Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

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sunny.crockett
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon sunny.crockett » Sa 25. Mai 2019, 12:32

Selina hat geschrieben:(25 May 2019, 12:21)

Mit welchen Menschen hast du denn zu tun? Wie kommst du auf 80 Prozent, die sich angeblich nicht trauen, öffentlich ihre Meinung kundzutun? Etwas nachdenken, bevor man "Lügenpresse" oder "Merkel muss weg" oder "Deutschland den Deutschen" oder "Ausländer raus" brüllt, kann doch nicht schaden. Da ist Vorsicht oder im Extremfall sogar Schweigen völlig angebracht. Denn wer will schon eine so dermaßen radikalisierte Gesellschaft, in der man pausenlos irgendwelche Papp-Galgen mit daran aufgeknüpften Politiker-Konterfeis sieht? Nein, eine Mehrheit will das nicht.


Ah, jetzt verstehe ich auch deine Aussage...

Hinzu kommt das tägliche Erleben im Alltag: Auch da bestätigt sich nicht, dass eine Mehrheit übervorsichtig ist, wenn sie sich äußert. Im Gegenteil: Es fällt auf, dass zum Beispiel rechtsradikale Äußerungen viel häufiger und viel lauter in der Öffentlichkeit getätigt werden, als das früher der Fall war. Da ist die Schwelle schon ganz schön gesunken. Ganz ohne Schamgefühl wird früher Unsagbares heute nur so herausgepoltert. Das ist es, was mir Sorgen bereitet.


Du spricht hier von Pegida und Co, also von mehreren Hundert der 80 Mio. Einwohner. Du solltest dich nicht immer im Dunstkreis von irgendwelchen Kundgebungen aufhalten, dann ändert sich auch deine Wahrnehmung bezüglich der radikalen Gesellschaft.

Die Diskussion hier über Meinungsfreiheit geht aber über das normale Alltagsleben, also über Diskussionen im Freundeskreis, am Arbeitsplatz oder mal in der Kneipe. Und DA wird die Meinungsfreiheit immer mehr eingeschränkt, da musst du am Arbeitsplatz oder in der Freizeit immer mehr aufpassen, welche Meinung du vertrittst.
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Selina
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Selina » Sa 25. Mai 2019, 12:35

Skeptiker hat geschrieben:(25 May 2019, 12:26)

Oh, ich bezweifle keineswegs, dass rechtsradikale Stimmen in der Öffentlichkeit immer lauter und radikaler werden. Ich habe ja immer wieder geschrieben welcher Effekt dahinter steht.

Die Polarisierung stärkt eben die Ränder und DIE äußern sich gerne und lautstark. Hier geht es aber um die Mehrheit und die liegt in der Mitte. Die geht dieser Diskussion aus dem Weg, weil sie nicht von Missionaren zur Ungläubigen erklärt werden wollen …


Nochmal, Skeptiker, und das ist jetzt echt nicht despektierlich gemeint: Es ist keine Mehrheit. Und wie der Makrokosmos, so der Mikrokosmos. Das heißt, auch hier im Forum siehst du doch sehr genau, dass das Meinungs-Äußerungs-Pendel eindeutig eher Richtung konservativ und rechts ausschlägt. Zumindest quantitativ. Die paar bekennenden Linken und Linksliberalen hier, die auch noch regelmäßig mitdiskutieren, kannst du an einer Hand abzählen. Die meisten Äußerungen sind konservativ und zum Teil auch in Richtung rechts gehend. Da wird nüscht unterdrückt oder mit "Sprech- und Denkverboten" belegt.
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PeterK
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon PeterK » Sa 25. Mai 2019, 12:36

Skeptiker hat geschrieben:(25 May 2019, 12:29)
Ja, aber es gibt Tabuthemen. Bei Flüchtlingen ist man linksseitig sofort im Affekt, beim Mindestlohn kann man noch sachlich argumentieren. Ebenso beim Thema Islam - da geht es mehr um eine Ideologie im Kopf als um eine sachliche Auseinandersetzung.

Ich meine, dass es keine "Tabuthemata " gebe. Über die von Dir genannten (Islam und Flüchtlinge) wird doch permanent diskutiert - von allen Seiten.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Brainiac » Sa 25. Mai 2019, 12:37

Skeptiker hat geschrieben:(25 May 2019, 12:14)

Spreche ich also Fragen der staatlichen Integrität und gesellschaftlichen Orientierung an, dann muss ich darauf gefasst sein aggressiv angegangen zu werden. Spreche ich dagegen Klimafragen an, ist das eine ganz normale freie Diskussion und man hat nichts zu befürchten.

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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Teeernte » Sa 25. Mai 2019, 12:37

Selina hat geschrieben:(25 May 2019, 12:21)

Mit welchen Menschen hast du denn zu tun? Wie kommst du auf 80 Prozent, die sich angeblich nicht trauen, öffentlich ihre Meinung kundzutun? Etwas nachdenken, bevor man "Lügenpresse" oder "Merkel muss weg" oder "Deutschland den Deutschen" oder "Ausländer raus" brüllt, kann doch nicht schaden. Da ist Vorsicht oder im Extremfall sogar Schweigen völlig angebracht. Denn wer will schon eine so dermaßen radikalisierte Gesellschaft, in der man pausenlos irgendwelche Papp-Galgen mit daran aufgeknüpften Politiker-Konterfeis sieht? Nein, eine Mehrheit will das nicht.


Was sie wollen - das teilen sie eben nicht mehr JEDEM mit.

Ich finds Gut - dass einem nicht jeder mit seinem Grünen Terrorismus ....oder Linkem/Rechten Umsturz den Tag versaut.

80 % denken nach und behalten ihre Meinung für Sich..... wie die auch immer ist.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon imp » Sa 25. Mai 2019, 12:38

PeterK hat geschrieben:(25 May 2019, 12:22)

Ich verstehe Deine Einteilung in "linkslastige" und "rechtslastige" Themata nicht. Gerade zu den genannten haben doch sowohl "Linke" als auch "Rechte" ihre Meinungen.

Es herrscht kein Mangel an rechtsradikaler Mitteilungsfreude. Leider auch nicht im kleinen Kreis zwischen dem dritten und vierten Bier.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Senexx » Sa 25. Mai 2019, 12:39

Selina hat geschrieben:(25 May 2019, 12:12)

In welchen Punkten fühlst du dich denn unterdrückt? Was genau darfst du nicht äußern?



Können Sie nur persönlich oder ginge es auch mal sachlich?
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Billie Holiday » Sa 25. Mai 2019, 12:40

imp hat geschrieben:(25 May 2019, 12:38)

Es herrscht kein Mangel an rechtsradikaler Mitteilungsfreude. Leider auch nicht im kleinen Kreis zwischen dem dritten und vierten Bier.


Du verkehrst in solchen Kreisen? Oder woher weißt du, was dir fremde Leute im kleinen Kreis so reden?
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Teeernte » Sa 25. Mai 2019, 12:41

PeterK hat geschrieben:(25 May 2019, 12:36)

Ich meine, dass es keine "Tabuthemata " gebe. Über die von Dir genannten (Islam und Flüchtlinge) wird doch permanent diskutiert - von allen Seiten.


Ohne Personifizierung // Anonym ...ja.

Offen .....ein paar Schüler in der 8. Klasse....die noch nach keinem Job//Studienplatz suchen.....und ein paar "Tagediebe" in schwarzen klamotten die eh keinen Job haben ...wollen.


Auch linke AUTO ANZÜNDER meiden die Öffentlichkeit.....warum nur ??? :D :D :D
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Senexx » Sa 25. Mai 2019, 12:46

Brainiac hat geschrieben:(25 May 2019, 12:37)

Von wegen. #Klimahysteriker


Das liegt allein an den Klimahysterikern. Widerspricht man ihnen nämlich, wird man beschimpft, als blöd bezeichnet oder noch Schlimmeres. Sie ertragen einfach keinen Widerspruch.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Selina » Sa 25. Mai 2019, 12:47

sunny.crockett hat geschrieben:(25 May 2019, 12:32)

Ah, jetzt verstehe ich auch deine Aussage...



Du spricht hier von Pegida und Co, also von mehreren Hundert der 80 Mio. Einwohner. Du solltest dich nicht immer im Dunstkreis von irgendwelchen Kundgebungen aufhalten, dann ändert sich auch deine Wahrnehmung bezüglich der radikalen Gesellschaft.

Die Diskussion hier über Meinungsfreiheit geht aber über das normale Alltagsleben, also über Diskussionen im Freundeskreis, am Arbeitsplatz oder mal in der Kneipe. Und DA wird die Meinungsfreiheit immer mehr eingeschränkt, da musst du am Arbeitsplatz oder in der Freizeit immer mehr aufpassen, welche Meinung du vertrittst.


Auch wenn ich selbst gottseidank Rentnerin bin, habe ich doch etliche Freunde, Verwandte und Bekannte, die noch im Berufsleben stehen. Und die sagen unisono, dass sie sich schon immer genau überlegen mussten, was sie auf Arbeit äußern. Da gibts nicht seit 2015 irgendwelche besonderen "PC-Redeverbote". Genaues Abwägen des Redens im Job, sofern man nicht fliegen möchte, gehört einfach mal zum Neoliberalismus dazu. Dem Chef mal ein paar kritische Takte sagen als Mitarbeiter, sei es auch noch so angebracht, das ist dort noch nie gegangen. Und gemeint sind von mir nicht nur Pegida und co, sondern auch die Diskussionen im Internet, die diversen Stammtisch-Gespräche der Rechtsnationalen, die Äußerungen der "lieben" Nachbarn über Ausländer und und und. Da wird schon allerhand gebrabbelt, was nicht sehr menschenfreundlich ist. Da ist die Bemerkung "Klappe halten" schon manchmal angebracht. Diese berechtigte Aufforderung aber verkneift man sich tunlichst, um nicht auf selbige eins drauf zu kriegen. So rum läuft der Hase :D
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Selina » Sa 25. Mai 2019, 12:52

Senexx hat geschrieben:(25 May 2019, 12:39)

Können Sie nur persönlich oder ginge es auch mal sachlich?


Sorry, aber das war nur eine Reaktion auf das hier, was ich auch als ziemlich persönlich empfand.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Brainiac » Sa 25. Mai 2019, 12:54

Senexx hat geschrieben:(25 May 2019, 12:46)

Das liegt allein an den Klimahysterikern. Widerspricht man ihnen nämlich, wird man beschimpft, als blöd bezeichnet oder noch Schlimmeres. Sie ertragen einfach keinen Widerspruch.

qed. :D
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Selina » Sa 25. Mai 2019, 12:56

Teeernte hat geschrieben:(25 May 2019, 12:37)

Was sie wollen - das teilen sie eben nicht mehr JEDEM mit.

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80 % denken nach und behalten ihre Meinung für Sich..... wie die auch immer ist.


Sorry, aber das glaube ich eben nicht. Wobei es manchmal auch gar nicht schaden kann, mal etwas für sich zu behalten ;)
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Senexx » Sa 25. Mai 2019, 13:03

Selina hat geschrieben:(25 May 2019, 12:52)

Sorry, aber das war nur eine Reaktion auf das hier, was ich auch als ziemlich persönlich empfand.


Wenn Sie Kritik an Ihren Argumentationsfiguren als "persönlich" empfinden, dann wäre es vielleicht ratsam, nicht zu diskutieren.

Zu einer Diskussion gehört, dass man die Redefiguren der Kontrahenden kritisiert.

Sie nehmen sich ja auch die Freihet, von "menschenfeindlicher Argumentation" zu schwadronieren, wenn Ihnen die gegenerischen Arguemente nicht passen.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon sunny.crockett » Sa 25. Mai 2019, 13:03

Selina hat geschrieben:(25 May 2019, 12:47)

Auch wenn ich selbst gottseidank Rentnerin bin, habe ich doch etliche Freunde, Verwandte und Bekannte, die noch im Berufsleben stehen. Und die sagen unisono, dass sie sich schon immer genau überlegen mussten, was sie auf Arbeit äußern. Da gibts nicht seit 2015 irgendwelche besonderen "PC-Redeverbote". Genaues Abwägen des Redens im Job, sofern man nicht fliegen möchte, gehört einfach mal zum Neoliberalismus dazu. Dem Chef mal ein paar kritische Takte sagen als Mitarbeiter, sei es auch noch so angebracht, das ist dort noch nie gegangen. Und gemeint sind von mir nicht nur Pegida und co, sondern auch die Diskussionen im Internet, die diversen Stammtisch-Gespräche der Rechtsnationalen, die Äußerungen der "lieben" Nachbarn über Ausländer und und und. Da wird schon allerhand gebrabbelt, was nicht sehr menschenfreundlich ist. Da ist die Bemerkung "Klappe halten" schon manchmal angebracht. Diese berechtigte Aufforderung aber verkneift man sich tunlichst, um nicht auf selbige eins drauf zu kriegen. So rum läuft der Hase :D


Also du sagst jetzt, man musste sich schon immmer genau überlegen, was man sagte. Kurz davor sagtest du aber:

Ich glaube es einfach nicht, dass es wirklich eine Mehrheit ist, die sich "in der Öffentlichkeit nur vorsichtig äußert".


Interessant ist auch, dass du am Stammtisch von Rechtsnationalen sitzt und dies Gespräche mitverfolgst, das hier dann als Argumentation bringst. Übrigens ist "Meinungsfreiheit" im Job nicht vergleichbar mit "Meinungsfreiheit" im privaten Leben. Im Job ist man dem Arbeitgeber auch verpflichtet, da hat man einen Vertrag unterschrieben. Da musst du einem Kurs des Arbeitgebers entweder folgen, oder dir eben einen anderen Job suchen.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Selina » Sa 25. Mai 2019, 13:20

sunny.crockett hat geschrieben:(25 May 2019, 13:03)

Also du sagst jetzt, man musste sich schon immmer genau überlegen, was man sagte. Kurz davor sagtest du aber:


Die Schilderung aus dem Berufsleben sollte lediglich zeigen, dass es nicht das hier ständig kritisierte "Redeverbot" und die "PC"-Vorschriften gibt, mit denen die "Linksgrünversifften" den armen Rechten seit 2015 angeblich das Wort verbieten, sondern dass es im Neoliberalismus schon immer eigene ungeschriebene Gesetze gibt, wo und wann man auf Arbeit etwas Kritisches anmerkt oder wo lieber nicht. Auch dazu könnte ich noch mehr sagen, denn es müsste durchaus möglich sein, sich auch auf Arbeit kritisch zu äußern, ohne den Job zu verlieren. Das ist aber ein völlig anderes Thema. Hier geht es doch darum, dass die Neurechten und auch einige Konservative seit ein paar Jahren glauben, nicht mehr sagen zu dürfen, was ihnen auf der (zarten) Seele brennt :D

sunny.crockett hat geschrieben:(25 May 2019, 13:03)
Interessant ist auch, dass du am Stammtisch von Rechtsnationalen sitzt und dies Gespräche mitverfolgst, das hier dann als Argumentation bringst.


Wer mal Eis essen geht oder gemütlich mit Freunden im Biergarten sitzt, der kriegt selbstverständlich mit, was am Stammtisch bierselig und bräunlich herumgelabert wird. Zumal diese Leute meistens auch sehr laut sind :D
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Skeptiker » Sa 25. Mai 2019, 13:33

Brainiac hat geschrieben:(25 May 2019, 12:37)

Von wegen. #Klimahysteriker

Man kann sich zum Klimaleugner machen ohne privat etwas nennenswertes zu befürchten zu haben. Das wird nicht als rechter Markenkern wahrgenommen. Äußere ich mich aber kritisch über Migration oder Islam, steht die Schublade schon bereit. Wer erstenmal drin ist wird von bestimmten Leuten als Feind und nicht mehr als Gegner wahrgenommen.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Skeptiker » Sa 25. Mai 2019, 13:39

Selina hat geschrieben:(25 May 2019, 12:35)

Nochmal, Skeptiker, und das ist jetzt echt nicht despektierlich gemeint: Es ist keine Mehrheit. Und wie der Makrokosmos, so der Mikrokosmos. Das heißt, auch hier im Forum siehst du doch sehr genau, dass das Meinungs-Äußerungs-Pendel eindeutig eher Richtung konservativ und rechts ausschlägt. Zumindest quantitativ. Die paar bekennenden Linken und Linksliberalen hier, die auch noch regelmäßig mitdiskutieren, kannst du an einer Hand abzählen. Die meisten Äußerungen sind konservativ und zum Teil auch in Richtung rechts gehend. Da wird nüscht unterdrückt oder mit "Sprech- und Denkverboten" belegt.

Auch an dich nochmal der Servicehinweis, dass dieses hier ein anonymes Forum ist.
Wenn du also in diesem Forum viele konservative Meinungen hörst, sich Menschen aber in der Öffentlichkeit damit zurückhalten, dann überlege doch mal warum.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon PeterK » Sa 25. Mai 2019, 13:42

Skeptiker hat geschrieben:(25 May 2019, 13:39)
Auch an dich nochmal der Servicehinweis, dass dieses hier ein anonymes Forum ist.
Wenn du also in diesem Forum viele konservative Meinungen hörst, sich Menschen aber in der Öffentlichkeit damit zurückhalten, dann überlege doch mal warum.

Ich bin konservativ und äußere meine Meinung sowohl hier als auch öffentlich und privat. Probleme gab es deswegen bisher nicht.

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