Bund der Antifaschisten

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Selina
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Selina » So 1. Dez 2019, 18:44

In einem sehr emotionalen Interview mit dem Spiegel fragt die 94-jährige Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano: "Was kann gemeinnütziger sein als Antifaschismus?" Sie äußert sich unter anderem auch zu diversen Vorwürfen. Sehr empfehlenswert das Interview:

https://www.spiegel.de/geschichte/esthe ... 98662.html
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Bartleby
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Bartleby » So 1. Dez 2019, 18:54

McKnee hat geschrieben:(01 Dec 2019, 17:33)

Der VVN ist nicht erforderlich, um gegen Faschisten zu kämpfen.
.


Das darf man getrost als Fazit des Stranges noch einmal hervorheben.
In der Massendemokratie ist Kommunikationsverweigerung die letzte offene Tür ins Freie.
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Diestel » So 1. Dez 2019, 20:10

McKnee hat geschrieben:(01 Dec 2019, 17:33)

Der VVN ist nicht erforderlich, um gegen Faschisten zu kämpfen.

VVN = Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes

Schon interessant, was manche so meinen, beurteilen zu können.
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McKnee
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon McKnee » So 1. Dez 2019, 20:21

Diestel hat geschrieben:(01 Dec 2019, 20:10)

VVN = Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes

Schon interessant, was manche so meinen, beurteilen zu können.


Schau, ich bin ein Bürger, ich habe Erfahrung...was glaubst du mir das absprechen zu können?!

Glaube du an Namen. Ich befasse mich mit Fakten.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

.....er wusste es :D
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Diestel » So 1. Dez 2019, 20:35

McKnee hat geschrieben:(01 Dec 2019, 20:21)

Schau, ich bin ein Bürger, ich habe Erfahrung...was glaubst du mir das absprechen zu können?!


Ich glaube, die Verfolgten des Nazi-Regimes können besser als ein Bürger beurteilen, ob sie eine Vereinigung benötigen.
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon McKnee » So 1. Dez 2019, 20:40

Diestel hat geschrieben:(01 Dec 2019, 20:35)

Ich glaube, die Verfolgten des Nazi-Regimes können besser als ein Bürger beurteilen, ob sie eine Vereinigung benötigen.


Ich glaube, dass es um eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung geht. Zudem gibt es nicht mehr genug Verfolgte des Nazi-Regimes, um mit ihnen einen ausreichenden Widerstand zu formieren.

Ansonsten hat deine Behauptung wenig mit einem verfassungskonformen Demokratieverständnis zu tun.
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Bielefeld09 » So 1. Dez 2019, 21:20

Diestel hat geschrieben:(01 Dec 2019, 20:35)

Ich glaube, die Verfolgten des Nazi-Regimes können besser als ein Bürger beurteilen, ob sie eine Vereinigung benötigen.

Und was ist mit den Angehörigen?
Man hätte auch mal nachdenken können.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Selina » Mo 2. Dez 2019, 08:03

Ein interessanter sachlicher Beitrag, in dem man unter anderem auch erfährt, was der Bund der Antifaschisten heute eigentlich macht, warum es unter den bundesweit 6000 Mitgliedern auch eine relativ große Anzahl von älteren Kommunisten gibt, warum es zum Beispiel in NRW zu einem Umdenken kam und was Sozialdemokraten von alledem halten:

Zitat:

Der sozialdemokratische »Arbeitskreis ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten« bekannte jüngst seine Solidarität mit der VVN-BdA. In einer Erklärung heißt es, man hoffe, der fachlich zuständige Berliner Finanzsenator werde »historische Sensibilität« beweisen und seine Entscheidung revidieren.

https://www.neues-deutschland.de/artike ... s-aus.html
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Bartleby » Mo 2. Dez 2019, 11:00

naddy hat geschrieben:(01 Dec 2019, 20:21)

Wirklich faszinierend, diese Sicherheit in der Ein- und Zuordnung samt Archivierung in Klischee-Schubladen. Ein Fazit ist auch das Fazit der "geistigen Forums-Freunde", wer die sind ist selbstverständlich ebenso klar wie die Meinung der "Anderen"...

Wo lernt man sowas eigentlich? Im VHS-Kurs "Selbstgestrickte Weltbilder für den schlichten Charakter"?


Als gestählter Diskutant mit DKPlern in den Achtzigern und mit Blick auf Wachturm-Verkäufer: Das sind die Funktionsweisen von Sekten, also von denen, die zum Weltuntergang auf den Berg fahren oder zur Demonstration gegen die selbstentworfenen Weltbilder vom Bösen.

Man sollte es sich zur Ehre anrechnen, dann als zu den Anderen zugehörig verdammt zu werden. Es schützt vor Vereinnahmungen. Zwar hat man dann plötzlich mehr geistige Freunde als man selbst weiß - wo wäre in diesem Forum ein omnizidärer Metaphysiker, mit dem man die Menschenleere entwerfen könnte - :D :D aber da wichtiger ist, wovon man Abstand hält, also jenes Pathos der Distanz, braucht's nur die Botschaft: Du bist kein Unsriger. Wer, dem die Wirklichkeitssinne nicht abhanden gekommen sind, möchte schon mit der UZ oder dem Wachturm in der Fußgängerzone stehen.

Nichts gegen den Verkauf - aber nicht jede Sekte sollte durch Gemeinnützigkeit ein demokratisches Feigenblatt erhalten.
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Selina » Mo 2. Dez 2019, 12:23

Bartleby hat geschrieben:(02 Dec 2019, 11:00)

Als gestählter Diskutant mit DKPlern in den Achtzigern und mit Blick auf Wachturm-Verkäufer: Das sind die Funktionsweisen von Sekten, also von denen, die zum Weltuntergang auf den Berg fahren oder zur Demonstration gegen die selbstentworfenen Weltbilder vom Bösen.

Man sollte es sich zur Ehre anrechnen, dann als zu den Anderen zugehörig verdammt zu werden. Es schützt vor Vereinnahmungen. Zwar hat man dann plötzlich mehr geistige Freunde als man selbst weiß - wo wäre in diesem Forum ein omnizidärer Metaphysiker, mit dem man die Menschenleere entwerfen könnte - :D :D aber da wichtiger ist, wovon man Abstand hält, also jenes Pathos der Distanz, braucht's nur die Botschaft: Du bist kein Unsriger. Wer, dem die Wirklichkeitssinne nicht abhanden gekommen sind, möchte schon mit der UZ oder dem Wachturm in der Fußgängerzone stehen.

Nichts gegen den Verkauf - aber nicht jede Sekte sollte durch Gemeinnützigkeit ein demokratisches Feigenblatt erhalten.


Der Bund der Antifaschisten eine Sekte? Meine Güte, was denn nun noch alles? Aber vielleicht bringen das die anthropofugalen Träume so mit sich.
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Bartleby » Mo 2. Dez 2019, 12:51

Selina hat geschrieben:(02 Dec 2019, 12:23)

Der Bund der Antifaschisten eine Sekte? Meine Güte, was denn nun noch alles? Aber vielleicht bringen das die anthropofugalen Träume so mit sich.


Vielleicht. Vielleicht hat das aber auch nichts damit zu tun. Bis 2010 galt übrigens ein Unvereinbarkeitsbeschluss der SPD für den VVN.

Und Sekte? DKPler, die ja zu den wichtigsten Stützen gehörten (Partei und Verband wurden beide von der DDR finanziert), sind übers Sektenwesen nie hinausgekommen.
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Teeernte » Mo 2. Dez 2019, 12:55

Selina hat geschrieben:(02 Dec 2019, 08:03)

Ein interessanter sachlicher Beitrag, in dem man unter anderem auch erfährt, was der Bund der Antifaschisten heute eigentlich macht, warum es unter den bundesweit 6000 Mitgliedern auch eine relativ große Anzahl von älteren Kommunisten gibt, warum es zum Beispiel in NRW zu einem Umdenken kam und was Sozialdemokraten von alledem halten:

Zitat:

Der sozialdemokratische »Arbeitskreis ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten« bekannte jüngst seine Solidarität mit der VVN-BdA. In einer Erklärung heißt es, man hoffe, der fachlich zuständige Berliner Finanzsenator werde »historische Sensibilität« beweisen und seine Entscheidung revidieren.

https://www.neues-deutschland.de/artike ... s-aus.html


Die WEST Sozis hatten nichts zu leiden unter den Kommunisten...

(Wie die Sozis im Osten.) Aber klar - Solidarität bei der SPD ? :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon naddy » Mo 2. Dez 2019, 13:14

Bartleby hat geschrieben:(02 Dec 2019, 11:00)

...aber da wichtiger ist, wovon man Abstand hält, also jenes Pathos der Distanz, braucht's nur die Botschaft: Du bist kein Unsriger.


Schon klar. Aber die intuitive Abneigung gegen diese Art Troglodytendenken habe ich leider bis heute nicht so recht in den Griff gekriegt. Muß ich weiter dran arbeiten...

Wer, dem die Wirklichkeitssinne nicht abhanden gekommen sind, möchte schon mit der UZ oder dem Wachturm in der Fußgängerzone stehen.


Nichts gegen die Zeugen! Deren "Verkündigungstätigkeit" verdanke ich viele höchst unterhaltsame Stunden meines Lebens!

Aber genug mit diesem kleinen Ausflug in die Psyche anders Gearteter...

Selina hat geschrieben:(02 Dec 2019, 12:23)

Der Bund der Antifaschisten eine Sekte? Meine Güte, was denn nun noch alles?


Ich finde das auch unzeitgemäß. Da sollten wir uns lieber einer Empfehlung der Enquête-Kommission "Sogenannte Sekten und Psychogruppen“ aus dem Jahre 1998 anschlie0en und uns auf die Bezeichnung "Psychogruppe" einigen. In diese Kategorie fallen nach Meinung der Kommission zwar überwiegend religiös motivierte Abspaltungen, aber eben auch solche mit dem Ziel politischer Radikalisierung.

Mal im Ernst Selina: Ich habe hier mehrfach meine Zurückweisung jeder Art von "Faschismus" dokumentiert. Was du partout nicht einsehen willst ist, dass es nicht nur "rechten", sondern auch "linken" und sogar "religiösen" Faschismus gibt. Und zwar nicht nur als "Denkstruktur mit absolutem Wahrheitsanspruch", sondern auch in der Realität (siehe diverse frühere Links). "Antifaschist" ist derjenige, der den Faschismus als Konzept insgesamt zurückweist und nicht der, der sich lediglich für eine andere Form entscheidet.
"Das gefährliche an der Dummheit ist, daß sie die dumm macht, die ihr begegnen." (Sokrates).
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Selina » Mo 2. Dez 2019, 16:28

naddy hat geschrieben:(02 Dec 2019, 13:14)

Mal im Ernst Selina: Ich habe hier mehrfach meine Zurückweisung jeder Art von "Faschismus" dokumentiert. Was du partout nicht einsehen willst ist, dass es nicht nur "rechten", sondern auch "linken" und sogar "religiösen" Faschismus gibt. Und zwar nicht nur als "Denkstruktur mit absolutem Wahrheitsanspruch", sondern auch in der Realität (siehe diverse frühere Links). "Antifaschist" ist derjenige, der den Faschismus als Konzept insgesamt zurückweist und nicht der, der sich lediglich für eine andere Form entscheidet.


"Linksfaschismus" oder "linker Faschismus" sind verwaschene politische Kampfbegriffe, aber keine solide Beschreibung linker Inhalte, schon gar nicht in der heutigen Zeit.

Zitat:

Linksfaschismus (auch Linker bzw. Roter Faschismus oder Rot-Faschismus) ist ein politischer Kampfbegriff ohne einheitliche Bedeutung. Meist soll er realsozialistische Staaten, linksgerichtete Politik oder Ideologie als „Faschismus“, seltener auch Antikapitalismus faschistisch genannter Staaten oder Gruppen als „links“ bewerten. Die Politikwissenschaft verwendet den Begriff, anders als den Faschismusbegriff, nicht zur Beschreibung einer Ideologie oder Gesellschaftsordnung.

Italienische Demokraten bezeichneten damit seit 1926 den Stalinismus als eine mit dem damaligen italienischen Faschismus vergleichbare Diktatur. Vertreter der SPD bezeichneten die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) seit etwa 1929 als „rotlackierte Faschisten“; umgekehrt kategorisierten Kommunisten die Sozialdemokratie als „Rotfaschismus“ oder „Sozialfaschismus“.

Der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas warnte 1967 vor einem „linken Faschismus“ der APO, der eine Gewalteskalation fördern und rechtfertigen könne. Obwohl er dieses Urteil später zurückzog, diente der Begriff in der Bundesrepublik Deutschland meist zur Diffamierung linksgerichteter Gruppen und Parteien.[1] Er soll die von ihnen vertretene Politik, die sich oft als Antifaschismus legitimiert, ihrerseits als faschistisch, also antidemokratisch und gewaltorientiert, angreifen und delegitimieren. Er hat sich dabei zu einem beliebig eingesetzten Stereotyp entwickelt.[2] Das Wort wird ähnlich wie die Begriffe Anarchismus und Linksextremismus von Politikern, Behörden und Medien häufig mit Chaos, Gewalt, Terror und Kriminalität assoziiert. „Linksfaschisten“ werden als Gefahr für die innere Sicherheit dargestellt und so diffamiert.[3]


https://de.wikipedia.org/wiki/Linksfaschismus

Und das wird allgemein unter Faschismus verstanden. Allerdings schreibe ich meistens "neuer Faschismus" oder "Faschismus 2.0", um die Aktualität zu betonen:

Zitat:

Faschismus war zunächst die Eigenbezeichnung einer politischen Bewegung, die unter Führung von Benito Mussolini in Italien von 1922 bis 1943/45 die beherrschende politische Macht war und ein diktatorisches Regierungssystem errichtete (siehe Italienischer Faschismus).

Ab den 1920er Jahren wurde der Begriff für alle extrem nationalistischen, nach dem Führerprinzip organisierten antiliberalen und antimarxistischen Bewegungen, Ideologien oder Herrschaftssysteme verwendet, die seit dem Ersten Weltkrieg die parlamentarischen Demokratien abzulösen suchten. Die Verallgemeinerung des Faschismus-Begriffs von einer zeitlich und national begrenzten Eigenbezeichnung zur Gattungsbezeichnung einer bestimmten Herrschaftsart ist umstritten, besonders für den deutschen NS-Staat. Mit der Beschreibung und Erklärung des Faschismus beschäftigt sich die Faschismustheorie. Mit Neofaschismus bezeichnet man Strömungen und Parteien, die nach 1945 an die Tradition des Faschismus anknüpfen.[1]


https://de.wikipedia.org/wiki/Faschismus
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 2. Dez 2019, 16:44

Selina hat geschrieben:(02 Dec 2019, 16:28)

"Linksfaschismus" oder "linker Faschismus" sind verwaschene politische Kampfbegriffe,


Natürlich ist das ein Kampfbegriff ... Es ist aber doch nicht verboten Kampfbegriffe zu verwenden.
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Fliege » Mo 2. Dez 2019, 17:02

Und wer nennt wen:
... "rot lackierte Faschisten"?
... "Sozialfaschisten"?
... "rot lackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten"?
... "Apologet des Faschismus"?

(Auflösung: ein Sozialdemokrat die Antifa; Kommunisten die Sozialdemokraten (ebenda); ein großer Sozialdemokrat die Kommunisten (ebenda); 68er einen Linksintellektuellen.)
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Selina » Mo 2. Dez 2019, 17:05

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(02 Dec 2019, 16:44)

Natürlich ist das ein Kampfbegriff ... Es ist aber doch nicht verboten Kampfbegriffe zu verwenden.


Nein, natürlich nicht. Wer sagte was von "verboten"?
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon BlueMonday » Mo 2. Dez 2019, 17:44

Oder wenn man mal den "antifaschistischen Schutzwall" nimmt, der erzählt ja auch eine Bedeutungsgeschichte des stalinistisch geprägten Faschismusbegriffs. Offenbar lauerten im Westen hordenweise Faschisten, gegen die zum Schutz ein einmaliges Bollwerk errichtet werden musste. Man verstand wohl unter Faschismus eine kapitalistische, marktförmige Gesellschaft, die auf Privateigentum an Produktionsmitteln basiert. Und der Antifaschismus trat dagegen mit allen Mitteln an. So gesehen wird auch klar, dass es hier um eine partielle und keine allgemein geteilte Sichtweise gehen kann.
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Re: Bund der Antifaschisten

Beitragvon Brainiac » Mo 2. Dez 2019, 17:59

[MOD] Hier gingen mehrere Beiträge deutlich zu weit und die Diskussion kann auch eine Pause vertragen.

Edit: Wieder geöffnet.
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