Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

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Atue001
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Atue001 » So 20. Okt 2019, 01:18

imp hat geschrieben:(19 Oct 2019, 05:57)

In einer freien Gesellschaft hat kein Land irgendwem seine Kinder zu verbieten.


Das Thema ist hier ja auch Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus.

Derzeit schließe ich das Kinder-Verbieten für westliche Länder auch aus. In einigen Gegenden der Welt kommen wir aber an Grenzen, so dass es bei weiterer Bevölkerungsvermehrung dazu kommen wird, dass die Länder ihrer Bevölkerung keine lebenswerte Heimat mehr bieten können. Dass es dann zu Massenflucht und Völkerwanderungsbewegungen kommen wird, liegt auf der Hand. Die wirst du dann ethisch auch genauso vehement als richtig bezeichnen?

Übrigens muss nicht alles gleich ein Verbot sein. Man kann auch lenkend in eine Gesellschaft eingreifen, indem man es lediglich unattraktiv macht, Kinder zu haben. Heute sind Kinder in vielen Gegenden der Welt noch immer eine Garantie fürs Alter. Wie wäre es, die Steuergesetzgebung jeweils so anzupassen, dass Kinder in Gegenden mit Überbevölkerung keinen Vorteil mehr bedeuten, sondern einen finanziellen Nachteil.
Übrigens: Auch in Deutschland, Österreich und vielen anderen Ländern sind Kinder längst nicht nur Vorteil....wenn es zu viele werden, fehlt die Unterstützung durch die Gesellschaft. Warum nur?

In Asien kann man es deutlich die nächsten Jahre unmittelbar vergleichen - welches Land wird es leichter haben, in die Weltspitze aufzustoßen? China oder Indien? China hat eine recht restriktive Phase hinter sich, in dem massiv in das Bevölkerungswachstum eingegriffen wurde - Indien hat nichts vergleichbares. Welches Land wird die Herausforderungen der Zukunft besser bewältigen?
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Atue001 » So 20. Okt 2019, 01:23

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Oct 2019, 10:07)

Der CO2-Ausstoß als GANZES muss sinken, dann sinkt automatisch auch der CO2-Ausstoß pro Kopf. Wer das Pferd andersherum aufzäumen will, der kann das tun und somit auch als das oft angepriesene Vorbild dienen, nur wird das viel zu langsam gehen.



Im Prinzip richtig - führt aber in einer nicht ganz grünen Weltgemeinschaft faktisch in die Sackgasse und damit in die Klimakatastrophe.
Wir haben keine Weltregierung, die ein solches Programm umsetzen könnte - deshalb muss JEDE Regierung das Programm für sein Gebiet umsetzen.
Und da ist es völlig irrelevant, was die anderen machen!

Deutschland kann und soll seine CO2-Dreckschleudern entsorgen, und neue Technologien einsetzen. Wenn Deutschland das tun würde, würde sich aich der Pro-Kopf-Verbrauch senken.

Je später die Weltgemeinschaft erkennt, dass lokal gehandelt werden muss, desto wahrscheinlicher ist es, dass es zu Ökodiktaturen kommt.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon imp » So 20. Okt 2019, 07:08

Atue001 hat geschrieben:(20 Oct 2019, 01:18)

Das Thema ist hier ja auch Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus.

Derzeit schließe ich das Kinder-Verbieten für westliche Länder auch aus. In einigen Gegenden der Welt kommen wir aber an Grenzen, so dass es bei weiterer Bevölkerungsvermehrung dazu kommen wird, dass die Länder ihrer Bevölkerung keine lebenswerte Heimat mehr bieten können. Dass es dann zu Massenflucht und Völkerwanderungsbewegungen kommen wird, liegt auf der Hand. Die wirst du dann ethisch auch genauso vehement als richtig bezeichnen?

Ein Kind ist ein Kind und ein Mensch ist ein Mensch. Wer sich für Kinder entscheidet und es fertig bringt, der soll auch Kinder haben. Kinder in erster Linie als Brennstoff für den Staat zu betrachten als sei er ein Motor, dem man stets die richtige Zahl kleiner Ottos verfüttern muss, stellt den Zweck der Gesellschaft auf den Kopf.

In Asien kann man es deutlich die nächsten Jahre unmittelbar vergleichen - welches Land wird es leichter haben, in die Weltspitze aufzustoßen? China oder Indien? China hat eine recht restriktive Phase hinter sich, in dem massiv in das Bevölkerungswachstum eingegriffen wurde - Indien hat nichts vergleichbares. Welches Land wird die Herausforderungen der Zukunft besser bewältigen?

Indien hat 2,3 Geburten pro Frau, was etwa Weltdurchschnitt ist. Kina hat 1,6. Mit Englisch als Amtssprache und einer immer noch leidlich freien Demokratie steht Indien gut gerüstet da, auch seinen Klimabeitrag zu leisten. Kina ist dagegen eine Diktatur, die man bekämpfen muss.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Tom Bombadil » So 20. Okt 2019, 08:52

Atue001 hat geschrieben:(20 Oct 2019, 01:23)

Und da ist es völlig irrelevant, was die anderen machen!

Das führt unweigerlich in die Sackgasse und damit in die Klimakatastrophe. Man kann nur gemeinsam etwas erreichen, das gilt für dich im Kleinen wie für Deutschland im Großen.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Atue001 » Mo 21. Okt 2019, 22:49

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Oct 2019, 08:52)

Das führt unweigerlich in die Sackgasse und damit in die Klimakatastrophe. Man kann nur gemeinsam etwas erreichen, das gilt für dich im Kleinen wie für Deutschland im Großen.


Wie bitte soll denn DAS die Sackgasse sein?
Die ist doch wohl eher, wenn jeder wartet, bis der andere was tut.

Nein - nichts tun ist keine Lösung.
Darauf warten, dass andere anfangen, ist keine Lösung.
Auf internationale Lösungen in Zeiten größerer internationaler Uneinigkeit zu warten ist keine Lösung.

Es gibt ein klares Protokoll, in dem sich die einzelnen Staaten auf nationale Ziele international verpflichtet haben. Ich kann nicht verstehen, warum du unter diesen Rahmenbedingungen allen Ernstes empfiehlst, diesen Minimalkonsens über die Länder hinweg zu missachten! Ich halte diese Empfehlung für grob fahrlässig!
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 21. Okt 2019, 22:54

Atue001 hat geschrieben:(21 Oct 2019, 22:49)

Es gibt ein klares Protokoll, in dem sich die einzelnen Staaten auf nationale Ziele international verpflichtet haben.

Jau, laut diesem Protokoll darf der größte CO2-Schmutzfink noch immer mehr CO2 ausstoßen. Voll sinnvoll. Nicht.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Atue001 » Mo 21. Okt 2019, 23:42

Tom Bombadil hat geschrieben:(21 Oct 2019, 22:54)

Jau, laut diesem Protokoll darf der größte CO2-Schmutzfink noch immer mehr CO2 ausstoßen. Voll sinnvoll. Nicht.


Ja sinnvoll, weil dem Protokoll gerade der Pro-Kopf-Verbrauch zugrunde gelegt wird - und da ist der größte SChmutzfink halt gerade nicht der, der bei den absoluten Zahlen oben steht. Das steht Deutschland deutlich höher in der Pflicht - wie auch Österreich.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 22. Okt 2019, 10:00

Immer der gleiche Blödsinn mit dem Pro Kopf-Ausstoß, der dem Klima völlig am Arsch vorbei geht, mit dem man euch Deutschen aber wunderbar ein schlechtes Gewissen machen kann, damit ihr das Portemonnaie noch weiter aufmacht.

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2018
CO2 Ausstoß China               CO2 Ausstoß Deutschland:
9.428,7 Mio to (+2,2%)          725,7 Mio to (-4,8%)
Faktor 12,99


Rettet ihr mal schön das Klima, indem ihr immer weniger, China aber immer mehr CO2 ausstößt :D
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Keoma » Di 22. Okt 2019, 10:05

Atue001 hat geschrieben:(21 Oct 2019, 23:42)

Ja sinnvoll, weil dem Protokoll gerade der Pro-Kopf-Verbrauch zugrunde gelegt wird - und da ist der größte SChmutzfink halt gerade nicht der, der bei den absoluten Zahlen oben steht. Das steht Deutschland deutlich höher in der Pflicht - wie auch Österreich.


Nun, wenn in Deutschland der pro Kopf - Verbrauch gesenkt und China angehoben wird, wie wirkt sich das aus?
Eigentlich eine einfache Rechnung.
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 22. Okt 2019, 10:18

Keoma hat geschrieben:(22 Oct 2019, 10:05)

Eigentlich eine einfache Rechnung.

Bei CO2 pro Kopf liegt Deutschland hinter Ländern wie Russland, Kasachstan oder Tschechien :D Dabei hat man sich noch etwas Anderes einfallen lassen: die CO2-Emissionen, die bei der Produktion anfallen, werden nicht mehr dem angerechnet, der das CO2 produziert, sondern dem, der den produzierten Kram kauft :D Aber anstatt dann eine Art CO2-Zoll zu erheben, erhebt man lieber eine inländische CO2-Steuer :D Dummerweise liegt Deutschland in Sachen CO2 "Konsum" pro Kopf noch weiter zurück, das taugt auch nicht wirklich, um ans Geld zu kommen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... n_pro_Kopf
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Atue001 » Di 22. Okt 2019, 23:10

Keoma hat geschrieben:(22 Oct 2019, 10:05)

Nun, wenn in Deutschland der pro Kopf - Verbrauch gesenkt und China angehoben wird, wie wirkt sich das aus?
Eigentlich eine einfache Rechnung.


Ja klar ist die Rechnung einfach, weil du da viel Wahrheit verschleierst.

Tatsächlich hat Deutschland noch immer einen ca. 30% höheren Pro-Kopf-Verbrauch als China. Mit welchem Argument willst du einem Chinesen erklären, dass er seinen Pro-Kopf-Verbrauch senken soll, weil du in Deutschland oder auch Österreich nicht bereit bist, was zu tun?

CO2 in der Atmosphäre entfaltet seine Wirkung im Übrigen nicht so einfach nur mal eben kurzfristig - sondern über längere Zeiträume. Die Sättigung der Atmosphäre mit CO2 wurde in der Vergangenheit zu einem wesentlichen Anteil von den Staaten angereichert, die man so die westliche Industrieländer nennt. Für wesentliche Teile des in der Atmosphäre befindlichen CO2 ist also auch Deutschland mit verantwortlich. Und erneut die Frage, wieso soll Pro-Kopf der Chinese nicht auch seinen Teil zur Verschmutzung beitragen dürfen? Haben die alten Industrieländer mehr Recht auf klimaschädliche Gase Pro-Kopf über die Zeit hinweg, als dies für China gilt?

Das ist eine ziemlich egositische Sichtweise - die einen Chinesen erst mal gar nicht beeindrucken wird!

Deshalb funktionieren die Ideen hinter dem Klimaabkommen auch ein wenig anders! Der Ball liegt bei allen Staaten - aber derzeit mehr bei den strark industrialisierten Staaten. DIE sollten und müssen in Vorleistung treten - beispielsweise auch mal in klimaschonende Technologien investieren, die man dann auch weiteren Ländern zur Verfügung stellen kann.

China hat versprochen, dass es seinen CO2-Ausstoß ab 2030 langsam sinken lassen will - darauf wird hingearbeitet - aber eben auch so, dass man die Industrialisierung und Entwicklung von China nicht abwürgen will. Es gibt Anzeichen, dass China den Wendepunkt schon früher erreichen könnte - eventuell auch, weil die Konjunktur nicht so stark wächst, wie man das für die Entwicklung erhofft hatte.

Hier mal ein Artikel dazu: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klimaschutz-co2-emissionen-in-china-koennten-10-jahre-frueher-sinken-als-gedacht-a-1279711.html

Würde dies so kommen, wäre der Pro-Kopf-Ausstoß in China schon beim Wendepunkt niedriger, als der CO2-Ausstoß pro Kopf in Deutschland. So wird das nix - klar muss China liefern, aber eben Deutschland auch!

Es ist ein wenig so, wie wenn eine große Reisegruppe und ein Einzelner vor einem Zug steht. Der Zug fährt in 5 Minuten ab. Nun sollten alle mit. Aber der Einzelne sagt nun: Ich steig erst ein, wenn die anderen alle drin sind!
Mit einem solchen Ansatz ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass der Zug losfährt, und der Einzelne sicher, und ein Teil der Reisegruppe auch, den Zug verpassen. Wer sicher mit dem Zug mitfahren will, sollte deshalb nicht darauf bestehen, der letzte Reisende sein zu wollen!
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon MoOderSo » Di 22. Okt 2019, 23:27

Atue001 hat geschrieben:(22 Oct 2019, 23:10)Tatsächlich hat Deutschland noch immer einen ca. 30% höheren Pro-Kopf-Verbrauch als China. Mit welchem Argument willst du einem Chinesen erklären, dass er seinen Pro-Kopf-Verbrauch senken soll, weil du in Deutschland oder auch Österreich nicht bereit bist, was zu tun?

Mit dem gleichen Argument wie du fliegendene Schüler verteidigst.
Atue001 hat geschrieben:(22 Oct 2019, 22:55)Nochmal: Die meisten Fliegenden sind keine Schüler! Würden nur noch Schüler fliegen, wir hätten ein Klimaproblem weniger.

Die meisten CO2-Emittenten sind keine Deutsche also wäre dem Klima geholfen, wenn nur noch Deutsche CO2 ausstoßen würden.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Atue001 » Di 22. Okt 2019, 23:45

MoOderSo hat geschrieben:(22 Oct 2019, 23:27)

Mit dem gleichen Argument wie du fliegendene Schüler verteidigst.

Die meisten CO2-Emittenten sind keine Deutsche also wäre dem Klima geholfen, wenn nur noch Deutsche CO2 ausstoßen würden.


Endlich mal einer, der völlig korrekt den Blödsinn DIESER Argumentationslinien versteht!

Meine Argumentation, die ich dem klar entgegenstelle:
Es KOMMT auf den Pro-Kopf-Verbrauch an.
Ob in der FFF-Bewegung Schüler fliegen oder nicht, ist hingegen wenig relevant - relevant ist vielmehr, dass politische Rahmenbedingungen entstehen, dass wir den Pro-Kopf-Verbrauch senken. Ob dann noch Schüler fliegen, wird sich dann zeigen.

Unterm Strich sind die internationalen Abkommen zum Thema Klima so schlecht nicht - allenfalls sind sie zu wenig ambitioniert. Und: Ein Problem ist es, wenn zu viele nicht mitmachen.
Man kommt schnell auf die Idee, dass ja die USA nicht mitmachen wollen.....doch das ist nur die halbe Wahrheit - tatsächlich sind in den USA auch viele Gegenden und Staaten dabei! Unabhängig wie Trump agiert.
Man kommt schnell auf die Idee, dass China ja wichtiger wäre - doch das ist noch nicht mal die halbe Wahrheit, weil tatsächlich China eine ganze Menge unternimmt, um den CO2-Ausstoß in den Griff zu bekommen - und China ist auf dem besten Wege, seine selbst gesteckten Ziele sogar tendenziell früher zu erreichen!
Man kommt schnell auf die Idee, dass man in Deutschland ja nicht aktiv werden müsste.....doch die Wahrheit ist, dass Deutschland auf einem der vordersten Plätze sowohl beim absoluten Ausstoß an CO2, als auch beim Pro-Kopf-Ausstoß liegt.
Und man kommt auch schnell auf die Idee, dass doch die, die sich für die Einhaltung der Klimaprotokolle einsetzen, doch zuallererst engagieren müssten, und ihren CO2-Ausstoß senken müssten.....doch auch das ist ein Scheinargument, welches nur benutzt wird, damit man sich nicht bewegen muss.
Tatsächlich geht es darum, dass die nationalen Staaten sich auf Klimaziele verpflichtet haben - was gut ist.
Tatsächlich geht es darum, dass die nationalen Staaten zu häufig ihre Klimaziele noch verfehlen - was schlecht ist.
Tatsächlich geht es darum, dass die Politik für die Umsetzung der Ziele die Verantwortung trägt - ohne die Lenkungswirkung der Politik sind die Klimaziele auch dann nicht erreichbar, wenn alle FFF-Teilnehmer sich spontan zu Null-CO2 selbst kasteien würden.

Es gibt keine andere Institution, die in Frage kommt, die Klimaprotokolle umzusetzen - die Politik der Nationalstaaten hat Zusagen gemacht, und die gilt es umzusetzen.
Und Deutschland ist alles andere als ein Musterschüler - die deutsche Politik macht regelmäßig nur große Sprüche und in der Praxis ist nichts dahinter.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon MoOderSo » Mi 23. Okt 2019, 01:02

Atue001 hat geschrieben:(22 Oct 2019, 23:45)

Endlich mal einer, der völlig korrekt den Blödsinn DIESER Argumentationslinien versteht!

Es KOMMT auf den Pro-Kopf-Verbrauch an.

Nein. Das interessiert den Planeten wenig.
Und es ist auch kein Verbrauch.
Deutschland könnte seine Emission schon viel weiter gesenkt haben, wenn man nicht ständig Niedrig-Emittenten aus der dritten Welt in den Wohlstand holen würde.
Denn Deutsche senken nicht nur die pro-Kopf-Emission sondern auch die Köpfe.
Uns könnte man eigentlich wenig vorwerfen.
Und wenn man sich die Bundesländer ansieht, dann ist selbst der böse Bayer mit seinen 5,7t pro Kopf doch wohl nicht schlimmer als der Chinese mit seinen 7,54t.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Atue001 » Mi 23. Okt 2019, 23:37

MoOderSo hat geschrieben:(23 Oct 2019, 01:02)

Nein. Das interessiert den Planeten wenig.
Und es ist auch kein Verbrauch.
Deutschland könnte seine Emission schon viel weiter gesenkt haben, wenn man nicht ständig Niedrig-Emittenten aus der dritten Welt in den Wohlstand holen würde.
Denn Deutsche senken nicht nur die pro-Kopf-Emission sondern auch die Köpfe.
Uns könnte man eigentlich wenig vorwerfen.
Und wenn man sich die Bundesländer ansieht, dann ist selbst der böse Bayer mit seinen 5,7t pro Kopf doch wohl nicht schlimmer als der Chinese mit seinen 7,54t.


Den Planeten interessiert eh nichts - Interesse ist eine Eigenschaft von Lebewesen.
Der Begriff Verbrauch bezieht sich auf die Restmenge an CO2, die wir der Atmosphäre noch zuführen dürfen, bis bestimmte Kippunkte erreicht sind, die einen mittelfristig unumkehrbaren Klimawandel von mehr als 2 Grad nach sich ziehen. Diese Restmenge steht der Menschheit "zu", wenn man es als Ziel hat, unter den 2 Grad zu bleiben.

Deutschland könnte ganz sicher seine Emissionen schon viel weiter gesenkt haben, wenn nicht Politiker wie Altmeier und Co permanent dazwischen funken würden. Wir waren schon viel konsequenter und weiter unterwegs, aber Merkel verspricht viel und hält bezogen auf die Themen Umwelt ziemlich wenig.

Bei den Statistiken ist der direkte Vergleich nicht so ganz richtig. Da werden unterschiedliche Sachen gemessen - weshalb der Vergleich nicht so ganz richtig ist.
Und: Würde man sich eine bestimmte Region Chinas raussuchen, dann findet man garantiert Werte, die deutlich niedriger ausfallen, als die Werte Bayerns....

Im Übrigen gibt es gute Gründe, warum doch die Weltgemeinschaft sich in weiten Teilen in einem langen Prozess auf das Klimaprotokoll geeinigt hat - ich finde es immer wieder amüsant, dass dann vorschnell und ohne Prüfung der Sach- und Faktenlage per se angenommen wird, dass bei diesem Prozess nur spinnerte Grundannahmen getroffen wurden.....
Auch ich kritisiere durchaus das ein oder andere aus diesen Protokollen - allerdings habe ich mich mit diesen auch ein wenig beschäftigt. Dass die Pro-Kopf-Werte dabei in der Diskussion eine zentrale Rolle gespielt haben, wird einem Leser schnell klar. Dass bei diesem Protokoll aber das Bevölkerungswachstum für die Klimaziele nicht ausreichend eingeflossen ist, erschließt sich regelmäßig erst, wenn man sich ernsthaft damit beschäftigt.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Elser » Fr 25. Okt 2019, 18:25

Ich kenne diese ignoranten Argumentationen mit denen erschreckend viele, meist ältere Mitbürger, die Notwendigkeit von klimaschonenden Maßnahmen, besonders in Deutschland, bestreiten. Ich denke dass dem nichts anderes als eine erschreckende Bequemlichkeit zu Grunde liegt. Man will sich seinen erarbeiteten Luxus nicht madig machen lassen. Die Urlaubsflüge und Kreuzfahrten sind ja auch sooooo schön und der SUV ja soooo bequem beim einsteigen. Natürlich will keiner von denen als rücksichtsloser Ignorant dastehen und darum verneint man die Notwendigkeiten einfach. Reine Imagepflege!

Die AFD hat sich auch diese Hirn- und Handlungsfaulheiten zu Nutze gemacht und stösst in das selbe Horn. Ich bin mir sicher dass die allermeisten Bundes- u. Lantagsabgeordneten dieser Partei längst begriffen haben, dass da ein Umweltdisaster auf uns wartet. Die können auch lesen und die meisten von ihnen sind nicht dumm, sondern, meiner Meinung nach, ganz einfach nur verkommen. Mit der Verleumnung der Klima-Erkenntnisse kann man z.Zt. prima dumme und ignorante Wähler fangen. Es ist anscheinend wichtiger jetzt schnell an die fetten Tröge zu gelangen, als sich, durch Ehrlichkeit, die Gelegenheit zu versauen. Nach dem Motto: "Nach mir die Sinflut". Was man, in diesem Fall, durchaus wörtlich nehmen darf.

Ich bin mal gespannt was diese Verneiner sagen, wenn es richtig hart wird und uns die Auswirkungen diese Handels, oder besser Nichthandels, auf die Füße fallen. Ob sie dann den Mut haben ihren echten oder vermeidlichen Irrtum zu zugeben? Oder werden sie, wie damals nach dem Krieg, auch zu denen gehören die es immer schon gewußt haben? Ich denke Letzteres. Denn auch das ist viiiiel bequemer. :(

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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon jack000 » Do 31. Okt 2019, 19:36

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Oct 2019, 12:01)

Ich hatte schon in Juni etwas zu den möglichen Auswüchsen geschrieben: "Ich warte ja auch noch auf so eine Ökosekte, die sich aus dem Grund "Klimaschutz" in den kollektiven Massenselbstmord stürzt, Jonestown 2.0!" Da war mir "Extinction Rebellion" noch kein wirklicher Begriff, aber auf die scheint das zu passen.

Haben die sich eigentlich auch in Peking auf die Straßen gelegt oder fehlt dazu der Mut?

Nein, natürlich nicht. Und vor allem sind es auch Müllsünder:
Sieht so eine umweltfreundliche Klima-Demo aus?

Der Klima-Protest der Aktivistengruppe Extinction Rebellion ist gerade erst gestartet. Doch schon nach einem Tag fällt einiges an Müll an, darunter jede Menge Plastik. Der Potsdamer Platz versinkt im Unrat – und das bei einem Klima-Streik!

Eine Woche lang wollen die Aktivisten von Extinction Rebellion (deutsch: Rebellion gegen das Aussterben) für den Klimaschutz demonstrieren. Unter anderem am Potsdamer Platz protestierten am Montag Hunderte Menschen und hinterließen schon nach dem ersten Tag eine Menge Müll.

Einige nahmen ihre Transparente, Banner und Schlafsäcke wieder mit, als sie im Zuge der Räumung den Platz verließen, andere hingegen nicht. Laut B.Z.-Informationen füllten Plastikfolien, Aufbauten und anderer Unrat allein einen ganzen Container der Berliner Stadtreinigung (BSR).

[...]
Auf die Frage, ob das Müllaufkommen besonders hoch war, antwortete Harnisch: „Ein Vergleich des Müllaufkommens dieser außergewöhnlichen Protestaktion mit konventionellen Demonstrationen ist schwierig. Im Verhältnis zur Straßenfläche, die für die Aktion in Anspruch genommen wurde, ist das Abfallaufkommen jedoch recht hoch gewesen.“

https://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/s ... a-demo-aus
Da sieht man, dass man diese Leute gar nicht ernst nehmen kann und allenfalls auslachen sollte. Ebenso muss noch die Strafverfolgung intensiviert werden!
DU30
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 31. Okt 2019, 20:03

Tja, das ist sowas wie der Globalisierungsgegner, der nach der Demo zum Mäcces rennt und sich einen Big Mac reinhaut :D
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Ebiker » Fr 1. Nov 2019, 23:31

Hier kann man sich mal die Ökologie in einer Diktatur anschauen

https://www.faz.net/aktuell/fotografie/fischer-in-venezuela-16438154.html
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon watisdatdenn? » Mi 20. Nov 2019, 17:49

Nicht wirklich überraschend:

Der Mitgründer von Extiction Rebellion relativiert den Holocaust (was in letzter Konsequenz für radikale Ökoextremisten absolut logisch ist, was ich schon mal dargestellt habe):
https://www.welt.de/vermischtes/article ... ichte.html

Immerhin hat er ihn noch nicht begrüßt.
Das wäre der nächste Schritt auf der ökologischen RadikalitätsStufe (Logik: weniger Menschen -> weniger co2 Ausstoß).

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