Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

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Mahmoud
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Mahmoud » Sa 5. Okt 2019, 17:18

Frank_Stein hat geschrieben:
Hast Du Beispiele aus China und Indien? oder afrikanischen, arabischen oder südamerikanischen Ländern?


https://www.spiegel.de/lebenundlernen/s ... 69860.html
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Mahmoud » Sa 5. Okt 2019, 17:26

Frank_Stein hat geschrieben:
Wenn Du CO2 einsparen möchtest, dann darfst Du das gerne tun. Aber zwinge nicht andere Menschen dazu.



Das ist ja gerade das Dilemma.

Wenn Ich mich selbst zurücknehme, habe ich Nachteile und muss Unbequemlichkeiten in Kauf nehmen ohne die Gewissheit zu haben, daß es irgendetwas bringt, weil ich vielleicht in einer absoluten Minderheit bin.

Nein, es muß für Alle gelten. Nur dann ist es gerecht, und nur dann empfindet man die Einschränkungen als gerechtfertigt.
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Frank_Stein
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Frank_Stein » Sa 5. Okt 2019, 18:02

Mahmoud hat geschrieben:(05 Oct 2019, 17:26)

Das ist ja gerade das Dilemma.

Wenn Ich mich selbst zurücknehme, habe ich Nachteile und muss Unbequemlichkeiten in Kauf nehmen ohne die Gewissheit zu haben, daß es irgendetwas bringt, weil ich vielleicht in einer absoluten Minderheit bin.

Nein, es muß für Alle gelten. Nur dann ist es gerecht, und nur dann empfindet man die Einschränkungen als gerechtfertigt.


So ähnlich fingen fast alle Diktaturen an.
Ich bin für die Freiheit.
Tatsachen, mein Lieber, sind die Feinde der Wahrheit.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Schnitter » Sa 5. Okt 2019, 19:07

Frank_Stein hat geschrieben:(05 Oct 2019, 18:02)

So ähnlich fingen fast alle Diktaturen an.
Ich bin für die Freiheit.


Freiheit auf dem Rücken Anderer -> Unakzeptabel

Die Industrie wird sich umstellen und das weiß sie bereits.

Kein Grund zur Panik also, Potentiale erkennen und ausnutzen ist angesagt.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Schnitter » Sa 5. Okt 2019, 19:08

Frank_Stein hat geschrieben:(05 Oct 2019, 13:31)
....weil er seinen Job bei einem Autozulieferer oder Airbus ... verloren hat ....


Niemand will Autos oder Flugzeuge abschaffen.

Neue Antriebstechnologien, darum geht es.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 5. Okt 2019, 19:09

Mahmoud hat geschrieben:(05 Oct 2019, 17:26)

Nein, es muß für Alle gelten. Nur dann ist es gerecht, und nur dann empfindet man die Einschränkungen als gerechtfertigt.

Die Frage bleibt, wie man alle Menschen der Welt zum Verzicht überzeugen will?
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Frank_Stein » Sa 5. Okt 2019, 20:05

Schnitter hat geschrieben:(05 Oct 2019, 19:07)

Freiheit auf dem Rücken Anderer -> Unakzeptabel

Die Industrie wird sich umstellen und das weiß sie bereits.

Kein Grund zur Panik also, Potentiale erkennen und ausnutzen ist angesagt.


Natürlich stellt sich die Industrie um, indem sie in Deutschland nicht mehr investiert, sondern in den
Ländern, die ihr keine Steine in den Weg rollen. Dann importieren wir die Güter, die wir brauchen,
wenn wir sie uns dann noch überhaupt leisten können. CO2 wird dann insgesamt mehr und nicht
weniger ausgestoßen.

Nein, wenn man in Sachen CO2 was reißen will, dann brauchen wir weniger Verbote, sondern
müssen stattdessen in CO2-Senken investieren.
Also sollten wir Entwicklungsländern Geld in die Hand drücken, wenn sie schnell wachsende
Pflanzen anbauen und diese dann eingraben und der Zersetzung und CO2-Freisetzung entreißen.

Diese Länder hätten dadurch ein Einkommen, wenn wir pro Tonne gebundenes CO2 10 Euro zahlen
und wir müssten nicht auf Teufel komm raus unser Land deindustrialisieren.
Tatsachen, mein Lieber, sind die Feinde der Wahrheit.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Frank_Stein » Sa 5. Okt 2019, 20:07

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Oct 2019, 19:09)

Die Frage bleibt, wie man alle Menschen der Welt zum Verzicht überzeugen will?


Das Wort "Müssen" deutet nicht auf Überzeugung im freiwilligen Sinne, sondern letztlich auf Zwang.
Es geht also darum, die freie Marktwirtschaft durch eine Ökodiktatorische Planwirtschaft zu ersetzen.

Also genau das, wogegen wir 1989 auf die Straße gegangen sind.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Schnitter » Sa 5. Okt 2019, 20:24

Frank_Stein hat geschrieben:(05 Oct 2019, 20:05)

Natürlich stellt sich die Industrie um, indem sie in Deutschland nicht mehr investiert, sondern in den
Ländern, die ihr keine Steine in den Weg rollen.


Fossile Energieträger sind ein Auslaufmodell.

Wer auch künftig noch satte Umsätze fahren will stellt sich darauf ein. Kluge Unternehmer entwickeln heute schon die entsprechenden Lösungen, auch die KfZ Industrie etc.

Das hat mit "Zwang" oder "Verboten" nichts zu tun. Das ist der Lauf der Dinge.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Frank_Stein » Sa 5. Okt 2019, 20:43

Schnitter hat geschrieben:(05 Oct 2019, 20:24)

Fossile Energieträger sind ein Auslaufmodell.

Wer auch künftig noch satte Umsätze fahren will stellt sich darauf ein. Kluge Unternehmer entwickeln heute schon die entsprechenden Lösungen, auch die KfZ Industrie etc.

Das hat mit "Zwang" oder "Verboten" nichts zu tun. Das ist der Lauf der Dinge.


für syntetische Treibstoffe brauchst Du kaum andere Motoren als die, die es heute schon gibt

Du musst eben nur genügend Kapazitäten haben, um aus Biomasse die nötige Menge Treibstoff herzustellen.
Im Moment ist das aber noch nicht wirtschaftlich umzusetzen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fischer-Tropsch-Synthese
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Schnitter » Sa 5. Okt 2019, 20:47

Frank_Stein hat geschrieben:(05 Oct 2019, 20:43)

für syntetische Treibstoffe brauchst Du kaum andere Motoren als die, die es heute schon gibt


Ähm.....

Du kannst durch eine handelsübliche Gasturbine ja mal ein nennenswertes H2 Gemisch jagen.....

....die 50 Millionen sind dann weg :D

Nein, nein, das ist noch ein weiter Weg.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon streicher » Sa 5. Okt 2019, 22:16

Ewu hat geschrieben:(05 Oct 2019, 11:11)

Also gut, wenn es bei d) und e) um ganz andere Fragestellungen geht als den menschengemachten Klimawandel, dann habt ihr wohl recht.
Trotzdem traue ich der Wissenschaft nicht, da sie nicht frei ist, sondern vom besitzenden Kapital und dem (interessierten) Staat bezahlt wird.
Ich halte den Ökowahn weiterhin für einen reinen Vorwand und ein Mittel, uns zu knechten und auszupressen.
Aber glaubt ihr halt nur weiter daran, wenn es euch doch so glücklich macht! Auch die ökologische Weltordnung, die jetzt heraufzieht, wird sich nicht lange halten können, denn Gott hat andere Pläne!
Kommen jetzt wieder falsche Endzeitprophetien? Die Welt wird ziemlich diversifiziert bleiben. Und keine Sorge: Ökologie und Nachhaltigkeit geht auch ohne Diktatur und Antichrist.
Die Zukunft ist Geschichte.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon watisdatdenn? » So 6. Okt 2019, 03:15

JFK hat geschrieben:(04 Oct 2019, 21:05)
Halte ich für vorgeschoben, der Typ ist ein Astreiner white Supremacy.

Jain.
Er schreibt ja dass er kein Problem mit nicht-Europäern hat wenn sie an ihren Orten bleiben. Er war anscheinend auch schon in einigen muslimischen Ländern und kam dort mit den Leuten gut zurecht.

Er findet die Migration ungerecht und wurde anscheinend während einer Reise nach Frankreich radikalisiert als er dort den hohen Anteil an nicht-Franzosen erlebte.

[...]

Das war wohl seine Hauptmotivation selbst zu töten anstatt durch Kinder den Anteil auszugleichen.

[...]

[...]


Es gibt auch schon Frauen die aufgrund von co2 Hysterie keine Kinder mehr bekommen:
https://www.focus.de/familie/kind/keine ... 21302.html

Das ist konsequent und logisch, wenn man der co2-Hysterie und den dramatischen Folgen (wie eine im Sommer komplett eisfreie Arktis ab 2016) Glauben schenkt.

[...]
Zuletzt geändert von Brainiac am So 6. Okt 2019, 21:19, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: [MOD] Zitate sowie verzerrende Darstellungen entfernt
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Ewu » So 6. Okt 2019, 06:58

Physikalisch ist ein CO2-basierter Klimawandel bisher nicht nachgewiesen, es basiert alles lediglich auf Computermodellen: „Einzig und allein mit numerischen Modellen ist es möglich, die Erwärmung im 20. Jahrhundert mit menschlichen Eingriffen in Verbindung zu bringen;“ gestand der Direktor des britischen Meteorologischen Amtes Prof. Dr. John Mitchel und leitender Autor des IPCC-Berichts 2007 (in IPCC 4. Assessment Report „Climate Change 2007:The Physical Science Basis). Und selbst die Klimamodelle schafften das nur mit eingebauten “fudge factors“. Die Modelle erweisen sich heute, 20 Jahre später, an Hand der Temperaturstatistik als falsch, nachdem zahlreiche Manipulationsversuche an den Messdaten und Statistiken aufgeflogen waren. Das kümmert Medien und Politeinheizer nicht, weil es in ihrer Propaganda gar nicht um das Klima geht, sondern um den Machterhalt der Elite und eine entsprechende Gesellschaftsumgestaltung.
http://www.spatzseite.com/
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Skeptiker » So 6. Okt 2019, 10:07

watisdatdenn? hat geschrieben:(06 Oct 2019, 03:15)
...
[...]
...

Das ist ein wichtiger Punkt. Bisherige Gräueltaten gingen auf Ideale zurück, die letztendlich einer Gruppe von Menschen dienen sollte. Wer die Erhaltung des Klimas zum extremistischen Ideal erklärt, der entfernt sich vom Wohl des Menschen als Ideal.

Selbst die größten Verbrecher der Menschheit haben ihre Gräueltaten als Inkaufnahme von Leid zum Wohle von Menschen (den eigenen) verkauft. Wer aber das Klima retten will, um jeden Preis, für den könnte die Tötung apokalyptischen Ausmaßes nicht nur in Kauf genommen, sondern geradezu beabsichtigt sein.

Da sind wir natürlich noch lange nicht, und kommen da hoffentlich auch nicht hin, aber die Klimahysterie - und ich halte sie für berechtigt - liefert die perfekte ideologische Grundlage dafür.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Mahmoud » So 6. Okt 2019, 14:37

Skeptiker hat geschrieben:(06 Oct 2019, 10:07)

Das ist ein wichtiger Punkt. Bisherige Gräueltaten gingen auf Ideale zurück, die letztendlich einer Gruppe von Menschen dienen sollte. Wer die Erhaltung des Klimas zum extremistischen Ideal erklärt, der entfernt sich vom Wohl des Menschen als Ideal.

Selbst die größten Verbrecher der Menschheit haben ihre Gräueltaten als Inkaufnahme von Leid zum Wohle von Menschen (den eigenen) verkauft. Wer aber das Klima retten will, um jeden Preis, für den könnte die Tötung apokalyptischen Ausmaßes nicht nur in Kauf genommen, sondern geradezu beabsichtigt sein.

Da sind wir natürlich noch lange nicht, und kommen da hoffentlich auch nicht hin, aber die Klimahysterie - und ich halte sie für berechtigt - liefert die perfekte ideologische Grundlage dafür.


Ich kann mir gut vorstellen, daß in einem dieser biologischen Hochsicherheitslabore, die es überall auf der Welt gibt, militärisch oder zivil, auch den einen oder anderen extrem-ideologischen Wissenschaftler gibt, der ein paar Viren rausschmuggelt und die an einem Flughafen oder einem großen Bahnhof oder in einem vollbesetzten Passagierjet "unter die Leute bringt". Im Namen des Fortbestehens der Menschheit.
Wenn es bei der französischen Polizei einen unbemerkten Islamisten gibt, warum soll es dann in einem Forschungslabor nicht auch einen Extremisten geben?
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Brainiac » So 6. Okt 2019, 17:40

[MOD] Aufräumpause und wieder auf.
Zuletzt geändert von Brainiac am So 6. Okt 2019, 21:26, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Update
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Atue001 » So 6. Okt 2019, 23:51

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Oct 2019, 19:09)

Die Frage bleibt, wie man alle Menschen der Welt zum Verzicht überzeugen will?


Nein - das ist eigentlich nicht die Frage.
Weil:
1) Ein größerer Teil der Menschheit heute schon massiv auf alles mögliche verzichtet, was sich ein kleinerer Teil dafür aber Exorbitant genehmigt.
2) Es nicht darum geht, Verzicht zu üben, sondern den überfälligen Umstieg der Wirtschaft auf neue nachhaltige Technologien endlich anzugehen.

Elektromobilität ist ein gutes Beispiel - ein Blick auf Norwegen zeigt, dass die Menschen dort nicht wirklich verzichten, sondern auf Elektromobilität umsteigen, wenn die Rahmenbedingungen entsprechend sind.
49% Marktanteil für Elektroautos in 2018 in Norwegen - das zeigt auf, wie rückständig Deutschland hier ist.

Nehmen wir Ernährung. Wäre es ein Verzicht, wenn man die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation für eine gesunde Ernährung einhalten würde?
Ich bin kein Veganer und viele Veganer sind mir viel zu ideologisch - aber ich kann auch aus eigener Erfahrung sagen, dass ich schon verdammt gut vegan gegessen habe! Gutes Essen ist kein Verzicht - auch dann nicht, wenn es mit einem deutlich geringeren Fleischanteil daher kommt, als wir heute konsumieren.

Nehmen wir Fliegen. Auf innerdeutschen Strecken zu fliegen bedeutet für viele Menschen heute, dass es preiswerter ist als Bahnfahren. Der Zeitvorteil ist nur für einen kleinen Teil der Flieger relevant, weil beim Flugzeug Rüstzeiten dazu kommen, die einen noch so kurzen Flug schnell um mehrere Stunden ausdehnen. Das gilt nicht für JEDEN - aber: für viele Menschen wäre es kein Verzicht, statt dem Flugzeug die Bahn zu nehmen, wenn der Preis nur stimmen würde. Marktverzerrungen aufzubrechen und zu gunsten des ökologischeren Verkehrsmittels umzuschichten - das ist kein Verzicht, sondern Qualitätsgewinn.

Nehmen wir Autofahren - da wird gerne von Bevormundung gesprochen, wenn man über ein Tempolimit spricht. Ausreichend viele Menschen kommen aber aus Ländern mit Tempolimit aus dem Urlaub, und berichten davon, wie entspannt dort das Fahren im Vergleich zu Deutschland ist. Verzicht? Wohl eher Gewinn an Lebensqualität.

Ist ein Nullenergiehaus wirklich ein Verzicht? Oder doch ein Gewinn an Lebensqualität?

Sind Ökoeier ein Verzicht - oder verzichtet man da vor allem auf Antibiotika, was heute schon unsere Gewässer und unsere Gesundheit gefährdet?

Ist ein Verzicht auf eine Ölheizung eine Katastrophe, wenn man stattdessen eine Pelletheizung einsetzen kann, oder eine Wärmepumpe oder oder oder?


Das Problem heute ist in vielen Bereichen nicht, dass wir ökologisch und nachhaltig nur durch Verzicht sein können, sondern dass falsch verstandene neoliberale Politik Rahmenbedingungen setzt, die nicht der Ökologie, sondern rückwärtsgewandten Wirtschaftsunternehmen den Vortritt lassen. Zukunftsfähig ist das nicht, nachhaltig auch nicht. Mit dieser Politik von Gestern verzichten wir zukünftig auf moderne Industrie und verschlechtern unsere Lebensbedingungen sowohl durch den Klimawandel als auch durch fehlerhafte Wirtschaftspolitik.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon Atue001 » So 6. Okt 2019, 23:57

Frank_Stein hat geschrieben:(05 Oct 2019, 20:05)

Natürlich stellt sich die Industrie um, indem sie in Deutschland nicht mehr investiert, sondern in den
Ländern, die ihr keine Steine in den Weg rollen. Dann importieren wir die Güter, die wir brauchen,
wenn wir sie uns dann noch überhaupt leisten können. CO2 wird dann insgesamt mehr und nicht
weniger ausgestoßen.

Nein, wenn man in Sachen CO2 was reißen will, dann brauchen wir weniger Verbote, sondern
müssen stattdessen in CO2-Senken investieren.
Also sollten wir Entwicklungsländern Geld in die Hand drücken, wenn sie schnell wachsende
Pflanzen anbauen und diese dann eingraben und der Zersetzung und CO2-Freisetzung entreißen.

Diese Länder hätten dadurch ein Einkommen, wenn wir pro Tonne gebundenes CO2 10 Euro zahlen
und wir müssten nicht auf Teufel komm raus unser Land deindustrialisieren.


In Norwegen zahlt man mehr als 50€ je Tonne CO2. Ist Norwegen deshalb deindustrialisiert?
Welche Verbote in Deutschland müssen denn deiner Ansicht nach abgeschafft werden, wenn wir weniger Verbote brauchen?

Eine moderne Politik setzt immer auch auf Verbote - und zwar ergänzend zu den Gesetzen, die die Wirtschaft und die Märkte lenken. Fehlentwicklungen gehören schlicht und einfach verboten! Zu viele Pestizide oder Nitrate auf deutschen Äckern? Klar gehört das verboten! Begleitet von einer intelligenten Politik, die nachhaltiges Wirtschaften fördert. Du bist für weniger Verbote - weil die die Umwelt egal ist? Weil du nicht daran glaubst, dass wir ein Insektensterben, ein Artensterben und den Klimawandel haben?

Verbote sind nichts negatives - ganz im Gegenteil! In aller Regel werden Verbote dort ausgesprochen, wo es darum geht, Menschen zu schützen!
Du willst Verbote beenden - und damit den Schutz von Menschen?

Sorry, aber was du propagierst ist Wirtschaftsextremismus und eine Diktatur der Ausbeute des Planeten.
Kein Wunder, dass im Gegenzug Ökoextremismus mehr und mehr gefordert wird.
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Re: Ökoextremismus/Ökodiktatur/Ökofaschismus - Fiktion, Gefahr oder Rettung?

Beitragvon MoOderSo » Mo 7. Okt 2019, 00:20

Atue001 hat geschrieben:(06 Oct 2019, 23:57)

In Norwegen zahlt man mehr als 50€ je Tonne CO2. Ist Norwegen deshalb deindustrialisiert?

Welche Industrie hat denn Norwegen?
Außer Öl, Fisch und Meddl?
https://oec.world/de/visualize/tree_map ... show/2017/
Ohne ihre natürlichen Rohstoffe wären die doch wirtschaftlich hinter Rumänien.
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.

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