Kampf gegen Links

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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Bolero » Fr 8. Nov 2019, 12:54

Realist2014 hat geschrieben:(08 Nov 2019, 12:38)

Interessanter Brückenschlag....

Gibt es da irgendwelche Analysn, die deine These belegen?

Nein!!!

Ziel ist es vom Threadthema abzulenken! :rolleyes:
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„Wo der Liberalismus seine äußersten Grenzen erreicht, schließt er den Mördern die Tür auf“
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Bartleby » Fr 8. Nov 2019, 13:09

Selina hat geschrieben:(08 Nov 2019, 12:31)

Genau. Und zu diesem Wandel - also jetzt mal in größerem zeitlichem Bogen betrachtet - gehört es auch, dass sich Frauen emanzipiert haben und sich von den erwähnten Männern nichts mehr sagen lassen, wo es lang gehen soll im Leben. Diesen von dir genannten Männern schwimmen halt die Felle davon. Und da werden sie bockig, plärren wie kleine Kinder und suchen sich Sündenböcke zum Dampfablassen.


Mit Ihnen als Verbündete braucht man wirklich keine Feinde mehr. Sicher auch so eine Form der höheren Dialektik :D
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Fr 8. Nov 2019, 13:14

MäckIntaier hat geschrieben:(08 Nov 2019, 13:09)

Mit Ihnen als Verbündete braucht man wirklich keine Feinde mehr. Sicher auch so eine Form der höheren Dialektik :D


Ich hab von den Männern gesprochen, die schokoschendrezki erwähnte. Die Rede ist nicht von den Männern, mit denen man als Frau auf Augenhöhe, gleichberechtigt, frei und offen umgehen, arbeiten, leben und reden kann. Wenn Sie sich jedoch von Obigem angesprochen fühlen, ist das wirklich nicht mein Problem :D
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Bartleby » Fr 8. Nov 2019, 13:18

Selina hat geschrieben:(08 Nov 2019, 13:14)

Ich hab von den Männern gesprochen, die schokoschendrezki erwähnte. Die Rede ist nicht von den Männern, mit denen man als Frau auf Augenhöhe, gleichberechtigt, frei und offen umgehen, arbeiten, leben und reden kann. Wenn Sie sich jedoch von Obigem angesprochen fühlen, ist das wirklich nicht mein Problem :D


Nein, dass das nicht IHR Problem ist, schrieb ich ja. Sonst kann man nur

https://www.youtube.com/watch?v=jVfkYZmXHAg

:rolleyes:
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Fr 8. Nov 2019, 13:28

Realist2014 hat geschrieben:(08 Nov 2019, 12:38)

Interessanter Brückenschlag....

Gibt es da irgendwelche Analysn, die deine These belegen?


Nee, nur viel Lebenserfahrung. Und die Männer, die hier in meinem Umfeld zu den neurechten Demos laufen, sind allesamt solche, die ein merkwürdig altertümliches Verhältnis zu Frauen haben. Irgendwo gibts da schon einen Zusammenhang.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Realist2014 » Fr 8. Nov 2019, 13:33

Selina hat geschrieben:(08 Nov 2019, 13:28)

Nee, nur viel Lebenserfahrung. Und die Männer, die hier in meinem Umfeld zu den neurechten Demos laufen, sind allesamt solche, die ein merkwürdig altertümliches Verhältnis zu Frauen haben. Irgendwo gibts da schon einen Zusammenhang.


Also nur in deiner kleinen Realitätsblase...


Aber ich warte eigentlich immmer noch, dass DU mal etwas zum Thema des Stranges schreibst....

Also "Kampf gegen LINKS"......
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Fr 8. Nov 2019, 13:41

schokoschendrezki hat geschrieben:(07 Nov 2019, 15:01)

Die Betonung liegt auf "auch". Und Du schreibst ja ganz richtig: "begründet wird das" und nicht: "begründet ist das". Der "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" zum Beispiel. Das ist ja nicht nur eine Phrase sondern eine wirklich ziemlich ausgearbeitete Ideologie. Mit marxistischer Grundierung, dann aber auch mit weiteren Zugaben: Von Simón Bolívars Panamerikanismus bis hin zum deutschen Soziologen Heinz Dieterich und dem bekannten linken Intellektuellen Noam Chomsky. Was wurde in dem einen Staat, der offiziell für sich in Anspruch nahm, diesesn "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" zu errichten, davon umgesetzt? Nichts! Außer die Inanspruchnahme dieser Ideologie. Venezuela war zu allen Zeiten dieser Inanspruchnahme eine reine Klientelwirtschaft mit einer besonderen Stellung des Militärs. Es wurden einfach nur Erdöleinnahmen abgeschöpft. Bis das Zugpferd "Erdölwirtschaft" zuschanden geritten war. Sonst nix! Man kann ziemlich viel über die psychologische Wirkung der Persönlichkeit von Hugo Chavez auf das Volk und die Rolle, die die Ideologie "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" dabei spielte, lernen. Aber für die Erschließung der wirklichen Machtstrukturen, der Fäden der Macht und der Logik der realen politischen Abläufe ist das Studium dieser Ideologie komplett für die Tonne.


Welche Alternative schlägst du vor? Der demokratische Sozialismus, den ich mir für die Zukunft vorstellen könnte, sieht jedenfalls anders aus als der hier gerade beschriebene. Wieso sollte man nicht aus all den Fehlern lernen können?
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Fr 8. Nov 2019, 13:44

Realist2014 hat geschrieben:(08 Nov 2019, 13:33)

Also nur in deiner kleinen Realitätsblase...


Aber ich warte eigentlich immmer noch, dass DU mal etwas zum Thema des Stranges schreibst....

Also "Kampf gegen LINKS"......


Och, ich hab weiter oben schon recht viel zum Strangthema gesagt. Du zum Beispiel kämpfst doch schon lange brav gegen Links. Immer weiter machen, dann wird alles gut :D
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Realist2014 » Fr 8. Nov 2019, 13:48

Selina hat geschrieben:(08 Nov 2019, 13:44)

Och, ich hab weiter oben schon recht viel zum Strangthema gesagt. D



Wie Du dir den Kampf gegen LINKS vorstellst, habe ich nirgends gelesen....

Bei dir erfolgt ja immer ein reflexartiger Schwenk gegen "rechts"....
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Realist2014 » Fr 8. Nov 2019, 13:51

Selina hat geschrieben:(08 Nov 2019, 13:41)

Welche Alternative schlägst du vor? Der demokratische Sozialismus, den ich mir für die Zukunft vorstellen könnte, sieht jedenfalls anders aus als der hier gerade beschriebene. Wieso sollte man nicht aus all den Fehlern lernen können?


Das Recht auf Eigentum an den PM steht nicht zur Disposition.

Daher auch NICHT deine ( oder die der SED-Nachfolger) Vorstellung von "demokratischen Sozialismus"

Genau diese Ziele der SED-Nachfolger müssen daher bekämpft werden.
Zuletzt geändert von Realist2014 am Fr 8. Nov 2019, 13:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 8. Nov 2019, 13:54

Dass dieser sogenannte "Wutbürger" in Deutschland im Schnitt alt, männlich, gebildet und sozial abgesichert ist ... Mensch, das ist doch einfach erstmal nur eine empirisch ziemlich gut belegte nüchterne und politisch neutrale Tatsache. https://www.zeit.de/politik/2013-01/wut ... ie-protest
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Bartleby » Fr 8. Nov 2019, 13:59

Realist2014 hat geschrieben:(08 Nov 2019, 13:48)

Wie Du dir den Kampf gegen LINKS vorstellst, habe ich nirgends gelesen....



Da Neu-neu-links (demokratischer Sozialismus) weder Neu-links, links oder Alt-links ist, sondern etwas, was noch nie da war oder was es schon gäbe, kann man es ja auch nicht bekämpfen. Und wenn Neu-neu-links noch Neu-links, links oder Alt-links ist, braucht man sich keine Sorgen machen, weil es ja noch nicht Neu-neu-links ist, oder aber, was wahrscheinlicher ist, haben die "Rechten" die List der Vernunft nicht verstanden, wonach sich Neu-neu-links manchmal als Neu-links, links oder Alt-links verkleidet, um sich, wenn Neu-neu-links an der Macht ist, als dieses zu entpuppen, auch wenn es vorher noch anders gekleidet war. Und gerade weil man es vorher nicht weiß, kann man es auch vorher nicht bekämpfen, weil ... nun ja, wie schon gesagt. :D
Zuletzt geändert von Bartleby am Fr 8. Nov 2019, 14:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Realist2014 » Fr 8. Nov 2019, 14:01

MäckIntaier hat geschrieben:(08 Nov 2019, 13:59)

Da Neu-neu-links (demokratischer Sozialismus) weder Neu-links, links oder Alt-links ist, sondern etwas, was noch nie da war, kann man es ja auch nicht bekämpfen. Und wenn Neu-neu-links noch Neu-links, links oder Alt-links ist, braucht man sich keine Sorgen machen, weil es ja noch nicht Neu-neu-links ist, oder aber, was wahrscheinlicher ist, haben die "Rechten" die List der Vernunft nicht verstanden, wonach sich Neu-neu-links manchmal als Neu-links, links oder Alt-links verkleidet, um sich, wenn Neu-neu-links an der Macht ist, als dieses entpuppt, auch wenn es vorher noch anders gekleidet war. Und gerade weil man es vorher nicht weiß, kann man es auch vorher nicht bekämpfen, weil ... nun ja, wie schon gesagt. :D


man kann auch Ziele bekämpfen...

Die in Parteiporgrammen klar formuliert sind....

Stichwort:

"Vergesellschaftung der Unternehmen".

Alter linker Käse....
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Fr 8. Nov 2019, 14:11

MäckIntaier hat geschrieben:(08 Nov 2019, 13:59)

Da Neu-neu-links (demokratischer Sozialismus) weder Neu-links, links oder Alt-links ist, sondern etwas, was noch nie da war oder was es schon gäbe, kann man es ja auch nicht bekämpfen. Und wenn Neu-neu-links noch Neu-links, links oder Alt-links ist, braucht man sich keine Sorgen machen, weil es ja noch nicht Neu-neu-links ist, oder aber, was wahrscheinlicher ist, haben die "Rechten" die List der Vernunft nicht verstanden, wonach sich Neu-neu-links manchmal als Neu-links, links oder Alt-links verkleidet, um sich, wenn Neu-neu-links an der Macht ist, als dieses zu entpuppen, auch wenn es vorher noch anders gekleidet war. Und gerade weil man es vorher nicht weiß, kann man es auch vorher nicht bekämpfen, weil ... nun ja, wie schon gesagt. :D


Jeder kann doch denken und sagen, was er will. Ob neu oder alt. Solange er nicht Bernds kruden Ideen von der Beseitigung Andersdenkender folgt, ist das doch alles ok. Ich will keine neuen Konzentrationslager. Auch nicht unter anderem Namen. Dieser Typ spielt aber mit solchen Gedanken. Ganz offen. Und der ist akzeptiertes und umworbenes Mitglied einer Partei, die sich "bürgerlich" nennt, aber in Wirklichkeit rechtsradikal bis rechtsextrem ist, und gehört zu deren Führungspersonal. Ich weiß, das gehört ja angeblich alles zur Meinungsfreiheit, auch dessen Drohungen gegen Andersdenkende.
Zuletzt geändert von Selina am Fr 8. Nov 2019, 14:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon BlueMonday » Fr 8. Nov 2019, 14:11

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 Nov 2019, 11:06)

:) Weise Worte. Der "Wutbürger" findet sich sowohl bei Pegida wie auch bei den Stuttgart-21-Gegnern. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, ist der typische deutsche "Wutbürger" männlich, um die 50, bürgerlich gesinnt und hat ein mittleres Einkommen. Ich habe schon sehr oft darüber nachgedacht, was der eigentliche Kern und die Ursache dieser Agressionsabfuhr ist. Ein tatsächlicher Wohlstandseinbruch sicher nicht. Irgendeine Art von Zurücksetzungsgefühl. Einfach weil die Welt sich im rapiden Wandel befindet?


Als 50Jähriger Mann hat man heutztage eher weniger die Zeit wütend zu sein, sondern steckt vielfach noch in der Knochenmühle des Lebenserwerbs und muss aufpassen, dass die Pumpe nicht schlapp macht und man es überhaupt in die Rentenregion schafft. Für "Protest" braucht man eher viel Zeit zum Totschlagen und vor allem wenig persönliche(lies tatsächliche) Probleme. Wenn man aus dem Berufsleben ausgeschieden ist, dann hat man wohl wieder mehr Zeit für diesen Protestunsinn. Oder man ist noch sehr jung. So kommt dann vielleicht ein Durchschnittsalter von 50 heraus. Nur ist das ein beliebterr Fehlschluss, von einem bloßen Durchschnitt auf eine Verteilung der Häufigkeit zu schließen.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 8. Nov 2019, 14:18

Selina hat geschrieben:(08 Nov 2019, 13:41)

Welche Alternative schlägst du vor? Der demokratische Sozialismus, den ich mir für die Zukunft vorstellen könnte, sieht jedenfalls anders aus als der hier gerade beschriebene. Wieso sollte man nicht aus all den Fehlern lernen können?

Ich hab' keine Alternative. Wie alle ismen unterstellt auch der Sozialismus einen einzelnen anthropologischen Aspekt als essenziell. Selbstverständlich ist der Mensch als Mensch auf Solidarität und soziale Verknüpfung angewiesen. Grundsätzlich. Aber die Gesamtheit, sprich Gesellschaft ist eben etwas anderes als die SUmme der Einzelteile. Man kann das Prinzip Solidarität, das im sozialen Mikrobereich gilt, nicht einfach so als essenzielles Prinzip auf die Gesellschaft übertragen. Moderne Gesellschaften sind in der Gesamtheit anonym. Und da bedeutet dieser Solidaritätsgrundsatz etwas ganz anderes als in einem Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis. Ich weiß es nicht. Sören Kierkegaard hat bereits vor 200 Jahren den prägnanten Satz geschrieben: "DIe Menge ist die Unwahrheit". In der Menge, in der Massengesellschaft pervertiert jedes Prinzip, das im Mikrobereich gut und richtig ist. Auch das Prinzip Freiheitismus. Deshalb ist die große Frage eher die: Sind "Gesellschaften" im modernen Sinn nicht vielleicht überhaupt das Problem? Und können "Gesellschaften" überwunden werden? Ich sage mal: Ja. Der Mensch muss nicht zwangsläufig in Großgesellschaften leben.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Realist2014 » Fr 8. Nov 2019, 14:19

Selina hat geschrieben:(08 Nov 2019, 14:11)

Jeder kann doch denken und sagen, was er will. Ob neu oder alt. Solange er nicht Bernds kruden Ideen von der Beseitigung Andersdenkender folgt, ist das doch alles ok. Ich will keine neuen Konzentrationslager. Auch nicht unter anderem Namen. Dieser Typ spielt aber mit solchen Gedanken. Ganz offen. Und der ist akzeptiertes und umworbenes Mitglied einer Partei, die sich "bürgerlich" nennt, aber in Wirklichkeit rechtsradikal bis rechtsextrem ist, und gehört zu deren Führungspersonal. Ich weiß, das gehört ja angeblich alles zur Meinungsfreiheit, auch dessen Drohungen gegen Andersdenkende.


Schon wieder nur da Thema "rechts"....
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Realist2014 » Fr 8. Nov 2019, 14:20

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 Nov 2019, 14:18)

I . Deshalb ist die große Frage eher die: Sind "Gesellschaften" im modernen Sinn nicht vielleicht überhaupt das Problem? Und können "Gesellschaften" überwunden werden? Ich sage mal: Ja. Der Mensch muss nicht zwangsläufig in Großgesellschaften leben.



Was sind denn "Großgesellschaften"?

Staaten?
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Fr 8. Nov 2019, 14:27

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 Nov 2019, 14:18)

Ich hab' keine Alternative. Wie alle ismen unterstellt auch der Sozialismus einen einzelnen anthropologischen Aspekt als essenziell. Selbstverständlich ist der Mensch als Mensch auf Solidarität und soziale Verknüpfung angewiesen. Grundsätzlich. Aber die Gesamtheit, sprich Gesellschaft ist eben etwas anderes als die SUmme der Einzelteile. Man kann das Prinzip Solidarität, das im sozialen Mikrobereich gilt, nicht einfach so als essenzielles Prinzip auf die Gesellschaft übertragen. Moderne Gesellschaften sind in der Gesamtheit anonym. Und da bedeutet dieser Solidaritätsgrundsatz etwas ganz anderes als in einem Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis. Ich weiß es nicht. Sören Kierkegaard hat bereits vor 200 Jahren den prägnanten Satz geschrieben: "DIe Menge ist die Unwahrheit". In der Menge, in der Massengesellschaft pervertiert jedes Prinzip, das im Mikrobereich gut und richtig ist. Auch das Prinzip Freiheitismus. Deshalb ist die große Frage eher die: Sind "Gesellschaften" im modernen Sinn nicht vielleicht überhaupt das Problem? Und können "Gesellschaften" überwunden werden? Ich sage mal: Ja. Der Mensch muss nicht zwangsläufig in Großgesellschaften leben.


Gesellschaften existieren nun mal objektiv, egal, was der Einzelne von ihnen hält. Was man nur tun kann, ist, sich rauszuhalten aus allem, was Propaganda, was Gedröhne und Gedöns ist. Zum Beispiel empfinde ich diese merkwürdige momentane Gleichschaltung fast aller TV-Sender und Programm-Redaktionen auf die immer gleichlautende Jubel-Bericht-Erstattung zu "30 Jahre Wende" und "30 Jahre Mauerfall" mittlerweile als derart penetrant, gleichförmig und holzhammermäßig, dass man das schon als Propaganda bezeichnen muss. Unterscheidet sich im Grunde in nichts von diesen damaligen sinnlosen Holzhammersätzen "Partei und Volk wachsen immer mehr zusammen", "das Vertrauen des Volkes in die Partei der Arbeiterklasse ist weiter gewachsen" oder anderem DDR-SED-Schwachsinn.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 8. Nov 2019, 14:33

BlueMonday hat geschrieben:(08 Nov 2019, 14:11)

Als 50Jähriger Mann hat man heutztage eher weniger die Zeit wütend zu sein, sondern steckt vielfach noch in der Knochenmühle des Lebenserwerbs und muss aufpassen, dass die Pumpe nicht schlapp macht und man es überhaupt in die Rentenregion schafft. Für "Protest" braucht man eher viel Zeit zum Totschlagen und vor allem wenig persönliche(lies tatsächliche) Probleme. Wenn man aus dem Berufsleben ausgeschieden ist, dann hat man wohl wieder mehr Zeit für diesen Protestunsinn. Oder man ist noch sehr jung. So kommt dann vielleicht ein Durchschnittsalter von 50 heraus. Nur ist das ein beliebterr Fehlschluss, von einem bloßen Durchschnitt auf eine Verteilung der Häufigkeit zu schließen.

Die "Knochenmühle des Lebenserwerbs"? :p Wo bitte soll die stehen? In Deutschland gewiss nicht. Das Phänomen "Altersdemenz" zum Beispiel hat einfach damit zu tun, dass die Pumpe eben gerade nicht schlapp macht.

Das mit der Durchschnittsbildung ist schon richtig. Und das mit der Freizeit-Voraussetzung auch. Klar. Es sind vor allem männliche fahrradfahrende Rentner und Vorruheständler, die bei Pegida oder Stuttgart 21 dabei sind. Ich will damit ja auch keine politische Richtung irgendwie belegen oder vertreten. Es ist einfach so.
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