Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

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Skull
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Skull » Do 21. Feb 2019, 21:35

Senexx hat geschrieben:(21 Feb 2019, 20:25)

Vor 400 Jahe hatte gerade der 30jährige Krieg begonnen.

Korrekt. Meine 400 Jahre hatten ihren Grund. ;)

mfg
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Klopfer
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Klopfer » Fr 22. Feb 2019, 05:57

Benutzername hat geschrieben:(21 Feb 2019, 21:00)

Wohlstand macht nicht automatisch zufrieden. Unzufrieden werden die Menschen, die nicht schätzen was sie haben, sondern nimmer auf andere gucken. Wer zufrieden sein will, der lernt zu schätzen was er hat. Auch ein Hartz 4 Empfänger kann glücklich sein. Es hängt von der Einstellung ab.

Das liegt vielleicht auch am System. Predigt nicht der Kapitalismus doch ständig von immerwährenden Wachstum und Wettbewerb, das spiegelt sich halt auch in der Haltung der Menschen wieder.
Das geht dann so weit dass man die die mit dem was sie haben zufrieden sind und gar nicht mehr wollen dieses neidet und versucht wegzunehmen.
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Orbiter1
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Orbiter1 » Fr 22. Feb 2019, 07:10

Ich sehe vor allem zwei Quellen der Unzufriedenheit. Zum einen, die Gesellschaft wird zwar insgesamt wohlhabender, aber ein erheblicher Teil ist von einem Zuwachs inzwischen dauerhaft ausgeschlossen. Selbst ein Durchschnittsverdiener ist z. B. nicht mehr in der Lage in der Großstadt Wohneigentum zu bilden, wenn kein Erbe für die Finanzierung zur Verfügung steht. Das löst natürlich Unzufriedenheit aus.

Zum anderen geht die Bereitschaft Einschränkungen des persönlichen Umfelds zuzulassen gegen Null. Exemplarisch nenne ich hier mal die erforderlichen Stromtrassen durch Deutschland. Eine Oberleitung wird sowieso nicht akzeptiert, aber auch eine Verlegung in mehreren Metern Tiefe lässt sofort Bürgerinitiativen entstehen die sich dagegen wehren. Neue Windräder in der Nähe werden auch nicht akzeptiert. Und ich bin schon gespannt wo die mehrere 100.000 zusätzlich erforderlichen Sendemasten für 5G montiert werden.
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Andreas50
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Andreas50 » Sa 23. Feb 2019, 20:27

Klopfer hat geschrieben:(22 Feb 2019, 05:57)

Das liegt vielleicht auch am System. Predigt nicht der Kapitalismus doch ständig von immerwährenden Wachstum und Wettbewerb, das spiegelt sich halt auch in der Haltung der Menschen wieder.
Das geht dann so weit dass man die die mit dem was sie haben zufrieden sind und gar nicht mehr wollen dieses neidet und versucht wegzunehmen.

Die Gesellschaft wird immer kälter je weniger Geld der einzelne zur Verfügung hat. Seit 70 Jahren eine Politik des Niedergangs. Ein Absinken der Kultur mit dem Absinken der Löhne ist deutlich erkennbar von Jahr zu Jahr. Spiegelt sich auch in der Musik wieder. In den 70 ern noch fröhliche Lieder und mit jedem Jahr wird die Musik härter bis heute mit Rap und HipHop.

Das ganze geht einher mit wachsender Übervölkerung der Erde und immer weniger Ressourcen mit wachsender Menschenanzahl.
"E. normaler Staat ist, die Regierung hat ihre eigene Bank, die Regierungsbank, die das Geld druckt das unter der Bevölkerung verteilt wird. E. falsches System ist, die Regierung leiht das Geld bei Banken.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Misterfritz » Sa 23. Feb 2019, 21:33

Orbiter1 hat geschrieben:(22 Feb 2019, 07:10)

Ich sehe vor allem zwei Quellen der Unzufriedenheit. Zum einen, die Gesellschaft wird zwar insgesamt wohlhabender, aber ein erheblicher Teil ist von einem Zuwachs inzwischen dauerhaft ausgeschlossen. Selbst ein Durchschnittsverdiener ist z. B. nicht mehr in der Lage in der Großstadt Wohneigentum zu bilden, wenn kein Erbe für die Finanzierung zur Verfügung steht. Das löst natürlich Unzufriedenheit aus.
Das war aber nie anders.
Die Leute, die sich ein winziges Häuschen auf dem Land geleistet haben, haben ihr Leben lang abgezahlt, da haben beide gearbeitet - was bedeutet, dass beide auch ihr Leben lang zusammen blieben.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Klopfer » Sa 23. Feb 2019, 22:01

Misterfritz hat geschrieben:(23 Feb 2019, 21:33)

Das war aber nie anders.
Die Leute, die sich ein winziges Häuschen auf dem Land geleistet haben, haben ihr Leben lang abgezahlt, da haben beide gearbeitet - was bedeutet, dass beide auch ihr Leben lang zusammen blieben.

Heute zahlen auch noch die Kinder an der Hütte wenn sie nicht verkauft worden ist. Mit einem Durchschnittsjob brauchst du dir heute kein Haus mehr bauen von dem du ausgehst das vererben zu dürfen. Das gehört vor dem Vererben anderen.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Klopfer » Sa 23. Feb 2019, 22:05

Andreas50 hat geschrieben:(23 Feb 2019, 20:27)

Die Gesellschaft wird immer kälter je weniger Geld der einzelne zur Verfügung hat. Seit 70 Jahren eine Politik des Niedergangs. Ein Absinken der Kultur mit dem Absinken der Löhne ist deutlich erkennbar von Jahr zu Jahr. Spiegelt sich auch in der Musik wieder. In den 70 ern noch fröhliche Lieder und mit jedem Jahr wird die Musik härter bis heute mit Rap und HipHop.

Das ganze geht einher mit wachsender Übervölkerung der Erde und immer weniger Ressourcen mit wachsender Menschenanzahl.

Fröhlicher waren die Lieder vielleicht nicht, tiefsinnige, beudeutender, sicherlich, angenehmer und ansprechender. Höre gerade PF dark side of the Moon...
Was ist schon Rap oder Hip Hop.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Misterfritz » Sa 23. Feb 2019, 22:08

Klopfer hat geschrieben:(23 Feb 2019, 22:01)

Heute zahlen auch noch die Kinder an der Hütte wenn sie nicht verkauft worden ist. Mit einem Durchschnittsjob brauchst du dir heute kein Haus mehr bauen von dem du ausgehst das vererben zu dürfen. Das gehört vor dem Vererben anderen.
Wie meinen?
Diese Leute sind nie in den Urlaub gefahren, haben evtl. noch ihr eigenes Gemüse im Garten angepflanzt, sind viele Kilometer zur Arbeit mit dem Fahrrad gefahren, haben sich also das Haus vom Munde abgespart.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Klopfer » Sa 23. Feb 2019, 22:18

Misterfritz hat geschrieben:(23 Feb 2019, 22:08)

Wie meinen?
Diese Leute sind nie in den Urlaub gefahren, haben evtl. noch ihr eigenes Gemüse im Garten angepflanzt, sind viele Kilometer zur Arbeit mit dem Fahrrad gefahren, haben sich also das Haus vom Munde abgespart.

Du hast mich missverstanden, heute wenn du versuchst unter den selben Vorraussetzungen ein Häuschen zu bauen ist es ungleich schwieriger geworden. Vom Mund absparen geht gar nicht mehr wenn du halbwegs dafür sorgen möchtest dass deine Kinder mitkommen. Wettbewerb, überall. Wettbewerb erzeugt nicht nur Fortschritt und Sieger....
Urlaub gabs schon, halt nicht in Spanien sondern im bayerischen Wald...
Hochachtung vor diesen Menschen...z.Bsp. meinen Eltern.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Klopfer » Sa 23. Feb 2019, 22:20

Misterfritz hat geschrieben:(23 Feb 2019, 22:08)

Wie meinen?
Diese Leute sind nie in den Urlaub gefahren, haben evtl. noch ihr eigenes Gemüse im Garten angepflanzt, sind viele Kilometer zur Arbeit mit dem Fahrrad gefahren, haben sich also das Haus vom Munde abgespart.

Du hast mich missverstanden, heute wenn du versuchst unter den selben Vorraussetzungen ein Häuschen zu bauen ist es ungleich schwieriger geworden. Vom Mund absparen geht gar nicht mehr wenn du halbwegs dafür sorgen möchtest dass deine Kinder mitkommen. Wettbewerb, überall. Wettbewerb erzeugt nicht nur Fortschritt und Sieger....
Urlaub gabs schon, halt nicht in Spanien sondern im bayerischen Wald...
Hochachtung vor diesen Menschen...z.Bsp. meinen Eltern.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Misterfritz » Sa 23. Feb 2019, 22:26

Klopfer hat geschrieben:(23 Feb 2019, 22:18)

Du hast mich missverstanden, heute wenn du versuchst unter den selben Vorraussetzungen ein Häuschen zu bauen ist es ungleich schwieriger geworden. Vom Mund absparen geht gar nicht mehr wenn du halbwegs dafür sorgen möchtest dass deine Kinder mitkommen. Wettbewerb, überall. Wettbewerb erzeugt nicht nur Fortschritt und Sieger....
Urlaub gabs schon, halt nicht in Spanien sondern im bayerischen Wald...
Hochachtung vor diesen Menschen...z.Bsp. meinen Eltern.
Heute ist es evtl. schwieriger, einen Bauplatz zu finden, aber Familien mit Kindern bekommen doch Baukindergeld etc.
Nein, es wird erwartet (oder die Kinder wie Eltern erwarten), dass Hausbauen keine Abstriche erfordert. Und das kann nicht funktionieren.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Klopfer » Sa 23. Feb 2019, 22:40

Misterfritz hat geschrieben:(23 Feb 2019, 22:26)

Heute ist es evtl. schwieriger, einen Bauplatz zu finden, aber Familien mit Kindern bekommen doch Baukindergeld etc.
Nein, es wird erwartet (oder die Kinder wie Eltern erwarten), dass Hausbauen keine Abstriche erfordert. Und das kann nicht funktionieren.

Das ist natürlich richtig, Hausbauen erfordert sicherlich Abstriche. Trotzdem ist es nicht mehr so "einfach".
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Misterfritz » Sa 23. Feb 2019, 22:42

Klopfer hat geschrieben:(23 Feb 2019, 22:40)

Das ist natürlich richtig, Hausbauen erfordert sicherlich Abstriche. Trotzdem ist es nicht mehr so "einfach".
Es war NIE einfach!
(Oder ich schränke ein wenig ein: Wenn Du von Bauern abstammtest, dann war es einfacher, an Land zu kommen, wenn dieses mal als Bauland ausgewiesen wurde)
Zuletzt geändert von Misterfritz am Sa 23. Feb 2019, 22:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Gilmoregirl » Sa 23. Feb 2019, 22:44

Wenn ich mich ständig mit anderen vergleiche, was diese haben oder nicht, kann ich entweder unzufrieden sein, weil es dem anderen vermeintlich besser geht (was ich nicht weiß, denn er kann auch unheilbar krank sein und ich gesund) , kann mich freuen, weil ich mehr besitze als andere oder ich kann die Klappe halten und mit dem zufrieden sein, was ich habe.
Mir ist es egal, ob mein Nachbar ein größeres Auto hat, meines bringt mich ebenso von A nach B, es ist mir auch egal, dass das Nachbarhaus neuer/moderner ist, unseres hält uns auch trocken und warm. Ob ich bei A...oder E... einkaufe, auch egal. Hauptsache, wir werden alle satt.
In DL wird auch für Menschen gesorgt, die keiner Arbeit nachgehen(können) klar, diese Menschen werden keine großen Sprünge machen können, aber es wird für sie gesorgt. Und für manch einen noch viel zu gut.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 23. Feb 2019, 22:47

Klopfer hat geschrieben:(23 Feb 2019, 22:18)

Du hast mich missverstanden, heute wenn du versuchst unter den selben Vorraussetzungen ein Häuschen zu bauen ist es ungleich schwieriger geworden. Vom Mund absparen geht gar nicht mehr wenn du halbwegs dafür sorgen möchtest dass deine Kinder mitkommen.


Keine Ahnung wo du lebst. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals schon soviel gebaut wurde wie heute. Hier wird ein Baugebiet nach dem anderen aus dem Boden gestampft. Für die Grundstücke gibt's lange Wartelisten. Und wer ein kriegt, der kann froh sein, wenn er einen Bauunternehmer findet, der es ihm in annehmbarer Zeit hinzustellen. Und wenn ich mir die Leute so ansehe, dann hab ich nicht im geringsten den Eindruck, dass sie sich das auch nur annähernd ähnlich vom Mund absparen müssen, wie z.B. meine Eltern Ende der 60er.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Klopfer » Sa 23. Feb 2019, 22:52

Misterfritz hat geschrieben:(23 Feb 2019, 22:42)

Es war NIE einfach!
(Oder ich schränke ein wenig ein: Wenn Du von Bauern abstammtest, dann war es einfacher, an Land zu kommen, wenn dieses mal als Bauland ausgewiesen wurde)

Drum die Quotes...
Übrigens hatten nicht nur Bauern den "Heimvorteil", sondern auch Kommunalpolitiker...
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Klopfer » Sa 23. Feb 2019, 22:55

Gilmoregirl hat geschrieben:(23 Feb 2019, 22:44)

Wenn ich mich ständig mit anderen vergleiche, was diese haben oder nicht, kann ich entweder unzufrieden sein, weil es dem anderen vermeintlich besser geht (was ich nicht weiß, denn er kann auch unheilbar krank sein und ich gesund) , kann mich freuen, weil ich mehr besitze als andere oder ich kann die Klappe halten und mit dem zufrieden sein, was ich habe.
Mir ist es egal, ob mein Nachbar ein größeres Auto hat, meines bringt mich ebenso von A nach B, es ist mir auch egal, dass das Nachbarhaus neuer/moderner ist, unseres hält uns auch trocken und warm. Ob ich bei A...oder E... einkaufe, auch egal. Hauptsache, wir werden alle satt.
In DL wird auch für Menschen gesorgt, die keiner Arbeit nachgehen(können) klar, diese Menschen werden keine großen Sprünge machen können, aber es wird für sie gesorgt. Und für manch einen noch viel zu gut.

Tham das ist aber der Sinn von Wettbewerb.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Klopfer » Sa 23. Feb 2019, 22:57

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(23 Feb 2019, 22:47)

Keine Ahnung wo du lebst. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals schon soviel gebaut wurde wie heute. Hier wird ein Baugebiet nach dem anderen aus dem Boden gestampft. Für die Grundstücke gibt's lange Wartelisten. Und wer ein kriegt, der kann froh sein, wenn er einen Bauunternehmer findet, der es ihm in annehmbarer Zeit hinzustellen. Und wenn ich mir die Leute so ansehe, dann hab ich nicht im geringsten den Eindruck, dass sie sich das auch nur annähernd ähnlich vom Mund absparen müssen, wie z.B. meine Eltern Ende der 60er.

Wohl wahr die Banken freuen sich.
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Odin1506 » Sa 23. Feb 2019, 22:58

Gilmoregirl hat geschrieben:(23 Feb 2019, 22:44)

Wenn ich mich ständig mit anderen vergleiche, was diese haben oder nicht, kann ich entweder unzufrieden sein, weil es dem anderen vermeintlich besser geht (was ich nicht weiß, denn er kann auch unheilbar krank sein und ich gesund) , kann mich freuen, weil ich mehr besitze als andere oder ich kann die Klappe halten und mit dem zufrieden sein, was ich habe.
Mir ist es egal, ob mein Nachbar ein größeres Auto hat, meines bringt mich ebenso von A nach B, es ist mir auch egal, dass das Nachbarhaus neuer/moderner ist, unseres hält uns auch trocken und warm. Ob ich bei A...oder E... einkaufe, auch egal. Hauptsache, wir werden alle satt.
In DL wird auch für Menschen gesorgt, die keiner Arbeit nachgehen(können) klar, diese Menschen werden keine großen Sprünge machen können, aber es wird für sie gesorgt. Und für manch einen noch viel zu gut.

Diesen Satz würde ich so nicht stehen lassen, denn sonst hätten wir hier in D keine Obdachlosen und keine Rentner die Flaschen sammeln müssen.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: Führt Wohlstand zu Anspruchsdenken und Jammerkultur?

Beitragvon Misterfritz » Sa 23. Feb 2019, 23:00

Klopfer hat geschrieben:(23 Feb 2019, 22:52)

Drum die Quotes...
Übrigens hatten nicht nur Bauern den "Heimvorteil", sondern auch Kommunalpolitiker...
Ich weiss, ich war lange genug in der Kommunalpolitik ....

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