Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit von Links als Stilmittel in der politischen Agitation?

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Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit von Links als Stilmittel in der politischen Agitation?

Beitragvon Skeptiker » Mi 1. Jan 2020, 18:52

Mein Eindruck ist, dass wir an den unterschiedlichsten Stellen Anzeichen von Generationen- und Gruppenkonflikten erkennen können. Diese gab es zwar auch davor schon, nun aber ändert sich der Ton.

Einmal sieht man z.B. in der "Omi ist ne Umweltsau"-Debatte, eine Verrohung der Kultur im Umgang miteinander. Aus der gleichen Ecke kam auch schon der zynische Spruch, dass die Großeltern "eh bald nicht mehr dabei" seien. Eine offene Respektlosigkeit, die in anderen Kulturen undenkbar wäre.

Es gibt aber nicht nur diese Fälle, sondern auch die Verbreitung von Memes wie "Ok Boomer", welcher zur Verächtlichtlichungmachung der Babyboomgeneration verwendet wird. Hier dazu Hintergrundinfos:
https://de.wikipedia.org/wiki/OK_Boomer

Die genannten Fälle stehen im Zusammenhang mit dem Klimathema, und könnten somit als Effekt dieser Debatte gesehen werden. Es gibt allerdings auch noch das Meme "alter weisser Mann", welcher in ganz ähnlicher Weise verwendet wird, nämlich um Personen aufgrund ihrer Identität argumentativ Mundtot zu machen.

Rassismus ist lt. Memmi:
Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen
Quelle

Man mag über diese Definition streiten, aber sie gilt aktuell als Definition für Rassismus (und wird sehr intensiv diesbezüglich verwendet).

Was wäre falsch an folgender Aussage: "Linke Gruppierungen haben Rassismus als Waffe gegen gesellschaftliche Gruppierungen - insbesondere die älteren Generation - als Stilmittel der politischen Aggitation für sich entdeckt"?

Für mich wären die Fragen:
  • Ist das Rassismus?
  • Kommt das nur/hauptsächlich von links?
  • Ist das gerechtfertigt?
  • Wie soll man damit umgehen?

Edit: Im Titel "Rassismus" durch "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" ersetzt
Zuletzt geändert von Skeptiker am Sa 4. Jan 2020, 12:52, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon BenJohn » Mi 1. Jan 2020, 19:24

Ich nenne das gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Und ja das wird ein immer größeres Problem.
Als ich das hier gesehen habe, dache ich mich tritt ein Pferd.
"Weisse Bürgis" in einer "Ecklig weissen Mehrheitsgesellschaft"
https://youtu.be/iXtzy2RLjc8?t=1734
Für manche Linken ist einer schon rechtsradikal, wenn er nur pünktlich zur Arbeit kommt. Heiner Geißler
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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon Quatschki » Mi 1. Jan 2020, 19:37

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist der richtige Ausdruck.
Rassismus würde ich es nicht nennen, da Rassismus mit Rasse, also vererbbaren Merkmalen zu tun hat, und ich die Aufweichung und Ausweitung des Begriffs auf alle möglichen anderen Bereiche wie Religion, Geschlecht, sexuelle Präferenzen oder eben Zugehörigkeit zu einer Alterskohorte grundsätzlich ablehne.
Davon abgesehen sind die Spin-Doctors dieses propagandistischen Kindsmißbrauchs vermutlich auch nicht mehr die Jüngsten.
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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon Skeptiker » Mi 1. Jan 2020, 19:51

BenJohn hat geschrieben:(01 Jan 2020, 19:24)
Ich nenne das gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Und ja das wird ein immer größeres Problem.
Als ich das hier gesehen habe, dache ich mich tritt ein Pferd.
"Weisse Bürgis" in einer "Ecklig weissen Mehrheitsgesellschaft"
https://youtu.be/iXtzy2RLjc8?t=1734

Ich habe das nun erst die ersten 15 Minuten angeschaut, aber für mich erscheint das relativ eindeutig: Das ist eine hochgradig rassistisch geprägte Diskussion. Es werden doch konkret "Rassemerkmale", nämlich die Hautfarbe, zur Abgrenzung der Gruppe, incl. negativer Attributzuordnung "sind verstärkt Schuld an CO2-Ausstößen ..." usw. .

Es wird in der Diskussion kein Kausalzusammenhang zwischen Hautfarbe und Fehlverhalten erarbeitet, es wird nur festgestellt "das sind weiße Bürgis und die stoßen mehr CO2 aus". Damit das NICHT Rassismus ist, müsste doch irgendwo dargestellt sein, warum die Hautfarbe in einem kausalen Zusammenhang mit den Ausstößen steht. Ansonsten ist das schlicht eine unzulässige Pauschalisierung. Und natürlich dient diese Pauschalisierung zur Unterstützung der Aggitation, die darauf aufbaut.

Unabhängig davon würde ich lt. Memmi "gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" mehr oder weniger direkt mit "Rassismus" übersetzen. Warum sollte man linken Rassismus anders nennen als rechten?
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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon Teeernte » Mi 1. Jan 2020, 19:51

Da versuchen einige - Aufmerksamkeit für "IHR" Projekt auf Basis Klima zu braten.

Generationen und Gruppenkonflikte werden vom Zaun gebrochen - die nicht existieren.

Linke und Rechte mit ihren Konflikten sehen ihre "Felle" wegschwimmen....

Wobei die Propagandisten der Linken grad vergisst - dass die LINKE Wähler vorrangig RENTNER sind.

Wer "Klima" wählt wird das Original GRÜN wählen...

Für die anderen wird die "Okkupierung" des Thema Klima durch alte KLASSENKAMPF-Positionen sehr uninteressant.
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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon Diestel » Mi 1. Jan 2020, 20:11

Skeptiker hat geschrieben:(01 Jan 2020, 18:52)

Was wäre falsch an folgender Aussage: "Linke Gruppierungen haben Rassismus als Waffe gegen gesellschaftliche Gruppierungen - insbesondere die älteren Generation - als Stilmittel der politischen Aggitation für sich entdeckt"?

Deine Beispiele sind kein Rassismus und kommen auch nicht explizit von Linken. Aber ein Neujahrs-Versuch war’s wert. :rolleyes:
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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon naddy » Mi 1. Jan 2020, 20:13

Quatschki hat geschrieben:(01 Jan 2020, 19:37)

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist der richtige Ausdruck.
Rassismus würde ich es nicht nennen, da Rassismus mit Rasse, also vererbbaren Merkmalen zu tun hat, ....

Einen so definierten Rassismus gibt es nicht, da dieser Terminus in Bezug auf Menschen von der Biologie abgelehnt wird - und zwar genau aus diesem Grund:
Lexikon der Biologie hat geschrieben: 2) In der Rassenkunde der Anthropologie wurde der Terminus „Rasse“ für die Klassifikation von Menschengruppen auf mehreren Niveaus unterhalb der Art Homo sapiens verwendet, wobei lediglich die sog. geographischen Großrassen (Europide, Mongolide, Negride) dem Status von Unterarten (vgl. Aspekt 3) hätten entsprechen können. Verschiedene populations- und molekulargenetische Untersuchungen zeigen jedoch, daß die Einteilung in „Rassen“ beim Menschen keine genetische Grundlage hat. Menschenrassen (Farbtafel I–II). 3) Eine taxonomische Kategorie (Klassifikation) unterhalb der Art (infraspezifisch; Spezies, Taxonomie). Anstelle des Terminus „Rasse“ wird heute in der zoologischen und botanischen Systematik meist der Terminus Unterart (Subspezies) verwendet.
(fett von mir).

Das Phänomen würde ich eher so beschreiben, daß Einige offenbar der Meinung sind es genüge, sich das Etikett "Antifaschist" auf die Stirn zu pappen, um sich alsdann jeden Dreck erlauben zu können. Deshalb spreche ich seit jeher von "faschistoid" weil die Denkweise exakt die gleiche ist, sich nur gegen eine andere Zielgruppe wendet. Bezeichnet man diese als "faschistisch" folgt regelmäßig eine Diskussion über die historisch verbriefte Variante, von der man sich natürlich klar abgrenzt und damit der kritischen Überprüfung der eigenen Denkmuster entgeht. Aber die Hoffnung auf Selbsterkenntnis der davon Befallenen ist wohl sowieso mehr als gering.
"Das gefährliche an der Dummheit ist, daß sie die dumm macht, die ihr begegnen." (Sokrates).
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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon BenJohn » Mi 1. Jan 2020, 20:21

Skeptiker hat geschrieben:(01 Jan 2020, 19:51)

Ich habe das nun erst die ersten 15 Minuten angeschaut, aber für mich erscheint das relativ eindeutig: Das ist eine hochgradig rassistisch geprägte Diskussion. Es werden doch konkret "Rassemerkmale", nämlich die Hautfarbe, zur Abgrenzung der Gruppe, incl. negativer Attributzuordnung "sind verstärkt Schuld an CO2-Ausstößen ..." usw. .

Es wird in der Diskussion kein Kausalzusammenhang zwischen Hautfarbe und Fehlverhalten erarbeitet, es wird nur festgestellt "das sind weiße Bürgis und die stoßen mehr CO2 aus". Damit das NICHT Rassismus ist, müsste doch irgendwo dargestellt sein, warum die Hautfarbe in einem kausalen Zusammenhang mit den Ausstößen steht. Ansonsten ist das schlicht eine unzulässige Pauschalisierung. Und natürlich dient diese Pauschalisierung zur Unterstützung der Aggitation, die darauf aufbaut.

Unabhängig davon würde ich lt. Memmi "gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" mehr oder weniger direkt mit "Rassismus" übersetzen. Warum sollte man linken Rassismus anders nennen als rechten?


Die Sendung ist schon relativ rassistisch. Im Bezug auf die Sendung kann man das so sagen. Wenn auch nicht durchgehend, aber wenn "ecklig weisse Mehrheitsgesellschaft" nicht rassistisch ist, dann weiss ich nicht was Rassismus sein soll.

Aber das, was du in Post 1 beschrieben hast, würde ich nicht alles als Rassismus bezeichnen, sondern als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

Aber ich sehe das auch so wie Teeernte. Hier versuchen jetzt viele ihre Interessen durchzusetzen. Da wird der alte weisse Mann von Feministen und von der Klimajugend als Feindbild aufgebaut.
POC sehen in Alles und Jeden Nazis.
Sibel Schick z.B. zieht auf Twitter andauernd über Deutsche oder über Männer her und wird von ihren Followern dafür gefeiert. Das ist klarer Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.
So etwas erfreut sich in linken Kreisen großer Beliebtheit.
Wer auch nur im Ansatz konservativ ist, der ist ein "alter weisser Mann" ein "Nazi" oder auch nur ein simples "Arschloch".

Und selbst sind ihre Methoden absolut indiskutabel. Ich habe diese Bilder schon in einem anderen Strang gepostet, aber hier passen sie besser hin. Das sind Prominente und Journalisten. Und nur eine kleine Auswahl.
https://imgur.com/a/QEMQo7e
https://i.imgur.com/KmrI8NQ.png
https://i.imgur.com/WaeKJ9G.png
https://i.imgur.com/XQFbbwQ.jpg

Von Igor Levit bin ich ganz besonders enttäuscht. Ein großartiger Pianist. Er ist auch schon Opfer anitsemitischer Hetze geworden, welches ich scharf verurteile. Nichtsdestotrotz ist das Entmenschlichen von Menschen ein absolutes Nogo.
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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon Dark Angel » Mi 1. Jan 2020, 20:29

Skeptiker hat geschrieben:(01 Jan 2020, 18:52)

Mein Eindruck ist, dass wir an den unterschiedlichsten Stellen Anzeichen von Generationen- und Gruppenkonflikten erkennen können. Diese gab es zwar auch davor schon, nun aber ändert sich der Ton.

Einmal sieht man z.B. in der "Omi ist ne Umweltsau"-Debatte, eine Verrohung der Kultur im Umgang miteinander. Aus der gleichen Ecke kam auch schon der zynische Spruch, dass die Großeltern "eh bald nicht mehr dabei" seien. Eine offene Respektlosigkeit, die in anderen Kulturen undenkbar wäre.

Es gibt aber nicht nur diese Fälle, sondern auch die Verbreitung von Memes wie "Ok Boomer", welcher zur Verächtlichtlichungmachung der Babyboomgeneration verwendet wird. Hier dazu Hintergrundinfos:
https://de.wikipedia.org/wiki/OK_Boomer

Die genannten Fälle stehen im Zusammenhang mit dem Klimathema, und könnten somit als Effekt dieser Debatte gesehen werden. Es gibt allerdings auch noch das Meme "alter weisser Mann", welcher in ganz ähnlicher Weise verwendet wird, nämlich um Personen aufgrund ihrer Identität argumentativ Mundtot zu machen.

Rassismus ist lt. Memmi:
Quelle

Man mag über diese Definition streiten, aber sie gilt aktuell als Definition für Rassismus (und wird sehr intensiv diesbezüglich verwendet).

Was wäre falsch an folgender Aussage: "Linke Gruppierungen haben Rassismus als Waffe gegen gesellschaftliche Gruppierungen - insbesondere die älteren Generation - als Stilmittel der politischen Aggitation für sich entdeckt"?

Für mich wären die Fragen:
  • Ist das Rassismus?
  • Kommt das nur/hauptsächlich von links?
  • Ist das gerechtfertigt?
  • Wie soll man damit umgehen?

Der Begriff Rassismus greift hier m.M.n. zu kurz, weil hier Feindbilder aufgebaut werden, denen niemand entrinnen kann, die alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens umfassen, nicht nur die Klimafrage.
M.E. handelt es sich hierbei um eine umfassende gruppenbezogene Menschfeindlichkeit, in die Rassismus genauso einfließt wie Sexismus, genauso wie die Etablierung eines "Opfermythos" und ja diese gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist ein Mittel politischer und ideologischer Agitation, basierend auf moralischer Selbstüberhöhung.
Ein Mittel welches die vermeintlich Guten gegen die vermeintlich Bösen einsetzen.
"Böse" sind in diesem Fall all jene, die sich nicht in einen, immer enger werdenden, Meinungskorridor pressen lassen wollen.
Stilmittel politischer Agitation auch deshalb, weil man damit mangels eigener Argumente, den "Feind" mundtot machen zu können glaubt. Den "Feind" muss man ausgrenzen, muss man entmenschlichen. Um Entmenschlichung i.w.S. handelt es sich hierbei.

Und JA - diese Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit kommt vorrangig von links, gleichgültig ob es sich dabei um Klimafragen handelt oder um Gender oder schlicht um das Benennen naturwissenschaftlicher Fakten/Tatsachen (egal welcher Art).
Diese Form politischer und ideologischer Agitation kommt vorrangig von links, weil so genannte "Klimaskeptiker" können nur rääächts und damit böse sein, jeder der die Genderideologie ablehnt kann nur rääächts sein und alles was räächts ist, ist böse und gehört mit allen Mitteln bekämpft.
Das Schlimme dabei ist - die linken Agitatoren bzw Demagogen sehen sich als Demokraten und Humanisten, sie merken nicht wie totalitär, wie diktatorisch und inhuman ihre Einstellung, ihr Weltbild ist, dass sie die wirklichen Totengräber der Demokratie und des Liberalismus sind.

Wie man damit umgehen soll? - Ihnen entgegentreten, wo immer man sie trifft, ihnen den Spiegel vorhalten - immer und immer wieder. Ihnen immer wieder vor Augen halten, dass sie genau das sind, genau die Mittel und Methoden anwenden, die sie vorgeben zu bekämpfen.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon Skeptiker » Mi 1. Jan 2020, 20:35

Diestel hat geschrieben:(01 Jan 2020, 20:11)
Deine Beispiele sind kein Rassismus und kommen auch nicht explizit von Linken. Aber ein Neujahrs-Versuch war’s wert. :rolleyes:

Wenn ich also über "alte schwarze Frauen" reden würde, und ihnen grundsätzliche Defizite unterstellen würde, dann wäre das kein Rassismus. Richtig verstanden?

Ob sie links sind, das ist eben die Frage - für mich ist das offen. Die Aussagen sind meist im Klimakontext, der mit scharfer Zunge von beiden Seiten diskutiert wird - von rechts aber in genau die andere Richtung. Insofern sehe ich radikale Pro-Klimaäußerungen als links. "Ok Boomer" ist insbesondere durch Chlöe Swarbrick bekannt geworden. Sie ist eine linke Abgeordnete in Neuseeland, und es ging ums Klima.

Der Spruch mit den "alten weißen Männern" wird ebenfalls ausschließlich von links verwendet. Wenn du anderslautende Beispiele hast, bitte her damit. :thumbup:
Zuletzt geändert von Skeptiker am Mi 1. Jan 2020, 20:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon Schnitter » Mi 1. Jan 2020, 20:42

Skeptiker hat geschrieben:(01 Jan 2020, 20:35)
"Ok Boomer" ist insbesondere durch Chlöe Swarbrick bekannt geworden. Sie ist eine linke Abgeordnete in Neuseeland, und es ging ums Klima.


Es ging um eine frustrierten Mann dessen Argumente zum Thema sich darin erschöpften über ihr Alter her zuziehen.

Es hat also genau den richtigen erwischt.
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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon Diestel » Mi 1. Jan 2020, 20:46

Skeptiker hat geschrieben:(01 Jan 2020, 20:35)

Wenn ich also über "alte schwarze Frauen" reden würde, und ihnen grundsätzliche Defizite unterstellen würde, dann wäre das kein Rassismus. Richtig verstanden?

Ob sie links sind, das ist eben die Frage - für mich ist das offen. Die Aussagen sind meist im Klimakontext, der mit scharfer Zunge von beiden Seiten diskutiert wird - von rechts aber in genau die andere Richtung. Insofern sehe ich radikale Pro-Klimaäußerungen als links. "Ok Boomer" ist insbesondere durch Chlöe Swarbrick bekannt geworden. Sie ist eine linke Abgeordnete in Neuseeland, und es ging ums Klima.

Der Spruch mit den "alten weißen Männern" wird ebenfalls ausschließlich von links verwendet. Wenn du anderslautende Beispiele hast, bitter her damit. :thumbup:

Ich mache dann auch mal einen Selbsthilfe-Thread auf für die Opfer rechter, gruppenbezogener Menschenfeindlickeit.
„Klimahysteriker“, „Gender-Spinner“, „links-grüner Faschist“, „naiver Gutmensch“ ist ja auch irgendwie voll rassistisch.
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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon Skeptiker » Mi 1. Jan 2020, 20:47

Schnitter hat geschrieben:(01 Jan 2020, 20:42)
Es ging um eine frustrierten Mann dessen Argumente zum Thema sich darin erschöpften über ihr Alter her zuziehen.

Es hat also genau den richtigen erwischt.

Nein, Schnitter, lies dir doch einfach die Hintergrundinfos durch, die ich verlinkt hatte. Dann erkennst du, dass es sich um die Nutzung eines "Geflügelten Wortes" handelt. Das hatte mit der konkreten Situation sachlich nichts zu tun.

Es ging als darum den Gegner durch gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (ich lerne ja dazu) mundtot zu machen. Also in bester "Nazimethodik" (würde man als Linker "Räächten" gegenüber sagen)
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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon Skeptiker » Mi 1. Jan 2020, 20:49

Diestel hat geschrieben:(01 Jan 2020, 20:46)

Ich mache dann auch mal einen Selbsthilfe-Thread auf für die Opfer rechter, gruppenbezogener Menschenfeindlickeit.
„Klimahysteriker“, „Gender-Spinner“, „links-grüner Faschist“, „naiver Gutmensch“ ist ja auch irgendwie voll rassistisch.

Dir wird bestimmte auffallen was alle diese Begriffe als klar nicht rassistisch erkennen läßt, oder? Es sind beleidigende, ggf. diffamierende Begriffe, aber keine rassistischen.
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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 1. Jan 2020, 20:52

BenJohn hat geschrieben:(01 Jan 2020, 19:24)

Als ich das hier gesehen habe, dache ich mich tritt ein Pferd.
"Weisse Bürgis" in einer "Ecklig weissen Mehrheitsgesellschaft"
https://youtu.be/iXtzy2RLjc8?t=1734

Ein Angebot von "funk", also von ARD/ZDF, Zielgruppe 14-29.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon BenJohn » Mi 1. Jan 2020, 20:52

Skeptiker hat geschrieben:(01 Jan 2020, 20:47)

Nein, Schnitter, lies dir doch einfach die Hintergrundinfos durch, die ich verlinkt hatte. Dann erkennst du, dass es sich um die Nutzung eines "Geflügelten Wortes" handelt. Das hatte mit der konkreten Situation sachlich nichts zu tun.

Es ging als darum den Gegner durch gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (ich lerne ja dazu) mundtot zu machen. Also in bester "Nazimethodik" (würde man als Linker "Räächten" gegenüber sagen)


In "Ok Boomer" stecken viele Infos und Bewegungshintergründe drin.

1. Ein simples abcanceln von jemanden, der seine Meinung vertritt. Als Antwort kommt dann Ok Bommer, weil eine Diskussion nicht gewollt ist.
2. Eine Überheblichkeit älteren Menschen gegenüber. Nichts gegen eine selbstbewusste Jugend, aber die Jugend braucht auch nicht so zu tun, als wüsste sie alles besser.
3. Ist Ok Boomer eine Schuldzuweisung geworden. Wer damit gebrandmarkt wird, der kann sich auch gleich als Umweltsau bezeichnen. Das hat den gleichen Hintergrund.
Für manche Linken ist einer schon rechtsradikal, wenn er nur pünktlich zur Arbeit kommt. Heiner Geißler
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Re: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon Skeptiker » Mi 1. Jan 2020, 20:53

Habe mich überzeugen lassen, dass "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" das Phänomen besser trifft als "Rassismus". Daher habe ich den Strangtitel angepasst.
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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon Schnitter » Mi 1. Jan 2020, 20:58

Skeptiker hat geschrieben:(01 Jan 2020, 20:47)

Nein, Schnitter, lies dir doch einfach die Hintergrundinfos durch, die ich verlinkt hatte.


Du hast die Info unterschlagen warum sie es gesagt hat.

Im übrigen wirst du den Linken kaum untersagen können genau mir der Medizin so auf die neu-rechte Welle zu antworten wie sie von eben diesen zusammengebraut wurde.

Wie heißt es doch so schön: "Das wird man doch noch sagen dürfen...". ;)

Dass der Wind sich erst nach ein paar Jahren gedreht hat, das verwundert mich hingegen sehr. Dass es kommen musste war klar.

..."Räächten" ....


Was sollen die 2 "ä" bedeuten ? Ist das irgendein Code den ich nicht kenne ?
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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon Skeptiker » Mi 1. Jan 2020, 20:59

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Jan 2020, 20:52)
Ein Angebot von "funk", also von ARD/ZDF, Zielgruppe 14-29.

Danke für den Hinweis. Ja, wirklich kaum zu fassen. Warum muss man mit öffentlichen Geldern Hass gegen Menschen fördern, die einfach nur eine weiße Hautfarbe haben?

Aber der Aspekt gehört dann sicher in den ÖR-Strang ...
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Re: Rassimus von Links als Stilmittel in der politischen Aggitation?

Beitragvon Dark Angel » Mi 1. Jan 2020, 21:13

Schnitter hat geschrieben:(01 Jan 2020, 20:42)

Es ging um eine frustrierten Mann dessen Argumente zum Thema sich darin erschöpften über ihr Alter her zuziehen.

Es hat also genau den richtigen erwischt.

Aha, wenn man sich nicht ernst genommen fühlt, dann darf man beleidigen.
"Ok Boomer" kann man frei mit "ok alter Knacker" übersetzen. Das ist natürlich ein ganz tolles Argument.
Das Interessante dabei ist, dass es ja gerade die Generation, der Chlöe Swarbrick angehört, ist die mit Fakten nicht (mehr) klarkommt, bei der Gesinnungsethik Vorrang vor Handlungs- und Verantwortungsethik hat.
Was hat denn die "Schneeflöckchengeneration", der Chlöe Swarbrick angehört, bisher geleistet? Nichts - nichts außer Forderungen an andere stellen.
Dabei hat gerade diese "Schneeflöckchengeneration" einen höheren CO2-Footprint als die von ihr beleidigte.
Die Generation der "Babyboomer" hat nachhaltiger gelebt als die heute 25jährigen bzw jüngeren.
Diese Generation hat NICHT vor TV und Computer gehockt, hat ihre Kleidung nach wenigem Tragen nicht weggeworfen - nein die wurde von jüngeren Geschwistern aufgetragen, Knöpfe und Reißverschlüsse wurden da noch ab- bzw rausgetrennt und weiter bzw wieder verwendet. Das Handy war 1m x 1m x 2m groß, gelb angestrichen und nannte sich Telefonzelle.
Die Liste ließe sich noch endlos weiter führen.
Und es ist die Generation der Babyboomer, die die Grundlagen für regenerative Energien/Energieträger geschaffen hat, die das Leben ermöglicht hat, welches Chlöe Swarbrick und mit ihr alle Angehörigen der Generation "Schneeflöckchen" führen.
Darüber sollte die Dame nachdenken, statt eine ganze Generation zu beleidigen.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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