Kampf gegen Links

Moderator: Moderatoren Forum 8

Benutzeravatar
Bartleby
Beiträge: 2121
Registriert: Mi 8. Aug 2018, 11:21
Benutzertitel: Ontodizeeverweigerung

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Bartleby » Mo 4. Nov 2019, 18:56

Selina hat geschrieben:(04 Nov 2019, 18:48)

Auch in der Geschichte der SPD spielte Marx eine Rolle.



Auch das ist keine inhaltliche Validierung der Richtigkeit der Marxschen Theorie :rolleyes:
In der Massendemokratie ist Kommunikationsverweigerung die letzte offene Tür ins Freie.
Benutzeravatar
tarkomed
Beiträge: 416
Registriert: Mi 23. Okt 2019, 10:03

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon tarkomed » Mo 4. Nov 2019, 19:11

Skeptiker hat geschrieben:(04 Nov 2019, 18:08)Würde ich heute eine Ideologie begründen, der später Millionen Menschen zum Opfer fallen, dann könnte ich mich ja auch nicht hinstellen und sagen "Püh, so war das doch nicht gemeint". Nein, er ist schon Teil dessen, was durch seine Ideen ausgelöst wurde.

Könnte sich jesus heute nicht die gleiche Frage stellen?
Ist Jesus – oder nehmen wir lieber die Evangelisten – schuld an den Kreuzzügen, den Religionskriegen in Europa, den Hexenverbrennungen etc.? Wäre Stalin nicht an die Macht gekommen, hätte der Sowjet-Kommunismus womöglich einen anderen Verlauf genommen.
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
Wenn sie es trotzdem tun, dann bist du es...
Benutzeravatar
Fliege
Beiträge: 4576
Registriert: Sa 26. Mai 2018, 00:15

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Fliege » Mo 4. Nov 2019, 19:26

tarkomed hat geschrieben:(04 Nov 2019, 19:11)
Könnte sich jesus heute nicht die gleiche Frage stellen?
Ist Jesus – oder nehmen wir lieber die Evangelisten – schuld an den Kreuzzügen, den Religionskriegen in Europa, den Hexenverbrennungen etc.? Wäre Stalin nicht an die Macht gekommen, hätte der Sowjet-Kommunismus womöglich einen anderen Verlauf genommen.

Popper sagte, Intellektuelle hätten eine enorme Verantwortung, doch dieser Verantwortung wären sie insbesondere in den 1920er und 1930er Jahren nur selten gerecht geworden: daher Stalinismus, Hitlerismus und Appeasement. (Ähnliches betrifft die von dir genannten Intellektuellen der Antike.)
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
Benutzeravatar
Skeptiker
Beiträge: 4175
Registriert: Do 11. Jan 2018, 22:26

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Skeptiker » Mo 4. Nov 2019, 19:38

tarkomed hat geschrieben:(04 Nov 2019, 19:11)

Könnte sich jesus heute nicht die gleiche Frage stellen?
Ist Jesus – oder nehmen wir lieber die Evangelisten – schuld an den Kreuzzügen, den Religionskriegen in Europa, den Hexenverbrennungen etc.? Wäre Stalin nicht an die Macht gekommen, hätte der Sowjet-Kommunismus womöglich einen anderen Verlauf genommen.

Natürlich ist Jesus an dem Schlamassel beteiligt, den seine Gefolgschaft angerichtet hat. Es wäre natürlich vermessen ihn für ALLES verantwortlich zu machen, aber der Religionsstifter kann sich von den Verbrechen die im Namen der Religion begangen werden nicht freisprechen.

Letztendlich sind sich Religionen und politische Ideologien sehr ähnlich, insbesondere im extremistischen Fall, wenn der Dogmatismus überwiegt.

Beim Sozialismus ist das Grundproblem aber nicht, dass "zufällig" das System in Totalitarismus abgeglitten ist. Sozialismus baut auf dem Konzept der Gleichheit auf. Das mündet leider automatisch in die Repression desjenigen, der als privilegiert angesehen wird. Gleichheit gibt es nicht, und so wird das dogmatische Streben nach Gleichheit zum Spießrutenlauf für Andersdenkende und Abweichler. Es ist kein Zufall, dass solche Systeme typischerweise in sich zusammenstürzen, oder marktwirtschaftlich korrumpiert werden.
Benutzeravatar
Ammianus
Beiträge: 4162
Registriert: Sa 17. Dez 2011, 22:05

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Ammianus » Mo 4. Nov 2019, 19:43

tarkomed hat geschrieben:(04 Nov 2019, 19:11)

Könnte sich jesus heute nicht die gleiche Frage stellen?
Ist Jesus – oder nehmen wir lieber die Evangelisten – schuld an den Kreuzzügen, den Religionskriegen in Europa, den Hexenverbrennungen etc.? Wäre Stalin nicht an die Macht gekommen, hätte der Sowjet-Kommunismus womöglich einen anderen Verlauf genommen.


Der erste Satz ist typisches tu quoque. Beim Rest habe ich den quasi-Automatismus im System zur brutalen Ein-Mann-Diktatur aufgezeigt. Die letzten Jahrzehnte im Ostblock waren nach Stalins Tod nur noch ein bleiernes Vorsichhindämmern.

Für interessierte Mitleser ein passender Witz:

Stalin, Chrustschow und Breschnew fahren in einem Zug durch die Steppe. Auf einmal bleibt der Zug stehen.
"Erschießt den Lockführer!" befielt Stalin.
Der Lockführter wird erschossen aber der Zug fährt trotzdem nicht weiter.
"Rehabilitiert den Lockführer!" befielt Chrustschow. Kein Ergebnis.
Die Drei sehen sich an und grübeln. Dann räuspert sich Breschnew: "Towarischi, tun wir doch einfach so, als würde der Zug fahren."
Benutzeravatar
Bartleby
Beiträge: 2121
Registriert: Mi 8. Aug 2018, 11:21
Benutzertitel: Ontodizeeverweigerung

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Bartleby » Mo 4. Nov 2019, 19:59

Skeptiker hat geschrieben:(04 Nov 2019, 19:38)

Letztendlich sind sich Religionen und politische Ideologien sehr ähnlich, insbesondere im extremistischen Fall, wenn der Dogmatismus überwiegt.



Er wird immer überwiegen.

"Grausamkeit aus vollem Herzen zu hassen steht völlig in Einklang mit biblischer Religiosität; sie aber an erste Stelle zu setzen, lässt einen ein für allemal von der Offenbarungsreligion Abschied nehmen, denn es bedeutet, ein rein menschliches Urteil über menschliches Verhalten zu treffen und es hält Religion so in einem gewissen Abstand." (Judith Shklar)


Und genau das ließe sich auch über jede politische Ideologie sagen. Fragt sich jetzt eben, was alles darunter fällt, wo zum Beispiel der Liberalismus in seinen unterschiedlichen Spielarten Grausamkeit hinsetzt. Rorty hatte das übrig in sein Konzept aufgenommen und auch schon die Vermeidung von Grausamkeit als das wichtigste im Raum der öffentlichen Politik bezeichnet.
In der Massendemokratie ist Kommunikationsverweigerung die letzte offene Tür ins Freie.
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 17181
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Dark Angel » Mo 4. Nov 2019, 20:25

MäckIntaier hat geschrieben:(04 Nov 2019, 18:54)

Gut, ich mag jetzt nicht über weitere Stöckchen springen, wegen mir mag Marx' Gesellschaftslehre auch eine These sein. Dass er Kritiker Esel nennt? Jesses, wen wollte man noch lesen, wer hätte da, auch in der Wissenschaft nicht womöglich unrecht?

Ich bin auch nicht angetreten, um Marx(ismus) zu verteidigen, sondern gegen die Unsitte, politische Diskurse immer dann, wenn es unliebsam für einen wird, auf der Moral- und/oder Charakterebene zu lösen. Das mag mit Toten noch halbwegs folgenlos wenn auch theoretisch eher sinnlos sein, aber es wird ja gerne solchermaßen indirekt oder gleich direkt auf die Diskursteilnehmer angewandt. Und genau hier beginnt der Krampf dann, weil das Ziel nicht mehr ist, in der Sache allein recht zu behalten, sondern den anderen zu diskredtieren, moralisch, psychologisch, pathologisch. Klassische Voraussetzungen für misslingende Diskurstheorien. Und Sie rügen auch andere gerne in dieser Hinsicht - nicht einmal zu Unrecht.

Was wird unliebsam?
Die Tatsache, dass sich Marx nicht argumentativ mit seinen Kritikern auseinander gesetzt hat, sondern mittels argumentum ad hominem, bedeutet schlicht, dass er sich im Besitz der absoluten Wahrheit wähnte und seine Thesen nicht zu hinterfragen bzw zu kritisieren seien.
Mit dieser Haltung ist er eindeutig ein Dogmatiker, seine Lehren/Thesen sind Dogmen und genau das hat die politische Ideologie des Marxismus mit Religionen gemeinsam - auch deren Lehren dürfen nicht hinterfragt werden.
Der einzige Unterschied zu Marx' Zeitgenossen, die seine Lehren als "Anleitung für die Gestaltung einer neuen Gesellschaftsordnung" und den Neomarxisten des 20. und 21.Jh besteht darin, dass a) das Proletariat als revolutionäres Subjekt durch ein "dialektisches Verhältnis von Mensch und Gesellschaft" ersetzt (bzw postuliert) wird und b) selktiv bestimmte Werke in den Vordergrund gestellt und der Gesamtzusammenhang der MEW (scheinbar) ignoriert wird.
Dies hat dazu geführt bzw führt dazu, dass Marxismus heute überwiegend als heterogene Denkrichtungen der Wirtschafts- und Gesellschaftskritik in Begriffen oder auch bloßen Worthülsen erscheint bzw wahrgenommen wird. Dies zeigt sich vor allem darin, dass eine schwammige Utopie (demokratischer Sozialismus) als Losung und Ziel benutzt wird. Grundlagentheoretische Substanz hat dieses Konzept nicht mehr, der Dormatismus bleibt jedoch erhalten.
Der Weg, auf dem dieses Ziel erreicht werden soll, wird nicht hinterfragt, ebenso wenig wird darüber reflektiert, dass dieses Ziel nicht mittels demokratischer Legitimation erreichbar ist, weil "der Mensch", der zur Erreichung dieses Ziels notwendig wäre, nicht existiert, sondern erst "erzogen" werden müsste.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Skeptiker
Beiträge: 4175
Registriert: Do 11. Jan 2018, 22:26

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Skeptiker » Mo 4. Nov 2019, 23:54

Bericht in der Welt:
https://www.welt.de/politik/deutschland ... edten.html
ANSCHLÄGE UND STRASSENKAMPF
Ein Welle linksextremer Gewalt in Deutschlands Großstädten
...
Eine Welle linksextremistischer Gewalt rollt durch deutsche Großstädte, vor allem durch Berlin, Hamburg und Leipzig. Die Akteure nehmen Verletzte nicht nur in Kauf, sie gehen das Risiko ein, mit Bränden und Attacken noch Schlimmeres anzurichten – wie in Leipzig, wo Menschen aus ihren Wohnungen geholt werden mussten, weil offenbar Gefahr für Leib und Leben bestand.

Diese Gruppen rechtfertigen ihre Gewalt mit dem Kampf gegen die Gentrifizierung, also die Sanierung und Verteuerung meist von Altbauvierteln großer Städte. Und sie nehmen ein Recht für sich in Anspruch, das das Grundgesetz nicht kennt: das Recht, selbst zu richten und zu strafen, wen sie politisch verurteilen, weil er oder sie Wohnungen baut, besitzt oder bewohnt, die in ihren Augen „Luxuswohnungen“ sind.

Kennen wir das nicht aus der Debatte um Meinungsfreiheit? Wir sollten nicht verwundert sein solche Eskalation zu erleben, wenn schon hier im Forum diverse Leute danach rufen Leute eigenmächtig von der Bühne zu zerren.
Eine Leipziger Gruppe, die sich „Kiezmiliz“ nennt, veröffentlichte auf der Plattform Indymedia, die oft von Linksextremisten genutzt wird, am 3. November eine Erklärung, die kaum anders denn als Aufruf zur Gewalt gegen solche Menschen gelesen werden kann:

„Wir haben uns deswegen entschieden, die Verantwortlichen für den Bau eines problematischen Projekts im Leipziger Süden da zu treffen wo es ihr auch wirklich weh tut: in ihrem Gesicht.“ Es folgt der volle Name der Frau, die beruflich mit einem in der Szene verhassten Bauprojekt zu tun habe, samt Privatadresse.

Nö, die wollen nicht nur spielen. Das geht aus der weiteren Einschätzung des Verfassungsschutzes hervor:
In der Bewertung der dieser Gewaltwelle durch Sicherheitsbehörden zeichnet sich ein Wandel ab. Noch in seinem Bericht für 2018 bewertete das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) Leipzig zwar als „die Schwerpunktregion der sächsischen autonomen Szene und auch der Brennpunkt linksextremistischer Gewalt“.

Mit rund 250 Personen gehöre über die Hälfte der sächsischen Autonomen (insgesamt rund 425 Personen) zur Leipziger Szene. Der attestierte das LfV „hohe Gewaltorientierung“, aber „noch keine terroristische Dimension, was Angriffe gegen Personen betrifft“.

„Auch Angriffe auf Infrastruktur können Schwelle zum Terrorismus erreichen“
Die sächsischen Verfassungsschützer warnten aber: „Auch Angriffe auf Infrastruktur können die Schwelle zum Terrorismus erreichen.“ Etwa Attacken auf die Bahn, auf AfD-Einrichtungen, auf Firmen und auf Polizeibehörden.

An diesem Punkt sind die Dinge aus der Sicht einer anderen Behörde nun angekommen. Anders als das LfV noch für 2018, sieht das sächsische Landeskriminalamt (LKA) nach den jüngsten Anschlägen auf Baustellen in Leipzig „eine neue Stufe der Gewalt“ und „die Schwelle zum Terrorismus bereits erreicht“. Laut einem Bericht der „Leipziger Volkszeitung“ spricht das LKA in seiner aktuellen Lageeinschätzung von einem „stetig wachsenden Gewaltsockel“.

Weiter:
Sie begingen „Straf- und Gewalttaten sowohl in Form von Sachbeschädigung und Brandstiftung als auch in Form gezielter Angriffe auf Personen“. Ziel solcher Angriffe seien tatsächliche und vermeintliche Rechtsextremisten, Polizisten, politische Gegner und wirtschaftliche Entscheider, aber auch Infrastruktureinrichtungen oder Firmeneigentum.


Also musste ich mir hier nicht immer wieder sagen lassen, dass Linksextremisten nur Sachen beschädigen, während die Rechtsextremisten auf die Menschen losgehen? Das scheint wohl nicht mehr der Fall zu sein. Offenbar sind militante Extremisten, schlicht militante Extremisten - und natürlich machen die vor der Gefährdung von Menschen nicht halt, oder gehen nun sogar gezielt dazu über.

Wir sind nun also am Übergang vom militanten Linksextremismus zum Linksterrorismus. Gratulation! Was lange währt wird endlich "gut". Jahrzehnte der Bagatellisierung von Linksextremismus tragen nun ihre Früchte.

Die Frage erscheint also aktueller den je: Was tun im Kampf gegen Links? Immerhin gilt es Leib und Leben zu schützen vor ideologischen Querköppen, denen sogar Bodo Ramelow Arroganz und Intoleranz vorwirft. Davon scheint es langsam eine kritische Masse zu geben (Jahrelange hartnäckige Polarisierung zeigt Erfolge).
Benutzeravatar
Fliege
Beiträge: 4576
Registriert: Sa 26. Mai 2018, 00:15

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Fliege » Di 5. Nov 2019, 00:19

Skeptiker hat geschrieben:(04 Nov 2019, 23:54)
Bericht in der Welt:
https://www.welt.de/politik/deutschland ... edten.html
[...]

Die Frage erscheint also aktueller den je: Was tun im Kampf gegen Links? Immerhin gilt es Leib und Leben zu schützen vor ideologischen Querköppen, denen sogar Bodo Ramelow Arroganz und Intoleranz vorwirft. Davon scheint es langsam eine kritische Masse zu geben (Jahrelange hartnäckige Polarisierung zeigt Erfolge).

Von der Merkel-Regierung höre ich keine Kampfansage und keine Handlungsansage gegen Linksextrem, so dass ich mich nicht mehr als beschützt betrachten kann.
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
Benutzeravatar
Bartleby
Beiträge: 2121
Registriert: Mi 8. Aug 2018, 11:21
Benutzertitel: Ontodizeeverweigerung

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Bartleby » Di 5. Nov 2019, 08:24

Dark Angel hat geschrieben:(04 Nov 2019, 20:25)

Was wird unliebsam?
Die Tatsache, dass sich Marx nicht argumentativ mit seinen Kritikern auseinander gesetzt hat, sondern mittels argumentum ad hominem, bedeutet schlicht, dass er sich im Besitz der absoluten Wahrheit wähnte und seine Thesen nicht zu hinterfragen bzw zu kritisieren seien.
Mit dieser Haltung ist er eindeutig ein Dogmatiker, seine Lehren/Thesen sind Dogmen und genau das hat die politische Ideologie des Marxismus mit Religionen gemeinsam - auch deren Lehren dürfen nicht hinterfragt werden.
Der einzige Unterschied zu Marx' Zeitgenossen, die seine Lehren als "Anleitung für die Gestaltung einer neuen Gesellschaftsordnung" und den Neomarxisten des 20. und 21.Jh besteht darin, dass a) das Proletariat als revolutionäres Subjekt durch ein "dialektisches Verhältnis von Mensch und Gesellschaft" ersetzt (bzw postuliert) wird und b) selktiv bestimmte Werke in den Vordergrund gestellt und der Gesamtzusammenhang der MEW (scheinbar) ignoriert wird.
Dies hat dazu geführt bzw führt dazu, dass Marxismus heute überwiegend als heterogene Denkrichtungen der Wirtschafts- und Gesellschaftskritik in Begriffen oder auch bloßen Worthülsen erscheint bzw wahrgenommen wird. Dies zeigt sich vor allem darin, dass eine schwammige Utopie (demokratischer Sozialismus) als Losung und Ziel benutzt wird. Grundlagentheoretische Substanz hat dieses Konzept nicht mehr, der Dormatismus bleibt jedoch erhalten.
Der Weg, auf dem dieses Ziel erreicht werden soll, wird nicht hinterfragt, ebenso wenig wird darüber reflektiert, dass dieses Ziel nicht mittels demokratischer Legitimation erreichbar ist, weil "der Mensch", der zur Erreichung dieses Ziels notwendig wäre, nicht existiert, sondern erst "erzogen" werden müsste.


Gerade letzteres, typisch für alle utopischen Gesellschaftsentwürfe, war auch bei mir zu lesen, u.a. die zweifache Verlinkung des Trotzki-Zitats enthält ja auch eine historische Quelle, die diese Strategie belegt.

Jetzt darf man gespannt sein, wie eine ebenso sachliche wie qualitative Antwort, die dem widerspricht, indem sie also etwa den Freiheitsbegriff auf andere Prämissen stützt. Letztendlich sind es ja immer die unterschiedlichen Prämissen, die inkompatibel sind und entlang deren Linien der Machtkampf entbrennt.
In der Massendemokratie ist Kommunikationsverweigerung die letzte offene Tür ins Freie.
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 14337
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon schokoschendrezki » Di 5. Nov 2019, 09:41

Selina hat geschrieben:(30 Oct 2019, 15:20)

Stimmt. Mich schockt tagtäglich aufs Neue, wie dieses Höcketum ständig verniedlicht, verharmlost und heruntergeredet wird. Da driftet die halbe Gesellschaft - einschließlich Teile der so genannten Mitte - immer weiter nach rechts und es wird immer noch gefordert, man solle den Rechtsradikalen doch bitte zuhören und sie hegen und pflegen und übers Köpfchen streicheln.

Es ist - völlig unabhängig von allen ideologischen und sonstigen Debatten - eine grundlegende, definitorische Eigenschaft der "Mitte", dass sie sich über die Ränder definiert. Die Mitte ist - nicht nur in der Geometrie - definiert als ein Punkt oder Bereich, der zu allen Rändern einen möglichst gleichen Abstand aufweist. Sie ist nicht selbstdefiniert. Die Mitte definiert sich über die RÄnder. Es geht gar nicht anders. Wenn der rechte Rand rechter wird als der linke links, muss die Mitte nach rechts wandern. SOnst ist sie nicht mehr die Mitte. Insofern ordnet sich bei mir auch die "Dumpfbürgerlichkeit" dieser Mitte ein unter diesen Trend der Verachtung von positiver Freiheit, "Freiheit zu" und nicht nur "von" im Sinne von Selbstgewähltheit.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 14337
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon schokoschendrezki » Di 5. Nov 2019, 09:49

Alexyessin hat geschrieben:(02 Nov 2019, 13:44)

Was du jetzt mit China willst erschließt sich mir nicht.

Na ganz einfach: China ist nach offizieller Selbstdarstellung ein Land, das von einer "kommunistischen" Partei regiert wird. In der letzten Rede des Staats- und Parteichefs tauchte das Wort "Sozialismus" 148 mal und der Name "Karl Marx" 18 mal auf. Alle Achtung. Zugleich stieg in diesem sozialistischen Arbeiterparadies die Zahl von Menschen mit mehr als 300 Millionen Dollar Vermögen auf über 2000 und die soziale Ungleichheit in China ist eine der größten der Welt. Es ist vielleicht nicht unbedingt eine Entgegnung auf deinen Beitrag. Aber ich will damit sagen: Offiziell verkündete Ideologien sind offensichtlich für die Dummen gemacht.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 14337
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon schokoschendrezki » Di 5. Nov 2019, 10:04

MäckIntaier hat geschrieben:(05 Nov 2019, 08:24)

Gerade letzteres, typisch für alle utopischen Gesellschaftsentwürfe, war auch bei mir zu lesen, u.a. die zweifache Verlinkung des Trotzki-Zitats enthält ja auch eine historische Quelle, die diese Strategie belegt.


Nenne mir irgendeine heutige Gesellschaft, die tatsächlich entworfen wurde. Unsere bundesdeutsche Gesellschaft zum Beispiel hat sich zu wesentlichen Teilen aus historischen Gegebenheiten und Sachzwängenn heraus entwickelt.

Um nur ein Beispiel zu nennen: Wirtschaft und Währung. Jüngst ist mit "Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen" ein Buch der Wirtshaftsjournalistin Ulrike Herrmann erschienen, in welchem dieses ganze Märchen von Ludwig Erhard mit der Zigarre, dem Wirtschaftswunder, der D-Mark-Einführung usw. als Folge eines genialen Entwurfs von vorn bis hinten entzaubert wird. Die deutsche Wirtschaft ist nicht die Folge eines "Entwurfs" sondern von realen historischen Entwicklungen, Interessenslinien und Einzelentscheidungen.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
tarkomed
Beiträge: 416
Registriert: Mi 23. Okt 2019, 10:03

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon tarkomed » Di 5. Nov 2019, 11:05

Fliege hat geschrieben:(05 Nov 2019, 00:19)

Von der Merkel-Regierung höre ich keine Kampfansage und keine Handlungsansage gegen Linksextrem, so dass ich mich nicht mehr als beschützt betrachten kann.

Genau! Deutschland im Ausnahmezustand, weil ein paar Chaoten Randale machen, als hätte es das nicht schon immer hier gegeben.
Schon werden Morddrohungen, Exekutionen, Attentate auf Synagogen und ähnliches mehr relativiert. Versteht mich nicht falsch, ich versuche gar nicht erst, diese Chaoten zu verteidigen und wenn ihr und die Springerpresse sie als Linksextremisten bezeichnen wollt, ich habe nichts dagegen. Ich versuche nur dem Pappkameraden, der hier hingestellt wurde, ein paar Farbkleckse zu verpassen, damit er sich nicht so sehr in der Landschaft hervorhebt. Die Methode ist mir viel zu durchsichtig.
In Großbritannien werden mehrere Abgeordnete und Minister nicht mehr kandidieren, weil sie und ihre Familien bedroht werden. Das ist für mich ein direkter Angriff gegen die Demokratie und das nimmt Ausmaße eines Ausnahmezustands in diesem Land an.

https://www.tagesschau.de/ausland/abgeo ... n-101.html
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
Wenn sie es trotzdem tun, dann bist du es...
Benutzeravatar
Bartleby
Beiträge: 2121
Registriert: Mi 8. Aug 2018, 11:21
Benutzertitel: Ontodizeeverweigerung

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Bartleby » Di 5. Nov 2019, 11:36

schokoschendrezki hat geschrieben:(05 Nov 2019, 10:04)

Nenne mir irgendeine heutige Gesellschaft, die tatsächlich entworfen wurde. Unsere bundesdeutsche Gesellschaft zum Beispiel hat sich zu wesentlichen Teilen aus historischen Gegebenheiten und Sachzwängenn heraus entwickelt.

Um nur ein Beispiel zu nennen: Wirtschaft und Währung. Jüngst ist mit "Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen" ein Buch der Wirtshaftsjournalistin Ulrike Herrmann erschienen, in welchem dieses ganze Märchen von Ludwig Erhard mit der Zigarre, dem Wirtschaftswunder, der D-Mark-Einführung usw. als Folge eines genialen Entwurfs von vorn bis hinten entzaubert wird. Die deutsche Wirtschaft ist nicht die Folge eines "Entwurfs" sondern von realen historischen Entwicklungen, Interessenslinien und Einzelentscheidungen.


Der Einwand ist mir nicht ganz klar: Ein Gesellschaftsentwurf ist ein theoretisches Konstrukt, eine Art Zustandsbeschreibung, die dann im Sinne einer Handlungsanleitung verändert oder überwunden werden soll. Nur dass eben, siehe auch meine Antwort an den User Terraner, solche Reißbrettgeschichten aus unterschiedlichen Gründen in schöner Regelmäßigkeit menschliche Konstanten und anderes vernachlässigen, was wiederum zu ihrer Entzauberung führt. Wobei "Entzauberung" auch ein reiner Euphemismus sein kann, wie die Geschichte lehrt.

Allerdings wäre es auch umgekehrt völlig a-historisch, die Entwicklungen im Nachhinein nicht auf ihre Ideale hin zu hinterfragen, weil es keine voraussetzungslose Entwicklung gibt. Hinter unserem System steckt ebenso ein bestimmtes Welt- und Menschenbild, eine Definition von Freiheit, des Sozialen usw. usf. Ohne diese Prämissen ist m.E. ein Verständnis einer Entwicklung nicht möglich. Letzlich geht ja auch darum aller Streit - wer Macht über die Prämissen hat, wird letztendlich auch die Entwicklungs-, die Prozessverlaufsrichtung maßgeblich beeinflussen.

Und wer sich nicht nur den gescheiterten Modellen Kommunismus, Sozialismus, Faschismus, sondern auch dem Kollektiv des Massenindividualismus mit seiner Psychopolitik entziehen möchte und sozusagen "Individualität statt kollektiver Individualismus" sagt, der wird sich bemühen, für das eigene Leben eine gleichmäßige Distanz zu allen zu halten, also auch zum (Neo)Liberalismus, zum Libertären, zum (Neo)Nationalismus und wie die ganzen Entwürfe sonst noch heißen mögen.
In der Massendemokratie ist Kommunikationsverweigerung die letzte offene Tür ins Freie.
Benutzeravatar
tarkomed
Beiträge: 416
Registriert: Mi 23. Okt 2019, 10:03

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon tarkomed » Di 5. Nov 2019, 11:58

schokoschendrezki hat geschrieben:(05 Nov 2019, 09:49)

Offiziell verkündete Ideologien sind offensichtlich für die Dummen gemacht.

Ich habe sie als Deckmantel für alles Mögliche bezeichnet. Die Dummen finden sich dann schon, die nur die Oberfläche sehen können. :)
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
Wenn sie es trotzdem tun, dann bist du es...
Benutzeravatar
Bartleby
Beiträge: 2121
Registriert: Mi 8. Aug 2018, 11:21
Benutzertitel: Ontodizeeverweigerung

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Bartleby » Di 5. Nov 2019, 12:42

schokoschendrezki hat geschrieben:(05 Nov 2019, 10:04)

Nenne mir irgendeine heutige Gesellschaft, die tatsächlich entworfen wurde. Unsere bundesdeutsche Gesellschaft zum Beispiel hat sich zu wesentlichen Teilen aus historischen Gegebenheiten und Sachzwängenn heraus entwickelt.

Um nur ein Beispiel zu nennen: Wirtschaft und Währung. Jüngst ist mit "Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen" ein Buch der Wirtshaftsjournalistin Ulrike Herrmann erschienen, in welchem dieses ganze Märchen von Ludwig Erhard mit der Zigarre, dem Wirtschaftswunder, der D-Mark-Einführung usw. als Folge eines genialen Entwurfs von vorn bis hinten entzaubert wird. Die deutsche Wirtschaft ist nicht die Folge eines "Entwurfs" sondern von realen historischen Entwicklungen, Interessenslinien und Einzelentscheidungen.


Übrigens, so als Zusatz, nachdem ich gerade im Strang mit dem Nationalstaat und den Grenzen war und Ihren Beitrag vom Selbstentwurf als sozialer Mensch (im Sartre-Jargon) gesehen habe: Da gälte das gleiche wie fürn Erhard :D
In der Massendemokratie ist Kommunikationsverweigerung die letzte offene Tür ins Freie.
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 14337
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon schokoschendrezki » Di 5. Nov 2019, 12:50

tarkomed hat geschrieben:(05 Nov 2019, 11:58)

Ich habe sie als Deckmantel für alles Mögliche bezeichnet. Die Dummen finden sich dann schon, die nur die Oberfläche sehen können. :)

Unabhängig davon kann man aber dennoch bestimmte Gesellschaftsverhältnisse unter Umständen klar einer gegebenen Ideologie zuweisen. Nur sind die Verhältnisse nicht einfach so das Produkt einer Ideologie oder eines Gesellschaftsentwurfs.

Wie schwer man sich da selbst bei einer Gesellschaft wie der des deutschen NS-Staats tut, wo Ideologie und die Realität von Weltkrieg, politischer Verfolgung und Rassismus klar zueinander zu passen scheinen, zeigt die wechselvolle Beurteilung der Person Alfred Rosenbergs. Eine Zeitlang bzw. bei einigen Historikern und Zeitgenossen galt Rosenberg als der "geniale" Chefideologe des NS-Staats und sein Hauptwerk "Der Mythus des 20. Jahrhunderts" quasi als die Bibel und das KOmmunistische Manifest des NS-Staats zusammengenommen. Und Goebbels sei eigentlich nur die "Quasselstrippe" des 3. Reichs gewesen. Dann war er eine Zeitlang mehr oder weniger vergessen. Dann taucht er im Zusammenhang mit dem Historikerstreit bei Ernst Nolte wieder auf, der behauptete, der NS-Staat hätte überhaupt keine Ideologie und von daher auch keinen "Chefideologen" sondern sei vor allem eine Reaktion auf den Bolschewismus gewesen. Und Hitler hätte Rosenberg eigentlich komplett ignoriert, weil er "viel zu kompliziert" denke. Dann tauchten jüngst Rosenbergs Tagebücher auf und aktuell sieht man ihn wieder ganz anders. Es ist schwer vorstellbar, dass die reale Geschichte im Kern eine Umsetzung von Ideologien ist. Entscheidungen werden viel mehr durch Gegebenheiten, Interessen und davor liegende Entscheidungen geprägt. (Das müssen nicht zwangsläufig materielle Interessen sein. Es kann zum Beispiell auch einfach Jugenhass aus einem Judenhassheraus sein). Die man mit Hilfe von Ideologien in ein Gewand kleiden kann.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Di 5. Nov 2019, 12:58, insgesamt 1-mal geändert.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 14337
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon schokoschendrezki » Di 5. Nov 2019, 12:52

MäckIntaier hat geschrieben:(05 Nov 2019, 12:42)

Übrigens, so als Zusatz, nachdem ich gerade im Strang mit dem Nationalstaat und den Grenzen war und Ihren Beitrag vom Selbstentwurf als sozialer Mensch (im Sartre-Jargon) gesehen habe: Da gälte das gleiche wie fürn Erhard :D

Aus seiner Sicht und auf ihn als Person bezogen: Natürlich.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Fliege
Beiträge: 4576
Registriert: Sa 26. Mai 2018, 00:15

Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Fliege » Di 5. Nov 2019, 13:48

tarkomed hat geschrieben:(05 Nov 2019, 11:05)
Genau! Deutschland im Ausnahmezustand, weil ein paar Chaoten Randale machen, als hätte es das nicht schon immer hier gegeben.
Schon werden Morddrohungen, Exekutionen, Attentate auf Synagogen und ähnliches mehr relativiert. Versteht mich nicht falsch, ich versuche gar nicht erst, diese Chaoten zu verteidigen und wenn ihr und die Springerpresse sie als Linksextremisten bezeichnen wollt, ich habe nichts dagegen. Ich versuche nur dem Pappkameraden, der hier hingestellt wurde, ein paar Farbkleckse zu verpassen, damit er sich nicht so sehr in der Landschaft hervorhebt. Die Methode ist mir viel zu durchsichtig.
In Großbritannien werden mehrere Abgeordnete und Minister nicht mehr kandidieren, weil sie und ihre Familien bedroht werden. Das ist für mich ein direkter Angriff gegen die Demokratie und das nimmt Ausmaße eines Ausnahmezustands in diesem Land an.

https://www.tagesschau.de/ausland/abgeo ... n-101.html

Die Kampfansage gegen Rechtsextrem ist bereits erfolgt, obgleich auch auf diesem Feld die Erfolge mau sind. So war der Lübcke-Attentäter beim hessischen Verfassungsschutz wohl insgeheim als NSU-Bekannter geführt worden. Das ist mehr als enttäuschend. Auch der Kampf gegen Islamamismus und türkisch/kurdischen Nationalismus in Deutschland kommt nicht voran, jedenfalls ist mir von Ausweisungen nichts bekannt geworden.
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".

Zurück zu „8. Gesellschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste