Kampf gegen Links

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Kritikaster
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Kritikaster » Mi 23. Okt 2019, 00:25

Selina hat geschrieben:(22 Oct 2019, 23:47)

Quatsch. Um "rechtsliberal und rechtskonservativ", wie du das nennst, gehts gar nicht. Ich hab lediglich was gegen solche Leitkultur-Prediger, gegen rechtsradikales bis rechtsextremes Geschwätz vom "großen Austausch", von "Umvolkung" und "Überfremdung". Ich brauche kein "Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt"-Gerede. Das kann aber jeder halten wie ein Dachdecker. Und dass solche Referenten wie Lucke und de Maizière auf Protest stoßen, das ist normal.

Und welche der genannten Kriterien träfen nun auf Lucke und de Maizière zu, damit sie Deinen Rechtfertigungsansprüchen genügten, womit man begründen könnte, weshalb man Studenten oder interessierten Bürger die Teilhabe an deren Vorträgen vorenthalten darf, nur weil einem selbst die Vortragenden oder deren Ideen nicht genehm sind?
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Selina
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Mi 23. Okt 2019, 00:33

Kritikaster hat geschrieben:(23 Oct 2019, 00:25)

Und welche der genannten Kriterien träfen nun auf Lucke und de Maizière zu, damit sie Deinen Rechtfertigungsansprüchen genügten, womit man begründen könnte, weshalb man Studenten oder interessierten Bürger die Teilhabe an deren Vorträgen vorenthalten darf, nur weil einem selbst die Vortragenden oder deren Ideen nicht genehm sind?


Hatte gerade noch eine kleine Korrektur angebracht in meinem Kommentar. Da steht eigentlich alles drin, was ich dazu zu sagen hab: viewtopic.php?f=20&t=68951&start=1080#p4594656

Hier findest du Gründe für die Proteste, aber auch Gründe des Protestes gegen den Protest: https://taz.de/Protest-gegen-Militaerof ... /!5633026/

Gute Nacht.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 23. Okt 2019, 08:12

Wenn solche Vorfälle nicht bald aufhören, wird es so laufen wie vor knapp 100 Jahren: dann bringt man halt seinen eigenen Saalschutz mit, der den Weg robust frei räumt und frei hält.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Skeptiker » Mi 23. Okt 2019, 09:11

Tom Bombadil hat geschrieben:(23 Oct 2019, 08:12)

Wenn solche Vorfälle nicht bald aufhören, wird es so laufen wie vor knapp 100 Jahren: dann bringt man halt seinen eigenen Saalschutz mit, der den Weg robust frei räumt und frei hält.

Das war noch nie anders. Auf Dauer nimmt niemand es hin von anderen drangsaliert zu werden. Wenn der Staat die Wahrnehmung der Recht nicht mehr gewährleistet, dann schaffen sich die Privatleute diese Möglichkeit selber.

Ich denke ja nicht, dass das unsere Zielvorstellung sein sollte, aber offenbar sind wir Freiheit mittlerweile so sehr gewohnt, dass wir sie weder zu schätzen wissen, noch zu verteidigen gedenken. Dann wird irgendwann jeder der kann seine Freiheit selber verteidigen.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon watisdatdenn? » Mi 23. Okt 2019, 09:28

Selina hat geschrieben:(23 Oct 2019, 00:33)
Hier findest du Gründe für die Proteste, aber auch Gründe des Protestes gegen den Protest: https://taz.de/Protest-gegen-Militaerof ... /!5633026/

Das ist ja nachgerade absurd!

Da wird die linke türkeischleimende Politik (Multi Kulti) der linken SPD kritisiert (es war der linke Sigmar Gabriel der die Panzer der Türkei gebracht hat) und dafür wird jetzt ein Politiker der Mitte blockiert (er ist ja nicht mal rechts)?!

Die linken Blockierer sind wohl nicht die hellsten!
Mit der Begründung hätten sie eigentlich die linke SPD (die für den Panzer Export zuständig war) blockieren müssen..

Ganz davon abgesehen dass trotz der Schweinereien linker WaffenPolitik die ich ebenso kritikwürdig finde das Mittel der Blockade trotzdem absolut nicht angebracht ist!!
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Ammianus » Mi 23. Okt 2019, 09:41

Hier ein weiterer Fall, der auch schon im Forum angesprochen wurde. Durch die Besetzung der Bibliothek wurden unbeteiligte Studenten daran gehindert, ihre ganz normalen Studien vorzunehmen. Das Ziel der Besetzung wiederum war die Vernichtung der Existenz der Bibliothekarin. Gleichzeitig wurde dabei die Botschaft ausgesendet: Wir bestimmen was du politisch darfst oder nicht.

https://www.mdr.de/sachsen/dresden/dres ... n-100.html

Diese Auffassung würde ich auch vertreten, wäre die Bibliothekarin Mitglied oder Kandidatin von DKP, MLPD oder NPD.

Ganz anders wäre der Fall, würde man nachweisen können, dass die politische Einstellung sich auf die Arbeit auswirkt. Wenn z.B Literatur, die nicht dem Weltbild der Angestellten entspricht, nicht angeschafft wird.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Ammianus » Mi 23. Okt 2019, 09:49

Diestel hat geschrieben:(22 Oct 2019, 23:33)

Sind die Tausenden von Bauern, die heute viele Innenstädte und Straßen mit ihren Treckern absichtlich blockiert haben, auch demokratiefeindliche Radikale? Immerhin haben sie unschuldige Bürger daran gehindert, ungehindert von A nach B zu gelangen. Ganz abgesehen von dem Lärm und Gestank, den ihre Gefährte verursacht haben. Hätten sie nicht gesittet mit den politisch Verantwortlichen diskutieren können, wie es unter zivilisierten Menschen üblich ist?


Eigentlich ist es immer ganz einfach. Man muss in jedem Fall sich die Sache genau ansehen. Da geht es um die Protestierer, um die Ziele und Auswirkungen des Protestes und - ganz wichtig - die davon mittel- und unmittelbar Betroffenen. So kann man dann jeden konkreten Fall mit all seinen Besonderheiten erörtern.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Bolero » Mi 23. Okt 2019, 10:06

Kritikaster hat geschrieben:(23 Oct 2019, 00:25)

Und welche der genannten Kriterien träfen nun auf Lucke und de Maizière zu, damit sie Deinen Rechtfertigungsansprüchen genügten, womit man begründen könnte, weshalb man Studenten oder interessierten Bürger die Teilhabe an deren Vorträgen vorenthalten darf, nur weil einem selbst die Vortragenden oder deren Ideen nicht genehm sind?

Sie will damit sagen, nur Linke dürfen das!!!!!
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 23. Okt 2019, 10:10

Tom Bombadil hat geschrieben:(23 Oct 2019, 08:12)

Wenn solche Vorfälle nicht bald aufhören, wird es so laufen wie vor knapp 100 Jahren: dann bringt man halt seinen eigenen Saalschutz mit, der den Weg robust frei räumt und frei hält.

Darauf wird es hinauslaufen, auf Sturmabteilungen und Saalschutz.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Dark Angel » Mi 23. Okt 2019, 12:11

Selina hat geschrieben:(22 Oct 2019, 23:47)

Quatsch. Um "rechtsliberal und rechtskonservativ", wie du das nennst, gehts gar nicht. Ich hab lediglich was gegen solche Leitkultur-Prediger, gegen rechtsradikales bis rechtsextremes Geschwätz vom "großen Austausch", von "Umvolkung" und "Überfremdung". Ich brauche kein "Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt"-Gerede. Das kann aber jeder halten wie ein Dachdecker. Und dass solche neoliberalen und erzkonservativen Referenten wie Lucke und de Maizière ebenfalls auf Protest stoßen, das ist normal. Ja, Gewalt (Papierkügelchen, zerrissene Hemden) gehört da nicht hin, lehne ich ab, aber ansonsten hats Protest schon immer gegeben, wirds auch immer geben. Die Gründe - siehe taz-Beitrag weiter oben - sind nachvollziehbar.

Selina - bitte nicht ablenken!
Es geht gerade NICHT um "Leitkulturperdiger", sondern um linksradikale/linksetreme "Aktivisten" und deren Gewaltbereitschaft bei ihren Aktionen um deren Deskussionsverweigerung, deren Meinungsdiktat und Intoleranz. Es geht darum, die Lesung eines Mitglieds der CDU (die immerhin Regierungspartei ist) und ehemaligen Ministers zu blockieren, es geht darum dass Vorlesungen eines Professors gestört werden und es geht darum, dass der Vorsitzende der FDP, Christian Lindner nicht an der Uni Hamburg sprechen darf, weil das Linksradikalen nicht in den Kram passt.

Was da abläuft, hat mit Protest nichts mehr zu tun, dass sind Meinungsdiktatur und Gesinnungsterror - andere Meinungen als die eigenen, werden nicht toleriert, sondern unter Anwendung/Androhung von Gewalt verhindert.

Die so genannten "Aktivisten" verlassen hier ganz klar den "Boden der Verfassung" (Art. 5 GG und Art. 8 GG).
Damit geht von diesen Gruppen eine Gefährdung der Demokratie aus und NICHT von Lucke, De Maiziere oder Lindner und damit sind diese Gruppen eindeutig demokratie- und verfassungsfeindlich.
Dass DU das nicht kapieren willst, statt dessen mit Whataboutismen daher kommst, wirft kein positives Bild auf DEIN Demokratieverständnis!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Strangequark » Mi 23. Okt 2019, 13:31

watisdatdenn? hat geschrieben:(23 Oct 2019, 09:28)Die linken Blockierer sind wohl nicht die hellsten!
Mit der Begründung hätten sie eigentlich die linke SPD (die für den Panzer Export zuständig war) blockieren müssen..

Du hast vergessen das "linke" zu unterstreichen :?
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 23. Okt 2019, 13:47

Alexyessin hat geschrieben:(11 Oct 2019, 18:05)

Naja, darüber lässt sich treffend streiten. Es ist natürlich aus der jetzigen Sicht leicht gesagt, das wenn wäre wenn. Aber am linken Programmatismus für die Arbeiter hat es damals keinen Abbruch gemacht.
Und da trifft sich das alte Dilemma der SPD im speziellen und der linken Denker im allgemeinen. Was ist möglich und was ist Utopie. Und da ist es egal, ob man die Spaltung zwischen demokratischer Legitimation oder Revolution, besser der Unterschied zwischen Bernstein und Luxemburg oder - wie dann im Godesberger Programm die Realpolitik und deren Gegebenheiten annehmen kann um kleine Schritte zu wagen.

Über diesen Unterschied kann man durchaus sachlich diskutieren.

Nicht aber über die Nichtimmunität eines Teils der SPDler gegenüber dem, was man später als "Augusterlebnis" bezeichnete. Und was dann später politisch als "Burgfriedenspolitik" im Reichstag praktiziert wurde. Sprich: Der Krieg ist heilig. Alle innenpolitischen Zwistigkeiten werden zugunsten dieses heiligen Kriegs zurückgestellt. Die Anbetung des kriegs durch Teile der SPD ist und bleibt unentschuldbar. Die SPD kann alles mögliche, auch positive heute aufstellen und anstellen. Aber wenn sie sich als eine der ältesten Parteien in Europa ausgerechnet auf Tradition beruft ... wird mir angesichts dieser Tatsachen immer schlecht.

Wenn ich es abwäge: Die Verweigerung der Burgfriedenspolitik durch Liebknecht, Luxemburg, Haase sowie die nachfolgende Hinwendung dieses Teils der linken Bewegungen zu Stalinismus, Staatsozialismus, die SED-Gründung usw. auf der einen und das Bekenntnis zu Krieg und Vaterland auf der anderen Seite ... politisch fühle ich mich zu keinem der beiden Richtungen hingezogen. Aber wenn ich wählen müsste ... allemal erstere!
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Quatschki » Mi 23. Okt 2019, 14:25

schokoschendrezki hat geschrieben:(23 Oct 2019, 13:47)

Wenn ich es abwäge: Die Verweigerung der Burgfriedenspolitik durch Liebknecht, Luxemburg, Haase sowie die nachfolgende Hinwendung dieses Teils der linken Bewegungen zu Stalinismus, Staatsozialismus, die SED-Gründung usw. auf der einen und das Bekenntnis zu Krieg und Vaterland auf der anderen Seite ... politisch fühle ich mich zu keinem der beiden Richtungen hingezogen. Aber wenn ich wählen müsste ... allemal erstere!

Als 1918/1919 die Frage freier Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung anstand, haben Liebknecht und Luxemburg dagegen zum Aufstand geblasen.
Aus rein machttaktischem Kalkül. Weil ihnen klar war, dass eine demokratische Konsolidierung die Entmachtung der von den Spartakisten dominierten revolutionären Arbieter- und Soldatenräte bringen würde.
Dieses machttaktische Kalkül erkenne ich bei Ramelow wieder, wenn sein Verein ganz unverblümt darauf hinarbeitet, nach den Wahlen auch ohne Mehrheit geschäftsführend weiterregieren zu können.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Bolero » Mi 23. Okt 2019, 14:44

Trotz Einlasskontrolle in Universität Hamburg: AfD-Gründer Lucke muss zweite Vorlesung abbrechen

Nach der massiven Störung seiner ersten Vorlesung waren die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt worden. Für den Saal gab es eine Einlasskontrolle. Nur angemeldete Studenten kamen in Luckes Vorlesung.
So demonstrerten einige Studenten zunächst nur hinter dem Gebäude. Doch zum Ende von Luckes Vorlesung gelangten dann doch circa 15 Demonstranten in den Saal.


https://www.bild.de/regional/hamburg/ha ... .bild.html

Das wird doch wohl kein linkes Studentenpack gewesen sein? :rolleyes:
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Mi 23. Okt 2019, 15:36

Dark Angel hat geschrieben:(23 Oct 2019, 12:11)

Selina - bitte nicht ablenken!
Es geht gerade NICHT um "Leitkulturperdiger", sondern um linksradikale/linksetreme "Aktivisten" und deren Gewaltbereitschaft bei ihren Aktionen um deren Deskussionsverweigerung, deren Meinungsdiktat und Intoleranz. Es geht darum, die Lesung eines Mitglieds der CDU (die immerhin Regierungspartei ist) und ehemaligen Ministers zu blockieren, es geht darum dass Vorlesungen eines Professors gestört werden und es geht darum, dass der Vorsitzende der FDP, Christian Lindner nicht an der Uni Hamburg sprechen darf, weil das Linksradikalen nicht in den Kram passt.

Was da abläuft, hat mit Protest nichts mehr zu tun, dass sind Meinungsdiktatur und Gesinnungsterror - andere Meinungen als die eigenen, werden nicht toleriert, sondern unter Anwendung/Androhung von Gewalt verhindert.

Die so genannten "Aktivisten" verlassen hier ganz klar den "Boden der Verfassung" (Art. 5 GG und Art. 8 GG).
Damit geht von diesen Gruppen eine Gefährdung der Demokratie aus und NICHT von Lucke, De Maiziere oder Lindner und damit sind diese Gruppen eindeutig demokratie- und verfassungsfeindlich.
Dass DU das nicht kapieren willst, statt dessen mit Whataboutismen daher kommst, wirft kein positives Bild auf DEIN Demokratieverständnis!


Ich lenke überhaupt nicht ab. Du vergisst nur wieder mal zu fragen, warum es diese Proteste gibt. Schau dir die Gründe an. Ich sagte ja gar nicht, dass ich in besagten Fällen selbst für solche Blockaden bin, da ich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen Leuten besser finde als das Bewerfen mit Papierkügelchen. Trotzdem gehört es einfach dazu, mal zu schauen, warum es den studentischen Protest gibt. Das sind doch alles keine Blöden. Und den immensen, höchst gefährlichen Rechtsruck im Land und ein Abdriften einiger Konservativer in Richtung rechtsaußen, wenn auch nur in einigen wichtigen Punkten (zum Beispiel Flucht aus Kriegs- und Krisengebieten, Integration, Migration), sollte man nun mal nicht verharmlosen, als sei das "nur" ein einfacher Meinungsstreit. Die Augen vor den Äußerungen der Protestierenden völlig zu verschließen, bringt den Disput im Land kein Stück weiter. Dazu gibt es gerade eine aktuelle Stunde im Bundestag auf Antrag der FDP (Phönix).

Übrigens: Zur Lindner-Ausladung hat die Hochschule jetzt reagiert.

Zitat:

Die Universität teilte auf Anfrage des Deutschlandfunks, der Antrag der Liberalen Hochschulgruppe sei mit Verweis auf die Raumvergabebestimmungen abgelehnt worden. Darin heiße es: „Für Veranstaltungen mit parteipolitischer Ausrichtung ist die Überlassung von Räumen ausgeschlossen.“ Sollte es in der Vergangenheit bei der Vergabe in Einzelfällen Veranstaltungen mit parteipolitischen Inhalten gegeben haben, sei dies ohne Genehmigung der Universität Hamburg erfolgt.

https://www.deutschlandfunk.de/protest- ... id=1061987
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Quatschki » Mi 23. Okt 2019, 17:05

Das ist schon ziemlich krank, wohin dieses Land gekommen ist.
denn es war ja keine Parteiversammlung, sondern eine Diskussionsveranstaltung, an der sich jeder gern auch kontrovers beteiligen kann.
Welche Existenzberechtigung haben Universitäten noch, an denen politische Diskussionen unerwünscht sind oder Volksvertreter ausgesperrt bleiben?
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 23. Okt 2019, 17:28

Linker Korpsgeist @work: Sarah Wagenknecht darf an der Uni reden, Lindner nicht

Daran sieht man mal wieder sehr schön, wie Linke agieren, wenn sie auch nur ein kleines bisschen Macht haben, da ist das ganze Geschwätz von wegen Gleichberechtigung und Menschenrechten etc. pp. ganz schnell vergessen. Undemokratisch, illiberal, totalitär, das ist Linksaußen 2019.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Vongole » Mi 23. Okt 2019, 17:51

Tom Bombadil hat geschrieben:(23 Oct 2019, 17:28)

Linker Korpsgeist @work: Sarah Wagenknecht darf an der Uni reden, Lindner nicht

Daran sieht man mal wieder sehr schön, wie Linke agieren, wenn sie auch nur ein kleines bisschen Macht haben, da ist das ganze Geschwätz von wegen Gleichberechtigung und Menschenrechten etc. pp. ganz schnell vergessen. Undemokratisch, illiberal, totalitär, das ist Linksaußen 2019.

Ich finde die Absage an Lindner nicht gut, aber das Präsidium der Uni Hamburg als links zu bezeichnen, dürfte arg an den Tatsachen vorbeigehen. ;)
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 23. Okt 2019, 17:55

Dann sind sie rächts? Demokratisch sind sie jedenfalls nicht.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 23. Okt 2019, 18:04

Auf Youtube war mal zu sehen, wie Lindner mit protestierenden Studenten im Hörsaal umging - nämlich äußerst souverän.
Er stellte das Mikrofon zur Verfügung und wollte das inhaltlich diskutieren. Als die Protestler die Bühne verließen, fragte er noch enttäuscht, wo sie denn hin wollen. ;)
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