Kampf gegen Links

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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Bolero » Sa 9. Nov 2019, 23:22

MäckIntaier hat geschrieben:(09 Nov 2019, 22:30)

Dem muss man nicht widersprechen, die Frage ist nur: Muss ich das in einer Dauerschleife auf Anforderung jederzeit bekennen, um mich an einem Diskurs zu beteiligen? Mir scheint oft, dass dies von manchen dem Gegner als Vorbedingung abverlangt wird, um sich selbst einen diskursiven, moralischen Vorteil zu verschaffen.

Der Begriff "Dauerschleife" passt!! (auf manche User(innen))
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Kritikaster » Sa 9. Nov 2019, 23:23

MäckIntaier hat geschrieben:(09 Nov 2019, 22:30)

Dem muss man nicht widersprechen, die Frage ist nur: Muss ich das in einer Dauerschleife auf Anforderung jederzeit bekennen, um mich an einem Diskurs zu beteiligen?

Es reichte schon, das einmal einzugestehen.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Woman of Samsara » Sa 9. Nov 2019, 23:32

wofür kämpft ihr denn hier? gegen links was immer das auch sin mag? damit was kommt?
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Kritikaster » Sa 9. Nov 2019, 23:37

Woman of Samsara hat geschrieben:(09 Nov 2019, 23:32)

wofür kämpft ihr denn hier? gegen links was immer das auch sin mag? damit was kommt?

Wer ist "Ihr"?

Du darfst gerne etwas differenzierter fragen.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Realist2014 » Sa 9. Nov 2019, 23:37

Woman of Samsara hat geschrieben:(09 Nov 2019, 23:32)

wofür kämpft ihr denn hier? ?



Gegen Umverteilung von oben nach unten , Enteignung und Gleichmacherei
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon JJazzGold » Sa 9. Nov 2019, 23:56

Woman of Samsara hat geschrieben:(09 Nov 2019, 23:32)

wofür kämpft ihr denn hier? gegen links was immer das auch sin mag? damit was kommt?


Damit was nicht kommt.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Bartleby » So 10. Nov 2019, 00:13

Kritikaster hat geschrieben:(09 Nov 2019, 23:23)

Es reichte schon, das einmal einzugestehen.


Kein Widerspruch vom Grundsatz, in der Praxis scheint es vielen jedoch nicht zu genügen. Für mich als Mensch des Westens wäre es zu bequem, weil ich mir dabei nichts abringen müsste. Aber manchmal habe ich das Gefühl, wer aus dem Osten kommt und es nicht in der besagten Dauerschleife (die oben erwähnte tote Pflichtübung) wiederholt, würde, natürlich von Westlern, denen es also leichtfallen kann, manchmal gar zu überheblich disqualifiziert. In falscher Anwendung der bekannten Sentenz, wonach es kein richtiges Leben im falschen gegeben haben könne.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Progressiver » So 10. Nov 2019, 00:28

Selina hat geschrieben:(09 Nov 2019, 22:57)

Richtig. Das scheint eine Art "Schlüsselwort" zu sein, mit dem man sich Zutritt zum erlauchten Kreis der Diskutanten verschafft :D Übrigens schon der zweite Beitrag von Ihnen, den ich gut finde. Den ersten von heute finde ich gerade nicht wieder. Da haben Sie etwas Gutes zu Bildung und Demokratiefähigkeit der Menschen gesagt. Auch dazu: :thumbup:


Wie ich in meinem letzten Posting hier schon schrieb: Für mich als linksgerichteten Wähler, säkularen Humanisten und Atheisten ist es kein Problem, die DDR als Unrechtsstaat zu bezeichnen. Als wahrheitsliebender Mensch und Idealist will ich dann aber auch nicht beispielsweise die ganzen Spendenaffären der alten BRD und im wiedervereinigten Deutschland die anderen Verbrechen, die die Politiker der jeweils regierenden Parteien begehen und begingen, verschweigen müssen. Dies ganz im Sinne der Aufklärung, die ein hohes wichtiges Gut ist.

Und wie ich weiter sinngemäß schrieb: Ich finde, es sollte mehr politischen Wettbewerb geben. Die Vergangenheit ist geschehen. "You can´t repeat the past", wie mein alter Englischlehrer es mal formulierte. Anstatt zu versuchen, den politischen Gegner moralisch zu diskreditieren bzw. mundtot zu machen, will ich einen Wettbewerb der Ideen und Köpfe. Den sehe ich aber weder in der großen Politik noch hier in diesem Forum. Die Probleme, die sich heutzutage in den Vordergrund drängeln, sind zum Beispiel: die Klimakatastrophe im Großen. Im kleineren Maßstab in Deutschland gibt es den Mietenhorror sowie eine riesige Palette an Problemen, die ein ganzes Buch füllen würden. Von einer Partei meiner Wahl erwarte ich also folgendes: 1. Sie muss die Probleme benennen und anerkennen. 2. Sie muss ihr möglichsten geben, diese Probleme zu lösen. Wenn dagegen Merkel behauptet, Deutschland gehe es gut, obwohl es an allen Ecken und Enden schon knirscht und wackelt, so zeigt sich nicht nur ein gewisser Realitätsverlust, sondern sie verklickert dem potentiellen Wähler auch: "Ruhe auf den billigen Plätzen. Ihr seid bzw. gehört nicht zu Deutschland. Die Großkonzerne und die Exportindustrie sind Deutschland. Ihr dagegen nicht." Also, ich für meinen Teil habe als Wähler da meine Probleme, Merkel als meine Kanzlerin anzuerkennen.

Nun habe ich schon vorher aus Mangel an Alternativen die LINKE gewählt. Auch wenn die einzige Partei, der ich einstmals beigetreten war, für circa die Jahre 1998-1999 die Grünen waren. Aber das nur am Rande. Aus unterschiedlichen Gründen sind sie nicht mehr die Partei erster Wahl. Auch wenn ich vielleicht einen Robert Habeck lieber als Kanzler hätte als beispielsweise "Mir. Blackrock" Friedrich Merz. Aber auch das nur am Rande.

Was sich allerdings heute geändert hat: Die Klimaforscher, aber auch Physiker wie Harald Lesch warnen mit den gleichen Argumenten vor der Klimakatastrophe bzw. vor der zerstörenden Wirkung des Kapitalismus wie die sozialökologisch sehr weit links stehenden Wähler. Ich denke, das ist ein Faustpfand, das sich weder die Grünen noch die LINKE nehmen lassen sollten.

Oder um es kürzer zu sagen: Sowohl was die Klimakatastrophe als auch die immer stärker werdenden sozialen Verwerfungen betrifft, hat das linke Lager die Wissenschaft hinter sich. Und von mir aus kann die Rechte noch tausend Jahre einen Kampf gegen Links führen. Entscheidend ist aber für mich: Sie soll nicht mit wirren Behauptungen etc. versuchen, den Gegner moralisch zu diskreditieren oder sonstwie mundtot zu machen. Nein, ich will jetzt endlich mal Argumente hören, warum diese ganzen Linksradikalen von "Scientists for Futute" oder Ökonomen wie Marcel Fratschler, der das DIW leitet, im Unrecht seien. Ebenso will ich Argumente hören, wieso die Rechten doch die besseren Analysen und Lösungsstrategien haben sollen. Das Problem ist aber für sie: Sie haben sie nicht. Sie haben keine Argumente und auch keine Lösungsstrategien. Deswegen wird vermutlich auch in diesem Forum immer wieder schön weiter diffamiert und mit Schlamm um sich geworfen werden. So gewinnt man aber keinen Wettstreit der Ideen.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Kritikaster » So 10. Nov 2019, 00:31

MäckIntaier hat geschrieben:(10 Nov 2019, 00:13)

Kein Widerspruch vom Grundsatz, in der Praxis scheint es vielen jedoch nicht zu genügen. Für mich als Mensch des Westens wäre es zu bequem, weil ich mir dabei nichts abringen müsste. Aber manchmal habe ich das Gefühl, wer aus dem Osten kommt und es nicht in der besagten Dauerschleife (die oben erwähnte tote Pflichtübung) wiederholt, würde, natürlich von Westlern, denen es also leichtfallen kann, manchmal gar zu überheblich disqualifiziert. In falscher Anwendung der bekannten Sentenz, wonach es kein richtiges Leben im falschen gegeben haben könne.

Es gibt nun mal nur zwei Möglichkeiten: Entweder gesteht man sich selbst und anderen gegenüber ein, dass die DDR ein Unrechtsstaat war und erzielt damit einen dauerhaft gültigen Konsens zu dieser Frage, oder aber frau windet sich ständig um diese Erkenntnis.

In letzterem Fall ist es selbstverständlich, dass bei jedem neuen Leugnungsversuch entsprechende Gegenrede erfolgt.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Vongole » So 10. Nov 2019, 00:33

MäckIntaier hat geschrieben:(09 Nov 2019, 22:30)

Dem muss man nicht widersprechen, die Frage ist nur: Muss ich das in einer Dauerschleife auf Anforderung jederzeit bekennen, um mich an einem Diskurs zu beteiligen? Mir scheint oft, dass dies von manchen dem Gegner als Vorbedingung abverlangt wird, um sich selbst einen diskursiven, moralischen Vorteil zu verschaffen.

Keineswegs und schon gar nicht in Dauerschleife. Mich als "Wessi" und trotzdem direkt vom System der DDR getroffener Mensch bringt es schlichtweg auf, wenn man den Unrechtsstaat negiert, weil man dadurch in den Verdacht geraten
könne, selber an Unrecht beteiligt gewesen zu sein. Genau das hatten wir nämlich schon mal, und es hat der Aufarbeitung sehr im Weg gestanden.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » So 10. Nov 2019, 00:38

Progressiver hat geschrieben:(10 Nov 2019, 00:28)

Wie ich in meinem letzten Posting hier schon schrieb: Für mich als linksgerichteten Wähler, säkularen Humanisten und Atheisten ist es kein Problem, die DDR als Unrechtsstaat zu bezeichnen. Als wahrheitsliebender Mensch und Idealist will ich dann aber auch nicht beispielsweise die ganzen Spendenaffären der alten BRD und im wiedervereinigten Deutschland die anderen Verbrechen, die die Politiker der jeweils regierenden Parteien begehen und begingen, verschweigen müssen. Dies ganz im Sinne der Aufklärung, die ein hohes wichtiges Gut ist.

Und wie ich weiter sinngemäß schrieb: Ich finde, es sollte mehr politischen Wettbewerb geben. Die Vergangenheit ist geschehen. "You can´t repeat the past", wie mein alter Englischlehrer es mal formulierte. Anstatt zu versuchen, den politischen Gegner moralisch zu diskreditieren bzw. mundtot zu machen, will ich einen Wettbewerb der Ideen und Köpfe. Den sehe ich aber weder in der großen Politik noch hier in diesem Forum. Die Probleme, die sich heutzutage in den Vordergrund drängeln, sind zum Beispiel: die Klimakatastrophe im Großen. Im kleineren Maßstab in Deutschland gibt es den Mietenhorror sowie eine riesige Palette an Problemen, die ein ganzes Buch füllen würden. Von einer Partei meiner Wahl erwarte ich also folgendes: 1. Sie muss die Probleme benennen und anerkennen. 2. Sie muss ihr möglichsten geben, diese Probleme zu lösen. Wenn dagegen Merkel behauptet, Deutschland gehe es gut, obwohl es an allen Ecken und Enden schon knirscht und wackelt, so zeigt sich nicht nur ein gewisser Realitätsverlust, sondern sie verklickert dem potentiellen Wähler auch: "Ruhe auf den billigen Plätzen. Ihr seid bzw. gehört nicht zu Deutschland. Die Großkonzerne und die Exportindustrie sind Deutschland. Ihr dagegen nicht." Also, ich für meinen Teil habe als Wähler da meine Probleme, Merkel als meine Kanzlerin anzuerkennen.

Nun habe ich schon vorher aus Mangel an Alternativen die LINKE gewählt. Auch wenn die einzige Partei, der ich einstmals beigetreten war, für circa die Jahre 1998-1999 die Grünen waren. Aber das nur am Rande. Aus unterschiedlichen Gründen sind sie nicht mehr die Partei erster Wahl. Auch wenn ich vielleicht einen Robert Habeck lieber als Kanzler hätte als beispielsweise "Mir. Blackrock" Friedrich Merz. Aber auch das nur am Rande.

Was sich allerdings heute geändert hat: Die Klimaforscher, aber auch Physiker wie Harald Lesch warnen mit den gleichen Argumenten vor der Klimakatastrophe bzw. vor der zerstörenden Wirkung des Kapitalismus wie die sozialökologisch sehr weit links stehenden Wähler. Ich denke, das ist ein Faustpfand, das sich weder die Grünen noch die LINKE nehmen lassen sollten.

Oder um es kürzer zu sagen: Sowohl was die Klimakatastrophe als auch die immer stärker werdenden sozialen Verwerfungen betrifft, hat das linke Lager die Wissenschaft hinter sich. Und von mir aus kann die Rechte noch tausend Jahre einen Kampf gegen Links führen. Entscheidend ist aber für mich: Sie soll nicht mit wirren Behauptungen etc. versuchen, den Gegner moralisch zu diskreditieren oder sonstwie mundtot zu machen. Nein, ich will jetzt endlich mal Argumente hören, warum diese ganzen Linksradikalen von "Scientists for Futute" oder Ökonomen wie Marcel Fratschler, der das DIW leitet, im Unrecht seien. Ebenso will ich Argumente hören, wieso die Rechten doch die besseren Analysen und Lösungsstrategien haben sollen. Das Problem ist aber für sie: Sie haben sie nicht. Sie haben keine Argumente und auch keine Lösungsstrategien. Deswegen wird vermutlich auch in diesem Forum immer wieder schön weiter diffamiert und mit Schlamm um sich geworfen werden. So gewinnt man aber keinen Wettstreit der Ideen.


Ja, einen "Wettstreit der Ideen" fände ich auch gut. Da gibt es aber kein Interesse dafür, wie es aussieht. Gorbatschow hat schon Recht, wenn er dem Westen "Siegergehabe" vorwirft. Ich könnte mich einstweilen auch schon mal mit einem demokratischen Minimalkonsens zufriedengeben, nämlich dass man sich einig ist, keinen Faschismus 2.0 zu wollen. Das wäre doch schon mal was ;)
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon JJazzGold » So 10. Nov 2019, 00:43

Selina hat geschrieben:(10 Nov 2019, 00:38)

Ja, einen "Wettstreit der Ideen" fände ich auch gut. Da gibt es aber kein Interesse dafür, wie es aussieht. Gorbatschow hat schon Recht, wenn er dem Westen "Siegergehabe" vorwirft. Ich könnte mich einstweilen auch schon mal mit einem demokratischen Minimalkonsens zufriedengeben, nämlich dass man sich einig ist, keinen Faschismus 2.0 zu wollen. Das wäre doch schon mal was ;)


Ein Konsens wäre erreicht, wenn man sich darüber einig wäre, weder Faschismus 2.0, noch Sozialismus 2.0 zu wollen.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Kritikaster » So 10. Nov 2019, 00:44

Selina hat geschrieben:(10 Nov 2019, 00:38)

Ja, einen "Wettstreit der Ideen" fände ich auch gut. Da gibt es aber kein Interesse dafür, wie es aussieht. Gorbatschow hat schon Recht, wenn er dem Westen "Siegergehabe" vorwirft. Ich könnte mich einstweilen auch schon mal mit einem demokratischen Minimalkonsens zufriedengeben, nämlich dass man sich einig ist, keinen Faschismus 2.0 zu wollen. Das wäre doch schon mal was ;)

Die Zustimmung zu dieser Forderung wird kein Demokrat versagen.

Folgte jetzt noch von Deiner Seite das Eingeständnis, dass die DDR ein Unrechtsstaat war, wie in diesem Strang nachgewiesen, hätten wir eine vernünftige Grundlage für die Diskussion zur Entwicklung eines gesamtgesellschaftlichen Zukunftskonzepts.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » So 10. Nov 2019, 00:48

JJazzGold hat geschrieben:(10 Nov 2019, 00:43)

Ein Konsens wäre erreicht, wenn man sich darüber einig wäre, weder Faschismus 2.0, noch Sozialismus 2.0 zu wollen.


Das kommt mir auch allmählich wie eine Dauerschleife vor. Aber gut, dann halt noch mal: Mit dieser Gleichsetzung verharmlost man die Gräueltaten der Nazizeit (siehe Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse). Geht gar nicht. Aber das kann man immer und immer wieder, mal kürzer und mal ausführlicher, erklären, es dringt einfach nicht durch. Also sollten wir festhalten: Es herrscht weiter Uneinigkeit. Zumindest auf diesem Themenfeld. Trotzdem: Eine gute Nacht wünsche ich.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Kritikaster » So 10. Nov 2019, 00:51

Selina hat geschrieben:(10 Nov 2019, 00:48)

Also sollten wir festhalten: Es herrscht weiter Uneinigkeit.

Womit Du die Basis für eine vernünftige Diskussion ablehnst.

Auch Dir eine gute Nacht!
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon lili » So 10. Nov 2019, 00:51

Selina hat geschrieben:(10 Nov 2019, 00:48)

Das kommt mir auch allmählich wie eine Dauerschleife vor. Aber gut, dann halt noch mal: Mit dieser Gleichsetzung verharmlost man die Gräueltaten der Nazizeit (siehe Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse). Geht gar nicht. Aber das kann man immer und immer wieder, mal kürzer und mal ausführlicher, erklären, es dringt einfach nicht durch. Also sollten wir festhalten: Es herrscht weiter Uneinigkeit. Zumindest auf diesem Themenfeld. Trotzdem: Eine gute Nacht wünsche ich.


Zur DDR Zeit gab es auch Grausamkeiten. Leute wurden erschossen, wenn sie die Mauer überqueren wollten u.s.w.

Nationalsozialismus und der Realsozialismus haben einfach nicht funktioniert. Sozial muss mit Freiheit verbunden werden und dass hat der Realsozialismus ala DDR nicht verstanden.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » So 10. Nov 2019, 00:54

Kritikaster hat geschrieben:(10 Nov 2019, 00:44)

Die Zustimmung zu dieser Forderung wird kein Demokrat versagen.

Folgte jetzt noch von Deiner Seite das Eingeständnis, dass die DDR ein Unrechtsstaat war, wie in diesem Strang nachgewiesen, hätten wir eine vernünftige Grundlage für die Diskussion zur Entwicklung eines gesamtgesellschaftlichen Zukunftskonzepts.


Nachgewiesen? In diesem Strang wurde nichts nachgewiesen. Zumindest nicht, dass die Unrechtsstaats-These stimmt. Im Gegenteil: Ich zitierte Politiker mit genügend Hintergrund, die erklärten, warum die DDR eben kein Unrechtsstaat war. Und nochmal: Es gab Unrecht in der DDR, ja, aber ein "Unrechtsstaat" war sie nicht. Kleiner, aber feiner Unterschied.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » So 10. Nov 2019, 00:58

lili hat geschrieben:(10 Nov 2019, 00:51)

Zur DDR Zeit gab es auch Grausamkeiten. Leute wurden erschossen, wenn sie die Mauer überqueren wollten u.s.w.

Nationalsozialismus und der Realsozialismus haben einfach nicht funktioniert. Sozial muss mit Freiheit verbunden werden und dass hat der Realsozialismus ala DDR nicht verstanden.


Die DDR ist vor 30 (!) Jahren untergegangen. Wir täten gut daran, uns der Kritik des heutigen globalen Kapitalismus zuzuwenden. Das wäre ein abendfüllendes Programm. Mindestens :D
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Kritikaster » So 10. Nov 2019, 00:58

Selina hat geschrieben:(10 Nov 2019, 00:54)

Nachgewiesen?

Ja. Musst Du aber natürlich nicht so sehen, darfst Dich dann nur nicht wundern, entsprechend beurteilt zu werden.

Ich frage mich nur, was es Dir so schwer macht, das zu erkennen. Da kommen Erinnerungen an unbelehrbare Nazis in der "alten" Bundesrepublik auf.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Bolero » So 10. Nov 2019, 00:59

Und was meinst du zu diesem Zitat von dir: :rolleyes:

Sorry, aber da muss man schon sehr hinterm Mond leben, zu glauben, die Partei Die Linke habe immer noch was mit der SED zu tun.
„Je weiter sich eine Gesellschaft von der Wahrheit entfernt, desto mehr wird sie jene hassen, die sie aussprechen.“

„Wo der Liberalismus seine äußersten Grenzen erreicht, schließt er den Mördern die Tür auf“

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