Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Moderator: Moderatoren Forum 8

Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 18743
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon Dark Angel » So 24. Jan 2021, 11:43

Misterfritz hat geschrieben:(23 Jan 2021, 12:25)

Wenn die Gruppe der Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, zu gross ist, wird die Pandemie nicht eingedämmt. Dann wird es weiter Beschränkungen geben, die dann eben alle treffen.
Dass es aus medizinischen Gründen Leute gibt, die besser nicht geimpft werden sollten, steht ausser Frage. Das dürfte aber verkraftbar sein, wenn sich alle anderen impfen lassen.

Ich denke nicht, dass die Gruppe derjenigen, die sich nicht impfen lassen wollen (Impfgegner), wirklich so groß ist, wie teilweise suggeriert wird.
Menschen, die Bedenken haben, die skeptisch gegenüber dem neuen Impfstoff sind, zähle ich nicht zu den Impfverweigerern, eher zu denjenigen, die sich mehr Informationen, mehr Aufklärung wünschen, um eine Entscheidung treffen zu können.
In dieser Hinsicht ist tatsächlich (noch) einiges zu tun, weil sehr viele widersprüchliche Aussagen im Umlauf sind, die die Menschen verunsichern.
Impfkampagne und Aufklärungskampagne müssten parallel laufen.
Bei einer "Herdenimmunität" - sei es durch Impfung oder "Durchseuchung" dürfte für die Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, keinerlei Risiko bestehen und auch keins von ihnen ausgehen.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
PeterK
Beiträge: 9554
Registriert: Di 31. Mai 2016, 11:06

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon PeterK » So 24. Jan 2021, 11:44

Dark Angel hat geschrieben:(24 Jan 2021, 11:33)
Die Spanische Grippe war/ist eine Influenza und die war sehr viel tödlicher als Covid19 - vor allem war sie für 20 bis 40jährige um ein Vielfaches tödlicher als Covid19.
Eine Mortalitätsrate von 4,8% (Spanische Grippe) ist nunmal deutlich höher als 0,02% (Covid19)

Das SIND die Fakten!

Fakt ist, dass der Vergleich hinkt:
A 2007 analysis of medical journals from the period of the pandemic found that the viral infection was no more aggressive than previous influenza strains.[9][10] Instead, malnourishment, overcrowded medical camps and hospitals, and poor hygiene, all exacerbated by the recent war, promoted bacterial superinfection. This superinfection killed most of the victims, typically after a somewhat prolonged death bed.
(just Wiki)

OT: Du "schreist" mal wieder. ;)
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 18743
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon Dark Angel » So 24. Jan 2021, 12:01

Eschnapur hat geschrieben:(23 Jan 2021, 19:20)

Und das gilt dann selbstverständlich für alle, außer für die, die in der Pflege arbeiten.
Wenn nun also ein Mensch mit bereits bestehender Autoimmunerkrankung sagt, nein, die Impfung ist ein zu großes Risiko, das gehe ich nicht ein, ist das in Ordnung.
Kommt dieser Mensch, der seinerseits ebenfalls weiter ein Risiko für andere Menschen ist, die sich nicht impfen lassen können, ins Krankenhaus, dann ist aber selbstverständlich der Pfleger, der ihn betreut in der Pflicht, eine Impfung zu haben, obwohl er selbst mehr Nachteile als Vorteile für sich sieht.
Aus dem einzigen Grund, weil er diesen Beruf hat.
Mit Arbeitsbedingungen, vor denen viele zurückschrecken und einer Bezahlung, die in keiner Weise der oben geforderten Verantwortlichkeit gerecht wird.

Bezüglich Bezahlung in den oberen Sphären, z.B. bei Politikern, wird sofort auf deren große Verantwortung hingewiesen, die dieses "Entgelt" rechtfertigt.
Darauf, dass sie Entscheidungen für die Bürger treffen müssen, dass sie oft lange Sitzungen haben, die sich bis in die Nacht hinziehen usw.
Auch die meisten Beamten sind sich in ihrem Urteil da oft erstaunlich einig.

All das wird vom einfachen Pfleger ebenfalls erwartet. Er soll klaglos Arbeitszeiten hinnehmen, die an Wochenenden, Feiertagen und in der Nacht liegen.
Die Nachtschichten bei uns sind ganz regulär 10 Stunden lang. Überstunden, keine Frage.

Nun soll er, mehr als sonst, Verantwortung für andere übernehmen, deren Risiko auf sich nehmen und schwerwiegende Entscheidungen betreff Allgemeinwohl fällen.

Zu einem lächerlichen Gehalt und einer traurigen Rente. Und das wird, um den Bock fett zu machen, auch noch von genau den Politikern erwartet und gefordert, die selbstredend ihre hohen Gehälter für gerechtfertigt und angemessen halten.

Wenn ein Pfleger tatsächlich solch eine Verantwortung tragen soll, seine eigene Gesundheit unter die seiner Patienten stellen soll, weniger Rechte als diese Patienten hat, dann steht ihm ein ungleich höheres Einkommen zu, als das, was bezahlt wird.
Dann entsprechen die Pflichten nämlich in keinster Weise den Rechten.

Das will natürlich niemand hören, geschweige denn darauf eingehen.
Gerade jetzt, wo ohnehin alles so teuer ist und wir über Generationen hinweg die Schulden werden abzahlen müssen.
Stattdessen treffen wir diese Menschen lieber da, wo es weh tut. Wir reden ihnen ein, sie müssten empathischer und viel altruistischer als andere sein, sonst sind sie "nicht geeignet für den Job".
Sie dürften sich nicht mal trauen so zu denken, sonst wären sie keine Berufenen mehr, sondern Kapitalisten.
Sie sollen jetzt sogar "Liebende" sein, das ist wirklich einzigartig (lächerlich).

Und die Krönung ist, dass dieses Pflichtbewusstsein bereits jetzt erwartet wird, wo noch überhaupt nicht sicher ist, dass der Pfleger den "armen Patienten" durch eine Impfung überhaupt schützen kann.
Alles was dafür spricht, wird unbesehen übernommen.
Jede kleinste Äußerung pro, die so gut wie immer im Konjunktiv steht, wird als Beweis gewertet.

Und jedes Contra, weil eben noch gar nichts sicher ist, wird als Unsinn, Verschwörungstheorie, Anti Impfkampagne und dergleichen hingestellt.
Weil das alles ja nur im Konjunktiv steht.

Und wenn man dann, als wirklich von allen Seiten gegängelte Pflegekraft die Nase voll hat und darauf hinweist, dass auch eine Pflegekraft "nur" einen Beruf ausübt, mit viel mehr Berufung als die meisten anderen Menschen, und auch ein Privatleben hat und eine Gesundheit, um die sie sich sorgt, dann:

ist man nicht für den Job geeignet, weil man gleicherweise an sich wie an die Patienten denkt

ist man nur am Geld interessiert, weil man zwar 24 Stunden an jedem Tag an das Wohl der Patienten denken sollte, als anständiger, berufener Mensch dafür aber natürlich keine adäquate Gegenleistung erwarten sollte außer dem guten Gefühl, das Richtige zu tun

klammert man sich an Schönheitsregeln, weil man gern hätte, dass die Grundrechte in gleicher Weise für Pflegekräfte gelten.



Zum Einen gibt es keine bekannten Indikationen, die gegen eine Impfung sprechen.
Tatsächlich wird jeder geimpft, dessen Heim gerade dran ist, sogar dann, wenn er so schwer erkrankt ist, dass er auf der Palliativstation liegt.
Es sollte also, in zunehmendem Maß, kein Ungeimpfter, der Angst vor einer Infektion hat, mehr ins Heim/in die Klinik kommen.
Entscheidet sich ein alter Mensch/Risikopatient bewusst gegen eine Impfung, weil er Nachteile für sich sieht, dann ist das sein gutes Recht.
Im Gegenzug hat der gesunde Pfleger ohne Risiko aber genau dasselbe Recht.

Aktuell ist absehbar, dass sich bis Ende des Jahres alle die impfen lassen können, die Angst vor Covid haben.
Sie können eigenverantwortlich handeln und sich selbst schützen.
Wollen sie das nicht, können sie diesen "Liebesbeweis" auch nicht von anderen erwarten.

Nebenbei, einen "Liebesbeweis" erbringe ich für meine Liebsten.
Den bin ich nicht der ganzen Welt schuldig, nur weil ich in der Pflege arbeite.

Aber das verdeutlicht wieder sehr anschaulich, wie die Gesellschaft der Pflege gegenüber eingestellt ist.
Wir sollen die liebeskranken Idioten geben und uns als Gegenleistung mit dem guten Gefühl zufrieden geben das Richtige zu tun.
Sehr bequem für die anderen.
Fragt sich nur, welcher junge Mensch heute noch so dämlich sein sollte, diesen Beruf zu ergreifen.

Langer Rede, kurzer Sinn:
es gibt nunmal Berufe, die eine Impfung gegen bestimmte Krankheiten erforderlich macht und in diesem Zusammenhang sollte sich jeder vor Augen führen, dass eine Impfung den Geimpften in erster Linie selbst schützt.
Dass Impfstoffe - wie jedes andere Medikament auch - bestimmte Risiken und Nebenwirkungen aufweist und die bei der Profylaxe und Therapie berücksichtigt bzw gegeneinander abgewogen werden (müssen) und auch werden, ist ja nun wirklich ein ganz alter Hut.
Darum geht es in dieser Diskussion jedoch nicht, sondern darum, ob Menschen, die sich aufgrund medizinischer Indikation nicht impfen lassen können bzw dürfen, dauerhaft ihrer Grundrechte beraubt und vom gesellschaftlichen Leben - unter dem Vorwand der Solidarität - ausgeschlossen werden.

Ich gehöre zu der Gruppe derjenigen, die sich aus medizinischen Gründen nicht (gegen Corona) impfen lassen können/dürfen, aber ich kann dir versichern, dass ich das lieber jetzt als später tun würde, so wie ich mich auch mit jedem "klassischen" bzw erprobten Impfstoff impfen lasse. Meine Tetanus- und Polioimpfungen lasse ich jedenfalls in den empfohlenen Abständen wiederholen!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Mendoza
Beiträge: 1025
Registriert: Sa 14. Jul 2018, 06:28

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon Mendoza » So 24. Jan 2021, 12:11

Dark Angel hat geschrieben:(24 Jan 2021, 11:33)

Richtig, Covid19 ist nicht tödlicher als eine Influenza. Die Spanische Grippe war/ist eine Influenza und die war sehr viel tödlicher als Covid19 - vor allem war sie für 20 bis 40jährige um ein Vielfaches tödlicher als Covid19.
Eine Mortalitätsrate von 4,8% (Spanische Grippe) ist nunmal deutlich höher als 0,02% (Covid19)

Das SIND die Fakten!
Da wird niemand verarscht und das hat auch nix mit Querdenker zu tun!


Fakt ist, dass Leute über 40 auch Menschen sind und ein Recht haben zu leben. Bei dir hat man den Eindruck, die sind eigentlich Müll. Und Insgesamt ist die Sterberate bei rund 1,5%. Du kannst doch nicht einfach ein paar dir genehme Daten rauspicken und dann so tun als wäre das Standard :( . Und allein die unbestrittene Tatsache, dass vor hundert Jahren die Spanische Grippe so tödlich war, kann doch nicht zur Schlussfolgerung haben anno 2020/21 zigtausende Menschen schulterzuckend sterben zu lassen, obwohl man die Mittel hat das weitestgehend zu verhindern!
Churchill "Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die ungleichmäßige Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends."
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 18743
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon Dark Angel » So 24. Jan 2021, 12:34

PeterK hat geschrieben:(24 Jan 2021, 11:44)

Fakt ist, dass der Vergleich hinkt:
(just Wiki)

OT: Du "schreist" mal wieder. ;)

Wenn der Vergleich hinkt, wieso wird er (die Spanische Grippe) immer wieder heran gezogen, u.a. vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz, von der Bundesäztekammer oder der Deutschen Lungenstiftung e.V.?

Der Vergleich scheint also doch nicht so zu hinken, vor allem wenn darauf hingewiesen wird, dass vorrangig junge Menschen an/durch das Virus erkrankten und starben.
Die Spanische Grippe war die erste bekannte Zoonose, bekannt ist ebenso, dass die drei großen Influenza-Pandemien (1918/1919, 1957/1958 und 1968-1970) von Subtypen des Influenza-A-Virus (H1N1, H2N2 bzw. H3N2) ausgelöst wurden.
Influenza-Viren gehören zur Familie der Corona-Viren und diese wiederum sind seit den 1960ern bekannt:

"Die ersten COVID-19 Fälle wurden mit dem Besuch eines lokalen Tiermarktes in Verbindung gebracht und ein neues Coronavirus wurde in Patienten nachgewiesen. Dieses Coronavirus wurde zunächst mit new coronavirus 2019 (nCoV-2019) bezeichnet. Nachdem allerdings klar wurde, dass die Erbinformation des neuen Coronavirus der des SARS-Coronavirus sehr ähnlich ist, wurde das neue Virus in SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2) umbenannt.
Im Gegensatz zu SARS-CoV-Infektion scheint die SARS-CoV-2-Infektion allerdings seltener tödlich zu verlaufen. Lediglich zwei bis drei Prozent der infizierten Personen versterben an COVID-19 und Männer von über 50 Jahren scheinen besonders gefährdet zu sein. Außerdem deuten mehrere Indizien drauf hin, dass die Mensch-zu-Mensch Übertragung von SARS-CoV-2 effizienter ist als die Übertragung von SARS-CoV. Dies ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass SARS-CoV-2 sich im Gegensatz zu SARS-CoV sehr gut in den oberen Atemwegen vermehren kann, möglicherweise aufgrund einer effizienteren Nutzung von ACE2 für den Zelleintritt"
Quelle


"Ende Dezember 2019 traten gehäuft Lungenentzündungen in der chinesischen Millionenstadt Wuhan auf. Am 7. Januar 2020 wurde schließlich ein neuartiges Coronavirus als Verursacher identifiziert. Dieses Virus ist eng mit dem SARS-Virus verwandt, das im Jahr 2002 eine Pandemie ausgelöst hat, und kann von Mensch zu Mensch übertragen werden."
Quelle
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 18743
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon Dark Angel » So 24. Jan 2021, 12:44

Mendoza hat geschrieben:(24 Jan 2021, 12:11)

Fakt ist, dass Leute über 40 auch Menschen sind und ein Recht haben zu leben. Bei dir hat man den Eindruck, die sind eigentlich Müll. Und Insgesamt ist die Sterberate bei rund 1,5%. Du kannst doch nicht einfach ein paar dir genehme Daten rauspicken und dann so tun als wäre das Standard :( . Und allein die unbestrittene Tatsache, dass vor hundert Jahren die Spanische Grippe so tödlich war, kann doch nicht zur Schlussfolgerung haben anno 2020/21 zigtausende Menschen schulterzuckend sterben zu lassen, obwohl man die Mittel hat das weitestgehend zu verhindern!

Es sind aber nicht Menschen über 40 Jahren, die vorrangig an Covid19 sterben, sondern Menschen über 80 Jahren und bei diesen wiederum Menschen mit Vorerkrankungen bzw schweren Vorerkrankungen.
Es geht nicht darum diesen Menschen das Recht auf Leben abzusprechen, sondern darum zu begreifen, dass sich Menschen ü80 Jahren am Ende ihrer (natürlichen) Lebenserwartung befinden und auch ganz ohne Covid19 jeden Tag sterben können, was bei einem beispielsweise 40jährigen nicht der Fall ist.
Es geht um Verhältnismäßigkeiten - insbesondere bei den Maßnahmen!

Es spricht rein gar nichts dagegen für die Risikogruppe (die ü80jährigen mit Vorerkrankung) bestimmte Maßnahmen zu ergreifen - die auch Wirkung zeigen - ohne das gesellschaftliche Leben eines ganzen Landes auf Null zu setzen.
Es geht darum, dass der zu erwartende Schaden, der durch die Lockdownmaßnahmen entsteht, den zu erwartenden Nutzen um ein Vielfaches übersteigt.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Skeptiker
Beiträge: 7974
Registriert: Do 11. Jan 2018, 22:26

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon Skeptiker » So 24. Jan 2021, 13:46

Während im Land der Dichter und Denker eine Gerechtigkeitsdebatte existiert, werden in anderen Ländern schon Tatsachen geschaffen:
Vier Länder öffnen ihre Grenzen für Covid-19-Geimpfte
Beim geplanten EU-Impfpass sind noch viele Fragen offen. Doch bereits jetzt öffnen erste Länder ihre Grenzen für Reisende, die gegen Corona geimpft sind. Viele Touristiker rechnen damit, dass künftig zahlreiche Länder so verfahren werden.

https://www.welt.de/reise/nah/article22 ... mpfte.html

Bedeutet: Reisen über Ländergrenzen nur noch mit Corona-Impfung.

Ob man das in Deutschland gerecht findet? Niemanden interessierts!

Ich wage die Prognose, dass das eher der Trend sein wird, weil ansonsten diese Nachrichten häufiger werden:
Klamme Kassen
Studie zeigt: Corona treibt Städte in den Ruin – jetzt wird es für Verbraucher teuer

https://www.focus.de/finanzen/klamme-ka ... 99051.html

Ich finde Reisen ist ein toller Vorteil. Allerdings weiss ich nicht wann ich dann wieder dazu komme, weil unser Impfdesaster wohl dieses Jahr, und schlimmstenfalls sogar das Nächste, die Menschen ohne besondere Impfpriorität zu einem Verbleib in Deutschland verurteilt.

Nur gut, dass allerseits noch große Gelassenheit bei dem Thema herrscht. Reisefreiheit wird ja auch überschätzt - das wusste schon Honecker ... :rolleyes: . Oder glaubt hier irgendjemand, dass eine fehlende Corona-Impfung nur Folgen für das eigene Covid-Risiko hat? Tja ...
Bobo
Beiträge: 3077
Registriert: Fr 5. Okt 2012, 10:41

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon Bobo » So 24. Jan 2021, 14:06

Dark Angel hat geschrieben:(23 Jan 2021, 17:01)

Nein, die Regierung ist NICHT die Legislative, sondern die Exekutive!

"Die Exekutive ist die vollziehende oder ausübende Gewalt. Sie umfasst die Regierung und die Verwaltung, der in erster Linie die Ausführung der Gesetze anvertraut ist. Auch der vollziehenden Gewalt stehen mit dem Erlass von Rechtsverordnungen gesetzgebende Befugnisse zu.
Quelle


Im Gegensatz dazu die Legislative:
"Die Legislative ist die gesetzgebende Gewalt. Sie steht in der gewaltengeteilten repräsentativen Demokratie dem Parlament zu. Wichtigste Aufgabe der gesetzgebenden Gewalt ist die Beratung und Verabschiedung von Gesetzen im inhaltlichen und formellen Sinn und die Kontrolle der Exekutive."
Quelle


Das Parlament ist in D. der Bundestag ==> Bunestag = Legislative

Staatsanwalt, Richter, Rechtsanwälte gehören zur Judikative!
"Judikative
Neben gesetzgebender und ausübender Gewalt steht die rechtsprechende Gewalt. Sie ist Richtern anvertraut und wird durch das Bundesverfassungsgericht, durch oberste Gerichtshöfe des Bundes und durch die Gerichte der Länder ausgeübt."
Quelle


Sorry, aber wer keine Ahnung hat, was Exekutive, Judikative und Legislative sind, welche Aufgaben und Bedeutung die in einer Demokratie haben, sollte sich hüten, andere User zu beleidigen bzw das, was die schreiben in einer Art und Weise abzuqualifizieren.


Auch wenn DIR das nicht gefallen mag, ist es eine Tatsache, dass überdurchschnittlich viele sehr alte Menschen an Corona sterben, Menschen, die ein Alter erreicht haben, in dem der Tod täglich eintreten kann.

Art.2 (2) GG sagt:
"Jeder hat ein Recht auf körperliche Unversehrheit"

und körperliche Unversehrheit schließt die psychische Gesundheit mit ein und zwar jedes Menschen!


Nein, es gibt KEINE Rechtsgüterabwägung zwischen physischer und psychischer Gesundheit und es gibt auch keine Abwägung ob eine Krankheit als harmlos eingestuft zu werden hat und damit billigend in Kauf zu nehmen ist und einer potentiell tödlichen.
Das spielt nämlich beim Recht auf körperliche Unversehrheit so gar keine Rolle.

Covid19 ist insbesondere für alte und sehr alte Menschen potentiell tödlich - wie die Zahlen belegen und nicht nur das . für alte und sehr alte Menschen (insbesondere für die mit Vorerkrankungen bzw schweren Vorerkrankungen) ist JEDE Krankheit (sogar ein harmloser Schnupfen) potentiell tödlich!



Du liest einfach zu viel aus dem Schlagzeilen des Internets ab, anstatt zuverlässige Quellen zu Rate zu ziehen. Es ist nicht alles grundfalsch, was du schreibst, aber erkennbar gerade irgendwo abgelesenes Zeugs.

Deiner Aussage nach gehören Bundestag und Landtage nicht zur Legislative. Autsch!

Staatsanwälte gehören in Deutschland nicht zur Unabhängigen Gerichtsbarkeit! (Judikative)

Staatsanwälte gehören der Executive an, und die Polizei als deren Erfüllungsgehilfen ebenfalls. Staatsanwälte erlassen Haftbefehle und erheben nach Ermittlungen ihrer Erfüllungsgehilfen, der Polizei, Anklage und reichen diese bei den unabhängigen Gerichten ein! (Der Judikative)
Ein Haftrichter entscheidet auf Antrag über Untersuchungshaft, andere Richter und Schöffen urteilen bei Gericht über Schuld und Unschuld der Angeklagten sowie über Vollzug oder Aussetzung der Haftbefehle.

Rechtsanwälte gehören selbstverständlich keiner staatlichen Gewalt an! Beim Schreiben bitte nicht saufen, nicht kiffen und nicht von Hohlbirnen soufflieren lassen! Verlässliche Quellen zu Rate ziehen, nachdenken, dann antworten.

Die siehst, auch bei mir gibt es nur Laienwissen, aber zumindest das habe ich mir etwas Zeit gelassen, dass Erfahrene halbwegs zu verarbeiten. Du hingegen liest offenbar nach Sachlage irgendwo was ab und antwortest, ohne die Zeit zu nehmen, das Gelesene zu überdenken. So mein Eindruck. In dem Fall solltest du wenigstens auf verlässliche Quellen zugreifen.


Zum Xten Mal. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit gilt auch in deinem Sinne, schätz das Leben aber höher ein als eine heilbare Krankheit, deren Ursachen pauschal gesetzlich nicht garantiert werden kann.

Es gibt nur in deiner simplen Welt keine Rechtsgüterabwägung. Wenn dich oder deinem Mann die ständige Gegenwart des anderen psychisch belastet, ist das kein Fall für das GG sondern für den Scheidungsrichter.

Was denkst du, was das Grundrecht mit „körperlcher Unversehrtheit meint? Spinner, die nicht mehr richtig ticken?

Zitat DA
Auch wenn DIR das nicht gefallen mag, ist es eine Tatsache, dass überdurchschnittlich viele sehr alte Menschen an Corona sterben, Menschen, die ein Alter erreicht haben, in dem der Tod täglich eintreten kann.


Mag so sein. Eine verlässliche Quelle dazu habe ich noch nicht gesehen. Wichtiger als das ist, dass nur bildungsferne Nazischeißer daraus ein Argument basteln, das sagt, wozu sollen wir Einschränkungen erdulden, wenn doch eh nur Alte daran krepieren! Natürlich denkt dieses Dreckspack dabei nur an die Rettung der Demokratie! Wie blöd muss man sein, um diesen Scheiß aufzusaugen und auch noch zu verbreiten? Und dann hier dicke Scheiße zum GG raushauen. Arrgh! Da tun sich die wahren Abgründe auf!


Und noch was! Die intensivstationen der Krankenhäuser quellen über von Menschen, die nicht mehr selbstständig atmen können! Was schlägst du vor? Abschalten!

Die Kehrseite der Medaille ist, dass die Krankenversorgung dadurch zusammenbricht und alle anderen Erkrankungen, darunter auch potenziell tödliche, kaum oder nicht mehr behandelt werden können, weil die Kapazitäten der Krankenhäuser am oder über dem Limit sind. Auch diese Menschen geraten indirekt durch Covidioten in Lebensgefahr!

Die armen Kinder leiden, und deren Eltern erst! Ein unerträgliches Gejammer, dass zeigt, wie sehr die Menschen das selbst Erziehen der Kinder bereits verlernt haben. Es war ja so einfach, die Kinder am Morgen abzuliefern und Abends zum Abfüttern und Schlafenlegen wieder abzuholen. Jetzt zeigt sich, der Kinder als Einnahmequelle und wer sie aus Liebe angeschafft hat. Die meisten Kinder genießen den Lock Down mehr als die Eltern es erahnen. Warum nur ….

Also. Klappe halten und Disziplin wahren. Das wäre ein vernünftiger Ansatz. Je mehr das tun, desto schneller kehrt Normalität zurück. Keine Rechte ohne Pflichten. Und wenn ich beleidigend werden wollte, läse sich das sehr viel anders. Es zeigt sich bei dir aber schon, dass mehr Deutlichkeit erforderlich ist, um deine Informationsresistenz zu überwinden. Du haust ziemlich gruselige Dinge raus.
Lebe, als würdest Du morgen sterben, lerne, als würdest zu ewig leben.
(Mahatma Gandhi)
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 24462
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon Teeernte » So 24. Jan 2021, 15:21

Eschnapur hat geschrieben:(24 Jan 2021, 06:06)

Sämtliche Aussagen von mir gelten selbstverständlich auch dann, wenn ich betroffen wäre und noch in der Lage wäre zu denken.

Wäre ich aktuell 80 plus, müsste ins Krankenhaus oder ins Heim, würde ich mich impfen lassen.
Unabhängig von Vorerkrankungen.
Weil die Kosten-Nutzen Rechnung dann eine andere wäre.

Wäre in meinem nahen Umfeld eine Person, die darauf angewiesen ist, dass ich geimpft bin, würde ich mich ebenfalls impfen lassen.

Nie, wirklich nie, käme ich auf die Idee, dass wegen mir oder den Meinen irgendjemand verpflichtet wäre, seine eigene Gesundheit zu riskieren.
Das brauche uch nicht "erleben", das weiß ich.

Diese Art Egoismus ist mir fremd.

Und wenn du meinst, dass es in der Pflege besser aussähe, wenn Menschen wie ich dort verschwinden, dann wünsche ich dir, dass du die Folgen davon nicht selbst erleben musst.



Dann muss man es mal hart formulieren.

Welche Bedrohung hat so ein Senior ?

Einen "Covid-Raser" - ....ein ungeimpfter Totschläger, der es in kauf nimmt - dass die Ollen im Arbeitsbereich angesteckt abnippeln - seines Glaubens/Spasses willen...
Als Massentod - nicht unter 100 "covitierte".

Der Kunde sollte sich die Dienstleister aussuchen - ob da ein Totschläger (Absicht-Ungeimpfter) drunter ist oder nicht.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
BlueMonday
Beiträge: 3222
Registriert: Mo 14. Jan 2013, 17:13
Benutzertitel: Waldgänger&Klimaoptimist

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon BlueMonday » So 24. Jan 2021, 15:29

Schnitter hat geschrieben:(23 Jan 2021, 00:31)

Ich weiß nicht was du denkst wie dämlich ich sein soll.

Du hast nicht von der "Spanischen Grippe" geredet sondern von "bei Influenza". Du wolltest also suggerieren Covid sei nicht tödlicher als eine handelsübliche Grippe.

Schwerste Grippewelle in den USA der letzten 40 Jahre: 61,000 Tote.



Die "Dämlichkeit" sollte man sicherlich daran messen, was jeweils geschrieben wird.
Schauen wir doch mal bei dir nach: Was soll also an einer Grippe/Influenza "handelsüblich" sein? Werden Influenzaviren üblicherweise im Handel angeboten oder was soll diese unüberlegte, um nicht zu sagen, dämliche Aussage?

Wie hier schon richtig geschrieben wurde, gab es pandemische Grippenwellen (verursacht durch Orthomyxoviren) mit erheblichen Todeszahlen. Es gibt innerhalb von Virusfamilien unterschiedliche Gattungen/Arten, die unterschiedlich gefährlich oder schwerwiegend für Menschen sind. Das ist so bei den Grippe verursachenden Orthomyxoviren und ist bei den Coronaviren nicht anders. Deren Varianten sind - in der Regel - im Vergleich zu den Grippeviren - die harmloseren. Verursachen eine "Erkältung" (grippalen Infekt). 30% aller Erkältungen in D rechnet man ursächlich Coronaviren zu. Und gegen Erkältungen wurde bisher nicht geimpft oder irgendwelche besonderen Maßnahmen getroffen, weil es schlicht aussichtslos ist und eine Erkältung eben in den meisten Fällen harmloser verläuft als eine Grippe, auch wenn es hier und da Todesfälle etwa durch einen befallenen Herzmuskel gab. Und nun hat man es mal mit einer Variante(Sars-CoV-2) zu tun, die in einer weitaus größeren Zahl von Fällen zum Tode führt, neben in der Mehrzahl milden bis symptomlosen Fällen.

Kurz gesagt, dieses Gehampel darum, welche Virenfamilie(Orthomyxo vs Corona) nun relativ zu anderen die gefährlichere sei, ist das Dämliche.
Greif niemals in ein Wespennest, doch wenn du greifst, dann greife fest.
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 18743
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon Dark Angel » So 24. Jan 2021, 15:32

Bobo hat geschrieben:(24 Jan 2021, 14:06)

Du liest einfach zu viel aus dem Schlagzeilen des Internets ab, anstatt zuverlässige Quellen zu Rate zu ziehen. Es ist nicht alles grundfalsch, was du schreibst, aber erkennbar gerade irgendwo abgelesenes Zeugs.

Deiner Aussage nach gehören Bundestag und Landtage nicht zur Legislative. Autsch!

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!
Ich schrieb:
"Die Legislative ist die gesetzgebende Gewalt. Sie steht in der gewaltengeteilten repräsentativen Demokratie dem Parlament zu."

Der Bundestag IST das Parlament und entsprechend sind die Landtage, die Länderparlamente, Kreistage Stadt- und Gemeinderäte ebenso.

Mir war nicht bewusst, dass ich dir extra alle aufzählen und erklären muss, WAS ein Parlament ist.

Und wenn für Dich die offizielle Seite des Deutschen Bundestagen keine zuverlässige Quelle ist, welche dann?

Bobo hat geschrieben:(24 Jan 2021, 14:06)
]Staatsanwälte gehören in Deutschland nicht zur Unabhängigen Gerichtsbarkeit! (Judikative)

Staatsanwälte gehören der Executive an, und die Polizei als deren Erfüllungsgehilfen ebenfalls. Staatsanwälte erlassen Haftbefehle und erheben nach Ermittlungen ihrer Erfüllungsgehilfen, der Polizei, Anklage und reichen diese bei den unabhängigen Gerichten ein! (Der Judikative)
Ein Haftrichter entscheidet auf Antrag über Untersuchungshaft, andere Richter und Schöffen urteilen bei Gericht über Schuld und Unschuld der Angeklagten sowie über Vollzug oder Aussetzung der Haftbefehle.

Rechtsanwälte gehören selbstverständlich keiner staatlichen Gewalt an! Beim Schreiben bitte nicht saufen, nicht kiffen und nicht von Hohlbirnen soufflieren lassen! Verlässliche Quellen zu Rate ziehen, nachdenken, dann antworten.

Na gucke da, da hat'n blindes Huhn auch mal'n Korn gefunden. :D
Bisher warst DU das doch, der mit Nichtwissen glänzt, von dem nur lauwarme Luft und Strohmänner kommen.

Bobo hat geschrieben:(24 Jan 2021, 14:06)
Die siehst, auch bei mir gibt es nur Laienwissen, aber zumindest das habe ich mir etwas Zeit gelassen, dass Erfahrene halbwegs zu verarbeiten. Du hingegen liest offenbar nach Sachlage irgendwo was ab und antwortest, ohne die Zeit zu nehmen, das Gelesene zu überdenken. So mein Eindruck. In dem Fall solltest du wenigstens auf verlässliche Quellen zugreifen.

Man kann auch Nichtwissen als Laienwissen verkaufen!
Nunja - mit dem verstehenden Lesen scheint es bei dir nicht weit her zu sein, wie du weiter oben bewiesen hast.

Und nur nebenbei ad hominem kann ich auch, aber im Gegensatz zu dir verfüge ich auch (noch) über Sachargumente, die an dich allerdings vergeudet zu sein scheinen.

Bobo hat geschrieben:(24 Jan 2021, 14:06)
Zum Xten Mal. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit gilt auch in deinem Sinne, schätz das Leben aber höher ein als eine heilbare Krankheit, deren Ursachen pauschal gesetzlich nicht garantiert werden kann.

Du begreifst es nicht!
Art 2 (2) GG "Recht auf körperliche Unversehrtheit" unterscheidet nicht zwischen heilbaren und unheilbaren Krankheiten, es unterscheidet nicht zwischen gefährlicher und ungefährlicher Krankheit und der richtet sich auch nicht nach deiner subjektiven Meinung.
"Recht auf körperliche Unversehrtheit" bedeutet "Recht auf körperliche Unversehrtheit" - da gibt es kein "schätz[t] das Leben aber höher ein als eine heilbare Krankheit, ..."

Niemand - kein Gesetz und keine Verfassung kann irgend einem Menschen garantieren, dass er NICHT erkrankt, weder an einer heilbaren noch an einer unheilbaren Krankheit und niemand - kein Gesetz und keine Verfassung kann Menschen unsterblich werden lassen und/oder den Tod verbieten.

Was der Staat zu garantieren hat, sind Rahmenbedingungen, die dazu geeignet sind, die körperliche Unversehrtheit zu erhalten und/oder wieder herzustellen. Zu diesen Rahmenbedingungen gehört auch, dass Schäden an der psychischen Gesundheit bzw psychische Erkrankungen nicht billigend in Kauf genommen werden!

Bobo hat geschrieben:(24 Jan 2021, 14:06)Es gibt nur in deiner simplen Welt keine Rechtsgüterabwägung. Wenn dich oder deinem Mann die ständige Gegenwart des anderen psychisch belastet, ist das kein Fall für das GG sondern für den Scheidungsrichter.

Sorry, aber höre auf von Rechtsgüterabwägung zu schwadronieren, wenn du nicht einmal weißt, was unter Rechtsgüterabwägung verstanden wird.
Rechtsgüter werden in Individualrechtsgüter und Universalrechtsgüter unterschieden.
Was unter Rechtsgütern verstanden wird, findest du hier!

Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist ein Individualrechtsgut, welches jeder einzelne Mensch inne hat.
Bei Rechtsgüterabwägung werden gleichwertige Rechtsgüter gegeneinander abgewogen (Grundrechte SIND gleichwertige Rechte) - falls diese miteinander in Kollision geraten.
Dabei werden die Rechtsgüter in Gegenüberstellung daraufhin untersucht werden, welchem Recht im Einzelfall der Vorrang einzuräumen ist.
Eine derartige Gegenüberstellung ist beim "Recht auf körperliche Unversehrtheit" nicht möglich, weil das "Recht auf körperliche Unversehrheit" ein (Individual)Rechtsgut darstellt.

Desweiteren geht es bei psychischer Belastung und daraus folgenem psychischen Schaden nicht um die Gegenwart des jeweils anderen, sondern um fehlende bzw verbotenden soziale Kontakte (Freunde, Bekannte, Verwandte bis hin zur Familie) und um das Fehlen (nicht dürfen) ganz normaler gewohnter Freizeitaktivitäten.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 18743
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon Dark Angel » So 24. Jan 2021, 16:02

Bobo hat geschrieben:(24 Jan 2021, 14:06)
Mag so sein. Eine verlässliche Quelle dazu habe ich noch nicht gesehen. Wichtiger als das ist, dass nur bildungsferne Nazischeißer daraus ein Argument basteln, das sagt, wozu sollen wir Einschränkungen erdulden, wenn doch eh nur Alte daran krepieren! Natürlich denkt dieses Dreckspack dabei nur an die Rettung der Demokratie! Wie blöd muss man sein, um diesen Scheiß aufzusaugen und auch noch zu verbreiten? Und dann hier dicke Scheiße zum GG raushauen. Arrgh! Da tun sich die wahren Abgründe auf!

Aha, du hast also noch keine verlässliche Quelle gesehen.
Dann sind also Statista und das Statistische Bundesamt keine verlässlichen Quellen.
Beim Statistischen Bundesamt kannst du sogar zwischen den verschiedesten Auswertungn wählen - z.B. hier, hier oder hier.

Bei Statista.com findest du ein Diagramm mit den Todesfällen nach Alterkohorten und Geschlecht untergliedert.
Aus diesem Diagramm ist eindeutig ersichtlich, in welchen Alterskohorten die meisten Todesfälle auftreten.
Und sorry, aus offensichtlichen und eindeutigen Tatsachen - dass alte Menschen sterben, ist eine solche - muss ich keine Argumente basten.

Was die "dicke Scheiße zum GG" (um bei Deiner Wortwahl zu bleiben) angeht, bist DU derjenige, der sie von sich gibt.

Und weiter: Unterlass Deine Beleidigungen!
Ich bin kein "bildungsferne Nazischeißer", nur weil ich von meinem verfassungsmäßig garantierten Recht gem. Art. 5 (1) Gebrauch mache.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
PeterK
Beiträge: 9554
Registriert: Di 31. Mai 2016, 11:06

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon PeterK » So 24. Jan 2021, 16:35

Dark Angel hat geschrieben:(23 Jan 2021, 17:01)
Staatsanwalt, Richter, Rechtsanwälte gehören zur Judikative!

Richter ja. Die anderen nicht.
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 18743
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon Dark Angel » So 24. Jan 2021, 16:47

PeterK hat geschrieben:(24 Jan 2021, 16:35)

Richter ja. Die anderen nicht.

Ja, habe ich gemerkt, habe das falsch interpretiert.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
PeterK
Beiträge: 9554
Registriert: Di 31. Mai 2016, 11:06

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon PeterK » So 24. Jan 2021, 16:53

Dark Angel hat geschrieben:(24 Jan 2021, 12:34)
Wenn der Vergleich hinkt, wieso wird er (die Spanische Grippe) immer wieder heran gezogen, u.a. vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz, von der Bundesäztekammer oder der Deutschen Lungenstiftung e.V.?

Wie Du sicherlich erkannt hast, bezog ich mich auf die Vergleichbarkeit der Mortalitätsraten unter dann doch sehr verschiedenen Bedingungen.
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 18743
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon Dark Angel » So 24. Jan 2021, 17:35

PeterK hat geschrieben:(24 Jan 2021, 16:53)

Wie Du sicherlich erkannt hast, bezog ich mich auf die Vergleichbarkeit der Mortalitätsraten unter dann doch sehr verschiedenen Bedingungen.

Unterschiedliche Bedingungen gibt es immer, nicht nur in Hinsicht auf den WK1, der sicherlich sehr zur extremen Mortalität beitrug, sondern auch, was medizinische Kenntnisse und Medikation betrifft. So waren z.B. noch keine Antibiotika bekannt.

Dennoch sind Spanische Grippe und Covis19 hinsichtlich der Mortalität vergleichbar, vor allem was die Alterskohorten betrifft, in denen sie am höchsten war.
Schätzungen (es gibt nur eine sehr ungenügende Datenlage) gehen von 700 bis 900 Mio Infizierten aus und Schätzungen zur Mortalität schwanken zwischen 20, 27 und 50 Mio Toten, vereinzelt werden sogar 100 Mio Tote angenommen.
Die 100 Mio betrachte ich jedoch als übertrieben, die tatsächlichen Todeszahlen werden sich wohl igendwo zwischen 20 und 50 Mio bewegen.
Auf alle Fälle sagen jedoch die sehr hohen Todeszahlen etwas über die Gefährlichkeit von Zoonosen aus.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Eschnapur
Beiträge: 92
Registriert: Di 12. Jan 2021, 13:27

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon Eschnapur » So 24. Jan 2021, 19:32

Skeptiker hat geschrieben:(24 Jan 2021, 10:42)
Ach so. Die Menschen die du pflegst sind also nicht in deinem nahen Umfeld?


"Nahes Umfeld" verwende ich synonym zu "meine enge Familie".
Nein, meine Patienten betrachte ich nicht als Familie.

Skeptiker hat geschrieben:(24 Jan 2021, 10:42)
Du warst dir doch garnicht mehr so sicher, dass es keine Gegenindikationen zur Impfung gibt. Damit wird das was du eine freie Entscheidung nennst zu einer Farce. Manche haben diese freie Entscheidung eben nicht.


Wenn man nach dem Stichwort "Kontraindikationen" sucht, dann findet man keine.
Nicht mal beim RKI.
Die einzigen Hinweise:

Laut den Einschätzungen des Paul-Ehrlich-Instituts, ist auf Basis der derzeit vorliegenden Daten kein generell erhöhtes Risiko für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen für Personen mit bekannten Erkrankungen aus dem atopisch-allergischen Formenkreis (z.B. Asthma, Neurodermitis und allergischer Schnupfen mit Bindehautentzündung (Rhinokonjunktivitis) einschließlich Heuschnupfen und Hausstaubmilbenallergie) bei Impfung mit Comirnaty oder COVID-19 Vaccine Moderna abzuleiten (siehe auch die FAQ des Paul-Ehrlich-Instituts).


Die COVID-19-Impfung soll strikt intramuskulär (i.m.) und keinesfalls intradermal, subkutan oder intravaskulär verabreicht werden. Bei PatientInnen unter Antikoagulation soll die Impfung ebenfalls i.m. mit einer sehr feinen Injektionskanüle (z.B. 23 oder 25 Gauge) und einer anschließenden festen Komprimierung der Einstichstelle über mindestens 2 Minuten erfolgen.

Alles, was man findet ist der Verweis auf ein Verschieben der Impfung wenn:

Entsprechend der Fachinformation der Impfstoffe sollte die Impfung bei Personen mit akuter, schwerer, fieberhafter Erkrankung oder akuter Infektion verschoben werden.
Wobei das für alle Impfungen gilt und die Impfung zeitnah nachgeholt werden kann.

Entsprechend der STIKO-Empfehlung sollten Personen, die eine labordiagnostisch gesicherte Infektion mit SARS-CoV-2 bereits im Vorfeld durchgemacht haben, zunächst nicht geimpft werden.

Sie wird ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID ... esamt.html

Die aktuell gängige Impfpraxis macht auch genau das. Es werden alle geimpft die wollen, unabhängig von Vorerkrankungen.
Also kann, nach derzeitigem Informationsstand, jeder eigenverantwortlich handeln und muss die Verantwortung für die eigene Gesundheit nicht anderen in die Schuhe schieben.

Skeptiker hat geschrieben:(24 Jan 2021, 10:42)
Du ignorierst das, weil ansonsten klar wäre, dass du ein Risikofaktor für deren Leben bist, nur Aufgrund der Tatsache, dass du deine Verantwortung nicht wahrhaben und wahrnehmen möchtest.


Nach oben angeführten Aussagen des allwissenden RKI können alle geimpft werden.
In bestimmten Fällen muss man die Impfung verschieben bis die akute fieberhafte Infektion vorbei ist oder ein längerer Zeitraum zu einer bereits durchgemachten Infektion besteht.
Im ersten Fall dürften das etwa 2 Wochen sein, im zweiten Fall ist man durch die bereits durchlaufene Infektion ohnehin geschützt bis man impfen kann.

Ich falle als Risikofaktor also aus.
Patienten, die sich aus persönlichen Gründen nicht impfen lassen wollen, können das nicht auf andere abschieben.

Infektionen gab es immer schon und wird es immer geben.
Jeder von uns gibt Infektionen weiter und ist damit ein Risikofaktor für geschwächte Menschen.
Im Fall von Corona aber kann sich jeder selbst schützen, der Wert darauf legt.

Deine Urteile sind falsch.

Skeptiker hat geschrieben:(24 Jan 2021, 10:42)
Vor diesen Folgen hätte ich keine Angst. Es würde die Pflege nicht verschlechtern.


Und ich habe keine Angst davor, mich vorerst nicht impfen zu lassen.
Es wird mein Risiko nicht vergrößern, im Gegensatz zu einer nicht lückenlos erforschten Impfung.
Du hast deine Meinung, und ich meine. :)
Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein. ;)
Benutzeravatar
Eschnapur
Beiträge: 92
Registriert: Di 12. Jan 2021, 13:27

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon Eschnapur » So 24. Jan 2021, 19:57

Dark Angel hat geschrieben:(24 Jan 2021, 12:01)
Darum geht es in dieser Diskussion jedoch nicht, sondern darum, ob Menschen, die sich aufgrund medizinischer Indikation nicht impfen lassen können bzw dürfen, dauerhaft ihrer Grundrechte beraubt und vom gesellschaftlichen Leben - unter dem Vorwand der Solidarität - ausgeschlossen werden.


Das Thema lautet: Sollen Geimpfte Vorteile genießen?

Derzeit gibt es keine medizinische Indikation, die offiziell gegen eine Impfung spricht.
Also wäre dieses Thema obsolet, wenn es nur die Menschen beträfe, die sich nicht impfen lassen können/dürfen.
Weil diese Menschen ebenso aufgrund persönlicher Ängste entscheiden wie die Menschen, die noch keine Vorerkrankung haben.

Dark Angel hat geschrieben:(24 Jan 2021, 12:01)
Ich gehöre zu der Gruppe derjenigen, die sich aus medizinischen Gründen nicht (gegen Corona) impfen lassen können/dürfen, aber ich kann dir versichern, dass ich das lieber jetzt als später tun würde, so wie ich mich auch mit jedem "klassischen" bzw erprobten Impfstoff impfen lasse. Meine Tetanus- und Polioimpfungen lasse ich jedenfalls in den empfohlenen Abständen wiederholen!


Dann weißt du mehr als das RKI.
Für mich sieht es aber eher so aus, als ob du das als willkommenes Alibi benutzt, um die Impfung vorerst nicht machen lassen zu müssen.
Statt dazu zu stehen, dass du persönliche Ängste hast und erst mal abwarten willst, was ich völlig in Ordnung finde.

Du kannst aber nicht im Gegenzug verlangen, dass andere ihre persönlichen Ängste über Bord werfen und deinen Schutz mit übernehmen, nur weil sie keine allergische Erkrankung haben.
Diese Menschen möchten diese Erkrankung durch eine unerforschte Impfung nicht riskieren und möchten genau wie du abwarten, bis es umfassende Erkenntnisse zu Wirkung und Langzeitwirkung der Impfung gibt.

Es mag dich überrraschen, aber meine Tetanus,- Polio,- und Diphterieimpfung lasse ich ebenfalls alle 10 Jahre auffrischen.
Genauso bin ich mittlerweile gegen Hepatitis geimpft.
Wie du sagst, längerfristig erforschte Impfungen, wo ich eine individuelle Risikoabwägung machen kann.

Genau wie du möchte ich bei der neuen Impfung aber erst mal abwarten, wie effektiv sie wirklich schützt, wie lange der Schutz anhält, sprich wie oft eine Wiederholung nötig ist, ob sie eine sterile Immunität erzeugt und, der wichtigste Punkt, ob es Langzeitfolgen geben wird.

Dieses Recht auf individuelle Entscheidung haben alle, auch die, die "noch" gesund sind.
Und daher halte ich es für nicht gerechtfertigt, wenn Geimpfte Vorteile hätten.
Wobei diese sogenannten Vorteile, von denen alle faseln, mir persönlich eigentlich noch ziemlich unwichtig wären.

Eine generelle Impfpflicht empfände ich als erheblichen und nicht gerechtfertigten Eingriff in meine Grundrechte.

Richtig wütend werde ich aber, wenn die Allgemeinheit diese Pflicht nur auf die Pflegekräfte abwälzen will.
Dagegen werde ich kämpfen und nicht wenige andere mit mir.
Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein. ;)
Benutzeravatar
Eschnapur
Beiträge: 92
Registriert: Di 12. Jan 2021, 13:27

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon Eschnapur » So 24. Jan 2021, 20:00

Teeernte hat geschrieben:(24 Jan 2021, 15:21)

Dann muss man es mal hart formulieren.

Welche Bedrohung hat so ein Senior ?

Einen "Covid-Raser" - ....ein ungeimpfter Totschläger, der es in kauf nimmt - dass die Ollen im Arbeitsbereich angesteckt abnippeln - seines Glaubens/Spasses willen...
Als Massentod - nicht unter 100 "covitierte".

Der Kunde sollte sich die Dienstleister aussuchen - ob da ein Totschläger (Absicht-Ungeimpfter) drunter ist oder nicht.


Deutlich formuliert (mit deinen Worten): die Ollen im Arbeitsbereich können und dürfen sich durch Impfung selbst schützen.
Dann gibt es auch keinen Massentod, dann nippelt nur der Totschläger ab. :)
Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein. ;)
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 24462
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Sollten Geimpfte Vorteile genießen?

Beitragvon Teeernte » So 24. Jan 2021, 20:12

Eschnapur hat geschrieben:(24 Jan 2021, 20:00)

Deutlich formuliert (mit deinen Worten): die Ollen im Arbeitsbereich können und dürfen sich durch Impfung selbst schützen.
Dann gibt es auch keinen Massentod, dann nippelt nur der Totschläger ab. :)


Jeden Monat neu ?
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D

Zurück zu „8. Gesellschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 20 Gäste