Kampf gegen Links

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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Realist2014 » Do 25. Feb 2021, 13:27

Umetarek hat geschrieben:(25 Feb 2021, 13:23)

Wenn es keine Nachwuchskräfte gibt, ist ein Job offensichtlich unterbezahlt, das betrifft beispielsweise Handwerker, aber auch Krankenschwestern.

Man muß nicht mehr bezahlen, aber irgendwann hat man halt niemand mehr, der das macht...


Löhne sind Kosten

Höhere Löhne für die Handwerker müsste der Kunde bezahlen = "Man"
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Umetarek » Do 25. Feb 2021, 13:28

Realist2014 hat geschrieben:(25 Feb 2021, 13:27)

Löhne sind Kosten

Höhere Löhne für die Handwerker müsste der Kunde bezahlen = "Man"

Davon rede ich :D
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Realist2014 » Do 25. Feb 2021, 13:29

Umetarek hat geschrieben:(25 Feb 2021, 13:28)

Davon rede ich :D


Dann sind wir ja einer Meinung. :p
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Do 25. Feb 2021, 14:49

Zwei Arbeitsstellen haben zu müssen, um einmal davon leben zu können ohne Aufstockerei im Amt, das ist Ausbeutung. Was sonst? Die kaputtgeschuftete Gesundheit kriegste nicht zurück von den Herrschaften, die sich an dir dumm und dämlich verdient haben. Und auch in Vollzeitstellen, siehe targomeds Beispiele und viele andere mehr, kann man sich kaputtschuften.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Realist2014 » Do 25. Feb 2021, 15:17

Selina hat geschrieben:(25 Feb 2021, 14:49)

Zwei Arbeitsstellen haben zu müssen, um einmal davon leben zu können ohne Aufstockerei im Amt, das ist Ausbeutung .



Es sind laut deiner eigenen Ausage ja 2 x 50% = 2 x Teilzeitstellen

Was hat das mit "Ausbeutung" zu tun?

Die kaputtgeschuftete Gesundheit kriegste nicht zurück von den Herrschaften, die sich an dir dumm und dämlich verdient haben


Wer verdient sich "dumm und dähmlich"?

Nenne doch mal ein konkretes Unternehmen und untermauere deine obige These mit den zugehörigen Kennzahlen.

Und auch in Vollzeitstellen, siehe targomeds Beispiele und viele andere mehr, kann man sich kaputtschuften.


wenn die früheren Arbeiter der Bergwerke ( Kumpel) , die Arbeiter in den Gießereien usw. das Gejammere der Amazon Mitarbeiter lesen, lachen die sich schlapp
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon tarkomed » Do 25. Feb 2021, 15:29

Realist2014 hat geschrieben:(25 Feb 2021, 13:26)
Aus dem Artikel:
" Ich würde gern woanders arbeiten. Ich habe 28 Urlaubstage im Jahr und bekomme 13,20 Euro brutto in der Stunde. Weihnachts- und Urlaubsgeld gibt es nicht, aber einen jährlichen Bonus von 400 Euro."

Wo ist da die "Ausbeutung"?

Es ging u. a. um die 30 KM, die er beispielsweise täglich erlaufen muss und das nach einer Knieoperation, also keine Rücksicht auf den Gesundheitszustand der Mitarbeiter. Es wird genau diese Notsituation ausgenutzt, dass der Mitarbeiter keine Alternative hat, weil er Ortsgebunden ist und eine Familie hat. Ein Stundenlohn von 13,20 € entspricht im Übrigen 2.244 € Brutto, einschließlich Prämie sind es 2.277 €. Davon kann man keine Familie ernähren, auch in ländlichen Regionen nicht. Dann müssen beide Vollzeit arbeiten, um über die Runden zu kommen. Die Kinder bleiben dann dabei auf der Strecke.
Ich weiß, du wirst jetzt sagen, dann gründet man eben keine Familie, wenn man sich keine leisten kann.
Realist2014 hat geschrieben:(25 Feb 2021, 13:26)
"Druck" bezüglich Leistung & Qualität gibt es in allen Unternehmen- ausgelöst von den Kundenerwartungen

Das ist keine Rechtfertigung für rücksichtslose Ausbeutung der Arbeitskraft. Dann hat das Unternehmen das falsche Geschäftsmodell gewählt.
Realist2014 hat geschrieben:(25 Feb 2021, 13:26)
Es ging um Deutschland

Nein, es ging um Amazon und wozu ein solcher Konzern fähig ist, wenn man ihn nicht zügelt und gezügelt kann er nur von den Gewerkschaften werden, die dir auch ein Dorn im Auge zu sein scheinen.
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
Wenn sie es trotzdem tun, dann bist du es...
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon BlueMonday » Do 25. Feb 2021, 15:31

Progressiver hat geschrieben:(25 Feb 2021, 11:25)

Der Markt an sich ist völlig betriebsblind gegenüber moralischen und zivilisatorischen Standards. Man kann mit diesem Konstrukt nur beschreiben, dass es ein Angebot und eine Nachfrage gibt. Mehr nicht.

Das ist wieder dieser "Anthropomorphismus", von dem hier schon schokoschendrezki schrieb. Es gibt keinen "Markt" als handelnde Person. Wie gesagt, es gibt allenfalls ein marktförmiges Benehmen - von Menschen. Der "Markt" ist nichts anderes als die Menge von freiwilligen Austauschbeziehungen zwischen Menschen. Menschen wie die Forenteilnehmer hier. Die sind so "betriebsblind" oder "moralisch" wie Menschen eben sein können. Das ist der alte Etatismus, wenn man nun glaubt, man müsse denselben Menschen nur eine Staatsmütze, eine Beamtenmütze aufsetzen und sie würden damit dann ihre "Betriebsblindheit" ablegen.

Wenn es sich beispielsweise um Zahnbürsten handelt, ist das kein Problem. Aber selbst in Deutschland gibt es einen Markt für Kriegswaffen, Kinderpornographie, harten Drogen und ähnlichen Dingen. Soll man das alles legalisieren? Ist der absolut freie Markt ein Allheilmittel? Befürworter würden argumentieren, dass die Menschen angeblich frei wären, zu tun und zu handeln, wie sie es für richtig hielten. Wer als Kind vergewaltigt wird oder aber Opfer seiner Heroinsucht ist, der könne sich noch frei entscheiden, dies auch zu lassen. Der Markt an sich ist da ganz unschuldig an der Sache. Er ist nur der Dealer. Und Schuld ist am Ende die Politik, aber nicht der Markt. Oder aber das Individuum oder aber gleich der Staat.


Nochmal: es ging um die rein begriffliche Einordnung und offenbar verhindert eine große Abneigung gegen das Wort "Markt" hier das Verständnis. Eine Waffe zu verkaufen bringt niemanden um. Dazu muss man sie schon entsprechend einsetzen. Und der aggressive Einsatz einer Waffe zum Zwecke des Raubs etc. ist nun eben nicht marktförmig(vertraglich, gegenseitig gewollt). Die größte Waffenansammlung und der größte Waffeneinsatz ging gerade von Staaten aus. Nennt sich auch "Krieg". Gab es sogar im globalen Ausmaß in Gestalt von zwei Weltkriegen inkl. Atomwaffeneinsatz und Abermillionen Opfern und riesigen Schutthaufen, wo kein Stein mehr auf dem anderen lag. So sieht das dann wohl aus, wenn Menschen nicht mehr "betriebsblind" sind und das "Ganze" im Blick haben...

Wenn ich dieses Wort nun vermeide und sage: mir geht es um zivilisiertes Benehmen. Und stelle dann begrifflich klar, was ich unter zivilisiertem Verhalten verstehe, dass man nicht betrügt, nicht raubt, nicht stiehlt, um Einverständnis fragt, ein Nein akzeptiert, Hilfe anbietet usw. usf. Dann kommst du und sagst: das wäre aber "optimistisch", da es eben auch Raub und nicht einvernehmliche Beziehungen zwischen Menschen gäbe... Das hat weder ich noch jemand anderes hier bestritten, im Gegenteil. In Gestalt des Staates ist der Raub sogar legalisiert und institutionalisiert. Was im zivilen Leben unerhört wäre, ist dem Staat ausdrücklich erlaubt.


Im Übrigen beweist auch das Beispiel Amazon, das private Akteure eben nicht besser sind als Staaten. Dieser Konzern ist groß und mächtig genug, wie ein Staat im Staate zu agieren. Und auch seine Mitarbeiter sind keinesfalls frei, bei Amazon zu arbeiten oder nicht. Der Konzern siedelt sich überwiegend in strukturschwachen Regionen an. Die Leute in diesen Gebieten haben oftmals nur die Chance: Entweder sie lassen sich von Amazon ausbeuten. Oder aber sie fallen auf ein Sozialhilfeniveau zurück, welches zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben ist.
.

Hieße dann, die Menschen wären dort besser dran, wenn sich Amazon gar nicht erst ansiedeln würde, kein Angebot machen würde. Bizarre Vorstellung. Wie schon an anderer Stelle gefragt: wie ist denn Amazon in diese Position gekommen. Hat Amazon geraubt, gestohlen?
Niemand behauptet, dass "der Markt" unmögliche Wunder vollbringt. Es wird allenfalls behauptet, dass zivilisiertes Benehmen(das ökonomische Mittel bei Oppenheimer) die bessere allgemeine Lösung darstellt als das "politische Mittel"(Oppenheimer), also mit Gewalt zu nehmen und neuzuordnen.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Do 25. Feb 2021, 15:54

BlueMonday hat geschrieben:(25 Feb 2021, 15:31)

Das ist wieder dieser "Anthropomorphismus", von dem hier schon schokoschendrezki schrieb. Es gibt keinen "Markt" als handelnde Person. Wie gesagt, es gibt allenfalls ein marktförmiges Benehmen - von Menschen. Der "Markt" ist nichts anderes als die Menge von freiwilligen Austauschbeziehungen zwischen Menschen. Menschen wie die Forenteilnehmer hier. Die sind so "betriebsblind" oder "moralisch" wie Menschen eben sein können. Das ist der alte Etatismus, wenn man nun glaubt, man müsse denselben Menschen nur eine Staatsmütze, eine Beamtenmütze aufsetzen und sie würden damit dann ihre "Betriebsblindheit" ablegen.



Nochmal: es ging um die rein begriffliche Einordnung und offenbar verhindert eine große Abneigung gegen das Wort "Markt" hier das Verständnis. Eine Waffe zu verkaufen bringt niemanden um. Dazu muss man sie schon entsprechend einsetzen. Und der aggressive Einsatz einer Waffe zum Zwecke des Raubs etc. ist nun eben nicht marktförmig(vertraglich, gegenseitig gewollt). Die größte Waffenansammlung und der größte Waffeneinsatz ging gerade von Staaten aus. Nennt sich auch "Krieg". Gab es sogar im globalen Ausmaß in Gestalt von zwei Weltkriegen inkl. Atomwaffeneinsatz und Abermillionen Opfern und riesigen Schutthaufen, wo kein Stein mehr auf dem anderen lag. So sieht das dann wohl aus, wenn Menschen nicht mehr "betriebsblind" sind und das "Ganze" im Blick haben...

Wenn ich dieses Wort nun vermeide und sage: mir geht es um zivilisiertes Benehmen. Und stelle dann begrifflich klar, was ich unter zivilisiertem Verhalten verstehe, dass man nicht betrügt, nicht raubt, nicht stiehlt, um Einverständnis fragt, ein Nein akzeptiert, Hilfe anbietet usw. usf. Dann kommst du und sagst: das wäre aber "optimistisch", da es eben auch Raub und nicht einvernehmliche Beziehungen zwischen Menschen gäbe... Das hat weder ich noch jemand anderes hier bestritten, im Gegenteil. In Gestalt des Staates ist der Raub sogar legalisiert und institutionalisiert. Was im zivilen Leben unerhört wäre, ist dem Staat ausdrücklich erlaubt.



Hieße dann, die Menschen wären dort besser dran, wenn sich Amazon gar nicht erst ansiedeln würde, kein Angebot machen würde. Bizarre Vorstellung. Wie schon an anderer Stelle gefragt: wie ist denn Amazon in diese Position gekommen. Hat Amazon geraubt, gestohlen?
Niemand behauptet, dass "der Markt" unmögliche Wunder vollbringt. Es wird allenfalls behauptet, dass zivilisiertes Benehmen(das ökonomische Mittel bei Oppenheimer) die bessere allgemeine Lösung darstellt als das "politische Mittel"(Oppenheimer), also mit Gewalt zu nehmen und neuzuordnen.


"Zivilisiertes Benehmen" gibts eben nicht bei ner Riesen-Rendite-Erwartung. Darum gehts ja gerade.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Realist2014 » Do 25. Feb 2021, 15:55

Selina hat geschrieben:(25 Feb 2021, 15:54)

"Zivilisiertes Benehmen" gibts eben nicht bei ner Riesen-Rendite-Erwartung. Darum gehts ja gerade.



Was ist denn eine angemessene Rendite, welche du Unternehmen zugestehen würdest?
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Do 25. Feb 2021, 16:00

Realist2014 hat geschrieben:(25 Feb 2021, 15:55)

Was ist denn eine angemessene Rendite, welche du Unternehmen zugestehen würdest?


Gegenfrage: Welches Verhältnis zwischen Rendite und Einkommen (gemeint ist hier Lohn/Gehalt) der Mitarbeiter würdest du denn als "zivilisiertes Benehmen" betrachten?
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Teeernte » Do 25. Feb 2021, 16:05

Selina hat geschrieben:(25 Feb 2021, 16:00)

Gegenfrage: Welches Verhältnis zwischen Rendite und Einkommen (gemeint ist hier Lohn/Gehalt) der Mitarbeiter würdest du denn als "zivilisiertes Benehmen" betrachten?


Aumann - der Wasserpreis wird SOOOOO hoch angesiedelt - je nach dem - was Du waschen willst ?
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Uffhausen » Do 25. Feb 2021, 16:09

Selina hat geschrieben:(25 Feb 2021, 14:49)

Zwei Arbeitsstellen haben zu müssen, um einmal davon leben zu können ohne Aufstockerei im Amt, das ist Ausbeutung. Was sonst? Die kaputtgeschuftete Gesundheit kriegste nicht zurück von den Herrschaften, die sich an dir dumm und dämlich verdient haben. Und auch in Vollzeitstellen, siehe targomeds Beispiele und viele andere mehr, kann man sich kaputtschuften.

In meiner Stradt sollen coronabedingt - unter anderem - die Kita-Gebühren in den nächsten fünf Jahren um satte 80% erhöht werden. Eine teilzeitarbeitende Kollegin meinte kürzlich, am besten wäre, schnellstmöglich nochmal schwanger werden, Arbeit kündigen und die Erziehung und Versorgung der Kinder fortan allein bewältigen, während der Mann Vollzeit Geld verdient. Käme wesentlich billiger = nicht für die öffentlichen Staatskassen, aber für die privaten Haushaltskassen definitiv.
"Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen." Erich Kästner
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Realist2014 » Do 25. Feb 2021, 16:10

Selina hat geschrieben:(25 Feb 2021, 16:00)

Gegenfrage: Welches Verhältnis zwischen Rendite und Einkommen (gemeint ist hier Lohn/Gehalt) der Mitarbeiter würdest du denn als "zivilisiertes Benehmen" betrachten?


Du musst schon die richtigen Komponenten vergleichen

Bei Unternehmen wird eine Eigenkapitalrendite von 15% als normal angesehen.

Beim Lohn/Gehalt geht es ja um den "Marktpreis" der Tätigkeit in Kombination mit Tariflöhnen

Daher bekommt die Bäckereifachverkäuferin in Sachsen auf dem Land nur 10 Euro die Stunde ( Tariflohn = Niedriglohn) , obwohl der Bäckermeister möglicherweise diese 15% erreicht.

Der Ingenieur bei BMW bekommt ein Jahresgahlt von 90.000 Euro und BMW erreicht nur eine Eigenkapitalrendite von 9%....
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon BlueMonday » Do 25. Feb 2021, 17:19

Selina hat geschrieben:(25 Feb 2021, 15:54)

"Zivilisiertes Benehmen" gibts eben nicht bei ner Riesen-Rendite-Erwartung. Darum gehts ja gerade.


Amazon als hier immer wieder angeführtes Negativbeispiel schüttet keine Dividenden aus und reinvestiert andererseits auch im starken Maße (Folge: vergleichsweise geringe Gewinne gemessen am Umsatz). Offenbar hat die dadurch geschaffene hochproduktive wie effiziente Kapitalstruktur auch einen großen Nutzen für den Endkunden, zu dem ja wiederum auch der Angestellte, Arbeiter usw. zählt. Das vergisst immer wieder das linke Denken, dass Arbeitsentgelte einen wesentlichen Kostenfaktor darstellen und damit den Endpreis mitbestimmen bzw. treiben ("Lohn-Preis-Spirale").

Also letztlich "moniert" man ja das Gehaltsniveau etwa eines Kommissionierers bei Amazon im Vergleich zu einer anderen Arbeit, die höher entlohnt wird ("relative Armut"). Was will man also? Dass der höher Entlohnte weniger entlohnt wird, damit der geringer Entlohnte höher entlohnt wird (=>größere Gleichheit der Einkommen) Aber wir erleben ja nun auch eine ausgeprägte Streik(un)kultur, so dass die einen(mit dem höheren Druckpotential) auf Kosten der anderen ein höheres Einkommen erpressen und so sich gewisse Lohnabstände immer wieder einstellen werden, also dass förmlich auf den Abstand beim Gehalt zu anderen Gehältern bestanden wird. Einen Vertragsbruch(""Streik") würde ich jedenfalls als unzivilisiert einordnen. Und wer ein Dividendeneinkommen haben will, dem steht es jederzeit frei, entsprechende Anteile an ausschüttenden Firmen zu erwerben.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Realist2014 » Do 25. Feb 2021, 17:50

BlueMonday hat geschrieben:(25 Feb 2021, 17:19)

Amazon als hier immer wieder angeführtes Negativbeispiel schüttet keine Dividenden aus und reinvestiert andererseits auch im starken Maße (Folge: vergleichsweise geringe Gewinne gemessen am Umsatz). ............................n.


Gemäß der "linken Logik" hätte Amazon von Anfang an höhere Löhne zahlen sollen, dann wäre weniger zum reinvestieren vorhanden gewesen und Amazon wäre gar nicht so stark gewachsen.... :x
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Do 25. Feb 2021, 18:18

BlueMonday hat geschrieben:(25 Feb 2021, 17:19)

Amazon als hier immer wieder angeführtes Negativbeispiel schüttet keine Dividenden aus und reinvestiert andererseits auch im starken Maße (Folge: vergleichsweise geringe Gewinne gemessen am Umsatz). Offenbar hat die dadurch geschaffene hochproduktive wie effiziente Kapitalstruktur auch einen großen Nutzen für den Endkunden, zu dem ja wiederum auch der Angestellte, Arbeiter usw. zählt. Das vergisst immer wieder das linke Denken, dass Arbeitsentgelte einen wesentlichen Kostenfaktor darstellen und damit den Endpreis mitbestimmen bzw. treiben ("Lohn-Preis-Spirale").

Also letztlich "moniert" man ja das Gehaltsniveau etwa eines Kommissionierers bei Amazon im Vergleich zu einer anderen Arbeit, die höher entlohnt wird ("relative Armut"). Was will man also? Dass der höher Entlohnte weniger entlohnt wird, damit der geringer Entlohnte höher entlohnt wird (=>größere Gleichheit der Einkommen) Aber wir erleben ja nun auch eine ausgeprägte Streik(un)kultur, so dass die einen(mit dem höheren Druckpotential) auf Kosten der anderen ein höheres Einkommen erpressen und so sich gewisse Lohnabstände immer wieder einstellen werden, also dass förmlich auf den Abstand beim Gehalt zu anderen Gehältern bestanden wird. Einen Vertragsbruch(""Streik") würde ich jedenfalls als unzivilisiert einordnen. Und wer ein Dividendeneinkommen haben will, dem steht es jederzeit frei, entsprechende Anteile an ausschüttenden Firmen zu erwerben.


Eine bessere Werbung für Amazon (erster Abschnitt deines Kommentars) kann man sich fast nicht vorstellen. Und ja, gewerkschaftliches Engagement ist dort nicht so gerne gesehen. Warum wohl?
Zuletzt geändert von Selina am Do 25. Feb 2021, 18:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon BlueMonday » Do 25. Feb 2021, 18:19

Realist2014 hat geschrieben:(25 Feb 2021, 17:50)

Gemäß der "linken Logik" hätte Amazon von Anfang an höhere Löhne zahlen sollen, dann wäre weniger zum reinvestieren vorhanden gewesen und Amazon wäre gar nicht so stark gewachsen.... :x


Tja, das war eines der Kernprobleme des DDR-Sozialismus. Aus dem berüchtigten Schürer-Papier:
"Die Auswirkungen des Rückgangs der Akkumulationsrate von 29 % im Jahre 1970 auf 21 % laut Plan 1989, die ausschließlich zu Lasten der produzierenden Bereiche gegangen ist, sind schwerwiegender als bisher eingeschätzt."

Also den Konsum ausweiten wollen auf Kosten der "Akkumulation" (Investitionen).
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon BlueMonday » Do 25. Feb 2021, 18:28

Selina hat geschrieben:(25 Feb 2021, 18:18)

Eine bessere Werbung für Amazon (erster Abschnitt deines Kommentars) kann man sich fast nicht vorstellen. Und ja, gewerkschaftliches Engagement ist dort nicht so gerne gesehen. Warum wohl?


Ich hab auch keine Probleme mit Amazon.
Damit wirst du nun in einem Diskussionsforum leben müssen, dass du nicht nur auf einseitige, dir genehme Ansichten triffst (zumal in einem Thread wie diesem hier). Nun wäre es der Diskussion zuträglich, wenn du es auch mit Argumenten probieren würdest. Wie die Streikunkultur wirkt letztenendes habe ich ja beschrieben. Wie würde denn ein Streik bei Amazon wirken - unterm Strich? Der Nominallohn steigt dort. Die Amazonpreise steigen infolge. Preise, die die Endkunden zahlen müssen. Inflationäre Effekte für die anderem also, die dann wiederum früher oder später einen höheren Lohn haben wollen, damit ihr Nominallohn wenigstens die alte Kaufkraft hat. Der reale Lohnabstand stellt sich wieder ein. Hast du dich mit der Problematik der Lohn-Preis-Spirale überhaupt auseinandergesetzt? Was setzt du argumentativ dagegen?
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Do 25. Feb 2021, 18:46

BlueMonday hat geschrieben:(25 Feb 2021, 18:28)

Ich hab auch keine Probleme mit Amazon.
Damit wirst du nun in einem Diskussionsforum leben müssen, dass du nicht nur auf einseitige, dir genehme Ansichten triffst (zumal in einem Thread wie diesem hier). Nun wäre es der Diskussion zuträglich, wenn du es auch mit Argumenten probieren würdest. Wie die Streikunkultur wirkt letztenendes habe ich ja beschrieben. Wie würde denn ein Streik bei Amazon wirken - unterm Strich? Der Nominallohn steigt dort. Die Amazonpreise steigen infolge. Preise, die die Endkunden zahlen müssen. Inflationäre Effekte für die anderem also, die dann wiederum früher oder später einen höheren Lohn haben wollen, damit ihr Nominallohn wenigstens die alte Kaufkraft hat. Der reale Lohnabstand stellt sich wieder ein. Hast du dich mit der Problematik der Lohn-Preis-Spirale überhaupt auseinandergesetzt? Was setzt du argumentativ dagegen?


Ich frag mich generell, wieso das eigentlich immer solch ein Automatismus sein soll, dass sämtliche Lohnerhöhungen dann sofort mit Preiserhöhungen ausgeglichen werden müssen, die der Kunde zu tragen hat. Wieso kann man für Lohnerhöhungen nicht einfach auch mal Abstriche am Gewinn machen? Soooo viele Investitionen gibts gerade bei Amazon nun auch wieder nicht.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Realist2014 » Do 25. Feb 2021, 18:50

Selina hat geschrieben:(25 Feb 2021, 18:46)

Wieso kann man für Lohnerhöhungen nicht einfach auch mal Abstriche am Gewinn machen? .


Warum sollte irgendein Unternehmen das tun?

der Kern der "linken "Argumentation" impliziert immer das Gleiche:

Die angeblich zu niedrigen Löhne und die angeblich zu hohen Gewinne.


wenn dann Fragen nach belastbaren Fakten gestellt werden- kommt als Antwort die leere Menge.


Wie in meinen Beispiel mit der Bäckerei und BMW ....
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