellschaft!
Und das ist in einer Demokratie keine mathematische Menge von 50% plus irgendwas ...


Dem kann ich nicht zustimmen, es gibt selbstverständlich Parallgesellschaften wo Menschen Muslimischer Herkunft überwiegen, jedoch werden da die vereinzelt Religiösen Spinner eher belächelt als ernst genommen.


Das mag sein, aber wie bei jeder Religion kann ein User dieses Betvereins kaum selbst definieren, wo "radikal" überhaupt beginnt!
Ich stelle jedenfalls fest, dass die Präsenz des Islam in der Öffentlichkeit mehr und mehr zunimmt.

Soziokulturell seh ich das schon mehr gefahren für unser Land, jedoch waren wir schlau genug, im gegensatz zu unseren Nachbarstaaten, dem früh genug entgegen zu wirken.


Welche Nachbarn meinst Du, Frankreich oder Polen ?
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Ammianus » Sa 3. Nov 2018, 15:18

"Nicht die Religion ist der Schlüssel zum Verständnis der Gesellschaft, sondern die Gesellschaft ist der Schlüssel zum Verständnis der Religion"

Nebenbei ein absolut dämlicher Satz. Die Anführungszeichen lassen vermuten, dass es sich um ein Zitat handeln könnte. Vielleicht im Kontext sogar verständlich oder eben dann nicht mehr für die Vortäuschung nichtvorhandener Kompetenz des User brauchbar.

Nicht umsonst wies ich auf das Basis-Überbau-Modell hin - tat das hier im Forum schon mehrfach. Denn wenn man sich damit befasst, versteht man vielleicht auch Einiges besser.
Aber das ist jetzt mehr für möglicherweise interessierte Mitleser gedacht.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Jekyll » Sa 3. Nov 2018, 15:23

Ich glaube, die Sache mit dem Islam und Parallelgesellschaften und deren Verhältnis zueinander wird hier nicht wirklich korrekt wiedergegeben. Die Bildung von Parallelgesellschaften ist die Folge von Fehlentwicklungen in der Gesamtgesellschaft (Mehrheitsgesellschaft + Minderheiten). Wenn die Integration nicht gelingt, dann geht man halt getrennte Wege.
Sie schufen eine Wüste und nannten es...Frieden.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Vongole » Sa 3. Nov 2018, 16:05

Ammianus hat geschrieben:(02 Nov 2018, 21:22)

Was mich so wütend macht, das sind diese 8 Jahre, 8 Jahre in der Todeszelle, 8 Jahre vom Leben geraubt für nichts, für gar nichts und nun strömt dieses kranke Getier auf die Straßen und forder weiter die Strangulation und würde am liebsten auch noch die Richter meucheln und hat auch schon Menschen abgeschlachtet, die für diese Frau eintraten.

8 Jahre für nichts und sie wollen sie immer noch töten ...


Und kommen damit durch. Pakistans Regierung wird einem Antrag auf Revision zustimmen, Bibi darf das Land nicht verlassen. :dead:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/p ... 36612.html
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon JFK » Sa 3. Nov 2018, 16:37

Ammianus hat geschrieben:(03 Nov 2018, 15:18)

"Nicht die Religion ist der Schlüssel zum Verständnis der Gesellschaft, sondern die Gesellschaft ist der Schlüssel zum Verständnis der Religion"

Nebenbei ein absolut dämlicher Satz. Die Anführungszeichen lassen vermuten, dass es sich um ein Zitat handeln könnte. Vielleicht im Kontext sogar verständlich oder eben dann nicht mehr für die Vortäuschung nichtvorhandener Kompetenz des User brauchbar.

Nicht umsonst wies ich auf das Basis-Überbau-Modell hin - tat das hier im Forum schon mehrfach. Denn wenn man sich damit befasst, versteht man vielleicht auch Einiges besser.
Aber das ist jetzt mehr für möglicherweise interessierte Mitleser gedacht.


Dein Fehler ist es, das du ein sehr Komplexes und vielschichtiges Themenfeld wie den Islam, nur sehr Oberflächlich behandelst, als wäre das eine Reine Ideologie wie der Faschismus oder der Kommunismus.

Wer die Soziokulturellen Aspekte weglässt, stellt eben viele Fragen offen, die dann nur mit Magie oder Veranlagung zu tuen haben könnten.
Mit diesen Pseudowissenschaftlichen thesen hat sich schon ein Sarrazin zur Lachnummer gemacht.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon JFK » Sa 3. Nov 2018, 17:09

Jekyll hat geschrieben:(03 Nov 2018, 16:27)

Wenn du schon bei "Sarrazinisten" zu "faschistoider Denkungsart" kommst, zu welcher Denkungsart würdest du denn sowas zählen:
Abgesehen davon müssen dich solche Schicksale fremder Menschen nicht "so wütend" machen, derer gibt es viele...Leute, die völlig unschuldig Jahrzehnte hinter Gittern sitzen, und dann auch noch unschuldig hingerichtet...passiert hin und wieder überall in der Welt. Sei mal ehrlich, der Wut, denn du hier so intensiv auf so selektiver Art empfindest...das hat doch nicht etwa damit zu tun, dass hier Moslems involviert sind, oder? "Krankes Getier" und so?


Es ist ja so, das in Pakistan Blasphemie unter Strafe steht, für uns hier in Deutschland des 21. Jahrhundert sozialisierte Menschen sicherlich befremdlich, aber wenn die Demonstration auf die Einhaltung der Gesetze bestehen, dann obliegt es uns die Gesetze zu kritisieren, nicht die jenigen die die Einhaltung dieser fordern.

"Krankes Getier" ist Vokabular das der entmenschlichung dient, für uns Deutschen des 21. Jahrhundert ebenfalls befremdlich.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 3. Nov 2018, 17:10

Da ist was dran.
Zwischen Zentrumspartei oder Sophie Scholl und einem Klerikalfaschisten Franco besteht ja auch ein gewisser Unterschied.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Skeptiker » Sa 3. Nov 2018, 17:19

JFK hat geschrieben:(03 Nov 2018, 16:37)
Dein Fehler ist es, das du ein sehr Komplexes und vielschichtiges Themenfeld wie den Islam, nur sehr Oberflächlich behandelst, als wäre das eine Reine Ideologie wie der Faschismus oder der Kommunismus.

...

Wo wird der Islam als Gesamtheit mit Faschismus oder Kommunismus gleichgesetzt? Das wäre natürlich falsch.
Radikale Ausprägungen des Islam, wie sie in dominant muslimischen Staaten durchaus Mainstream sind, kann man allerdings sehr wohl mit extremistischen Ideologien vergleichen. Vom Dogma, über totalitären Herrschaftsanspruch bis hin zu menschenverachtendem Handeln, sind alle Elemente vorhanden. Du siehst ja im beschriebenen Fall, dass hier noch nicht einmal der Staat diese Ideologie benutzt. Im Gegenteil, er wird von seinen radikalisierten Bürgern vor sich her getrieben.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Milady de Winter » Sa 3. Nov 2018, 17:24

JFK hat geschrieben:(03 Nov 2018, 17:09)

Es ist ja so, das in Pakistan Blasphemie unter Strafe steht, für uns hier in Deutschland des 21. Jahrhundert sozialisierte Menschen sicherlich befremdlich, aber wenn die Demonstration auf die Einhaltung der Gesetze bestehen, dann obliegt es uns die Gesetze zu kritisieren, nicht die jenigen die die Einhaltung dieser fordern.

"Krankes Getier" ist Vokabular das der entmenschlichung dient, für uns Deutschen des 21. Jahrhundert ebenfalls befremdlich.

Wenn jemand - egal wo auf dieser Welt - auf die Einhaltung eines Gesetzes pocht, das eine Person aufgrund einer angeblich getätigten Aussage gegenüber einer imaginären Gottheit zum Tode verurteilt - dann obliegt es mir persönlich, diese Menschen zu kritisieren, denn in meinen Augen müssten sie für die Abschaffung dieses Gesetzes demonstrieren, nicht für die Einhaltung. Ich könnte jetzt sagen: andere Länder, andere Sitten. Aber das wäre schon wieder unfair den vielen Menschen gegenüber, die in diesem Land NICHT fordern, dass jemand aufgrund einer angeblichen Aussage zum Tode verurteilt wird.

Aber interessant, dass Du das so siehst. Im Umkehrschluss bedeutet das in meinen Augen - als Beispiel - dass Du nicht die islamistischen Terroristen kritisierst, die "im Namen von Allah" Ungläubige töten, sondern die Schrift, in der das angeblich gefordert wird - ergo den Koran. Letztendlich halten sie sich ja nur daran, was dort geschrieben steht oder wozu sie sich gemäß dieser Schrift berufen fühlen. Hmmmm. Ich sehe das anders.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Ammianus » Sa 3. Nov 2018, 17:27

JFK hat geschrieben:(03 Nov 2018, 17:09)

Es ist ja so, das in Pakistan Blasphemie unter Strafe steht, für uns hier in Deutschland des 21. Jahrhundert sozialisierte Menschen sicherlich befremdlich, aber wenn die Demonstration auf die Einhaltung der Gesetze bestehen, dann obliegt es uns die Gesetze zu kritisieren, nicht die jenigen die die Einhaltung dieser fordern.

"Krankes Getier" ist Vokabular das der entmenschlichung dient, für uns Deutschen des 21. Jahrhundert ebenfalls befremdlich.


Und wenn Leute den Genuss von Menschenfleisch zur gesetzlichen Pflicht machen, dann ist für dich sowohl der Protest gegen dieses Gesetz legitim, wie auch die Forderung nach einer deftigen Mahlzeit ...

Juden war durch Führungserlass mit Gesetzeskraft das Halten von Haustieren und der Besitz von Rundfunkgeräten verboten. Erwischte man sie, dann ging es ab ins KZ - den Rest kann sich jetzt jeder selber denken ...
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon PeterK » Sa 3. Nov 2018, 17:32

JFK hat geschrieben:(03 Nov 2018, 17:09)
Es ist ja so, das in Pakistan Blasphemie unter Strafe steht, für uns hier in Deutschland des 21. Jahrhundert sozialisierte Menschen sicherlich befremdlich, aber wenn die Demonstration auf die Einhaltung der Gesetze bestehen, dann obliegt es uns die Gesetze zu kritisieren, nicht die jenigen die die Einhaltung dieser fordern.

Den "Gesetzen" wäre das vermutlich egal.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Vongole » Sa 3. Nov 2018, 17:36

Ammianus hat geschrieben:(03 Nov 2018, 17:28)

Das arme Ding. Ich muss mit mir hart ins Gericht gehen um nicht für die selbsternannten Verteidiger hier mal so nebenbei 8 Jahre Todeszelle zu wünschen ...


Als absoluter Gegnerin der Todesstrafe kommt mir das nun nicht in den Sinn.
Ich stehe einfach fassungslos vor diesem verblendeten Hass von Männern (dann das ist dieser Mob zu 99%), die einer Frau den Tod wünschen, weil sie vielleicht etwas Kritisches über den Islam gesagt hat.
Und natürlich schon in ihren Augen eine Verbrecherin ist, weil sie zur falschen Religion gehört.

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