Grundsatzdiskussion Islam

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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon think twice » Mo 11. Feb 2019, 21:38

Skeptiker hat geschrieben:(11 Feb 2019, 21:18)

Ich schreibe ja nichts von irgendwelchen muslimischen Eltern, ich schreibe vom Islam.

Ach ja? ich darf dich zitieren:

Das ist das typische Geseier was wir immer hören, wenn man mal hat durchblicken lassen wie man eigentlich wirklich denkt. Der Kindergarten ist übrigens eine Elterninitiative. Hört sich ersteinmal nicht nach einer Ansammlung Extremisten an, eher nach dem normalen Schnitt der Muslime (es sei denn, das wäre ein ganz merkwürdiges radikales Loch).

Du unterstellst also dem Schnitt der normalen Muslime, die ihre Kinder in gemischten Kitas anmelden, Anhänger dieser anscheinend radikalen Bruderschaft zu sein und unterstellst gleichzeitig, dass diese radikalen Brüder dem Schnitt der normalen Muslime entsprechen. Und ich frage dich nochmals: Mit welchem Recht tust du das?
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Skeptiker » Mo 11. Feb 2019, 22:02

Hier noch ein wunderschöner Artikel zu der nun vor der Schließung stehenden Kita. Ein Artikel der TAZ aus deren Gründungszeit. Schön den nun aus der Retrospektive zu lesen:
http://www.taz.de/!5159922/

Die unsachliche Diskussion, die darüber entbrannte, ist beispielhaft für ganz Deutschland. Denn beim Thema Islam verlieren Kritiker nicht selten eine gewisse Grundhöflichkeit, Differenzierungen werden gemieden. Den moderaten Islam gebe es nicht, heißt es dann gerne.

Ja, die bösen Kritiker. Kennen wir ja …

Haberl ist Deutsche, sie wuchs in Berlin auf. Die Biologin konvertierte zum Islam, trägt ein Kopftuch. Die Medien meidet sie weitestgehend. Zu schlecht seien die bisherigen Erfahrungen mit Journalisten gewesen, sagt sie. Außerdem wolle sie die Kita schützen, und erlaubt deswegen auch nicht, dass man mit den Kindern, Eltern oder der Erzieherin redet.

Macht Sinn. Ich würde die Kita auch vor allzu viel Neugierde schützen.

Deren Eltern kommen aus der Türkei, Ägypten, Syrien und dem Libanon. Der arabische Arab-Nil-Rhein-Verein, 1998 gegründet, hatte als Träger im vergangenen Jahr sein Konzept geändert, um die Auflagen des Jugendamtes zu erfüllen. Mit einem pädagogischen Programm, das von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet wird, soll neben der Ausübung der eigenen Religion besonders die Integration der Kinder gefördert werden. Die Kinder werden nicht nach Geschlechtern getrennt, kein Mädchen trägt eine Burka, die Jungs verprügeln niemanden. Islamisch, das bedeutet hier nicht den Koran studieren - islamisch bedeutet im "Al Nur", dass die Schützlinge neben Märchen der Brüder Grimm auch Prophetengeschichten über Mohammed lauschen.

Eine Elterninitiative von Türken, Ägyptern, Syrern und Libanesen. Und klar, es geht um Integration! Wer wollte schon was anderes behaupten …

Fördert dies nicht eher die Isolation statt die Integration? Ach ja, stöhnt Haberl, "die Parallelgesellschaft gibt es ja schon und wir versuchen, die etwas aufzulockern. Wir möchten unsere Kinder auf ein gleichberechtigtes Leben in einer multikulturellen Gesellschaft vorbereiten." Aber die Mehrheitsgesellschaft mache ihnen dieses Vorhaben nicht immer leicht.

Die Mainzer SPD, die Grünen und der Stadtelternausschuss standen dem Projekt positiv gegenüber. Karsten Lange, Vorsitzender der CDU Neustadt, hatte sich bei der Bekämpfung der Einrichtung besonders hervorgetan. Den wissenschaftlichen Beirat bezeichnet der Christdemokrat als "unglaublichen Etikettenschwindel": "Der besteht nur aus erklärten Befürwortern der Islam-Kita. Gegner oder unvoreingenommene Wissenschaftler sind im Beirat nicht willkommen." In einer Pressemitteilung betonte er: "Mainzer Islamisten wollen ihre Kinder in Eigenregie erziehen."
...

Das war vor 10 Jahren! Die Erkenntnis ist also nicht wirklich neu. Auch nicht die realitätsverweigernde Haltung den Kritikern gegenüber.
Zu den Auflagen des Jugendamts gehörten auch feste Kontakte zu nichtmuslimischen Kindertagesstätten und die Distanzierung von extremistischen Tendenzen. Der Verein bekennt sich zum Rechtsstaat, zur Demokratie und der hiesigen Werteordnung. Ganz unpolitisch geht es dann aber doch nicht zu: Ein Link auf der Vereinshomepage führte einst auf die Internetseite eines umstrittenen islamischen Rechtsgelehrten, der angeblich Selbstmordattentate billigt und die Beschneidung von Mädchen unterstützt. Nachdem sich die Gegner in ihren Befürchtungen über die Gründung einer frühkindlichen islamistischen Kaderschmiede bestätigt sahen, wurden alle Verweise auf andere Homepages gestrichen. Auf dem Internetportal muslim-markt.de ist die Stelle für eine Erzieherin ausgeschrieben. "Über das Portal wird - direkt oder indirekt - antizionistische und antiisraelische Propaganda verbreitet" - zu lesen im Verfassungsschutzbericht 2005. Und unter dem Stichwort "Gaza" konnte im Februar eine Bildergalerie mit Fotos von Kindern, die durch israelische Bombenangriffe getötet wurden, durchgeklickt werden. Haberl weiß, dass man sich mit solchen Aktionen nicht vertrauenswürdig macht, "aber wir mussten angesichts dieser Ungerechtigkeiten reagieren", sagt sie.

Wie geschrieben, vor 10 Jahren!

Es geht noch weiter, aber das kann ja jeder selber lesen. Vollkommen aktuell, weil so immernoch alle Bedenken plattgemacht werden. Zehn Jahre lang wurden nun in Deutschland Kinder von Islamisten indoktriniert. Es kann einfach nicht wahr sein, dass eine liberale moderne Gesellschaft sich so von Steinzeitideologen am Nasenring durch die Manege führen lässt.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon think twice » Mo 11. Feb 2019, 22:15

Beantwortest du meine Frage noch, Skeptiker?
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Skeptiker » Mo 11. Feb 2019, 22:21

think twice hat geschrieben:(11 Feb 2019, 21:38)
Ach ja? ich darf dich zitieren:

Das ist das typische Geseier was wir immer hören, wenn man mal hat durchblicken lassen wie man eigentlich wirklich denkt. Der Kindergarten ist übrigens eine Elterninitiative. Hört sich ersteinmal nicht nach einer Ansammlung Extremisten an, eher nach dem normalen Schnitt der Muslime (es sei denn, das wäre ein ganz merkwürdiges radikales Loch).

Du unterstellst also dem Schnitt der normalen Muslime, die ihre Kinder in gemischten Kitas anmelden, Anhänger dieser anscheinend radikalen Bruderschaft zu sein und unterstellst gleichzeitig, dass diese radikalen Brüder dem Schnitt der normalen Muslime entsprechen. Und ich frage dich nochmals: Mit welchem Recht tust du das?

TT, dann lies doch den TAZ-Artikel. Da wird von eben diesen Leuten doch das gemäßigte Bild gemalt. Herausgekommen ist aber, dass dieses eben nicht so gemäßigt ist.

In meinen Augen mag deren Einschätzung vielleicht auch garnicht falsch gewesen sein. Mein Eindruck ist ja gerade, dass die Grenzen zwischen dem religiösen Kern des Islam und dem Islamismus kaum unterscheidbar sind. Die Leute wollen nur ihre Religion ausüben, so wie sie das aus ihren Ländern gewohnt sind. Aber DAS stößt eben sehr schnell an die Grenzen der Freiheiten in unserer modernen Gesellschaft.

Daher bezweifle ich, dass der Islam, dort wo man ihn sich entfalten lässt, etwas anderes hervorbringt als eine Gesellschaft die der unseren entgegengesetzt ist. Ich halte es daher für einen Etikettenschwindel mit dem Verweis auf Islamismus jegliche erkennbare gegen die freie Gesellschaft gerichtete Verhaltensweise künstlich vom Islam abzutrennen, wenn der Islam im Kern die Ursache für diese Verhaltensweisen ist.

Um es klar zu sagen: Ich halte diese Leute nicht für radikal. Ich halte sie für konsequent in der Ausübung ihrer Religion, so wie sie das aus ihren Herkunftsländern gewohnt sind. Das wiederum ist eine radikal andere Welt als unsere. Also wer ist radikal? Wenn, dann beide - indem wir radikal unterschiedlich sind. In deren Ländern wären wir die Radikalen mit eben unseren Wertvorstellungen, die fundamental gegen jede Moral in deren Ländern verstößt.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Skeptiker » Mo 11. Feb 2019, 22:24

think twice hat geschrieben:(11 Feb 2019, 22:15)
Beantwortest du meine Frage noch, Skeptiker?

Aber klar doch. Du weisst doch, dass ich nicht nur Zweizeiler scheibe ;)
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon think twice » Mo 11. Feb 2019, 22:28

Skeptiker hat geschrieben:(11 Feb 2019, 22:24)

Aber klar doch. Du weisst doch, dass ich nicht nur Zweizeiler scheibe ;)

Na, dann los. Die Frage war: Mit welchem Recht unterstellst du muslimischen Eltern, deren Kinder gemischte Kitas besuchen, Nähe zu extremistischen Vereinigungen und unterstellst Extremisten, den Schnitt der normalen Muslime zu repräsentieren?
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Skeptiker » Mo 11. Feb 2019, 22:42

think twice hat geschrieben:(11 Feb 2019, 22:28)
Na, dann los. Die Frage war: Mit welchem Recht unterstellst du muslimischen Eltern, deren Kinder gemischte Kitas besuchen, Nähe zu extremistischen Vereinigungen und unterstellst Extremisten, den Schnitt der normalen Muslime zu repräsentieren?

Schaue einen Betrag nach oben und du wirst es lesen. Noch weiter oben steht Ergänzung dazu.

Aber hier gerne nochmal als Zusammenfassung:
1. Viele Muslime haben sich von ihrem Glauben schon innerlich abgewandt und leben einen westlichen Lebensstil. Das sind mE sehr viele, und die sind kein Problem
2. Diejenigen, die tief religiös sind, werden durch den Islam fast automatisch in eine Parallelgesellschaft abrutschen, die im fortgeschrittenen Stadium dann auch nicht mehr mit unserer modernen Gesellschaft kompatibel ist. Dennoch sind das im Sinne des Islam "normale" Leute (lese es nach, so habe ich das immer geschrieben und Du hast es sogar zitiert)

Ich sehe das Problem eben im Islam selber, der auf radikal anderen Wertvorstellungen aufbaut. So wie wir also tief religiöse Moslems als radikale Islamisten ansehen, obwohl sie nach überwältigender Mehrheitsmeinung der Muslime in der Welt eher "normale" Moslems sind, so sind wir für diese Leute mit unserem Lebensstil oft nichts anderes als unmoralische Barbaren. Jeder verortet sich als normal und gemäßigt, die Wertvorstellungen liegen aber radikal auseinander.

Nun verständlich?
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon think twice » Mo 11. Feb 2019, 22:55

Skeptiker hat geschrieben:(11 Feb 2019, 22:42)

Schaue einen Betrag nach oben und du wirst es lesen. Noch weiter oben steht Ergänzung dazu.

Aber hier gerne nochmal als Zusammenfassung:
1. Viele Muslime haben sich von ihrem Glauben schon innerlich abgewandt und leben einen westlichen Lebensstil. Das sind mE sehr viele, und die sind kein Problem
2. Diejenigen, die tief religiös sind, werden durch den Islam fast automatisch in eine Parallelgesellschaft abrutschen, die im fortgeschrittenen Stadium dann auch nicht mehr mit unserer modernen Gesellschaft kompatibel ist. Dennoch sind das im Sinne des Islam "normale" Leute (lese es nach, so habe ich das immer geschrieben und Du hast es sogar zitiert)

Ich sehe das Problem eben im Islam selber, der auf radikal anderen Wertvorstellungen aufbaut. So wie wir also tief religiöse Moslems als radikale Islamisten ansehen, obwohl sie nach überwältigender Mehrheitsmeinung der Muslime in der Welt eher "normale" Moslems sind, so sind wir für diese Leute mit unserem Lebensstil oft nichts anderes als unmoralische Barbaren. Jeder verortet sich als normal und gemäßigt, die Wertvorstellungen liegen aber radikal auseinander.

Nun verständlich?

Ah ja, und diese "Erkenntnisse" über Islam und Muslime machst du an dem Beispiel fest, dass eine anscheinend radikale Organisation eine einzige Kita mit 40 Plätzen in Rheinland-Pfalz gegründet hat, obwohl bestimmt mehrere tausend muslimische Kinder in diesem Bundesland eine gemischte Kita besuchen. Die Kita war doch dein Aufhänger, oder? Danke fürs Gespräch und gute Besserung.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Misterfritz » Mo 11. Feb 2019, 23:00

Skeptiker hat geschrieben:(11 Feb 2019, 22:42)Ich sehe das Problem eben im Islam selber, der auf radikal anderen Wertvorstellungen aufbaut. So wie wir also tief religiöse Moslems als radikale Islamisten ansehen, obwohl sie nach überwältigender Mehrheitsmeinung der Muslime in der Welt eher "normale" Moslems sind, so sind wir für diese Leute mit unserem Lebensstil oft nichts anderes als unmoralische Barbaren. Jeder verortet sich als normal und gemäßigt, die Wertvorstellungen liegen aber radikal auseinander.

Nun verständlich?
Oder eben auch andere Religionen, die die freiheitliche Lebensweise ablehnen. Da gibt es eben auch christliche Extremisten. Das ist ein Problem, eben mit Religionen. Nur weil das Christentum bei uns hauptsächlich als kuscheliges Plüschtier daher kommt (und zwar, weil es kaum/keine Macht mehr hat), sollte man nicht glauben, dass das das Ziel des Christentums ist.
Und ich würde noch weiter gehen: Religionen sind ein Machtinstrument von Männern! Und da unterscheiden sich die drei Buchreligionen kaum .... aber ich schweife ab.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Skeptiker » Mo 11. Feb 2019, 23:05

Misterfritz hat geschrieben:(11 Feb 2019, 23:00)
Oder eben auch andere Religionen, die die freiheitliche Lebensweise ablehnen. Da gibt es eben auch christliche Extremisten. Das ist ein Problem, eben mit Religionen. Nur weil das Christentum bei uns hauptsächlich als kuscheliges Plüschtier daher kommt (und zwar, weil es kaum/keine Macht mehr hat), sollte man nicht glauben, dass das das Ziel des Christentums ist.
Und ich würde noch weiter gehen: Religionen sind ein Machtinstrument von Männern! Und da unterscheiden sich die drei Buchreligionen kaum .... aber ich schweife ab.

Die Christen hatte ich oben schon genannt ;)
Ach ja, die Männer. Ich dachte schon ich gehe ins Bett ohne als Mann beschimpft worden zu sein. Naja, vielleicht morgen … :D
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon think twice » Mo 11. Feb 2019, 23:07

Skeptiker hat geschrieben:(11 Feb 2019, 22:42)

1. Viele Muslime haben sich von ihrem Glauben schon innerlich abgewandt und leben einen westlichen Lebensstil. Das sind mE sehr viele, und die sind kein Problem

Diese Aussage unterscheidet sich eklatant von deinem Ausgangspost:

"Das ist das typische Geseier was wir immer hören, wenn man mal hat durchblicken lassen wie man eigentlich wirklich denkt. Der Kindergarten ist übrigens eine Elterninitiative.]Hört sich ersteinmal nicht nach einer Ansammlung Extremisten an, eher nach dem normalen Schnitt der Muslime (es sei denn, das wäre ein ganz merkwürdiges radikales Loch). "

Einmal am Tag einen Rechten ins Routieren gebracht und es war ein guter Tag. Gute Nacht.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Misterfritz » Mo 11. Feb 2019, 23:12

Skeptiker hat geschrieben:(11 Feb 2019, 23:05)
Ach ja, die Männer. Ich dachte schon ich gehe ins Bett ohne als Mann beschimpft worden zu sein. Naja, vielleicht morgen … :D
Ich wollte Dich nicht als Mann beschimpfen, aber wie viele Päpstinnen sind Dir bekannt?
Und, um vom Glauben wegzukommen, wie viele Diktatorinnen gibt es im Vergleich zu Männern?
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Skeptiker » Mo 11. Feb 2019, 23:15

think twice hat geschrieben:(11 Feb 2019, 22:55)
Ah ja, und diese "Erkenntnisse" über Islam und Muslime machst du an dem Beispiel fest, dass eine anscheinend radikale Organisation eine einzige Kita mit 40 Plätzen in Rheinland-Pfalz gegründet hat, obwohl bestimmt mehrere tausend muslimische Kinder in diesem Bundesland eine gemischte Kita besuchen. Die Kita war doch dein Aufhänger, oder? Danke fürs Gespräch und gute Besserung.

Oh, danke. Woher wusstest Du dass ich tatsächlich etwas erkältet bin? Nett von Dir ;) :D
Nein, die Kita ist nicht mein "Aufhänger". Ich finde diesen Fall allerdings besonders erschreckend und dadurch auch besonders lehrreich. Es ist eben kein Extremismusproblem, sondern ein Zusammenprall zweier fundamental unterschiedlicher Lebensphilosophien.

Je schneller wir uns als Gesellschaft von jeglicher Religion entfernen, umso eher werden wir als Menschen eine einheitliche Basis finden, mit der wir alle besser zusammenleben können.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Skeptiker » Mo 11. Feb 2019, 23:22

think twice hat geschrieben:(11 Feb 2019, 23:07)
Diese Aussage unterscheidet sich eklatant von deinem Ausgangspost:

"Das ist das typische Geseier was wir immer hören, wenn man mal hat durchblicken lassen wie man eigentlich wirklich denkt. Der Kindergarten ist übrigens eine Elterninitiative.]Hört sich ersteinmal nicht nach einer Ansammlung Extremisten an, eher nach dem normalen Schnitt der Muslime (es sei denn, das wäre ein ganz merkwürdiges radikales Loch). "

Einmal am Tag einen Rechten ins Routieren gebracht und es war ein guter Tag. Gute Nacht.

Lies einfach was ich schreibe. Darf ich mich zitieren:
Skeptiker hat geschrieben:(11 Feb 2019, 21:18)
...
Ich bin übrigens der Ansicht, dass es sehr viele Menschen gibt die auf dem Papier Moslems sind, in Wirklichkeit sich von der Religion lösen wollen oder sie gemäßigt ausleben wollen. ...

Also, dann träum weiter :cool: und morgen erzählst Du mir welchen Rechten Du ins Rotieren gebracht hast - bin gespannt ;)
Ebenfalls gute Nacht.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Skeptiker » Mo 11. Feb 2019, 23:31

Misterfritz hat geschrieben:(11 Feb 2019, 23:12)
Ich wollte Dich nicht als Mann beschimpfen, aber wie viele Päpstinnen sind Dir bekannt?
Und, um vom Glauben wegzukommen, wie viele Diktatorinnen gibt es im Vergleich zu Männern?

Okay, Du hast mich überzeugt. Wir Männer sind einfach die besseren Diktatoren.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Jekyll » Mo 11. Feb 2019, 23:47

Skeptiker hat geschrieben:(11 Feb 2019, 19:04)

Die Träger eines Kindergartens haben sich offenbar radikalislamistischen Gruppierungen genähert:

https://www.welt.de/politik/deutschland ... essen.html

Das ist der einzige muslimische Kindergarten in Rheinland-Pfalz. Der EINZIGE! Und in diesem schafft man es nicht sich auf dem Boden des Grundgesetzes zu bewegen. Wann ist das letzte Mal ein Kindergarten wegen verfassungsfeindlicher Umtriebe geschlossen worden? Ich kann mich an einen solchen Fall nicht erinnern.
Mit denen kann man es ja machen, ist halt ein Kindergarten. Bei der NPD trauen sich die Gesetzeshüter einfach nicht, oder sind einfach nur blind auf einem Auge.

Sorry, aber möchte mir nun noch jemand erklären, dass der Islam mit dem Grundgesetz vereinbar ist? Nicht mal in dem einzigen muslimischen Kindergarten in einem Bundesland schafft man es sich zusammenzureißen und zumindest den Schein zu wahren, dass man gesetzestreuer Bürger sein möchte.
Das ist ein Kindergarten, da sind lauter Kinder. Was hast du denn erwartet? Die wollen nur spielen, nicht philosophieren, schon gar nicht über Gott und die Welt.

Es fällt mir schwer zu glauben, dass das ein Extremismusproblem ist, wenn es offenbar im Islam so sehr verankert ist, dass man beim Ausleben dieser Religion schon fast automatisch in grenzwertige legale Regionen vorstößt. Haben wir es also mit einem Problem mit dem Islam zu tun, oder mit dem Islamismus?
Steht das nicht in dem Artikel drin, den du verlinkt hast? Was sind Salafisten? Normale Moslems oder Extremisten?
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Billie Holiday » Di 12. Feb 2019, 08:47

Jekyll hat geschrieben:(11 Feb 2019, 23:47)

Mit denen kann man es ja machen, ist halt ein Kindergarten. Bei der NPD trauen sich die Gesetzeshüter einfach nicht, oder sind einfach nur blind auf einem Auge.

Das ist ein Kindergarten, da sind lauter Kinder. Was hast du denn erwartet? Die wollen nur spielen, nicht philosophieren, schon gar nicht über Gott und die Welt.

Steht das nicht in dem Artikel drin, den du verlinkt hast? Was sind Salafisten? Normale Moslems oder Extremisten?


Ich bin sicher, bei einem durch NPD Mitglieder geführten Kindergarten bist du auch so gelassen und tolerant. :D
Niemals würdest du denken, dort werden kleine Nazis rekrutiert.

Nein, jede Art von Indoktrination muß unterbunden werden. Es ist gut, dass dieser Kindergarten geschlossen wird. Potentielle Islamisten benötigen wir hier nicht, oder du etwa?

Ich benötige Nazikinder UND kleine Islamisten wie Ausschlag am Hintern.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Skeptiker » Di 12. Feb 2019, 09:16

Jekyll hat geschrieben:(11 Feb 2019, 23:47)
Mit denen kann man es ja machen, ist halt ein Kindergarten. Bei der NPD trauen sich die Gesetzeshüter einfach nicht, oder sind einfach nur blind auf einem Auge.

Könntest Du mir bitte diesen von der NPD geführten Kindergarten nennen? Das wäre natürlich ein Skandal!
Jekyll hat geschrieben:(11 Feb 2019, 23:47)
Das ist ein Kindergarten, da sind lauter Kinder. Was hast du denn erwartet? Die wollen nur spielen, nicht philosophieren, schon gar nicht über Gott und die Welt.

Jekyll, die Kinder wollen natürlich nur spielen. Das Problem ist das was die Erwachsenen wollen. Siehe dazu auch mal hier:
http://www.pfalz-express.de/trager-der- ... -al-arifi/
Jekyll hat geschrieben:(11 Feb 2019, 23:47)
Steht das nicht in dem Artikel drin, den du verlinkt hast? Was sind Salafisten? Normale Moslems oder Extremisten?

Die Elterninitiative die diesen Kindergarten gegründet hat, stammt aus der Türkei, Syrien, Ägypten und dem Libanon. Was denkst Du wie man in Ägypten einen Salafisten von normalen Menschen bezeichnen würde? Als religiösen Fanatiker oder als frommen Mann?
Das ist eben mein Punkt: Nicht die Menschen sind extrem, sondern die Gegensätze zwischen den Weltbildern zwischen der westlichen modernen Gesellschaft und der von konservativem Islam gepredigten Weltsicht.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Wolverine » Di 12. Feb 2019, 10:22

Skeptiker hat geschrieben:(11 Feb 2019, 21:18)

Ich schreibe ja nichts von irgendwelchen muslimischen Eltern, ich schreibe vom Islam. Das Problem daran ist die Auslegung der Religion. Auch fundamentales Christentum dürfte mit dem Grundgesetz teilweise nicht vereinbar sein. Nur gibt es das in Europa kaum, weil die Aufklärung das beseitigt hat.
Der Islam ist aber die perfekte Gegenideologie zur Moderne. Viele Menschen die stark spirituell denken, fühlen sich vom Islam angezogen. Im Kern allerdings sehe ich ihn kaum mit der modernen Welt vereinbar. So sehe ich es nicht als Zufall, dass diese Kita am Ende Probleme mit der Verfassung bekommen hat. Das liegt im Zielkonflikt zwischen moderner Gesellschaft und islamischem Weltbild begründet.

Ich bin übrigens der Ansicht, dass es sehr viele Menschen gibt die auf dem Papier Moslems sind, in Wirklichkeit sich von der Religion lösen wollen oder sie gemäßigt ausleben wollen. Linke Islamophile tun diesen Leuten einen Bärendienst. Indem man die konservativen Auslegungen verteidigt und ihre Organisationsformen gesellschaftlich aufwertet (siehe Islamverbände), fällt man den liberalen Muslimen in den Rücken. Ich sehe mich also ganz und garnicht als jemand der irgendeinem gemäßigten Moslem Radikalismus unterstellt.


Einige führende Vertreter wie z.B. Erdogan aus der Türkei sagen klar und deutlich, dass der Islam nicht friedlich ist. Zu der Erkenntnis kommt man auch, wenn man sich selbst mal die Mühe macht und die entsprechenden Stellen liest von Eroberung, Unterwerfung und so weiter...........
Ansonsten habe ich deinem ausgewogenen Beitrag nichts hinzuzufügen. :thumbup:
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If the Arabs were to put down their arms there would be no more war.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Benutzername » Di 12. Feb 2019, 20:11

Jekyll hat geschrieben:(11 Feb 2019, 23:47)

Mit denen kann man es ja machen, ist halt ein Kindergarten.


Dann darf die Kita sich halt nicht mit Extremisten abgeben. Das kommt davon, wenn man sich mit Salafisten und der Muslimbruderschaft abgibt. Was haben diese Extremisten da überhaupt zu suchen? Das ist eine Kita. Die Dschihadkämpfer von morgen indoktrinieren oder was?

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