Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

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Atue001
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Atue001 » Mo 7. Okt 2019, 22:53

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Oct 2019, 08:25)

Natürlich ist das die Frage, die von dir aufgezählten Punkte treffen lediglich auf reiche Überflußgesellschaften zu, da kann man sicherlich etwas umstellen, bringt dem Klima nur auch nicht viel. Ca. 6 Milliarden Menschen haben was Einkommen und Lebensqualität angeht einen gewaltigen Aufholbedarf, die werden alles tun, aber nicht auf ein besseres Leben für sich und ihre Kinder verzichten.


So gesehen wird der Weg in eine Ökodiktatur unausweichlich, weil wir nicht für 6 Milliarden Menschen zusätzlich die gleiche Verschmutzungsrechte gewähren können, wie es sich die Elitenationen heute herausnehmen.
Ich hatte über Alternativen gesprochen - und wie du leicht selbst überlegen kannst, ist schon die Frage, ob eine Entwicklung in Afrika erst den Umweg über Kohlestrom machen muss, oder auch direkt in Richtung Solarenergie und Windenergie investieren könnte.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 7. Okt 2019, 23:18

Atue001 hat geschrieben:(07 Oct 2019, 22:53)

So gesehen wird der Weg in eine Ökodiktatur unausweichlich, weil wir nicht für 6 Milliarden Menschen zusätzlich die gleiche Verschmutzungsrechte gewähren können, wie es sich die Elitenationen heute herausnehmen.
Ich hatte über Alternativen gesprochen - und wie du leicht selbst überlegen kannst, ist schon die Frage, ob eine Entwicklung in Afrika erst den Umweg über Kohlestrom machen muss, oder auch direkt in Richtung Solarenergie und Windenergie investieren könnte.



Es gibt kein Recht auf Verschmutzung des Planeten auch nicht ökologisch auf Kosten und zu Lasten Dritter zu leben und die komplexen Ökosysteme des Planeten zu ruinieren auch nicht die sogenannten " Elitenationen" und wohlhabenden Länder haben dies nicht.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Atue001 » Mo 7. Okt 2019, 23:39

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(07 Oct 2019, 06:09)

Norwegen hat keine Shwerindustrie wie zB Deutschland aber dafuer besteht 50% deren Export Wertes aus dem Verkauf von den fossilen Brennstoffen Oel und Gas. Ich bin sicher das die beispielhafte CO2 Ablass Gebuehr von 50 Euo pro Tonne nicht auf Oel und Gas Exporte berechnet wird.

Also besser aufgepasst wen du als leuchtendes Beispiel hinstellst.

Eine modern Politik setzt auf Anreize und nicht auf Verbote.


In Schweden haben wir einen CO2-Preis von 115€ je Tonne.
Lebt man in Schweden deshalb schlechter?

Wer genau hat denn das Monopol darauf zu definieren, was eine "moderne" Politik ist?
Ich würde eine Politik, die auf Verbote konsequent verzichtet keineswegs als modern bezeichnen - sondern allenfalls als feige.

Eine Moderne Politik bezieht klar Stellung! Dinge, die falsch sind, werden nicht dadurch richtig, dass Feiglinge sie nicht als falsch benennen und dann auch konsequent verbieten!
Die Idee, dass alle Menschen allein aus Einsicht zu überzeugen sind....ist absurd! Brauchst du wirklich ein Beispiel? Ich skizziere mal eines:

Mord ist klar zu verbieten! Da gibt es nichts aber auch gar nichts dran zu rütteln, nur weil du und Konsorten das für eine unmoderne Politik hältst.
Entwickle doch mal deinen Gedanken zu Ende......"ja...wir müssen den Mördern eine Alternative anbieten.....also Mord muss man ja nicht verbieten......lieber mal Anreize schaffen, wer es schafft, nicht zu morden, der bekommt jedes Jahr eine Nicht-Mord-Prämie......"

Ist ziemlich absurd, Dinge so zu denken!

KLUGE Menschen braucht man eigentlich nie etwas zu verbieten - die verhalten sich auch ohne Verbote vernünftig. Für alle anderen aber braucht es Verbote - und da sind Verbote auch ein völlig normales Mittel einer vernünftigen Politik!

MODERNE Politik entfaltet Lenkungsfunktion und sorgt ausgewogen mit Anreizen UND Verboten dafür, dass die gesamtgesellschaftliche Entwicklung zum Wohle aller, also auch der nächsten Generationen geht.


MODERNE Politik kann ich im Deutschland der letzten 30 Jahre nur wenig entdecken! Kein Wunder, dass Deutschland in den letzten 30 Jahren in vielen Bereichen im Internationalen Vergleich vom Vorbild zum rückständigen Staat zurückgefallen ist.

Vielleicht liegt das daran, dass klar versäumt wurde, auch mal klare Grenzen zu benennen und auch mal ein Verbot auszusprechen!

Übrigens: Die Wirtschaft hat im Allgemeinen kein Problem mit Verboten - solange sie ausreichend Zeit bekommt, sich darauf einzustellen. Ein Problem mit Verboten haben regelmäßig nur die ewig Gestrigen, die die Zeichen der Zeit einfach nicht sehen wollen.

Wenn demnächst ein Einbrecher bei dir vorbeischaut.....sagst du dem dann auch: "Also du, ich will ja nicht so mit Verboten arbeiten....deshalb, wenn du hier bei mir nicht einbrichst, dann geb ich dir eine Nicht-Einbruchsprämie......reichen dir 1000€ ?"

Wenn du meinst, die Beispiele von mir wären überzogen - mache dir klar, es geht beim Klima um nicht mehr und nicht weniger als um die Zukunft der Menschheit und unseres Planeten - und selbst wenn man bescheidener auftritt, dann geht es bei den Gesetzen in Deutschland doch schon um das Wohl von 82 Millionen Menschen! Ich denke, da darf dann auch mal ein Verbot vom Neubau von Ölheizungen herauskommen - zumal es mehr als eine Alternative gibt, die dramatisch umweltfreundlicher ist.....

"Verbote sind unmodern" ist populistisch - weil wenig durchdacht und sinnfrei.

Eine moderne Politik lenkt mittels Anreize UND Verbote. Die Politik ist für die Gestaltung der Märkte verantwortlich - wenn ein Markt passende Rahmenbedingungen hat, entwickelt er sich auch zum Wohle Aller! Aber: KEINE Rahmenbedingungen zu setzen - ist allenfalls naiv, wahrscheinlicher aber ziemlich bescheuert.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Teeernte » Di 8. Okt 2019, 00:34

Atue001 hat geschrieben:(07 Oct 2019, 23:39)

In Schweden haben wir einen CO2-Preis von 115€ je Tonne.
Lebt man in Schweden deshalb schlechter?



"4" Alle ?

Wieviel ist Brause Bier und Sekt daraufhin teurer geworden ?
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Atue001 » Di 8. Okt 2019, 00:52

Teeernte hat geschrieben:(08 Oct 2019, 00:34)

"4" Alle ?

Wieviel ist Brause Bier und Sekt daraufhin teurer geworden ?


Schau selbst nach!

Leben die Schweden schlecht?
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Teeernte » Di 8. Okt 2019, 00:56

Atue001 hat geschrieben:(08 Oct 2019, 00:52)

Schau selbst nach!

Leben die Schweden schlecht?


Du hast behauptet Schwede zu sein....

In Schweden haben wir...



..oder hast Du beim Textkopieren wiedermal nicht aufgepasst ?

Ich kenn die Schwedinnen nur ...ähmmm .....als Milchbrötchen.

Warum soll ich nachschauen ? Gibt es für ALLE WAREN einen CO2 preis - wie DU BEHAUPTEST oder nicht ? ....oder schwätzt du nur "Hörensagen" Propaganda ?
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Di 8. Okt 2019, 01:35

Atue001 hat geschrieben:(07 Oct 2019, 23:39)

In Schweden haben wir einen CO2-Preis von 115€ je Tonne.
Lebt man in Schweden deshalb schlechter?





Mord ist klar zu verbieten! Da gibt es nichts aber auch gar nichts dran zu rütteln, nur weil du und Konsorten das für eine unmoderne Politik hältst.
Entwickle doch mal deinen Gedanken zu Ende......"ja...wir müssen den Mördern eine Alternative anbieten.....also Mord muss man ja nicht verbieten......lieber mal Anreize schaffen, wer es schafft, nicht zu morden, der bekommt jedes Jahr eine Nicht-Mord-Prämie......"



Wenn demnächst ein Einbrecher bei dir vorbeischaut.....sagst du dem dann auch: "Also du, ich will ja nicht so mit Verboten arbeiten....deshalb, wenn du hier bei mir nicht einbrichst, dann geb ich dir eine Nicht-Einbruchsprämie......reichen dir 1000€ ?"

Wenn du meinst, die Beispiele von mir wären überzogen - mache dir klar, es geht beim Klima um nicht mehr und nicht weniger als um die Zukunft der Menschheit und unseres Planeten - und selbst wenn man bescheidener auftritt, dann geht es bei den Gesetzen in Deutschland doch schon um das Wohl von 82 Millionen Menschen! Ich denke, da darf dann auch mal ein Verbot vom Neubau von Ölheizungen herauskommen - zumal es mehr als eine Alternative gibt, die dramatisch umweltfreundlicher ist.....

"Verbote sind unmodern" ist populistisch - weil wenig durchdacht und sinnfrei.

Eine moderne Politik lenkt mittels Anreize UND Verbote. Die Politik ist für die Gestaltung der Märkte verantwortlich - wenn ein Markt passende Rahmenbedingungen hat, entwickelt er sich auch zum Wohle Aller! Aber: KEINE Rahmenbedingungen zu setzen - ist allenfalls naiv, wahrscheinlicher aber ziemlich bescheuert.


Von Norwegn nach Schweden. Ich sprach dich auf dein Norwegen Beispiel an nicht auf Schweden. Lebt es sich in Schweden gut? Ich moechte nicht in einem Hochsteuer Land und einem Land wo Political Correctness so ausgepraegt wie in Schweden leben.


Du schwurbeslt von Mord und Einbrechern, verwechselst Gesetz mit Verboten usw. Dann faselst du von Rahmenbedingungen fuer Maerkte und die Aufgabe der Politik diese zu schaffen. Glaubst du das geht ohne Anreize? Ich habe vor 3 Jahren Solarzellen auf unserem Dach installieren lassen. Erstens weil es Sinn macht, zweitens weil es den Anreiz staatlicher Subvention gab und den Anreiz nicht verbrauchten Strom ins Netz gegen Bezahlung zurueckzufuehren. Kurzum fuer mich ein guter "return of investment" . Nun zu den Oelheizungen. Wenn die Leute einen finanziellen Anreiz bekommen bestehende Oelheizungen gegen mehr umweltfreundliche auszutauschen, dann machen sie es . Wenn der Gestzgeber sagt ab 2020 keine Oelheizungen in Neubauten, dann ist das ein Gesetz und kein Verbot.

Ich muss mir nichts klar machen Freundchen. Climate change ist Tatsache aber Klimahysterie und apokalyptische Visionen sind nicht angebracht. Die extremen Spinner um Greta herum erreichen f..all! Hoechstens das Gegenteil
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Re: Diskussionen bezüglich der Moderation

Beitragvon watisdatdenn? » Di 8. Okt 2019, 01:40

Brainiac hat geschrieben:(07 Oct 2019, 11:08)
Man sollte aus meiner Sicht erst dann mit derartigen Horrorszenarien anfangen, wenn es dafür deutliche konkrete Anzeichen gibt, die über die extremen Ränder hinausgehen. Im Sinne von verfassungsfeindlichen Bestrebungen und Im Sinne von Gewaltausübung.

Aktuell wird in Berlin massiv und gesetzeswidrig in den Straßenverkehr eingegriffen.
Das ist zwar keine Gewaltausübung, aber durchaus schon massenhafte Nötigung.
Von einer Gruppe die einen eigenen Gruß hat (Hände überkreuzen) und ein martialisches Symbol welches sie mit Flaggen umhertragen.
Sie schminken sich als Tote und es wird selbstaufopferung gefordert..

Das überschreiten von Gesetzen für eine Ideologie ist schon mal ein erster Tabubruch.

Ich denke schon dass man angesichts solcher Entwicklungen durchaus auch auf die noch extremeren logischen Konsequenzen des extremen Ökologismus hinweisen muss!
Vor allem wenn Ökologismus so extrem wird, dass er über den Humanismus gestellt wird.

Damit meine ich ganz klar nicht die Leute die eine sanfte demokratische Steuerung in Richtung mehr Ökologie wollen. Da bin ich selbst dabei!
Ich meine die Endzeitfanatiker die gerade Berlin blockieren und Ökoterroristen wie Brenton Tarrant die Klimaschutz als Legitimation für Mord missbrauchen!
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Di 8. Okt 2019, 01:46

Atue001 hat geschrieben:(07 Oct 2019, 22:53)

So gesehen wird der Weg in eine Ökodiktatur unausweichlich, weil wir nicht für 6 Milliarden Menschen zusätzlich die gleiche Verschmutzungsrechte gewähren können, wie es sich die Elitenationen heute herausnehmen.
Ich hatte über Alternativen gesprochen - und wie du leicht selbst überlegen kannst, ist schon die Frage, ob eine Entwicklung in Afrika erst den Umweg über Kohlestrom machen muss, oder auch direkt in Richtung Solarenergie und Windenergie investieren könnte.


Wer ist wir???? Die "Elite" Nationen bzw jene Jungbuerger dieser "Elite" Nationen, die glauben den Planeten retten zu muessen? Die Jungbuerger mit I-Phone und I-Pad, im Wohlstand aufgewachsen, die jetzt meinen es sein fuer ihre Altersgenossen in Indien, Vietnam usw zumutbar auf das zu verzichten was fuer sie selbstverstaendlich ist? Notfalls sie dazu mittels Oekodiktatur und Oekofaschismus dazu zwingen?

Vorsicht! Die 6 Milliarden koennten sich dagegen wehren und dass duerfte sehr ungemuetlich werden.
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Re: Diskussionen bezüglich der Moderation

Beitragvon TheManFromDownUnder » Di 8. Okt 2019, 01:53

watisdatdenn? hat geschrieben:(08 Oct 2019, 01:40)

Aktuell wird in Berlin massiv und gesetzeswidrig in den Straßenverkehr eingegriffen.
Das ist zwar keine Gewaltausübung, aber durchaus schon massenhafte Nötigung.
Von einer Gruppe die einen eigenen Gruß hat (Hände überkreuzen) und ein martialisches Symbol welches sie mit Flaggen umhertragen.
Sie schminken sich als Tote und es wird selbstaufopferung gefordert..

Das überschreiten von Gesetzen für eine Ideologie ist schon mal ein erster Tabubruch.

Ich denke schon dass man angesichts solcher Entwicklungen durchaus auch auf die noch extremeren logischen Konsequenzen des extremen Ökologismus hinweisen muss!
Vor allem wenn Ökologismus so extrem wird, dass er über den Humanismus gestellt wird.

Damit meine ich ganz klar nicht die Leute die eine sanfte demokratische Steuerung in Richtung mehr Ökologie wollen. Da bin ich selbst dabei!
Ich meine die Endzeitfanatiker die gerade Berlin blockieren und Ökoterroristen wie Brenton Tarrant die Klimaschutz als Legitimation für Mord missbrauchen!


Meinst du die Spinner von Extinction Rebellion?

Die kleben sich im Moment in Brisbane auf die Strasse und hindern Menschen daran in die Arbeit zu fahren.

Hier ein nicht schlechter Artikel zu diesen Idioten.

https://www.spiegel.de/kultur/gesellsch ... 90401.html

Die Bewegung sei eine "intellektuellenfeindliche" und vernebele vermittels hysterisierender "Hyperemotionalisierung" den Verstand ihrer Mitglieder. Sie sei, so Ditfurth, kein "kritisches, rationales, linkes Projekt" und anschlussfähig nach rechts; mithin also eine "esoterische" Weltuntergangssekte.
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Re: Diskussionen bezüglich der Moderation

Beitragvon watisdatdenn? » Di 8. Okt 2019, 02:13

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(08 Oct 2019, 01:53)
Meinst du die Spinner von Extinction Rebellion?

Die kleben sich im Moment in Brisbane auf die Strasse und hindern Menschen daran in die Arbeit zu fahren.

Hier ein nicht schlechter Artikel zu diesen Idioten.

https://www.spiegel.de/kultur/gesellsch ... 90401.html

Die Bewegung sei eine "intellektuellenfeindliche" und vernebele vermittels hysterisierender "Hyperemotionalisierung" den Verstand ihrer Mitglieder. Sie sei, so Ditfurth, kein "kritisches, rationales, linkes Projekt" und anschlussfähig nach rechts; mithin also eine "esoterische" Weltuntergangssekte.

Selten genug dass ich Jutta Ditfurth (die mich auf Twitter blockiert hat) recht gebe, aber hier tue ich es (bis auf das mit "rechts").

Das hier aus dem Artikel sollte Warnung genug sein:
XR gibt es erst seit 2018, gegründet unter anderem von dem walisischen Biobauern Roger Hallam - ein fragwürdiger Kauz, der für seinen friedlich herbeigeführten Systemwandel durchaus "ein paar Tote" in Kauf nehmen würde

"ein paar Tote in Kauf nehmen".

Ich bin ehrlich gesagt kein bischen überrascht.
Es ist die logische Konsequenz, wenn man die ökologische Ideologie über die humanistische stellt.
Das sollte man nicht wegzensieren, sondern ganz klar ansprechen dürfen..

Das sind die Leute, die aktuell Berlin (mit wohlwollender Zustimmung großer Teile der Politik und refugee-"star" Rackete) blockieren.

Der Gründer der Bewegung stellt auch die Demokratie in Frage:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/tec ... 86561.html

Auch das ist nicht wirklich überraschend und durchaus logisch. In einer Diktatur können sich radikale Ideologien (egal welche) besser durchsetzen als in einer Demokratie.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Skeptiker » Di 8. Okt 2019, 11:26

Der Welt Chefredakteur zu den ER:
Der Gründer der Bewegung hat in bemerkenswerter Klarheit verdeutlicht, dass für ihn die demokratische Legitimation von gesellschaftlichen Prozessen weniger erheblich ist als sein moralisches Urteil über diese. Das hört der calvinistische Teil der Deutschen gerne. Mit dieser Radikalisierung des Klimaprotestes beginnen die Risse und Brüche, die schon zu ersten Verwerfungen innerhalb der politischen Profiteure des Protestes führen. Vernünftige Grüne wissen, dass Gesetzesbruch der Anfang einer Radikalisierung ist, an deren Ende meist nichts Gutes steht. Die Radikalisierung des Irrsinns legt den tief intoleranten Wesenskern dieser Sekte frei.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... onnen.html

Es ist in de Tat atemberaubend mit welcher Dynamik sich diese Vorgänge vollziehen. Unheimlich die moralisierende Hochnäsigkeit mit der es bestimmten Menschen und Gruppierungen darauf ankommt immer wieder zu betonen, dass sinnbildlich der Weltuntergang bevorsteht, zu dessen Abwendung jedes Mittel recht erscheint.

Noch geben sich die ER betont gewaltfrei. Es ist aber offensichtlich, dass sich aus solchen Bewegungen irgendwann militante Arme abspalten. Die Reichweite deren Grundaussagen scheint bis in die gesellschaftliche Mitte zu reichen. Dann finden sich auch bald die Leute, die den Weg zuende gehen.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 8. Okt 2019, 11:27

Atue001 hat geschrieben:(07 Oct 2019, 22:53)

So gesehen wird der Weg in eine Ökodiktatur unausweichlich, weil wir nicht für 6 Milliarden Menschen zusätzlich die gleiche Verschmutzungsrechte gewähren können, wie es sich die Elitenationen heute herausnehmen.

Ich halte eine Ökodiktatur mit Massenmord an x Milliarden Menschen für keine Option.

Ich hatte über Alternativen gesprochen...

Ja, hattest du, damit spart man sicher auch ein wenig CO2 ein, nur wird dadurch das Klima auch nicht gerettet, dazu braucht es globale Lösungen.

...und wie du leicht selbst überlegen kannst, ist schon die Frage, ob eine Entwicklung in Afrika erst den Umweg über Kohlestrom machen muss, oder auch direkt in Richtung Solarenergie und Windenergie investieren könnte.

Auch diese Frage müsste man China stellen, das Kohlekraftwerke in Asien und Afrika finanziert: https://taz.de/Kohlekraftwerke-weltweit ... /!5564169/ Angeblich soll in Indonesien ein Kohlekraftwerk mit deutscher Beteiligung gebaut werden, dazu habe ich zwar noch nichts gefunden, aber auch das zeigt nur die Heuchelei der Politik in Sachen Klimaschutz auf. In Deutschland nimmt man unter diesem Vorwand die Leute aus wie die Weihnachtsgänse, auch weil man aus der Kohleverstromung aussteigen will und anderswo baut man Kohlekraftwerke. Ein Irrsinn.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 8. Okt 2019, 11:54

Atue001 hat geschrieben:(07 Oct 2019, 23:39)

Lebt man in Schweden deshalb schlechter?

Schweden verbraucht fast keine Kohle, 22% des Stroms werden aus Kernenergie gewonnen, 42% aus Wasserkraft, 32% aus EE. Strom kostet in Schweden (zB. in Solna/Stockholm) 55-60 Öre pro KWh, das sind 5-6 €Cent. Die scheinen den deutschen Energiewende-EEG-Schwachsinn jedenfalls nicht zu praktizieren.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 8. Okt 2019, 12:01

Ich hatte schon in Juni etwas zu den möglichen Auswüchsen geschrieben: "Ich warte ja auch noch auf so eine Ökosekte, die sich aus dem Grund "Klimaschutz" in den kollektiven Massenselbstmord stürzt, Jonestown 2.0!" Da war mir "Extinction Rebellion" noch kein wirklicher Begriff, aber auf die scheint das zu passen.

Haben die sich eigentlich auch in Peking auf die Straßen gelegt oder fehlt dazu der Mut?
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Ebiker » Di 8. Okt 2019, 12:13

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Oct 2019, 11:54)

Schweden verbraucht fast keine Kohle, 22% des Stroms werden aus Kernenergie gewonnen, 42% aus Wasserkraft, 32% aus EE. Strom kostet in Schweden (zB. in Solna/Stockholm) 55-60 Öre pro KWh, das sind 5-6 €Cent. Die scheinen den deutschen Energiewende-EEG-Schwachsinn jedenfalls nicht zu praktizieren.


Und Schweden lieben es gemütlich, ein Besuch auf dem Lilla Torg lohnt sich auch im Winter dank flächendeckender Heizpilzausstattung

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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon watisdatdenn? » Di 8. Okt 2019, 13:17

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Oct 2019, 11:27)
Ich halte eine Ökodiktatur mit Massenmord an x Milliarden Menschen für keine Option.

Ich auch nicht.
Ich bin ein großer Freund von Technologie welche co2 wieder aus der Atmosphäre holt.

Diese Option wird aber nicht angesprochen.. Stattdessen werden ohne Sinn und Verstand Straßen blockiert und es wird dazu aufgerufen in Panik zu geraten..
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Keoma » Di 8. Okt 2019, 13:24

Ebiker hat geschrieben:(08 Oct 2019, 12:13)

Und Schweden lieben es gemütlich, ein Besuch auf dem Lilla Torg lohnt sich auch im Winter dank flächendeckender Heizpilzausstattung

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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Liegestuhl » Di 8. Okt 2019, 17:38

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Oct 2019, 12:01)

Ich hatte schon in Juni etwas zu den möglichen Auswüchsen geschrieben: "Ich warte ja auch noch auf so eine Ökosekte, die sich aus dem Grund "Klimaschutz" in den kollektiven Massenselbstmord stürzt, Jonestown 2.0!" Da war mir "Extinction Rebellion" noch kein wirklicher Begriff, aber auf die scheint das zu passen.


Das sagt Jutta Ditfurth zu Extinction Rebellion
THREAD Warnhinweis #ExtinctionRebellion
Ich rate davon ab, mit Extinction Rebellion zusammenzuarbeiten und an den Aktionen von Extinction Rebellion (XR) am 7.10. in Berlin teilzunehmen. Ich empfehle ebenso dringend, Kinder und Jugendliche darüber aufzuklären, dass sie sich lieber an Aktionen von Fridays für Future beteiligen sollen (sofern diese nicht mit XR zusammenarbeiten), bei Ende Gelände und dem Widerstand im Hambacher Forst.

Die Basis meiner Einschätzung sind Texte und Reden von Mitgründer*innen und Vertreter*innen von XR in deutsch und englisch, Bücher, Flugblätter und Berichte aus XR-Gruppen.

Gründe (Auswahl):

1. XR ist keine »gewaltfreie Klimabewegung« sondern eine religiöse-gewaltfreie esoterische Sekte, welche an die Apokalypse der baldigen »Auslöschung der Menschheit« glaubt und »Selbstaufopferung« empfiehlt.
2. XR schürt Emotionen, die den Verstand vernebeln, wenn sie z.B. behaupten »Wir sind die letzte Generation der Menschheit vor der Auslöschung«.
3. XR bezieht sich ideologisch u.a. auf Ghandi. Der war keineswegs gewaltfrei. Vergewaltigte Frauen waren für ihn keine Menschen mehr. 1938 forderte er die Jüdinnen und Juden in Deutschland auf, sich »gewaltfrei« in die Messer ihrer Schlächter zu stürzen und kollektiv Selbstmord zu begehen. Auf keinen Fall dürften jüdische Menschen sich wehren.
4. XR ist keine Graswurzelbewegung, sondern ein getarnt hierarchisches Modell. Gegründet wurde XR in England. In Deutschland wurden viele Gruppen von Anleiter*innen aufgebaut, zum Teil in der Manier esoterischer Sekten.
5. XR kooperiert und wird finanziert von Kapitalfraktionen, die ein Interesse an einer manipulierbaren Klimabewegung haben, die bei der PR, der Vermarktung und der gesellschaftlichen Durchsetzung vermeintlich umweltfreundlicher Produktionslinien und politischer Projekte nützlich ist.
6. XR will nicht aufklären sondern Stimmung schaffen. XR setzt auf Hyperemotionalisierung und ist intellektuellenfeindlich. Dafür wird gemeinsam geweint und meditiert.
7. XR zielt vor allem auf junge Leute und emotionalisiert sie. XR versucht rauschhafte Ängste vor der Zukunft zu erzeugen und spricht von der Bereitschaft der »Selbstaufopferung«.
8. XR will möglichst viele Aktivist*innen ins Gefängnis zu bringen. XR übernimmt selbst nicht die Verantwortung für die Gefangenen. In Berlin wird die Telefonnummer des Ermittlungsausschusses (EA) der linken Szene verbreitet, obgleich man die Linke bekämpft.
9. Alle dürfen bei XR mitmachen, auch »Rechte«. Co-Gründer Roger Hallam sagt außerdem: »Anders als klassische linke Bewegungen schließen wir niemanden aus, auch jemand, der ein bisschen sexistisch oder rassistisch denkt, kann bei uns mitmachen.«
10. XR ist nicht gegen Atomenergie. Alle Nachfragen werden mit dem Hinweis auf noch zu gründende »Bürgerversammlungen« beantwortet, an denen »jeder« teilnehmen könne und die dann in noch ungeklärter Weise die Regierungen beraten sollen.
11. XR arbeitet eng mit der Polizei zusammen. Für die morgigen Aktionen in Berlin hat XR Polizisten in die eigenen »XR-Deeskalationsgruppen« aufgenommen.
12. XR hat versucht, alle möglichen Teilnehmer*innen seiner Aktionen in einer »Rebell Survey« nach der Bereitschaft zu politischer Radikalität, Mitgliedschaft in politischen Gruppen usw auszufragen. Nach heftiger Kritik wurden Teile der Daten angeblich gelöscht.
13. XR hat einen absurden Gewaltbegriff und ist auch damit gefährlich für andere Gruppen. In Hamburg hat sich XR z.B. öffentlich von einer Sitzblockade distanziert, weil nach einem harten Polizeieinsatz (»Schmerzgriffe«) jemand »Fuck the Police!« rief. Diese Beleidigung der Polizei, sagt XR, sei Gewalt.
14. XR wird niemals ein kritisches, rationales, linkes Projekt sein.


https://www.facebook.com/Jutta.Ditfurth/
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 8. Okt 2019, 17:59

Dieser Hallam ist ein imho eine brandgefährliche Type.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson

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