Christenverfolgung in Berlin

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Alexyessin
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon Alexyessin » Mi 16. Sep 2020, 23:18

Ob das jetzt Hetze ist, kann jeder für sich selbst entscheiden. Nur finde ich nichts aktuelles zu diesem Fall.

Und dann:

Wenn sie den Vers aufhängt, ist es ihr Recht. Wenn sie aufgrund des Verses ihre Gäste nicht bedienen würde ist es nicht mehr ihr Recht, dann liegt ein Unrecht vor.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Ein Terraner
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon Ein Terraner » Mi 16. Sep 2020, 23:32

Alexyessin hat geschrieben:(16 Sep 2020, 23:18)

Wenn sie den Vers aufhängt, ist es ihr Recht. Wenn sie aufgrund des Verses ihre Gäste nicht bedienen würde ist es nicht mehr ihr Recht, dann liegt ein Unrecht vor.

Beim ersten würde ich jetzt mal sagen das es auf das Wie ankommt, und zum zweiten Teil. Sie kann sich als Unternehmer nicht aussuchen mit wem sie ein Geschäft macht ?
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon PeterK » Mi 16. Sep 2020, 23:34

Ein Terraner hat geschrieben:(16 Sep 2020, 22:56)
Das Gericht wird Urteilen was davon zu halten ist, ich halte es für öffentliche Hetze gegen Homosexuelle.

Ich halte es lediglich für bekloppt, sich derlei Blödsinn an die Wand zu hängen.
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon Ein Terraner » Mi 16. Sep 2020, 23:44

PeterK hat geschrieben:(16 Sep 2020, 23:34)

Ich halte es lediglich für bekloppt, sich derlei Blödsinn an die Wand zu hängen.

Hetze ist immer bekloppt. :D
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon naddy » Mi 16. Sep 2020, 23:46

Ein Terraner hat geschrieben:(16 Sep 2020, 23:44)

Hetze ist immer bekloppt. :D


Damit kenne ich mich nicht so gut aus, muß mich also voll auf Expertenurteile verlassen.
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon Alexyessin » Mi 16. Sep 2020, 23:51

Ein Terraner hat geschrieben:(16 Sep 2020, 23:32)

Beim ersten würde ich jetzt mal sagen das es auf das Wie ankommt, und zum zweiten Teil. Sie kann sich als Unternehmer nicht aussuchen mit wem sie ein Geschäft macht ?


Wenn du als BVBler in die Bayernkneipe gehst und nicht bedient wirst, ist das dein Problem. Wenn dir aber gesagt wird, das du nicht bedient wirst weil du ein BVBler bist, dann ist Diskriminierung.
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon BlueMonday » Do 17. Sep 2020, 00:33

Ist es nun nicht gerade das, was diese buntlaute, extrovertierte Homosexuellenszene von ihren Mitmenschen verlangt, dass man sie eben wenigstens erträgt("toleriert"), und notfalls wegschaut, wenn es einem nicht gefällt. Und dann schafft man es im Gegenzug nicht an so einem kleinen Lädchen vorbeizuschauen und es zu ertragen? Lächerlich.
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon Vongole » Do 17. Sep 2020, 00:41

BlueMonday hat geschrieben:(17 Sep 2020, 00:33)

Ist es nun nicht gerade das, was diese buntlaute, extrovertierte Homosexuellenszene von ihren Mitmenschen verlangt, dass man sie eben wenigstens erträgt("toleriert"), und notfalls wegschaut, wenn es einem nicht gefällt. Und dann schafft man es im Gegenzug nicht an so einem kleinen Lädchen vorbeizuschauen und es zu ertragen? Lächerlich.

Mir war bisher nicht bekannt, dass die Ermittlungen auf eine Anzeige der homosexuellen Comunity zurückzuführen ist. Ich habe lediglich gelesen, dass man sie aufgefordert hat, den Zettel aus dem Schaufenster zu nehmen, und sie außerdem
zum CSD-Gottesdienst einlud.
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon Ein Terraner » Do 17. Sep 2020, 00:48

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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon Keinen_Faschismus! » Do 17. Sep 2020, 04:28

Alexyessin hat geschrieben:(16 Sep 2020, 23:18)
Wenn sie den Vers aufhängt, ist es ihr Recht.

Kommt darauf an.
Wenn sie es in ihrer privaten Wohnung macht wo es wirklich nur private Gäste sehen ist es wohl oder übel erlaubt.
Dann ist es übrigens leider auch erlaubt Hakenkreuze aufzuhängen.

Wenn es jedoch von außen einsehbar ist, sieht das schon wieder ganz anders aus:
https://m.tagesspiegel.de/berlin/nach-r ... 73046.html
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon Alexyessin » Do 17. Sep 2020, 06:45

Keinen_Faschismus! hat geschrieben:(17 Sep 2020, 04:28)

Kommt darauf an.
Wenn sie es in ihrer privaten Wohnung macht wo es wirklich nur private Gäste sehen ist es wohl oder übel erlaubt.
Dann ist es übrigens leider auch erlaubt Hakenkreuze aufzuhängen.

Wenn es jedoch von außen einsehbar ist, sieht das schon wieder ganz anders aus:
https://m.tagesspiegel.de/berlin/nach-r ... 73046.html


Hakenkreuz ist eine ganz andere Hausnummer.
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon Keinen_Faschismus! » Do 17. Sep 2020, 07:58

Alexyessin hat geschrieben:(17 Sep 2020, 06:45)
Hakenkreuz ist eine ganz andere Hausnummer.

Ist beides eine Straftat.
Das eine ist 86/86a das andere ist 130.
Beides bedeutet bis zu fünf Jahre Gefängnis, ist also durchaus vergleichbar!
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon Alexyessin » Do 17. Sep 2020, 08:05

Keinen_Faschismus! hat geschrieben:(17 Sep 2020, 07:58)

Ist beides eine Straftat.


Wenn überhaupt das Aufhängen von Bibelzitaten eine Straftat ist - dann vergleichst du hier Kieselsteine mit Stahlbeton.
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon Laertes » Do 17. Sep 2020, 08:21

Fliege hat geschrieben:(16 Sep 2020, 23:11)

Wichtig wäre, dass sich Juden, Christen und Mohammedaner aus freien Stücken von Passagen ihrer 'heiligen' Schriften distanzieren, die grundgesetzwidrig sind (und hoffentlich, trotz allem, was in Deutschland passiert, grundgesetzwidrig bleiben).

Warum sollte das Gedankengut jahrtausendealter Religionen grundgesetzkonform sein? Es ist in Deutschland erlaubt, an beliebig grundgesetzwidrige Gedankengebäude zu glauben, bzw. ihnen im privaten Kreis zuzustimmen. Verboten ist allein grundgesetz- oder rechtswidriges Verhalten (wozu auch öffentliche Rede und öffentliches Zurschaustellen gehören kann).

Aber natürlich steht es jedem frei, sich im Stillen die Todesstrafe für Kinderschänder zu wünschen oder dafür zu beten, dass Gott alle Homosexuellen vom Erdenrund tilgt, bevor er sie ins Fegefeuer steckt. Ich würde mich seelisch nicht so beschmutzen wollen, aber das muss ja jeder selber wissen, wieviel Hass er im Herzen tragen will.
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon Strangequark » Do 17. Sep 2020, 08:47

Laertes hat geschrieben:(17 Sep 2020, 08:21)

Warum sollte das Gedankengut jahrtausendealter Religionen grundgesetzkonform sein?

Weil für manche Menschen diese Jahrtausend alte Texte mehr Bedeutung haben könnten als das Grundgesetz. Die Welt hat sich seit dem weiter gedreht und vieles passt einfach nicht mehr in unsere Zeit. Man hat ja schon mal nachgebessert, ich denke es wird langsam Zeit für das "Neuste Testament" ;)
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon Fliege » Do 17. Sep 2020, 20:11

Laertes hat geschrieben:(17 Sep 2020, 08:21)

Warum sollte das Gedankengut jahrtausendealter Religionen grundgesetzkonform sein? Es ist in Deutschland erlaubt, an beliebig grundgesetzwidrige Gedankengebäude zu glauben, bzw. ihnen im privaten Kreis zuzustimmen. Verboten ist allein grundgesetz- oder rechtswidriges Verhalten (wozu auch öffentliche Rede und öffentliches Zurschaustellen gehören kann).

Aber natürlich steht es jedem frei, sich im Stillen die Todesstrafe für Kinderschänder zu wünschen oder dafür zu beten, dass Gott alle Homosexuellen vom Erdenrund tilgt, bevor er sie ins Fegefeuer steckt. Ich würde mich seelisch nicht so beschmutzen wollen, aber das muss ja jeder selber wissen, wieviel Hass er im Herzen tragen will.

Der Staat des Grundgesetzes könnte auf die Idee kommen, mit diesem oder jenem religiösen Bekenntnis nicht mehr zu kooperieren, schon gar nicht bevorzugt zu kooperieren. Im übrigen sollten sich Religionsgruppen vor Augen führen, auch solche mit diversen Privilegien, die schließlich nicht für die Ewigkeit gemacht sind, was im Vereinsrecht geregelt ist, nämlich dass Vereine, deren Vereinsziele oder Vereinstätigkeiten der verfassungsmäßige Ordnung oder den Strafgesetzen zuwiderlaufen, verboten werden können.
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon Laertes » Do 17. Sep 2020, 20:16

Fliege hat geschrieben:(17 Sep 2020, 20:11)
Der Staat des Grundgesetzes könnte auf die Idee kommen, mit diesem oder jenem religiösen Bekenntnis, nicht mehr zu kooperieren, schon gar nicht bevorzugt zu kooperieren. Im übrigen sollten sich Religionsgruppen vor Augen führen, auch solche mit diversen Privilegien, die schließlich nicht für die Ewigkeit gemacht sind, was im Vereinsrecht geregelt ist, nämlich dass Vereine, deren Vereinsziele oder Vereinstätigkeiten gegen die der verfassungsmäßige Ordnung oder den Strafgesetzen zuwiderlaufen, verboten werden können.

Ich denke, jeden dieser Punkte würde ich generell begrüßen. Die Verflechtung der großen christlichen Konfessionen mit dem Staat ist eine der Traditionen, auf die ich gern verzichten kann.
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon naddy » Do 17. Sep 2020, 20:30

BlueMonday hat geschrieben:(17 Sep 2020, 00:33)

Ist es nun nicht gerade das, was diese buntlaute, extrovertierte Homosexuellenszene von ihren Mitmenschen verlangt, dass man sie eben wenigstens erträgt("toleriert"), und notfalls wegschaut, wenn es einem nicht gefällt. Und dann schafft man es im Gegenzug nicht an so einem kleinen Lädchen vorbeizuschauen und es zu ertragen? Lächerlich.


Das liegt daran, daß diverse Gruppierungen noch nicht gelernt haben, zwischen Toleranz, Akzeptanz und Privilegierung zu unterscheiden.

Ich hab' damals Wowereit nach seinem: "Ich bin schwul. Und das ist gut so!" eine Mail geschrieben:

naddy hat geschrieben:"Das ist nicht gut so, das ist sch...egal. Denn sie wurden höchstwahrscheinlich nicht wegen Ihrer sexuellen Präferenzen gewählt, sondern um Politik zu machen. Oder sind Sie eventuell auch an meinen sexuellen Vorlieben interessiert?".


Leider wurde ich - wieder mal - keiner Antwort gewürdigt. Dabei hätte ich so gerne mit ihm über das Thema diskutiert. :)
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon Skeptiker » Do 17. Sep 2020, 20:39

naddy hat geschrieben:(17 Sep 2020, 20:30)
...
Leider wurde ich - wieder mal - keiner Antwort gewürdigt. Dabei hätte ich so gerne mit ihm über das Thema diskutiert. :)

Macht ja nichts. Wir hören dir gerne zu :thumbup:
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Re: Christenverfolgung in Berlin

Beitragvon Antonius » Do 17. Sep 2020, 20:44

Laertes hat geschrieben:(17 Sep 2020, 20:16)
Ich denke, jeden dieser Punkte würde ich generell begrüßen. Die Verflechtung der großen christlichen Konfessionen mit dem Staat ist eine der Traditionen, auf die ich gern verzichten kann.
Das mag ja sein.
Ich jedoch würde nicht gern auf "Verflechtung der großen christlichen Konfessionen mit dem Staat" verzichten,
denn das wäre ein Verzicht auf einen bedeutenden Teil unserer politischen und kulturellen Geschichte.
Zuletzt geändert von Antonius am Do 17. Sep 2020, 20:46, insgesamt 1-mal geändert.
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