Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

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Diestel
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Diestel » Fr 15. Nov 2019, 18:44

Skeptiker hat geschrieben:(15 Nov 2019, 18:40)

Es wird nicht als Bedrohung aufgefasst kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen - nein, die Bedrohung ist sie reden oder schreiben zu lassen.

Das hast du gut erkannt.
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Bartleby
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Bartleby » Fr 15. Nov 2019, 19:05

Skeptiker hat geschrieben:(15 Nov 2019, 18:40)



Ich habe mich noch nie so sehr wie in einem Land schrulliger Einfallspinsel gefühlt, wie derzeit. Es scheint einen wahren Wettlauf der Tugendhaftigkeit zum Schaden der Freiheit zu geben, der in meinen Augen dringend durch eine Besinnung auf demokratische Tugenden begegnet werden muss.


Das ist jetzt widersprüchlich, wenn es einerseits einen Wettlauf um Tugendhaftigkeit gibt und im nächsten Gedanken eine Rückkehr zu demokratischen Tugenden gefordert wird. Das Problem ist doch gerade, dass alle Tugenden zugunsten von Werten abgeschafft wurden! Redner nicht auftreten oder Bücher nicht zuzulassen ist ein Bekenntnis zu Werten.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Skeptiker » Fr 15. Nov 2019, 19:19

MäckIntaier hat geschrieben:(15 Nov 2019, 19:05)
Das ist jetzt widersprüchlich, wenn es einerseits einen Wettlauf um Tugendhaftigkeit gibt und im nächsten Gedanken eine Rückkehr zu demokratischen Tugenden gefordert wird. Das Problem ist doch gerade, dass alle Tugenden zugunsten von Werten abgeschafft wurden! Redner nicht auftreten oder Bücher nicht zuzulassen ist ein Bekenntnis zu Werten.

Die Tugenden in denen man sich ereifert sind keine demokratischen Tugenden. Demokratische Tugenden ermuntern zum Diskurs - das was die Eiferer als Tugenden bezeichnen ist auf eine Zerstörung des Diskurses ausgelegt - auf eine Verengung auf die eigene Position. Die "Grenzen des Anstandes" werden so weit nach innen geschoben, bis die Menschen endlich so "anständig" sind nur noch die "richtige" Meinung zu vertreten. Meinungen außerhalb dieser Grenzen werden dann "unerträglich", womit dieses Attribut auch auf die Menschen übergeht die diese Vertreten.

Nuhr ist ein sehr schönes Beispiel dafür.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Skeptiker » Fr 15. Nov 2019, 19:21

Diestel hat geschrieben:(15 Nov 2019, 18:44)
Das hast du gut erkannt.

Danke für die Bestätigung, dass Du das genau so vertrittst.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Selina » Fr 15. Nov 2019, 19:40

Ich finde die als "tugendhaft" beschriebenen Kommentare, die hier sehr rar sind, in jedem Falle interessanter als dieses ständige larmoyante Beklagen, man könne nicht mehr alles sagen. Es ist so oft zu lesen, was es ist, was man angeblich nicht mehr sagen kann, dass kaum noch ein ungesagter Rest bleibt. Wie ausgewickelte Schokolade. Oder besser: Ein abgelutschtes Bonbon. Reizlos.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 15. Nov 2019, 19:45

Selina hat geschrieben:(15 Nov 2019, 19:40)

. Es ist so oft zu lesen, was es ist, was man angeblich nicht mehr sagen kann, dass kaum noch ein ungesagter Rest bleibt. .


Ja, es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.
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Fliege
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Fliege » Fr 15. Nov 2019, 22:56

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(15 Nov 2019, 12:21)
Das ist eine Schlussfolgerung von dir, die sich aus dem Artikel so nicht rauslesen lässt.

Wie lautet deine Interpretation in dieser Sache?
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 15. Nov 2019, 22:59

Fliege hat geschrieben:(15 Nov 2019, 22:56)

Wie lautet deine Interpretation in dieser Sache?


Wieso sollte ich hier was interpretieren? Ich lese nur was dort steht.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Fliege » Fr 15. Nov 2019, 23:06

Selina hat geschrieben:(15 Nov 2019, 13:08)
Der Nuhr ist in den letzten Jahren in dieselbe Richtung gewandert wie Lengsfeld und co.

Was du sagst, höre ich gern, denn regierungshörige Kabarettisten und Kommentatoren braucht es nun wirklich nicht mehr in Deutschland.
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Selina » Fr 15. Nov 2019, 23:12

Fliege hat geschrieben:(15 Nov 2019, 23:06)

Was du sagst, höre ich gern, denn regierungshörige Kabarettisten und Kommentatoren braucht es nun wirklich nicht mehr in Deutschland.


"Regierungshörige Kabarettisten"? Wer bitte soll das sein?
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Bartleby » Fr 15. Nov 2019, 23:22

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(15 Nov 2019, 19:45)

Ja, es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.


Wenn dann wirklich jeder alles gesagt hat, gibt's noch immer die, die nichts verstanden haben. Davon abgesehen wird's auch immer weniger, was alle sagen - jedenfalls aus kulturpessimistischer Sicht. Der Optimist dagegen glaubt oft schon, es sei alles gesagt, wenn einer gesprochen hat, wie er selbst gesprochen haben würde.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon naddy » Sa 16. Nov 2019, 00:43

Selina hat geschrieben:(15 Nov 2019, 23:12)

"Regierungshörige Kabarettisten"? Wer bitte soll das sein?


"Regierungshörig" ist etwas unglücklich gewählt, vielleicht kann der Autor das verbessern. Ich verstehe es so, dass die Aufgabe des Kabarettisten ist, den Zeitgeist aufs Korn zu nehmen. Denn nur so kann er dem Publikum einen Spiegel vorhalten und im günstigsten Fall zum Nachdenken über eigene Vorurteile, Macken und Einfältigkeiten bringen. Stattdessen haben sich die meisten aktuellen Matadoren darauf verlegt, sich besagtem Zeitgeist unterzuordnen und auf sichere Lacher beim Mainstreampublikum zu setzen. Vermutlich weil ihnen die Durchdringungstiefe abgeht.

Die Zeit der Kabarettisten von Format scheint langsam aber sicher zu Ende zu gehen. Dieter Hildebrandt ist tot, Georg Schramm hat sich zurückgezogen, übrig geblieben sind eine ganze Reihe von belanglosen Fuzzys und ein paar Einäugige unter den Blinden, wie beispielsweise der erwähnte Dieter Nuhr. Der kürzlich einen Shitstorm erlebte, weil er sich ein paar Witzchen über die Säulenheilige Greta erlaubt hatte. Nebst früheren Morddrohungen für seine Anmerkungen zum Islam. Dass durchaus vergleichbare Bemerkungen zum Christentum folgenlos blieben, verdanken wir wohl nur der hier durchgesetzten Trennung von Religion und Staat. Auch wenn es für Einige schier unerträglich ist: Sowas darf Kabarett nicht nur, das muß es sogar. Wenn es nicht zur Selbstaffirmationsinstanz für das politisch korrekte Bürgertum degenerieren will.

"Die Satire hat auszugraben, was das Pathos zugeschüttet hat." (Lec).
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Bartleby » Sa 16. Nov 2019, 00:50

naddy hat geschrieben:(16 Nov 2019, 00:43)

"Regierungshörig" ist etwas unglücklich gewählt, vielleicht kann der Autor das verbessern. Ich verstehe es so, dass die Aufgabe des Kabarettisten ist, den Zeitgeist aufs Korn zu nehmen. Denn nur so kann er dem Publikum einen Spiegel vorhalten und im günstigsten Fall zum Nachdenken über eigene Vorurteile, Macken und Einfältigkeiten bringen. Stattdessen haben sich die meisten aktuellen Matadoren darauf verlegt, sich besagtem Zeitgeist unterzuordnen und auf sichere Lacher beim Mainstreampublikum zu setzen. Vermutlich weil ihnen die Durchdringungstiefe abgeht.

Die Zeit der Kabarettisten von Format scheint langsam aber sicher zu Ende zu gehen. Dieter Hildebrandt ist tot, Georg Schramm hat sich zurückgezogen, übrig geblieben sind eine ganze Reihe von belanglosen Fuzzys und ein paar Einäugige unter den Blinden, wie beispielsweise der erwähnte Dieter Nuhr. Der kürzlich einen Shitstorm erlebte, weil er sich ein paar Witzchen über die Säulenheilige Greta erlaubt hatte. Nebst früheren Morddrohungen für seine Anmerkungen zum Islam. Dass durchaus vergleichbare Bemerkungen zum Christentum folgenlos blieben, verdanken wir wohl nur der hier durchgesetzten Trennung von Religion und Staat. Auch wenn es für Einige schier unerträglich ist: Sowas darf Kabarett nicht nur, das muß es sogar. Wenn es nicht zur Selbstaffirmationsinstanz für das politisch korrekte Bürgertum degenerieren will.

"Die Satire hat auszugraben, was das Pathos zugeschüttet hat." (Lec).


:thumbup:

Ach, mit Lec überfordern Sie manchen hier :D
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Zunder » Sa 16. Nov 2019, 01:01

"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen."
Karl Valentin

Er soll auch gesagt haben:
"Jedes Ding hat drei Seiten: eine positive, eine negative und eine komische."
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Selina » Sa 16. Nov 2019, 09:54

naddy hat geschrieben:(16 Nov 2019, 00:43)

"Regierungshörig" ist etwas unglücklich gewählt, vielleicht kann der Autor das verbessern. Ich verstehe es so, dass die Aufgabe des Kabarettisten ist, den Zeitgeist aufs Korn zu nehmen. Denn nur so kann er dem Publikum einen Spiegel vorhalten und im günstigsten Fall zum Nachdenken über eigene Vorurteile, Macken und Einfältigkeiten bringen. Stattdessen haben sich die meisten aktuellen Matadoren darauf verlegt, sich besagtem Zeitgeist unterzuordnen und auf sichere Lacher beim Mainstreampublikum zu setzen. Vermutlich weil ihnen die Durchdringungstiefe abgeht.

Die Zeit der Kabarettisten von Format scheint langsam aber sicher zu Ende zu gehen. Dieter Hildebrandt ist tot, Georg Schramm hat sich zurückgezogen, übrig geblieben sind eine ganze Reihe von belanglosen Fuzzys und ein paar Einäugige unter den Blinden, wie beispielsweise der erwähnte Dieter Nuhr. Der kürzlich einen Shitstorm erlebte, weil er sich ein paar Witzchen über die Säulenheilige Greta erlaubt hatte. Nebst früheren Morddrohungen für seine Anmerkungen zum Islam. Dass durchaus vergleichbare Bemerkungen zum Christentum folgenlos blieben, verdanken wir wohl nur der hier durchgesetzten Trennung von Religion und Staat. Auch wenn es für Einige schier unerträglich ist: Sowas darf Kabarett nicht nur, das muß es sogar. Wenn es nicht zur Selbstaffirmationsinstanz für das politisch korrekte Bürgertum degenerieren will.

"Die Satire hat auszugraben, was das Pathos zugeschüttet hat." (Lec).


Satire hat linke Wurzeln und keine rechten. Es geht um Gesellschaftskritik. Was Rechtsaußen macht, hat mit wirklicher Gesellschaftskritik nichts zu tun. Diese Leute wollen einfach eine Diskursverschiebung in Richtung "man wird ja noch mal sagen dürfen". Sie stricken an ihrer merkwürdigen und durchschaubaren Legende nach dem Motto "die Deutungshoheit im Land muss endlich mal jemand beim Namen nennen". Es geht gegen Migranten, Klima-Aktivisten, Linke und "Linksgrünversiffte". Das hat mit Satire im herkömmlichen Sinne nichts zu tun. "Rechte Satire" ist genauso paradox wie der Begriff "Rechtsintellektuelle". Und mit Leuten im Parkett zu sitzen und sich mit denen zusammen auf die Schenkel vor Freude zu schlagen, die sich über Greta Thunberg und ihre Bewegung lustig machen, das fiele mir nicht im Traum ein. Da würde ich Ekelblasen kriegen, neben solch einem Publikum zu sitzen, das solch einem "Kabarettisten" zujubelt. Ist ja auch ein sehr überschaubarer Prozentsatz von Leuten, die Nuhr gut finden.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Skeptiker » Sa 16. Nov 2019, 10:03

naddy hat geschrieben:(16 Nov 2019, 00:43)

"Regierungshörig" ist etwas unglücklich gewählt, vielleicht kann der Autor das verbessern. Ich verstehe es so, dass die Aufgabe des Kabarettisten ist, den Zeitgeist aufs Korn zu nehmen. Denn nur so kann er dem Publikum einen Spiegel vorhalten und im günstigsten Fall zum Nachdenken über eigene Vorurteile, Macken und Einfältigkeiten bringen. Stattdessen haben sich die meisten aktuellen Matadoren darauf verlegt, sich besagtem Zeitgeist unterzuordnen und auf sichere Lacher beim Mainstreampublikum zu setzen. Vermutlich weil ihnen die Durchdringungstiefe abgeht.

Die Zeit der Kabarettisten von Format scheint langsam aber sicher zu Ende zu gehen. Dieter Hildebrandt ist tot, Georg Schramm hat sich zurückgezogen, übrig geblieben sind eine ganze Reihe von belanglosen Fuzzys und ein paar Einäugige unter den Blinden, wie beispielsweise der erwähnte Dieter Nuhr. Der kürzlich einen Shitstorm erlebte, weil er sich ein paar Witzchen über die Säulenheilige Greta erlaubt hatte. Nebst früheren Morddrohungen für seine Anmerkungen zum Islam. Dass durchaus vergleichbare Bemerkungen zum Christentum folgenlos blieben, verdanken wir wohl nur der hier durchgesetzten Trennung von Religion und Staat. Auch wenn es für Einige schier unerträglich ist: Sowas darf Kabarett nicht nur, das muß es sogar. Wenn es nicht zur Selbstaffirmationsinstanz für das politisch korrekte Bürgertum degenerieren will.

"Die Satire hat auszugraben, was das Pathos zugeschüttet hat." (Lec).

Sehr gut auf den Punkt gebracht.

Es ist leider nicht verwunderlich, dass Selinas Antwort sinnbildlich besagt: „Alle Fahnen müssen rot sein. Sind sie nicht rot, sind sie keine Fahnen“
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Selina » Sa 16. Nov 2019, 10:29

Skeptiker hat geschrieben:(16 Nov 2019, 10:03)

Sehr gut auf den Punkt gebracht.

Es ist leider nicht verwunderlich, dass Selinas Antwort sinnbildlich besagt: „Alle Fahnen müssen rot sein. Sind sie nicht rot, sind sie keine Fahnen“


Nö. Sie dürfen gerne auch grün, violett, gelb, rosa und regenbogenfarben sein. Nur nicht braun. Das hatten wir schon mal.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Skeptiker » Sa 16. Nov 2019, 10:33

Selina hat geschrieben:(16 Nov 2019, 10:29)

Nö. Sie dürfen gerne auch grün, violett, gelb, rosa und regenbogenfarben sein. Nur nicht braun. Das hatten wir schon mal.

Ist Nuhr braun? Er ist bestimmt nicht grün, violett, gelb, rosa oder regenbogenfarben.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Ammianus » Sa 16. Nov 2019, 10:34

Herr Obermeister, Verwahrraum 117 mit 12 Umerziehungszöglingen belegt.
Es meldet Umerziehungszögling Nuhr.
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Re: Mehrheit der Deutschen äußert sich in der Öffentlichkeit nur vorsichtig

Beitragvon Selina » Sa 16. Nov 2019, 10:39

Skeptiker hat geschrieben:(16 Nov 2019, 10:33)

Ist Nuhr braun? Er ist bestimmt nicht grün, violett, gelb, rosa oder regenbogenfarben.


Meine Antwort bezog sich auf deine Worte "Es ist leider nicht verwunderlich, dass Selinas Antwort sinnbildlich besagt: ,Alle Fahnen müssen rot sein. Sind sie nicht rot, sind sie keine Fahnen'" Und was diesen Nuhr anbelangt: Der macht eine Art bürgerliches Warenhaus-Kabarett nach dem Motto "Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen". Mit Satire hat das nichts zu tun, höchstens mit Saturiertheit. Bekämpft wird, was nicht in die kleinkarierte heile Welt passt.
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