Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Moderator: Moderatoren Forum 8

Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 35941
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon JJazzGold » Do 11. Apr 2019, 19:36

...für einen neuen Bluttest auf Trisomie 21 aufkommen, wie das Down-Syndrom auch genannt wird, oder sollen sie nicht?

Den Titel habe ich der FAZ entnommen.



“Man kann diese Debatte ja wunderbar leicht überhöhen. Man kann zum Beispiel sagen, es geht dabei um einen Konflikt zwischen der Selbstbestimmung werdender Eltern und dem Recht von Familien, deren Kind das Down-Syndrom hat, sich nicht dafür rechtfertigen zu müssen. Oder man kann sagen, hier wird gerade verhandelt, wie weit die Gesellschaft bei der vorgeburtlichen Gendiagnostik gehen will, wie viel Selektion sie Familien zugesteht und wo sie die Grenze zieht. Das alles ist nicht falsch, doch im Kern der Sache ist die Frage recht präzise zu fassen: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen für einen neuen Bluttest auf Trisomie 21 aufkommen, wie das Down-Syndrom auch genannt wird, oder sollen sie nicht?“

Der Bundestag hat am Donnerstagmorgen eine sogenannte Orientierungsdebatte zu dem sensiblen Thema geführt, und natürlich ging es am Ende um alle diese Punkte.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inl ... 35783.html

Die heutige Debatte im Bundestag habe ich verfolgt und war erstaunt, wie heftig konträr dort debattiert wurden.

Meine Antwort lautete “ja“, aus zwei Gründen,

- Eltern haben das Recht zu erfahren, ob ihr Kind behindert sein wird, egal ob sie dieses Recht nutzen wollen, oder nicht

und

- ein solcher Test muss selbstverständlich allen Eltern, ungeachtet der Kassenlage, zur Verfügung stehen, weshalb er über die Krankenkassen angeboten werden muss.

Das ist offensichtlich zu wenig um die Ecke gedacht.

Weshalb ich die Frage, sowie alle damit verbundenen Fragen, die sich mir nicht begleitend gestellt haben, hier zur Diskussion stelle.

Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
Vongole
Vorstand
Beiträge: 5224
Registriert: Di 24. Mär 2015, 18:30

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon Vongole » Do 11. Apr 2019, 20:08

Meine Antwort lautet ebenfalls ja, aus den von Jazz genannten Gründen, und um Müttern die nicht ungefährliche Amniozentese zu ersparen.

Ich kann jedoch jeden verstehen, der anderer Meinung ist, besonders die Eltern von Kindern mit Down-Syndrom, und vor allem die Betroffenen selbst.
Benutzeravatar
becksham
Beiträge: 4507
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 10:58
Benutzertitel: Hoolady Tintling

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon becksham » Do 11. Apr 2019, 20:09

Ich sehe das genauso. Dieser Test ist ungefährlich im Gegensatz zur Fruchtwasseruntersuchung und sollte selbstverständlich Kassenleistung sein.
Benutzeravatar
Misterfritz
Vorstand
Beiträge: 8753
Registriert: So 4. Sep 2016, 15:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badische Sahelzone

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon Misterfritz » Do 11. Apr 2019, 20:29

Ich verstehe nicht, warum dabei die Emotionen so hochkochen? Der Test ist doch sowieso schon erlaubt.
Es geht doch nur darum, ob die Kassen diesen ungefährlichen Test zahlen oder nicht.
Warum sollte man also Frauen, die nicht über das nötige Geld verfügen, den schwierigeren Weg gehen lassen, der dann auch noch erst später gemacht werden kann?
Die Entscheidung, die nach dem Test getroffen werden muss, ist die gleiche.
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 35941
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon JJazzGold » Do 11. Apr 2019, 20:35

@ Vongole und Becksham

Ich dachte eigentlich auch, die Frage wäre einfach zu beantworten, aber da kamen heute reichlich Bedenken ans Mikrophon.
Falls ihr Zeit und Lust habt, die Argumente pro und kontra zu lesen, der Focus hat mitgeschnitten.
Bei einigen bin ich dann schon leicht zusammengezuckt, weil sie mir zu sehr nach Fremdbestimmung aussahen und doch meine emotionale Seite ansprachen.

(Ignoriert die dämliche Überschrift. ;) )

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 78222.html
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 35941
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon JJazzGold » Do 11. Apr 2019, 20:39

Misterfritz hat geschrieben:(11 Apr 2019, 20:29)

Ich verstehe nicht, warum dabei die Emotionen so hochkochen? Der Test ist doch sowieso schon erlaubt.
Es geht doch nur darum, ob die Kassen diesen ungefährlichen Test zahlen oder nicht.
Warum sollte man also Frauen, die nicht über das nötige Geld verfügen, den schwierigeren Weg gehen lassen, der dann auch noch erst später gemacht werden kann?
Die Entscheidung, die nach dem Test getroffen werden muss, ist die gleiche.


Das dachte ich auch, aber dann kam z.B. das Argument, dieser Test würde die Abtreibungsrate befeuern, oder das Argument, das wäre der erste Schritt zum genetisch designtem Kind, etc.
Ich habe die Argumente verlinkt.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
Misterfritz
Vorstand
Beiträge: 8753
Registriert: So 4. Sep 2016, 15:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badische Sahelzone

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon Misterfritz » Do 11. Apr 2019, 20:49

JJazzGold hat geschrieben:(11 Apr 2019, 20:39)

Das dachte ich auch, aber dann kam z.B. das Argument, dieser Test würde die Abtreibungsrate befeuern, oder das Argument, das wäre der erste Schritt zum genetisch designtem Kind, etc.
Ich habe die Argumente verlinkt.
Ja, ich kenne die "Argumente". Hier geht es aber in meinen Augen eher um soziale Gerechtigkeit in dieser Sache und darum, einen gefährlicheren Test überflüssig zu machen.
Vor Allem ist ja gar nicht gesagt, dass deshalb, weil die Kassen den Test zahlen, die Abtreibungsquote in die Höhe schnellen würden. Eigentlich ein Nebenschauplatz, auf dem sich Lebensschützer mal wieder ein Scharmützel mit ihren Gegnern liefern können.
Es ist sooo scheninheilig, und erhöht den Druck auf betroffene Frauen nochmal - als wäre die Entscheidung zur Abtreibung ein schlichter Spaziergang.
Benutzeravatar
McKnee
Beiträge: 3291
Registriert: Sa 2. Sep 2017, 16:18
Wohnort: Daheim

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon McKnee » Do 11. Apr 2019, 20:53

Allein schon wegen der Probleme, die eine Fruchtwasseruntersuchung mit sich bringt, gibt es keinen Grund diese offensichtlich unproblematische und zuverlässige Untersuchung nicht zu übernehmen.

Ich finde, es ist das gute Recht der Eltern sich so früh wie möglich auf die kommende Situation vorzubereiten.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat oder ein Fake ist, er könnte es gesagt und wird es gedacht haben...das reicht :D
Benutzeravatar
imp
Beiträge: 12558
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 20:37
Benutzertitel: Es ist Zeit fuer eine Pause.

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon imp » Do 11. Apr 2019, 21:50

Nicht Eltern, aber Mütter. Ihr Bauch, ihre Regeln.
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson
Benutzeravatar
Vongole
Vorstand
Beiträge: 5224
Registriert: Di 24. Mär 2015, 18:30

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon Vongole » Do 11. Apr 2019, 21:54

Misterfritz hat geschrieben:(11 Apr 2019, 20:49)

Ja, ich kenne die "Argumente". Hier geht es aber in meinen Augen eher um soziale Gerechtigkeit in dieser Sache und darum, einen gefährlicheren Test überflüssig zu machen.
Vor Allem ist ja gar nicht gesagt, dass deshalb, weil die Kassen den Test zahlen, die Abtreibungsquote in die Höhe schnellen würden. Eigentlich ein Nebenschauplatz, auf dem sich Lebensschützer mal wieder ein Scharmützel mit ihren Gegnern liefern können.
Es ist sooo scheninheilig, und erhöht den Druck auf betroffene Frauen nochmal - als wäre die Entscheidung zur Abtreibung ein schlichter Spaziergang.


Da sehe ich ähnlich, aber nicht ganz so. Ich glaube, vielen ging es heute in der Redestunde auch um die Selektion, die jetzt "erleichtert" wird.
Einer meiner Neffen wurde - ohne Voruntersuchung - mit Down geboren, wenn ich ihn heute sehe und mir vorstelle, man hätte seine Geburt verhindert, wird mir leicht anders.
Das ging mir bei der Debatte dauernd durch den Kopf.
Benutzeravatar
McKnee
Beiträge: 3291
Registriert: Sa 2. Sep 2017, 16:18
Wohnort: Daheim

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon McKnee » Do 11. Apr 2019, 21:54

imp hat geschrieben:(11 Apr 2019, 21:50)

Nicht Eltern, aber Mütter. Ihr Bauch, ihre Regeln.


Versteh ich nicht ganz. Ein gemeinsames Kind ist allein Sache der Mutter? Bin ich hier im falschen Strang?
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat oder ein Fake ist, er könnte es gesagt und wird es gedacht haben...das reicht :D
Benutzeravatar
Vongole
Vorstand
Beiträge: 5224
Registriert: Di 24. Mär 2015, 18:30

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon Vongole » Do 11. Apr 2019, 21:57

imp hat geschrieben:(11 Apr 2019, 21:50)

Nicht Eltern, aber Mütter. Ihr Bauch, ihre Regeln.


Nein, so einfach ist das nicht. Die Frage lautet in diesem Fall vor allem: wie stehen wir als Paar, bei einvernehmlicher Schwangerschaft, zu einem behinderten Kind, das kann m.M.n.
keine Einzelentscheidung sein.
Benutzeravatar
imp
Beiträge: 12558
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 20:37
Benutzertitel: Es ist Zeit fuer eine Pause.

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon imp » Do 11. Apr 2019, 21:58

McKnee hat geschrieben:(11 Apr 2019, 21:54)

Versteh ich nicht ganz. Ein gemeinsames Kind ist allein Sache der Mutter? Bin ich hier im falschen Strang?

Ich sehe das so, dass die Geburt und ihre Begleitung oder Vermeidung eine Sache ist, in der den Frauen keiner reinreden muss. Man darf eine Meinung haben, sich beraten usw, aber am Ende ist es ihr Bauch. Da bin ich ziemlich unbeweglich.
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson
Benutzeravatar
X3Q
Beiträge: 3995
Registriert: So 7. Okt 2012, 08:46
Benutzertitel: Pro Gloria et Coetus

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon X3Q » Do 11. Apr 2019, 21:59

Vongole hat geschrieben:(11 Apr 2019, 21:54)

Da sehe ich ähnlich, aber nicht ganz so. Ich glaube, vielen ging es heute in der Redestunde auch um die Selektion, die jetzt "erleichtert" wird.
Einer meiner Neffen wurde - ohne Voruntersuchung - mit Down geboren, wenn ich ihn heute sehe und mir vorstelle, man hätte seine Geburt verhindert, wird mir leicht anders.
Das ging mir bei der Debatte dauernd durch den Kopf.

Behinderte Kinder sind doch kein erstrebenswertes Ziel ...

--X
Benutzeravatar
Vongole
Vorstand
Beiträge: 5224
Registriert: Di 24. Mär 2015, 18:30

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon Vongole » Do 11. Apr 2019, 22:04

X3Q hat geschrieben:(11 Apr 2019, 21:59)

Behinderte Kinder sind doch kein erstrebenswertes Ziel ...

--X


Ein Ziel nicht, aber was spricht dagegen, ein Kind mit Down-Syndrom auf die Welt zu bringen?
Diese Frage müssen sich betroffene Eltern beantworten, das dürfte eine sehr schwere Entscheidung sein.
Benutzeravatar
McKnee
Beiträge: 3291
Registriert: Sa 2. Sep 2017, 16:18
Wohnort: Daheim

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon McKnee » Do 11. Apr 2019, 22:05

imp hat geschrieben:(11 Apr 2019, 21:58)

Ich sehe das so, dass die Geburt und ihre Begleitung oder Vermeidung eine Sache ist, in der den Frauen keiner reinreden muss. Man darf eine Meinung haben, sich beraten usw, aber am Ende ist es ihr Bauch. Da bin ich ziemlich unbeweglich.


Ich sehe das so, dass Kinder zeugen und sie zur Welt bringen und ein Leben mit ihnen zu leben eine gemeinsame Angelegenheit ist. Ich trenne diese Gemeinsamkeit an keiner Stelle, wenngleich ich bei der Frau das letzte Wort sehe.

Ich bin da nicht nur unbeweglich, mir ist es scheißegal, welche Befindlichkeiten da vorherrschen. Entweder geht man einen Weg gemeinsam oder er trennt sich unweigerlich.

Nun verbinde ich auch mit einem positivem Test nicht gleich eine Abtreibung, was aus meinen Worten deutlich geworden sein sollte.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat oder ein Fake ist, er könnte es gesagt und wird es gedacht haben...das reicht :D
Benutzeravatar
imp
Beiträge: 12558
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 20:37
Benutzertitel: Es ist Zeit fuer eine Pause.

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon imp » Do 11. Apr 2019, 22:09

X3Q hat geschrieben:(11 Apr 2019, 21:59)

Behinderte Kinder sind doch kein erstrebenswertes Ziel ...

--X

Na, man kann Trisomie nicht abwenden oder heilen. Man kann sie rechtzeitig erfahren, um sich bewusst für oder gegen diese Schwangerschaft zu entscheiden.

Das nennen manche Selektion. Es gibt aber keinen Vorwurf, den man Müttern machen müsste, die es behalten oder nicht behalten. Ich habe verschiedene Downies erlebt oder kennengelernt, das sind auch Menschen.
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson
Benutzeravatar
Misterfritz
Vorstand
Beiträge: 8753
Registriert: So 4. Sep 2016, 15:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badische Sahelzone

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon Misterfritz » Do 11. Apr 2019, 22:11

McKnee hat geschrieben:(11 Apr 2019, 22:05)

Ich sehe das so, dass Kinder zeugen und sie zur Welt bringen und ein Leben mit ihnen zu leben eine gemeinsame Angelegenheit ist. Ich trenne diese Gemeinsamkeit an keiner Stelle, wenngleich ich bei der Frau das letzte Wort sehe.

Ich bin da nicht nur unbeweglich, mir ist es scheißegal, welche Befindlichkeiten da vorherrschen. Entweder geht man einen Weg gemeinsam oder er trennt sich unweigerlich.

Nun verbinde ich auch mit einem positivem Test nicht gleich eine Abtreibung, was aus meinen Worten deutlich geworden sein sollte.
Das sollte im Idealfall so sein.
Aber das Leben besteht nun mal nicht nur aus Idealfällen. Und deshalb bleibt die Verantwortung bei der Frau, die das Kind austragen und gebären muss. Und im Zweifel später auch durchs Leben bringen muss, egal, wie der Vater sich verhält.
Benutzeravatar
imp
Beiträge: 12558
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 20:37
Benutzertitel: Es ist Zeit fuer eine Pause.

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon imp » Do 11. Apr 2019, 22:16

McKnee hat geschrieben:(11 Apr 2019, 22:05)

Ich sehe das so, dass Kinder zeugen und sie zur Welt bringen und ein Leben mit ihnen zu leben eine gemeinsame Angelegenheit ist. Ich trenne diese Gemeinsamkeit an keiner Stelle, wenngleich ich bei der Frau das letzte Wort sehe.

Ich bin da nicht nur unbeweglich, mir ist es scheißegal, welche Befindlichkeiten da vorherrschen. Entweder geht man einen Weg gemeinsam oder er trennt sich unweigerlich.

Nun verbinde ich auch mit einem positivem Test nicht gleich eine Abtreibung, was aus meinen Worten deutlich geworden sein sollte.

Ja, ich verstehe dich schon. Ich sehe es nur anders. Nach der Zeugung ist der Mann im Prinzip raus. Ob er vom Bus überfahren wird oder wegrennt oder in der Lebenswelt der Frau nicht mehr willkommen ist...

Natürlich haben wir dieses Ideal im Kopf mit zwei Eltern (bei manchen Mann und Frau, bei manchen beliebig), die alles gemeinsam entscheiden. Alles schön und gut. Im Konfliktfall braucht es aber eine belastbare Regel und da es letztlich um Eingriffe bei der Mutter geht... nachvollziehbar, oder?

Da der Test an sich legal ist, ist die Finanzierungsfrage ohnehin der falsche Weg, hier ethisch etwas zu regeln.
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson
Benutzeravatar
McKnee
Beiträge: 3291
Registriert: Sa 2. Sep 2017, 16:18
Wohnort: Daheim

Re: Sollen die gesetzlichen Krankenkassen .....

Beitragvon McKnee » Do 11. Apr 2019, 22:17

Misterfritz hat geschrieben:(11 Apr 2019, 22:11)

Das sollte im Idealfall so sein.
Aber das Leben besteht nun mal nicht nur aus Idealfällen. Und deshalb bleibt die Verantwortung bei der Frau, die das Kind austragen und gebären muss. Und im Zweifel später auch durchs Leben bringen muss, egal, wie der Vater sich verhält.


Noch einmal, ich sprach davon, dass sich die Eltern vorbereiten können. Meine Aussage bezog sich also ausschließlich (!) darauf, dass das Kind geboren wird (und das unabhängig von der Frage, wer das entscheidet, die steht hier eigentlich nicht zur Diskussion).

Und ich wiederhole es auch gerne noch einmal, ich sehe die finale Entscheidung bei der Frau. Nehmt ihr den Vater ganz raus, ok. Aus meiner Sicht ist das nicht der richtige Weg.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat oder ein Fake ist, er könnte es gesagt und wird es gedacht haben...das reicht :D

Zurück zu „8. Gesellschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste