Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

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al-Faylasuf
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon al-Faylasuf » Do 11. Apr 2019, 10:52

Doppelpost
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space
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon space » Fr 12. Apr 2019, 08:49

Es ist eigentlich schlimm das so konstatieren zu müssen, aber es ist erfrischend ein deutsches Politikforum zu erleben, wo einigergemaßen Konsens darüber herrscht, keinen Schlussstrich zu ziehen.
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon Paulus » Fr 12. Apr 2019, 09:46

Man kann prinzipiell nie genug über diese Themen lernen. Da die Schulen aber meistens den gleichen Stoff vermitteln ist der pädagogische Lehrzweck dahin. Aus dem Unterricht lernt man nicht die Welt. Man geht häufig mit einen völlig falschem Weltgeschichtsverständnis raus. Außerdem bleibt bei den meisten jungen Leuten nicht viel hängen.

Woher kommen die gravierenden Wissenslücken ? Sicherlich weiß ein großer Teil der heutigen Schulabgänger gar nicht mehr wann die Weltkriege überhaupt waren. Selbst das Jahrhundert ist vielen unbekannt. Ein Beweis, dass die Schulen dass Thema falsch vermitteln. Am modernen Schimpfwort " Jude " sieht man ebenfalls, dass der Judenmord im dritten Reich der jungen Generation falsch vermittelt wird.

Heute besteht das Volk aus ethischen Theoretikern. In der Praxis brodelt es aber an der Oberfläche. Die Gesellschaft fängt wieder an sich gegen die Demokratie aufzulehnen. Es macht sich langsam wieder Radikalisierung breit, unabhängig von der Nationalität
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Antonius
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon Antonius » Fr 12. Apr 2019, 10:16

Ich möchte noch einmal an die Rede des früheren Bundespräsidenten Gauck erinnern, die er anläßlich des 70. Jahrestages
der Befreiung des KZ Auschwitz gehalten hat.
Er sagte etwas, das mir voll aus dem Herzen gesprochen ist:

    Solange ich lebe, werde ich darunter leiden, dass die deutsche Nation mit ihrer so achtenswerten Kultur zu den ungeheuerlichsten Menschheitsverbrechen fähig war.
    Selbst eine überzeugende Deutung des schrecklichen Kulturbruchs wäre nicht imstande, mein Herz und meinen Verstand zur Ruhe zu bringen.
    Da ist ein Bruch eingewebt in die Textur unserer nationalen Identität, der im Bewusstsein quälend lebendig bleibt.
    Wer "in der Wahrheit leben" will, wird dies niemals leugnen.
https://www.sueddeutsche.de/politik/bun ... .2322759-5

Jeder Schüler sollte im Geschichtsunterricht vor allem die Geschichte des 20. Jahrhunderts (und die Zeit davor) kennenlernen.
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 12. Apr 2019, 10:31

X3Q hat geschrieben:(11 Apr 2019, 09:44)

Mit solchen (Um)-Fragen ermittelt man aber nur den Lernerfolg; was ist bei den Leuten hängen geblieben. Eine Aussage darüber, wieviel zu diesem Thema in der Schule unterrichtet wurde, ist so nur schwer möglich.

Ja, aber, dumme Frage vielleicht: Kommts nicht grade auf das an, was "hinten rauskommt" und nicht so sehr auf das, von vorne reingeht?
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon Quatschki » Fr 12. Apr 2019, 10:46

Antonius hat geschrieben:(12 Apr 2019, 10:16)
Jeder Schüler sollte im Geschichtsunterricht vor allem die Geschichte des 20. Jahrhunderts (und die Zeit davor) kennenlernen.

Holocaustkunde wird Fächerübergreifend unterrichtet.
Mit Schwerpunkt auf dem Deutschunterricht.
Bei uns damals hatten vielleicht 1/3 der Werke, die wir im Laufe der Schulzeit im Literaturunterricht durchgenommen haben, irgendwas mit Hitlerzeit und Weltkrieg zu tun.
Und natürlich gab es auch damals schon die Tendenz, die positiven Helden dieser Geschichten nicht cool zu finden. Sie wie auch Darth Vader stets mehr Fans hatte als Luke Skywalker.
Zuletzt geändert von Quatschki am Fr 12. Apr 2019, 11:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon imp » Fr 12. Apr 2019, 10:47

space hat geschrieben:(12 Apr 2019, 08:49)

Es ist eigentlich schlimm das so konstatieren zu müssen, aber es ist erfrischend ein deutsches Politikforum zu erleben, wo einigergemaßen Konsens darüber herrscht, keinen Schlussstrich zu ziehen.

Ich denke, das ist hier Arbeitsgrundlage. Selbst die Kritiker hinterfragen eher Effizienz, Methode, Umfang als die Notwendigkeit.
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon X3Q » Fr 12. Apr 2019, 10:53

schokoschendrezki hat geschrieben:(12 Apr 2019, 10:31)

Ja, aber, dumme Frage vielleicht: Kommts nicht grade auf das an, was "hinten rauskommt" und nicht so sehr auf das, von vorne reingeht?

Natürlich. Nur kann bei einem mangelnden Output nicht automatisch die Antwort "MEHR INPUT" lauten. Bei der einen oder anderen Schule mag dies mit Sicherheit zutreffen. Man sollte sich auch einfach mal anschauen, wie dieses Thema unterrichtet wird und mit welcher Art von Schülern ich es zu tun habe.

--X
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon imp » Fr 12. Apr 2019, 11:02

X3Q hat geschrieben:(12 Apr 2019, 10:53)

Natürlich. Nur kann bei einem mangelnden Output nicht automatisch die Antwort "MEHR INPUT" lauten. Bei der einen oder anderen Schule mag dies mit Sicherheit zutreffen. Man sollte sich auch einfach mal anschauen, wie dieses Thema unterrichtet wird und mit welcher Art von Schülern ich es zu tun habe.

--X

An den Schülern kann man nur bedingt etwas ändern. Man sollte sie zur Kenntnis nehmen, aber als gegebene variable Größe. Die Methoden sind eher ein Diskussionspunkt.
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon Gen_Y » Sa 13. Apr 2019, 16:45

space hat geschrieben:(12 Apr 2019, 08:49)

Es ist eigentlich schlimm das so konstatieren zu müssen, aber es ist erfrischend ein deutsches Politikforum zu erleben, wo einigergemaßen Konsens darüber herrscht, keinen Schlussstrich zu ziehen.


Die Geschichte kann nicht abgeschlossen werden, da sie immer einen Einfluss auf das Diesseits hat.
Das Problem ist, dass das Dritte Reich auf dem Gymnasium viel zu isoliert betrachtet wird. 1933 - 1945 ein Block. So entsteht der Eindruck, frei nach Harald Schmidt: "Da waren wir und da waren die bösen Nazis. Dann kamen die Amerikaner und haben uns befreit."
Es fehlt völlig die Kausalität. Die Zeit von 1871 - 1945 hängt zusammen und ist hochinteressant. Das müsste in der Kollegstufe richtig durchgearbeitet werden. Davor sollte vielleicht mal das Heilige Römische Reich eine Rolle spielen, dann wüsste der Nachwuchs auch, warum die BRD als föderaler Staat gegründet wurde und es kein Königreich Deutschland gab. Aber wer weiß schon, warum die Lehrpläne so sind, wie sie sind.
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon imp » Sa 13. Apr 2019, 17:01

Gen_Y hat geschrieben:(13 Apr 2019, 16:45)

Die Geschichte kann nicht abgeschlossen werden, da sie immer einen Einfluss auf das Diesseits hat.
Das Problem ist, dass das Dritte Reich auf dem Gymnasium viel zu isoliert betrachtet wird. 1933 - 1945 ein Block. So entsteht der Eindruck, frei nach Harald Schmidt: "Da waren wir und da waren die bösen Nazis. Dann kamen die Amerikaner und haben uns befreit."
Es fehlt völlig die Kausalität. Die Zeit von 1871 - 1945 hängt zusammen und ist hochinteressant. Das müsste in der Kollegstufe richtig durchgearbeitet werden. Davor sollte vielleicht mal das Heilige Römische Reich eine Rolle spielen, dann wüsste der Nachwuchs auch, warum die BRD als föderaler Staat gegründet wurde und es kein Königreich Deutschland gab. Aber wer weiß schon, warum die Lehrpläne so sind, wie sie sind.

Letztlich können wir Deutschen dem Napoleon sehr dankbar sein. Er brachte uns in vielen deutschen Staaten entscheidende Impulse von Modernisierung und Neuordnung, hinter die auch trotz Restauration kaum wer mehr zurück gehen wollte. Von seiner Zeit hätten die Deutschen auch lernen können, dass man gegen Russland besser nicht zieht ... aber das haben auch nach Hitler viele bis heute nicht gelernt.

Es war eine Zeit lang modern, den zweiten Weltkrieg als dritten Akt nach dem ersten und den Folgen von Versailles zu betrachten. Da ist schon was dran. Aber der besondere, tätige Antisemitismus der Hitlerzeit und besonders der Jahre ab 1941 erklärt sich nicht einfach so aus einer Kombination von verlorenem Weltkrieg, immer vorhandener Judendiskriminierung seit Fettmilch oder eher und einer wirtschaftlich turbulenten Zeit.

Bei aller Einordnung müssen Schüler auch das Brutale und Neuartige an Hitlers Vernichtungspraxis gezeigt bekommen. Ob sie dabei was lernen - versuchen muss man es.
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon PeterK » Sa 13. Apr 2019, 18:17

Skurwysyn hat geschrieben:(10 Apr 2019, 22:49)
...

Mir wäre neu, dass in der Schule "Erbschuld" "aufgearbeitet würde. Wie kommst Du auf diese Idee?
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon Neandertaler » So 14. Apr 2019, 19:12

imp hat geschrieben:(13 Apr 2019, 17:01)
....Von seiner Zeit hätten die Deutschen auch lernen können, dass man gegen Russland besser nicht zieht ... aber das haben auch nach Hitler viele bis heute nicht gelernt.
das ist nun auch, Russland ist unbesiegbar, ein historischer Mythos. Mongolen, Japaner, Polen und auch Deutschen im ersten Weltkrieg haben das Gegenteil bewiesen. Auf diese Erfahrungen aus denn ersten Weltkrieg und denn folgenden begründet sich wahrscheinlich auch warum die Nazis dachten es wäre eine gute Idee Russland anzugreifen.
Und auch Napoleon hatte Chancen ist nur wohl einfach zu schnell marschiert für die schwierige Versorgungslage. Aber gut das ins Gesichtsforum aber da wird ja zu gefühlt 99% nur über NS diskutiert.


Bei aller Einordnung müssen Schüler auch das Brutale und Neuartige an Hitlers Vernichtungspraxis gezeigt bekommen. Ob sie dabei was lernen - versuchen muss man es.

Etwas provokant gefragt was soll man den daraus genau lernen?
Das Menschen zu unglaublich grausamen und idiotischen Taten fähig sind?

Das Geschichte grußseliger sein kann als jeder Stephen King Roman?
Ich bin linksliberal, ich habe mich testen lassen.
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon imp » So 14. Apr 2019, 20:02

Neandertaler hat geschrieben:(14 Apr 2019, 19:12)

das ist nun auch, Russland ist unbesiegbar, ein historischer Mythos.

Unbesiegbar ist doch Quatsch. 1917/18 wissen wir alle. Ist dem Kaiser aber auch keine Rettung mehr gewesen.


Etwas provokant gefragt was soll man den daraus genau lernen?

Das ist mir zu viel Provokation für einen Sonntagabend.
Du findest sicher selbst eine Antwort auf deine Frage.
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon Dampflok94 » Di 16. Apr 2019, 10:40

Neandertaler hat geschrieben:(14 Apr 2019, 19:12)
Und auch Napoleon hatte Chancen ist nur wohl einfach zu schnell marschiert für die schwierige Versorgungslage. Aber gut das ins Gesichtsforum aber da wird ja zu gefühlt 99% nur über NS diskutiert.

Dann mach doch einfach einen auf. Ist gar nicht so schwer. :)
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon Wolverine » Di 16. Apr 2019, 12:32

Antonius hat geschrieben:(12 Apr 2019, 10:16)

Ich möchte noch einmal an die Rede des früheren Bundespräsidenten Gauck erinnern, die er anläßlich des 70. Jahrestages
der Befreiung des KZ Auschwitz gehalten hat.
Er sagte etwas, das mir voll aus dem Herzen gesprochen ist:

    Solange ich lebe, werde ich darunter leiden, dass die deutsche Nation mit ihrer so achtenswerten Kultur zu den ungeheuerlichsten Menschheitsverbrechen fähig war.
    Selbst eine überzeugende Deutung des schrecklichen Kulturbruchs wäre nicht imstande, mein Herz und meinen Verstand zur Ruhe zu bringen.
    Da ist ein Bruch eingewebt in die Textur unserer nationalen Identität, der im Bewusstsein quälend lebendig bleibt.
    Wer "in der Wahrheit leben" will, wird dies niemals leugnen.
https://www.sueddeutsche.de/politik/bun ... .2322759-5

Jeder Schüler sollte im Geschichtsunterricht vor allem die Geschichte des 20. Jahrhunderts (und die Zeit davor) kennenlernen.


Spricht mir auch aus dem Herzen. Die Zeit von 33-45 gehört auf jeden Fall in den Unterricht eines Gymnasiums. Sicher, man kann den Unterricht gut machen oder schlecht. Aber die Auseinandersetzung mit Verbrechen gegen die Menschheit sind niemals langweilig.
If Israel were to put down its arms there would be no more Israel.
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon Inspyration » So 12. Mai 2019, 19:48

imp hat geschrieben:(11 Apr 2019, 09:16)

Genau so ist es. Das gehört zu Bildung in Deutschland auf jeden Fall dazu, auch die Abgründe anzuschauen.

Warum schaut dann Niemand in die Abgründe der heutigen deutschen Wirtschaft, die mit ihrem ausbeuterischen Niedriglohnmodell halb Europa ins Gras beißen lässt?

Weil das Arsch in der Hose erfordern würde, glaube ich.
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Re: Aufarbeitung der "Erbschuld" in der Schule: Müssen wir das unseren Kindern antun?

Beitragvon Misterfritz » So 12. Mai 2019, 22:16

Inspyration hat geschrieben:(12 May 2019, 19:48)

Warum schaut dann Niemand in die Abgründe der heutigen deutschen Wirtschaft, die mit ihrem ausbeuterischen Niedriglohnmodell halb Europa ins Gras beißen lässt?

Weil das Arsch in der Hose erfordern würde, glaube ich.
Die Zeit des Nationalsozialismusses gehört nun mal in das Fach Geschichte und nicht zu Wirtschaftsthemen der heutigen Zeit - hätte man aber mit etwas Nachdenken auch selbst drauf kommen können.

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