30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

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Tom Bombadil
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 10. Apr 2019, 16:24

Vongole hat geschrieben:(10 Apr 2019, 16:17)

Es geht doch nicht nur um uns bei diesem Thema, Dürre ist ein globales Problem, das sich durch den Klimawandel verstärkt.

Da hast du Recht, nur meint der user Alpha Centauri ja, dass Bauern extreme Wettersituationen nicht einkalkulieren, woher die Bauern aber wissen sollen, dass die kommende Wachstumsperiode extreme Wettersituationen bereit erhält, dazu fehlt noch die Antwort.
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon MoOderSo » Mi 10. Apr 2019, 17:01

Ob es langfristig klug ist in Dürreregionen Hochleistungsweizen anzubauen ist auch fraglich.
Bis jetzt hat intensive Landwirtschaft in ariden Gebieten meist zuverlässig zu noch mehr Trockenheit geführt.
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 10. Apr 2019, 18:17



Dass habe ich User Tom Bombadil auch schon versucht zu verklickern allein er begreift es nicht. Sich dumm stellen ist auch eine Option :D
Zuletzt geändert von Alpha Centauri am Mi 10. Apr 2019, 18:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon streicher » Mi 10. Apr 2019, 19:56

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Apr 2019, 21:06)

Nicht gut und die Hungersnot in Äthiopien kam erst noch, aber heute ist die industrielle Landwirtschaft deutlich weiter.
Das stimmt natürlich. Man hat auch mittlerweile bessere Strategien gefunden, der Wüste Land abzugewinnen und wieder zu begrünen, aber noch verlieren wir eher Land an sie. Leider hat auch viel Urwald dran glauben müssen.
Nun sind wir doppelt so viele. Interessant wäre auch noch, ob wir deswegen auch doppelt so viel Vieh unter menschlicher Hand haben - wahrscheinlich (mindestens) ja.

Äthiopien erstaunt: dort muss ja wirklich besser gewirtschaftet werden...
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon streicher » Mi 10. Apr 2019, 19:59

Quatschki hat geschrieben:(09 Apr 2019, 21:08)

Aus Sicht der Elefanten ging die Bevölkerung von 2 Mio auf 350.000 zurück.
Aber das zählt nicht als Völkermord, denn wir sind ja Humanisten und keine Elephantisten.
Und im Gegensatz zu Rassisten werden Artisten nicht geächtet.
Ja, solche Zahlen stimmen schon sehr nachdenklich. Wir nehmen den Lebensraum von anderen Arten. In Indien wundert man sich nicht mehr, warum Angriffe von Tigern auf den Menschen zugenommen haben: den Raubtieren fehlt zunehmend der Lebensraum bzw. das natürlich Jagdgebiet.
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon Quatschki » Mi 10. Apr 2019, 20:17

streicher hat geschrieben:(10 Apr 2019, 19:59)

Ja, solche Zahlen stimmen schon sehr nachdenklich. Wir nehmen den Lebensraum von anderen Arten. In Indien wundert man sich nicht mehr, warum Angriffe von Tigern auf den Menschen zugenommen haben: den Raubtieren fehlt zunehmend der Lebensraum bzw. das natürlich Jagdgebiet.

Das wird bald vorbei sein, Tiger gibts dann nur noch in der ZOO-Doku.
Aber Hauptsache immer schön humanistisch...
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon Alpha Centauri » Do 11. Apr 2019, 11:01

Quatschki hat geschrieben:(10 Apr 2019, 20:17)

Das wird bald vorbei sein, Tiger gibts dann nur noch in der ZOO-Doku.
Aber Hauptsache immer schön humanistisch...
...


Es geht hier um die globale Ernährungsproblematik und den Hunger der Menschen auf der Welt und wie man diesen wirksam bekämpfen könnte und vom Thema abkommen
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 11. Apr 2019, 11:40

Alpha Centauri hat geschrieben:(11 Apr 2019, 11:01)

Es geht hier um die globale Ernährungsproblematik und den Hunger der Menschen auf der Welt und wie man diesen wirksam bekämpfen könnte und vom Thema abkommen


Ich gebe hier Quatschi Recht, man kann die Vergewaltigung der Natur und die Ausrottung der Spezies nicht von der Ernaehrungsproblematik trennen. Beides sind Ursachen. Wer das oekologische Gleichgewicht ausschaltet muss mit Konsequenzen rechnen.
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon streicher » Do 11. Apr 2019, 17:50

Quatschki hat geschrieben:(10 Apr 2019, 20:17)

Das wird bald vorbei sein, Tiger gibts dann nur noch in der ZOO-Doku.
Aber Hauptsache immer schön humanistisch...
...
Wie viele Arten gehen verloren, wenn man einen zusammenhängenden Urwald abholzt?

Es gibt ja die Idee, und wahrscheinlich ist sie nicht unbedingt neu, dass man "essbare Wälder" anpflanzt. Es müssen dafür keine alten Wälder gehen: es gibt genug Flächen, zum Beispiel auch Brachflächen, die sich dafür eignen würden. Das geht dann so ungefähr in die Richtung: Der Waldgarten – Ernte auf sieben Ebenen.
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon Alpha Centauri » Do 11. Apr 2019, 20:04

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(11 Apr 2019, 11:40)

Ich gebe hier Quatschi Recht, man kann die Vergewaltigung der Natur und die Ausrottung der Spezies nicht von der Ernaehrungsproblematik trennen. Beides sind Ursachen. Wer das oekologische Gleichgewicht ausschaltet muss mit Konsequenzen rechnen.


Gut dass ist schon richtig ändert aber nichts daran dass die Zweckentfremdung von Getreide als Autosprit oder Tiernahrung zur Fleischproduktion die Ernährungssituation auf der Welt noch verschlimmert . Es sind nun mal 7 Milliarden Menschen dass lässt nicht ändern und es werden mehr.
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Fr 12. Apr 2019, 01:55

Alpha Centauri hat geschrieben:(11 Apr 2019, 20:04)

Gut dass ist schon richtig ändert aber nichts daran dass die Zweckentfremdung von Getreide als Autosprit oder Tiernahrung zur Fleischproduktion die Ernährungssituation auf der Welt noch verschlimmert . Es sind nun mal 7 Milliarden Menschen dass lässt nicht ändern und es werden mehr.


Das ist auch absolut richtig!
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon imp » Fr 12. Apr 2019, 11:23

Alpha Centauri hat geschrieben:(11 Apr 2019, 20:04)

Gut dass ist schon richtig ändert aber nichts daran dass die Zweckentfremdung von Getreide als Autosprit oder Tiernahrung zur Fleischproduktion die Ernährungssituation auf der Welt noch verschlimmert . Es sind nun mal 7 Milliarden Menschen dass lässt nicht ändern und es werden mehr.

Tiernahrung, ob nun unbedingt aus Korn oder sonstigen Pflanzbestandteilen, ist ein legitimer Einsatz. Unsere Kaninchen, Kühe usw sollen nicht verzichten müssen und unsere Steak-Esser auch nicht.
Die Zahl der Menschen ist variabel und obwohl es absehbar mehr werden, können längerfristig auch weniger Menschen vorhanden sein. Man muss eben einen gesellschaftlichen Konsens finden, wie aufwändig im Durchschnitt pro Mensch Ernährung sein darf und wie diese Resourcen zu beschaffen sind bzw wo man dann über Preise und Verbote abriegelt.
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 12. Apr 2019, 12:58

imp hat geschrieben:(12 Apr 2019, 11:23)

Tiernahrung, ob nun unbedingt aus Korn oder sonstigen Pflanzbestandteilen, ist ein legitimer Einsatz. Unsere Kaninchen, Kühe usw sollen nicht verzichten müssen und unsere Steak-Esser auch nicht.
Die Zahl der Menschen ist variabel und obwohl es absehbar mehr werden, können längerfristig auch weniger Menschen vorhanden sein. Man muss eben einen gesellschaftlichen Konsens finden, wie aufwändig im Durchschnitt pro Mensch Ernährung sein darf und wie diese Resourcen zu beschaffen sind bzw wo man dann über Preise und Verbote abriegelt.


Warum sollten Steak Esser nicht auf Steak verzichten können während anderen auf der Welt nicht mal ein Korn haben?
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon MoOderSo » Fr 12. Apr 2019, 13:05

Alpha Centauri hat geschrieben:(12 Apr 2019, 12:58)

Warum sollten Steak Esser nicht auf Steak verzichten können während anderen auf der Welt nicht mal ein Korn haben?

Weil das eine Frage des Preises und nicht der Verfügbarkeit ist. Nur weil ich auf mein Steak verzichte, kann der Arme sich noch lange nicht mehr Korn leisten. Darfst nicht denken, dass Bauern ihre Preise mit Überproduktionen freiwillig auf Almosenniveau drücken, nur weil sie dann die Fläche dazu hätten.
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon imp » Fr 12. Apr 2019, 13:14

Alpha Centauri hat geschrieben:(12 Apr 2019, 12:58)

Warum sollten Steak Esser nicht auf Steak verzichten können während anderen auf der Welt nicht mal ein Korn haben?

Wir können die Ernährungsfrage nur im Durchschnitt lösen, nicht für jeden Einzelfall gleich. Es wird immer so sein, dass der eine mehr hat, der andere weniger, dass der eine mehr von diesem will oder braucht, der andere von jenem. Zudem ist ja auch Marktwirtschaft mehr oder minder weltweit.
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon Quatschki » Fr 12. Apr 2019, 19:25

imp hat geschrieben:(12 Apr 2019, 13:14)

Wir können die Ernährungsfrage nur im Durchschnitt lösen, nicht für jeden Einzelfall gleich.

Streng genommen können wir garnichts.
Weil wir nicht die Macht dazu haben.

Auch interessant:
"Weltweit nutzen rund 2,5 Milliarden Menschen 50% der Landfläche nach dem Gewohnheitsrecht. Nur ein Fünftel des Landes, das ländliche und indigene Gemeinden in Entwicklungsländern bewirtschaften, ist durch Landrechte vor Landraub durch Regierungen und Unternehmen geschützt. "

https://www.weltagrarbericht.de/themen- ... bbing.html

Ein Rechtsstaat mit rechtlich verbrieftem Grund- und Bodenbesitz, einem Liegenschaftskataster, also etwas, das unter Napoleon entwickelt worden war und bei uns seit über 150 Jahren selbstverständlich ist, ist in vielen Ländern unbekannt!
Die Entwicklungshilfe der letzten 50 Jahre scheint auch wenig in dieser Richtung getan zu haben
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 12. Apr 2019, 23:21

MoOderSo hat geschrieben:(12 Apr 2019, 13:05)

Weil das eine Frage des Preises und nicht der Verfügbarkeit ist. Nur weil ich auf mein Steak verzichte, kann der Arme sich noch lange nicht mehr Korn leisten. Darfst nicht denken, dass Bauern ihre Preise mit Überproduktionen freiwillig auf Almosenniveau drücken, nur weil sie dann die Fläche dazu hätten.



Falsch es ist eben nicht nur einzig und alleine eine Preisfrage sondern auch eine der Verfügbarkeit
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 12. Apr 2019, 23:57

Alpha Centauri hat geschrieben:(10 Apr 2019, 18:17)

Dass habe ich User Tom Bombadil auch schon versucht zu verklickern allein er begreift es nicht. Sich dumm stellen ist auch eine Option :D

Du bist der Einzige, der sich hier dumm stellt, denn die Frage, woher ein Bauer denn wissen soll, ob jetzt ein trockener oder nasser Sommer bevorsteht, ignorierst du ja beharrlich. Das es auf der Welt Hunger gibt ist sicher nicht die Schuld der Bauern.
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 12. Apr 2019, 23:59

Alpha Centauri hat geschrieben:(11 Apr 2019, 20:04)

Gut dass ist schon richtig ändert aber nichts daran dass die Zweckentfremdung von Getreide als Autosprit oder Tiernahrung zur Fleischproduktion die Ernährungssituation auf der Welt noch verschlimmert .

Gibt es dazu eigentlich seriöse Untersuchungen oder Studien oder ist das einfach nur eine simple antikapitalistische Meinung?
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Re: 30 Millionen Tonnen: Weniger essen?

Beitragvon Vongole » Sa 13. Apr 2019, 00:21

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Apr 2019, 23:59)

Gibt es dazu eigentlich seriöse Untersuchungen oder Studien oder ist das einfach nur eine simple antikapitalistische Meinung?


Gibt es, diese z.B.: Fleisch frisst Land
https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Pub ... um_web.pdf

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