Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

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JJazzGold
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon JJazzGold » Di 12. Okt 2021, 11:00

tarkomed hat geschrieben:(12 Oct 2021, 10:39)

Ich empfinde es als rassistische Gülle, wenn die junge Dame mit Morddrohungen überschüttet wird.
Vivre la difference.
https://www.tagesschau.de/inland/gruene ... n-101.html


Morddrohungen gehen gar nicht, allenfalls zur Anzeige.

Nur löschen Morddrohungen den Fakt des getätigten Rassismus nicht, oder doch?
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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JJazzGold
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon JJazzGold » Di 12. Okt 2021, 11:03

Dark Angel hat geschrieben:(11 Oct 2021, 18:17)

Tut mir schrecklich leid, aber ich kann diesen "Reinwaschungversuchen alá "da war sie doch noch so jung ..." nicht folgen.
Von 13 oder 14jährigen erwarte ich die geistige Reife, Grenzen zu erkennen, zu erkennen wo Geschmacklosigkeit aufhört und Antsemitismus bzw Rassismus anfangen.
Hat die in der Schule denn gar nichts gelernt, habe ihr ihre Eltern gar nichts beigebracht, ihr keine Grenzen aufgezeigt?


Zudem

https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 6#p5090466
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 12. Okt 2021, 11:05

Elmar Brok hat geschrieben:(11 Oct 2021, 20:09)

Social Media hat hier scheinbar zu einem starken Wandel gefühlt. Unfassbar, wie viele Menschen, in die Kritik geraten/ gecancelt werden, weil etwas auf Social Media gefunden wird. Hier kann man nur auf bessere Bildung hoffen. Jedem sollte bewusst sein, dass ein Post auf Twitter oder Facebook eine öffentliche Meinungsäußerung ist, die einen auch noch in 5 Jahren einholen kann. Unfassbar ist aber auch, wie groß die mediale Aufmerksamkeit für problematische Twitter-Posts geworden ist.

Ja. Und verschiedene Verwaltungsgerichte haben die Aufhängung eines Plakats mit der Aufschrift "Hängt die Grünen" der rechtsextremen Kleinpartei "der dritte Weg" ausdrücklich nicht verboten. Warum? Weil Meinungsfreiheit ein höheres Gut ist als sozusagen bürgerliche politische Gemäßigtheit. Jetzt sag mir bitte mal: Wo in Deutschland gibt es angesichts dessen irgendeine Art von "identitärem Tugendterror"?
Ich habe nie in meinem Leben irgendein Volk oder Kollektiv geliebt ... ich liebe in der Tat nur meine Freunde und bin zu aller anderen Liebe völlig unfähig (Hannah Arendt)
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 12. Okt 2021, 11:15

schokoschendrezki hat geschrieben:(12 Oct 2021, 10:57)

Es gibt seit kurzem dieses Zahnschienenwerbeplakat mit einem dunkelhäutigen lachenden Menschen. https://plusdental.de/
Ich weiß gar nicht, ob das nur in Berlin oder auch anderswo zu sehen ist. Ich muss auch erstmal in Ruhe darüber nachdenken. Aber irgendwas empfinde ich in der Bildästhetik als ziemlich schräg (trotz gerader Zähne) und unangemessen.
Glaube, das ist Bruce auf dem Aufmacherbild, also ein Star. Wenn ja, dann ist das schon sehr traditionell. Kunden sollen sich wie Stars fühlen dürfen, wenn sie die selbe Hautcreme verwenden oder sowas. Dieser Ansatz ist eher antiquiert.
Weiter unten sind verschiedene Models zu sehen, ganz unten dann nur noch eine Dunkelhäutige, unter "Hallo, Selbstbewußtsein". Ob man sich dabei etwas gedacht hat? Vermutlich schon.

Das mit Abstand schrägste ist für mich jedoch nach wie vor die Trigema-Werbung mit diesem Pseudo-Affen. "Was habe ich gesagt?" Das ist so dermaßen und in jeder Hinsicht außerhalb von Kultur und geschmacklos. In den fünfziger Jahren gabs diesen berühmten Schimpansen mit Namen "Petermann" als Werbeträger des Kölner Zoos. Oh Mann oh Mann! Petermann! Irgendwann hatte der die Nase voll, schmiss mit seinem Kot auf die neugierigen Zoobesucher und stürzte sich anschließend auf den Kölner Zoodirektor. Affen sind ziemlich intelligent.

Die Trigema-Werbung erscheint mir als nervig. Aber wenn die Absicht dahinter das sog. Branding ist, dann ist es erfolgreich. Wir beide und wahrscheinlich 3/4 der Bevölkerung wissen, was Trigema ist oder verbinden damit zumindest ein käufliches Produkt.
Hohe Streuverluste sind da einkalkuliert, d. h., viele wollen davon nichts wissen.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Michael_B » Di 12. Okt 2021, 11:18

DarkLightbringer hat geschrieben:(10 Oct 2021, 20:34)

Man könnte es auch "Woke Washing" nennen.

Habe gehört, die Werbe-Agenturen suchten derzeit händeringend nach dunkelhäutigen Models, weil die Auftraggeber das so haben wollen.
Beobachte mal die Werbung, wie sie ist.
Gut, man könnte sagen, die wollen halt Weltoffenheit als Image haben, nix dabei.
Eine Agentur für Demonstrationsbedarf hat mal echte Indianer gebucht.

Insgesamt widerspricht das aber keinesfalls den Thesen von Wagenknecht und anderer, Stegemann oder so, die den Kapitalismus etwas kritisch sehen - um es mal ganz sanft zu formulieren.
Es gibt da noch ganz andere Formulierungen, aber wir wollen ja nicht Kanonieren.


Ja bist du denn des WOKE-Wahnsinns fette Beute?

Indianer schreibt man doch nicht. INDIANER ist politisch nicht korrekt. :mad2: ;)
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Misterfritz » Di 12. Okt 2021, 11:24

Dark Angel hat geschrieben:(11 Oct 2021, 18:17)

Tut mir schrecklich leid, aber ich kann diesen "Reinwaschungversuchen alá "da war sie doch noch so jung ..." nicht folgen.
Von 13 oder 14jährigen erwarte ich die geistige Reife, Grenzen zu erkennen, zu erkennen wo Geschmacklosigkeit aufhört und Antsemitismus bzw Rassismus anfangen.
Hat die in der Schule denn gar nichts gelernt, habe ihr ihre Eltern gar nichts beigebracht, ihr keine Grenzen aufgezeigt?
Ich möchte arg bezweifeln, dass die meisten Eltern wissen, was ihre Kinder am Handy für Postings verfassen.
(Ich erinnere mich daran, dass immer wieder in den Medien gemeldet wurde, dass gerade auch Kinder und Jugendliche kinderpornografische Bilder rumschicken.)
Das Salz in der Suppe des Lebens ist nicht Selbstdisziplin, sondern kontrollierte Unvernunft ;)
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 12. Okt 2021, 11:27

Michael_B hat geschrieben:(12 Oct 2021, 11:18)

Ja bist du denn des WOKE-Wahnsinns fette Beute?

Indianer schreibt man doch nicht. INDIANER ist politisch nicht korrekt. :mad2: ;)

...dann eben authentische Ureinwohner mit schauspielerischem Geschick, die sich etwas dazu verdienen wollen. Oder so.
Keine Ahnung, wie die Kommunikationsexperten das Gewünschte untereinander beschreiben. Im allgemeinen gilt aber, der Kunde ist Chef.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon busse » Di 12. Okt 2021, 11:31

Michael_B hat geschrieben:(12 Oct 2021, 10:47)

Woke, es reicht:

https://web.de/magazine/sport/fussball/ ... l-36250376

Jetzt wird Steffen Freund schon schlimmer Sexismus vorgeworfen, weil er vor einer Zeitlupe eines brutalen Fouls sagte: "Frauen bitte wegschauen".
Gehts noch?
Krank.


Korrekt. Nur das die wissen "Woken" bestimmt nicht, da sie eher selten in Fußballstadien zu Hause sind und daher auch nicht wissen können, dass sich Frauen wirklich abwenden wenn es knallhart mit Verletzungen auf dem Spielfeld zu geht.
Besonders bei Spielern des eigenen Verein und auch vielfach zu besichtigen in unteren Ligen mit wenig Zuschauer.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Billie Holiday » Di 12. Okt 2021, 11:43

Misterfritz hat geschrieben:(12 Oct 2021, 11:24)

Ich möchte arg bezweifeln, dass die meisten Eltern wissen, was ihre Kinder am Handy für Postings verfassen.
(Ich erinnere mich daran, dass immer wieder in den Medien gemeldet wurde, dass gerade auch Kinder und Jugendliche kinderpornografische Bilder rumschicken.)


Die Enthauptung von Geiseln des IS waren seinerzeit auf den Schulhöfen der Hit nach Aussage der Söhne meiner Freundin.

Erwachsene wissen recht wenig und ergehen sich in naiven Wunschträumen, was die lieben Kleinen betrifft. Noch jeder wurde sehr kleinlaut, der im Vorfelde gesagt hat "meeiiiiine Kinder tun sowas nicht."
„Wer mich beleidigt, bestimme ich.“ (Klaus Kinski)

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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon tarkomed » Di 12. Okt 2021, 11:50

JJazzGold hat geschrieben:(12 Oct 2021, 11:00)

Morddrohungen gehen gar nicht, allenfalls zur Anzeige.

Nur löschen Morddrohungen den Fakt des getätigten Rassismus nicht, oder doch?

Ich habe meine Betroffenheit im Griff, wenn ich als weißer Deutscher von in Deutschland lebenden und Deutschen PoC rassistisch angegriffen werde. Besonders dann, wenn ich sehe, wie manche meiner Landsleute ihre Betroffenheit zum Ausdruck bringen. Meine Betroffenheit wird schnell weggespült vom Scham über meine Landsleute. So funktioniere ich. Du und andere hier dürft es anders handhaben!
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 12. Okt 2021, 11:50

Misterfritz hat geschrieben:(12 Oct 2021, 11:24)

Ich möchte arg bezweifeln, dass die meisten Eltern wissen, was ihre Kinder am Handy für Postings verfassen.
(Ich erinnere mich daran, dass immer wieder in den Medien gemeldet wurde, dass gerade auch Kinder und Jugendliche kinderpornografische Bilder rumschicken.)

Heinrich soll sich auch als Volljährige etwas grenzwertig geäußert haben, von einer "ekligen weissen Mehrheitsgesellschaft" war die Rede.
Allerdings hat sie sich auch für diese Wortwahl entschuldigt, dabei den Inhalt ausnehmend.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Billie Holiday » Di 12. Okt 2021, 11:54

tarkomed hat geschrieben:(12 Oct 2021, 11:50)

Ich habe meine Betroffenheit im Griff, wenn ich als weißer Deutscher von in Deutschland lebenden und Deutschen PoC rassistisch angegriffen werde. Besonders dann, wenn ich sehe, wie manche meiner Landsleute ihre Betroffenheit zum Ausdruck bringen. Meine Betroffenheit wird schnell weggespült vom Scham über meine Landsleute. So funktioniere ich. Du und andere hier dürft es anders handhaben!


Weiße können nicht rassistisch angegriffen werden.

Ich selbst werde nie von irgendjemandem angegriffen, da ich freundlich und hilfsbereit unabhängig von Ethnie und Herkunft bin.
Was tust du so, das Angriffe rechtfertigt?

Mit deiner Demutshaltung würde ich auch nicht von Angriff sprechen sondern von gerechtfertigter Maßregelung.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Di 12. Okt 2021, 12:00

tarkomed hat geschrieben:(12 Oct 2021, 11:50)

Ich habe meine Betroffenheit im Griff, wenn ich als weißer Deutscher von in Deutschland lebenden und Deutschen PoC rassistisch angegriffen werde. Besonders dann, wenn ich sehe, wie manche meiner Landsleute ihre Betroffenheit zum Ausdruck bringen. Meine Betroffenheit wird schnell weggespült vom Scham über meine Landsleute. So funktioniere ich. Du und andere hier dürft es anders handhaben!


Was willst du eigentlich sagen???

Wie kannst du rassistisch von deinesgleichen angegriffen werden????
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon JJazzGold » Di 12. Okt 2021, 12:03

tarkomed hat geschrieben:(12 Oct 2021, 11:50)

Ich habe meine Betroffenheit im Griff, wenn ich als weißer Deutscher von in Deutschland lebenden und Deutschen PoC rassistisch angegriffen werde. Besonders dann, wenn ich sehe, wie manche meiner Landsleute ihre Betroffenheit zum Ausdruck bringen. Meine Betroffenheit wird schnell weggespült vom Scham über meine Landsleute. So funktioniere ich. Du und andere hier dürft es anders handhaben!



Auf alle Fälle, ich bin auch dann noch über Rassismus betroffen, wenn die Morddrohungen gegen die sich rassistisch äußernde Person einlaufen. Denn ich bin in der Lage Schuldigkeit getrennt voneinander zu bewerten und das Eine hebt das Andere nicht auf.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Zweifeler » Di 12. Okt 2021, 12:03

tarkomed hat geschrieben:(12 Oct 2021, 11:50)

Ich habe meine Betroffenheit im Griff, wenn ich als weißer Deutscher von in Deutschland lebenden und Deutschen PoC rassistisch angegriffen werde. Besonders dann, wenn ich sehe, wie manche meiner Landsleute ihre Betroffenheit zum Ausdruck bringen. Meine Betroffenheit wird schnell weggespült vom Scham über meine Landsleute. So funktioniere ich. Du und andere hier dürft es anders handhaben!


Wie jezt, ist ein "weißer" deutscher ist ein Landsmann und ein "schwarzer" deutscher dann nicht? :s Wird ja immer komplizierter, dachte man unterscheidet nicht als Antrirassist.
Also wenn ein weißer deutscher einen schwarzen deutschen rassistisch Angreifst, schämst du dich für alle weißen deutschen aber nicht für die schwarzen deutschen, weil?
Zumal reden wir hier von weißen "Afrikanern" für die du dich dann auch schämst? Oder reden wir hier nur von der indigennen Bevölkerung, also den länger hier lebenden.
Immerhin erkennst du an das wir ein Kollektiv sind und schwarze eine Etikette brauchen garnicht mal so weit weg von "Pass-Deutsche" und neu-Rechte Terms ;)
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon tarkomed » Di 12. Okt 2021, 12:06

Billie Holiday hat geschrieben:(12 Oct 2021, 11:54)

Weiße können nicht rassistisch angegriffen werden.

Ich selbst werde nie von irgendjemandem angegriffen, da ich freundlich und hilfsbereit unabhängig von Ethnie und Herkunft bin.
Was tust du so, das Angriffe rechtfertigt?

Mit deiner Demutshaltung würde ich auch nicht von Angriff sprechen sondern von gerechtfertigter Maßregelung.

Zu meinem Bekanntenkreis gehören etliche PoC, Deutsche und Nichtdeutsche. Sie berichten manchmal über ihre Erfahrungen mit weißen Deutschen und ich habe Verständnis, wenn ihnen manchmal der Kragen platzt und sie sich dann entsprechen über weiße Deutsche äußern. Wenn sie es in meiner Anwesenheit tun, dann fühle ich mich nicht angesprochen, denn sie tun es unter Berücksichtigung meiner Anwesenheit, also bin ich aus dem Schneider. Betroffen und angegriffen fühlt man sich nur, wenn man sich angesprochen fühlt.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Billie Holiday » Di 12. Okt 2021, 12:10

tarkomed hat geschrieben:(12 Oct 2021, 12:06)

Zu meinem Bekanntenkreis gehören etliche PoC, Deutsche und Nichtdeutsche. Sie berichten manchmal über ihre Erfahrungen mit weißen Deutschen und ich habe Verständnis, wenn ihnen manchmal der Kragen platzt und sie sich dann entsprechen über weiße Deutsche äußern. Wenn sie es in meiner Anwesenheit tun, dann fühle ich mich nicht angesprochen, denn sie tun es unter Berücksichtigung meiner Anwesenheit, also bin ich aus dem Schneider. Betroffen und angegriffen fühlt man sich nur, wenn man sich angesprochen fühlt.


Aber schämen tust du dich. Gut so.

Ich schäme mich für meine eigenen Fehler. Rassismus oder andere schlecht behandeln gehört nicht dazu.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon tarkomed » Di 12. Okt 2021, 12:21

Dark Angel hat geschrieben:(11 Oct 2021, 18:17)

Tut mir schrecklich leid, aber ich kann diesen "Reinwaschungversuchen alá "da war sie doch noch so jung ..." nicht folgen.
Von 13 oder 14jährigen erwarte ich die geistige Reife, Grenzen zu erkennen, zu erkennen wo Geschmacklosigkeit aufhört und Antsemitismus bzw Rassismus anfangen.
Hat die in der Schule denn gar nichts gelernt, habe ihr ihre Eltern gar nichts beigebracht, ihr keine Grenzen aufgezeigt?

Besonders, wenn diese Teenager auch noch bei FFF aktiv sind, da hört der Spaß auf... :D
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Selina » Di 12. Okt 2021, 12:24

schokoschendrezki hat geschrieben:(12 Oct 2021, 11:05)

Ja. Und verschiedene Verwaltungsgerichte haben die Aufhängung eines Plakats mit der Aufschrift "Hängt die Grünen" der rechtsextremen Kleinpartei "der dritte Weg" ausdrücklich nicht verboten. Warum? Weil Meinungsfreiheit ein höheres Gut ist als sozusagen bürgerliche politische Gemäßigtheit. Jetzt sag mir bitte mal: Wo in Deutschland gibt es angesichts dessen irgendeine Art von "identitärem Tugendterror"?


Nirgendwo. Das juckt die Anti-Wokeness-Herrschaften einfach nicht. Da regt sich keiner von denen auf, vielleicht nach dem Motto "trifft ja die Richtigen". Und: "Das ist alles noch Meinungsfreiheit". Ja, ok, das gilt dann aber für alle gleichermaßen.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Zweifeler » Di 12. Okt 2021, 12:28

Selina hat geschrieben:(12 Oct 2021, 12:24)

Nirgendwo. Das juckt die Anti-Wokeness-Herrschaften einfach nicht. Da regt sich keiner von denen auf, vielleicht nach dem Motto "trifft ja die Richtigen". Und: "Das ist alles noch Meinungsfreiheit". Ja, ok, das gilt dann aber für alle gleichermaßen.


Wer hat sich denn nicht darüber aufgeregt oder wer hat das gut geheissen?
„Auf! – sey es zum Siege ! zum Tode! Hurrah!
Germania allzeit, Germania!“

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